eigen 1 9 ˙ 1 A. Jul. derrichtet: Stadtkirche: II Stadtkirche: el Surgkirche: apeld. 21 e . Jun. Intelligenz-Blatt fuͤr die. Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den UAegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 57. Mittwoch den 24. Juli 1850. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Bezirks und die Poli— zeiknmmiſſäre zu Wickſtadt, Arnsburg und Engelthal. Betreffend: Die Landgeſtütsanſtalt, insbeſondere die ausgeſtellten Scheine behufs der Bedeckung von Stuten durch die Landgeſtütsbeſchäler für 1850. Sie werden an Einſendung der Verzeichniſſe über ausgeſtellte Scheine zum Bedecken von Stuten durch dis Landgeſtütsbeſchäler, oder Bericht, daß teine ausgeſtellt worden ſind, erinnert. Friedberg den 18. Juli 1850. ä ern Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 20 enthält: 1) Bekanntmachung der Reg.⸗Commiſſion, die Wahl der Geſchwornen für das Jahr 1851 n der Provinz Star⸗ kenburg betr.,(daß nach den neueſten Bevölkerungsliſten von den 600 Hochſtbeſteuerten, nach Verhältniß der Seelenzahl eines jeden Regierungsbezirks, die Zahl von 201 auf den R.⸗B. Darmſtadt, von 128 auf den R.⸗B. Dieburg, von 112 auf den R.⸗B. Erbach, von 159 auf den R.⸗B. Heppenheim kommt.)— 2) Desgleichen die Wahl der Geſchwornen in der Provinz Rheinheſſen für das Jahr 1851 betr., daß von den 600 zu den Geſchwornen herbeizuziehenden Höchſtbe⸗ Nie ken nach Verhältniß der angezogenen Seelenzahl 237 auf den Kreisgerichtsbezirk Alzey und 363 auf den Kreisgerichtsbezirk Mainz zu vertheilen ſind).— 3) Ueberſicht der zur Beſtreitung der Bedürf⸗ niſſe der iſraelitiſchen Religionsgemeinden des Regierungsbezirks Alsfeld für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen.— 4) Extheilung und Ausdehnung eines Patents auf 5 Jahre für den k. preuß. Major Serre auf eine in der Zuſammenſetzung und Anordnung der einzelnen Vorrichtungen eigenthümliche Feuerungsconſtruetion nunmehr mit an⸗ ebrachten Verbeſſerungen.— 5) Dienſt nachrichten. Am 26. ärz wurde der Landgerichtsaſſeſſor Reitz zu Alsfeld zum Land- richter an dem Landgericht zu Battenberg ernannt; am 3. April wurde dem Schullehrer Runk zu Wallernhauſen die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Rendel, R.⸗B. Friedberg, übertragen; am 13. wurde dem Ger.⸗Acceſſiſten Fieſſe die erledigte Friedensgerichtsſchreiberſtelle zu Niederolm und am 15, dem Schullehrer Uhrig zu Hofheim die 5. evang. Schullehrerſtelle zu Lampertheim, R.⸗B. Heppenheim, über⸗ tragen zam 20 wurde der Privatdocent Pr. Leuckart zu Göttingen zum außerordentlichen Profeſſor bet der philoſ. Facultät der L. ⸗U. Gießen, insbeſondere für das Lehrfach der Zoologie, ernannt und berufen.— 6) Am 17, April wurde der Schullehrer Johann Füll⸗ hardt zu Griesheim, R.⸗B. Darmſtadt, von ſeinem Dienſte entlaſ—⸗ fen.— 7) In den Ruheſtand wurden verſetzt: am 26. März der Landrichter Dittmar zu Battenberg; am 12. April der Kreisgerichts⸗ ſchreiber Siebert zu Mainz, auf Nachſ.; am 20. der Förſter Schlitz zu Heidesheim.— 8) Erledigt ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Oberſaulheim, R⸗B. Mainz, mit jährlich 765 fl.; die Stelle eines Regiſtrators bei der Oberforſt⸗ und Domänen⸗Direction(Anmeldung innerhalb 4 Wochen).