rg. n 25 g . Mai. 1 dertichtete gut. Stadtki isch. Abendmahl) Siadttͤche: ur g Burgfuche: Vurgircht: * — 5 LIN A 1 SS Dei —10¹ eungemtifrt ta. — — * Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M AI. Mittwoch den 29. Mai 1850. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirk Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeinde⸗Voranſchläge für das Jahr 1851. Sie werden alsbald die rubrizirten Voranſchläge in Arbeit nehmen und bis längſtens den 25. Auguſt d. J. anher einſenden. Hierbei bemerken wir, daß überall, wo erforderlich, Ueberſchläge.— jedoch von Technikern aufgeſtellt— den Voranſchlägen anzulegen ſind. Friedberg am 24. Mai 1850. Du ey, r,. Bekanntmachung. Donnerſtag den 30. l. M., Vormittags präcis um 10 Uhr, ſoll auf der Geſchäftsſtube der Unterzeichneten die Anſchaffung zweier neuer Ranzen für die Bezirksboten oͤffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Luſt— tragende wollen daher in jenem Termine erſcheinen. Friedberg den 17. Mai 1850.. Gr. Hef. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg rie Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 15 enthält: 1) Umlagen der israelitiſchen Religionsgemein— den des Regierungsbezirks Erbach für 1849, 1850, 1851 und 1852; — 2) desgl. zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemein⸗ den des R.⸗B. Friedberg für 1850— 3) desgl. in den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirk Pfeddersheim für 1850;— 4) desgl. in den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirk Oberingelheim für 1850; — 5) desgl. in den Gemeinden des R.-B. Mainz für 1850;— 6) Verzeichniß rechtskräftig gewordener Strafurtheile der Gerichte der Provinz Rheinheſſen,(darunter a) Zuchthausſtrafen: von 12 Jahren in cont, wegen Todtſchlags, zwei von 2 J. wegen Veruntreuung öffentlicher Gel— der mit Fälſchung ꝛc., dann wegen Verleitung zum Meineid, letztere in cont.; b) Correctionshausſtrafen: von 5½ J. wegen Diebſtahls, von 4% J. wegen desgl., von 3½ J. wegen Diebſtahls mit Widerſetzung von 3 J. wegen Diebſtahls und Landſtreicherei, von 3 und 2½ J. wegen Diebſtahls und Betrugs, fünf von 2 J. wegen Diebſtählen und Land ſtreicherei.)— 7) Dienſt nachrichten: Am 10. Febr. wurde dem evang. Pfarrer Naumann zu Eudorf die 2. evang. Pfarrſtelle zu Butz— bach, R.⸗B. Friedberg, übertragen; am 18. wurden zehn Beiknechte zu Landgeſtütsknechten ernannt; am 16. wurde dem evang. Pfarrer Fritz zu Oberſaulheim die evang. Pfarrſtelle zu Bechtheim, R.-B. Mainz, am 22. dem Schullehrer Suppes zu Landenhauſen die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Bechtolsheim, R.⸗B. Mainz, und am 25. dem Rector Algeier zu Butzbach die evang Pfarrſtelle zu Eudorf, R.⸗B. Alsfeld, übertragen. An demſelben Tage wurde der Hofgerichtsaſſeſſor Dr. v. Grolmann dahier zum Mitglied und Rath bei dem Hofgerichte zu Darmſtadt und der Hofgerichtsaſſeſſor Krug zu Gießen zum Mitglied und Rath bei dem Hofgerichte daſelbſt ernannt.— 8) Am 27. Febr. wurde dem, mit den Functionen eines Stationscontroleurs bei den grßh. bad. Hauptzollämtern Thiengen und Stühlingen beauftragten Zollinſpector Carl Dietz zu Thiengen, in Anerkennung ſeiner langjährigen Dienſte als Militär und in der Zollverwaltung, der Amtstitel Oberzollinſpector ver liehen.