— Intelligenz-Blatt — * 2 2 2 — 77 2. dog A* 0 dadin „ Aclagende m dbeſtengz. dn alaſſt N ſte in, Y. — dose dot rang. 5 Dennaſag, als 5* Vormittags 9 Uhr, „er annehmbar e 18 50 un 1801 ein chen, als a N Hun, u Kc, de, kturt nich nen, 0e Can, ZJuflandt, rigeſchir w m degr ſchirr in ag Trumer 1850. debets Bitte. zu fen. dat zu verlauf 1. 842 Frietberg. aufen. Nia n zu verkaufm dertuig fen. gyſend ſiuht zu ber, ar Berg in Friedberg. 1 8 E. the feſtfardiger la don ich die ffinſn u. und die allem. . per Elle erich zubt ich mit 1 fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den . 92. 23. November 1850. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. detreffend: Die Sitzungen des diesjährigen Bezirksraths. Da Montag den 25. d. M. die Wahl der Wahl⸗ r änner zur außerordentlichen Ständeverſammlung ſtatt⸗ jndet, ſo iſt, da einzelne Mitglieder des Bezirksraths ver⸗ ündert ſein werden, an dieſem Tage dahier zuſammenzu⸗ teten, der Zuſammentritt auf Montag den 2. Dezember 1 J., Morgens 10 Uhr, auf dahieſiges Rathhaus verlegt orden. Die Gr. Bürgermeiſter haben dies in ihren Ge⸗ w einden zu veröffentlichen. Friedberg am 20. November 1850. Großh. Heſſ. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Bekanntmachung, die Meiſterprüfung der Bauhandwerker. Die theoretiſche Prüfung der Bauhandwerker, welche de praktiſche Prüfung beſtanden haben, wird Dienſtag den 46. November l. J., Vormittags um 8 Uhr, auf dem Büreau les Unterzeichneten vorgenommen. Friedberg den 20. November 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 53 enthält: 1) Bekanntmachung des Großh. Miniſteriums des Innern vom 18. Olt., die Bildung der Wahlbezirke in den Vahlkreiſen Behufs der Wahl der Abgeordneten zur zweiten Kammer der außerordentlichen Ständeverſammlung im Großherzogthume betr. — 2) Bekanntmachung der Ergebniſſe der Verwaltung des allgemeinen e-angeliſchen Kirchenfonds vom Jahre 1848.— 3) Ermächtigung zur zmnahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Groß— herzog haben dem Geheimerath Freiherr von Lepel die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majeſtät dem zönig von Preußen verliehenen rothen Adlerordens zweiter Klaſſe zu ertheilen geruht.— 4) Dienſtnachrichten. Am 15. Oktober gurde der Oberconſiſtorialrath Dr. Palmer dahier zum geiſtlichen Pitgliede der für die Prüfung der evangeliſchen Pfarramtscandidaten aigeordneten Commiſſion ernannt. Am 17. Oct. wurde dem Bau⸗ eundidaten Auguſt Rahm aus Niederingelheim die Stelle eines Bahn— neiſters in dem Bahnbezirk Darmſtadt der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn ibertragen.— 5) Am 14. Oct. wurde der Kammeranwalt in der Provinz Starkenburg, Juſtizrath Carl Volhard dahier, ſeines Dienſtes entlaſſen.— 6) Erledigt find: die kathol. Pfarrſtelle zu Bretzenheim, R.⸗ B. Mainz, mit jährlich 940 fl. 51 kr.; die 1. kath. Schullehrer⸗ ſtelle zu Nackenheim, R.⸗B. Mainz, mit einem einſchließlich der Woh⸗ nung und der Vergütung für Schulheizung, in 400 fl. beſtehenden Gehalte; die evang. Mädchen ⸗Schullehrerſtelle zu Niederramſtadt, R.⸗B. Dieburg, mit jährlich 341 fl. nebſt 22 fl. Vergütung für Hei⸗ zung des Schullocals. Nr. 54 enthält: 1) Verordnung vom 21. October, die Ge⸗ bühren bei gerichtlich angeordneten Pfändungen und Verſteigerungen in den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen betr.