— Geſtorben ſind: am 19. Febr. der 1. Schullehrer Herth zu Wirhauſen, R.⸗B. Darmſtadt; am 8. April der penſ. Botenmeiſter bei Gr. Oberconſiſtorium Fuchs; am 11. der penſ. kath. Schullebrer Kronenberger von Gundersheim, R.⸗B. Mainz. Nr. 21 enthält eine Verordnung des Gr. Kriegsminiſteriums vom 12. April die Einquartierung und Verpflegung der Gr. Truppen bei den Landeseinwohnern betr. Nr. 22 enthält: 1) Bekanntmachung, die in der Provinz Rheinheſſen legaliſirten Grundbücher betr.— 2) Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Friedens⸗ erichtsbezirks Oſthofen für 1850.— Desgl. in den Gemeinden des Sriedensgerichtsdeziele Oppenheim für 1850.— 4) Dienſtnach⸗ richten. Am 24. wurde der Ger.⸗Acceſſiſt und Ergänzungsrichter am Fr.⸗Ger. des 2. Bezirks zu Mainz, Dr. Metz, zum Friedens⸗ richter des Fr.⸗G.⸗B. Alzey und der Advocat⸗Anwalt Ur. Bernays zum Srgänzungsrichter am Kr.⸗Ger. daſelbſt ernannt; am 26. April wurde dem Landgerichtsdiener Reinhard zu Vöhl die Stelle eines Landgerichtsdieners an dem L.-G. Battenberg, dem früheren Kreis— diener Feldbuſch zu Hungen die Stelle eines Landgerichtsdieners an dem L.-G. zu Vöhl, dem zweiten Landgerichtsdiener Peter Nahr⸗ gang zu Fürth die Stelle eines Landgerichtsdiener bei dem L.⸗G. zu Schlitz, dem Geometer 3. Klaſſe Becker zu Wörrſtadt die Stelle eines 2. Landgerichtsdieners bei dem L.⸗Ger. zu Fürth, und dem Fahnenträger im 2. Inf.⸗Reg., Haas, die Stelle eines 2. Landge⸗ richtsdieners bei dem L.⸗G. zu Gießen ertheilt, ſowie der frühere Polizeiwachtmeiſter Coutu, dermalen zu Worms, zum 3. Landge⸗ richtsdiener bei dem Landgerichte zu Fürth ernannt.— 5) Erledigt ſind: die mit einem Theologen zuͤ beſetzende Rectorsſtelle zu Schot— ten, R.⸗B. Nidda, mit jährlich 391 fl. 11 kr.; die kathol. Schullehrer⸗ ſtelle zu Holzhauſen, R.-B. Friedberg, mit jährl. 193 fl. 54 kr. und einer Vergütung von 28 fl. für Heizung des Schullocals. Nr. 23. enthält: 1) Bekanntmachung, die Aufhebung der ſeitherigen Poſtwagenverbindung zwiſchen Darmſtadt und Gernsheim betr.— 2) Umlagen zur Beſtréeitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Regierungsbezirks Dieburg für 1850.— 3) Dienſtnachrichten. Am 24. April wurde der Kreisrichter Georg Gottfried Uhler zu Mainz zum Vicepräſidenten des Kreisgerichts daſelbſt und der Kreisrichter Jaeob Brück zu Alzey zum Richter an dem erwähnten Kreisgerichte, ſowie am 29. April der Friedensrichter Georg Michael Metz zu Alzey zum Ergänzungsrichter am daſigen Kreisgerichte ernannt.— In den Ruheſtand wurde verſetzt: am 19. April der evangeliſche Schullehrer Albert Heinrich Lauev zu Birklar, im Regierungsbezirke Friedberg.— Erledigt ſind: die katholiſche Pfarrſtelle zu Fürth, im Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 1406 Gulden;— die erſte evan— geliſche Schullehrerſtelle zu Hatzfeld, im Regierungsbezirke Biedenkopf, mit einem jährlichen Gehalte von 373, Gulden, einſchließlich der Ent⸗ ſchädigung für Heizung des Schullocals. Nr 24 enthält: 1) Bekanntmachung, den Ausſchlag zur Deckung des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für 1850 betr.— 2) umlagen zur Beſtreitung der Bedürfuiſſe der isrgelitiſchen Religionsgemeinden im Regierungsbezirke Dieburg für 1850.