d, an die Burgermeißer 1 1 lain, Nadmen von auer Art und und Detail- dem Franffutter Adder anfaßzten aotrlöſigt Fuhr ⸗ ne, vet Cubiffuß, wohnhaft bei Juli ſchrift⸗ age einzuſchen 950. Steiumtzmeiftr. Badechaſſe ne geſucht. Von t geſucht. — ung. . N. will Unter⸗ ung ein Geld⸗ cen von e 10 % 0 f. fl. % rrabrach bet dagkichnet % den, 0 tommeuden der döflicht Geda cn. Ge⸗ iich vor 1 ſolches un, N 15 iertt perchrtel 1 An wird 140 15 einer „ 0* 9. A gecben — — Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 58. Sonnabend den 27. Juli 1850. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 25 enthält: 1) Ediet die Ergänzung der Feldtruppen im Jahre 1850 betr.— 2) Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Innern und des Kriegs vom 21. Mai die zur Ergänzung der Feld⸗ truppen für das Jahr 1850 weiter aufgerufenen Militärpflichtigen, insbeſondere die Vertheilung derſelben auf die Provinzen betr.— 3) Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Communalbedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemein— den des Reg.⸗Bezirks Biedenkopf— 4) Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der iſrae⸗ litiſchen Religionsgemeinden im Regierungsbezirke Heppenheim.— 5) Promotionen an der Großh. Landes ⸗Univerſität Gießen zur juriſtiſchen Doctorwürde: am 9. März an Arthur Oſann, am 4. April an Heinrich Dernburg, am 22. an Heinrich Zimmermann, ſämmtlich aus Gießen; am 27. an Guſtav Heinrich Gilmer aus Birkenau.— 6) Namens veränderungen. Es wurde geſtattet: am 23. April dem Wilhelm Wolf zu Elsheim, R.⸗B. Mainz, künftig den Namen„Fries, und am 30. dem Johann Georg Weiß aus Steinberg, R.⸗B. Gießen, künftig den Namen„Wagner“ zu führen. — 7) Ertheilung eines Patents auf 5 Jahre an J. D. Grüne⸗ berg zu Frankfurt a. M., ein Metall, welches die verſchiedenen Gat⸗ tungen des aus reinem Zinn beſtehenden Staniols erſetzt, anzufer— tigen und verkaufen zu dürfen.— 8) Dienſtnachrichten. Am 29. April wurde der Friedensrichter Molitor zu Wöͤllſtein zum Richter an dem Kreisgerichte zu Alzey und am 6. Mai der Gerichts⸗Acceſſiſt Dr Heddäus zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Pfeddersheim ernannt.— 9) In den Ruheſtand wurde verſetzt: am 2. Mai der evang Schullehrer Roth zu Endbach, R.⸗B. Bieden⸗ kopf.— 10) Geſtorben ſind: am 21. April der evang. Pfarrer Kratz zu Bingenheim, R.⸗B. Nidda; am 7. Mai der quiescirte Superintendent für die Prov. Rheinheſſen und evang. Pfarrer Dr. Nonnweiler zu Mainz; am 9. der Förſter Weil auf dem Jäger⸗ haus bei Oberolm, R.⸗B. Mainz. Erinnerungen eines Londoner Polizei-Beamten. (Jortſetzung.) Gleich nach dem Eſſen ſetzte die Kutſche ihre Fahrt fort; Mr. Joſiah Barnes begann aus einem ſteinernen Kruge zu trinken, den er aus der Taſche zog, und deſſen Inhalt ſo ſtark ſein mußte, daß er davon ganz berauſcht wurde. Nicht blos ſeine Sprache, ſondern Augen, Körper, Arme, Beine, das ganze Gethier war bis zu dem Augen- blick, wo er nach unſerer Abredung in dem bewußten Wirthshauſe abſteigen ſollte, ſo durchaus hoffnungslos be— ſoffen und dabei ſo händelſüchtig geworden, daß ich jeden Moment fürchten mußte, er werde in ſeiner Betrunkenheit ſich und mich, meinen Beruf und meine jetzige Aufgabe ver— rathen. Seltſamerweiſe kam es aber trotz ſeiner fürchter— lichen blödſinnigen Betrunkenheit doch zu keinem Streit, denn er vermied alle gefährlichen und