g. dollenes auswandern werden 1 den Bir⸗ der boſten. Ich empfehle ulld Kurz⸗ ſyruch unter utllen Be⸗ 0 Patt für 0. aan Serwaller. I. ſcht u vet du Loft mil dei der Expe⸗ l. 40 ſein Haus u verkaufen. 9 perdt. Unterzeich⸗ beige Eigal⸗ Itteſten bel 0 cthalten. gaetbach g fler. aachermeife — Intelligenz-Dlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. . 33. Sonnabend den 27. April 1850. Der corſiſche Dolch. 1. Sie wünſchen die Geſchichte meines Dolches zu wiſ— ſen— dieſes Dolches mit dem wunderlich verzierten Griffe und der ſtarken, ſcharfgeſpitzten Klinge, die jedem, den ſie trifft, einen gewiſſen Tod bringen muß? Ich würde Ihnen denſelben ſchon längſt zum Geſchenke gemacht haben, hät— ten wir nicht bei uns zu Hauſe einen Aberglauben,(der ſich in dem Sprüchwort ausdrückt: Quando coltello, si da, amicizia se ne va!) und welcher verbietet, einem Freunde eine Waffe zu ſchenken. Er ſoll Ihnen jedoch in meinem Teſtamente werden; denn ich bin der Ueber- zeugung, daß kein Eiſen ſcharf genug iſt, um die Erin— nerung an einen geſchiedenen treuen Freund zu zerſchnei— den... Doch daran zu denken, iſt ſpäter wohl einmal noch Zeit,— jetzt die Geſchichte! Wenn Sie unſere Felſeninſel kennten; wenn Sie Bekanntſchaft gemacht hätten mit unſern Vollblutcorſen, denen welche die Erziehung auf dem Feſtlande nicht um— gemodelt oder, wie unſere Alten ſagen, nicht verdorben hat; wenn ich ſie Ihnen zeigen konnte, dieſe Männer mit den bronzenen Geſichtern, den feinen und regelmäßigen Zügen, der wilden Miene, den pechſchwarzen, blitzenden Augen, dem gedrungenen, kräftigen und zugleich geſchmeidigen Gliederbau, mit den behenden Füßen, die ſich wie eiſerne Klammern an den ſteilſten Felſen feſthalten, mit ihren ſchön gebauten Händen, die unaufhörlich mit einer ver— borgenen Waffe ſpielen;— wenn Sie mit mir eintreten könnten in jene Familienkreiſe mit den ſtrengen Grundſätzen, die ſo ſtolz ſind in ihrer Armuth und ſo ſorgſame Wächter über die Ehre ihrer Frauen und Töchter;— wenn Sie das Geheimniß dieſer Herzen leſen könnten, wo das Ge— fühl der Rache die unbedingte Herrſchaft übt, wo die Liebe mehr grauſam als ſüß iſt, und wo die Eiferſucht gleich dem Pulver ohne vorhergehendes Glimmen aufblitzt: dann würden Sie ohne Zweifel einen größeren Genuß an dem kleinen Drama haben, welches ich jetzt, ſo gut ich's ver mag, vor Ihren Augen ſich aufrollen laſſen will. Es ſind etwa fünzig Jahre ſeitdem verfloſſen. Cor— ſica war damals noch weit entfernt von der Stufe der Civiliſation, die es jetzt erreicht hat. Kaum befreit von dem Joche der Genueſen, fühlten ſeine Bewohner in ſich noch die Wuth über jene verhaßte Knechtſchaft kochen. Alle ihre Zuſtände verriethen ihren trotzigen Sinn oder einen lange verhaltenen Grimm, und ihr Geiſt wie ihr Gemüth waren von jener ſcharfen und harten Art, wie ſie ſich dem Drucke und der Tyrannei gegenüber ausbildet. Die Gerechtigkeit, ſtets ſehr ſchwer zur Durchführung zu brin— gen in Corſika, war in dem Zeitpunkte, wo meine Geſchichte anhebt, beinahe gleich Null. Die barbariſche Sitte, die wir vendetta nennen, und von der Sie ohne Zweifel ge— hört haben, wurde aus den unbedeutendſten Gründen und um jede Kleinigkeit ausgeübt, und die Schuldigen flüchte— ten in's Gebirge, wo ſie ſich in unzugänglichen Schlupf— winkeln verbargen und das Land mit Raub und Mord erfüllten. Unter dieſen Banditen war ein gewiſſer Pietro Santo aus