Stadtkirche: N Surgkirche: 917 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 75. Mittwoch den 28. September 1850. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 40 enthält: 1) Bekanntmachung, die Errichtung einer Perſonenannahmeſtelle zu Partenheim betr.;— 2) Bekanntmachung, sie Errichtung von Perſonenannahmeſtellen für den Mainz⸗Wormſer Poſtcours betr.;— 3) Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage bur Beſtreitung von Wegbau⸗- und ſonſtigen Koſten für 18 in der Hemarkung Unterdiebach, R⸗B. Nidda betr.]— 4) Bekanntmachung, die Niederſchlagung der Hälfte der für das Jahr 1850 auf die iſraeli⸗ riſchen Gemeindeglieder zu Niederſaulheim ausgeſchlagenen Umlage Bon 142 Gulden betr.— 5) Verzeichniß rechtskräftig gewordener Straferkenntniſſe der Gerichte in Starkenburg, und zwar 22 don dem Aſſiſenhofe, 28 von dem Hofgerichte zu Darmſtadt, 1 vom Zandgerichte Reinheim, 2 vom Landgerichte Offenbach, 1 vom St.⸗G. Darmſtadt, 1 vom Landgericht Gernsheim und 1 vom Landgericht Seligenſtadt.— 6) Namens veränderung: Es wurde geſtattet: um 23. Juli, Johann Julius Friedrich Ludwig Jordan und Karl Ehriſtian Jordan dahier, künftig den Namen Nau zu führen.— 7) Dienſtnachrichten. Am 23. Juli wurde der Advokat⸗Anwalt Röder zu Alzey unter die Zahl der Advokatanwälte, bei den Gerich⸗ zen zu Mainz aufgenommen. Am 24. wurde dem Schullehrer Karillon zu Hartenrod die 1. kathol. Schullehrerſtelle zu Waldmichelbach, im R.⸗B. Heppenheim, übertragen. Am 27. Juli wurde der Advocat⸗ Anwalt an den Gerichten zu Mainz und Ergänzungsrichter an dem Sreisgerichte daſelbſt Ur. Schmidt zum Richter an dem Kreisgerichte zu Alzey ernannt. Am 2. Auguſt wurde dem Schullehrer Herbſt zu Hauſen die evang. Schullehrerſtelle zu Burggemünden, im R.⸗B. Alsfeld, übertragen. Am 3. Auguſt wurde der Gerichtsacceſſiſt Fin ger zu Alzey zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Oberingelheim ernannt. Am 6. Auguſt wurde dem vortragenden Rathe im Miniſterium des Innern, Regierungsrath Frhr. v. Rieffel der Rang und das Prädicat eines Miniſterialraths verliehen. Am 13. Aug. wurde der Gemeindeeinnehmer Diehl zu Odernheim als Poſtexpeditor zu Odernheim beſtätigt.— 8) Am 20. Juli wurde der Forſtmeiſter v. Lepel zu Offenbach von den Functionen eines Forſt⸗ Zolizeibeamten entbunden.— 9) In den Ruheſtand wurden ver⸗ ſetzt: Am 20. Juli der Forſtſchütze Kaiſer zu Staufenberg; am 3. Auguſt der 1. Geh. Regiſtrator bei den Miniſterien des Innern und der Juſtiz, Geh. Archivrath Lindt, in Rückſicht auf ſeine geſchwächte Beſundheit und unter Anerkennung ſeiner beinahe 60jähr., treu ge⸗ leiſteten Dienſte.— 10) Geſtorben ſind: Am 26. Juni der evang. Schullehrer Scheid zu Mommenheim, im R.⸗B. Mainz, am 7. Juli wer kathol. Schullehrer Ahlbach von Obermörlen, im R.⸗B. Fried⸗ werg; am 13. Juli der kathol. Schullehrer Klim m zu Eppertshauſen, im R. ⸗B. Dieburg; am 14. Juli der evang. Pfarre Kölſch zu Reichenbach, im R.⸗B. Heppenheim; am 1. Auguſt der Wang. Schul⸗ lehrer Göttmann zu Höchſt, im R.⸗B. Erbach; am 7. Aug. der rathol. Pfarrer Krebs zu Unterſchönmattenwag, im R.⸗B. Erbach. Nr. 41 enthält: 1) Bekanntmachung des Miniſt. des Innern wom 20. Aug., die Or ganiſation der Verwaltungsbehörden, insbeſondere die Errichtung einer Regierungs-Commiſſion zu Worms betr. Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 1. v. M. wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die durch allerhöchſte Verordnung vom 14. Mai l. J. angeordnete Regierungs- Commiſſion zu Worms nunmehr mit dem 16. September d. J. in Wirkſamkeit treten ſoll.— 2) Verzeichniß der Vorleſungen, welche auf der Gr. Heſſ. Ludewigs⸗Univerſität zu Gießen im Winterhalbjahre 1850/51 gehalten und am 28. October beſtimmt und allgemein ihren Anfang nehmen werden.— 3) Dienſt nachrichten. Am 7. Auguſt wurde der Regierungsrath Dr. Cameſas ca zu Erbach, zum Mit⸗ gliede der Regierungs-Commiſſion des R.-B. Heppenheim und der Regierungsrath App zu Heppenheim zum Mitgliede der Regierungs⸗ Commiſſion des R.-B. Erbach ernannt und denſelben der Vorſitz bei den gedachten Regierungs-Commiſſionen übertragen; weiter wurden der Kreisrath Müller dahier zum Reg.⸗Rath bei der Regierungs- Commiſſion des R. B. Darmſtadt und der Kreisrath Zimmermann dahier zum Regierungsrath bei der Regierungs-Commiſſion des R.⸗B. Heppenheim ernannt, ſodann die unter dem 14. Mai l. J. verfügten Verſetzungen des Regierungsſecretärs Pietſch zu Gießen zur Re⸗ gierungs⸗Commiſſion zu Darmſtadt und des Reg.⸗Seer. Dr. Weſter⸗ nacher dahier zur Regierungs⸗Commiſſion in Nidda zurückgenommen; endlich wurde dem Pfarrer Bößwald zu Ilbenſtadt die kathol. Pfarr⸗ ſtelle zu Oberroden und dem Pfarrer Schneeberger zu Oberroden, die kathol. Pfarrſtelle zu Ilbenſtadt, R.⸗B. Friedberg, übertragen. Am 10. Auguſt wurde der Profeſſor Dr. Braun zu Freiburg zum ordentl. Profeſſor an der philoſoph. Faculkät der Landesuniv., ins⸗ beſondere für das Lehrfach der Botanik, ſowie zum Director des botaniſchen Gartens zu Gießen ernannt und in der erwähnten Eigen- ſchaft berufen. An demſelben Tage wurde dem 3. evang. Pfarrer Fiſcher zu Michelſtadt die evang. Pfarrſtelle zu Moſſau, R.⸗B. Erbach, am 14. Auguſt dem Schullehrer Amend zu Haarbach, R. B. Gießeu, die evang. Schullehrerſtelle daſelbſt, dem Schulvicar Schmidt zu Waldmichelbach, R.⸗B. Heppenheim, die 2. evang. Schullehrer⸗ ſtelle daſelbſt, am 16 Auguſt dem Pfarrverweſer Dauber zu Harten⸗ rod die evang. Pfarrſtelle zu Dolgesheim, R.⸗B. Mainz, am 17. Auguſt dem practiſchen Arzte Dr. Hir ſch zu Düdelsheim die Stelle eines Phyſicatswundarztes in dem Ph.-B. Büdingen, ſowie dem 2. Landgerichtsdiener Müllmerſtadt die Stelle eines zweiten Landge⸗ richtsdieners an dem Landgericht zu Biedenkopf, und dem zweiken Landgerichtsdiener Gandolph zu Biedenkopf die Stelle eines zweiten Landgerichtsdieners an dem Landgericht zu Schotten übertragen. Am 24. Aug. wurde der Geh. Legationsrath und ſeitherige Geh. Secretär bei dem Miniſterium des Hauſes und des Aeußern, v. Ricou, unter Beibehaltung ſeines bisherigen Titels und unter Enr⸗ bindung von den Geſchäften des Geheimen Secretariats, zum vor- tragenden Rathe bei dem gedachten Miniſterium ernannt.— 4) Geſtorben ſind: am 6. Juli der penſ. Schullehrer Rumpf zu Großenbuſeck und am 1. Auguſt der evang. Pfarrer Eckhard zu Niederſaulheim. Die Ahnung. Nach einer wahren Begebenheit. Von Fr. Gerſtäcker. (Fortſetzung.) „Weßhalb ſoll ich Sie noch länger mit der genauen Mittheilung quälen,“ erwiderte der Verwalter mit augen— ſcheinlich erzwungener Ruhe—„der Ring war wirklich der meines Bruders— und jenes Grab— ſein Grab. Was jene Erſcheinung betrifft, ſo weiß nur Gott, ob ſie ein Spiel meiner Phantaſie geweſen; doch einerlei, Sie * — 304— werden begreifen, daß ich ſeit jener Zeit alle Urſache hatte, wenigſtens an Ahn ungen zu glauben, wenn ich das überhaupt mit dieſem Namen belegen darf. Aber es wird ſpät, Herr Paſtor, Sie wollen wohl auch zu Bette gehen, es iſt lange Schlafenszeit, und ich habe noch eine kleine Strecke zu marſchiren.