— 2) Bekannt⸗ machung des Großh. Ministeriums des Innern vom 1. Nov., die Beſtellung der Wahleommiſſäre zur Leitung der in den Wahlkreiſen vorzunehmenden Wahlen der Abgeordneten zu den beiden Kammern der außerordentlichen Ständeverſammlung betr.— 4) Bekanntmachung, die Commiſſion zur Ligutdallon der Forderungen an Frankreich be⸗ treffend(daß die eingeſetzte beſondere Commiſſion zur Auseinander- ſetzung dieſer Liquidakionsſache für aufgelöſt, das geſammte Liquida⸗ tionsgeſchäft für beendigt und erledigt erklärt iſt).— 5) Ordensver⸗ leihungen. a) Ludewigsorden. Großkreuz: Präſident v. Lehmann; Ritterkreuze 1. Cl.: Domcapitular Grimm in Mainz, O.⸗G.⸗R. Vice⸗Präſ. Knyn in Mainz; 2. Claſſe: Pfarrer Autſch in Finthen, Musketier Heng im 3. Inf. Reg. b) Verdienſtorden Philipps des Großmüthigen. Großkreuze: Gen.⸗Lieut. Graf Lud w. zu Erbach⸗ Schönberg Erlaucht, Gen.Lieut. und Gen.⸗Adf. Fürſt Ernſt Caſim ir zu Jſenburg⸗Büdingen Durchlaucht, H.⸗G. Präſid. Weller; Com⸗ thurkreuz 2. Cl.: Oberſtlieut. v. Gerlach im 1. Inf.⸗R.; Ritter⸗ kreuze: Pr. Arzt Dr. Küchler bier, Domänenrath Buß in Fried⸗ berg, Hofbibliothekar Dr. Mitzenius, Garn.⸗Prediger Rinck, Hof⸗ kammerath Hamm hier. o) Goldene Verdienſtmedaille des Lude⸗ wigs⸗O, für 50jähr. treue Dienſte: Hofmuſikmeiſter Haller. d) Allgemeines Ehrenzeichen„für Verdienſte“: Bürgermeiſter Bach— mann zu Rodheim. e) Allgemeines Ehrenzeichen„für Rettung von Menſchenleben“: Schiffbauergeſelle Petry von Mainz, Gärtner Benroth zu Oppenheim.— Erledigt ſind: die evang Pfarrſtelle u Ulfa, R.⸗B. Nidda, mit jährlich 1202 fl., Präſentationsrecht: Familie von Schenk zu Schweinsberg; die mit einem Illiteraten zu beſetzende J. Knabenlehrerſtelle an der Muſterſchule zu Friedberg mit jährlich 500 fl. Von einem wackern Vauersmanne. (Schluß.) Welche Ausſicht für den ſtrebſamen Jüngling, der ſeinen wahren Durſt nach höherer Erkenntniß hatte! Er durfte nur Ja ſagen, und wer weiß, welche glänzende Laufbahn ihm offen ſtand!— Hier aber zeigt ſich recht, welch ein treues Gemüth Iſaae Maus war, und wie feſt er an dem Gebote Gottes hielt, das die Verheißung hat. Er erkannte es, daß er ſeiner lieben und guten Mutter kein größeres Herzeleid anthuen könne, als wenn er in dieſe ſo gut gemeinten und für ihn ſo lockenden Vorſchläge einginge. Er ſchwankte keinen Augenblick, und ſagte, mit — .——-——.— — 372— heißem Danke gegen die beiden Ehrenmänner, er müſſe ſeiner kindlichen Pflicht treu bleiben, und dieſe wieſe ihn hin, den Ackerbau ſeiner alten Mutter fortzutreiben. Die beiden Männer erkannten die edle Geſinnung an, und verſprachen, ſeine Freunde zu bleiben und ihn mit guten Büchern zu ſeiner Weiterbildung zu verſehen. Das haben die edlen Männer treu gehalten. Superintendent Götz hat die Gedichte von Iſage Maus durchgeſehen, verbeſſert, ihn belehrt, und Schmerz hat dadurch, daß er ſie in öffent⸗ lichen Blättern drucken ließ, die Welt auf ihn aufmerk⸗ ſam gemacht. So kam's denn, daß Leute, welche an ſei— nen Gedichten Vergnügen fanden, aus der Nähe und Ferne heranpilgerten, und ihn in ſeinem ſtillen Badenheim be—⸗ ſuchten. Oft iſt es vorgekommen, daß recht vornehme und