e, ſchon u Glas. Auch gegeden Mane Maler- Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M26. Sonnabend den 30. März 1850. Der Oſterfeiertage wegen erſcheint naͤchſten Mittwoch keine Nummer dieſes Blattes. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter und Polizeioffizianten des Regierungs-Bezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen: 1) Karl Auguſt Schröp⸗ pel von Arpheiligen, jetzt Caspar Eidel aus Homburg a. M; 2) Jacob Flath von Bensheim; 3) Johann Philipp Schmidt von Kemel; 4) Marie Caroline Schmidt von Ingenheim, wegen Diebſtähle, Bettelns und Vaga— bundirens. Indem wir Ihnen nachſtehendes Erſuchen des Crimi— nalgerichts zu Wiesbaden mittheilen, geben wir Ihnen auf, nach dem Eigenthümer der fraglichen Gegenſtände zu forſchen und wenn ſich ſolche ergeben, Anzeige hierher zu machen. Friedberg den 22. März 1850. Dun ee In dem Beſitz der vier am 11. d. M. zu Heddern— heim arretirten, dermalen dahier verhafteten Beſchuldigten, fanden ſich folgende Gegenſtände vor, die wahrſcheinlich irgendwo entwendet zu ſein ſcheinen: 1) Eine ſilberne Cylinderuhr, in 4 Rubinen laufend, mit einem kurzen Stahlkettchen zum Anhängen in ein Weſtenknopfloch und einem an einer ſchwarz, roth und weißen Kordel befeſtigten meſſingenen Uhrſchlüſſel mit ſtählernem Kanönchen; 2) ein viereckiges Nähkäſtchen mit grünem Leder über⸗ zogen und mit Golddruck verziert, inwendig mit dun— kelrothem Sammet ausgeſchlagen, worin ein Scheer— chen, ein neuſilberner Fingerhut, ein neuſilbernes Sternchen zum Garnwickeln und mehrere Nadeln mit bunt wollenen Fäden; 3) ein Stück ſchmaler weißer Stramin, zwei Stücke ſchmaler weißer Stramin zu Strumpfbändern, beide mit bunter Wolle, der eine ganz, der andere halb geſtickt; 4) eine weiße gehäckelte Haube; 5) ein braunes Tuchkäppchen, unten mit dunklem Pluͤſch beſetzt mit einer Quaſte; 6) mehrere weiß leinene Taſchentücher, eins G. R., eins A. C. H., eins M. A. roth gezeichnet; 7) zwei weiße roth R. S. gezeichnete Schlafhauben; 8) ein Paar graue Herren-Glagçehandſchuhe. Wir erſuchen, nach dem Eigenthümer dieſer Gegen— ſtände Nachforſchungen anſtellen zu wollen, und wenn der⸗ ſelbe ermittelt werden ſollte, uns davon zu benachrichtigen. Wiesbaden den 19. März 1850. Herzoglich Naſſauiſches Criminalgericht S Moritz. Bekanntmachung. den Ankauf und die Einführung von engliſchen lang— wolligen Schafen(Cootswold) betreffend. Es iſt eine von unſeren intelligenteren Landwirthen anerkannte Thatſache, daß unſere gewöhnlichen Landſchafe den an ſie geſtellten Anforderungen in Beziehung auf Woll— ertrag und Wollqualität ſowohl, wie namentlich in Be— ziehung auf Fleiſchgewicht und Maſtfähigkeit keineswegs entſprechen und daß bei einer vorzunehmenden Veredlung derſelben, durch Einführung eines fremden Schafſtammes, die letzteren Eigenſchaften hauptſächlich in Betracht zu ziehen ſind. i Es liegt mithin im Intereſſe der oberheſſiſchen Schaf— züchter, ſich eine Schafrace zu bilden, welche ihnen durch vermehrte Körpermaſſe, größere Maſtfähigkeit und größeren Wollreichthum einen höheren Gewinn abwirft. Dieſen Zweck erreicht man nur durch Einführung einer engliſchen langwolligen Schafrace, welche die gewünſchten Eigenſchaf— ten in moͤglichſt hoher Vollkommenheit beſitzt. In Erwägung der Wichtigkeit des Gegenſtandes hat der