“ „Sie können doch wahrlich bei dem Wetter nicht fort?“ ſagte der Paſtor raſch,„es pfeift und heult ja noch draußen um die Kirche herum, als wenn es das alte Gebäude mit der Wurzel aus dem Erdboden zu reißen gedächte— bleiben Sie die Nacht bei uns, das Fremden⸗ ſtübchen ſteht bereit, und Sie wiſſen, es macht auch nicht die mindeſten Umſtände.“ „Danke— danke herzlich,“ ſagte der Verwalter und verbeugte ſich leiſe,—„es geht aber doch nicht; erſtlich iſt es kaum einen Büchſenſchuß weit bis an's Gut und dann muß ich auch morgen früh ſchon wieder bei der Hand ſein, und möchte überdieß nicht gern gerade in ſolcher Nacht das Gut ohne Aufſicht laſſen— es iſt beſſer, ich bin bei der Hand, wenn etwas vorfällt. Gehen Sie mit, Schulmeiſter?“ „Nicht Ihren Weg, ich gehe durch's Hinterpfört⸗ chen und habe dann nur einen Sprung bis in mein Haus.“ Der Verwalter knüpfte ſich ſeine grüne Pekeſche bis oben hinan zu, klappte den Kragen auf, band ſich noch zur Vorſicht ſein Taſchentuch über dieſen um den Hals, griff nach Mütze und Hacke, ſchüttelte Allen herzlich die Hand und verließ, ohne zu geſtatten, daß ihm Jemand hinunter leuchte, raſch das Zimmer. Die drei Leute blieben, als ſein Schritt ſchon lange auf der Treppe verklungen war, noch wohl mehrere Minu⸗ ten beiſammen ſtehen, und es ſah faſt ſo aus, als ob. Keiner gern das Schweigen zuerſt brechen wollte. End⸗ lich ſagte des Paſtors Frau mit einem recht aus tiefſter Bruſt heraufgeholten Seufzer:„Ich wollte, der Verwal— ter hätte die häßliche Geſchichte nicht erzählt— ich weiß nicht— mir wurde ſo unheimlich dabei— und er blieb auch ſo ſtill und ernſthaft, als ob das Alles wirklich ge⸗ ſchehen, und der Geiſt ſeines Bruders ihm leibhaft erſchie⸗ nen wäre— ſo deutlich und ſichtbar ſteht doch die Geiſter⸗ welt auf keinen Fall mit der unſern in Verbindung, und man ſollte daher auch ſo etwas nicht ſo lebendig und ernſt— haft den Leuten ausmalen.“ „Auch das läßt ſich vielleicht natürlich erklären,“ ſagte der Paſtor, mehr wie es ſchien ſeiner Frau zur Be⸗ ruhigung, als, weil er ſelbſt wohl das wirklich glaubte, was er jetzt ſagte„die Erzählung jenes Förſters hatte, ihn ſehr wahrſcheinlich aufgeregt, und er dachte an den Bruder— dachte wohl gar, wenn der jener fremde Mann geweſen, deſſen Grab da ſo ganz in der Nähe ſein ſollte. Dämmerung war es ebenfalls, die dunkeln Abendſchatten geben oft einem Strauch, einem Rain, ja einem vor uns hinlaufenden Wagengleis die wunderlichſte Geſtalt— läßt es ſich da nicht denken, daß er, beſonders noch von dem weißen ſchimmernden Sand angelockt, zufällig den kleinen Hügel fand und ſpäter die Beſtätigung deſſen erhielt, was er geahnt?“ „Geahnt— und da wären wir wieder auf dem alten Punkt,“ fiel hier kopfſchüttelnd der Schulmeiſter ein;„die Ahnung kommt zuerſt, macht uns unbehaglich und die Imagination muß hernach dem Ganzen die Krone aufſetzen; 's iſt ein wunderliches Ding um den menſchlichen Geiſt, aus heiler Haut, mit all ſeiner gerühmten Feſtigkeit und Conſequenz läßt er ſich herauslügen und außer Faſſung bringen, und das ganze Nervenſyſtem erbebt nachher, wenn draußen nur etwa ein Beſen in der Ecke umfällt, oder die Katze von einem Stuhl herunter ſpringt— ganze Bücher ließen ſich ſchreiben uͤber den Unſinn.