Intelligenz- up., n Main. —ͤ̃— ng. Vergan- ind Lioner Zimmern — alt en, welche vertreten gelegenheit ten. Die Geſchaͤfts⸗ derden.— tereſſenten fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 66. Sonnabend den 24. Auguſt 1850. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirk Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Landgeſtütsanſtalt, insbeſondere die ausgeſtellten Scheine behufs der Bedeckung von Stuten durch die Landgeſtütsbeſchäler für 1850. Diejenigen von Ihnen, welche mit den Vorlagen in dieſem Betreffe noch im Ruͤckſtand ſind, werden hierdurch an Erledigung binnen 3 Tagen, bei Vermeidung der Einlegung von Wartboten, erinnert. Friedberg den 16. Auguſt 1850. Ouvrier. D fade lh e an die Gr. Bürgermeiſter, ſo die Gr. Gendarmerie dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Johannes Schmidt von Brei⸗ denbach wegen Beleidigung des Großh. Steueraufſehers Reitſchmidt im Dienſt. Hiermit erhalten Sie den Auftrag, auf den Johannes Schmidt von Breidenbach, welcher bei Gr. Landgerichte zu Homberg in Unterſuchung ſteht, ſich aber heimlich entfernt hat, genau zu fahnden und ihn im Falle ſeiner Habhaft⸗ werdung zu arretiren und an uns abzuliefern. Friedberg den 19. Auguſt 1850. Zorg, Sci dme mein t. Alter: 24 Jahre; Größe: 7 Schuhe; Haare: blond; Stirne: hoch; Augen: grau; Augenbraunen; blond; Naſe: groß; Mund: gewöhnlich; Bart: blond; Kinn: rund; Geſichs: oval; Geſichtsfarbe blaß; Statur: ſtark. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 37 enthält: 1) Bauordnung für die Stadt Bingen.— 2) Bekanntmachung, die Beſtätigung von Stiftungen und Vermächt⸗ niſſen betr.— 3) Dienſt nachrichten. Am 4. Juli wurde dem ev. Pfarrer Weihl zu Hopfgarten die evang. Pfarrſtelle zu Herchenhain, R.⸗B. Nidda, übertragen und wurden der Advokat-Anwalt Auguſt Becker zu Alzei zum Richter am Kreisgerichte zu Mainz ernannt und der Advocat-Anwalt Eugen Becker zu Mainz unter die Zahl der Advocatanwälte bei dem Kreisgerichte zu Alzei aufgenommen.— 4) In den Ruheſtand wurde verſetzt am 12. Juli der evang. Schul⸗ lehrer Marx zu Geißnidda, R⸗B. Nidda.— 5) Erledigt iſt die evang. Pfarrſtelle zu Felda, R-B. Alsfeld, mit jährlichen 1198 fl. Der Schiffbruch. Eine Erzählung von H. J. Nott. (Jortſetzung.) Ich war reich an Entſchlüſſen und Wünſchen, aber mein ganzer Reichthum beſtand in ungefähr zwanzig Gui⸗ neen und meiner Uhr. Meine ganze Hoffnung beruhte auf meinem Freunde, dem Kapitän. Ehe wir noch, lan⸗ deten, verſprach er ſein Beſtes für mich zu thun. Sobald wir am Lande waren, nahm er mich mit ſich in das Hotel; zahlreiche Freunde kamen noch denſelben Abend zu ihm, um ihm ihre Glückwünſche wegen ſeiner wundervollen Rettung zu ſagen, und er ließ einige Flaſchen Champagner kommen. Inmitten der Fröhlichkeit, fiel er nieder und ſtarb an einem Schlagaufalle; die Anſtrengungen, denen er ſich unterzogen, die Angſt, die er ausgeſtanden, hatten ohne Zweifel ſein Ende beſchleunigt. Meine einzige Sorge war nun, Beſchäftigung zu erhalten, ich hoffte bei Fleiß und Anwendung meiner Kennt— niſſe mich ernähren zu können. Wirklich fand ich einen Platz in einer Gallanterie-Handlung mit dreihundert Dollars Gehalt. Das hätte ſchon hingereicht, wenn ich allein ge⸗ weſen wäre; aber Katharina war bei mir, und hatte mir einer angeboten, ſie zu ſich zu nehmen, ſo würde ich, trotz meiner Armuth, doch nur ungern darein gewilligt haben. Als ich ſie und mich ſelbſt wenn gleich mit der größten Einfachheit mit Kleidern ausgeſtattet hatte, war meine Baarſchaft ſehr zuſammengeſchmolzen; käme es zum Schlimm— ſten, ſo dachte ich daran, meine Uhr zu verkaufen. Ich miethete ein kleines Zimmer mit Frühſtück und Abendbrod für hundert Dollars im Jahr; was mein Mittageſſen an— betraf, ſo genügten wir einige Zwieback, obwohl ich zum Schein immer um dieſe Zeit den Laden verließ. Der Reſt meines Gehaltes ging darauf für die Penſion meines klei— nen Pfleglings, die ich in der benachbarten Vorſtadt Brooklyn für dieſelbe gefunden hatte. Dennoch hätte ich bei der ſorglichſten Sparſamkeit mit meiner Einnahme nicht reichen können, wenn ich nicht durch Noten-Abſchrei⸗ ben, worin ich mich früher zu meinem Vergnügen geübt hatte, dieſelbe vermehrt hätte. Nach Verlauf von ſechs Monaten gab mir mein 4 36 — 266— Prinzipal eine Wohnung in ſeinem Hauſe; nach zwei Jah— ren erhielt ich von ihm eine freiwillige Zulage von ein paar hundert Dollars, ſo daß ich auf