jeigen g. A. Februar. verrichtet: Bell. rtſch. D 2 0 N Stadtlirche: N. g r Lurgkirche: cet r Surgkirche: Alt. ee eee 2 2 12 — 2 7 2 — — * . * Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. . 17. Mittwoch den 27. Februar 1850. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirk Friedberg an ſämmtliche Großh. Heſſ. Bürgermeiſter und resp. Bei⸗ geordneten und Polizeicommiſſäre des Regierungsbezirks. Betreffend: Die Unreinlichkeit in den Ortsſtraßen. Durch eine Anzeige obigen Betreffs ſehen wir uns veranlaßt, die Polizeiverfügung des vorh. Gr. Kreisraths dahier in Nr. 12 des Amtsblattes von 1843 und diejenige des vorh. Gr. Kreisraths zu Hungen in Nr. 21 des In⸗ telligenzblattes von 1846, hiermit zur genauen Beobach⸗ tung bei Ihnen in Erinnerung zu bringen. Friedberg den 20. Februar 1850. Ouvrier. ir an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Muſterung im Jahre 1850. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Hauptbezirksliſten der diesjährigen Conſcriptions— pflichtigen und zwar: 1) für den Diſtricet Friedberg: auf dem Bureau Gr. Regierungscommiſſion, und 2) für den Diſtriet Hungen: auf dem Bureau Gr. Bürgermeiſters zu Hungen; von Mittwoch den 27. d. M. an, 14 Tage lang zu Jeder⸗ manns Einſicht offen liegen. Friedberg den 24. Februar 1850. Ouvrier. Bekanntmachung. Die Gelegenheit zum Bezuge von ewigem Klee und Oberndörfer Runkelrübenſaamen betreff. Der landwirthſchaftliche Verein von Oberheſſen wird auch im Jahr 1850 die Anſchaffung obengenannter Säme— reien unterſtützen, und zwar unter folgenden Beſtimmungen: 10 der Samen des ewigen Klees ſoll mit einem Beitrag aus der Vereinskaſſe nur für ſolche Orte angeſchafft werden, wo derſelbe noch wenig Eingang gefunden hat, ſich aber wohl mit Vortheil anbauen laßt. 2) Die Unterſtuͤtzung beſteht in einer Ermäßigung von einem Dritttheile des laufenden Preiſes, und wird dieſer letztere betragen: für den Samen von Lucern nicht über 25 fl. per Centner, für den der Obern⸗ dörfer Runkelrübe nicht über 24 kr. per Pfund. Diejenigen, welche von dieſem Anerbieten fuͤr das nächſte Frühjahr Gebrauch machen wollen, haben ihre Be— ſtellungen ſpäteſtens bis zum 20. März hierher oder den betr. Herrn Bürgermeiſter einzureichen. Letztere ſind ge— beten, Vorſtehendes in ihren Gemeinden öffentlich bekannt zu machen, jene Anmeldungen zu ſammeln und ſie dem Büreau des Vereins nach Verlauf jenes Termins alsbald zukommen zu laſſen. Laubach den 8. Februar 1850. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Aus dem Tagebuche eines Uechtsanwalts. Von Samuel Warren. Der Mord von Craig Farm. (Fortſetzung.) Auf dieſe Bemerkung gaben weder Armſtrong noch ſein Weib auch nur eine Sylbe zur Antwort, ſondern blickten noch immer voll Entſetzen und zitternd auf den Leichnam, die Bündel, die zerſprengten Schlöſſer und das offene Fenſter. Auf einmal fragte Jemand: ob man Mrs. Strugnell nicht geſehen? dieſe Frage erweckte Armſtrong aus ſeinem Stumpfſinn, und er verſetzte:„Sie iſt noch nicht nach Hauſe gekommen— ihre Thüre iſt verſchloſſen!, „Woher könnt Ihr denn das wiſſen?“ fragte der Conſtable, ſich haſtig umdrehend, und blickte dem Farmer ſcharf in's Geſicht.„Sprecht, woher wißt Ihr denn das?“ „Weil— jenun, weil..., weil ſie immer ihre Thüre abſchließt, wenn ſie ausgeht!“ ſtotterte Armſtrong. „Und welches iſt ihr Zimmer?“ fragte der Conſtable. „Das zunächſt nebenan!