N . Intelligenz-Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. ſuleln, Aetot⸗Stoffe, — M. bohlaſſor⸗ alletot⸗ Zephir hleſiſcher abgebe. Soczeitiwaarm⸗ ich Alen, die zut und billigt 5 nich dem ge⸗ nm Publitun⸗ 9 Gaf att“. dlilam macht e u ich das G8, tt läuflich im S etsgeſcheft u Nartirs, alſo Monats, 0 lane zugt den Juhrmorlt. mtl, daß ih d machen werde taten werlhen Sctränlen N Si. Sonnabend den 26. Oktober 1850. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 45 enthält: 1) Großherzogliches Edict, die Auflöſung der Ständekammern und die Anordnung neuer Wahlen betreffend.— 2) Bekanntmachung, die Perſonentaxe auf dem Poſtcburs zwiſchen Mainz reſp. Alzey und Kaiſerslautern betr.— 3) Summariſche Ueberſcht der Rechnung Großh. Landes-⸗Waiſenanſtalt zu Darmſtadt für 1849.— 4) Erledigt ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Meſſel, R.⸗B. Darmſtadt, mit jährlichen 550 fl.; die 1. kath. Schullehrerſtelle — Bingen, R.⸗B. Mainz, mit jährlichen 674 fl. nebſt 30 fl. Ent⸗ chädigung für Heizung des Schullocals; die kath. Schullehrerſtelle zu Sauerſchwabenheim, R⸗B. Mainz, mit jährlichen 252 fl., nebſt einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schullocals. Die Ahnung. Nach einer wahren Begebenheit. Von Fr. Gerſtäcker. (Fortſetzung.) Barrenkamp erbrach und durchflog es raſch und ſagte dann, während er aufſtand und ſich dem Hauſe zuwandte: „Ich werde in wenigen Minuten damit fertig ſein, und Ihr könnt es gleich wieder mit zurücknehmen, Münzer. Bleibt Ihr Beiden indeß bei meiner Frau und vertreibt ihr die Zeit ein Bischen; ſie wird gern einmal wieder auf die Plaudereien aus dem Dorfe horchen.“ Der Paſtor ging ſchnell in's Haus. „Was macht Ihr, Münzer?“ ſagte die Frau und ſtreckte dem alten Manne die weiße abgezehrte Hand ent— gegen.„Ihr ſchaut jetzt recht gut und wohl aus, die Frühlingsluft ſcheint Euch zu bekommen. Setzt Euch zu mir— bitte Schulmeiſter, nehmen Sie Platz— was macht Euer Gärtchen— Eure Kuh, Euer kleines Stück Feld?— wir haben uns recht lange nicht geſehen.“ „Ach, beſte Frau Paſtorin,“ erwiderte der Greis und faßte und ſtreichelte die ihm gebotene Rechte,„ſeit acht vollen Wochen, ſeit dem Abend nicht, wo der Sturm die alte Linde an der Kirchhofsmauer umriß, und Ham⸗ mers unten im Dorfe den Schornſtein mitten in die Stube warf, der beinahe das jüngſte Kind erſchlagen hätte. Das war in jeder Beziehung eine böſe Nacht und ich, meines— theils werde ſie im Leben nicht vergeſſen. Sie, Frau Paſtorin, ſind ja auch damals krank geworden und haben ſich gelegt. Ich weiß noch recht gut, am nächſten Mor.. aber lieber Gott, fehlt Ihnen etwas?....“ „Es iſt doch am Ende zu kalt hier draußen, Frau Paſtorin,“ unterbrach ihn hier raſch der Schulmeiſter, der ein dorthin führendes Geſpräch ſo bald als moglich abzu— ſchneiden wünſchte.„Sie möchten lieber hineingehen in's warme Zimmer— ſoll ich Sie vielleicht geleiten?...“ „Ich danke, ich danke Herr Wendler,“ ſagte die Frau und hielt ſich nur wenige Sekunden lang das Tuch gegen die Augen gepreßt; zum erſten Male wurde hier in ihrer Gegenwart, ſeit ſie ihres Vaters Tod erfahren, jener Abend erwähnt, und ſie mochte jetzt die Männer nicht merken laſſen, wie ſie der Gedanke daran erregte. „Es war nur ein leichter Uebergang,“ fuhr ſie dann mit einem halblächelnden Zug um den Mund fort,„ein leich⸗ ter Uebergang ſich oft einſtellender Schwäche— ich habe meine alten Kräfte noch nicht wieder— es wird gleich vorbei ſein. Doch— laßt Euch nicht irre machen, Münzer — Ihr nauntet jene Nacht eine böſe— iſt auch Euch— iſt Euch etwas darin geſchehen, daß Ihr ſie nie wieder vergeſſen könntet?