meinem Lebenswege, den ich nicht zu verlaſſen entſchloſſen war, mit etwas mehr Hoffnung in die Zukunft blicken konnte. Bei jedem Be- ſuche, den ich bei Katharine machte, wurde ich mehr an ſie gefeſſelt und ſie ſchien mir ganz ergeben; an jedem Tage, wo ſie mich erwarten konnte, harrte ſie meiner und lief mir ſo weit ſie konnte, mit ausgebreiteten Armen ent— egen. . Später ſendete ich Katharina nach Troy am Hudſon, wo eine ſehr im Rufe ſtehende Schule war, mit der An— weiſung, keine Koſten für ihre Ausbildung zu ſparen. Sie nahm ſich die Trennung ſo zu Herzen, daß, wären nicht alle Einrichtungen ſchon gemacht und das Geld im Voraus gezahlt geweſen, ich ihren Bitten nachgegeben haben wurde: meinen Nacken faſt krampfhaft umſchlingend, flehte ſie mich an, ſie hier zu laſſen, oder mit ihr zu gehen. Als ich ihr jedoch Alles auseinander geſetzt hatte, unterwarf ſie ſich ruhig, obwohl ihre bleiche Wange und ihre wogende Bruſt klar genug ihr inneres Gefühl zeigten. Nach ihrer Abreiſe wandte ich Alles an, um ſichere Kunde über ihre Familie zu erlangen; ſchon bald nach dem Schiffbruche hatte ich einige Nachforſchungen ange⸗ ſtellt, aber mir fehlte die Erfahrung in ſolchen Dingen, und ſo waren ſie ohne Erfolg geblieben. Jetzt ſchrieb ich an meine Freunde in Europa, ließ Anzeigen in die Zei⸗ tungen ſetzen; aber auch jetzt gelangte ich nicht zum Ziel. Sechs Jahre hatte ich nunmehr in demſelben Ge⸗ ſchäfte gearbeitet. Mein Prinzipal mußte mit mir zu⸗ frieden ſein; denn er behandelte mich mehr als einen Sohn, denn als einen Fremden und ſteigerte meine Beſoldung mehrere Male. Urſprünglich war mein Plan, in mein Vaterland zurückzukehren, nachdem ich mir einiges Ver⸗ mögen geſammelt; aber ich hatte zahlreiche Bekanntſchaften gemacht und meine Lage war mir ſo lieb geworden, daß ich New⸗York nicht mehr zu verlaſſen beſchloß. Nach kurzer Zeit trug mir mein Prinzipal einen Antheil an dem Ge— ſchäfte an, worauf ich gern einging und mich nun voll⸗ kommen zufrieden fühlte. Katharinens Bildung war jetzt vollendet, und ich brachte ſie, auf Empfehlung des Vorſtehers der Lehranſtalt in das Haus einer geachteten Dame. Meine Lage in Hinſicht auf meine ſchoͤne Pflegbefohlene wurde jetzt etwas kritiſcher. Jeden Abend beſuchte ich das Haus, wo ſie wohnte; ſie ſpielte das Piano trefflich und ſang mit vor— züglicher Anmuth: ein Hochgenuß für mich, den Freund der Muſik. Da auch noch zwei andere junge Mädchen in dem Hauſe waren, ſo fehlte es nicht an Beſuchen jun— ger Männer; aber es erregte unbehagliche Gefühle in mir, wenn ich Andere in Katharinens Nähe ſah, von Anderen ihren Geſang und ihr Spiel rühmen hörte; und doch ver— mochte ich ſelbſt nicht ein einziges angenehmes Wort für ſie über die Lippen zu bringen, wenn ich auch alles das, was die Anderen ihr ſagten, fühlte. Doch glänzten ihre Augen jedesmal, wenn ich in's Zimmer trat oder wenn ich ſie bat zu ſingen; auch übte ſie vorzüglich die Stücke, die ich gern hörte und kaufte die Noten, die ich empfahl; wenn ein Spaziergang am Abend gemacht wurde, nahm ſie jedesmal meinen Arm. Anfangs fand ich die jungen Männer, die in dem Hauſe Umgang hatten, recht ange— nehm; ſpäter fühlte ich eine Abneigung gegen ſie und dieſe wuchs, je mehr ſie ſich geſprächig und witzig zeigten; dieſe Abneigung zu bekämpfen bemuͤhte ich mich vergeblich. Eines Abends, wo ich unbeſchäftigt war, kam ich gleich nach dem Mittageſſen zum Beſuch bei Katharina. Der Diener ſagte mir, daß die Familie ausgegangen ſei, aber bald wieder nach Hauſe kommen werde. Oft hatte ich gewünſcht, mit ihr allein zu ſein, doch jetzt pochte mein Herz ſo heftig, daß ich kaum ein Wort hervorbringen konnte. Auch ſie war verlegen. „Bruder,“ ſagte ſie, nach einer kurzen Pauſe,„ich freue mich, daß ich endlich einmal einen Augenblick mit Dir allein ſprechen kann: ich gedenke dieß Haus bald zu verlaſſen.“ „Bald zu verlaſſen, Katharina?“ rief ich und fuhr vor Schreck zurück.„Um des Himmels willen, wohin willſt Du?“ „Nur zu lange habe ich ſchon von Deiner Gute ge— lebt und...“ 5 „Erwähne das nie wieder, Katharina, wenn Du mein Gefühl nicht ſchmerzlich verwunden willſt. Du biſt mein größtes, mein einziges Glück geweſen.