— 9) Am 26. Febr wurde der Aſiſtenzarzt bei der acad. chirug⸗ Klinik zu Gießen, Dr. med. Seitz, auf N. von der erwähnten Dienſt— ſtelle entbunden. Zur Chronik der Stadt Friedberg. Die freundlichen Leſer dieſes Blattes werden ſich er— inner“, daß in demſelben vor einigen Monaten behufs der Gründung einer Blindenanſtalt fürs Großherzogthum Heſ— ſen zu freiwilligen Beiträgen aufgefordert wurde. Jeder wahre Menſchenfreund wird ſich innig freuen, wenn wir ihm mittheilen, daß am 8. April d. J. dieſe Anſtalt mit der Aufnahme eines jährigen blinden Knaben, Dietrich Bley, aus Staufenberg bei Gießen feierlich er— offnet worden iſt. In den erſten Wochen ſoll ein zweiter, einige Zeit darnach ein dritter, uͤberhaupt nach und nach ſo viel Blinde aufgenommen werden, als die Mittel rei— chen, denn die Anſtalt iſt nur durch freiwillige Gaben entſtanden und wird auf dieſelbe Weiſe unterhalten. Die Blinden, welche in der Anſtalt wohnen und verpflegt wer— den, erhalten nicht allein Unterricht in der Religion, bibli⸗ ſchen Geſchichte, Leſen, Rechnen ꝛc., ſondern ſie lernen auch das Stricken, Spinnen, Stroh- und Stuhlflechten, Zwirndrehen u. ſ. w., zu welch letzterem Zwecke ein in der Frankfurter Blindenſchule gebildeter, ſelbſt blinder jun— ger Mann von dem Gründer und Vorſteher der Anſtalt, dem überaus thätigen, wackeren Taubſtummenlehrer Herrn Schäfer als Lehrer angenommen worden iſt. Viele der armen Blinden wuchſen bisher ohne Un— terricht faſt wild auf, und da ſie theilweiſe durch Betteln ihr Leben friſten mußten, verfielen ſie oft in Liederlichkeit und ſchlechtes Leben, und in ihrem Unglück nicht durch den Glauben aufrecht gehalten, gingen gar Manche in dunkeln Zweifeln an Gottes Güte, ja an ſeinem Daſein, unter. Das ſoll uun mit der Hülfe Gottes in unſerm Großherzogthum für die Folge anders werden. Freundlicher Leſer! unſer Herr Chriſtus hat durch ſeine Wunderkraft Blinde wieder ſehend gemacht; das konnen wir ſchwache Menſchen nicht thun, aber wir können deren trauriges Loos erleichtern, ja ſogar erheitern. Ein blinder Mann, ein armer Mann, ſagt ſchon ein altes Sprichwort. Wie ſchrecklich muß es ſein, nicht Monate, ſondern ſein ganzes Lebenlang in beſtändiger Finſterniß zu ſein. Der Gedanke daran iſt ſchon fürchterlich; darum ihr lieben Bürgers- und Bauersleute, wenn ein warmes, chriſtliches Herz in Eurer Bruſt ſchlägt, ſo erbarmt Euch der armen Blinden und helft dieſe wohlthätige Anſtalt auch fernerhin nach Kräften unterſtützen. Ihr könnt auf dieſe Weiſe dem lieben Vater im Himmel, dafur, daß er Euch und Euren Kindern geſunde Augen gegeben und bis jetzt erhalten hat, Euch durch die That dankbar beweiſen. Der Herr wallte ferner uber dieſer Anſtalt. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat April. Friedberg. 5 Getraute: 1. Jacob Stephany, Bürger zu Rödelheim und Wagner⸗ meiſter bei der Main-Weſer-Eiſenbahn dahier, ein Wittwer und Maria Magdalena Handſchu, des zu Darmſtadt verſtorbenen Bürgers und Schneidermeiſters Franz Adam Ambroſius Handſchu, eheliche ledige Tochter. 1. Jacob Faatz, hieſiger Buͤrger und Rechnungspraktikant, des hieſigen Bürgers, Kirchen- und Stiftungsrechners Johannes Faatz, ehelicher lediger Sohn und Maria Katharina Eliſabetha Schmidt, des hieſigen Buͤrgers, Küfermeiſters und Bierbrauers Wilhelm Schmidt, ehe— liche ledige Tochter. 2. Franz Friedrich Heck, hieſiger Bürger und Schuh— machermeiſter, ein Wittwer, und Johanna Maria Ferro, des hieſigen Bürgers und Muſikus Karl Ferro, eheliche ledige Tochter. 