berühmte Leute im Acker, wo er pflügte, neben ſeinem Pfluge auf- und niedergingen, um ſich mit ihm unterreden zu koͤnnen. Als er 1796 zum erſten Male ſeine Gedichte in einer Sammlung drucken ließ, beſchrieb er ſelber ſein Leben. Dieß erwarb ihm noch mehr Freunde und Ver⸗ ehrer nah und fern. Mit vielen, ſelbſt ſehr angeſehenen Leuten wechſelte er Briefe, die meiſt in Verſen geſchrieben waren, und die er auch in einem Bande hat drucken laſſen. Das Alles machte den beſcheidenen Mann nicht ſtolz, nicht träge in ſeinen Ackerbaugeſchäften. Er blieb ein beſchei⸗ dener Bauersmann, und das achteten die Leute noch um ſo höher. An ihm bewies es ſich recht als wahr, was der Dichter Gellert ſagt, von dem ich Euch in der Spinn⸗ ſtube von 1849 erzählt habe: Nie ſchenkt der Stand, Nie ſchenken Güter Dem Menſchen die Zufriedenheit; Die wahre Ruhe der Gemüther Iſt Tugend und Genügſamkeit. Wie Maus von Leuten geehrt wurde, die in Nähe und Ferne wohnten, ſo ehrten ihn auch die Mitbürger in Badenheim ſelbſt. Anfangs konnten ſie gar nicht begrei⸗ fen, warum die vielen Leute zu Maus kämen. Als ſie es aber erkannten, freuten ſich die ehrlichen Leute darüber. Sie wählten ihn zu ihrem Ortsvorſtande, welche Stelle er fünfzehn Jahre lang begleitete. Er war durch ſeine gereifte Einſicht Allen ein wohlmeinender Rathgeber, und ſelbſt im Ackerbau diente er mit Rath und That, da er ihn mit Einſicht und Erfolg trieb. Sein Wohlſtand ſcheuchte die bittere Sorge von ihm, und ſeine Seele war allezeit heiter. Feſt ſtand in ſeinem Herzen der fromme Glaube und das Vertrauen auf Gott. Sein Wandel war unbeſcholten, ſein Familienleben ein ſtilles, chriſtliches. Er war glücklich verheirathet und Vater von neun Kin⸗ dern, die er alle gottesfürchtig im lieben Bauernſtande erzog. Manche Leiden und Drangſale ſuchten ihn heim, wie das ſo das Loos der Sohne des Staubes iſt. Im Jahre 1799 ſtarben ihm drei blühende, erwachſene Töchter in einem Monate. Das beugte ihn tief; aber im Glauben an Gottes gute Abſichten mit uns und in der Hoffnung des Wiederſehens im Himmel richtete er ſich wieder auf. Die Drangſale der neunziger Jahre durch die Fran— zoſen erfuhr er reichlich, und er mußte auch manches ſchwere Opfer bringen, trug es aber in chriſtlicher Geduld und Ergebung. Viel Gutes hat er durch Wort und That geübt. Daher war ſein Lebensabend heiter, ſein Sterben voll Glauben und Hoffnung. Am 31. Dezember 1833 ſtarb er und am 2. Januar 1834 trugen ſie ihn zu dem ſtillen Bettlein im Schooß der Erde, das uns Alle erwartet. Fünf Kinder, acht und zwanzig Enkel und fünf Urenkel ſind in tiefem Leide ſeinem Sarge gefolgt und mit ihnen Viele, die ihm in Liebe angehörten. Damit ihr aber auch den Mann aus ſeinen Gedich⸗ ten kennen lernet, liebe Leſer, will ich euch eins hier mit⸗ theilen. Es heißt: 12 Abendgebet einer Hausmutter. Ein Tag vollbracht in Gottes Namen, Iſt mehr als Reichthum, mehr als Gold. Obſchon mitunter Sorgen kamen, So war das Schickſal doch mir hold. Ich blieb geſund bei Muth und Kräften, Du ſtandeſt, großer Gott, mir bei; Ich weihte froh mich den Geſchäften, Blieb meiner Mutterpflicht getreu. Nun naht des Schlafes ſüße Stunde, Und ſenkt die müde Welt zur Ruh'. Es ſtrömt dir, Gott, aus jedem Munde Der Dank für Huld