Ausſchuß des landw. Vereins von Oberheſſen in der Sitzung am 28. Februar d. J. folgende Beſchlüſſe gefaßt: 1) es ſoll die bereits vor mehreren Jahren durch den verſtorbenen Vereinspräſidenten, Hrn. v. Firnhaber⸗ Jordis, eingeführte und für unſere oberheſſiſchen Verhältniſſe bereits erprobte Schafrace(Cootswold) wieder eingefuhrt werden; 2) der landw. Verein von Oberheſſen uͤbernimmt den Ankauf von 2— 3 engliſchen Böcken auf eigene Rechnung und Gefahr; — 2102— 3) er erläßt eine Aufforderung an oberheſſiſche Schafe zuͤchter, ſich in der Art zu betheiligen, daß ſie auf eigene Rechnung Mutterſchafe erwähnter Race aus England mitbeziehen. Der landw. Verein übernimmt die Koſten des Trans— ports dieſer Schafe und die Leitung des Ankaufs, ſo daß alſo den Beſtellern nur die Koſten des Ankaufs zur Laſt fallen. Nach eingezogenen Erkundigungen wird der Preis eines engliſchen Originalſchafs die Summe von 40 fl. nicht überſteigen. 5 8 Die ſich auf dieſe Art Betheiligenden bilden gleichſam eine Societät, ſie machen ſich namentlich verbindlich: a) den auf der Reiſe durch irgend einen Unfall entſtan⸗ denen Verluſt gegenſeitig zu tragen; b) während 2 oder 3 Jahre, ſowohl ihre Originalſchafe, wie auch einen Theil ihrer Landſchafe, jährlich zu den von dem landw. Vereine angekauften Böcken zu bringen; c) einen kleinen Stamm dieſer Race als Stammrace rein fortzuzüchten, die aus dieſer Zuͤchtung gefallenen Böcke nicht verſchwinden zu laſſen und ſowohl dieſe wie ihre beſten Baſtardthiere zu einer jahrlichen Stöhr⸗ ſchau zu bringen; f d) zunächſt dem Vereine und nach dieſem den Geſell⸗ ſchaftsmitgliedern das Vorkaufsrecht über die zum Verkaufe ausgeſetzten Zuchtſtöhre für eine beſtimmte Reihe von Jahren einzuräumen. Eine von dem Ausſchuſſe des landw. Vereins nieder geſetzte Commiſſion wird in Verbindung mit dem Vorſtande des Vereins die Ausführung obenerwähnter Beſchlüſſe leiten resp. überwachen. Indem wir nun dieſe Beſchlüſſe zur Kenntniß des landw. Publikums bringen, erſuchen wir Diejenigen, welche ſich an dem Ankaufe von engliſchen Mutterſchafen erwähnter Race betheiligen wollen, uns bis zum 15. April d. J. Mütheilungen zu machen, wie viel Stück vierzähnige Mut terſchafe ſie zu haben wünſchen, und ob ſie ſich mit den sub. a bis d geſtellten Bedingungen einverſtanden erklären. Laubach den 12. März 1850. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Edictalladung. (403) Alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an den fur concurs⸗ fällig erklärten Heinemann Maper von Wohn⸗ bach bilden können, werden aufgefordert, die⸗ ſelben im Liquidationstermin Donnerſtag den 16. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, ſo gewiß dahier anzuzeigen als ſonſt Aus ſchluß von der Maſſe erfolgt Hungen den 10. März 1850. i Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Edietalladung. Großh. Heſſicches Hofgericht zu Gießen 55 den unbedeutenden Nachlaß der Jacob Schäfer'ſchen Eheleute von Hungen den Con⸗ cursprozeß erkannt, und es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche im Termin den 16. Mai l. J., i Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausſchluß von der Maſſe erfolgen wird. Hungen den 14. März 1850. Groh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Holz ⸗Verſteigerung. (46 Mittwoch den 3. April, Vor⸗ mittags 