“ „Unſinn, Schulmeiſter?“ wiederholte die Frau und ſah ihn verwundert an.„Sie ſagten doch ſelbſt erſt, daß Sie an Ahnungen glaubten. Doch wie dem auch ſei, ich halte es für Unrecht, und noch dazu in ſolch wilder Nacht, die Einbildungskraft förmlich muthwillig aufzuregen, ich glaube ich könnte mich jetzt vor meinem eigenen Schatten fürchten, und mag mich gar nicht einmal danach umſehen — Frauen ſind doch recht ängſtliche, nervenſchwache Weſen.“ „Ach, nicht Frauen allein,“ meinte der Schulmeiſter lächelnd, während er ebenfalls nach ſeinem Käpſel griff und den, ſchon vor Anfang des Regens zur Vorſorge mit— genommenen dicken, rothbaumwollenen Regenſchirm aus der Ecke holte;„Zeit und Umſtände müſſen das Ihrige dazu beitragen und der ſtärkſte Mann iſt vor demſelben Gefühl, und dann noch dazu in weit erhöhtem Maße, nicht ſicher.“ N „Wenn er überhaupt ängſtlichen Gemüths iſt,“ ſagte der Paſtor. „Aengſtlichen Gemüths oder nicht— ſeine ſchwache Stelle, ſeine Achillesferſe hat ein Jeder und wird die ge⸗ getroffen, ſo greift es nachher gerade den ſtarkſten Mann auch am ſtärkſten und gewaltigſten an. Sie kennen doch gewiß die Geſchichte mit dem Spiegel...“ Die beiden Gatten verneinten es. a „Hm,“ ſagte der Schulmeiſter,„dann weiß ich auch nicht, ob ich's heute Abend nicht lieber laſſe, Sie ſind gerade erregt genug...“ „Ach heraus damit, in ſolcher Stimmung iſt man am empfänglichſten dafür, und ſchlimmer kann's bei meiner Alten doch nicht werden,“ meinte der Paſtor. f „Ach Gott, ja, erzählen Sie nur,“ beſtätigte dies mit einem tiefen Seufzer die Frau,„es kommt jetzt auf, das eine mehr oder weniger nicht mehr an, ich fürchte mich doch heute Abend; Sie ſprachen von einem Spiegel.“ (JFortſetzung folgt.) g Altes Gold. Das Sprüchwort ſagt:„Aller Anfang iſt ſchwer,“ und Jeder weiß das aus Erfahrung. Wer aber da gleich umkehrt, wo der Anfang des Guten iſt, der iſt ein Eſel, denn er iſt ſchon beim Anfang am Ende. Nein, das fol⸗ gende Sprüchlein gibt ſchon was an, was über den ſchweren Anfang hinaushilft: Friſch gewagt, iſt halb gewon⸗ nen! Ein friſcher Lebensmuth iſt ein hohes Gut. Greifſt du die Arbeit, die dir ſchwer wird, nur friſch an, es geht gewiß; haſt du nur friſchen Muth, deine Fehler abzulegen, es geht; aber was das letzte Sprüchlein ſagt, iſt das Rechte, was über den ſchweren Anfang glücklich hinaus zum fröhlichen Ziele führt: Wohl begonnen, iſt gewiß gewonnen! Das Wohl begonnen iſt aber die Haupt⸗ ſache, und da mein' ich, man ſollte Alles nur wohl be⸗ ginnen, nämlich mit dem Gedanken: Von mir ſelber kann ich nichts. Dann blickt das Auge hinauf, wo der iſt, der in uns Schwachen mächtig ſein will, und der geſagt hat: Bittet, ſo wird Euch gegeben. Und das Herz betet: Herr, hilf und laß es wohlgelingen! Das heißt: Wohl be⸗ gonnenz dann folgt: Friſch gewagt! denn wenn ich weiß, ich habe Alles Gott befohlen und ſein Segen be— gleitet mich, dann iſt Luſt und Lieb' da, und die macht alle Müh' und Arbeit gering. Das gilt für Alles, was du auch unternehmen willſt. Haſt du ſo ein„Gott hilft“ im Herzen, dann, Freund, macht dir ſchwerer Anfang nicht mehr bange. Bedenk's wohl und vergiß es nicht! (Spinnſtube 1850.) nen Schatten Bach umſehen dache Weſen.