“ war die Antwort. Sie gingen hinaus und fanden die Nebenthür ver— ſchloſſen. Johnſohn pochte und rief:„Sind Sie drinnen, Mrs. Strugnell?“— Keine Antwort. „Sie kommt Sonntags nie vor halb eilf Uhr nach Hauſe!“ ſagte Arliſſtrong ruhiger. „Der Schlüſſel ſteckt von innen!“ rief ein junger Mann, der durch's Schlüſſelloch hineingeleuchtet und hinein⸗ geſehen hatte. Bei dieſen Worten bebte Armſtrong zuſam⸗ men als ob ihn ein Schuß getroffen hätte, und ſein Weib umfaßte abermals mit derſelben nervöſen aberwitzigen Um— krallung ſeinen Arm,— wie hernach von mehreren Zeugen angegeben und beſchworen wurde. „Mrs. Strugnell, ſind Sie zu Hauſe?“ rief der Conſtable noch einmal. Ein tiefer Seufzer antwortete ihm von innen. Im Nu war die ſchwache Thüre einge— ſtoßen und Mrs. Strugnell, anſcheinend mehr todt als lebendig, unter ihrem Bette hervorgezogen, wo ſie in ſprachloſer Beſtürzung ſich verſteckt gehalten hatte. Als man ſie in einen Stuhl geſetzt, gelang es bald— und zwar ſchneller, als man unter ſolchen Umſtänden hätte erwarten ſollen,— ſie wieder zum Bewußtſein zu brin— gen. Mit nervöſer Aufregung ſah ſie ſich im Kreiſe der erwartungsvoll auf ſie gerichteten Geſichter um, und ihr Blick fiel nicht ſobald auf Armſtrong und ſein Weib, als ſie mit einem jähen Schreckensſchrei ausrief:„Dieſe, dieſe hier ſind die Mörder!“ worauf ſie dann in Ohnmacht fiel, oder ſich wenigſtens das Anſehen dazu gab. Die Angeſchuldigten wurden trotz ihrer feierlichen und wiederholten Unſchuldsbetheuerungen ſogleich verhaftet und in einen ſicheren Gewahrſam abgeführt, Mrs. Strugnell aber in ein Nachbarhaus gebracht, wo man ihr die nöthige Pflege widmete, ohne ſie darum unbewacht zu laſſen, und die beſtürzten, aufgeregten und verblüfften Dörfler kehrten nach Hauſe zurück, um den unterbrochenen Schlaf wieder aufzuſuchen, welchen wohl nicht Alle wiederfanden. Die Angabe der Mrs. Strugnell vor der Todtenſchau an dem Leichname war im Weſentlichen etwa folgende: Sie war am Nachmittage wie gewöhnlich in die nahe Stadt gegangen, hatte ihre Tante beſucht, bei dieſer Thee getrunken, und dann dem Gottesdienſt in dem Betſaale der Independenten“) angewohnt. Nach dem Gottesdienſte hatte ſie Miß Wilſon beſuchen wollen, aber erfahren, daß die junge Dame in Folge einer heftigen Erkältung ſich bereits zu Bette begeben. Sie hatte ſich dann unmittel⸗ bar auf den Heimweg gemacht, und war ſo mehr als eine Stunde vor ihrer gewohnten Zeit nach Hauſe gekommen, hatte die Thür des Wohnhauſes von Craig Farm mit ihrem Schlüſſel geöffnet und ſich direkt nach ihrem Stüb— chen begeben. Es war in Mr. Wilſons Zimmer kein Licht, aber ſie hörte ihn darin herumhanthieren. Als ſie Sonntagshut und Umſchlagetuch abgelegt und ſich eben anſchickte, in's untere Geſchoß hinunterzugehen, hörte ſie ein Geräuſch, als ob einige Perſonen durch die Hinter— thür in's Haus träten und leiſe über den Kücheneſtrich daher kämen. Beſtürzt darüber und in Angſt, wer es wohl ſein möge, da Mr. Armſtrong und ſeine Frau erſt in einigen Tagen zurückerwartet wurden, zog ſie leiſe ihre Thüre zu und ſchloß ſich ein. Wenige Minuten ſpäter hörte ſie verſtohlene Tritte auf der knarrenden Treppe, eine Hand probirte leiſe an der Klinke ihrer Thuͤre, ob dieſe verſchloſſen ſei, und eine Stimme fragte raſch und heimlich:„Seid Ihr zu Hauſe, Mary?, Natürlich gab ſie keine Antwort; aber ſie verſicherte ganz überzeugt zu ſein, daß es Mrs. Armſtrong's Stimme geweſen. Darauf habe Mrs. Armſtrong— ſie wolle beſchwören, daß dieſe es geweſen—geflüſtert, als ſpräche ſie mit ihrem Manne: „Sie iſt nie um dieſe Stunde ſchon daheim!