Sartena, welcher fünf volle Jahre hindurch unbarm⸗ herzig unter ſeinen Mitbürgern mordete und brandſchatzte, um eine Rache zu vollziehen, die ſich von ſeinem Groß— vater auf ihn vererbt hatte. Unter den vorzugsweiſe von dieſem furchtbaren Menſchen verfolgten Familien war die Giuſeppe Roballini's diejenige, welche von ſeinem Haſſe am ſchwerſten heimgeſucht wurde. Der älteſte Sohn Roballini's hatte den Bruder Santo's getödtet, indem er ſein Leben gegen dieſen Verwandten des Banditen vertheidigte. Kurz darauf fand man den unglücklichen jungen Mann, getroffen von drei Kugeln und einem Dolch— ſtoß im Herzen, in einem Olivenwalde vor der Stadt. Seine vier Brüder folgten ihm auf dieſelbe ſchreckliche Weiſe, und von ſechs Kindern blieb dem alten Roballini nur eine Tochter von zwanzig Jahren, Namens Angeluccia übrig, deren Geburt ihrer Mukter das Leben gekoſtet hatte. Die Schönheit und Klugheit derſelben waren weit berühmt im Lande, und Jedermann pries Den glücklich, der ſolch eine Frau einſt beſitzen ſollte. Aber, obwohl ſich eine Menge annehmlicher Freier meldeten, wies Vater Roballini doch alle ab, und wunderbarer Weiſe verrieth Angeluccia nicht die geringſte Betrübniß darüber. Wenn ihr die Nach— barn von Heirath ſprachen, ſo zeigte ſie auf ihre Trauer— kleider und ſagte, daß ſie noch zu viel über ihre Bruder zu weinen und ihren Vater zu tröſten habe. Man feierte ſo eben Mariä Verkündigung, und in allen Kirchſpielen wurde Meſſe geleſen. In dem großen Saale im Erdgeſchoſſe von Roballini's Haus war Ange— luccia mit Hülfe einer Magd beſchäftigt, für ihren Vater den Tiſch zum Mittagseſſen zu decken. Es war ſonſt und iſt in einigen Gegenden noch jetzt Sitte in Corſika, daß die weiblichen Glieder der Familie nicht mit den männlichen an einem Tiſche ſpeiſen dürfen. — 132— Roballini mußte ſich demnach allein zum Eſſen begeben, hatte. und trotzdem lagen ſechs Gedecke auf der Tafel, an die er ſich ſetzte. Erwartete er fröhliche Geſellſchaft?— Wer betrachten, einige Augenblicke auf der Schwelle verweilt (Fortſetzung folgt.) ihn geſehen wie er in ſeinem rohrgeflochtenen Sorgenſtuhle ſaß, düſteren Blickes, die Arme gekreuzt, die Mütze bei⸗ nahe über die Augen gezogen, der würde ſchwerlich auf die Vermuthung gekommen ſein, der alte Corſe ſei im Be⸗ griffe, luſtige Leute bei ſich zu ſehen. Ein junger Mann trat in den Saal; das Geräuſch ſeiner Tritte ließ den Greis unbewegt. Angeluccia aber, ohne Zweifel aufmerkſamer, wendete den Kopf nach dem neuen Ankömmling, erröthete, lächelte, und nahm dann, wie dies jedes corſiſche Mädchen thun muß, ohne ein ging ferner ein: Für Allendorf von R. fl. 1.—; M. H. fl. 1.— Im Ganzen fl. 20. 30 kr. Die Expedition des Friedberger Intellgzbl. Markt- Bericht. Friedberg, am 24. April 1850. Wort an den Beſuch zu richten, ihre Beſchäftigung wieder auf. Der junge Mann war ein hübſcher, gradgewachſener, Aufgefahren Verkauft] Mittelpreiſe ſchlanker Burſche von etwa 24 Jahren. Er trug den Gattung. wurden wurden Nacken aufrecht, und ſein Geſicht zeigte jenes Profil der(Mltr.)(Mltr.). antiken Münzen, das faſt allen Corſen gemeinſam iſt und Waſſen 3 177 5— ihnen ſo oft eine Familienähnlichkeit mit dem Kaiſer Na⸗ Korn 6 6 4 27 poleon verleiht. Gerſte———— „Guten Tag und fröhliches Feſt, Onkel Giuſeppe!“ e 7 8 2 2 5 8 ſagte der Ankömmling, nachdem er, um Angeluccia zu Kartoffeln.