“ „Laſſen Sie jene Nacht, beſte Frau Paſtorin,, bat ſie der Schulmeiſter,„die iſt lange voruͤber; weßhalb immer wieder auf ſie zurückkommen! Münzer kann Ihnen einen andere treffliche Neuigkeit berichten; der Gutsherr hat ihm das kleine Stückchen Feld, das er bis dahin bewirth— ſchaftete, verdoppelt, und hinlänglichen guten Samen zu Kartoffeln verſprochen.“ Die Frau hielt indeſſen ihr Auge feſt und forſchend auf den alten Mann geheftet; es war unverkennbar, daß irgend ein Gegenſtand alle ſeine Gedanken gefeſſelt hielt, denn er beachtete nicht einmal das, was ja bisher, wie die Paſtorin recht gut wußte, ſein höchſter Wunſch ge⸗ weſen. Etwas Anderes ging ihm im Kopfe herum und jene Nacht mußte damit in Verbindung ſtehen. Der leicht er— regbare Zuſtand der Kranken faßte denn auch, beſonders nach dieſem Punkte hin, den geringſten Faden mit zittern— der Schnelle auf.„Was iſt Euch geſchehen, Münzer,“ fluͤſterte ſie und griff, die Hand des Schulmeiſters zurüͤck— drängend, nach ſeinem Arme—„was iſt,— ſagt mir — was iſt mit jener Nacht?, „Geſchehen gerade nichts, Frau Paſtorin,“ erwiderte der Greis und ſchnitt verlegen mit dem Rand ſeiner Sohle in den gelben Kies ein,—„geſchehen gar nichts, aber — wenn Sie es denn wiſſen und— mich nicht auslachen wollen— ich hatte eine Erſcheinung.“ „Münzer!“ rief der Schulmeiſter vorwurfsvoll, und der alte Mann ſah erſt jetzt, als er die Augen vom Boden hob, zu ſeinem Schreck, welchen Eindruck die wenigen Worte auf die Frau gemacht hatten. „Ihr ſaht— Ihr ſaht meinen Vater!“ rief dieſe — 340— mit heiſerer, kaum vernehmlicher Stimme,—„ geſteht es nur— geſteht— Ihr ſaht an jenem Abende meinen Vater — Münzer!“ Die Kranke war in fürchterlicher Aufregung und der Küſter hätte Gott weiß was darum gegeben, kein Wort von der ganzen Geſchichte geſagt zu haben; doch zu ſpät. Auch der Paſtor, der gerade jetzt wieder aus dem Hauſe trat und beſtürzt erkannte, welcher Fehlgriff gemacht ſei, war nicht mehr im Stande, ſeiner Frau das einmal feſt und krampfhaft erfaßte Ziel zu entrücken. Hören wollte ſie, hoͤren von des Küſters eigenen Lippen, was er geſehen, die Gewißheit wollte ſie haben, daß ihr Vater ſelber ſie gerufen,„und dann, dann“— meinte ſie und ſtrich ſich die Haare aus der feuchten weißen Stirn, „werde ſie ruhiger,— werde ihr beſſer werden.“ Es blieb keine andere Wahl, als ihr zu willfahren und der Paſtor forderte zuletzt ſelbſt den alten Mann auf was er wiſſe, bei ſeiner Seele Heil aber kein falſches, übertriebenes Wort zu ſagen.„Ach, lieber Herr Paſtor,“ erwiderte der Greis,„wollte doch Gott ich hätte ganz ge— ſchwiegen, noch dazu, da ich nicht einmal etwas Beſtimm⸗ tes über die Geſtalt ſagen kann.“ „Die Geſtalt,“ widerholte, kaum bewußt, die Kranke, „wo war ſie— wie ſah ſie aus?