“— Eine Weile darauf habe Jemand an Mr. Wilſon's Thüre ge— ) Einer religiöſen Sekte, welche den Satz behauptet, daß ſie von keiner kirchlichen Verſammlung oder Gemeinſchaft abhänge. Aumerk, des Bearb. 66— pocht, ſeine Antwort aber habe ſie nicht verſtanden, ſon⸗ dern nur aus Armſtrong's Erwiederung geſchloſſen, daß Mr. Wilſon ſich bereits zu Bette begeben und nicht mehr ha⸗ ben ſtören laſſen wollen. Mr. Wilſon habe nämlich häu— ſig ſich in den Kleidern ſchlafen gelegt. Armſtrong habe geäußert:„Ich will Sie nicht ſtöͤͤren, Sir, ſondern nur dieſes Päckchen hier auf ihren Tiſch legen!“ An der Thür von Wilſon's Schlafzimmer ſei kein Schloß, Armſtrong ſei alſo ungehindert hineingegangen, und gleich darauf habe ſie einen dumpfen Ton wie von einem ſchweren Streiche und darauf einen tiefen Seufzer gehört, worauf es wie— der ganz ſtill geworden ſei. Von Schreck und Grauſen ſeie ſie wie gelaͤhmt geweſen. Nach Verfluß von etlichen Sekunden habe eine unſichere, bebende Stimme— ver— muthlich die der Mrs. Armſtrong— gefragt: ob Alles vorüber ſei? Der Farmer habe dieß bejaht— und zugleich wiſſen wollen, wo Mr. Wilſon die Schlüſſel zu ſeinem Schreibpulte verwahre?—„In der kleinen Schublade des Nachttiſches,“ war die Antwort geweſen. Darauf ſei Mr. Armſtrong aus dem Schlafzimmer gekommen und Beide in Wilſon's Wohnzimmer getreten, daraus aber bald zurückgekehrt, und leiſe nach ihrem eigenen, im ſelben Geſchoſſe gelegenen Schlafzimmer geſchlichen. Von hier ſeien Beide in die Küche hinuntergegangen. Eines von ihnen— wahrſcheinlich die Frau— ſeie zur Hinterthüre hinausgegangen, und darauf ſeien von Neuem wieder ſchwere Fußtritte die Treppe heraufgekommen. Vor Furcht und Entſetzen halb todt, ſeie nun ſie, Mrs. Strugnell, unter ihr Bette gekrochen, und könne ſich auf nichts Wei⸗ teres mehr beſinnen bis zu dem Augenblicke, wo ſie ſich von den Dörflern umgeben geſehen habe. Dieſe Ausſage ward noch dadurch beſtätigt, daß man ein großes Taſchenmeſſer, welches Armſtrong gehörte und womit offenbar der Mord verübt worden war, in einer Ecke von Mr. Wilſon's Schlafzimmer aufgefunden hatte. Außerdem fand ſich noch in einer Kiſte in der Schlafkam⸗ mer des Ehepaares eine hypothekariſche Schuldurkunde, welche der Farmer Armſtrong über eintauſend Pfund Ster— ling unter theilweiſer Verpfändung von Craig Farm dem Mr. Wilſon ausgeſtellt, und welche nach der eidlich erhär— teten Verſicherung der Mrs. Strugnell von Mr. Wilſon gewöhnlich in ſeinem Schreibpulte im Vorderzimmer auf⸗ bewahrt worden war. Nächſtdem fand man, im Bette und unter allerhand Geräthe verſteckt, in Armſtrong's Schlafkammer noch einhundertundfünfzig Pfund Sterling in Gold, Silber und Grafſchaftsbanknoten, obwohl man wußte, daß Armſtrong kaum vierzehn Tage vorher einen ihm angebotenen ſehr vortheilhaften Viehhandel abgelehnt hatte, trotzdem daß er Kühe brauchte, weil es ihm nach ſeiner Ausſage an baarem Gelde hiezu gefehlt. Zu allem Unſtern endlich fand man in Armſtrong's Taſche noch ei⸗ nen Schlüſſel zu der Hinterthüre, welcher nicht allein Mrs. Strugnells Ausſage beſtätigte, ſondern namentlich auch klar darthat, daß das Pochen um Einlaß an der Vorder— thüre, wodurch das ganze Dörfchen wachgerufen worden