ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 1850. igen V. Juni. verrichtet: . adtklche: Stadtkirche: Surgkirche: Burgkirche: — 2 49. ie. ä. f N — Amtlicher Theil. J. Juni— dun] Du. Die Großherzoglich Heſſiſche 7 jerungscommiſſion des Regierungsbezirks ——+ Regierungscommiſſion des Regierungsbezir 5 5% n Friedberg 18— an die Gr. Bürgermeiſter des Bezirks und die Polizei— 20 kommiſſäre zu Arnsburg, Wickſtadt und Engelthal. e Betreffend: Die Einſendung der Viehſtandstabellen für 1850. ae Wir ſehen der Vorlage der Viehſtandstabellen binnen ud Butzbach 8 Tagen unfehlbar entgegen. Friedberg am 24. Juni 1850. Jum. i Ou prier * 0 Die beiden Vebenbuhler. 1 fl. k. N. Von J. A. Fröhlich. N Cortſetzung.) 2 114 Pierre mußte ſich ſagen: daß dieſe Scheelſucht auf 757052 ſeinen Freund eines edlen Gemuͤthes unwürdig ſei, daher 95 kämpfte er ſie männlich nieder, und behandelte Florian 42 40 noch herzlicher als ſonſt.„Ich will unſeres wackern 6, de Meiſters Rath folgen, ſagte er zu dieſem;„ich will mir U Mühe geben, meine gute Maſchinerie in ſchöne Formen 10 zu kleiden. Wir wollen Beide für Roſette eine Uhr an⸗ A fertigen zum Angebinde für ihren nächſten Geburtstag. 171 80— Vermuthlich wirſt Du mich wieder ausſtechen, denn Dir 71411 ſtanden ſchon bei der Geburt die Grazien an Deiner Wiege!“ 16„Bravo!“ rief Florian in die Hände klatſchend;„ich 1 merke, in Dir ſchlägt jetzt auch die Poeſie ihre hellen 9 2 Flammen auf; ſagt' ich Dir ja doch immer: Du würdeſt —— ein Poet ſein, wenn Du nur ausdrücken könnteſt, was in 47 Dir ſei!. 1 142„Dein Gemüth weiß ſich ſo zart, ſo leicht und fließend 11 05 4 auszudrücken!“ ſagte Pierre mit einem Seufzer. 8 27„Weil bei mir die Federn ſo nahe an der Oberfläche 5 1 liegen, welche bei Dir aus ſo großer Tiefe wirken!“ er— 4 widerte ſein Gefährte gutmüthig.. 2„Leider bricht mir aber ſo oft der Strick, bevor ich 10 2 noch meine ſchweren Schätze aus der Tiefe heraufziehen 16— kann!“ ſagte Pierre lächelnd. Ich kann leider Nichts da⸗ „ emelün für; wir werden in unſerem Innern ſtets eben ſo ver⸗ 4 1 ſchieden ſein, wie unſere Namen. Ich bin ein Felsſtück, Mittwoch den 26. Juni Du eine Blume. Ich könnte in ſchoͤne und harmoniſche Verhältniſſe gehauen und gemeißelt werden, Du aber wächſt in Schönheit!“ f 8 „So ſei denn ein Fels, aber ein mächtiger, koſtbarer, tief ſein Freund,„und laß die arme Blume zu Deinen Füßen wachſen!“ ö „Das klingt hübſch und beſcheiden,“ ſagte Pierre; „aber ich möchte im Grunde doch lieber eine Blume ſein!“ „Und weßhalb?“ fragte Florian, obwohl er aus dem verlegenen Weſen ſeines Gefährten die Antwort beinahe exrieth. J „Weil ich glaube, daß Roſetten die Blumen beſſer gefallen als die Steine!“ erwiderte Pierre ſo raſch, als ob ihn die Worte Mühe koſteten⸗ ö Am Neujahrstage wurden Roſetten die beiden Ge⸗ ſchenke in einer Schachtel durch den Großvater überreicht. Das erſte war ein goldener Apfel, der ſich öffnen ließ und auf der einen Seite eine kleine goldene Uhr enthielt, deren Zifferblatt ſehr zierlich mit Stahl und Gold einge— legt war, auf der einen Seite ſtellten die Zierrathen einen ſchönen Blumenkranz, auf der anderen ein Gewinde von Roſen und Vergißmeinnicht dar, letzteres in der ſchonſten Moſaikarbeit. Drehte man den Stiel des Apfels, ſo er— tönte eine Lieblingsarie Roſettens aus der anderen Hälfte des Apfels.