8 Uhr, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald der Gemeinde Beyenheim, Diſtrict Siebenwegen: 1) 180 Stecken buchen Scheitholz, 2 95 ¼¼ 1„ Prügelholz, 3) 117%„ Stockholz, 49 175 ½ 1„ Reiſer, und 5) 13 Stämme buchen Werkholz, circa 850 Cubikfuß enthaltend, -an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt in oben genanntem Diſtrict. Beyenheim den 22. März 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Güter ⸗Verſteigerung. (133) In Auftrag des hieſigen Bürgers und Sattlers Johannes Bechſtein 1. werden Dienſtag den 3. April, Morgens 9 Uhr anfangend, in bieſigem Rathhauſe deſſen in hieſiger Gemar⸗ kung liegende Güterſtücke einer freiwilligen meiſt⸗ bietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Die Flurſchützen hieſiger Gemarkung, im Be⸗ ſitz der Güterverzeichniſſe, ſind beauftragt den Kaufliebhabern über die Lage der Parzellen auf Anfordern weitere Mittheilungen zu machen. Friedberg am 21. März 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz- Verſteigerung. (463) Mittwoch den 3. April l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in den Diſtricten Eicher⸗ ecke und Buchwald, nahe bei Ilbenſtadt: 4 Stecken buchen Scheitholz, 5„„ Prügelholz, eichen Prügelholz, 11„ erlen Prügelholz, 5„buchen Stockholz, 6 eichen Stockholz, * 525 Stück buchen Wellen, 1400„ eichen Wellen, 275„ erlen Wellen, 24 Stämme eichen Werkholz, 15 buchen Werkholzſtämme, 2 Stämme fichten Werkholz, 11 Stämme erlen Werkholz, 1 eichen Bauſtamm, 35 Fuß lang und 2 Fuß Durchmeſſer, öffentlich an die Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verſteigert werden. Gegen genügende Bürgſcheine wird Zahlungs⸗ friſt bis 1. September l. J. geſtattet. Schloß Ilbenſtadt den 23. März 1850. Gräflich von Leiningen-Weſterburgiſche Rentei Bern ard Oeffentliche Ladung. (A481) um den Nachlaß des zu Vilbel ver⸗ lebten Peter Müller I., der ſehr überſchuldet iſt, zu ordnen, fordert man alle unbekannte Gläubiger auf, ihre etwaigen Anſprüche an ſolchen ſo gewiß in drei Wochen dahier anzu⸗ zeigen und möglichſt zu begründen, als ſie ſonſt bei der Regulirung des Nachlaſſes unberückſich⸗ tigt bleiben und ſich die aus dem Nichtanmelden entſtehenden Nachtheile ſelbſt beizumeſſen haben. Groskarben am 20. März 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Holz ⸗Verſteigerung. (482) Dienſtag den 2. April l. J. werden in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Stein. bühl, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 6% Stecken birken Scheitholz, 7 1 eichen Scheitholz, 3 17 99„ aspen* 8 birken Prügelholz, 1 aspen Prügelhol 1725 birken Wellen, ee 3750 aspen„ ö 17 Wagen und 19 Läſte Abraumholz, 21 Stück, 106 Cubikfuß enthaltend, eichen Werkholz. 0 5 1 an Ort und Stelle, Morgens hr. Obermörlen am 26. März 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter König. Verſteigerung von Schloſſerarbeit. (83) Samſtag den 13. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Un⸗ terzeichneten die Anfertigung der Fenſterrahmen, in die hieſige neue Kirche von gewalztem Eiſen, worüber der Voranſchlag, 1270 fl. beträgt, in drei Abtheilungen durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Riſſe, Voranſchlag und Verſteigerungsbedin⸗ gungen liegen in genanntem Büreau den In— tereſſenten zur Einſicht offen. Grünberg den 27. März 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg No a k. Holz⸗Verſteigerung. (481) Dienſtag den 9. April, Morgens 8¼ Uhr, werden in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Obernhardt: 54 eichene Werkholzſtämme, 114(„ Gerüſthölzer, 15700 gemiſchte Wellen, 7 Klafter Stockholz, meiſtbietend verſteigert. Dabei wird bemerkt, daß das Holz an der Straße nach dem Burg- jägerhaus ſitzt und ſich gut für die Wetterau zum Abfahren eignet. Pfaffenwies bach den 24. März 1850. Der Bürgermeiſter Rupp. Dee ene (185) Dienſtag den 2. April d. J., Vormit⸗ tags um 9 Uhr anfangend, wollen die Erben des Anton Oderweller's Wittwe, erbvertheilungs⸗ halber durch den Bürgermeiſter ihre Hofraithe, beſtehend aus Wohnhaus, an der Staatsſtraße gelegen und zum Betrieb der Wirthſchaft ge⸗ eſell⸗ zum Umte leder lande eiten des delche ihnter d. 3 Mut⸗ sub. heſſen rmtiſiet beit. Vor ⸗ ts Un⸗ ahmen, u Eiſen, rügt, in igerung be din⸗ en In⸗ eignet, Brennhaus mit vollſtaͤndigem Brauerei⸗ und Brennereigeſchirr, Brauhaus, Scheuer und Stallung, ſowie nachverzeichnete Mobilien öffent- lich meiſtbietend verſteigern laſſen, als: 1) Wallachpferde, braun, 7 Jahre alt und fehlerfrei; 2) zwei Kühe; i 3) zwei Rinder, davon eins tragbar; 4) ein Anbindling; 5) drei Schafe, 6) ein Mutterſchwein mit 9 Ferkel; 7) einen Wagen, einen Pflug und eine Eiſenegge; 8) eine Fegmühle; 9) Gänſe und Hühner. 10) Kelter, 11) eine Parthie Fäſſer. Oberwöllſtadt den 26. März 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (486) Mittwoch den 3. April l. J. Vor⸗ mittags 9 Uhr werden auf der Station Groß⸗ karben nachgenannte Arbeiten zur Unterhaltung des Oberbaues an die Wenigſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden: 19) Lieferung von 9,0 Kubikklafter Baſaltſteinen aus den Ilben⸗ ſtädter oder Aſſenheimer Stein⸗ brüchen, veranſchlagt zu 270 fl.— kr. 2) Zerſchlagen dieſer Steine, ver⸗ anſchlagt zu 162„— Friedberg am 25. März 1850. Der Gr. Bahn-Ingenieur Hochgeſand. Holz ⸗Verſteigerung. (487) Montag den 8. und Dienſtag den 9. April d. J. ſoll in dem Gemeindewald, Diſtrikt Au, nachſtehendes Holz verſteigert werden; 1. Montag den 8. April: 35 Stecken eichen Scheitholz, 57*„ Prügelholz, 78*„Stockholz, 135 1„ Reisholz, 4017 Cubikfuß eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutz⸗ bos beſtehend in 104 Stämmen. II. Dienſtag den 9. April: 25 Stecken eichen Scheitholz, 57*„ Prügelholz, 78 U Stockpolz, 135 7„ Reisholz, 4017 Cubikfuß eichen Bau-, Werk⸗ und Nutz⸗ holz, beſtehend in 104 Stämmen. Bemerkt wird noch, daß die Verſteigerung jeden Tag Vormittags um 9 Uhr anfängt und die Zuſammenkunft im Walde ſelbſt iſt. Das Bauholz iſt von vorzüglicher Qualität und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungs- friſt bis Martinitag d. J. geſtattet. Dauernheim am 25. März 1850. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Meith. Bekanntmachung. (488) Wegen Aufgabe des ferneren Oeco— nomiebetriebs, werden Dienſtag den 9. April d. J., Vormittags von 9 Uhr an, in der Be— hauſung von B. Zinkand dahier: 2 Pferde, 1 ſchwarzſcheckiger, 1¼ Jahr alter Farren, 5 Kühe, 3 Rinder, 2 vollſtändige Oeconomiewagen, 4 Pflüge, worunter ein Rochadlo⸗Wendepflug, 2 Eggen und ſonſtiges Oeconomie-geräth, 1 vollſtändige Branntweinbrennerei-Ein⸗ richtung, circa 250 Malter Kartoffeln und verſchiedenes Geſtröh, gegen baare Zahlung verſteigert, oder auch ge⸗ gen Bürgſcheine Credit bis zum 15. September d. Z. gegeben.. Vilbel den 24. März 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ber ei ter — 103— Bekanntmachung. (489) Aus der Matztildenſtiftskaſſe zu Fried⸗ berg konnen wieder Kapitalien, zu 5% verzins⸗ lich, in den Landgerichtsbezirk Friedberg ausge⸗ liehen werden. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. in ergangen (476) Bei unterzeichnetem iſt eine neue, ſchön und leicht gebaute zweiſpännige Chaiſe mit Glas- verdeck unter dem Preis zu verkaufen. Auch kann dieſelbe auf einen Tauſchhandel abgegeben werden. rie drich Lanz, Wagnermeiſter in Homburg vor der Höhe, Mauergaſſe Nr. 70. Zum Verkaufen. (469) 2 Flügel und 2 Claviere ſind bei Inſtrumen⸗ tenmacher Glück in Fried⸗ Sberg billig zu kaufen. Tanzmuſik. (470) Am zweiten Oſterfeiertag d. J. iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik an⸗ zutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim den 23. März 1 Fritz. Waaren-Empfehlung. (419) Ich empfehle mein reichhaltiges Lager von Kattunen, worunter ſich ½ breite, ächt⸗ farbige Sorten zu 9, 10 und 12 kr. befinden; fer⸗ ner von Wollen-Mußlinen, neueſte Muſter zu 17, 19 und 21 kr., von Napolitaines zu 12, 15 und 18 kr., Thibets in allen Farben von 45 kr. an und böher, ſowie den übrigen dahin ein⸗ ſchlagenden Artikeln, als blau- und modege⸗ druckten Orleans in den gangbaren Farben, Sommer⸗-Hoſen- und Weſtenſtoffen, gewirkten Shawls, allen Sorten Sommer⸗Tüchern, weißen Waaren, als: Shirting, Batiſt, Jaconet, Moll, Piqué u. ſ. w. Die Preiſe verſtehen ſich für die hieſige Elle. G. W. Wüſtner, Römerberg Nr. 34 in Frankfurt a. M Zum Vermiethbhen. (490) Ein möblirtes Zimmer nebſt Kabinet ſteht zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Meſſerſchmied Johs. Schäfers Wittwe. wohnhaft auf der Ludwigsſtraße. Tanzmuſik zu Fauerbach II. (491) Den zweiten Oſterfeiertag iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Fauerbach II. den 26. März 1850. Nefiſel. Muſikaliſche Abendunterhaltung. (492) Die wirkenden Mitglieder des hieſigen Mufikvereins beabſichtigen Montag den 1 115 l. J., als am 2. Oſterfeiertag, eine muſikaliſche Abendunterhaltung im Gerlach'ſchen Saale zu geben. Anfang präcis 8 Uhr. Der Ertrag deſſelben iſt zur Anſchaffung neuer Inſtrumente beſtimmt. Nach den Aufführungen wird eine Tanzbeluſtigung ſtattfinden. Eintrittskarten à 12 kr. für jede Perſon find bei den wirkenden Mitgliedern zu haben, an der Kaſſe jedoch zu 15 kr. Friedberg den 27. März 1850. Der Vorſtan d. Salvatorbier (493) nimmt auf Oſtern in Zapf Jacob Burck in der Burg. Zum Verkaufen. (494) 10 Fuder Waizenſtrob und 25 bis 30 Malter Kartoffeln ſind zu kaufen bei Martin Gröninger II., in Ockſtadt. Anfrage. D (495) Iſt es dem Herrn Verwalter Fries zu Kloppenheim geſtattet, Bierhefe durch ſeine Magd in Okarben, hauſirweiſe zu verkaufen??? Okarben im Marz. Agentengeſuch. (496) Agenten, die ſich mit dem Debit eines lucrativen Artikels gegen annehmbare Proviſion befaſſen wollen, werden geſucht und nur aus⸗ gebreitete Bekanntſchaft und Reellität verlangt. Anmeldungen unter O0. R. werden franco Nro. 1 Post restante Frankfurt a. M. erbeten. Anzeige. (497) Von heute an werden die Braunkohlen zu