war, ein bloßer Vorwand geweſen. Darob kam denn die ganze Nachbarſchaft zu der Ueberzeugung, daß Armſtrong und ſein Weib die Mörder Mr. Wilſons geweſen, und daß die Bündel, die geſprengten Schlöſſer, das aus dem Fenſter hängende Laken, der im Zimmer gefundene neue ſchwarze Hut ebenſo wie das Pochen nur ſchlaue und tückiſche Liſten geweſen, um die Unterſuchung zu erſchwe⸗ ren und irre zu führen. (Jortſetzung folgt.) dünd ſugleich el zu ſeinem en Schublade Darauf ſei kommen und daraus aber n, im ſelben Von hier Eines von t Hinterthüre tuem wieder . Vor Furcht 8. Strugnell, nichts Wei⸗ „ wo ſie ſich ligt, daß man gehoͤrte und ar, in einer unden hatte. t Schlaſtam⸗ ſchuldurkunde, Pfund Ster g Farm den eidlich erhär⸗ Mr. Wilſon dimmer auf⸗ n, im Belte Amſrong's ud Sterling obwohl man vorher einen del abgelehnt es ihm nach ll. Zu allen ache noch ei⸗ bt allein Mrs. nentlich auch der Vorder⸗ rufen worden tam denn dit 12 Armſtrong gewtſen, und 08 aus dem ſundene neut ſchlaue und * erſchwe⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 5 Nee Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (209) Dienſtag den 5. März d. J. Vor⸗ mittags 9 Uhr ſollen in dem Bahnhofe dahier die zur Herſtellung eines Wegübergangs an der Mittelhohle in der Gemarkung Fauerbach 11. erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich in Accord ge— geben werden als: 1) Pflaſtererarbeit veranſchl. zu 57 fl. 36 kr. 2) Zimmerarbeit 1 1 49„12% 3) Schloſſerarbeit„„ 4) Weißbinderarbeit„ 15„ 51 5) Die Lieferung von 2,0 Kbkklftr. Kies veranſchlagt zu 50»— Friedberg am 20. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg. Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (210 Montag den 4. März d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthauſe zum Promenadehaus dahier die Lieferung von 1200 Bütten Waſſerkalk zur Erbauung mehrerer Viaducte und Brücken unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Gießen den 19. Februar 1850. Der Gr. Heſſ. Sections Ingenieur Eicke meyer. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (213) Von den 18491. Fruchtvorräthen des bieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: Dienſtag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſ. Hofe: ungefähr 1 Malter Waizen, 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte; Mittwoch den 6. März, ebenfalls Vormittags 10 Uhr, zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum: 1 55 dem Speicher zu Friedberg: 65 Malter orn, 2) zu Stammheim lagernd: 25 Malter Hafer. Friedberg am 15. Februar 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Verkauf von Eichenlohrinden in den Domanialwaldungen des Reviers Ober- rosbach, Forſts Friedberg, für 1850 auf dem Soumiſſionswege. (240 Der Materialertrag der erwähnten auf dem Soumiſſionswege zu verwerthenden Eichen lohrinden iſt abgeſchätzt: a) in dem Diſtrict Frauenwald 20. jährig zu 270 p) in dem Diſtrict Burgwald 27. und 14jährig zu c) in dem Diſtrict Weſterfeld'ſcher Wald 29jährig zu d) in dem Diſtrict Mainzerhecken 23⸗ jährig zu 2⁰ zuſammen zu 1694 Die Verkaufsbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten und dem des Gr. Revierförſters Bingmann zu Oberrosbach zur Einſicht offen. Die Gebote müſſen längſtens bis zum 4. April d. J. mit der Aufſchrift„Eichenlohrinden des Reviers Oberrosbach betreffend“ verſiegelt und mit deutlicher Namensunterſchrift verſehen, bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. Centner * Die Eröffnung der Eingaben geſchieht den 4. April d. J., Morgens 10 Uhr, auſ dem Bü⸗ reau des Unterzeichneten, welcher Diejenigen, welche Gebote eingereicht haben, beiwohnen können. Die Gr. Forſtſchützen zu Winterſtein, Ober⸗ rosbach und Niedermörlen find angewieſen, den Kaufliebbabern die Schläge, in welchen die Eichen- lohrinden pro 1850 geerndtet werden, vorzu⸗ zeigen. Rodheim den 21. Februar 1850. Der Gr. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſts Friedberg Rübſamen. Holz- Verſteigerung. (245) Freitag den 1. März dieſes Jahres, Vormittags ½io Uhr, ſollen im Rodheimer Gemeindewald, Diſtriet Döngesroth: 54 Stecken eichen Scheitholz, 1317 1„ Prügelholz, 66%„ f 800 h 4485 Stück„ Wellen, 254 Stämme„ Bau- und Werkholz, 2586 Cubikfuß enthaltend, 165 eichen Stangen Werkholz, 408 Cubik⸗ 5 8 fuß enthaltend, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zahlungsfriſt bis zum 1. September d. J. geſtattet wird. Die Zuſammenkunft iſt am Steinbruch im Vorderwald. Rodheim den 23. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jeton Gießen. Verſteigerung von Arbeiten. (246) Zur Errichtung des zoologiſchen Samm- lungsſaals in dem neuen Anatomiegebäude da⸗ bier ſoll die Anfertigung von Glasſchränken ꝛc., ſowie auch die Bediehlung des Dachbodens und die Anfertigung eines Bretterbodens auf dem platten Dache ꝛc. ꝛc., in mehreren Parthieen Donnerſtag den 28. Februar d. J., Morgens 9 Uhr, in gedachtem Gebäude, öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert werden, insbe⸗ ſondere: Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 2121 fl. 29 kr. Schloſſerarbeit, 7 1 Glaſerarbeit„ 5 273„ 14 Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedin⸗ gungen ſind von heute an in dem neuen Ana⸗ tomiegebäude zur Einſicht aufgelegt. Gießen den 20. Februar 1850. In Auftrag: A. Naumann, Bauaufſeher J. Cl. rr Privat⸗ Bekanntmachungen. Eine vollſtändige Wohnung. (199) Mein Hinterhaus in der Engelsgaſſe bin ich geſonnen zu vermiethen und kann bis den 1. Mai d. J. bezogen werden. Friedberg im Februar 1850, Philipp Werner, Apotheker. Ein Pferd, (281) drei Jahre alt,(Fuchs) hat zu ver⸗ kaufen Heinrich Weith, in Altenſtadt. Bekanntmachung. (247) Die am 19. Februar 1850 abgehaltene Holzverſteigerung im Freiherrn von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſelheck iſt genehmigt worden und kann das Gehölz nach den ſchon bekannten Bedingungen abgefahren werden. Friedberg am 23. Februar 1850. In Auftrag: F a a b. Verſteigerung. (248) Montag den 4. März d. J. und die folgenden Tage ſollen im Riedeſel'ſchen Hofe zu Oberohmen nachſtehende Gegenſtände an den Meiſtbietenden verſteigert werden: 10 4 Wagen, wovon zwei mit eiſernen und zwei mit hölzernen Achſen, 2) J leichter Korbwagen mit ledernem Sitz, 3) 1 Schneeſchlitten, 4) 3 Wendepflüge und 2 Bettpflüge, 5) 2 Eggen mit eiſernen Zinken und 1 ohne Zinken, 6) Ketten allerlei! Sorten, Hemmſchuhe, 1 Hemmſchraube, 1 Winde, 1 Heblade, 7) 1 erzene Kartoffelmühle, 8) 1 Schrotmühle, 9) Heugabeln, Miſtgabeln, Miſthaken, Karſt, Spaten, Schippen ꝛc. ꝛc., 10) Aepfelmühle, Aepfelſtein mit Trog und 1 Kelter, 11) Werkholz verſchiedener Sorte, 12) eine Quantität tannene Diehle, 13) 35-40 Stecken buchen Scheitholz, 14) ein Kleiderſchrank, 15) eine Kommode, 16) Tiſche, Bänke und Stühle, 17) 10 Ohm halb Korn⸗„halb