“ Schulmeiſter Kapſel griff Derſorge mit⸗ euſchum aus das Jrige dor demſelben ohtem Maßk, 9s it, ſagt ne ſchwache dad die ge⸗ arten Mann t kennen do⸗ nung iſt nan ns bei meint eſtaͤtigte bies amt ſetzt aud „ 0 Furcht nem Spiegel, —— z iſt ſchwer! Aber da glei t iſt ein Esel, Aru, bas fol den ſchwerell 210 gepon⸗ Gul. Greifſt au, es geht tt abzulegen, agt iſt 50 üclich binn , if ge ber dir hußt⸗ doll be⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalladung. (1819) Ueber nachſtebende Grundſtücke, 1. Gemarkung Friedberg lt. Flbch. Nr. Klftr. A. auf dem Namen Band u. der Jacob Lochmanns Seite. Wtb, ſtehend: 376 9 147 im großen Wartfeld, 564 37 35. im kleinen Galgenpfad, th. 1 42 auf dem Krämer, 106 39 122% am Irrgang, 111 19 103½ unterm Deicheimerpfach, B. auf dem Namen des Johann Caspar Klftr. Vogelsberger ſtehend: 315 18 332,3 im Storksneſt, 340 38 303,7 am grünen Weg, 397 31 151, bei der Straßheimer Kirche, 401 51 375,5 daſelbſt, 485 19 318,5 am Dachspfad, 518 42 324.4 daſelbſt, 557 5 306,7 an der Landſtraße, 580 17 173,0 der Viehtrieb, 636 16 355,8 am Lachenweg, 546 6 167,1 am Kreuzweg, C. auf dem Namen Georg Roos, Corpo⸗ ral ſtehend: 2514 4 114,9 zwiſchen der Uſa und Burgberg, 260 3 40,6 zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlachsweg, 734 1 303,7 im Ried, 734 3 77,9 daſelbſt, D. auf dem Namen Johannes Fladung ſtehend: II. Wee K e Ockſtadt t 248 über den Taubenrain⸗ hohl, ſtöͤßt gegen die Allee auf die Taubenrainhohl, welche Jacob Lochmanns Kinder dahier zu ver⸗ theilen beabſichtigen, können dieſelben keine ge⸗ nügende Eigenthumsnachweiſe beibringen. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art auf jene Grunzſtücke zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen zwei Monaten von heute an dahier anzuzeigen, 1501 6 als ſonſt die Theilung gerichtlich beſtätigt wer⸗ den wird. Friedberg den 14. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Ediet alla dung.⸗ (14300 Die dem Fürſtlichen Hauſe Solms Braunfels in der Gemarkung von Holzheim zu⸗ flehenden Grundgefälle, im jährlichen Geldan⸗ ſchlage von 125 fl. 7.% kr. ſollen nach den ge⸗ ſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden. Man fordert daher alle bei dieſer Ablöſung Bethei⸗ ligten hierdurch auf, ihre etwaigen Rechtsan⸗ ſprüche binnen 2 Monaten bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte vorzubringen, widrigenfalls die Auszahlung des in 2252 fl. 19½ kr. beſtehen⸗ den Abkaufkapitals an den Herrn Fürſten Fer⸗ dinand zu Solms-Braunfels geſtattet werden wird. Hungen den 4. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (4318) ueber das Vermögen des Philipp Schneider 1. zu Södel iſt der Concurs erkannt 305 worden. Anſprüche jeder Art find deßhalb im Termin Mittwoch den 13. November d. J., Morgens 8 Uhr, bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſivdecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem Termin ſoll zugleich ein Arrangement verſucht, und, wenn ein ſolches nicht zu Stande kommt, über die Wahl eines Curators und Verwaltung der Maſſe verhandelt werden. Gläubiger, die nicht in Selbſtperſon erſcheinen, haben ihre Mandanten mit Specialvollmachten zu verſehen, gegenfalls angenommen wird, ſie wären den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beige⸗ treten. Friedberg den 9. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle. Viehmarkt zu Friedberg. (15210 Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß Mittwoch den 25. Sep⸗ tember und Donnerſtag den 3. Oktober d. J. in der Stadt Friedberg Viehmarkt abgehalten wird. Die Herrn Bürgermeiſter des Reg.⸗Be⸗ zirks Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1342) Montag den 30. September, des Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Sectionsbureau die Fundation des Gleiſes von Abtheilung 16 in der Gemarkung Obermörlen bis Abtheilung 38 in der Gemarkung Butzbach, veranſchlagt zu 3120. Gulden, ſowie das Legen deſſelben, veranſchlagt zu 1421 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtfordern⸗ den in Accord gegeben werden. Bußbach am 21. September 1850. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur Eickemeper. Obligations ⸗Verlooſung. (1343) Von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Spiesheim zu 100 fl., welche dieſelbe laut Vertrag mit Simon Lindheimer in Fried⸗ berg am 21. Juli 1845 abgeſchloſſen, wurde heute Nr. 34 zur Auszahlung gezogen und wird am 1. Januar 1851 dem Inhaber von dem Gemeinde⸗Einnehmer zu Spiesheim oder Herrn Simon Lindheimer in Friedberg ausbezahlt wer⸗ den. Noch wird bemerkt, daß von die ſem Tage an der Zinslauf der gezogenen Nummern aufhört. Spiesheim am 15. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Keller. Verſteigerung. (1844) Dienſtag den 1. k. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Bataillonsverwaltungsraths dahier, das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft parthieweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dies den Steig⸗ liebhabern zur Nachricht. Friedberg den 20. September 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Obligations ⸗Verlooſung. (1545) Bei der heute ſtattgefundenen Ver⸗ looſung der Framersheimer Partial⸗Obligationen wurde Nr. 26, à 200 fl., gezogen. Dem Inhaber derſelben wird am 1. Januar 1851, von wo an der Zinſenlauf aufhört, der Be. trag durch das Handlungshaus Simon Lind⸗ heimer zu Friedberg gegen Aushändigung der Obligation und den nicht fälligen Zinscoupons ausbezahlt werden. Framersheim den 16. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Stellwagen. O bet ⸗Verſtei gerung. (1546) Freitag den 27. d. M., Nachmit⸗ tags um 1 Uhr, sollen die hieſigen Gemeinde⸗ Aepfel, circa 30 Malter, größtentheils Bors⸗ dorfer, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verkauft werden. Beienheim am 22. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. e e (1547) Freitag den 27. d. Mts., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗Obſt, circa 15 Malter, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Langenhain den 18. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hut h. Bekanntmachung. (1548) Der Echzeller Vieh⸗ und Krämer⸗ markt, welcher im Kalender auf den 16. und 17. October eingetragen iſt, ſoll mit höherer Genehmigung Montag den 14. October d. J. dergeſtalt abgehalten werden, daß an dieſem einzigen Tage Vieh ⸗ und Krämermarkt gleich⸗ zeitig zur Ausführung kommen. Die bezüglichen Localbehörden werden um öffentliche Bekannt⸗ machung erſucht. Echzell den 19. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 1 Rei tz. Arbeits-Verſteigerung. Montag den 30. Septbr. d. J., (1549) Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hie⸗ ſigem Rathhaus 7 die Anfertigung einer eiſernen Stagetenwand vor das Friedhofsthor in Accord gegeben werden. Die Schloſſerarbeit iſt veranſchl. zu fl. 94. 