“ Der Schulmeiſter ſtand beſtürzt und ängſtlich daneben, jetzt ſchien ſein letzter Einwurf gehoben— und welchen Eindruck mußte eine ſolche Beſtätigung auf die reizbare Kranke machen! „Genau weiß ich's nicht,“ flüſterte der alte Mann und ſah ſich ſelbſt hier im hellen Sonnenlichte ſcheu um, als ob ihm der Gedanke an das Geſchehene noch Schauder erwecke;„doch— es wird vielleicht beſſer ſein, Ihnen das Ganze nur in wenigen Worten mitzutheilen. Ich hatte mich nämlich an dem Abende ſchon früh, weit früher als gewöhnlich, in's Bett gelegt; das Wetter war ſtür⸗ miſch und mein altes Reißen plagte mich wieder einmal ganz abſonderlich; ſobald ich aber einzuſchlafen verſuchte, ſtörte mich ein häßlich ächzendes Geräuſch, das, wie ich gar bald fand, von dem offen gelaſſenen Fenſterladen der Sakriſtei herrührte. Nun hätte ich allerdings leicht hin⸗ übergehen und den Laden ſchließen können, noch dazu da ich fürchten mußte, der Wind bräche ihn vielleicht die Nacht aus den Angeln, und von der kleinen Hinterthür, die aus meinem Zimmerchen hinüberführt, ſind's ja wie Sie wiſſen, nur wenige Schritte— ich hatte aber die Schlüſſel in des Herrn Paſtors Studirſtube liegen laſſen...“ (Schiuß folgt.) Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Septbr. Friedberg. Getraute Keine. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Oeconomen Friedrich Lud— wig Netz eine Tochter, Charlotte, geb. den 15. Auguſt. 1. Dem hieſigen Bürger und Lohgerbermeiſter Ernſt Phi lipp Philippi ein Sohn, Johannes Martin Hermann, geb. den 11. Auguſt. 1 1.(Zu Rodheim.) Dem hieſigen Bürger und Schreiner⸗ meiſter Chriſtian Valentin ein Sohn, Johann Philipp Wilhelm, geb. den 14. Auguſt. a 8. Dem hieſigen Bürger und Bauaufſeher Peter Gatzert eine Tochter, Eliſabethe Friederike Karoline, geb. den 29. Auguſt. 12. Dem Bürger zu Babenhauſen, Reg.-Bez. Dieburg, und Taglöhner dahier, Peter Greim ein Sohn, Tobias, geb. den 21. Auguſt. 14. Dem Candidaten der Theologie und Vorſteher eines Erziehungs-Inſtituts dahier Johannes Karl Chriſtian Kaͤrſt, ein Sohn, Julius Heinrich Friedrich Karl, geb. den 19. Auguſt. 15. Dem hieſigen Burger und Lederhändler Johannes Bechſtein II. ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 28. Auguſt. 21. Dem hieſigen Bürger und Kappenmacher Jacob Ben⸗ der ein Sohn, Jacob, geb. den 5. Septbr. 22. Dem hieſigen Bürger und Gartenſchützen Johann Fer⸗ dinand Volp eine Tochter, Sophie Chriſtine, geb. den 14. Septbr. 30. Dem Lehrer an der hieſigen Muſterſchule Jacob Volk ein Sohn, Richard Johann Peter, geb. den 4. Septbr. Beerdigte: N 11. Der hieſige Bürger und Todtengräber Johann Nico⸗ laus Milius, 7 den 9. September, alt 57 Jahre, 3 Monate und 22 Tage. 16. Eliſabethe Sophie Karoline Dauernheim, des weiland hieſigen Gr. Zolleinnehmers Joh. Martin Dauernheim eheliche ledige Tochter, alt 18 Jahre und 11 Monate, T den 14. September. 17. Anna Margaretha Landau, des Buͤrgers zu Großgerau und dermaligen Offizianten an der Eiſenbahn dahier Johannes Landau eheliches Töchterchen, alt 9 Monate und 12 Tage, 1 den 15. September. 22. Johannette Schreiber, geborne Häfner, des weiland hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Georg Schreiber nachgelaſſene Wittwe, alt 50 Jahre, t den 20. Septbr. 23. Wilhelmine Gatzert, geborne Wenzel, des hieſigen Buͤr⸗ gers und Bauaufſehers Peter Gatzert Ehefrau, alt 30 Jahre, 1 Monat und 1 Tag, k den 22. September Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 23. Oktober 1850. — Aufgefahren] Verkauft ittel. Gattung. wurden wurden A (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Walen 12 5 7 7 Korn minn 8 5 5 58 Gerſte 28 28 4 54 ee 25 19 3— SA 3 3 5 55 Kartoffeln 110 81 2 2 Mohnſamen 5 5 5 12— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Nr Bekanntmachung. 