verfänglichen Ge⸗ genſtände der Unterhaltung. Als die Kutſche hielt, ſprang er heraus— auf welche Weiſe, das mögen die Götter wiſſen— und wankte und ſtolperte in die Schenkſtube des Wirthshauſes hinein, aus welcher er nach ſeiner wieder— holten Erklärung vor dem nächſten Morgen nicht wieder weggehen wollte. Vergebens wollte ihn der Kutſcher von ſeinem thörichten Eigenſinn abbringen,— er wich keinen Zoll breit, und dieſer überließ ihn endlich ſeiner trunkenen Laune. Der Burſche ärgerte mich beinahe zu todt, und die Gelegenheit wahrnehmend, da die Stube ſo eben leer war, begann ich ihm für ſeinen ärgerlich unbeſonnenen Streich eine tüchtige Strafpredigt zu halten, als er ſich plötzlich ſcharf umſah, und dann mit ſo ſtraff aufgerichtetem Kör⸗ per, ſo klarem Blick und ſo freier Zunge, als nur der nüchternſte Menſch haben kann, luſtig ausrief:„Nun? ſagt' ich's nicht, ich werde meine Rolle gut ſpielen?“ Die. Thüre ging auf und im Nu ſpielte er wieder den ſcham— los Betrunkenen an Leib und Geiſt Ohnmächtigen mit einer Vollendung, wie ich ſie nie zuvor geſehen;— er hatte offenbar die Natur ſeiner Rolle ſtudirt. Ich war ganz zufrieden, und folgte mit erneuertem Vertrauen der Mahnung des Kutſchers, meinen Sitz wieder einzunehmen. Mr. Briſtowe und ich waren nun die einzigen Paſſagiere im Fond des Wagens; und da nun längere Vermummung unnöthig war, begann ich mich meiner Perücke, Brille und überflüſſigen Kleidungsſtücke zu entledigen, ſchob ſie in ein Felleiſen, das ich bei mir führte und aus welchem ich meinen ſonſtigen Ueberrock genommen, und zeigte mich nun den erſtaunten Blicken meines Reiſegefährten als diejenige Per— ſon, welche ihn im Kaffeezimmer des„Sarazenenkopfs“ ſo täppiſch⸗barſch angeredet hatte. „Ei, ſagen Sie mir doch, bei Allem was komiſch iſt, was ſoll denn das bedeuten?“ rief Mr. Briſtowe und lachte unbändig über meine Entpuppung. Kurz und kaltblütig gab ich ihm Aufſchluß, und er war einige Minuten vor Beſtürzung und Erſtaunen ganz wie angedonnert; er hatte bis jetzt noch kein Wort von der Kataſtrophe in ſeines Onkels Hauſe gehört, wie er mir ſagte. Allein trotz ſeiner Betroffenheit und ſeines Schrecks gab er doch auch nicht das mindeſte Anzeichen preis, welches ich für einen Beweis ſeiner Schuld hätte auslegen können. „Ich will mich nicht in Ihr Vertrauen eindrängen, Mr. Briſtowe,, ſagte ich nach einer langen Pauſe;„allein Sie müſſen ſelbſt bemerken, daß Sie einen ſehr bedenklichen Stand haben, wenn die Umſtände, die ich Ihnen erzählt habe, nicht auf irgend welche Weiſe aufgeklärt werden!“ — — 234— „Sie haben Recht,“ entgegnete er nach einigem Zoͤgern.„Es iſt ein ſehr verwickeltes Gewebe; aber ich zweifle dennoch nicht, daß ſich mir auf irgend eine Weiſe Gelegenheit bieten wird, meine Unſchuld darzuthun!“ Dann verſank er in hartnäckiges Stillſchweigen, und Keiner von uns ſprach mehr ein Wort, bis der Wagen, nach einer Weiſung, die ich dem Kutſcher zuvor gegeben, vor dem Thore des Gefängniſſes in Kendal anhielt. Mr. Briſtowe bebte zuſammen, wechſelte die Farbe, bemeiſterte dann aber augenblicklich ſeine Aufregung und ſagte:„Sie müſſen natürlich ihre Pflicht thun; die meinige weiſt mich an, einer gerechten und allgegenwärtigen Vorſehung nicht zu mißtrauen!