“ (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N νι Bekanntmachung. (969) Im Intereſſe des handelnden Publi⸗ kums wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht, daß der Stadt Friedberg von Großh. Miniſterium zu Darmſtadt die Abhaltung von weiteren vier Viehmärkten genehmigt wurde, von welchen in dieſem Jahre an folgenden Tagen abgehalten werden, als: 1) den letzten Mittwoch vor Michaeli, 25. Sept., 2) den letzten Mittwoch vor Simon Juda, 23. Okt. 3) den erſten Mittwoch nach Martini, 13. Nobr. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 19. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalla dung. (1273) Ueber das Vermögen des Oeconomen Chriſtian Carl zu Okarben iſt der formelle Con⸗ curs erkannt. Dieſes öffentlich bekannt machend ſetzt man zugleich Termin zur Anmeldung aller Anſprüche auf Montag den 23. September d. I., Vormittags 9 Uhr an, wo Jeder, der Anſprüche an die Maſſe bilden will, ſolche bei Meidung ſtillſchweigends erfolgenden Ausſchluſſes anzuzeigen hat. In dieſem Termin ſoll zugleich wegen Beſtellung eines Curators— der bereits interimiſtiſch hat be⸗ ſtellt werden müſſen— ſowie Genehmigung der bis dahin ſtattgehabten Gutsverkäufe gehan— delt werden. Großkarben am 13. Auguſt 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt.“ Güter ⸗ Verpachtung. (127) Dienſtag den 27. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach— ſtehende ſtädtiſche Grundſtücke auf ſechs Jahre meiſtbietend verpachtet: 1) 3 Morgen, die Lachenwieſen in 6 Abthei⸗ lungen, 2) 4 Morgen 2 Prtl. 29 Ruthen, der Schützen⸗ acker in 5 Abtheilungen, 3) 3 Morgen, 3 Vrtl. 38 Ruthen, die Mar⸗ burgerhohle in 4 Abtheilungen, 4) ½ Morgen am ſtumpfen Graben, 5) 73 Klafter an der Landſtraße, 6) 2 Prtl. 65 Klafter am ſog. Schmidt'ſchen Acker, 7) 39 Klafter an der Landſtraße, 8) 59„ an der Galgenbrücke, 9) 1 Prtl. 91 Klafter am Daxpfad, 10) 2„ 13 Ruthen in der Lach, 110 234 Klafter, der flache Theil des Wild⸗ kautsgrabens, 12) 366„ an der Töpferkaut, 13) 102„ in den Liebfrauengärten, 14) 101„ Grabſtück im Roſenthal, 15) ein Stück hinter Kuhes Garten. Friedberg am 14. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1280) In Auftrag der Konrad Gerſterſchen Eheleute dahier werden Dienſtag den 27. Auguft, Morgens um 11 Uhr, nachſtehende, denſelben eigenthümlich zuſtehenden Hofraithen in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Ferdinand Volp, 2) Hofraithe, in einem halben und ganzen Wohnhaus und halben Gärtchen, getheilt mit der Stadt und Burg Friedberg. Friedberg am 14. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. rere — 267— Main⸗Weſer⸗Bahn. Fahr ⸗ Plan 4310 ßvom 25. Auguſt 1850 anfangend bis auf weitere Beſtimmungen. och ver⸗ Vert für les das 2 8 + Ladd, 15* — Von Eaſſel nach Frankfurt a. M. Von Frankfurt a. M. uach Caſſel. 1 II. IV. VI. VIII. 8. pfall; Stationen Sormi Nachmi i Der e 1 Vormittags dachmittags Stationen Vormittags Nachmittags e ingen Uhr Min Uhr Min] Uhr Min Uhr Nin 5. Min ler Tin Uhr Min Ur Nin bt ange⸗ Caſſel Abgang.—— 8 10] 21 5 5 5 7 5 b an 5 Frankfurt Abgang] 5 4 9— 5 ſie und Guntershanſen 1— 845 2 50 5 35 Bockenheim 5 5 5 52 l— 5 35 zeigten: Genſungen 1—— 9 81 3114 6—[Bonames„ 6 5. 20 78 nacblich eee„ 926 334 20 Vilbel 0 6 5 9 30 35 718 bed ich. Borken„—— 933 3526 6 37 Dortelweil„ 922 e225 tam ich Zimmersrode„ e l Sreßkorber 1 d e ee Adating. 5„ e. 15 5 5 7 5 Niederwöllſtadt, 60% er naen 5 13 8 40. e e 5² 7 Fried 5 1 ſei, Kirchhain 9 a a 11 8 5 23 88 Friedberg Ankunft] 6 550 10 g 5 31 40 33 ft hatte nkunftf—— 11 30 5 1 45 8 30 8 J g t pochte Marburg 4— Nachmitt. 5 r a ö tab“ er gang 8— 121 30 5 55— 2 erbindungen g N. 1 den Fronhauſen 8 25 12 55 6 20—— Derven punch neren. Rondus a Lollar 8 1 4 5 Omnibus⸗Fahrten ver⸗ Nach M 5 uſe/„ich Gießen Ankunft! 8 50 1 20 1 645—— mittelt. 0 5 5 blick mit f I. III. V. VII. bald zu a i agr“ ö 8— a a 4 No Sollen Abgang— 1— 1 L b i vors au Lollar i d fuhr Morde,. Fronhauſen„— Hit 32 3 28 8863 „ Woeel Don 0 f Nachmitt. Ankunft 2 4 6 8 Marburg 4130 12 44— 8 35 55 3 N. e eee Keudt„ 455 12 29 1 25—— b Friedberg Abgang] 5 35 8 52 130 640 deuſtadt„ 5.251259 54—— 05 Niederwöllſtadt„ 5 n 3 1 6 53 Treyſa„ Au 30. J 2% 5 ea e penn Du Großkarben„ 5 1 577091 12 2 Zimmersrode f 10 J% 2% e Du biſt Dortelweil„ 6 39 201 587 8 Borken„ 6 22[ 154. oe 3 Vilbel„ 5 1 9930 2 8 7 18 Wabern„ 6 42%%% 7 8e Bonames„ G He e 8 Genſungen„ 6. J 55 0 4 6 Bockenheim 1 6 4335 9.522 30% 7 0 Guntershauſen 1 Thee?, 57 Frankfurt Ankunft] 6 40 957 2357 45 Caſſel Ankunft] 7 50 325 720—-— g Anſchlüſſe. s Bld Zug 2 iſt in Verbindung mit den Zügen über Darmſtadt, Heidelberg, Carlsruhe nach Baſel. 