58 kr., „ Weißbinderarbeit„ A 10. 2 Wozu Steigliebhaber eingeladen werden. Rendel den 20. September 1850. Für den Kirchenvorſtand Der Großb. S ung e ck. Privat- Bekanntmachungen. Unterricht im Schoͤn⸗ und Schnellſchreiben, nach einer neuen von mir erfundenen Methode. (18500 Cin jeder ohne Unterſchied des Alters und der Anlage kann bei einigem Fleiße in 18 bis 20 Stunden durch meinen Unterricht eine ſchöne und geläufige Handſchrift erlangen. Das Nähere darüber bei Herrn L. Weis, woſelbſt auch die Schriftproben meiner in Frankfurt gebildeten Schüler zur Anſicht ausgeſtellt ſind. Duſchek, Profeſſor der Kalligraphie und Stenographie aus München, dermalen in Frankfurt am Main. — 306— 0 Anzeige. (1513) Das unterzeichnete Commiſſions-Büreau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis ſpäteſtens den 20. Oktober d. J. deshalb in frankirten ein nicht außer Acht zu laſſendes Anerbieten unentgeltlich zu machen, welches für den Anfragenden ſchon im nächſten Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark, oder viertauſend Thaler Preußiſch Court. zur Folge haben kann. Lübeck, im September 1850. Commiſſions Vüreau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. Milikar⸗Stellverkrekungs⸗Anſtalt von Carl Schwarz, Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. f (14610 Indem ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß ich mich von Herrn Dr. juris Vogel, mit dem ich bisher die allgemeine Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt in Gemeinſchaft leitete, getrennt habe, verbinde ich damit die Anzeige, daß ich unter heutigem Datum eine Militär⸗ Stellvertretungs⸗Anſtalt auf alleinige Rechnung dahier gegruͤndet habe, deren Hauptzweck iſt, für jedes laufende Conſcriptionsfahr denjenigen Dienſtpflichtigen, die einen Stellvertreter wünſchen, . 5 zu beſchaffen und die Verträge mit denſelben, den beſtehenden Geſetzen gemäß, abzuſchließen.. J Für diejenigen Dienſtpflichtigen, die bereits in dieſem Jahr ein Marſchloos ge— ogen und noch vertreten ſein wollen, bilde ich eine beſondere Geſellſchaft, die auf Gegenſeitig⸗ fl gegründet, dem Einſteller die Sicherheit gewährt, daß er nicht durch etwaige Deſertion oder ſchlechte Aufführung der für ihn eingetretene Einſteher in großen Schaden kommen kann. Die Statuten beſagen das Nähere darüber. Mit dieſer Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt verbinde ich zugleich eine Aſſecuranz⸗Anſtalt die, nach dem Grundſatz der Gegenſeitigkeit, den Conſcriptions⸗ pflichtigen vor der Loosziehung die Sicherheit gewahrt, daß, bei etwaiger Ziehung eines Marſch⸗ looſes, ſie jedenfalls einen Einſteher erhalten und zwar zu einer viel geringeren Summe, dadurch daß bei einer beſtimmten Anzahl Geſellſchaftsmitglieder immer ein kleiner oder größerer Theil ſein wird, die Freilooſe ziehen. Hierzu können die im Jahr 1851 zur Ziehung kommenden Conſcriptionspflichtigen ſich jederzeit bei mir oder meinen Herrn Agenten anmelden und die Statuten, woraus die näheren Beſtimmungen zu erſehen ſind, in Empfang nehmen. Diejenigen, welche als Einſteher dienen wollen, erſuche ich, ſich mit den nöthigen Papieren verſehen, brieflich oder perſönlich auf meinem Bureau zu melden. Die Garantie für Erfüllung der wechſelſeitigen Verbindlichkeiten muß zunächſt und vor⸗ zugsweiſe im gegenſeitigen Vertrauen auf Rechtlichkeit und