“ 0 Wir traten in das Gefängniß, und die nothwendige Durchſuchung ſeiner Kleidung und ſeines Gepäcks ward ſo ſchonend wie möglich vorgenommen. Zu meinem großen Entſetzen fanden wir aber unter dem Geld in ſeiner Börſe ein ſpaniſches Goldſtück von eigenthümlichem Gepräge, und in dem Futter ſeines Mantelſacks, ſehr geſchickt ver⸗ borgen, ein Kreuzchen mit Brillanten, welche Beide, wie ich aus dem der Polizei übergebenen Verzeichniſſe der ge— ſtohlenen Gegenſtände wußte, einen Theil des Raubs in Five Oak's Houſe bildeten. Des Gefangenen leidenſchaft⸗ liche Betheurungen: er wiſſe nicht und könne nicht be⸗ greifen, wie dieſe Artikel in ſeinen Beſitz gekommen, lockten dem alten erfahrnen Schließer ein ſarkaſtiſches ungläubiges Lächeln in's Geſicht, während mich dieſes vollſtändige Ein— ſtürzen der Theorie ſeiner Unſchuld, welche ich mir aus ſeinem offenen Weſen, dem unerſchütterlichen Gleichmuthe und der Kühnheit ſeiner Nerven abſtrahirt hatte, vollkom— men beſtürzt und wortkarg machte. „Vermuthlich ſind Euch dieſe Gegenſtände im Schlaf zugekommen?!“ ſagte der Schließer höhniſch zu ihm. „O ja, im Schlafe!“ rief ich mechaniſch.„Daran hätte ich nicht gedacht!“ der Verhaftete und der Schließer ſtierten mich fragend an, allein ich hatte das Gefängniß ſchon verlaſſen, bevor Jener noch ſeinem Erſtaunen oder ſeiner Verachtung Worte geben konnte. (Fortſetzung folgt.) Aufruf. Schleswig-Holſtein— von deutſchen Regierungen ver⸗ nehmen im Begriffe. 4 1255 5, leugnet und einem blutigen Vernichtungskampfe preisgegeben — iſt dieſen Kampf mit Ernſt und Entſchloſſenheit aufzu⸗ 4 Begeiſtert reiht ſich ſeine helden⸗ müthige Jugend unter die vaterländiſchen Fahnen und der Sieg wird hoffentlich der gerechten Sache nicht fehlen. Die Opfer indeſſen, welche das kleine Land ſchon ge— bracht hat und noch bringen muß, drohen ſeine Kräfte zu erſchöpfen wenn ihm nicht wirkſame Hülfe zu Theil wird. Leider müſſen tapfere und ſchlagfertige deutſche Heere un⸗ thätig einem Kampfe zuſehen, in dem es ſich weſentlich um die Ehre und Integritat des deutſchen Vaterlandes handelt! Aber wenn auch die traurige Zerriſſenheit, welche Deutſchlands Kräfte augenblicklich lahmt, es verhindert, daß die Regierungen einmüthig thun, woran Pflichtgefühl und Vaterlandsliebe ſie unabläſſig mahnen ſollten— die deutſche Nation wird darum ihre Schuldigkeit gegen einen wackeren Bruderſtamm nicht vergeſſen, der den Anmaßungen eines übermüthigen Feindes zu begegnen und unauslöſchliche . N Schmach von dem deutſchen Namen abzuwenden entſch ſ. ſen iſt. Darum fordern die Unterzeichneten zunächſt zu Geld⸗ unterſtützungen für Schleswig-Holſtein auf, welche ſie in Empfang zu nehmen und an die Behörde zu befördern auch Nachweis darüber zu geben bereit ſind. Sie fordern hierzu auf in der feſten Ueberzeugung, daß ſie dabei eine Ange⸗ legenheit vertreten, bei welcher jede Meinungsverſchieden⸗ heit ausgeſchloſſen, die zugleich volksthümlich und legitim wie keine andere iſt und daß von der Theilnahme und Aus⸗ dauer, welche die deutſche Nation hier bewährt, es weſentlich abhängen wird, ob das Ausland ihr ferner Schmach und Hohn wird bieten dürfen. Möge keiner zurückbleiben deſſen Verhältniſſe Hülfeleiſtung geſtatten, möge der Sinn fuͤr l Ehre des Vaterlandes nirgends ſich erloſchen zeigen! 5 5 Friedberg den 20. Juli 1850. 1 Hofmann, Abgeordneter zum Reichstage. Krach. J. Steinhäuſer. G. Trapp II. Cordes. W. A. Simon. J. Pfeffer. Textor. Cronenberg. Mayer Hirſch. C. Groß. H. Dechert. Bei der Expedition d. Blattes werden ebenfalls Bei⸗ träge entgegengenommen. ö 2 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN NN Immobilien⸗Verſteigerung. 