„Gewiß iſt das Florian's Arbeit,“ dachte Roſette und betrachtete das andere Geſchenk mit weniger Aufmerkſamkeit. Es war ein elegantes goldenes Uehrchen, auf deſſen Rückſeite eine perſiſche Landſchaft, eine Gazelle und ein Paradiesvogel trefflich gravirt waren. Berührte man eine Feder, ſo öffnete ſich die Uhr, ein rundes Gold— blättchen ſchlug ſich zurück, und eine ſchöne Roſe kam zum Vorſchein, um welche ein Bienchen von Juwelen hörbar ſummte; am Rande des goldenen Kreiſes las man das Wort Roſette in ultramarinblauer Emaille. Berührte man eine andere Feder, ſo ſchob ſich die Roſe zurück, und die ſelbe Melodie, welche auch aus dem goldenen Apfel tönte erklang, aber ſo leiſe und fein als ſpielten ſie Feen mit ſpringenden Thautropfen. Dann trat eine kurze Pauſe ein, worauf eine lebhafte Tanzweiſe ertönte; das runde Goldblättchen ſchob ſich wieder weg, und eine zollgroße Operntänzerin erſchien, mit emaillirter Schärpe und einem kleinen Diamanten auf der Bruſt, und tanzte und hüpfte auf einem kaum ſichtbaren Golddrahte, vollkommen Takt haltend mit der Muſik und anmuthig die Schärpe ſchwin— gend.— Roſette ſchopfte tief Athem, und eine hohe Röthe drang ihr in die Wangen, als ſie des Großvaters liebe⸗ vollen Blicke Veron, der fragend an ihr hing. Sie dachte bei ſich: es ſei nun kein Zweifel mehr möglich, welches von Beiden Florian's Werk ſei, und ſagte:„Nicht wahr, liebſter Großvater, ſie ſind Beide ſehr ſchön und gelungen? Ach, ich bin wahrlich der vielen Mühe nicht werth, die das gekoſtet hat, um mir zu gefallen!“— Der Greis lächelte ihr zu und hätſchelte ihr reiches braunes Haar, welches wie Ambrafäden in der Sonne ſchien. „Welche gefällt Dir am beſten?“ fragte er. i „Welche gefällt Dir zumeiſt? entgegnete ſie ſeiner rage ausweichend. f. 1 Sie 14 5 verlegen mit den Ketten ihres Mieders und meinte: ſie fürchte nicht unparteiiſch genug zu ſein, um ihr Urtheil zu ſagen.„Und warum nicht?“ fragte ihr Großvater.„Weil ich leicht errathen kann,“ erwiderte ſie verlegen zu Boden blickend und ganz leiſe,„welche von Beiden Florian's Arbeit iſt!“ f eng „Hahaha!“ lachte der freundliche Greis, ſtrich ihr liebkoſend die Wangen und ſagte:„dann kränke ich wahr⸗ ſcheinlich, wenn ich mein Gutachten zu Gunſten der Oper⸗ tänzerin und des Bienchens gebe?“ Sie blickte erröthend auf und ihr ernſtes braunes Auge hatte beinahe einen komiſchen Ausdruck, als ſie ſagte:„Ich entſcheide mich ebenfalls dafür!“ Das Landhäuschen, worin Antoine Breguet wohnte, war in der ſchönſten Umgebung vor den Thoren von Genf gelegen. Von Weitem hörte man das Rauſchen der raſch ſtrömenden Rhone; von einer benachbarten Anhöhe über⸗ ſchaute man den ganzen Genferſee, in deſſen kryſtallenem Gewäſſer ſich der blaue Himmel widerſpiegelte. Berge in allen denkbaren Geſtalten umſchloſſen das Ganze, jetzt in ſchwere Maſſen düſterer Wolken gehüllt, dann in blauer Dämmerung oder roſigem Widerſchein leuchtend, wie von farbigen duftigen Schleiern verhüllt. Das fluſſige Silber kleiner Waſſerfälle ſchimmerte aus dunklen Felſen. Wein⸗ trauben überwölbten in reichen Gewinden den Saum der Straße, und aus dem dunkeln Laub des Berberitzenſtrauchs blinkten die ſcharlachenen Beerendolden. In dieſer Umge⸗ bung mußte ein poetiſcher Inſtinkt in den jungen Männern erwachen, um ſo mehr als ſie mit einem erfahrungsreichen argloſen Greiſe und mit einem unſchuldigen ſchönen Mäd⸗ chen, das ſich eben zur Jungfrau entfaltete, unter Einem Dache wohnten, und all Beide der begeiſternde Drang der Liebe durchglühte. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat April. Butzbach. Getraute: 14. Der Bürger und Schuhmachermeiſter Chr. Strudel mit Margarethe Rebekka, des Bürgers, Strumpfweber⸗ meiſters und Hoſpitalglöckners H. L. Rübſamen, zweite eheliche nachgelaſſene ledige Tochter. 14. Der Bürger und Strumpfwebermeiſter Joh. Conrad Klein III. mit Maria Eliſabethe, des Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Michael Klein erſte ledige eheliche Tochter. 21. Der Bürger und Schneider Chr. Karl Brüchner mit Louiſe, des verlebten Ackermannes und Controleurs Chriſt. Jung zu Cleeberg, Amts Uſingen, jüngſte nach gelaſſene eheliche Tochter. 21. Der Bürger und Kappenmacher W. Leierzapf III. mit Anna Chriſtine, des Bürgers und Schnhmacher⸗ meiſters Conrad Weber, älteſte eheliche ledige Tochter. 5 17. 1 Gebor ne: 5 e. 3. Dem Ortsbürger zu Günsheim im Kreis Worms, Claudius Weinert ein Sohn, katholiſcher Religion, welcher bald nach der Geburt ſtarb. 10. Dem hieſigen Stadtförſter R. Weber eine Tochter, Anna Margarethe. 10. Dem hieſigen Bürger und Zimmermeiſter Gottl. Oehl—⸗ ſchlägel ein Sohn, Wilhelm. 13. Dem Burger und Küfermeiſter Wenzel Grüninger dahier eine Tochter, Anna Dorothea Katharine. 15. Dem Bürger und Häfnermeiſter Heinrich Köppler dahier ein todtgebornes Kind. 4 17. Dem Ortsbürger zu Niederweiſel, Poſtillon, Jakob Lemp dahier eine Tochter, Juliane. 26. Dem Briefträger Joh. Enders, Ortsbürger zu Gambach, eine todtgeborne Tochter. Geſtorbene:- Joh. Andreas Geſcheidt, des weiland Burgers und Schreinermeiſters Johann Chriſt. Geſcheidt, lediger Sohn, alt 36 Jahre, 8 Monate und 27 Tage. Maria Marg. Weigand, des Glöckners Ludwig Weigand ledige Tochter, alt 32 Jahre, 9 Monate und 14 Tage. 18 — 24. Chriſt. Marg., des verſtorbenen Inſtrumentenmachers Jacob Marguth hinterlaſſene Wittwe, geborene Rumpf, alt 67 Jahre, 7 Monate und 27 Tage. 5 30. Anaſtaſia, des verſtorbenen Taglöhners Gernand Klein II. hinterlaſſene Wittwe, geborene Köppler, alt 65 Jahre, 1 Monat und 18 Tage. 30. Anna Eliſabethe, des hieſigen Bürgers und Wagner⸗ meiſters Johann Wilhelm Brunkhof Ehefrau, geborene Dreſcher, alt 37 Jahre, 10 Monate und 17 Tage. Für Wölfersheim iſt ferner eingegangen: Bei Auguſt Faatz: Von J. H. M. 1 fl.; Unge⸗ nannt 3 fl. 30 kr.; Johs. Hanſtein 1. 24 kr. Bei J. Faatz: von Iſaak Kaufmann Sohn in Paris 2 fl.; N. N. 24 kr.; N. N. 12 kr.; von mehreren Einwohnern der Stadt Aſſen⸗ beim 36 fl. 54 kr.; von mehreren Einwohnern zu Fauerbach J. 7 fl. 42 kr.; Heinrich Nees 6 kr. Bei Chriſtoph Fiſcher: Von Johs. Fillmar 1 fl. Bei Johs. Horn: Von Advokat Trapp III. 1 fl 45 kr. Bei H. Weller: Von der Stadt Oberrosbach 15 fl. . Bei der Expedition des Int.⸗Bl.: Ungenannt 1 fl.; Landgerichts⸗ diener Schmitt 2 fl.; Reg.