nachfolgenden herabgeſetzten Preiſen abgegeben: Ganz holzige Kohlen pro Ctr. 17 kr., grobe Stückkohlen„„ 10„ gute Brockkohlen„„ 10„ feine Brockkohlen 3888 Die Braunkohlen werden auf der Grube nicht gewogen, ſondern in einem 8 Ctr. haltenden Kaſten gemeſſen, welcher im Lichten 57 Zoll lang, 37„breit, 22,8„ hoch, Darmſtädter Maaß iſt und 48 Darmſtädter Cubikfuß(nahe einem halben Stecken) hält. Braunkohlenbergwerk bei dem Heſſen⸗ brücker Hammer den 25. März 1850. w Kleeſaamen (403) von vorzüglichſter Qualität und äußerſt billig bei Friedberg. W. Fertſch. Porzelt& Harperath Bockenheim, (498) empfehlen ihr Lager eigner Fabrik in allen Sorten Marmor⸗ und Bildhauerarbeiten, als:„Monumente, Cheminées, Kreuze, Mörſer, Platten für Möbel ꝛc. ꝛc. Auch nehmen ſie Beſtellungen nach jeder beliebigen Zeichnung an, ver— ſprechen prompte Bedienung und billige Preiſe. 5 — 104— 0 Anzeige. (471) Veranlaßt durch die Eröffnung der Eiſenbahn von hier nach Frankfurt a. M. habe ich mich entſchloſſen, ein Speditions- ꝙ Commissions-Geschidfl unter meinem Namen auf hieſigem Platz zu errichten. Ich mache dieſes unter der Verſicherung ſorgfältiger und ungeſäumter Bedienung bekannt und bitte um recht zahlreiche Zuwendung von Gütern. Friedberg den 22. März 1850. Ehriſtian Hecht. Die Holzhandlung von Friedr. Becher in Fran hfurt d. M., von der Friedberger Warte aus der erſte Dielhof links, (472) empfiehlt ihr Lager aller Sorten Flosholz ſowohl in ganzen Böden als einzelnen Stämmen, ferner in Dielen aller Art, Eichen- und Kiefernholz in allen Dicken, ſowohl in Bohlen als Staffel und Poſten. Bei reeller Bedienung ſichert ſie die billigſten Preiſe zu und können die Pferde in die Stallung eingeſtellt werden. Ge ſu ch. Publikum zu zeigen, wie man in gewiſſen Kreiſen mit der Wahrheit umgeht, melden wir das Thatſächliche, welches wir auf zuverläſſi⸗ gem Wege erfahren haben. Nach einer am 9. Januar in Oberramſtadt getroffenen und von großh. Miniſterium genehmigten Ueber⸗ einkunft verzichtet Herr Decan Thudichum 2 Jahre lang auf alle Anſprüche an die dortige Pfarrbeſoldung und wird die Erſparniß mit ohngefähr 3000 fl. zum Hausbau verwendet. Herr Decan Thudichum entbehrt demnach dieſe 2 Jahre nicht nur die dortige um das Dop⸗ pelte beſſere Beſoldung, ſondern auch den ſeit⸗ herigen Gehalt als Conſiſtorialrath, für wel⸗ chen ihn die dortige einträglichere Stelle ent— ſchädigen ſollte. Wenn der Correſpondent des heſſiſchen Zu⸗ ſchauers für die Handlungsweiſe eines unei⸗ gennützigen Mannes in ſich keinen Maßſtab findet, ſo wundern wir uns nicht, eben ſo we⸗ nig iſt uns im Hinblick auf die demnächſtigen Landtagswahlen die Abſicht einer ſolchen Ver⸗ dächtigung zweifelhaft; doppelt nichtswürdig erſcheint aber ein ſolches Verfahren bei Leu⸗ ten, welche die Verkündigung der Wahrheit als ihren Lebensberuf bezeichnen. Zu bekla⸗ gen iſt ein Volk, dem ſich ſolche Führer auf⸗ drängen, denn mit Lüge und Verläumdung iſt noch niemals einem Volke Glück und Frei⸗ heit begründet worden. Ein Freund der Wahrheit. Kirchliche Anzeigen 121 laſſen und den Ueberſchuß der Beſoldung zum heſſiſchen Zuſchauers zu treten. Um aber dem ſind unverändert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. ——— 110(499) Fuͤr den Abſatz eines Artikels gegen einen für Friedberg. 