2) 81,6 Klafter Garten beim Schützenrain, an Jobs. Engels Wittwe. Zins der Barfüßerſchule 12 kr. 1½ Heller. Friedberg am 27. Juni 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts lons und Gamaſchen, Halsbinden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie ausrangirte Bett⸗ teppiche ꝛc. ꝛc. gegen gleich baare Zahlung an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht und zu⸗ (1027) Dienſtag den 30. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden die Immobilien der Lud⸗ wig Wagenknecht'ſchen Eheleute in hieſigem Nathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, zwei Nebenbauen, Scheuer, Schoppen, Stall und zwei Mühlgängen an der Uſa, 2) 192 Klafter Garten in der 6. Gewann, an Johann Heinrich Müller, 3) 927 Klafter Garten in der erſten Gewann, an Heinrich Hanſtein IV. Friedberg am 27. Juni 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien⸗Verſteigerung. (1028) Dienſtag den 30. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe die den Hartmann Lang'ſchen 11. Eheleuten dahier gehörenden Immobilien meiſtbietend verſteigert, nämlich: 1) Hofraithe, als Wohnhaus, Hinterhaus und Stall, an Georg Rauſch III., Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben dier Hofraithe⸗ Verſteigerung. (1135) Dienſtag den 30. d. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll die Hofraithe des ver⸗ ſtorbenen Kaufmanns Joh. Heinr. Fritz hier nochmals auf hieſigem Ralhhauſe unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden verſteigert werden und wird bemerkt, daß zugleich mit dem Zuſchlage unwiderruflich die Genehmigung er⸗ folgen ſoll. 7 Friedberg den 18. Juli 1850. 9 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Wed giſt ei g ex nn n n 1 (1139) Montag den 29. d. M., Vormit tags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 1 bis 6 Uhr, ſoll in der Kloſſerkaſerne dahier eine bedeutende Parthie getragener Czako, Tor⸗ niſter, Mäntel, Fauſthandſchuhe, Spenzer, Mützen, wollene Hoſen und Gamaſchen, leinene Panta⸗ gleich mit dem Erſuchen an die Großh. Herrn Bür germeiſter der Umgegend, dieſe Verſteige⸗ rung im Intereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 15. Juli 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Aufforderung an die Schuldner der Pfand⸗ und Leih⸗Anſtalt zu Friedberg. (1141) Die Schuldner der Friedberger Pfand⸗ anſtalt, deren Pfänder bis jetzt verfallen find, werden aufgefordert dieſelben bis zum 17. Auguſt l. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Aus⸗ löſung, ſowie die Renovation nur an den dazu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 16. Juli 1850. Für die Pfandhaus ⸗ Verwaltung Faatz. C. Klein. dcheben f Aufzu⸗ und der len. don ge. raſte zu wird. ere un⸗ lich um dandelt! welche ert, daß Udl und deutſche wackeren n eines loſchliche entſchlſ. 1 Geld⸗ ſie in eu auch 1 dierzu ie Augt⸗ ſchieden⸗ legitim 5b Jus⸗ cſenklich ach und n deſſen inn für tloſchen ichstagt. app l. effet. Hitſch. ls Bei — enen, Bel Jung an erden. und zu⸗ d. Herm erſtrige⸗ Main ⸗Weſer Bahn. (1165) Mittwoch den 31. Juli l. J. Nach⸗ mittags 4 Uhr follen nachbezeichnete Arbeiten an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffentlich veraccordirt werden: 1) Erdarbeiten veranſchlagt zu 1031 fl. 06 kr. 2) Anfertigung einer Rieſel- dohle veranſchlagt zu 280 fl. 12 kr. 3) Anfertigung des Funda⸗ mentes für eine Schienen⸗ bahn veranſchlagt zu 249 fl. 20 kr. 4) Das Legen einer Schienen⸗ bahn veranſchlagt zu 112 fl.