⸗Rath Rautenbuſch 2 fl.; W. R. 1 fl. 12 fr.; durch Hrn. Pfarrer Linß in Rodheim von den Confirmanten daſ. am Tage der Confirmation geſammelt 1 fl. 48 kr.; durch Hrn. Pfr. Görtz iu Florſtadt; Von Görtz 1 fl. 30 kr. Appel 18 kr.; S. Simon 12 kr.; S. Adler 6 kr.; C. Roth 3 kr.; J. Schäfer 6 kr.; H. C. Müller, Rſtr., 1 fl. 45 kr.; L. Kahn 6 kr.; E. Dauernheim 6 kr.; H. Clauß III. 24 kr.; C. Schaubach 18 kr.; C. Weigand 18 kr.; Fr. Koch 111. 12 kr.; H. A. Dauernheim 3 kr.; J. Stern 12 kr.; H. Dauernheims Wittwe 6 kr.; Kratz 30 kr. W. Luther 12 kr.; K. Wiltheiß 6 kr; C. Craß 6 kr.; J. Jöckel 6 kr.; C. Wenzel 9 kr.; Ph. Alles 12 kr.; Johs. Merz III. 12 kr.; H. Ch. Merz 12 kr.— N. Engel 25 kr.; H. 1 fl. 20 kr.; durch Herren Morell und Hertwig hier übergeben: Von Pfr. Gebhardt 1 fl. 45 kr.; Dr. Doſch 1 fl. 30 kr.; H. Schlemmer 12 kr.; J. Zieſing 6 kr.; Louis Stiebeling 15 kr.; Davidſohn 30 kr.; Michel 1 fl.; Ewald 12 kr.; Jacob Rullmann 6 kr.; Dittmar 12 kr.; Johs Nispel 12 kr.— K. 1 fl.; durch Herrn Brigadier Schmidt in Vilbel: Von ihm ſelbſt, Gendarm Eiffert, Haas, Alt, Müller, Eidmann, Krieb, jeder 30 kr.— 3 fl. 30 kr. Durch Herrn Pfarrer Strack in Oberrosbach: Von H W. 224 kr.; einer armen Wittwe 30 kr.; B. Bl. 24 kr.; H. G. 30 kr.; Pfr. St. 1 fl. 12 kr.; von mehreren Mitgliedern des dortigen Geſangvereins 42= 3 fl. 42 kr.— Durch Herrn Pfarrer Görtz in Florſtadt von Herrn Beigeordneten Faß in Oberflorſtadt geſammelt: Von C. Faß 6 kr; H. Faß J. 6 kr.; J. Schreitz II. 6 kr.; Schullehrer Roth 6 kr.; J., Senſel 6 kr.; P. Kliehm II. 6 kr.; W. Grünewald 18 kr.; H. Kliehm 6 kr.; K. Senſel 6 kr.; J. Schmidts II. Wittwe 6 kr.; W. Oßwaldt 6 kr.; C. Braun 6 kr.; J. Schaubach 3 kr; B. Schiel 3 kr.; H. Dauernheim II. 12 kr.; H. Chr. Dauernheims Wittwe 12 kr.— Durch Herrn Pfarrer H. von der kath. Gemeinde zu Holzhauſen 2 fl. 42 kr. +ͤ— Q...00Ü c c.. Grüninger nine. ppler dahier Aon* Jakob u Gamdach, uͤrgers und dr, lediger Tage. g Weigand ad 1 Tage. nttnmachers rene Rumpf, ind Klein Il. t 65 Jahre, ud Wagner⸗ au, geborene 17 Tage. N. 1 f.; Luge⸗ uri 7 f. N. t Statt Aſſen⸗ 1. 7 fl. A2 fr.; — 199— Im Ganzen 106 fl. und mit den bereits in Nr. 40 d. Bl. ver zeichneten Beträgen 255 fl. 43 kr. 8 a 5 An das Comité in Wölfersheim wurden ferner am 5. Juni abge- liefert 119 fl 30 kr., im Ganzen 237 fl. 30 kr. Friedberg den 19. Juni 1850. a Namens des Comités: Für die Brandbeſchädigten in Wölfersheim gingen ferner ein: Durch Herrn Bürgermeiſter Kopp zu Oſſenheim, namentlich von Herrn Bürgermeiſter Kopp 1 fl. 45 kr.; G. Walter 1 fl.; H. F. Keller 1 fl. 45 kr.; H. Stumpf 1 fl. 20 kr.; Müller Weiſenſee 1 fl.; Fr. W. Keller 1 fl. 12 kr.; G. Georg 30 kr.; H. Schmiedt 6 kr.; G. Mauls Wittwe 24 kr.; J. Krik 9 kr.; St. Höres 12 kr.; B. Schmidt 9 kr.; C. Stumpf 24 kr.; B. Schwalb 12 kr.; J. G. Höres 1 fl. 45 kr.: G. Gaßert 9 kr.; Pfr. Buchhold 48 kr.; P). Stumpf 1 fl. 45 kr.; H. Merkel 6 kr.; Fr. Weiſmann 9 kr.; H. Heil 9 kr.; Rent. Weis 1 fl. 45 kr. Zuſammen 16 fl. 44 kr. Von den Einwohnern zu Münzenberg baar 24 fl. 32 kr., Frucht 10% Malter und Stroh 226 Gebund; von den Einwohnern zu Melbach baar 6 fl. und 337 Gebund Strob; von Chriſtian Höres, Ziegeleibeſitzer zu Oſſenheim, 60 Gebund Stroh; von den Einwohnern zu Berſtadt 450 Gebund Stroh, 39 Gebund Heu und 2 fl. baar; von den Einwohnern zu Utphe 140 Gebund Stroh; von Apotheker Weber in Echzell 5 fl. 13 kr; von G. Motloff in Dorheim 1 fl. 12.; von den Einwohnern in Griedel 24 fl. 2 kr. Aufrichtigen Dank den Gebern. Wölfersheim den 30. Mai 1850. Das Comité: M. Münzner II. H. Berntheuſel. . Adam Hofmann. Ferner ſind eingegangen: Von der Redaction der Darmftädter Zeitung 25 fl.; von Herrn Oberlieutenant Moter 1 fl.; von dem Hülfs⸗ comité in Friedberg abermals 119 fl. 30. kr. Weller. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Edictalladung. (891 Die bekannten und unbekannten Gläu⸗ biger des Schneiders Konrad Bender von Bellers⸗ heim, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursprozeß erkannt hat, werden aufge⸗ fordert ihre Forderungen und ſonſtigen Anſprüche au denſelben im Termin den 1. Auguſt, Morgens 9 Uhr, bei Meidung des ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen. Hungen den 31. Mai 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Edictalladung. (946) Jobann Heinrich Backes und Ehefrau Margaretha in Niederrosbach entliehen am 26. November 1789 bei Pfarrer Selzam in Leidhecken 50 fl. und am 15. Auguſt 1794 bei Oberpfarrer Runkel dahier 400 fl. Beide Kapitalien ſollen längſt abgetragen, die Obligationen aber ver⸗ loren ſein. In Gemäßheit Antrags der ſchuld⸗ neriſchen Erben werden Alle, welche Anſprüche auf jene Hypotheken begründen wollten, zu deren Anzeige binnen 6 Wochen von heute an unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert, daß ſonſt jene Hypotheken für erloſchen erachtet und die Einträge in den Hppothekenbüchern wer⸗ den geſtrichen werden. Friedberg den 10. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht 5 Hofmann. 150 Gulden (979) liegen im Kirchenkaſten zu Holzhauſen zum Ausleihen bereit. Der Kirchenvorſtand. Edictalla dung. (10100 Nachdem über das Vermögen des Nathan Kaufmann von Wölfersbeim Concurs er- kannt worden, werden Alle, welche Anſprüche an denſelben haben, aufgefordert, dieſe Montag den 19. Auguſt l. J. Vormittags 9 Uhr, bei Meidung eines ſtillſchweigenden Ausſchluſſes hier anzugeben, auch wegen Vergleichs, Verkaufs der Maſſe, Beſtellung eines Güterpflegers und Gläu⸗ bigerausſchuſſes ſich zu erklären, indem nach Antrag der Mehrheit der Erſcheinenden verfügt wird. Hungen den 19. Juni 1850. 1 Großh. Heſſ, Landgericht Hofmann. Langsdorff. Edictalladung. Nach Obligation vom 30. Mai 900 4 Hobandes Lehr von Utphe von Rein⸗ bard Lauſter von Strenfels 60 fl. entliehen und unter andern folgende Grundſtücke, als: 471/15. 1 Vrtl. 30 Rth. Acker neben den Röthen, neben Johann Kaspar Lehr, Gemar⸗ kung Inheiden, 747/11. 1 Vril. Acker beim Seedamm neben Gebhard Schneider,— Gemarkung Feldheim— 333/28. 2 Vrtl. am Schleiberg neben Johs. Lehrs Wittwe— Gemarkung Feldheim verpfändet. Sodann hat der Schuldner am 26. Januar 1804 auf dieſelben Unterpfänder von Forſtmeiſter Block zu Hungen 64 fl. und 15 Albus entliehen. Die Unterpfänder wurden ſpäter dem Johann Philippi sen. zu Friedberg wegen eines Darlehns, welches er dem genannten Lehr vorgeſchoſſen hatte, adjudicirt. Von Jo- hann Philippi gingen ſie auf deſſen Sohn Gaſt⸗ wirth Philipp Philippi zu Friedberg über und von dieſem auf ſeine Erben. Letztere erkennen den Fortbeſtand der im Hppothekenbuche noch nicht gelöſchten Obligationen nicht an und haben, da ſie die Schuldurkunden nicht vorlegen können, den Erlaß einer öffentlichen Aufforderung bean⸗ tragt. Es werden daher alle Diejenigen, welche dingliche, oder ſonſtige Anſprüche aus den an⸗ gegebenen Verpfändungen ableiten können, auf⸗ gefordert, dieſelben ſogewiß binnen 4 Wochen, vom erſten Erſcheinen dieſer Aufforderung in öffentlichen Blättern an gerechnet, dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Schuld- und Pfand verſchreibungen für mortificirt erklärt und die Einträge im Hypothekenbuche gelöſcht werden. Hungen den 8. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Edictalladung. (1012) Friedrich Kautz Wittwe, geborne Weckerling von hier beabfſichtigt ein Grundſtück, laut Flurbuch Gemarkung Friedberg B/ S. Nr. Rth. 305. 16. 91 im großen Wartfeld zu ver— äußern, kann jedoch ihr Eigenthum nicht genü— gend nachweiſen.— Auf ihren Antrag werden daher diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an dieſes Grundſtück haben, hiermit aufge— fordert, dieſe binnen 2 Monaten von heute an dahier anzuzeigen, widrigenfalls die beabſichtigte Veräußerung beſtätigt werden wird. Friedberg den 20 Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Guts Verpachtung. (1013) Dienſtag den 2. Juli, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die am 11. November l. J. leihfällige, in den Gemar⸗ kungen Friedberg und Fauerbach gelegenen, dem Unterzeichneten gehörenden Grundſtücke, aus⸗ ſchließlich eines in der letzteren Gemarkung lie— genden Ackers, auf weitere neun Jahre meiſt- bietend verpachtet. Friedberg den 24. Juni 1850. Bender, Bürgermeiſter. Kirſchen⸗ und Birn⸗ Verſteigerung. (4014) Künftigen Mittwoch den 26. Juni J. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus die an der Staats- ſtraße von Niederwöllſtadt über Ilbenſtadt in der Richtung nach Kaichen befindlichen Kirſchen und Birnen öffentlich an die Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 23. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1015) Künftigen Mittwoch den 26. Juni l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Büreau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters ver⸗ ſchiedene Pflaſterreparatur arbeiten öffentlich au die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 23. Juni 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung. Den Concurs über das Vermögen des Schreinermeiſters Philipp Tremmel von hier betreff. (1016) Der Rubrikat hat ſein Zahlungs- unvermögen bei unterfertigter Stelle angezeigt. Es werden daher nunmehr ſämmtliche Credi⸗ toren des Philipp Tremmel andurch vorgeladen im Termin Dienſtag den 16. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, ſo gewiſſer dahier an- und auszuſühren als die Ausbleibenden von der vorhandenen Maſſe aus- geſchloſſen werden ſollen. Das Präcluſiv⸗Deeret wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet. Homburg den 15. Juni 1850. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. Obligationen- Verlooſung. (1017) Bei der heute ſtattgebabten Verſamm⸗ lung des Gemeinderaths der Gemeinde Höchſt wurde von dem mit dem Handlungshauſe Ge— brüder Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehen, ad 3000 fl., die Partial-Obligation Nr. 6 auf den 1. Auguſt dieſes Jahrs mit 100 fl. rückzahlbar; der Inhaber derſelben wird hiermit angewieſen dieſe Summe an dieſem Tage bei hieſiger Gemeindeeinnehmerei in Em— pfang zu nehmen, da von dieſer Zeit keine weiteren Zinſen vergütet werden. Höchſt a. d. Nidder am 22. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Arbeits- Verſteigerung. (1018) Freitag den 28. d. Mts., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Niederwöllſtadt nachbemerkte Arbeiten, wegen Herſtellung des kleinen Schützbretts in der dafigen Gemarkung gelegen, öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 61 fl. 4 kr., 2) Steinhauerarbeit,„„ 97„ 1 3) die Lieferung von 10 Bütten Kalk, veranſchlagt zu 4) das Brechen, Fahren und Setzen von 1 Cubikklafter Rollirſteinen aus den Aſſen⸗ heimer Brüchen 5) das Brechen, Fahren und Setzen von 1,5 Cubikklafter ausgeſuchten Mauerſteinen aus den Fauerbacher Brüchen 6) das Graben, Fahren und Meſſen des erforderlichen Kieſes, veranſchlagt zu 4%— Voranſchlag und Steigbedingungen, liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Bürger⸗ meiſters zur Einſicht offen. Niederwöllſtadt am 22. Juni 1850. Der Großh. e Ko ſt. 15— 28„— 60„—„ Holz⸗ und Heugras-Verſteigerungen. (1019)) Donnerſtag den 27. d. Mts., ſollen in hieſigem Walde 320 Stecken buchen Prügelholz und 2) Freitag den 28. d. Mts. ſoll das Gras von eirca 200 Morgen Wieſen, zu Heu, durch den Unterzeichneten öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Die Verſteigerungen nehmen jedesmal um 10 Uhr Vormittags ihren Anfang. Das Holz wird an Ort und Stelle im Diſtrict Haidentheil und das Gras in der Behauſung des Gemeinde ⸗Einnehmers dahier verſteigert. Gegen annehmbare Bürgſcheine wird Zah⸗ lungsfriſt bis Martini 1. J. gegeben. Florfadt den 24. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. 1 Privat- Bekanntmachungen. Muſikalien (9377) habe ich ein Comiſionslager von Herrn J. Andre erhalten, und ſind mit demſelben Rabatt wie bey Herrn Andre, bey mir zu em⸗ pfangen. Friedberg Louis Weis, den Apotheken gegenüber. (939) Auf L. Wundramiſch Kräuter in Schach⸗ teln a 54 kruu a 27 kr nehme ich Aufträge an. Ueber deſſe Heilkraft liegen verſchiedene Ateſte, theilweiſe gerichtlich beglaubigt, ſo wie auch von mebrere Friedberger frühere Pazienten bey mir offen. Louis Weis Zum Vermiethen. (992) Ein möblirtes Zimmer iſt gleich zu beziehen. Näheres ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Einladung. (1003) Zu einem Gabenſchießen, welches Sonntag den 30. Juni abgehalten werden ſoll, ladet Unterzeichneter höflichſt ein. Der Schuß iſt auf 6 kr. feſtgeſetzt und werden die Gaben in einer Standuhr, Hammel, Jagdtaſche ꝛc. be⸗ ſtehen. Für Speiſen und Getränke wird beſtens Sorge getragen. Felſenksller bei Staden. . Gaſtwirth H. Weil. 200 Franhfuri- Mains und Binger Lolrulfuhil. Taͤglicher Dienſt des Dampfboot Delphin II. für Perſonen und Guter: Von Frankfurt nach Mainz und Bingen direct 275 Uhr Mittags 5 „ Mainz nach Bingen „Bingen nach Mainz und Frankfurt „ Mainz nach Frankfurt 5 7 5/„ Morgens 9* 7 ferner täglicher Dienſt des Dampfbootes Delphin J. zwiſchen Mainz und Mannheim⸗Ludwigshafen. Von Mainz nach Mannheim „ Mannheim⸗Ludwigshafe n nach Mainz 4 5½ Uhr Morgens Mittags in Verbindung mit der Badiſchen und Pfaͤͤlziſchen Eiſenvahn. Die Unterzeichneten erlauben ſich hiermit einem verehrlichen Publikum von Friedberg und Umgegend obige Unternehmung zur Benutzung für Perſonen und Gütertransport