1 3 1 1 0 1 1) von Darmſtadt 2) von Heidelberg über Darmſtadt. 1 35 1 33„ über Darmſtadt, Heidelberg, Carlsruhe nach Freiburg. „ 5%„„„„„ 1) von Carlsruhe über Heidelberg und Darmſtadt. 2 von Offenburg über Carlsruhe, Heidelberg, Darmſtadt. 5 5 1„ uber Darmſtadt, Heidelberg nach Carlsruhe. Auler Hun zin,„ 1„ von Baſel über Carlsruhe, Heidelberg, Darmſtadt. 0. 1„ dem Zuge nach Darmſtadt. 19 Zug 1. iſt in Verbindung 1) mit den Zügen nach Halle, Magdeburg, Leipzig Berlin.(Ankunft 9½ Uhr Abends.) gerſchen 2)„dem Zug nach Carlshafen und der Weſer⸗Dampfſchifffahrt. ö „ 95 mit den Zügen über Eiſenach nach Weimar.(Ankunft 9½ Uhr Abends.) 7 I n 1„„ Morgenzügen von Eiſenach und Carlshafen. 1.„„„Zügen nach Eiſengch und Carlshafen „ VI.„„„ dem Abends vorher 10½ Uhr von Berlin abgehenden Zuge. 8400 5„ 5 5 7 i n 4 5 Die Anſchlüſſe an die Nordbahnzüge in der Richtung von und nach Eiſenach und noch weiter, finden in men in Guntershauſen Statt. Mit den Zügen Ill und IV werden zugleich Güter befördert. Die Großh. Heſſ. Eiſenbahnbau- Direction zu Gießen ein, Laubenheimer. nachſtehenden Bedingungen erfolgen ſoll: 1 Braunkohlen verkauf. 1317) Mit Bezug auf die gemeinſchaftliche Bekanntmachung vom 7. Juni l. J. chere Genehmigung, zur öffentlichen Kenntniß, daß ſie zur Herſtellung eines gleich nach welcher auf den ſämmtlichen unter ihrer Verwaltung ſtehenden Braunkohlen⸗ * bringen die unterzeichneten Bergverwaltungen, nach erfolgter mäßigen Verfahrens eine Vereinbarung getroffen haben, Bergwerken die Abgabe von Braunkohlen auf Credit unter 1) Das Kalenderjahr zerfällt hinſichtlich des Creditgebens in zwei Perioden.— Die erſte läuft vom 1. Januar bis 30. Juni eines Jahrs, ver⸗ bunden mit einer Zahlungsfriſt bis Ende September deſſelben Jahrs, die zweite vom 1. Juli bis 31. Dezember, verbunden mit einer Zahlungs⸗ friſt bis letzten März des nächſtfolgenden Jahrs. 2) Im Laufe einer Creditperiode erhält ein Braunkohlenkäufer nur einen einmali bezahlt ſind.— Ebenſo wird erſt dann in der zweiten Bezahlung etwa früher eingelegter Bürgſcheine nachgewieſen haben. 3) Die Abgabe von Braunkohlen auf Credit kann nur gegen das g dernagel'ſchen Buchdruckerei zu Friedberg zu haben iſt, erfolgen. 4) Die Bürgſcheine dürfen nur auf e inen E Aufgenommen am 17. Auguſt 1850. Periode ein neuer Credit geſtattet, gen Credit in ſo lange die vorher bezogenen Kohlen nicht wenn die betreffenden Einleger durch Quittung die emeinſchaftliche angenommene Bürgſcheins⸗Formular, welches in der C. Bin⸗ mpfänger und auf einen Braunkohlen⸗Bezug von mindeſtens 25 Centner ausgeſtellt ſein. Für die Bergverwaltungen der Braunkohlen⸗Werke zu Dorheim, Bauernheim, ASt er ch, Großh. Berginſpector. Bergverwalter. Weckesheim und Wölfersheim und Dornaſſenheim. Stor Kfeiß Kin g Fürſtlicher Rentamtmann, als Bergrechner. r Stchmeo't, Bergverwalter. & Braunkohlen verkauf. (1318) In unſerer Bekanntmachung vom 7 zum 31. Dezember geſtattet worden. Den 17. Auguſt 1850. „Juni d. J. iſt bis auf weitere Beſtimmung eine Zahlungsfriſt für ſeitdem eingelegte Bürgſcheine bis Um die in der vorſtehenden Bekanntmachung gemeinſchaftlich gefaßten Beſch wird bemerkt, daß für die bereits eingelegten und bis zum 31. Se d. J. beibehalten wird, daß aber vom 1. October an die in der vorſtehenden Bekanntmachun Braunkohlenabnehmer, welche noch Kohlen auf bereits eingelegte Bürg tember abzufahren, da vom 1. October ab auf früher eingelegte Bürgſcheine keine lüſſe wegen gleicher Creditperioden in Ausführung zu bringen ptember noch eingelegt werdenden Bürgſcheine eine Zahlungsfrist bis zum 31. Dezember g feſtgeſetzten Creditperioden Giltigkeit erhalten. ſcheine zu beziehen haben, werden erſucht dieſelben bis Ende Sep⸗ Kohlen mehr verabfolgt werden. Für die Verwaltungen der Braunkohlenwerke zu Dorheim, Bauernheim und Dornaſſenheim. S 0 Stor ch,§ r. Schmidt, 255 Großh. Berginſpector. Bergverwalter. Bergverwalter. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1283) Donnerſtag den 29. l. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in der Wohnung des J. C. Nagel II. deſſen männliche und er— rungenſchaftliche Mobilien, beſtehend in Holz⸗ werk, Küchengeräthe, Weißzeug, Bettwerk, Ellen⸗ und Blechwaaren, gefertigte Kleider ꝛc. ꝛc. öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 14. Auguſt 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſſer Bender. Grummetgrasverſteigerung. 