— kr. Die Zuſammenkunft iſt an dem Wegüber⸗ gange im Hainborn, Gemarkung Vilbel. Friedberg den 22. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur 9* der Sektion Vilbel Hochgeſand. Bekanntmachung. (1177) Von den 15,000 fl. Kapital, wel⸗ ches die hieſige Stadtkirche bei den Handlungs- häuſern Simon und Samuel Lindheimer ent— — 2353— liehen hat, wurden heute 500 Gulden zur Rückzahlung durch das Loos beſtimmt, und zwar: 1) von den Obligationen à 100 fl., Nr. 38, 59 und 76; 2) von den Ooligakionen à 200 fl., Nr. 103. Die Inhaber dieſer Nummern werden hievon mit dem Anfügen in Kenntniß geſetzt, daß das Geld am 1. November lauf. Jahres, an welchem Tage die Verzinſung aufhört, rückzahlbar wird und von da an bei dem Rechner der Stadt- kirche, Herrn Faatz dahier, in Empfang ge⸗ nommen werden kann. Friedberg den 22. Juli 1850. Für den Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender. Aufforderung. (1178) Es iſt uns zu wiſſen nöthig, ob an den Theil des alten Friedhofs, welcher an der Südſeite des vor einigen Jahren auf der Stelle der ehemaligen Todtenkirche neuerbauten Hauſes liegt und auf welchem ſich eine Baumſchule be⸗ findet, noch Anſprüche wegen darauf ſtehender Grabdenkmäler gemacht werden. Wir fordern daher Jedermann auf, wenn er etwa dergleichen Anſprüche machen zu können glaubt, oder Re⸗ clamatlonen gegen eine anderweitige Verwendung des fraglichen Grundstücks zu erheben gedenkt, ſich von heute an binnen vier Wochen bei einem der Unterzeichneten deßfalls zu erklã⸗ ren. Bei Stillſchweigen wird Verzichtleiſtung angenommen; ſpätere Meldungen müſſen unbe⸗ rückſichtigt bleiben. Friedberg den 24. Juli 1850. Für den evangel, Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender. Bekanntmachung. (1179) Montag den 29. Juli dieſes Jahres, Nachmittags um 2 Uhr, ſoll die Jagd und Fiſcherei in der Gemarkung Köppern, bei Bad Homburg vor der Höh, eirca 3743 Morgen von einem waſſerreichen Bach durchſtrömt, auf der Gerichtsſtube daſelbſt auf 6 Jahre öffentlich in Pacht gegeben werden. Die Bedingungen werden im Verpachtungstermin bekannt gemacht. Köppern den 21. Juli 1850. Der Bürgermeiſter Har ff. 5 Privat⸗ Bekanntmachungen. Aachener& Münchener Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. (1180) Die obige Geſellſchaft übernimmt durch Vermittelung des Unterzeichneten, Verſicherungen auf bewegliche Gegen- ſtände aller Art. Die Garantien, welche die Geſellſchaft darbietet, ergeben ſich aus der letzten in öffentlicher General⸗Verſammlung abgelegten Rechnung. Neben dem Grundkapital von Fünf eine halbe Million Gulden, beſteht eine Reſerve von 2,489,913 Gulden. Die Jahres-Einnahme an Prämien betrug 1,377,823 Gulden. An Verſicherungen waren in Kraft 843,000,000 Gulden. Friedberg und Laubach im Juli 1850. G. F. Nau. Zöckler. Reingehaltenen Aepfelwein verkauft ohmweiſt (1111) verfauft oh* Philippi, im ſteinernen Haus. Fur Auswanderer. (1113) Gute Wechſel auf New⸗Jork zu haben bei. J. G. Engel, Buchgaſſe Nro. 5 in Frankfurt a. M. Mö be l 4 (1117) ſind in großer Auswahl billig zu kaufen und zu miethen. Wo? zu erfragen bei Hrn D. Fritz