14. Chriſtian Bender, hieſiger Bürger und Schloſſermeiſter, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Maurermeiſters Heinrich Bender, nachgelaſſener ehelicher lediger Sohn und Eliſabethe Friederike Karoline Wenzel, des ver— ſtorbenen Gr. Bürgermeiſters Friedrich Adam Wenzel zu Steinbach, Reg.-Bez. Friedberg, eheliche ledige Tochter. 21. Johannes Dieterich, angehender Burger und Bäcker dahier, des weiland hieſigen Bürgers, Küͤfers und Bier— brauers Chriſtoph Friedrich Balthaſar Dieterich, nach— gelaſſener ehelicher lediger Sohn und Eva Katharina Schmitt, des hier verſtorbenen Bürgers und Mehlhänd— lers Andreas Schmitt, nachgelaſſene eheliche ledige Tochter. 25. Engelhard Lochmann, hieſiger Buͤrger und Bäcker⸗ meiſter, des hier geweſenen Bürgers und Bäckermeiſters Jakob Lochmann, ehelicher lediger Sohn und Katharina Faber, des Ortsbürgers und Oekonomen Chriſtian Faber IV. zu Dorheim, kurfürſtlich heſſiſchen Amtes Nauheim, eheliche ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Webermeiſter Adam Schleu—⸗ ning eine Tochter, Katharina, geb. den 21. März. 1. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Otto Rudolf Walther ein Sohn, Otto Rudolf, geb. den 3. März. 1. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Wirth Lud⸗ wig Kreuter eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 5. März. 5. Dem penſionirten Oberſteuerboten Ludwig von Kreß dahier ein Sohn, Friedrich Wilhelm Ludwig Eduard, geb. den 28. Februar. — 164 7. 14. 16. 21. 21. 21. 17. 18. 25. 2 30. — Dem Taubſtummenlehrer Joh. Peter Schäfer dahier ein Sohn, Chriſtoph Konrad Georg Friedrich, geb. den 3. März. Dem hieſigen Bürger und Kreisgeometer Joh. Kaspar Höhler ein Sohn, Wilhelm Heinrich Philipp, geb. den 28. März. Dem Lehrer an hieſ. Muſterſchule Johannes Ramſpeck ein Sohn, Karl Julius, geb. den 14. März. Dem hieſigen Bürger und Handarbeiter Anton Ebel ein Sohn, Karl Friedrich, geb. den 3. April. Dem hieſigen Burger und Buchbindermeiſter Ludwig Ferdinand Weis eine Tochter, Thereſia, geb. den 3. April. Dem Bürger zu Darmſtadt und Buchdrucker Wilhelm Müller dahier ein Sohn, Ernſt Wolfgang, geb. den 5. April. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 9. April. 30. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Friedrich Dieterich ein Sohn, Alexander, geb. 30. April Beferorgre; Eliſabetha Wind, des hieſigen Buͤrgers und Mehlhäͤnd⸗ lers Heinrich Wind J. eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 1 Monat und 6 Tage, T den 30. März. Johanne Philippine Jung, geb. Heß, Wittwe des weiland Bürgers und Schuhmachermeiſters Georg Jung zu Frankfurt a. M., alt 81 Jahre und 4 Monate, 1 den 30. März. Marie Gertraud Henriette Dienſtbach, geb. Schmidt, des hieſigen Bürgers, Schreiners und Gaſtwirths Hein— rich Dienſtbach Ehefrau, alt 42 Jahre, 6 Monate und 10 Tage, r den 31. März. Das todtgeborene Zwillingstöchterchen des hieſigen Buͤr⸗ gers und Buchbindermeiſters Ludwig Ferdinand Weis, geboren den 3. April. Chriſtiane Charlotte Katharina Bittſcher, geb. Trapp, Wittwe des weiland hieſigen Gr. Hofgerichtsadvocaten Chriſtian Georg Ferdinand Bittſcher, alt 53 Jahre, 6 Monate und 15 Tage, 1 den 5. April. Katharina Weckerling, geb. Bechſtadt, Wittwe des weiland hieſigen Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Phil. Friedr. Weckerling, alt 82 Jahre, 10 Monate und 27 Tage, 1 den 7. April. Joh. Heinrich Fritz, hieſiger Bürger und Kaufmann, alt 70 Jahre, 7 Monate und 15 Tage, 1 den 8. April. Margaretha Franz, geb. Jakobi, Wittwe des weiland Adam Franz, Ortsbürgers zu Dorheim, kurfuͤrſtlich heſſiſchen Amtes Nauheim, alt 66 Jahre, 7 den 15. April. Eliſabethe Greim, des dahier wohnenden Burgers zu Babenhauſen, Reg.