— 5 2 5 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a νι Mobiliar⸗Verſteigerung. (397) Dienſtag den 30. April d. J., von Vormittags 9 Uhr an, werden auf freiwilligen An⸗ trag des hieſigen Bürgers Heinrich Dienſtbach, in deſſen Behauſung vor dem ehemaligen Mainzer. thore nachverzeichnete Mobiliargegenſtände, als: Gold, Silber, Tiſche, Bettſtellen, Bettung, Fäſ⸗ ſer, Kleider, Weißzeug und eine Parthie Kar⸗ toffeln, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden; auch können die vorräthigen Kartoffeln ſchon vor dem Verſteigerungs⸗Termin aus der Hand abgegeben werden. Friedberg den 18. April 1850. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Bekanntmachung. (625) Montag den 6. Mai d. J., Morgens 10 Uhr, wird auf dem Rathhauſe zu Okarben eine noch nicht lange erbaute, im beſten Zuſtande befindliche Hofraithe, beſtehend aus zweiſtöckigem Wohnhaus, Scheuer, Stallung und Brennerei nebſt etwas über 100 Morgen dazu gehöriges Gelände unter den alsdann eröffget werdenden Bedingungen im Zwangswege verſteigert. Der Zuſchlag erfolgt alsbald, und da das Gelände zu dem Vorzüglicheren gehört, ſo bie⸗ tet ſich für einen Oeconomen und Wirth die Gelegenheit zum Erwerbe einer ſchönen Be⸗ ſitzung dar. Großkarben am 6. April 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Verſteigerung. (629) Mittwoch den 8. Mai l. I., ſollen 150 Centner Loh, auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten, meiſtbietend öffentlich verſteigert werden. Obbornhofen den 19. April 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau (6830) wird in dieſem Jahre am 15. Mai eröffnet werden. Der Badearzt Hr. Dr. Bode dahier wird etwaige Anfragen in ärztlicher Be⸗ ziehung beantworten; jeder verlangten wund⸗ ärztlichen Hülfeleiſtung wird ſich neben dem Ba⸗ dearzte auch der hieſige Amtswundarzt Herr Bechtold unterziehen. Logisbeſtellungen für das neu erbaute Badehaus ſind an die Soolbade⸗ Inſpection zu richten, die auch jede andere etwa gewünſchte Auskunft bereitwilligſt ertheilen wird. Nauheim den 20. April 1850. Kurfürſtliches Salzamt Hansmann. Avenarius. Verſteigerung. (640) Montag den 29. April, Morgens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der verſtorbenen Chriſtian Eichs Wittwe dahier gehörende Immobilien, beſtehend in 221 Ruthen Garten, in der 17. Gewann; ſodann Mittwoch den 1. Mai, Morgens 9 Uhr, eben⸗ falls im Rathhauſe, die Mobilien, als: Holz ⸗ und Bettwerk, Bettung, Kleidungsſtücke, Gold, Silber, Meſſing, Porzellain ꝛc., meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 23. April 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (6410 Montag den 29. April, Morgens um 11 Ühr, werden in hieſigem Rathhauſe 5— 10 Schaafpferche, welche den 8. Mai ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 25. April 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (612) Freitag den 10. Mai, Morgens um 9. Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe die ſtädtiſchen Begraſungen für das laufende Jahr meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 25. April 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (613) Donnerſtag den 2. Mai l. J. ſoll die Kleeerndte an den Böſchungen der Bahn für das Jahr 1850 in den Gemarkungen Fauer⸗ bach II., Friedberg, Bruchenbrücken und Nieder⸗ wöllſtadt und Freitag den 3. Mai l. J. in den Gemarkungen Okarben Kloppenheim und Vilbel loosweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt den 2. Mai