zu empfehlen. Die Beförderung der Güter geſchieht täglich auf das prompteſte, ſowohl nach obengenannten Plätzen direct, als auch nach ſämmt⸗ lichen Rheinhäfen durch gegend worüber Vermittelung der Rheiniſchen machen wir noch auf unſere directen Uebernahmen über Bingen nach der und über Ludwigshafen nach der Bayriſchen Pfalz aufmerkſam, Näheres auf unſeren Tarifen zu erſehen iſt. Frankfurt a. M. den 27. März 1850. Geſellſchaften; namentlich Nahe⸗ (879) Gebr. Ohlenſchlager. Verlorenes. (1020) Vom 5. auf den 6. d. Mts. wurde von Sppershofen nach Niedermörlen ein Wolf von einer Heblade verloren. Der redliche Fin⸗ der wird gebeten denſelben gegen eine Belohnung an die Bürgermeiſterei zu Oppershofen abzugeben. Eine halbe Scheuer (1021) bat zu vermiethen H. Schutt. Anzeige. (10220 Für Bauluſtige ſind in Florſtadt bei Unterzeichnetem 8 eichene und 50 tannene Bau⸗ ſtämme zu verkaufen. Jacob Schmidt. Verſteigerung (1023) ſämmtlicher, zur Poſthalterei der Frau Pofiſtallmeiſter Vogelhuber gehörigen Ge⸗ genſtände, welche wegen Abgabe des Poſtſtalles Mittwoch den 10. Juli l. J. von Morgens 10 und Nachmittags 2 Uhr an in dem Poſthofe zu Hanau, gegen gleich baare Zahlung, ſtattfinden wird, und zwar: 34 Pferde, 6— 11jährig, 1 Droſchke, 4 grün lackirte Wagen mit Glas⸗Jaloufien, 1 ſechsſitziger Perſonenwagen,. 6 Chaiſen, gelb lackirt, 1 Kaſtenwagen mit iſernen Achſen, 1 großer Leiterwagen, 1 einſpänniger kleiner Wagen, 3 Felleiſenkarren, 8 ſämmtliche Pferdegeſchirre, Sättel, Kum⸗ mete ꝛc., 1 feiner Sattel, i mae mehrere plattirte und lackirte zweiſpännige Geſchirre, Mum izr 1 ganz neues Geſchirr für einen vierſpän⸗ nigen Zug, 1 1 Jagoſchlitten mit Zugehör. Hanau den 20. Juni 1850. Frankfurter Journal. (1024) Auf das„Frankfurter Jour⸗ nal“ und die„Didaskalia“ beginnt am 1. Juli ein neues Abonnement.— Die ausge⸗ breiteten Verbindungen des Blattes, zu welchen in neuerer Zeit die von uns direct bezogenen telegraphiſchen Nachrichten und Bör⸗ ſenkurſe von verſchiedenen Hauptplätzen des europäiſchen Continents(Paris, Madrid, Amſterdam, Wien, Berlin, Leipzig 1. ꝛc.) kommen, ſowie drei durch Dampfkräfte getriebene Doppelſchnellpreſſen ſetzen es in den Stand, alle Nachrichten aus der Nähe und Ferne auf's Schnellſte und in möglichſter Vollſtändigkeit mitzutheilen. Das„Frankfurter Journal“ er- ſcheint regelmäßig zweimal des Tages; treffen wichtige Nachrichten ein, ſo wird ein Extrablatt ausgegeben. Dieſe Blätter koſten vierteljährig 2 fl. 30 fr., auswärts vermöge der neuen Poſt⸗Convention, bei allen deutſchen(auch öſterkeichiſchen) Poſt⸗ ämtern 2 fl. 33 kr. oder 1 Thlr. 13 Sgr. 8 Pf. oder 2 fl. 8 kr. C.⸗M., ausſchließlich der geſetzlich beſtimmten Stempel⸗ und Beſtellge⸗ bühren. Durch die ungemein ſtarke Auflage des„Frank⸗ furter Journals“ genießen die ihm übermachten Bekanntmachungen der verſchiedenſten Art die nützlichſte und weiteſte Verbreitung. Literariſche Anzeige. (1025) In der Buchhandlung von C. Bin⸗ dernagel in Friedberg iſt zu beziehen: Vorſchläge zur Anſiedelung im Inland. Aus Erfahrung mitgetheilt: allen Auswanderungsluſtigen, und Allen die ſich dafür intereſſiren von G. Bindernagel aus Friedberg. gr. 8. Preis 9 kr. Gedruckt und verlegt unter. Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. S ar 10 19