-Bez. Dieburg, und Handarbeiters Peter Greim eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre und 10 Monate, 1 den 17. April. Henriette Chriſtine Hanſtein, des hieſigen Burgers und Gerbermeiſters Philipp Hanſtein eheliches Töchterchen, alt 10 Monate und 26 Tage, 7 den 24. April. Suſanna Marie Ruths, geb. Söllner, des hieſigen Gr. Gemeindebaumeiſters Eduard Ruths Ehefrau, alt 32 Jahre und 19 Tage, 7 den 25. April. Eliſe Mathilde Amalie Huber, des hieſigen Burgers und Kaufmanns Jean Huber eheliches Töchterchen, alt 6 Monate, t den 28. April. 1 3 der dahier ac, geb. ah. Kurar pp, d. Ranſpech 5 * lnton Ebel 1 ter Ludwig geb. den „ b. * Wilhelm „geb. den 9. April. er Chriſtorh b. 30. April Mehlhänd⸗ eu, alt 2 Nan. Dittwe des ers Georg 1 Nonate, d. Schmidt, virths Hein⸗ Nonate und gen Bir und Weis, geb. Trapp, tab vocaten 53 Jahre, Bittwe des ichermeiſters 10 Monate Kaufmann, en b. April. s weiland turfürſtlich 1 den 15, Bürgers zu adarbeiters Zuhte und iger und ochterchen, Aril. 4s bieſſgen peitau, alt en Binge Tochtrrchen, Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N NN NN a ffddu ng. (699) Gegen Ludwig Weber von Traishorloff iſt von Großh. Hofgerichte zu Gießen der Con- cursprozeß erkannt worden und es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu können glau⸗ ben, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin den 4. Juli, Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Hungen den 1. Mai 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. (Butzbach.) Lieferung an Brod, Brennöl, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſchroth, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (781) Donnerſtag den 30. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Liefe⸗ rungen der vorgenannten Bedürfniſſe der Gar⸗ niſon Butzbach aufs 4. Semeſter d. J. auf dem bekannten Soumiſſionswege an den Wenigſt⸗ verlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Kennt⸗ niß, daß die Bedingungen von heute an jeden Tag auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ büreau eingeſehen werden können. Butzbach den 21. Mai 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (785) Auf der Neuherberge bei Niederwöll⸗ ſtadt kann eine Parthie Heu abgegeben werden. Das Nähere hierüber iſt bei Fruchtmeſſer Arnold daſelbſt zu erfahren, welcher mit dem Verkauf beauftragt worden iſt. Aſſenheim den 22. Mai 1850. Gräfl. Solms Rödelheim'ſche Naturalverwaltung. Bekanntmachung. (799) Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß, nachdem der Bürger und Kaufmann Ludwig Langsdorf dahier, die Stelle eines Stadtrechners freiwillig niederlegte, der hieſige Bürger Karl Heidt als Einnehmer be⸗ ſtellt und dieſen Dienſt bereits angetreten hat, mit dem Anfügen, daß von jetzt an nur gültige Zahlungen an gedachten Karl Heidt geleiſtet werden können. Schließlich wird noch angeführt, daß der neue Rechner wöchentlich drei Zahltage beſtimmte, nämlich: Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag. Friedberg den 27. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Veraccordirungen. (800) Die Lieferungen des Maſtochſenfleiſches, des gemiſchten Brodes, des Brennöls und der Talglichter für das hieſige Lazareth im 2. Halbjahr 1850, ſollen auf dem Soumiſſionswege in Accord ge⸗ geben werden. Diejenigen, welche zur Ueber⸗ nahme einer ſolchen Lieferung geneigt ſind, haben ihre Soumiſſionen in die vor dem Bureau des Lazareths angebrachte Kapſel niederzulegen. Frei⸗ tag den 31. Mai, Vormittags um 11 Uhr, ge⸗ ſchieht die Protocollirung der eingegangenen Forderungen; bis dahin liegen die Lieferungs⸗ bedingungen zur Durchſicht bei dem Unterzeich⸗ neten bereit. Friedberg den 27. Mai 1850. 1 Fuhr, Hauptmann. — 165— Arbeitsverſteigerung zu Heldenbergen. (8010 Dienſtag den 4. Juni l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſt— wirths Zeh zu Heldenbergen die bei Umbauung der Spnagoge daſelbſt erforderlichen Arbeiten und Materialien an die Wenigſtfordernden öffent— lich in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeitslohn 2a er. 2) Steinhauerarbeit 55„ 21 3) Zimmerarbeit 72„ 20 4) Dachdeckerarbeit 8„ 30„ 5) Schreinerarbeit 17„ 5 6) Schloſſerarbeit 11 248, 7) Glaſerarbeit 64„—„ 8) Weißbinderarbeit 139„ 33„ 9) die Anlieferung von 12 Cubikklafter Mauer- ſteinen, 10) die Anlieferung von 120 Bütten Kalk, 1„„3000 Stück Back⸗ ſteinen, 12) die Anlieferung von 2 Cubikklafter Sand, 13) das Aufſetzen der Mauerſteine und das Meſſen des Sandes. Plan, Voranſchlag und Accordsbedingungen liegen bis zum Termine auf dem Bureau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters zur Einſicht offen. Friedberg den 22. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holz⸗Verſteigerung. (S802) Freitag den 7. Juni l. J., Morgens präcis 9 Uhr, ſollen im Wickſtädter Wald 129 Stecken Ausputz⸗Reiſer, 450 Wellen Dorn, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 24. Mai 1850. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (803) Mittwoch den 5. Juni, des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll auf dem Sectionsbureau dahier die Fundamentirung des Gleiſes auf der Strecke von Lollar bis Gießen, veranſchlagt zu 3900 fl., ſowie das Legen deſſelben, veranſchlagt zu 1686 fl., in mehreren Looſen an die Wenigſt⸗ nehmenden durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Die Voranſchläge und Steigbedingungen ſind auf dem genannten Bureau zur Einſicht offen gelegt. Gießen am 24. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Faſeleber⸗Verſteigerung. (SO) Freitag den 31. Mal d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Reichelsheim gehöriger Faſeleber, im Rathhauſe daſelbſt, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 23. Mai 1850. Schmidt, Bürgermeiſter. Zimmerarbeit-Verſteigerung. (805) Die zur Erbauung der neuen Brücke über die Nidder an der Vicinalſtraße von Alten- ſtadt nach Oberau erforderliche Zimmerarbeit, wird Dienſtag den 4. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Plan und Vor⸗ anſchlag llegt in dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Altenſtadt den 25. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Arbeits ⸗Verſtelgerung. (806) Freitag den 31. Mai 1850, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Höres dahier die nachbenannten Arbeiten für 1850, öffentlich in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 142 fl. 43 kr., 2) Steinhauerarbeiten 59„ 12„ 3) Schloſſerarbeiten 60„—* 4) Pflaſtererarbeit 45 21„ 5) Planier- und Chauſſirarbeit 57 30„ 6) Handarbeiten, bei Unterhaltung der Vicinalwege 50„— 7) die Anlieferung von guſſernen Brunnenröhren 63„— 8) das Legen derſelben 14% 30„ 9) die Anlieferung von Pflaſter⸗ und Chauſſirſteinen 9,5 Cubik⸗ Klafter 202„30„ 10) das Zerſchlagen von 4,0 Cubik⸗ Klafter Steinen 56„—. 