371) Montag den 4. November d. ee folgenden Tage, jedesmal von Vor⸗ mittags 9 Uhr an, ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths und Oekonomen Chriſtian Carl zu Skar ben, nachfolgende, zu deſſen Concursmaſſe gehörige, größtentheils ſehr gut erhaltene Ge⸗ 8 genſtände, als: Commode, Schränke, Nacht⸗ tiſche, eine Brandkiſte, Bettladen, ein Ge⸗ wehrſchrank mit Glasthüre, mehrere Flinten, Piſtolen ꝛc. ꝛc., ferner Weißzeug, Bettzeug, Glaswerk, Steingut, Kupfer, Meſſing, Zinn, Eiſen, Blech, ein Kronleuchter, mehrere Wirth⸗ ſchaftsgeräthſchaften und ſonſtiger Hausrath, ſo⸗ wie endlich eine Chaiſe und eine vollſtändige noch neue Brandweinbrennerei, beſtehend aus einem Schwarz'ſchen Apparat— 120 Quart- füllung— drei Gährbütten, einem Vormaiſcher, einer Kartoffelmühle(Cplinder), Satzgefäßen, Maiſchpumpe ꝛc. ꝛc., unter den im Termin be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden. Die Brennerei und die Chaiſe werden Dienſtags Nachmittags zur Verſteigerung kommen. Großkarben am 11. Oktober 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Edicetalladung. (1622) Ruland Mörles Wtb. zu Beienheim entlieh— wann iſt nicht angegeben— bei bedeul Leuchte Kanzel ſleine, lücher, Fri eder eines Cbriſtian Karl, geb. Johannes ged. den acob Ben⸗ dann Fer⸗ „geb. den Jacob Volk 4. Septbr. ann Nito⸗ Jahre, 3 ts weiland auernheim 1 Nonate, Jroßgetau n daher 9 Monan weiland Schreibe 0. Septtr. ſigen Bir efrau, alt September 1 — telpreift Jud Seligs Wtb. zu Wölfersheim ein Kapital von 170 fl., das längſt abgetragen ſein ſoll. Da die Hypothek zur Löſchung nicht vorgelegt werden kann, werden Alle, welche Anſprüche aus ſolcher zu machen haben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 2 Monaten von heute an hier geltend zu machen, als ſonſt gedachte Schuld- urkunde für erloſchen erachtet und der Eintrag in den Hypothekenbüchern getilgt werden wird. Friedberg den 21. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung. (1649) Montag den 28. d. M., Mittags um 2 Uhr, ſollen an Ort und Stelle in hieſiger Stadtkirche verſchiedene Gegenſtände, als: eine bedeutende Partie altes Eiſen, 2 meffingene Leuchter, 2 zinnene Gefäße, altes Blei, 1 alte Kanzel mit Schalldeckel, eine Parthie alte Back⸗ ſteine, altes Gehölz und verſchiedene alte Altar tücher, an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 17. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1650) Montag den 28. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die J. C. Nagel'ſche II. Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall, auf der Ludwigsſtraße, neben Karl Graff, einer meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt. Friedberg den 16. Oktober 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Kleid ung ⸗Verſteigerung. (1651 Dienſtag den 29. d. M. werden in dem hieſigen Ratbhauſe, Morgens um 9 Uhr anfangend, eine große Parthie Kleidungsſtücke, beſtehend in blauen Spencern und Tuchhoſen, nebſt 70 bis 80 Stück graue Tuchmäntel, gegen baare Zahlung verſteigert. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 15. Oktober 1850. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bey de r. Brod⸗, Oel- und Schuh-Lieferung. (1672) Samſtag den 2. k. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird: a) die Brod⸗ und Oellieferung auf das J. Semeſter k. J., p) die Bundſchuh⸗ und Sohlen- und Fleck⸗ lieferung, auf das Jahr 1851, für die Garniſon dahier, in dem Bureau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Soumiſ—⸗ ſionsweg an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Dies den Intereſſenten mit dem Be⸗ merken zur Nachricht, daß die Lieferungsbe⸗ dingungen von heute an in oben gedachtem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 19. Oktober 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1673) Montag den 28. d. Mts., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Sec⸗ tionsbureau der Transport von 100 großen Erdwagen aus dem Gambacher Wald in die Lindner Mark, durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Buß bach am 18. October 1850. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur Eickemeyer. — 341— Hofraithe⸗Verſteigerung. (168) Dienſtag den 26 November, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die dem Bürger Chriſtian Vogt gehörende Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus und zwei Ställchen, an Johannes Steinhäußer, einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg den 23. Oktober 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ner. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1685) Montag den 28. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe eine Zahl Schaafpferche, welche den 31. Oktober ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 23. October 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteiger ung. (1686) Dienſtag den 26. November, Mor- gens 10 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe nach- ſtehendes, den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück meiſtbietend ver⸗ ſteigert, als: 164 Ruthen= 322,4 Klafter im Lachen⸗ feld, an der Steinritz. Friedberg den 24. October 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1687) Montag den 28. d. M., des Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Sec⸗ tionsbüreau die Fundation des Gleiſes von Ab⸗ theilung 38 in der Gemarkung Butzbach bis Abtheilung 71 in der Gemarkung Langgöns, veranſchlagt zu 4278 Gulden, ſowie das Legen deſſelben, veranſchlagt zu 1926 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Butzbach am 20. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1688) Freitag den 1. November, des Vor- mittags um 9 Uhr, ſollen Erdarbeiten zunächſt des hieſigen Bahnhofs, veranſchlagt zu 17,657 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung in Ac⸗ cord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Wieſeckbrücke. Gießen am 23. Oktober 1850. 5 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. 1500 veredelte Aepfelbäumchen, (1689) ſämmtlich zur Verpflanzung auf Baumſtücke tauglich, wollen die Erben des Hrch. Sang J. dahier, wegen Veräußerung einer Baum⸗ ſchule, Freitag den 1. November, Vormittags 10 Uhr, in verſchiedenen Parthien einer frei⸗ willigen öffentlichen Verſteigerung aus ſetzen, wo⸗ zu Steigluſtige einladet Fauer bach II. den 23. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. Anzeige. (1690) Im Kirchenkaſten zu Engelthal liegen fl. 205. gegen hypothekariſche Verfiche⸗ rung zum Ausleihen bereit. Stammheim den 22. Oktober 1850. Braunwarth, Kirchenrechner. Privat ⸗ Bekanntmachungen. iran fe n. (1679) Einen guten Kochheerd, ſowie auch mehrere Ohm Aepfelwein hat zu verkaufen Trapp III., Hofgerichts⸗Advokat. Anzeige. D (1658) Einem geehrten Publikum die An⸗ zeige, daß ich mich entſchloſſen wieder hier woh⸗ nen zu bleiben, mein Geſchäft fortan zu betrei— ben und um zahlreichen Zuſpruch bitte, indem ich alles aufbieten