— 3) Desgl. in den Ge⸗ meinden des Regierungsbezirks Heppenheim.— 4) Dienſtnach⸗ richten: am 12 April wurde der Landger.-Aſſeſſor Beisler von Büdingen nach Seligenſtadt, der Landger. ⸗Aſſeſſor Bierau von Büdingen nach Fürth, der L.⸗G.⸗Aſſeſſor Gutfleiſch von Seligen— ſtadt nach Lorſch, der L.⸗G.⸗Aſſeſſor Lichtenberg von Lorſch nach — 230—. Homberg g. d. O., der L.⸗G. Aſſeſſor Eckſtein von Homberg nach Gladenbach, der L.⸗G⸗Aſſeſſor Dr. Irle von Butzbach nach Friedberg verſetzt und der Hofger.⸗Seer.⸗ Acceſſiſt Erdmann aus Darmſtadt zum Aſſeſſor m. St. an dem Landgericht zu Butzbach ernannt. Am 13. wurde der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſſiſt br. Stammler aus Gießen zum Aſſeſſ. m. St. an dem Landg. Alsfeld und der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſſiſt Korn⸗ meſſer von Höchſt zum Aſſeſſor m. St. an dem Landg. Büdingen ernannt. Am 14. wurde der Hofg.⸗Seer.-Acceſſiſt v. Preuſchen aus Darmſtadt zum Aſſeſſor m. St an dem Landg. Friedberg, am 15. der Hofg.⸗Secr⸗Acceſſiſt Bötticher aus Darmſtadt zum Aſſeſſor m. St. an dem Landg. Offenbach; am 16. der Hofg.⸗Seer.⸗Acceſſiſt v. Bechtold zum Aſſeſſor m. St. an dem Stadtgerlcht daſelbſt und der Hofg.⸗Seer.⸗-Acceſſiſt v. Starck aus Darmſtadt zum 2. Subſti⸗ tuten des Staatsanwalts zu Gießen ernannt. Am 26 wurde der Hofger-Aſſeſſor Ur Seitz zu Gießen in gleicher Eigenſchaft an das Hofgericht zu Darmſtadt verſetzt, der Landg. ⸗Aſſeſſor Draudt zu Hungen zum Aſſeſſor bei dem Hofgerichte dahier und der Stadger.⸗ Aſſeſſor v. Hombergk dahier zum Aſſeſſor bei dem Hofgerichte zu Gießen ernannt. Am 1. Mai wurde der Landg.-Aſſeſſor Hahn zu Langen an das Stadtgericht Darmſtadt, der Landg.⸗Aſſeſſor Wirth von Höchſt nach Langen, der Landg⸗Aſſeſſor Schmitt von Lorſch nach Höchſt und der Landg⸗Aſſeſſor Weber von Schlitz nach Lorſch verſetzt, ſowie der Hofg.⸗Seer.⸗Acceſfiſt Eckſtorm aus Gedern zum Aſſeſſor m. St. an dem Landger. Schlitz, der Hofg.⸗Secr.⸗Ackeſſiſt Suppes aus Großkarben zum Aſſeſſor m. St. an dem Landg. zu Büdingen und der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſſiſt Langsdorf aus Gießen zum Aſſeſſor m. St an dem Landg. Hungen ernannt⸗— 5) Erledigt find: die evang. Pfarrſtelle zu Battenberg, Reg.⸗Bez. Biedenkopf, mit jährl. 1015 fl., Solm'ſches Präſentationsrecht; die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Biſchoffsheim, Reg.-Bez. Darmſtadt, mit jährl. 447 fl., einſchließlich der Vergütung fuͤr Heizung des Schullocals. Erinuerungen eines Londoner Polizei-Beamten. (Jortſetzung.) Von da ging ich in das Kaffeezimmer, wo Mr. Briſtowe noch immer, anſcheinend in tiefem Nachdenken ſaß, und ſchrieb einen Brief, mit welchem ich den Hausknecht des Gaſt— hauſes wegſandte. Ich hatte nun Muße genug, mir den vermeintlichen Räuber und Mörder zu betrachten: es war ein blaſſer, ſchöner junger Mann von etwa 26 Jahren, verſtändigem Geſicht, ſchlankem ebenmäßigem Wuchs und trotz ſeiner etwas beſchmutzten und abgetragenen Kleidung, mit dem entſchiedenen Habitus eines Gentleman. Seine Miene hatte etwas Verlegenes, Sorgenſchweres, allein ich ſuchte darin vergebens nach jener zuſammenfahrenden nervöſen Unruhe nach jenem