Kartoffelbranntwein, 18) 4 Ohm Fruchtbranntwein, 19) 4 hundert Centner Heu⸗ und Grummet, 20) 30 Fuder Kornſtroh, 210) 30-35 Malter Korn, 22) 30 Malter Waizen, 23) 30 Malter Gerſte, 24) 40 Malter Hafer, 25) 10 Malter Erbſen, 26) 5 Malter Linſen, 27) 3 gute neue Oefen, 28) eine Quantität Eiſen und Erz, 29) 2 Schnellwagen mit Gewichtſtein, 30) Bierbrauerei mit Geräthe, Bütten und ſon⸗ ſtige Hausgeräthe ꝛc. Die Zuſammenkunft und der Anfang iſt jedes⸗ mal Morgens 8 Uhr im Hof zu Oberohmen. Oberohmen den 22. Februar 1850. Pachter Horſts Erben. Anzeige. (249) Meinen Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich wieder mit friſchem und echtem Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Wald⸗ ſaamen beſtens verſehen bin, und ſolche ganz billig verkaufe. Das mir ſchon ſeit vielen Jahren geſchenkte Vertrauen werde ich auch künftig durch Pünkt⸗ lichkeit und reelle Bedienung zu würdigen wiſſen. Preisverzeichniſſe werden gratis abgegeben. Friedberg im Februar 1850. M. Jung. Anzeige. D (250) Von Großherzoglichem Miniſterium der Juſtiz iſt mir die Erlaubniß zum Schriften⸗ verfaſſen geworden, was ich andurch mit dem Bemerken anzeige, daß ich nunmehr jeden Sonn- tag, Dienſtag und Donnerſtag beſtimmt iu mei⸗ ner Wohnung anzutreffen bin. Friedberg den 24. Februar 1850. Baruch Hecht. Ein Logis (2810 für eine einzelne Perſon oder kleine Familie iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden bei Jo h. Hanſtein III. neben der Poſt. Zum Vermiethen. (282) Ein Viertel Gartenland auf dem Krä⸗ mer, an Georg Schmidt gelegen, hat zu ver⸗ pachten Anton Eich's Wittwe. E Nacht Nei- Tork fl. 53.— Nein- Orleans fl. 58. Regelmäſßziger Dienſt (160) beginnt mit dem erſten März und finden jede Woche abwechſelnd über Havre, Rotterdam, Antwerpen, London und Bremen Expe⸗ ditionen ſtatt. Briefe frei. Frankfurt a. M. im Februar 1850. Joh. Aug. Simeons, Schuͤtzenſtraße Nr. 11. Allgemeine Militaͤr⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt fuͤr das Großherzogthum Heſſen. (22) Für Diejenigen, welche im Jahr 1850 zur Muſterung kommen, bietet die unter der Lei⸗ tung der unterzeichneten in's Leben getretene Aſſecuranz⸗Anſtalt die Gelegenheit dar, für eine im Verhältniß zu den ſeither gezahlten Summen viel geringere, die Sicherheit zu erlangen, daß im Fall der Militärpflichtige ein Marſchloos zieht, für ihn von der Anſtalt ein Einſteher ge⸗ ſtellt wird. Bei beſagter Anſtalt haben bis jetzt ſchon über Hundert Perſonen ihren Beitritt zur 1850 r Geſellſchaft erklärt. Die Vortheile, welche dieſelbe den einzelnen Mitgliedern darbietet, be⸗ dürfen keiner beſonderen Erwähnung, ſie liegen in dem Weſen der Sache. Näheres iſt aus den Statuten zu entnehmen, welche bei unſeren Agenten für Ober⸗ heſſen den Herren Werner Ramſpeck in Alsfeld, Stadtrechner Niepoth in Biedenkopf, G. F. Nau in Friedberg, Kaufmann Franz Peppler in Gießen, Hospitalmeiſter Reuning in Nidda, eingeſehen werden können. f Hiernach laden wir die Intereſſenten zur Abgabe ihrer Beitrittserklärungen bei uns oder unſeren Herren Agenten, ein.