werde, prompt und billig zu bedienen. Friedberg im Oktober 1850. S. Garde, Regen⸗ und Sonnenſchirmfabrikant. Wohnungs⸗-Veraͤnderung. (16610 Seit Anfang dieſes Monats wohne ich in meinem Hauſe an der Ludwigsſtraße, vor dem ſog. Mainzerthore Nr. 176. Friedberg am 16. October 1850. G. Trapp II., Hofgerichts⸗Advocat. Anzeige. (1676) Von heute an übe ich in Vilbel und deſſen Bezirk die Geburtshilfe, ſowie das Impfen unentgeltlich aus. Vilbel den 18. Oktober 1850. Dr. Landau. Geſchaͤfts-Erdͤffnung. (1681) Einem hieſigen und auswärtigen Publicum, ſowie allen meinen Freunden und Bekannten mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich auf hieſigem Platze ein Spezereiwaaren⸗ Geſchäft eröffnet habe. Indem ich Allen, die mich als Abnehmer beehren, gute und billige Waare verſpreche, empfehle ich mich dem ge⸗ neigten Wohlwollen eines geehrten Publieums auf's Beßte. Friedberg im October 1850. a ab Fans Ludwigsſtraße Nr. 18, dem Sieckſchen Gaßßt⸗ hauſe gegenüber. Okarber Markt. (1682) Dem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das Gaſt⸗ haus zum„Carlshof“ dahier käuflich über⸗ nommen habe und das Wirthſchaftsgeſchäft mit dem Beginne des diesjährigen Marktes, alſo Mittwoch den 30. dieſes Monats, für meine Rechnung eröffne. Ich lade zugleich zu dieſem zweit Tage andauernden Jahrmarkts⸗ feſte hiermit höflichſt ein und bemerke, daß ich mir es zur beſonderen Aufgabe machen werde, alle mich mit ihrem Beſuche beehrenden werthen Gäſte mit guten Speiſen und Getränken auf das ſorgfältigſte zu bedienen. Die Harmonie⸗ und Tanzmuſik wird ausgeführt durch das be⸗ rühmte Muſik⸗Corps des in Frankfurt garniſo⸗ nirenden Königl. Baieriſchen Jäger-Regiments und hoffe ich durch dieſe wie auch noch andere angenehme Vorbereitungen das Vergnügen mei⸗ ner verehrten Gäſte zu erhöhen. Okarben den 20. Oktober 1850. G. Klee, Gaſtwirth. T oa n u i k. (1691) Unterzeichneter macht einem hieſigen und benachbarten Publicum hierdurch die er— gebene Anzeige, daß nächſten Marktag, den 30. d. Mts., gut beſetzte Tanzmufik bei ihm anzu⸗ treffen iſt. Friedberg den 23. Oktober 1850. G. Gerlach. — 342— u Neuer Lapperdan!! (1668) neue holländiſche Vollhäringe, Sardellen, Stockſiſche, Eitro⸗ nen, feinſte Stearin⸗, Tafel⸗ und Chaiſenlichter, Rum de Ja⸗ maica, Arac de Batavia, feinſte Orange und Ananas: Arac⸗ Punſcheſſenzen, Grogeſſenz, beſten Limburger⸗ und Emmenthaler Sehweizerkäs, Macaroni u. ſ. w. bei Friedberg. Milhelm Fertscli, Marktplatz Nr. 378. D. Strauss, Döngesgaſſe Ur. 8 neu in Frankfurt a. M. * (46670 empfiehlt zur bevorſtehenden Saiſon ſein wohlaſſor⸗ tirtes Lager in allen Sorten Tücher, Palletot⸗ Stoffe, Bukskin, Weſten, Herrenbinden& Zephir für Damenkleider zu aͤußerſt billigen Preiſen. Auch habe ich eine Parthie bielefelder und ſchleſiſcher Leinwand, die ich unter dem Fabrikpreis abgebe. Brüll⸗Bier. Lora Victoria Constantina Jean Maria Jöckel (1692) empfiehlt ein ausgezeichnetes Brüll⸗Bier oder ſogenannten Doppelwirbel und nimmt ſolchen nächſten Samſtag, den 26. d. M. in Zapf im Höôtel Mont-Blanc in der Burg Fried⸗ berg, dem Schloß gegenüber. An Wirthe wird daſſelbe in Faß zu dem möglichſt billigen Preiſe abgegeben. Kleider⸗ und Maͤntelſtoffe (1693) nach der neueſten Mode und zu den bekannten billigen Preiſen haben wir wieder friſch erhalten. J. Fürths Erben. Zum Verkaufen. (1694) Bei Lehrer Kapſer zu Obermoxſtadt ſteht ein 1½ jähriger, ſchön gebauter Zuchtbullen, Schwytzer⸗Rage, zum Verkauf, Oelfäſſer von 1— 5 Ohm, (1695) in e aatkuchen, billigſt bei Friedberg. M. L. Goldmann. Annonce. (1696) Einfarbige und bunte wollene Klei⸗ der⸗ und Mäntelſtoffe von 16 kr. an per Elle bei R. E. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Anzeige. (1697) Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Wittwe Erbes verlaſſen und in das ehemalige Heinrich Fritz'ſche Haus nächſt dem Rathhaus gezogen bin; zugleich bringe ich mein Meczgergeſchäft, ſowie das Hebammengeſchäft meiner Frau in empfehlende Erinnerung. Friedberg den 22. Oktober 1850. Dein ich Sch ü ſee r, Metzgermeiſter. Die gewöhnlichen Damengeſellſchaften (1698) im hieſigen Caſino nehmen nächſten Sonntag den 27. d. M. ihren Anfang. Frledberg den 23. Oktober 1850. Der Caſino-Vorſtand. Anzeige. (1699) Nachdem uns nunmebr zur Gewiß⸗ heit geworden, daß der ſeither mit Verkauf von Cigarren von uns beauftragte Maier Gotthelf von hier, ſich an verſchiedenen Orten fälſchlich als Vorſteher unſeres Cigarrengeſchäfts produ⸗ cirt, ſowie vereinnahmte Gelder nicht abgeliefert und uns lügenhafter Weiſe hintergangen hat, halten wir es für unſere Pflicht dies der Oeffent⸗ lichkeit zu übergeben, damit Andere durch dieſes Subject nicht getäuſcht werden. Zugleich erlauben wir uns unſere Cigarren der hieſigen Umgegend und unſeren zahlreichen Abnehmern unter Juffthrben guter und billiger Waare zu empfehlen. Kaichen im Oktober 1850. Conrad Weiß. Abraham Maier. Jacob Hartmann. re (1700) Auf den bevorſtehenden kalten Markt findet in meiner Wohnung Dienſtags und Mitt⸗ wochs, den 29. und 30. Oktober, table d'Hôte, ſowie den Dienſtag Abend Ball und den darauf folgenden Mittwoch gewöhnliche Tanzmuſik ſtatt. Für gute Getränke und Speiſen werde ich beſtens beſorgt ſein. Zu zahlreichem Beſuche ladet er⸗ gebenſt ein Ortenberg am 22. Oktober 1850. Heinrich Nieß, Gaſtwirth. Seidene Struppenhuͤte (17010 in den neueſten Stoffen und Farben, a 3— 4 und 5 fl.; Sammthüte, à 6 und 7 fl., empfehlen in großer Auswahl J. Fürths Erben. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 22. Sonntag n. Trinit. den 27. Oktbr. (Reformationsfeſt.) Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Jung. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags predigt in der Burgkirche: f Herr Candidat Kröll. Fruchtpreiſe. 23. Okt. 18. Okt. Gattung. Fried⸗ 5 Die⸗ berg Mainz burg 5 ff. kr. fl. kr. J fl. kr. Waizen pr. Malter] 74348——— Korn 5 581 6381—— Gerſte„ 454 415—— Hafer„„ 72 3— 41161—— Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Oktober bis 1. Novbr. 2 7 Fried⸗ Bußz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 85 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2 2 1 5 n. 95 Lth.“ eth. — Milchbrod 5 10% tis — Waſſerweck. 106 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 f 17 leiſch-Preiſe. e pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 111— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 1 812 „ Rindfleiſch, gemäſtetes Ie „ Kalbfleiſch 8— 1 81— „„„ gemäſtetes— 2 „ Schweinenfleiſch A 9— „Hammelfleiſch 7— 81— „ Schaaflleiſch 5——— „Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 144— 14— „Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 144— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. verf Ste kant hein der zun 10 Lau kant Klaſ 1850 lurif Büd am am richt mah Gieß nebe tät. ſtell dem ſtad Sch lehr 10 10 geliſ Ante dels ig