erregbaren Erbeben, das nach meiner Erfahrung ſogar im Verbrechen ergraute Burſchen an den Tag legen, wenn man ſie raſch auredet. Mehrere Perſonen waren haſtig in's Zimmer getreten, ohne daß er auch nur nach ihnen umſah. Ich entſchloß mich nun, ſeine Nerven auf eine Probe zu ſtellen, welche meiner Anſicht nach kein Mann, der kaum erſt einen Mord begangen und erſt den Tag vorher einen Theil des Ertrags dieſes Ver— brechens auf der Bank von England in Gold umgewech— felt, ohne Erbeben beſtehen konnte. Mir lag mehr daran, meine eigene Ueberzeugung über ſeine Schuld oder Nicht— ſchuld feſtzuſtellen, als auf ſolche Weiſe Beweismittel für die Schlußverhandlung über ihn zu gewinnen, denn ich ahnte mehr und mehr, daß der junge Mann trotz allen Anſcheins an dem ihm aufgebuͤrdeten Verbrechen unſchuldig war, und vielleicht das Opfer irgend eines gegen ihn an— gezettelten teufliſchen Complotts werden ſollte, unter deſſen Schutze die eigentlichen Urheber des Verbrechens entkom⸗ men wollten; mein Argwohn wollte mir nun einmal einreden, die eigentlichen Thäter ſeien den drei Bur— ſchen nicht fremd, welche unſere Reiſegefährten werden ſollten. Meine Pflicht war ja ebenſo ſehr die Rechtfer— tigung der Unſchuld, als die Entdeckung der Schuld, und wenn ich die Ueberzeugung gewinnen konnte, daß er un— ſchuldig ſei, ſo gelobte ich mir, Nichts unverſucht zu laſ— ſen, um ihn aus ſeiner gefährlichen und drohenden Lage zu retten. Ich verließ das Zimmer, blieb eine Weile draußen, kam dann mit ziemlichem Geräuſch herein, ging raſch und mit entſchloſſenem Weſen gerade auf den Ver⸗ ſchlag zu, worin er ſaß, faßte ihn raſch beß'm Arme und rief barſch:„Hab' ich Sie endlich ausfindig gemacht?“ — Er fuhr nicht zuſammen, gab nicht das mindeſte Zeichen von ſich von Schreck oder Furcht, ſondern war nur er— ſtaunt und verlegen, als er zu mir aufblickte mit den Morten Was Teufels wollt Ihr damit ſagen?“ „Bitte ſehr um Vergebung,“ verſetzte ich;„der Kell— ner ſagte mir, ich werde hier einen alten Freund von mir, einen gewiſſen Bagſhawe treffen, den ich ſchon etliche Tage vergeblich aufſuche, und für dieſen hielt ich Sie!“ Er nahm meine Entſchuldigung freundlich auf und bemerkte mir zu gleicher Zeit ruhig, er heiße zwar Briſtowe, habe aber ſeltſamerweiſe einen Onkel in der Provinz, wel— cher den Namen der Perſon führe, für welche ich ihn ge— halten. Dieſer Mann iſt gewiß unſchuldig! ſagte ich zu mir ſelbſt; und dennoch...? In dieſem Augenblick meldete mir der Hauskuecht die Ankunft des Herrn, nach welchem ich ihn geſchickt hatte. Ich ging hinaus, gab dem An⸗ kömmling die Weiſung, Mr. Briſtowe nicht aus den Augen zu laſſen, und eilte nach Hauſe, um mich zu meiner Reiſe zu rüſten. Nachdem ich mich mittels einer flächſenen Perücke, grüner Brille und einer Unzahl Weſten, Unterleibchen und Shawls, die ich über einander anzog, in einen dicken be— höbigen und ältlichen Mann verwandelt hatte, begab ich mich wenige Minuten vor der Abfahrt des Wagens mit Joſiah Barnes, den ich zuvor gehörig belehrt hatte, wie er ſich gegen unſere Gefährten benehmen ſollte, in den Sarazenenkopf. Mr. Briſtowe hatte ſchon ſeinen Sitz eingenommen. Die„drei Freunde“ aber warteten noch, wie ich wohl