— Das Bureau der Anſtalt iſt in der Wohnung des Dr. Juris Vogel, Grafenſtratze Lit. E, Nr. 158 mittlerem Stock. Darmſtadt den 14. Februar 1850. Friedr. Vogel, Dr. juris. Karl Schwarz, Kaufmann. Auf Obiges mich beziehend, lade ich die im Jahr 1830 Gebornen, resp. ihre Väter ein, die Statuten der Anſtalt bei mir einzuſeben. Friedberg den 19. Februar 1850. G. Fr. Nau, Agent. Militaͤr⸗Skellverkrelungsberkruͤge (228) für ſolche, welche auf den 1. März oder 3. April l. J. zum Dienſt einbeordert ſind und ſich baldigſt ſchriftlich melden, werden noch durch den Unterzeichneten abgeſchloſſen, der zugleich jede auf das Stellvertretungsweſen bezügliche Auskunft mit Vergnügen ertheilt. Darmſtadt den 15. Februar 1850. Friedr. Vogel, Dr. juris. Büreau der allgem. Militär⸗Stellvertretungsanſtalt, Grafenſtraße Lit. E. Nr. 158. Klettenwurzel-Oel in Flacons mit Gebrauchs- Anweisung 30 kr. Nach vielfachen angestellten Versuchen, hat sich dieses neu erfundene Klettenwurzel-Oel (253) unter allen bisher angepriesenen Haarbeforderungs-Mitteln als das kräftigste und wirksamste bewährt, indem es nach nur kurzem Gebrauché eine Fülle junger Haare hervorbringt, die Haarwurzeln un- gemein stärkt, und somit nicht nur das Ausfallen der Haare verhindert, Sondern denselben neues Leben und den üppigsten Wachsthum ertheilt. Dasselbe empfiehlt Friedberg. P. F. Schimiliner. pfiehlt ſich bei Empfehlung. (284) Unterzeichnete Saamenhandlung em⸗ Gemeinden und Privafen in großen und kleinen Quantitäten von neueſter Erndte und von guter Qualität mit folgenden Gattungen Saamen, welche um die beigeſetzten Preiſe zu jeder beliebigen Zeit zu haben ſind, als: Kiefernſaamen per Pfd. Zoll⸗Gew. 5 kr. 1 Lerchen„ 1„ Fichten„ 5„„ 9„7 Weißtannen„„ 1 7„ Weimutbskiefern„„ fl 30„ Schwarzkiefern„ 54 Seekiefern„„„ 15 Ahorn„„ 5 5. Eſchen„„ 7 3 Hainbuchen**„ 3„ Rotherlen 5„ 7 9„* Weißerlen„„ 1 12„ Ulmen„6„* 5 10„ Acazien„„ 6„ Die beigeſetzten Preiſe verſtehen ſich frei Friedberg.— Bei allen Sorten Saamen wird für die übliche Keimkraft garantirt und bei Gemeinden, ſowie auch bei bekannten Privaten wird einige Monate creditirt. Unter denſelben Bedingungen find auch alle mögliche Gattungen Grasſaamen um annehm⸗ bare Preiſe zu haben. Griesheim bei Darmſtadt den 22. Februar 1850. Die Saamenhandlung C. Appel. Bekanntmachung. (255) Der Unterzeichnete erlaubt ſich einem hochzuverehrten Publikum hiermit anzuzeigen, daß er die bisher durch Herrn Rind betriebene Wein⸗ und Gaſtwirthſchaft zur Goldenen Sonne auf der Zeil übernommen hat. In⸗ dem er durch gute Weine und billige Speiſen ſich aufs beſte zu empfehlen verſpricht, bittet er um geneigten Zuſpruch. Frankfurt a. M. den 21. Februar 1850. per J. J. Rind. H. Willhelm, Geſchäſtsführer. Zu Verkaufen. (256) Eine ſehr gute Kuh mit dem Kalb hat zu verkaufen L. Langsdorff. Antwort. (257) Die Gemeinderathsſizungen dahier wur⸗ den ſeither um deßwillen nicht öffentlich abge⸗ halten, weil 10 theils noch kein Stoff zu Verhandlungen von öffentlichem Intereſſe vorhanden war, und die Vorarbeiten zu Hypotheken und Contracten ꝛc. ꝛc. nicht vor die Oeffent⸗ lichkeit gehören und weil 2) die demnächſt zur Verhandlung kommenden Gegenſtände, wie z. B. verſchiedene der Gemeinde als ſolcher beſtrittene Anſprüche, beſſere Unterſtützung der Armen ꝛc. ꝛc. noch nicht ſo weit vorbereitet find, um darüber debattiren und beſchließen zu können, was ohnehin unter den jetzigen Umſtänden— wo zufällig unſere hieſigen parlamenta⸗ riſchen Capacitäten nicht Mitglie— der des Ortsvorſtandes ſind— etwas ſchwierig ſein dürfte. Dies einſtweilen zur Beruhigung des An⸗ fragers in Nro. 15 dieſes Blattes. Nieder wöllſtadt den 22. Februar 1850. Der Bürgermeiſter Ko ſt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 121