Gewiſſenhaftigkeit beruhen, ich, meiner⸗ ſeits werde mich bemühen mich dieſes Vertrauens in jeder Beziehung würdig zu zeigen. Zur weiteren Sicherheit habe ich in der Perſon des Kaufmanns Derrn Carl Hemmerde einen Bürgen geſtellt, der für die Summe von 5000 fl. als Selbſtzähler haftet; für jedes weitere Conſcriptionsjahr werde ich einen neuen Bürgen ſtellen. Mein Büreau iſt Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. und ſind zur perſönlichen Rückſprache und Anmeldungen die Stunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags beſtimmt. Darmſtadt im Auguſt 1850. Carl Schwarz. Nähere Auskunft ertheilt der Agent für den Regierungsbezirk Friedberg H. Hahn in Friedberg. Ankündigung. (1351) Mittelſt eines geringen Einſchuſſes von nur wenigen Thalern iſt man im Stande, ſich bei einem Unternehmen zu betheiligen, welches dem in dieſem Jahre daran Theilnehmenden ſchon vom nächſten Jahre an eine jährliche Dividende bis zu 80000 Thaler Preußiſch Court. oder 14,000 Gulden Rheiniſch eintragen kann. Allen, welche bis den 1. November dieſes Jahres deßhalb in frankirten Briefen anfragen, ertheilt unentgeltlich ſpecielle Auskunft das Büreau von Johannes Poppe, Aegidienſtraße 659. in Lübeck. Pariſer Tapeten ⸗Verſteigerung. (1652) Den 4. Oktober 1850, Morgens 10 Uhr, werden im Braunfels in Frankfurt 74 Zimmer⸗Tapeten mit Borduren, auch Hausflur-Tapeten öffentlich verſteigert. Briefen bei ihm anfragen(alſo das geringe Porto nicht ſcheuen), Offene Stelle. (1538) Ich ſuche einen Gehülfen, der als⸗ bald eintreten kann. Hungen den 16. September 1850. Funk, Rechner. Harmonie- und Tanzmuſik. (1540) Bei Unterzeichnetem findet Samſtag den 28. d. M. Harmonie⸗ und Tanzmuſik für Israeliten ſtatt, wozu ergebenſt einlade. Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt. Niederweiſel den 18. September 1850. J. A dea mi. Keine Huͤhneraugen mehr (1853) Zur ſchnellen, ſichern und ſchmerzloſen Vertreibung dieſer ſo läſtigen Plage, iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei 5 b P. F. Schmittner in Friedberg. Zur Nachricht. (1554) Den Mitgliedern des bieſigen Bür⸗ gervereins, welche bei der geſtrigen Verſamm⸗ lung nicht anweſend waren, diene zur Nachricht, daß der Verein ſeine Auflöſung beſchloſſen hat, ſowie daß der vorhandene Kaſſenüberſchuß zur Unterſtützung für Schleswig⸗Holſtein verwendet werden ſolle.— Wer noch eine Forderung an den Verein zu haben glaubt, wird gebeten, ſolche binnen 8 Tagen bei dem ſeitherigen Rechner, Herrn Kauf- mann Mayer J. Hirſch anzumelden. Friedberg den 20. September 1850. Der ſeitherige Vorſitzende Te x tro r. Harmonie⸗ und Tanzmuſik. (1555) Samſtag den 28. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten Harmonie⸗ und Tanzmuſfik für Israeliten anzutreffen, wozu höflichſt einladet Florſtadt den 23. September 1850. Wagner. Bekanntmachung. (1556) In der Mathildenſtiftskaſſe zu Friedberg werden wieder Ein⸗ lagen angenommen. Zum Verkaufen. (4587 Eine gezogene, noch neue Büchſe, welche 28 Kugeln ſchießt, iſt billig zu verkaufen. Wos? ſagt die Expedition. Literariſche Anzeige. (1858) Bei Otto Spamer in Leipzig iſt erſchienen und in der Buchhandlung von E. Bindernagel in Friedberg zu haben: Taubheit iſt heilbar! Hülfe Ohrenleidenden jeder Art. Ein Wort über Dr. Pinter's Ohrenpillen von Dr. Med. F. M. Feldberg. Preis 27 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.