1130 Das diesjährige Grummetgras von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen wird folgen⸗ dermaßen verſteigert: 1) zu Stammheim, Mittwoch den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle, von ungefähr 10 Morgen, der See ge⸗ nannt und zugleich der Hafer von ungefähr 2 Morgen; 2) zu Lindheim, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Bechtold, Freitag den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, von ungefähr 50 Morgen Wieſen; 3) zu Okarben, an dem Mineralbrunnen, Dienſtag den 3. September; Vormittags 11 Uhr, von der Burgwaldswieſe, ungefähr 50 Morgen; 4) von der Markwieſe bei Bauernheim, unge⸗ fäbr 300 Morgen, Mittwoch den 4. Sep⸗ tember, Mittags 12 Uhr, bei Gaſtwirth Herrn Heres zu Bauernheim. Jeder zuläſſiger Steigerer erhält auf Verlan⸗ gen, jedoch gegen Stellung eines annehmbaren Bürgen, Credit bis Martinitag d. J. bis auf den Betrag von 25 fl.— Wer mehr ſteigert oder aus Verſteigerungen in vorderen Jahren an die Rentamtskaſſe noch Zahlungen zu leiſten hat, muß den Ueberſchuß vor dem Abmähen des Graſes an das Rentamt baar bezahlen. Friedberg den 16. Auguſt 1850. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. (Butzbach.) Strohlieferung. (4306) Donnerſtag den 29. Auguſt d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſämmtlicher Betten der Garniſon Butzbach erforderlichen 1106 Gebund, à 16 Pfund Kornſtroh und 1260 Gebund à 8 Pfund Gerſtenſtroh, auf dem Wege der Soumiſſion in Lieferung vergeben werden. Dies den Intereſ— ſenten zur Nachricht mit dem Anfügen, daß die Lieferungsbedingungen von heute an zur Einſicht aufgelegt ſind. Butzbach den 16. Auguſt 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Weißbinderarbeit in der Reitercaſerne zu Butzbach. (1307) Montag den 26. Auguſt d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen der Localitäten der hieſigen Reitercaſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeit luſttragenden Weiß bindermeiſter hierdurch aufgefordert, ihre Soumiſſtonen, wozu die For⸗ mulare auf dem hieſigen Militär-Verwaltungs⸗ Bureau in Empfang zu nehmen ſind, verſiegelt und mit der Aufſchrift„Weißbinderarbeit be— treffend bis zu dem bemerkten Termin in das am Eingang zum gedachten Bureau aufgehängte Soumiſſionskäſtchen einzulegen. Voranſchlag und Bedingungen ſind von heute an zur Ein— ſicht aufgelegt. Butzbach den 15. Auguſt 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (1319) Montag den 26. l. Mts., Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Reinigen der Seebach von der Schaafbrücke bis an die Brücke am Nauheimer Wege wenigſt⸗ nehmend verſteigert. Friedberg am 21. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n de Verſteigerung von Bauarbeiten. (4320) Montag den 26. l. Mts., Morgens um 10 Uhr, werden die Unterhaltungsarbeiten der Scheuer im Eichelhof und Materiallieferung 7 hieſigem Rathhauſe wenigſtnehmend verſteigert, als: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 14 fl. 34. 2) Maurerarbeit,„„ 6„ 4 3) Schreinerarbeit, 2 2 ſodann Anlieferung von 1400 Lehmſteinen, 3 Bütten Kalk und 6,1 Bätte Sand. Friedberg am 21. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Ob ſt Ve x ſi e i ger ide (1321) Montag den 26. l. Mts., Nachmit⸗ tags um 5 Uhr, werden an Ort und Stelle im Stadſchreibereigraben die Birnen von neun Bäumen, beſtehend größtentheils in Beſtenbirnen, meiſtbietend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Fauerbacher Thor. Friedberg den 21. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beende r. Oeffentliche Aufforderung. (1322) Johannes Langsdorf VIII. von Pohl⸗ göns iſt durch Verfügung Gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen der Verwaltung ſeines Ver⸗ mögens entſetzt und es ſind die Ortsbürger 40 5 8 der- 5 Ahlungs⸗ chem bis iu bringen Dezember Konrad Schepp V. und Anton Pommer J. von da als Curatoren für denſelben beſtellt worden. Es wird dies mit der Aufforderung zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, etwaige Forderungen an denſelben binnen einer Friſt von 4 Wochen bei unterzeichnetem Gericht anzumelden und fortan Rechtsgeſchäfte mit ihm nicht einzugehen, da ſie ohne Zuſtimmung der genannten Cura— toren keine Gültigkeit haben. Butzbach den 12. Auguſt 1850. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ebel. Grummetgras-Verſteigerungen bei Gr. Rentamte Nidda. (1323) Das diesjährige Grummetgras von den herrſchaftlichen Wieſen des Rentamtsbezirkes Nidda wird verſteigert: 1) Donnerſtag den 29. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, von 70 Morgen in der Gemar— kung Nidda, auf den Wieſen unterhalb der Stadt beginnend; 2) Freitag den 30. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, von 14 Morgen zu Salzhauſen und Mittags 12 Uhr, von 7 Morgen bei der Bruchmühle zu Unterſchmittenz 3) Samſtag den 31. Auguſt a) Vormittags 10 Uhr, von 34 Morgen in der Gemarkung Bingenheim und 9 Morgen in der Gemarkung Heuchelheim, auf der Bingenheimer Brühlwieſe beginnend; b) Nachmittags 2 Uhr, von 26 Morgen in der Gemarkung Blofeld, anfan⸗ gend auf der Blofelder Brühlwieſe; 4) Montag den 2. September, Vormittags 10 Uhr, bei Wirth Mann zu Lißberg von 86 Morgen in der Gemarkung Lißbergz 5) Dienſtag den 3. September, Vormittags 9 Uhr, auf dem Echzeller Te ich von 97 Morgen. Bingenheim den 17. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Rentamts-Vicar des Rentamts Nidda Kolb. Grummetgras-Verſteigerung. (132) Von nachbenannten Freiherrlich von Löw'ſchen Wieſen ſoll das diesjährige Grum⸗ metgras in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden und zwar: J. zu Nieder mockſtadt: Montag den 2. September d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Goll daſelbſt von ungefähr 20 Morgen; II. zu Bauernheim: Freitag den 6. September d. J., Vormittags um 9 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gaſt⸗ wirths Höres daſelbſt von ungefähr 9 Morgen, und III. zu Florſtadt an demſelben Tage, Nachmittags um 1 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gemeinde- rechners Wagner daſelbſt von ungefähr 90 Morgen. Florſtadt den 19. Auguſt 1850. Der Freiherrlich von Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Jag d⸗ Verpachtung. (1325) Dienſtag den 27. Auguſt, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll die Jagd von 200 Normal- morgen Feld, welche der hieſigen Gemeinde zu— ſteht, auf der Gemeindeſtube verpachtet werden. Burggräfenrod am 21. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mo ſchero ſch. ZJagd⸗ Verpachtung. (1326) Samſtag den 24. d. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll die Jagd und Fiſcherei in der Gemarkung Köppern, circa 3,743 Morgen, von einem waſſerreichen Bach durchſtrömt, auf — 269— 6 Jahre öffentlich auf der Gerichtsſtube daſelbſt in Pacht gegeben werden. Köppern den 18. Auguſt 1850. Der Bürgermeiſter Harf f. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1327) Mittwoch den 28. Auguſt d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem hie— ſigen Gemeindehauſe die zur Errichtung einer neuen Kirchentreppe erforderlichen Arbeiten, als: 1) Maurer- und Steinhauerarbeit veranſchlagt zu 2 n 8 kx, 2) die Lieferung eines gußeiſer⸗ nen Geländers veranſchlagt zu 29 48 unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmen— den verſteigert werden. Traishorloff den 19. Auguſt 1850. Für den Kirchenvorſtand: Der Pfarrer Der Gr. Bürgermeiſter R. Möbius. Momberger. (Butzbach.) Pferdeverkauf. (1328) Montag den 26. dieſes Monats, des Vormittags um halb 11 Uhr, ſoll in der hieſigen Reitercaſerne ein für den Reitdienſt un- brauchbar gewordenes Dienſtpferd meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Butzbach den 21. Auguſt 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. eee Privat- Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1248) Schöne junge Faſelochſen in beliebi⸗ ger Auswahl ſind zu haben bei Carl Friedr. Petſch in Niedererlenbach. Zu Verkaufen. (1329) Alter abgelagerter Rum wird aus dem Hauſe verzapft die Maas zu 48 kr. bei Ph. Windecker. Zu Verkaufen. (1330 Ein gut dreſſirter, rauhhäriger Hüh⸗ nerhund, welcher auf Probe gegeben wird, iſt billig zu verkaufen. Wo? ſagt die Exped. d. Bl. Anzeige. (1331) Longfſhawls und viereckige Shawls, größte Sorten, aus feinſter Wolle, erſtere von fl. 6 an, letztere von fl. 2½ an bei R. E. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Agenutur⸗Geſuch. (1332) Für ein courantes Geſchäft, welches an allen Orten, auch auf dem Lande mit Vor- theil betrieben werden kann, werden ſolide und thätige Leute geſucht, die eine ausgebreitete Be— kanntſchaft befitzen. Die Proviſion iſt 33 pCt. und find keine beſondere kaufmänniſche Kennt⸗ niſſe hierzu erforderlich. Hierauf Reflectirende belieben ihre verſiegelten Adreſſen mit genauer Angabe des Wohnorts franco an die Exped. d. Bl. unter dem Buchſtaben M. H. zu richten. Einladung. (1333) Zu dem nächſten Sonntag und Mon⸗ tag auf hieſigem Schießolatze ſtattfindenden großen Scheiben⸗Schießen ladet hiermit höflichſt ein; Friedberg den 21. Auguſt 1850. H. Hahn, Platzmeiſter. Zum Vermiethen. (133) Eine vollſtändige Wohnung und einen großen gewölbten Keller hat zu vermiethen Friedberg den 21. Auguſt 1850. Sehr t. Zum Vermiethen. (1335) Ein vollſtändiges möbelirtes Zimmer an der Straße nach dem Bahnhof iſt zu ver⸗ miethen und gleich beziehbar. Friedberg den 22. Auguſt 1850. Friedrich Müller in der Uſergaſſe. zeige. (1336) Da das auf den 18. und 19. Aug. angekundigte Hauptſchleßen wegen der einge⸗ tretenen ungünſtigen Witterung nicht abgehal⸗ ten worden iſt, ſo ſoll daſſelbe nunmehr auf Sonntag und Montag den 25. und 26. d. M. Statt finden. Wir laden daher Freunde des Schießens und des geſelligen Vergnügens hier⸗ zu höflichſt ein. Der Schießplatz liegt zwiſchen der Eiſenbahn. Station und Bonames. 1 alle Erforderniſſe werden beſtens beſorgt ein Bonames den 20. Auguſt 1850. Die unternehmenden Wirthe, i. d. A 1. d. A. Alles. Bekanntmachung. (1337) Unterzeichneter bringt einem geehrten reiſenden Publicum zur Anzeige, daß ſein Familienwagen vom 25. Aug. bis 14. September täglich von Nidda nach Friedberg und wieder retour geht. Ruppel, Gaſtwirth zur Traube. Einladung. 338) Allen meinen Freunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenſt an, daß Sonntag den 25. und Montag den 26. Auguſt in meinem Garten nächſt dem Bahnhof ein beſonders guter Obſtwein, wie auch Wein verzapft wird, und nebſt andern Speiſen auch friſch gebratene Brat⸗ würſte und Kuchen billig verabreicht werden; wozu höflichſt einladet Friedberg. Wilhelm Schmidt. Einladung. (13390) Sonntag den 25. d. M. findet aus Veranlaſſung des Erndtefeſtes und zur Feier des Namenstags Sr. Königl. Hoheit des Groß⸗ herzogs Tanzmuſik bei mir ſtatt, wozu ich hier⸗ durch höflichſt einlade Bruchenbrücken. Jacob Bickert im Hirſch. Schwalheimer Brunnen. (1340) Sonntag den 25. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, beabſichtigen einige Geſangvereine der Nachbarſchaft mehrere Reder in meinem Saale zu ſingen. Nach Beendigung des Ge— ſangs findet Tanzmuſik ſtatt. Zu dieſen Ver⸗ gnügungen lade ich unter der Verſicherung, daß ich für gute Getränke und Speiſen, ſowie für eine prompte Bedienung beſorgt ſein werde höflichſt ein n Henkel. 2 1 Tan zmuſik. (1341) Sonntag den 25. Auguſt iſt bei Un⸗ terzeichnetem Harmonie- und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Beyenheim. Huber. N 1 4 Kirchweihfeſt zu Ockſtadt. (1342) Sonntag und Montag, als den 25. und 26. Auguſt, wird in Ockſtadt das jährliche Kirchweihfeſt gefeiert, wo in dem Schloßgarten gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzu⸗ treffen iſt; für gute Speiſen, Getränke und gu⸗ tem Kuchen, ſowie für prompte Bedienung wird beſtens geſorgt ſein, wozu höflichſt einladet a Steyer. N 270 —— e Localveränderung! (125840 Das Geſchäftslocal des Unterzeichneten befindet ſich vom 15. Auguſt an in ſeinem von Herrn Bankier Simon Lindheimer hier neu angekauften Hauſe, Marktplatz Nr. 378.— Indem fur das mir ſeither in ſo reichem Maaße zu Theil gewordene Vertrauen verbindlichſt danke, empfehle mich in meiner neuen Wohnung allen meinen verehrten Gönnern, Freunden und Bekannten aufs An⸗ gelegentlichſte, und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. Friedberg. Wilhelm Fertſch, Marktplatz Nr. 378. Selſerbrunnen hei Okarben. (13413) Sonntag den 25. Auguſt Große Harmonie und Tanzmuſik, ausgeführt von dem Muſikcorps des Schützen-Bataillons des königl. preuß. 31. Jufanterie-Regiments. Abends großes Feuerwerk. Carl Muffert. Joolbad-Mauheim. (134% Sonntag den 25. Auguſt Grosses Concerti im Rurgurlen, ausgeführt von dem Muſikcorps des königl,. preuß. Garde-Landwehr⸗Regiments in Wetzlar. Hurſt, zum Kurhaus. Gegenerklärung. (1345) Vielfach dazu aufgefordert, kann ich nicht umhin, den in den Nr. 31 und 42 d. Bl. enthaltenen Erklärungen der Herren Riedel und Krebs einige Worte entgegenzuſtellen. Herr O. Riedel will dem Publikum Sachen aufbinden, die auch der Beſchränkteſte für Ent⸗ ſtellung des wahren Sachverhalts anſehen muß. Auf eine ſolche Antwort, wie ſte dieſer ehren— werthe Herr der Gr. Bezirksſchulkommiſſion will gegeben haben, hätte ſich dieſe Behörde nicht beruhigt, weil zu ſehr aus derſelben her— vorgeht, daß Herr