1 00 effectiven Gewinn von 28 pEt. werden Ueber⸗ 5 1 5 5 1* 7 U N 10 nehmer geſucht. Naͤheres iſt franco, unter der Adreſſe Herr Stadtpfarrer Fer iſch. 0 A. B. C. in Harburg bei Hamburg zu erfragen. Erſter Feiertag. 0 Vormittags predigt in der Stadtkirche: Gen b S N 2 f k, A 8 5 Herr Candidat Welcker. Mer! 10 6 ri ür u wan erer. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: halt N(800) Alle Diejenigen, welche entſchloſſen ſind, unſer liebes deutſches Vater—% Per Dia r ee 1 land zu verlaſſen und nach den Nordamerikaniſchen Freiſtaaten auszuwandern, Vormittags predigt in der Burgkirche: 1 können bei mir die beſte Auskunft, bezüglich der ſicheren Ueberfahrt und der Herr Stadtpfarrer dertſo. 1400 damit verbundenen unverhältnißmäßig geringen Koſten, nebſt Empfehlungs- Nachmittags predigt in der Burgkirche: 1090 ſchreiben an die mir befreundeten Chefs der deutſchen und eng⸗ Herr Candivat Büchner. liſchen Haupt⸗Büreaux unentgeldlich erhalten und werden dadurch Zweiter Feiertag. an 900 vox Betrug und zudringlichen Schiffsmaklern geſichert ſein. Vormittags predigt in der Stadtkirche: 1 Niederwöllſtadt den 25. März 1850. Herr Diaconus Baur. Bei . G. Emmerich. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: 0 Herr Stadtpfarrer Sell. 10 Friedberg. 20. März. Bauweſen zu verwenden. Dafür dankte ihm Vormittags predigt in der Burgkirche: a 1100(801) Herr Decan Thudichum zu Rödel⸗ Agen ad pp lagen eine erde Herr Stadtpfarrer Seel. W 10 4 3 7„*** 8 e den. Das Einkommen dieſer Stelle iſt zu Mann zum Landtagsabgeordneten auserſehen Herr Candidat Euler. Ab 0 92100 11 9 1 5* 29055 118 err beſſice Zug 9 eim zu ungefähr 1100 fl. berechnet. Außer un berichtet der heſſiſche Zuſchauer in ei⸗: einer 26jährigen treuen und mühſamen Amts⸗ nem vom Main datirten, aber an der Nid⸗ F ru cht pre i ſ e. führung mochte auch noch das ein Motiv die⸗ der abgefaßten Correſpondenzartikel, unter.— ſer Beförderung ſein, daß Herr Decan Thu⸗ der Ueberſchrift„Edle Uneigennützigkeit“ fol⸗ 20. Mrz. 22. Mrz. 28. Feb. dichum 22 Jahre lang geiſtlicher Rath bei gendes: die ganze Sache ſei eine Spiegel⸗ Gattun Fried Di de dem ſtandesherrlichen Conſiſtorium war, und fechterei, Herr Decan Thudichum laſſe die ang; 75 Mainz 2 als ſolcher einen Gehalt bezog, den er bei] Pfarrei zu Oberramſtadt durch einen Vicar 2 burg lo Aufhebung des Conſiſtoriums verlor, und für verwalten, dem er 400 fl. gebe, die übrigen fl. kr. fl. fr.] fl. kr. bl welchen, nach dem Geſetz vom 7. Auguſt 1848 1600 fl. theile er mit der Gemeinde und be⸗] Waizen pr. Malter] 6 20 7— 620 0 die Staatskaſſe hätte Entſchädigung leiſten halte 800 fl. für ſich; da nun ſeine Beſoldung] Korn„ 5 4145 4 29 410 flo müſſen. Als Herr Decan Thudichum bei ſei⸗ in Rödelheim bereits 1600 fl. betrage, ſo be⸗ Gerſte„ 0 3 401 31431 3 30 die nem erſten Beſuch in Oberramſtadt das Pfarr⸗ laufe ſich ſein Einkommen jetzt auf 2400 fl. Hafer„„— 1 3 21 230 brä 2 117 aver 1255 a die 19 5 könue er 155 840 f e Schluſſe emeinde, auf welcher die Baulaſt ruht, meh- wird er aufgefordert, ſich hierüber zu recht⸗ 5 N 5 406 en e de 70 155 dacſee egen 1 7 5 5 Die Fleiſch⸗ und Brod-Taxen fuͤr usgaben hatte beſtreiten müſſen, ug er ir zweifeln, daß Herr Decan Thudichum i 4 N vor, die Stelle noch einige Zeit vicariren zu ſich erublae wird, vor die S die Städte Friedberg und Butzbach Be Bü