l. J. Morgens 8 Uhr an dem Dorheimer Chauſſee⸗ haus und den 3. Mai l. J. an dem Straßen⸗ übergang nördlich von Okarben. Friedberg den 24. April 1850. Der Gr. Peſſ. Bahn⸗ Ingenieur Hochgeſand. Holz- Verſteigerung in dem Gemeindewald zu Wippenbach. (G64) Donnerſtag den 2. Mai d J., Vor⸗ mittags 8 Uhr anfangend, ſollen in den Diſtric⸗ ten Wittebach und Unterwald, verſteigert werden: 1) 133 Stecken buchen Scheitholz II. Claſſe, 27 1577½%„„ Stammprügelholz, 3) 84* Stockholz, 4) 150*„ Reisholz, 55 8 9 aspen Scheitholz, 90% 7„ Prügelholz, 13 8„ Reisholz, * 8) 15 Stück buchen Stämme zu Werkholz, 113 Cubikfuß, 9) 26 Stück eichen Stämme zu Werkholz. 606 Cubikfnß, 10) 3 Stück aspen Stämme, 55 Cubikfuß. Die Zuſammenkunft iſt im Ort präeis 8 Uhr. Zahlungsfriſt bis Ende September d. J. Es wird noch bemerkt, daß dieſes Holz gut nach der Staatsſtraße, nach Ranſtadt und Selters, abzufahren iſt und nur eine halbe Stunde ent⸗ fernt davon ſteht. Wippenbach am 22. Avril 1850. i Der Gral. Pell Bürgermeiſter e i n. Bekaunt machung. (6015) Dienſtag den 30. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Geſchäftslocale der unter⸗ zeichneten Behörde die Lieferung von 4 Ohm Rüböl für die hieſige Saline öffentlich an den Mindeſtfordernden verſteigert werden, was an⸗ durch mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß nur ſolche Perſonen zum Bieten zugelaſſen werden, welche alsbald im Termine die zur Ueber⸗ nayme dieſer Lieferung erforderliche Kaution zu leiſten im Stande find. Nauheim den 23. April 1850. Kurfürſtliches Salzamt Hansmann. Avenarius. fn weilt 1. 3. auſſet raßtu⸗ enieur Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Großh. Domanialwal⸗ dungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Fried⸗ berg betreffend. (646) Freitag den 3. Mai d. J. wird das nachverzeichnete Holz, in den Diſtricten Kellerberg, Weſterfeld'ſcherwald und Mainzerhecken, an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert: 1 Stecken buchen, 55 ¼ Stecken birken, 1% Stecken aspen Prügelholz, 17„ birken Stockholz, 1212 Wellen buchen, 6470 Wellen birken, 9294 Wellen aspen ꝛc. Reiſerholz, 14 Wagen, 11 Läſte Allerleiholz, 4 Gebund Nuͤtzreisholz. Die Verſteigerung beginnt Morgens 7½ Uhr, auf dem Hauptweg im Kellerberg. Oberrosbach den 24. April 1850. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. Holz ⸗Verſtei gerung. (647) Montag den 29. l. Mts., ſollen in bieſigem Communalwalde folgende Holzſortimente verſteigert werden: 755 Stecken buchen Scheitholz, 2 2„ eichen„ 4% buchen Prügelholz, 1„ eichen„ 2 1 birken 7 31„ buchen Stockholz, 3 5 eichen* 1„ nadel 7 350 buchen Wellen, 438 eichen 1. 100 birken 0 29 nadel„ 775 aspen⸗weiden Wellen, 245 Cubikfuß eichen Stammholz, 29 1 nadel 17 4.„ buchen Stangenholz, 5 1 nadel* 40% 1 weiden. Der Anfang iſt Morgens 8 Uhr. Die Zu⸗ ſammenkunft am rothen Stoß. Gegen genügende Bürgſcheine wird bis zum 1. September l. J. Zahlungsfriſt geſtattet. Niederros bach den 24. April 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Arbeits ⸗Verſteigerung. (618) Montag den 29. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Florſtadt, bei Gaſtwirth Wagner, nachbenannte Unterhaltungsarbeiten für 1850, öffentlich in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen 5 3 1) die Handarbeiten, 58 kr 2) Maurerarbeiten, 3 3) Steinhauerarbeiten(Deckplat⸗ tenlieferung), 94 42„ 4) Pflaſtererarbeiten, 24„ 45„ 5) Weiß binderarbeiten, 23„ 30„ 6) Zimmerarbeiten, 21„37„ 7) die Anlieferung von Mate⸗ rialien, beſtehend in Kalk, Sand, Steinen, Ziegeln und Backſteinen, zuſammen 73„— Florſtadt am 20. April 1850. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Verſteig erung. (649) Auf juſtizamtliche Verfügung ſoll das einſtöckige Wohnhaus, nebſt Scheuer und Gar⸗ ten der Jacob Walthers Eheleute zu Dorn— aſſenheim, Donnerſtag den 23. Mai l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt, öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 22. April 1850. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Hildenbrand. — 8— Holz⸗Verſteigerung. (650) Mittwoch den 1. Mai l. Irs., Vor- mittags 9 Uhr anfangend, werden in den Diſtrik⸗ ten ober der Querſchneiſe und junger Wald (bei Pfaffenwies bach) 4% Stecken Buchen-, 3 67% 1 Birken- u. Eichen⸗ u. 1 4599„ Aſpen⸗ ö 33 18„ Birken⸗ und Eichen⸗Stockholz; 12425 Stück Buchen⸗ 12075 Birken„ Eichen- u. Weiden⸗ u. 1475„ Ginſter⸗ E an den Meiſtbietenden verſteigert. Zuſammenkunft und Anfang ober der Quer- ſchneiſe. Sollte Regenwetter eintreten, ſo wird die Verſteigerung an einem andern Tage, der in dieſem Blatte bekannt gemacht werden ſoll, ab⸗ gehalten. Ockſtadt am 24. April 1850. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ane er er. Holz ⸗Verſteigerung. (651) Dienſtag den 6. Mai, Vormittags 9 Ubr anfangend, ſoll in dem Freiherrlich von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſelheck nachſtehen⸗ des Holz öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den vorher bekannt gemacht werdenden Beding⸗ ungen, verſteigert werden: 11½ Stecken birken Prügelholz, 3„ tannen„ 5275 birken und eichen Wellen, 773 tannene Wellen, 700„ 1 30 Stück Backwellen und 600„ tannene Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt auf Hof Haſſelheck. Friedberg den 23. April 1850. In Auftrag: J a a tz. Holz ⸗Verſtei gerung in dem Bodenröder Gemeindewald, Revier Hochweiſel. (652) Donnerflag den 2. Mai l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in dem Diſtrict Eſels⸗ berg nachbenanntes Holz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, auf Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden: 1) 11 Stecken buchen Scheitholz, 22„ eichen„ 3) 4„ buchen Prügelholz, 4) 34„ eichen 1 17„ buchen Stockholz, 6) 76„eichen„ 7) 400 Stück buchen Reisholzwellen, 8) 82 Stämme eichen Bauholz, 4542 Cubik⸗ fuß enthaltend. Die Zuſammenkunft iſt in 1000 Bodenrod, präcis Morgens 10 Uhr. Die Herrn Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmach erſucht. Voben reh 22. April 1850. N r Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. rr Privat- Bekanntmachungen. Verſteigerung. (610) Freitag den 10. Mai dieſes Jahres, Vormittags 10 Uhr, läßt die Wittwe des Feibel Einſtein aus Niederurſel, das ihr daſelbſt zu— ſtehende, am Eingang der Hauptſtraße und des Orts gelegene, neu in Stein erbaute und mit allen Bequemlichkeiten verſehene Haus, an den Meiſtbietenden, auf dem Rathhauſe daſelbſt unter ſehr angenehmen Bedingungen, verſteigern. Daſſelbe enthält gleicher Erde drei große Zim⸗ mer nebſt Küche, im erſten Stock vier Zimmer nebſt Salon, ferner einen großen Boden und Dachzimmer und ruht auf drei gewölbten Kel⸗ lern. Das Haus kann täglich durch den Herrn Bürgermeiſter in Niederurſel gezeigt werden, bei welchem die Bedingniſſe eingeſehen werden können. Auch werden einſtweilige Gebote bei