Riedel wirklich etwas Nach- theiliges von mir wiſſen will. Von der Behörde des Schulbezirks Friedberg, deren Selbſtſtändig⸗ keit und Sorgfalt für das Wohl der ihr anver⸗ trauten Schulen bekannt iſt, läßt ſich nicht an⸗ nehmen, daß ſie perſönliche Rückſichten dem In⸗ tereſſe der Schule vorzieht und eine gegen einen Lehrer bereits eingeleitete Unterſuchung auf Für⸗ ſprache des Herrn Rentmeiſters zu Obermörlen niederſchlägt. Nein Herr Riedel, Ihre an geb⸗ liche Erklärung bei Gr. Bezirksſchulkommiſſion gegen mich konnte die Wirkung nicht heben, welche Sie ihr beimeſſen, und der Vorſitzende dieſer Behörde hat die Aeußerung nicht gethan, die Sie ihm in den Mund legen. Was Ihre Großmuth betrifft, ſo muß ich entſchieden da⸗ gegen proteſtiren, weil ſie erheuchelt iſt und ich ihrer nicht bedarf. Heraus mit der Farbe! Reden Sie, wenn Sie eine ungeſetzliche Hand⸗ lung von mir wiſſen und beweiſen können. So lange Sie das nicht thun, bleibt das Urtheil über Sie gefällt. Und nun zu dem Schulvor⸗ ſtandsmitglied Krebs. Dieſer liebenswürdige Mann möchte mit ſeinem Schmählibell in Nr. 42 gar gern zwei Mücken mit einem Schlag erlegen, was ihm indeß völlig mißlungen iſt. Er will durch das allegirte Hofgerichtsurtheil erſtens beweiſen, daß er die bekannten, ehrver⸗ letzenden Aeußerungen gegen mich nicht gethan habe. Dies Urtheil ſagt aber durchaus nicht, daß der vom Gr. Landgericht zu Butzbach für gültig und vollſtändig erkannte Beweis un⸗ gültig und mangelhaft ſei, ſondern erklärt nur das Erwieſene nicht für Verleumdung. Wenn aber Herr Krebs durch Anführung frag⸗ lichen Urtheils einen Verdacht auf den Eid des Herrn Decan Weismantel zu welzen beabſichtigt, ſo muß auch dieſe Mühe aus dem bereits ange⸗ führten Grund vergeblich ſein. Der Eid eines völlig intereſſeloſen unbeſcholtenen Mannes, und wäre es der Geringſte im Volke, wird und muß von Jedermann in Ehren gehalten werden, ſo lange nicht objektive, vollgültige Gründe dagegen ſprechen. Und ſolcher Gründe hat Herr Krebs weder vor Gericht noch dem verehrlichen Publicum nicht einen vorgebracht, wohl aber ſtatt deſſen widrige Angriffe. Wegen ſolcher hat ſich jedoch ein rechtſchaffener, in hoher Achtung ſtehender Mann wie Herr Decan Weismantel nicht zu beunruhigen; er kann getroſt an den Glauben jeden guten Bürgers appelliren, der vorkommenden Falls gleiches Vertrauen von ihm fordert. Jeder unbefangene Nachdenkende wird gewiß eine Selbſtvertheidigung des Herrn Decans Weismantel für unangemeſſen erkennen, um ſo mehr, da eine ſolche Vertheidigung doch nichts, als eine Berufung auf ſeine Wahrhaftigkeit ſein könnte. Diejenigen, welche ohne Grund dieſe Wahrhaftigkeit anzweifeln, hat ein Ehrenmann nicht zu berückſichtigen. Uebrigens freut es mich, daß Herr Krebs ſich ſolche Mühe gibt, zu be⸗ weiſen er habe nichts Schlechtes von mir geſagt, wahrlich hätte er etwas Derartiges gewußt, er hätte ſeiner Bemühung eine andere Richtung gegeben. Zum Schluſſe möge Herr Decan Weismantel mit mir die Worte eines bekann. ten Schrlftſtellers(Bürger) beherzigen: Wenn Dich die Läſterzunge ſticht, So laß Dir das zum Troſte ſagen: Die ſchlechteſten Früchte ſind es nicht, Woran die Wespen nagen. Obermörlen am 10. Auguſt 1850. Bui Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 13. Sonntag n. Trinit. den 25. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Fey. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Noack. f Fruchtpreiſe. 21. Aug. 16. Aug. 21. Juni Gattung. Fried⸗ 10, Die⸗ berg Mainz burg n er kr. Waizen pr. Malter 8—[87 6 20 e 7 5— 5 7 440 S 4— 3531 3 25 Hafer n 3— 4 4 225 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis 30. Auguſt. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 2— 2 7 7 4 N 4.— 4 77 77 S* 8•— Lth. Lth. — Milchbrod 15% 16 — Waſſerweck 16 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 G18 Fleiſch-Preiſe. f 1 J pf. 5 1 Ochſenfleiſch 1116— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes N „ Rindfleiſch, gemäſtetes Fi „Kalbfleiſch 7—1 6— „„„ gemäſtetes e „Schweinenfleiſch 9— 9— „Hammelfleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch 0 6———— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 144— 114— „Schwartenmagen 144— 41141— „ Gexäucherter Speck 18— 18— „Schinken 14.— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 160— 16— „Nierenfett 161— 1616— „ Hammelsfett 161— 116— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. NI