in Nauheim und der Expedition d. Blattes. Die Möbel werden franco Fried⸗ berg geliefert. Ein großes Logis (1170) iſt zu vermiethen und kann Anfangs Octobers bezogen werden bei Franz Ruppel. (4172 Anzeige. (Altenſtadt.) Der Unterzeichnete beabſichtigt von Auguſt d. J. an Sonntags Unterricht im Zeich⸗ nen und Rechnen zu ertheilen. Auch kann Unter⸗ richt in der Geometerie ertheilt werden. Die⸗ jenigen, welche dieſen Unterricht als Vorbereitung zur Meiſterprüfung benutzen wollen, mögen ſich im Laufe dieſes Monats perſönlich melden bei Altenſtadt den 18. Juli Mittelſtädter, Bauaufſeher⸗Candidgten J. Klaſſe. Herbeifuhr von Hauſteinen. (1173) Der Unterzeichnete beabſichtigt circa 21000 Cubikfuß Hauſteine von dem Frankfurter oder Hanauer Mainufer nach Friedberg anfahren zu laſſen. Hierzu luſttragende, zuverläſſige Fuhr⸗ leute wollen ihre billigen Gebote, per Cubikfuß, an meinen Obergeſellen P. Weber, wohnhaft bei Wirth L. Kreuter dahier, bis zum 29. Juli ſchrift⸗ lich abgeben, woſelbſt die Bedingungen einzuſehen nd Friedberg am 17. Juli 1850. C. Gold, Steinmetzmeiſter. Zu einer Badechaiſe (1174) wird noch eine Dame geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. Einladung. (1175) Sonntag den 28. d. M. will Unter⸗ zeichneter bei günſtiger Witterung ein Geld- ſcheiben⸗Schießen mit Bürſchbüchſen von 15 bis 18 Gaben abhalten, deren höchſte 10 fl. iſt. Bei jeder Gabe wird eine Fahne verabreicht, worauf die Nummer des Gewinnſtes bezeichnet iſt. Sollte die Witterung ungünſtig ſein, ſo wird daſſelbe den nächſt darauf kommenden Sonntag abgehalten, wozu alle Liehaber höflichst eingeladen werden. Wiegand, Gaſtwirth in Bönſtadt. Verſteigerung. (11810 Der Unterzeichnete wird Mittwoch den 31, Juli zehn zur Landwirthſchaft geeiguete Pferde und zwölf wohlerhaltene Pferdegeſchirre, welche für ihn durch die Verlegung des Frankfurt⸗Lauter⸗ bacher Poſtcourſes entbehrlich geworden find, in ſeiner Hofraithe öffentlich verſteigern laſſen. Aſſenheim den 24. Juli 1850. Jacob Schall, in der Poſt(Gaſthaus zur Krone). Ein vollſtändiges Logis (1182) auf der Ludwigsſtraße, welches den 1. November bezogen werden kann, hat zu ver⸗ miethen Wilhelm Netz. Weißer Rübſa amen, (1183) von langen weißen rothköpfigen Rüben, beſter Qualität, iſt ächt und friſch zu haben bei Friedberg. H. M. Decher. Bettfedern-Reinigen. (11810) Die Unterzeichnete erlaubt ſich ihr Geſchäft im Reinigen aller Arten von Bettfedern in empfehlende Erinnerung zu bringen. Indem ſie die reellſte und prompteſte Bedienung ver⸗ ſpricht, bemerkt ſie zugleich, daß ſie auch Auf⸗ träge über Land annimmt. Friedberg im Juli 1850. Kath. Nees, neben der Stadtkirche. Abgelagerter reiner Weineſſig (1185) bei H. M. Hirſchſprung in Okarben. 1186) — 236— Montag den 29. Juli Concert im Simon'ſchen Garten, ausgeführt von der Muſik des königl. preuß. Garde⸗Reſerve⸗Infanterie⸗Regiments, wozu ergebenſt einladen Gebrüder Simon. Die Kegelbahn bleibt an dieſem Tage geſchloſſen. Colonid, Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft zu Köln. (1121) Nachdem den Actionären über das Geſchäftsjahr 1849 Rechnung Gad worden iſt, befindet ſich bei den unterzeichneten Agenten ein Auszug aus dem Protokolle der eneral⸗Verſamm⸗ lung zur Behändigung an Jeden, der ſich über den Geſchäftsſtand der Geſellſchaft zu unterrichten wünſcht. Die den Verſicherten dargebotene Garantie iſt abermals ſtärker geworden. Es ſind bei uns jederzeit Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs⸗Anträgen zu er⸗ halten und wird überhaupt jede Auskunft bereitwillig ertheilt. Auf ſorgfältige und raſche Be⸗ ſorgung der angetragenen Verſicherungen kann man bei uns rechnen. ö Friedberg und Hungen im Juli 1850. Die Agenten der Colonia: Ruilis, in Friedberg. Fun, in Hungen. 