bemerkte, ſehr neugierig ab, wer zu ihnen in den Fond des Wagens kommen ſollte, bevor ſie ihre Plätze in einem ſo engen Raume einnahmen, den man unter gewiſſen Umſtänden ſo ſchwer verlaſſen konnte. Mein Aeußeres und das von Barnes, der allerdings weit töl— piſcher und einfaltiger erſchien, als er wirklich war, be— ruhigte ſie vollkommen, mit vertrauensvoller Behendigkeit nahmen ſie ihre Plätze ein, und wenige Minuten ſpäter fuhren wir ab. Eine ſtillere ungeſelligere Reiſegeſellſchaft hatte ich nie zuvor gehabt; nicht die mindeſte Unterhaltung war zwiſchen den ſechs Paſſagieren im Fond anzuknüpfen, gleich als habe Jeder ſeine eigenen Gründe, ſein Licht unter den Scheffel zu ſetzen. Nur ein oder zwei unbedeutende Vor⸗ fälle, die ich aber doch tief in's Gedächtniß einprägte, be⸗ gaben ſich während der langen langweiligen Reiſe, bis wir, noch etwa 30 Meilen von Kendal, anhielten um Mit⸗ tag zu machen; hier erfuhr ich, eine Unterredung belauſchend, die der Eine der drei Burſchen mit dem Kutſcher hielt, daß ſie in einer Schenke an der Straße, ungefähr ſechs Meilen dieſſeit Kendal abſteigen wollten. „Kennt Ihr das Haus, in welchem ſie anhalten wollten?“ fragte ich Barnes, ſobald ich ihn aus der Seh⸗ und Hörweite der Anderen hinter das Haus gelockt. „O, recht gut,“ verſetzte er;„es liegt, ungefähr zwei Meilen von Five Oaks Houſe,“ war die Antwort. „Wohlan denn! dann müßt Ihr auch dort bleiben. Ich muß nothwendig mit Mr. Briſtowe nach Kendal gehen; Ihr aber könnt zurückbleiben und den Burſchen aufpaſſen, Allein unter was für einer Ausrede wollt Ihr zurückblei— ben; nun dieſe ſauberen Vögel einmal wiſſen, daß Ihr bis Kendal eingeſchrieben ſeid?“ ö „Ei, dafür laſſen Sie nur mich ſorgen! Glauben Sie mir, ich will ihnen ſo viel Sand in die Augen ſtreuen, daß man ein Hundert von ihnen damit blind machen könnte!“ „Jenun, wir wollen ſehen. Und nun zu Tiſche!“ (Fortſetzung folgt.) de — 231— N Arme und 11 5. ehe Bekanntmachungen von Behoͤrden. r nur er, * mit den 1 * Main⸗Weſer⸗Bahn. ud von mir, 0e Fabr Plan f und 164) im Anſchluß an die Fahrten der Friedrich⸗Wilhelms-Nordbahn, der Thüringer Bahn und weiter nach Otkiſtowe—* 5*.... din wel Leipzig, Magdeburg und Berlin einerſeits, ſowie andererſeiks an die der Main-Neckar-Bahn, der Großh. Badiſchen e Il:..— 5— ich ihn ge⸗ Bahn bis Baſel, der Taunus-Bahn, der Hanauer Bahn und der Rhein⸗Dampfſchifffahrt ꝛc. c. vom 25. Juli ſagte ich zu 1850 anfangend bis auf weitere Beſtimmung. dlick meldete ach welchem N 2— 5 den d, Von ECaſſel nach Frankfurt a. M. Von Fraukfurt a. M. nach Caſſel. s den Augen 8 f meiner 15 OI. VI. VIII. 4 3. 5, 6 1 Perücke Stationen Vormittags Nachmittags Stationen Vormittags Nachmittags luldchen und 0 Uhr Min Uhr Min] Uhr Min] Uhr Min Uhr Min Uhr Min Uhr Min Uhr Min en dicken be⸗ 5 e N ile e 3 n 2 begab ich Caſſel Abgang 8 10] 125 5 5 Frankfurt Abgang, 5 40 9—-[3— 648 Vagens mit Guntershanuſen- 8 45 2— 535 Bockenheim„ 57„ fer been 655 b batte, wie Genſungen 1 988 2236— Bonames„ 530 920 320 78 ollte, in den Wabern„ 9 26 241 6 20 Vilbel N 1 5 40 9 30 3 30* 18 Borken„ 9 43] 2 58 6 37 Dortelweil„ 5 47 9 37 3 37 7 25 5 Jimmersrode 9 55][ 310 649 Großkarben 5 33 943 343 7 J arteten noch, Treyſa 1 1020 335 716 Niederwöllſtadt„ 6 4 9 54 3 54 7 42 vet zu ihnen 3„ 5 75 5 7 4* Friedberg Ankunft! 