der Wittwe des Feibel Einſtein, Brückhofſtraße Nr. 10. in Frankfurt am Main entgegen ge⸗ nommen. Wohnungs-⸗Veraͤnderung. (633) Meinen geehrten Freunden und Ab⸗ nehmern mache ich biermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Wohnung auf der breiten Straße verlaſſen habe und von nun an in dem früheren Schmittiſchen Hauſe, neben Herrn Samuel Lind— beimer, in der Uſagaſſe, wohne. Ich empfehle mich gleichzeitig in allen Schnitt- und Kurz⸗ waaren und bitte um geneigten Zuſpruch unter Zuſicherung der billigſten und reellſten Be⸗ dienung. Lazarus Eſchborn. Zu Vermiethen. (635) Ein möblirtes Zimmer ſteht zu ver⸗ miethen auch kann auf Verlangen die Koſt mit beigegeben werden. Das Nähere bei der Expe⸗ dition dieſes Blattes. Onmibusfahrt zwiſchen Nidda und Friedberg. (653) Die Omnibusfahrt zwiſchen Nidda und Friedberg findet nur vier⸗ mal wöchentlich ſtatt und zwar Sonn⸗ tags, Montags, Mittwochs und Frei— tags zu den ſeitherigen Stunden. Nidda. E. Ruppel, Gaſtwirth zur Traube. Verſteigerung einer Hofraithe in Vilbel. (654) Der Unterzeichnete iſt geſonnen ſeine in der Mitte des Orts an der Hauptſtraße ge⸗ legene Hofraithe, beſtehend aus einem zwei⸗ ſtöckigen Wohnhaus mit gewölbtem Keller, einer Scheuer und Stallung, nebſt Grab- und Bleich⸗ garten künftigen Mittwoch den 1. Mai, Vor⸗ mittags 9 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe frei⸗ willig verſteigern zu laſſen. Bei annehmbarem Gebot wird der Zuſchlag ſogleich ertheilt. Vilbel im April 1850. Konrad Rübſamen, Färbermeiſter. Zu Vermiethen. (655) Ein freundliches Zimmer mit Kabinet iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Anzeige. (636) Einem geehrten Publicum widme ich die ergebene Anzeige, daß ich ſehr geſchmackvolle Tapeten in den neueſten dessins beſitze. Die Muſterkarte kann auf Verlangen zur Einſicht abgegeben werden; indem ich um zahlreichen Zuſpruch bitte, erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich meine geehrten Abnehmer ſtets pünktlich und reell behandeln werde. Friedberg. Joſeph Straus. Ein Waagebalken (657) von 32 Pfund hat zu verkaufen Men dle Garde in der Judengaſſe. Eine ſilberne Taſchenuhr (658) mit 3 Häckchen am Glas iſt auf dem Wege von der Judengaſſe nach Nauheim ver— loren worden. Der Finder wird gebeten die- ſelbe gegen eine Belohnung von einem Gulden an die Expedition d. Bl. abzugeben. — 134— Brüſſeler Hof in Frankfurt a. M. (659) Ich beehre mich meinen neu errichteten Gaſthof aufs Angelegentlichſte zu empfehlen. Die günſtige Lage, wenige Schritte von den Bahnhöfen, ſchnellſte Bedie⸗ nung, aufs Beſte zubereitete Speiſen, vorzügliche Weine, freundliche Localitäten, 2 Säle und Garten, gut eingerichtete Zimmer bei den möglichſt billigen Preiſen, laſſen mich die Zufriedenheit der mich Beſuchenden hoffen und lade meine ver— ehrten Nachbarn zu recht zahlreichem Zuſpruch ergebenſt ein. J. N. Stürmer zum Brüſſeler Hof, Große Gallengaſſe. L Nagel in Friedberg (660) empfiehlt ſich mit einer ſchoͤnen Auswahl niederländiſchem Tuche, Paletot, Bukskin, Weſtenzeugen ꝛc. in den neueſten Deſſeins, mit Zuſicherung der billig— ſten Bedienung. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Cantate den 28. April. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Göring. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Groh. Agenten (6610 für ein ſehr lueratives Geſchäft, welches ſowohl von Geſchäfts⸗ als Privatperſonen in allen Gegenden Deutſchlands betrieben werden und bei entſprechender Thätigkeit bi Jahr einbringen kann, werden geſucht. s zu 23000 Gulden Nutzen per Ausgebreitete Bekanntſchaft iſt Haupterforderniß, und werden 33½pt. Gewinn garantirt. Frankirte Offerten an A. B. C. in Harburg bei Hamburg- Wichtig für Auswanderer. (662) Unterzeichneter, von Amerika zurückgekehrt und im Begriffe wieder dahin zurückzureiſen, erbietet ſich auf frankirte Anfragen, den Auswandrern unent⸗ geltliche Auskunft zu ertheilen, wodurch dieſelben allen Prellereien entgehen und in Amerika angelangt, ohne Annahme eines Agenten oder Mäklers, auf die billigſte Weiſe(circa fl. 15. bis fl. 20. per Kopf billiger als bisher) das Ziel ihrer Reiſe erreichen. J. Bauerfeld, Frankfurter Hof, Bornheim. Anfragen können auch bei Hrn. C. C. Spengler, Stelzengaſſe, Neu 20, Frankfurt a. M. abgegeben werden. Eine geſtempelte Schnellwaage, (663) 100 Pfd. auf der leichten und 200 Pfd. auf der ſchweren Seite auswiegend, mit eiſernen Ketten und Schale hat zu verkaufen Mendle Garde, in der Judengaſſe. Guſtav-Adolfverein. (664) Die diesjährige Hauptverſammlung des Zweigvereins der evangeliſchen Guſtav-Adolf⸗ ſtiftung in den Dekanaten Laubach und Hungen wird in Gemäßheit des§. 10 der Statuten Mittwoch den 1. Mai d. J., Vormittags um 9 Ühr, in dem Rathhausſſaale zu Lich abgehalten und werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins hierzu ergebenſt eingeladen. Die Herren Bürgermeiſter obiger Bezirke wer⸗ den erſucht, dieſes den Herrn Geiſtlichen ihrer Gemeinden zur Einſicht zuzuſenden. Traishorloff am 20. April 1850. Für den Vorſtand: R. Möbius, Seecretär. Einladung. (665) Den 28. und 29. April und den 5. Mai d. J., als an den Tagen des hieſigen Kirch⸗ weihfeſtes iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Schwalheim den 24. April 1850. Georg Fritzel, Gaſtwirth im Heſſiſchen Hof. Kirchweihfeſt zu Roͤdgen. (6660 Sonntag und Montag den 28. und 29. d. Mts., findet bei Gelegenheit des Kirch⸗ weihfeſtes bei mir Tanzmuſik ſiatt, wozu ich höflichſt einlade 8 Rödgen. Krauch. Frankfurter Gold-Cours vom 25. April. fl.] kr. Neue Louisd'or 18 Friedrichsd'or 9 53 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 27 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 94 39 Engliſche Souverains 121 3 Fruchtpreiſe. 24. Apr. 19. Apr. 28. Feb. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg i fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 6 6 42 620 rn 4 7144 410 Gerſte„ 75—— 1 3150 330 Safe 2145 3251 230 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 27. April. bis 3. Mai. 2 ö Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 75 N kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2.— 2/ 7. 31333 44„.. 712 72 Lth. Lth. — Milchbrod 106 116 — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗)/ Brod 146/18 Fleiſch-Preiſe. 1 5 pf. 8 1 Ochſenſteiſo 1 K. „ Kühfleiſch, gemäſtetes S. S „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 217— „ Kalbfleiſch 5 21 5— „„„ gemäſtetes 60— „ Schweinenfleiſch 9 „ Hammellleiſch 8— 1 8— „ Schaaflleiſch 6——— „Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 20— 18— „ Schinken 144— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 18— unausgelaſſen 18— 16— „ Nierenfett 20— 118— „ Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter ade Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. e