1 Selſerbrunnen hei Okarben. (1187) Sonntag den 28. Juli Große Harmonie⸗ und Tanzmuſik verbunden mit einem Trommel⸗Concerk, ausgeführt von dem Muſikkorps des Schützen-Bataillons des königl. preuß. 31. Infanterie-Regiments. Abends brillante Illumination und Feuerwerk. Carl Muffert. Der Fahrplan nebſt Tarif der Main⸗Weſer⸗Bahn iſt (11880 billig zu haben bei Friedberg. C. Bindernagel. Ge u ch (1189) In eine hieſtge Wirthſchaft wird ein Zapfjunge von geſetztem Alter geſucht. Aus- geber d. Bl. ſagt wo? Pferde, Rind vieh⸗ ꝛc. Verkauf. (1190) Zwei achtjäbrige egale braune Pferde, drei trächtige Kühe, ein trächtiges Rind, ein faſt neuer Wagen mit allem Zugehör, Pflug, Egge, Ketten, zwei gußeiſerne Pferdekrippen und ſonſtige zur Landwirthſchaft brauchbare Gegenſtände, hat zu verkaufen 5 Friedberg am 25. Juli 1850. Sehrt. Viertes Wetterauer Muſikfeſt zu Butzbach. (1191) Den 28. und 29. Juli d. J. wird in Butzbach das 4. Wetterauer Muſikfeſt abge⸗ halten. Den 28. Juli, Morgens 8 Uhr Em⸗ pfang der Muſiker, 3 U. r Concert im Deutſchen Hofe, 8 Uhr Ball in demſelben. Den 29. Juli Mittags 1 Uhr, Eſſen im Heſ⸗ ſiſchen Hofe. Um 2 Ubr, Zug auf den Beluſti⸗ gungsplaͤtz am Schrenzerberge. Zu zahlreichem Beſuche ladet ein Butzbach den 22. Juli 1850, Das Feſteomit é. Dankſa gung. (1192) Allen werthen Freunden, die durch ihre Gegenwart bei der heutigen Begräbnißfeier unſers guten Vaters und Schwiegervaters uns einen ſo ſchätbaren Beweis ihrer liebevollen Theilnahme gegeben haben, ſagen wir hiermit unſern innigſten Dank und bitten zugleich um die Fortdauer ihres Wohlwollens. Friedberg den 25. Juli 1850. Carl Heinr. Morell, Friedericke Morell geb. Fertſch, und unſere Kinder. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. f 9. Sonntag n. Trinit. den 28. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Büchner. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Fitting. Fruchtpreiſe. ———— 24. Juli 128. Juni 21. Juni Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 5 E i k. fl. kr. Waizen pr. Malter 7308— 620 Korn, 5 10 5 81 4040 Gerſte„ 75 4— 4 44 3 20 Hafer, e 3—1 31521 225 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 27. Juli bis 2. Auguſt. D a Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21— 2.— 2 2. 1 4* 77 89541 898— f Lth. Lth Milchbrod 15½% 16 — Waſſerweck 116, —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146% 18 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „Kühfleiſch, gemäſtetes 81—1 8— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 171 2107— „ Kalbfleiſch 6—1 6— „„„ gemäſtetes e „ Schweinenfleiſch 9-9— „Hammellleiſch 8.— 8— „ Schaaffleiſch 6 1——— „Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 14— 144— „Schwartenmagen 144— 14— „ Gexäucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 14— „Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 20— 116— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. K rau f. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg, 0 11