6 J 15 ʃ0 5 4 5 7 53 r irchhain„ g 1 g a -* 225 Ankunft 11 30] 445 8 30 Ng. Die durch Punkte ange⸗ 1 Marburg Nachmitt. deuteten Verbindungen onnte. Mein Abgang! 7 30 1 30] 455 werden durch Poſt⸗ resp. aas weit böl⸗ Fronhauſen 5 7 55 3155 5 20 Omnibus⸗Fahrten ver⸗ 5 0 war, be⸗ ollar Ankunft! 8 4] 241 5 30 mittelt. 1 15* nf 1 1***„ 5 Bebendigleit 2 e 5 l A — ſpiter 5 4 bleibt in[Lollar Abgang 11423 te 5 8 1 1 5 Friedberg Fronhauſen 5 Ac 3 28 Ankunft zit batte ich 2 Marbur„ 4 30 12 25 O— 9% 40 2 75, nüpf lei— 55 euſtadt 7 a a 2 den Friedberg Abgang]? 30 8 52130 2 39 Treyſa 1 5550 1 48 5 18 i ne, Niederwöllſtadt. 5143743 Zimmers rode R. Fig deutende Vor⸗ Großkarben De 52 e 4 52% 7% 52 Borken 1„eee aurrügtt, be⸗ Dortelweil* 5.58, 9 20158 758 Wabern„ B32„ e Feile, bis Vilbel„ 6,8902888[[Genſungen„ 6 55 255 6 25 un Mu, Bonames„ 84 2 618 Guntershauſen- 7 25 3 25 6 55 ten— 5 Bockenheim 1 6 39 9 52 2 30 4 8 36 Caſſel Ankunft 7 50 3 1 50 7 20 belauschen“ Frankfurt Ankunft 6 359.57 2 35 835 utſcher delt, adiſoyt ſech Anſchlüſſe. ſie anhalten 3035 iſt in fas 25 7 Zügen 1 e r nach Baſel. Seh⸗ 1„ u„ 17 4 9 1 aus der Seh 3 5„„„ über Darmſtadt, Heidelberg, Carlsruhe nach Freiburg. gelockt.„ 5„„„ 1„ von Offenburg über Carlsruhe, Heidelberg, Darmſtadt. gefahr zwe Feen„„„„ über Darmſtadt, Heidelberg nach Carlsruhe. 1nd 5 e 17 17 7 17 von Baſel über Carlsruhe, Heidelberg, Darmſtadt. — Ic„ 8„„ 1„dem Zuge nach Darmſtadt. bleiben. 8 n „ral gehen; J. iſt in Verbindung 1) mit den Zügen nach Halle, Magdeburg, Leipzig, Berlin.(Ankunft 9¼ Uhr Abends.) kent„ 379 5 0 2)„dem Jug nach Carlshafen und der Weſer⸗Dampfſchifffahrt. an aue,„ in.„,„ mit den Zügen über Eiſenach nach Weimar.(Ankunft 9¼ Uhr Abends.) er zurück„ IV.„„„„„ Morgenzügen von Eiſenach und nach Carlshafen. 4 daß Ihr„ V.„„ 4„ Zügen nach Eiſenach und von Carlshafen ſen,„E. n 1„dem Abends vorher 10 Uhr von Berlin abgehenden Zuge. N lauben Die Anſchlüſſe an die Nordbahnzüge in der Richtung von und nach Eiſenach und welter finden in Guntershauſen Statt.— Mit en— den Zügen III. und IV. werden zugleich Güter befördert. nat ſtt 1 5 5 2 2 g 2 2 4 bunte! Die Großh. Heſſ. Eiſenbahn⸗Ban Direction 1 Tic“, zu Gießen. e* „ Edicetalladung. (1010) Nachdem über das Vermögen des Nathan Kaufmann von Wölfersheim Concurs er⸗ kannt worden, werden Alle, welche Anſprüche an denſelben haben, aufgefordert, dieſe Montag den 19. Auguſt l. J. Vormittags 9 Uhr, bei Meidung eines ſtillſchweigenden Aus ſchluſſes hier anzugeben, auch wegen Vergleichs, Verkaufs der Maſſe, Beſtellung eines Güterpflegers und Gläu⸗ bigerausſchuſſes ſich zu erklären, indem nach Antrag der Mehrheit der Erſcheinenden verfügt wird. Hungen den 19. Juni 1850. 5 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Hofraithe ⸗ Verſteigerung. (1135) Dienſtag den 30. d. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll die Hofraithe des ver⸗ ſtorbenen Kaufmanns Joh. Heinr. Fritz hier nochmals auf hieſigemm Rathhauſe unter den bei ver Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden verſteigert werden und wird bemerkt, daß zugleich mit dem Zuſchlage unwiderruflich die Genehmigung er⸗ folgen ſoll. Friedberg den 18. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Faſelochs⸗Verſteigerung. (4136) Donnerſtag den 25. Juli, Mittags uͤm 2 Uhr, wird in der Wohnung des Wirths Konrad Reuß II. am Bahnhof, ein gut gehal⸗ tener zum Schlachten geeigneter Faſelochs meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg am 17. Juli 1850. In Auftrag der Armenkommiſſion: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1139) Montag den 29. d. M., Vormit⸗ tags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 1 bis 6 Ubr, ſoll in der Kloſtercaſerne dahier eine bedeutende Parthie getragener Czako, Tor⸗ niſter, Mäntel, Fauſthandſchuhe, Spenzer, Mützen, wollene Hoſen und Gamaſchen, leinene Panta⸗ lons und Gamaſchen, Halsbinden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie ausrangirte Bett⸗ teppiche ꝛc. ꝛc. gegen gleich baare Zahlung an vie Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht und zu⸗ Juz mit dem Erſuchen an die Großh. Herrn ürgermeiſter der Umgegend, dieſe Verſteige⸗ rung im Intereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 15. Juli 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1165) Mittwoch den 31. Juli l. J. Nach⸗ mittags 4 Uhr ſollen nachbezeichnete Arbeiten an Ort und Steile an den Wenigſtnehmenden öffentlich veraccordirt werden: 1) Erdarbeiten veranſchl igt zu 1031 fl. 06 kr. 2) Anfertigung einer Rieſel⸗ dohle veranſchlagt zu 280 fl. 12 kr. 3) Anfertigung des Funda⸗ mentes für eine Schienen⸗ bahn veranſchlagt zu 249 fl. 20 kr. 4) Das Legen einer Schienen⸗ 5 bahn veranſchlagt zu 112 fl.— kr. Die Zuſammenkunft iſt an dem Wegüber⸗ gange im Hainborn, Gemarkung Vilbel. Friedberg den 22. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur der Sektion Vilbel. Hochge ſand. — 232— Arbeits Verſteigerung. (41000 Freitag den 26. d. Mts., Nachmit⸗ tags 4 Uhr, ſollen bel Gaſtwirth Peter Haas zu Niederwöllſtadt, die bei Einfriedigung des in der Gemarkung Fauerbach II. liegenden und den beiden isrgelitiſchen Gemeinden Fauerbach I. und Niederwöllſtadt gehörigen Friedhofs vor⸗ kommenden Arbeiten in Accord gegeben werden. Der Voranſchlag beträgt 3 für die Zümmerarbeit 65 fl.— kr., 2)„„ Schloſſerarbeit 3% 24„ 3)„„ Weißbinderarbeit 11 O 53„ Voranſchlag und Steigbedingungen können vor Beginn der Verſteigerung eingeſehen werden. Niederwöllſtadt den 19. Juli 1850. Der Vorſtand. Schaafpferche Verpachtung. (1107) Donnerſtag den 25. Juli, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem RKathhauſe 5—10 Schaafpferche, welche den 30. Juli ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 18. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1168 Samſtag den 27. Juli, Vormittags 11 Ühr, ſoll bei Gaſtwirth Wagner dahier, die bei Herſtellung des ſogenannten Höhlchens am Bauernheimer Weg vorkommende Pflaſter-Ar⸗ beit, welche zu 132 fl. veranſchlagt iſt, an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Florſtadt am 21. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter A ee Privat⸗ Bekanntmachungen. Menzel& Cordier, Döngesgaſſe H 169 in Frankfurt am Main, (1169) empfehlen ihr Fabrik⸗Lager von Spiegeln mit und ohne Rahmen von den feinſten bis zu den geringſten Sorten, ſowie von Fenſterglas aller Art und Goldleiſten für Bilder und Tapeten zu den billigſten Engros- und Detail- Preiſen, Ein gemäſteter Faſelochſe (1140) iſt zu verkaufen bei Oberrosbach. Gaſtwirth Ruppel. (1160) Sonntag und Montag den 28. und 29. d. M. findet dahier ein Hammel⸗ und Zinn⸗ ſcheiben schießen ſtatt, wozu ich mit dem Bemer⸗ ken, daß an beiden Tagen Tanzmuſik anzutreffen iſt, höflichſt einlade. Oberros bach. Gaſtwirth Ruppel. Mö bel (1147) ſind in großer Aus wahl billig zu kaufen und zu miethen. Wo? zu erfragen bei Hrn D. Fritz in Nauheim und der Expedition d. Blattes. Die Möbel werden franco Fried⸗ berg geliefert. 5 Ein großes Logis N iſt zu vermiethen und kann Anfangs ctobers bezogen werden bei Franz Ruppel. WW nee g e. (1171) unterzeichnete läßt Montag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, in ihrem Hauſe ein vollſtändiges Küfergeſchirr und eine Parthie tannene Bohlen und zugehauenes Küferholz meiſt⸗ bietend verſteigern und ladet Kaufliebhaber dazu ein. Bellersheim im Juli 1850. W. Kammers Wittwe. (41172 Anzeige. (Altenſtadt.) Der Unterzeichnete beabſichtigt von Auguſt d. J. an Sonntags Unterricht im Zeich⸗ nen und Rechnen zu ertheilen. Auch kann Unter⸗ richt in der Geometerie ertheilt werden. Die⸗ jenigen, welche dieſen Unterricht als Vorbereitung zur Meiſterprüfung benutzen wollen, mögen ſich im Laufe dieſes Monats perſönlich melden bei Altenſtadt den 18. Juli Mittelſtädter, Bauaufſeher⸗Candidaten 1. Klaſſe. Herbeifuhr von Hauſteinen. (1173) Oer Unterzeichnete beabſichtigt circa 21000 Cubikfuß Hauſteine von dem Frankfurter oder Hanauer Mainufer nach Friedberg anfahren zu laſſen. Hierzu luſttragende, zuverläſſige Fuhr⸗ leute wollen ihre billigen Gebote, per Cubikfuß, an meinen Obergeſellen P. Weber, wohnhaft bei Wirth L. Kreuter dahler, bis zum 29. Juli ſchrift⸗ lich abgeben, woſelbſt die Bedingungen einzuſehen nd. Friedberg am 17. Juli 1850. C. Geo ld, Steinmetzmeiſter. Zu einer Badechaiſe (117) wird nech eine Dame geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. Einladung. (1178) Sonntag den 28. d. M. will Unter⸗ zeichneter bei günſtiger Witterung ein Geld⸗ ſcheiben⸗Schießen mit Bürſchbüchſen von 15 bis 18 Gaben abhalten, deren bhöchſte 10 fl. iſt. Bei jeder Gabe wird eine Fahne verabreicht, worauf die Nummer des Gewinnſtes bezeichnet iſt. Sollte die Witterung ungünſtig ſein, ſo wird daſſelbe den nächſt darauf kommenden Sonntag abgehalten, wozu alle Liehaber höflichſt eingeladen werden. Wiegand, Gaſtwirth in Bönſtadt. Erklarung. (1176) Auf die Berichtigung des E. Huber Nr. 1163, in Nr. 56 d. Bl., wiederſpricht fich der ſelbe ganz, indem er ausſagt, daß ich mir fraglichen Klee unbefugter Weiſe zueignet, welche die reine Lüge iſt und bleibe meiner Erklärung Nr. 1057 in Nr. 51 d. Bl. ſtehen. Ich forder Herrn Huber auf mich vor Ge⸗ richt zu ſtellen und mir beweiſen, daß ſolches ſein Knecht nicht gethan hat, ein jeder verehrten Publicum Bekannten ſowie Unbekannten wird ſein Beſtes von Herrn denken, welch ein feiner Herr derſelbe wohl ſein wird. Wiſſelsheim am 22. Juli 1850. Schmidt, Beigeordneter. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg, r — — r e S —— 2