11) die Anlieferung von 65 Büt⸗ ten Kalk 87„ 40„ 2) die Anlieferung von 5 Cubik⸗ 87„30„ Klafter Sand Oſſenheim den 25. Mai 1850. Der 1 Bürgermeiſter o pl p. SHolz'⸗Verſteigerung. (8077) Freitag den 31. Mai, Morgens 9 Uhr, werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrict Vorderwald: 28 ½ Stecken eichen Scheitholz, 11„ nadel„ eichen und birken Prügelholz, 14„ 64„ nadel Prügelholz, 42„ eichen Stockholz, 20„ nadel* 1239 Stück eichen Wellen, 1180 nadel 7 * 178 Stämme eichen Bau-, Werk⸗ und Nutz⸗ holz, 5380 Cubikfuß enthaltend, 14 Stämme birken Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ holz, 150 Cubikfuß enthaltend, 44 Stämme kiefern Bau⸗, Werk- und Nuß⸗ holz, 500 Cubikfuß enthaltend, 26 Stämme fichten Bau⸗, Werk⸗ und Nutz⸗ bolz 300 Cubikfuß enthaltend, ſodann Samſtag den 1. Juni, Morgens 9 Uhr, im Diſtrict Grauenberg und Adlerſchlag: 46% Stecken buchen Scheitholz, 69 7„ Prügelhol,, 900 Stück„ Wellen, 300 1„ weiße Laubholzwellen und 3 Stämme„ Wertholz, 130 Cubikfuß enthaltend, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zahlungsfriſt bis zum 1. Septem⸗ ber d. J. geſtattet wird. Der Sammelplatz iſt jedesmal am Steinbruch im Vorderwald. Rodheim den 24. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Nr Privat- Bekanntmachungen. Ein gebildetes Frauenzimmer, (792) welches geneigt iſt, eine Mutter in der Erziehung ihrer Kinder und im Haushalte zu unterſtützen, wird geſucht. Das Nähere bei der Exped. d. Blattes. Söütanfeie s dan d. (808) Am 27. d. Mts. iſt in Florſtadt ein Hündchen von gelber Farbe, mit rothem Hals⸗ band mit weißen Knöpfen entlaufen. Der ge— genwärtige Beſitzer wolle dasſelbe an Herrn Gaſtwirth Odenweller in Oberwöllſtadt gegen eine gute Belohnung abgeben. — 166— Für Auswanderer nach Amerika!! (809) hält der Unterzeichnete die regelmäßige Poſtſchifffahrt von Antwerpen nach Ner- NTorh unter bedeutend herabgeſetzten Preiſen mit beſtimmter Abfahrt am 1. und 15. eines jeden Monats 1 beſtens empfohlen. 0 5 Friedberg. Wilhelm Fertſch, 5 Hauptagentur von Strecher, Klein& Stôcht in Antiberpen. 9 Anzeige. (188) Allen meinen bisherigen Geſchäfts-Freunden diene hiermit zur Nach⸗ richt, daß ich am 10. d. M. das Handlungshaus des Herrn Simon Lindheimer zu Friedberg verlaſſen habe, nunmehr die Geſchäfte in den— ſelben Artikeln fuͤr eigene Rechnung betreibe und zwar von Frankfurt a. M. aus. Ich werde mir ſtets zur Aufgabe ſein laſſen, meine verehrten Kunden wie bisher reell zu bedienen, namentlich aber durch gute und preißwürdige Waare das mir geſchenkte Zutrauen auch für die Ferne zu rechtfertigen wiſſen. Frankfurt a M. im Mai 1830. David Strauß. Allgemeine Militaͤr-Stellvertretungs⸗Anſtalt. Einſteher betreffend. (810) Diejenigen im Muſterungsbezirk Friedberg wohnhaften militärtauglichen Leute, welche entweder bereits gedient haben und nicht länger als ein Jahr be⸗ abſchiedet ſind, oder bei einer früheren Muſterung ein Freiloos gezogen haben und bei der nächſten Truppencompletirung einſtehen wollen, können ſich am letzten Muſterungstage, den 7. Juni, Morgens mit den vorgeſchriebenen Zeugniſſen des Ortsvorſtands und Pfarramts verſehen, bei dem Agenten der allgemeinen Militär⸗Stellvertretungs-Anſtalt, Herrn Agent Gg. Friedr. Nau, welcher in ſeiner Wohnung anweſend ſein wird, melden, um nach vorheriger ärztlicher Prüfung im Falle ihrer Tauglichkeit als Einſteher angenommen zu werden. Die Kriegsreſerviſten, welche einſtehen wollen, haben ſich ebenfalls bei dem Herrn Agenten zu melden. Diejenigen, welche ſich ſpäter anmelden, haben es ſich ſelbſt zuzuſchreiben, wenn ſie nicht berückſichtigt werden können. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, den Einſtandsluſtigen dies er— öffnen zu wollen. Darmſtadt den 25. Mai 1850. Friedr. Vogel, Dr. jur. Allgemeine Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt. (81) Zur Erleichterung derjenigen, welche ſich erſt bei der Muſterung ent— ſchließen, in die Aſſecuranz-Geſellſchaft, die dermalen an 400 Mitglieder zählt, einzutreten, iſt die Einrichtung getroffen, daß bis vor dem Beginn der Loos— ziehung der Beitritt zur Aſſecuranz-Geſellſchaft bei dem Herrn Agenten der An— ſtalt erklärt werden kann, wozu jedoch außer der Zahlung der ganzen Cinlage— ſumme noch die Beglaubigung einer amtlichen Perſon darüber erfordert wird, daß der Beitritt wirklich vor der Ziehung ſtattgefunden hat. Während der Ziehung ſelbſt kann eine Beitrittserklärung nicht mehr angenommen werden. Darmſtadt den 25. Mai 1850. Dr. Friedr. Vogel. Ich theile dieſe Bekanntmachung des Vorſtehers der allgemeinen Militär— Stellvertretungs-Anſtalt den Intereſſenten unter dem Bemerken mit, daß ich am Ziehungstage ſelbſt bis vor Beginn der Ziehung in meiner Wohnung zu ſprechen bin. Friedberg am 27. Mai 1850. G. F. Nau. Annonce. (812) Sommerſhawls, größte Sorte, aus feinſter Wolle, von fl. 2 an pro Stück bei R. C. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Erklärung. (813) Zur ſicherern Kenntniß gelangt, daß ich wegen angeblich republikaniſcher Beſtrebungen bei Großh. Regierungs-Commiſſion zu Fried⸗ berg auf Grund eingegangener Denunziation in Unterſuchung geſtanden habe, und weil durch Niederſchlagung ſelbiger mir die Gelegenheit ent⸗ zogen worden, das Gegentheil der Anſchuldi— gung beweiſen zu können, es aber immer noch Leute giebt, welche beregten Gegenſtand als Schreckſchuß gebrauchen, ſo ſehe ich mich ge⸗ drungen, die mir zur Laſt gelegten Anſchuldi⸗ gungen hiermit öffentlich als böswillige Ver⸗ leumdung zu erklären, es möge ſelbige nun von Denunzianten ſelber, oder was wahrſcheinlich iſt, von Dritten herrühren. Dieſe öffent— liche Erklärung wird Großh. Regierungs-Com⸗ miſſion zugeſchickt werden und bleibt es Deuun⸗ zianten anheimgeſtellt, die beliebigen weiteren Schritte zu thun. Holzhauſen den 26. Mai 1850. Kolb, Schullehrer. Theatrum mundi (810 in Friedberg. Mittwoch und Freitag: Der Marktplatz zu Eisleben, hierauf: ein Seeſturm. Anfang 8 Uhr. Literariſche Anzeige. (815) So eben iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg, ſowie in allen Buchhandlungen zu haben: Die 5 untrüglichen naturgemäßen Heilkräfte der Kräuter⸗ und Pflanzenwelt, namentlich die Heilkraft der Le Noi'ſchen Kränter-Arzueien, als ſicherer und gefahrloſer Mittel gegen faſt alle Krankheiten des menſchlichen Körpers. Mitgetheilt nach Le Voi, Doctor der Mediein, Oberſanitätsrath, Leibarzt ꝛc. ꝛſc. Gr. 8“ brochirt, Preis 27 kr. Dieſe wichtige Schrift, welche die Mittel an die Hand giebt, ſelbſt Krankheiten, die der Kunſt jahrelang hartnäckig widerſtanden, ſicher, gefahrlos und einfach zu heilen, iſt ein köſtlicher Schatz für Leidende, ein Troſt für Zweifler!— Einen gedrängten Auszug aus der⸗ ſelben liefert jede Buchhandlung gratis. Mögte es Niemand verſaumen, ſich mit dem Werkchen bekannt zu machen! 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