und Segen zu. Schon ſchlafen meine Hausgenoſſen, „(Wie kummerlos im Schooß der Nacht!) Ich einzig ſitze unverdroſſen, Die Letzte, die das Haus bewacht. Auch mir, o Gott, gönn'ſt du die Ruhe, Du wacheſt ja, wenn Alles ruht. a Und was ich habe denk' und thue, Steht einzig unter deiner Hut. Befrei' auch mich von Gram und Sorgen In dieſer Nacht, du Herr der Zeit, Und ſchenke mir am frühen Morgen Des Geiſtes inn're Heiterkeit. Für jede Wohlthat laß mich danken, Dich preiſen und getreu dir ſein, Im Glauben deiner Huld nicht wanken, Auf dich vertrauen ganz allein. Nun ſchlaf' ich ein in deinem Namen, Von dir geliebt, von dir bewacht. Mein letztes Wort ſei frohes Amen, Und allen Menſchen gute Nacht! (Spinnſtube 1850.) Eine Auekdote. Was ein ehrlicher Hunsrücker nicht Alles erlebt! Auf dem Dampfboote fuhr einmal Einer. Es war im Sommer, und in der Cajuͤte eine drückende Schwüle. Der Hunsrücker geht unter das Zelt, und als er dort einen Herrn ſein Schöpplein trinken ſieht, kriegt er auch nach einem halben Schöpplein Luſt. Fragt er darum den Trin⸗ ker: Wo kriegt man denn Wein? Ihr müßt nur ſchellen, ſo kommt ein Aufwärter, ſagte dieſer. Der Hunsrücker ſieht ſich nach einer Schelle um, kann aber keine entdecken. Er geht vorne aufs Schiff, ob vielleicht dort eine ſei, aber er ſucht umſonſt. Endlich ſieht er die Schiffsglocke. Aha, find' ich dich endlich, ſagt er, ſpringt eilig dahin, und fängt aus Leibeskräften zu läuten an. Da eilt der Capitän, der gerade mit einem guten Freunde ſpricht, ans Maſchinenthürchen, und ruft: Stoppet! weil er meint, ſie ſeien an einer Station. Das Schiff ſteht ſtill,— aber nirgends iſt ein Ort, nirgends ein Kahn, und der Hunsrücker läutet noch immer. Jetzt eilen die Matroſen herbei, und rufen: Was macht Ihr denn da? Ja, nicks vor ungut, antwortet der, der Herr da⸗ hinten ſagt, wemmer à halb Schöppche hon wollt', müßt' mer ſchelle. Gewwe ſe mer doch ä halb Schöppche! (Spinnſtube 1850.) — doen 1850.) — Ales erlebt! Es war in wilt. Dar 7 ben einen T auch nach n den Tin Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. t ιννν Hofraithe-Verſteigerung. (1684) Oienſtag den 26. November, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ bauſe die dem Bürger Chriſtian Vogt gehörende Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus und zwei Ställchen, an Johannes Steinhäußer, einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg den 23. Oktober 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Verſtei gerung. (16860 Dienſtag den 26. November, Mor⸗ gens 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nach- ſtehendes, den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück meiſtbietend ver⸗ ſteigert, als: 164 Ruthen= 322,4 Klafter im Lachen⸗ feld, an der Steinritz. Friedberg den 24. October 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (17810 Dienſtag den 26. November, Mor⸗ gens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die erforderlichen Schubfuhren im Regierungs- bezirk Friedberg für 1851 an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert. Friedberg den 14. November 1850. In Auftrag Gr. Regierungs-Kommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Been de r. Verſteigerung. (1198) Dienſtag den 26. November, Vor⸗ mittags 10 Uhr, läßt die Heinrich Hock'ſche Wittwe dahier durch den Unterzeichneten, erb⸗ vertheilungshalber, folgende Gegenſtände gegen gleich baate Zahlung verſteigern: 5 1) 6 Pferde, 2) 5 Kühe, worunter eine friſchmelkende, 3) 1 Maſtochs, 4) 2 Rinder, 5) 1 Kalb, 6) 5 fette Schweine, 7) 2 Mutterſchweine, 8) 10 Sprenger. Aſſenheim den 16. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Verſteigerung. (4809) Mittwoch den 27. d. Mts., Nach⸗ mittags 3 Uhr, werden in dem hinteren Hirſch⸗ graben und an dem Burgberg, einige Haufen Reiſer und abgängige Obstbäume an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. 1 Auch kommt eine kleine Quantität Heu und Grummet, welche in der Reitſchule im Burg- grafiat⸗Hofe aufbewahrt wird, zur Verſteigerung. Friedberg den 19. November 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Verſteiger ung. (1810) Dienſtag den 26. November 1. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll der im hieſigen Militär ⸗Lazareth-Hof liegende Bauſchutt zum Wegtrausportiren an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. — 373— Nach beendigter Verſteigerung wird der Straßenabraum am Burgberg an Ort und Stelle zum Wegtransportiren öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Fee e 20, Nobenber 1850. er Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Sec Friedberg Stockhauſen. A n z e i ge. (1811) Die Rechnung der israel. Religions- gemeinde dahier pro 1849 iſt geſtellt und zur Ein- und Durchſicht aller Betbeiligten 8 Tage bag in der Wohnung des Unterzeichneten offen gelegt. Friedberg den 22. November 1850. Der Vorſtand der israel. Religionsgemeinde Mayer Sir ö Bekanntmachung. (1812) Die Lieferung nachſtehender Bedürf⸗ niſſe für die hieſige Anſtalt pro 1851 ſoll in folgender Weiſe vergeben werden: J. Im Wege der Verſteigerung: 1) das erforderliche Buchen-Scheitholz, etwa 200 Stecken, 2) das Ochſen-, Schweinen- und Kalbfleiſch für die Menage, 3) der Sand und Lehm, 4) der Transport erkrankter Soldaten in das Lazareth, desgleichen erkrankter und entlaſſen werdender Züchtlinge, ſowie der Cadaver in das anatomiſche Theater nach Gießen; II. im Soumiſſionswege: 5) die Milch für die Menage, 6) ein- und zweiperſönige wollene Bettteppiche, 7) wollener Boy zu Unterkleider, 8) blau und naturellgraue leinene und blau und weiße baumwollene Zettel und Ein⸗ ſchlaggarne, 9) ausgeſchnittenes Leder zu Manns-⸗ und Weibsſchuhen ꝛc., 10) gebleichte und ungebleichte Leinwand, Stroh⸗ ſackleinen und gebleichtes Handtücherzeug, 11) Cryſtall⸗, Lein⸗ und Rüböl, ſowie Thran, 12) eichen Scheitholz zu Küferholz, 13) verſchiedenes Werkholz in Bohlen, 14) 1500 Stück Reiſerbeſen. Die Verſteigerung der unter J. von Nr. 1 bis 4 genannten Gegenſtände ſoll Montag den 2. Dezember, Vormittags von halb 10 Uhr an, auf dem Directorialbureau dahier ſtattfinden, wobei auch zugleich das Geſpül und der Abnutzen aus der Menage an den Meiſt⸗ bietenden vergeben wird; zur Einreichung der Soumiſſionen über die weiter unter II. von Nr. 5 bis 14 bezeichneten Bedürfniſſe aber iſt Termin bis zum Dienſtag den 3. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt worden, was man mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß die Sou⸗ miſſionen mit den erforderlichen Ueberſchriften verſehen, in den vor dem Eingange des Direc— torial⸗Bureaus angebrachten Soumiſſionskaſten verſiegelt einzulegen find und daß die Leiferungs⸗ bedingungen auf dem Directorial-Bureau ſelbſt vor den bezeichneten Terminen eingeſehen wer⸗ den können. Marienſchloß am 15. November 1850. In Auftrag: Der Verwalter Bauer. Bekanntmachung. (1813) Mittwoch den 27. d. Mts., Mor- gens 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Saline circa 16500 Pfund altes Eiſen, ſowie einige gebrauchte Oelfäſſer öffentlich verſteigert werden, was Kauf— liebhabern mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß nur ſolche Perſonen zur Steigerung des fraglichen alten Eiſens zugelaſſen werden, welche alsbald im Termine die erforderliche Caution von 50 Rthlr. zu leiſten vermögen. Nauheim den 18. November 1850. Kurfürſtliches Salzamt: Engelhard. F. Schreiber. Hansmann. Avenarius. Obligations-Verlooſung. (1814) Von dem Anlehen von fl. 54000 bei den Handlungshäuſern Samuel Lindheimer zun. in Friedberg und H. Lißmannn in Büdingen ſind folgende Obligationen durch Verlooſung rückzahlbar geworden: Lit. A. Nr. 10, 40, 6 12818 75,„„„ 200, „ C.„ 2, 20, 41, 73,„ 4 100, deren Betrag am 31. December l. J. bei der Gemeindekaſſe dahier in Empfang genommen werden kann, da von dem Verfalltage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Bleichenbach den 1. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Deckmann. T ο⏑ιο Privat- Bekanntmachungen. Zum Vermiethen. (1802) Zwei möblirte Zimmer, jedes mit einem Schlafcabinet verſehen, wovon das eine ſogleich das andere bis zum 1. Dezember be— zogen werden kann, ſind zu vermiethen bei Ja⸗ cob Pfeffer nächſt dem Bahnhof. ee en e (18010 von Terneaux⸗, Hamburger-„Stauchen⸗ und Strickwolle, ferner von Druckzeugen, Kat⸗ tunen, Napolitaine, Bettzeugen, Näh-, Strick⸗ und Stickſeide ꝛc. zu herabgeſetzten Preiſen bei 5 W. Müller's Wittwe in der Uſergaſſe. Einladung. (1808) Montag den 25. November, bei Gelegenheit des hieſigen Katharinen-Markts findet in meinem Saale ein Ball ſtatt. Indem ich hierzu ergebenſt einlade, wird bemerkt, daß nebſt guten und billigen Getränken auch eine Reſtauration anzutreffen iſt. Butzbach den 15. November 1850. Carl Becker, zum deutſchen Hof. Verſteigerung. (1815) Unterzeichnete will Donnerſtag, als den 28. November d. J., Vormittags 9 Uhr, nachbezeichnete Gegenſtände, gegen annehmbare Bürgſchaft Credit bis Martini 1851, einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen, als: 1) zwei Pferde, von 4½— 6 Jahren, 2) ſechs Kühe, 3) ein Faſelochs und zwei Rinder, 4) zwei Schweine, 5) zwei Wagen, vollſtändig, einer noch neu, 6) zwei Pflüge, neu, und eine Egge, 7) eine Chaiſe in gutem Zuſtande, 8) mehrere Fäſſer, 9) ein Branntweinbrennereigeſchirr mit einem Keſſel, vollſtändig, 10) ſehr gut erhaltenes Pferdegeſchirr und ſonſtige Geräthſchaften, 11) 100 Malter Kartoffeln, 12) 20 Fuder Waizenſtroh, 13) 10 Fuder Gerſtenſtroh. Wiſſelsheim am 16. November 1850. Balthaſar Webers Wittwe. Geſuch. (1816) Von Rentmeiſter Filius in Beien⸗ 1 in eine Dampfbrennerei ein Brenner geſucht. jede à fl. 500, — 374— Die galvano electriſchen Ketten von J. T. Goldberger find ein ſeit Jahr und Tag tauſendfach bewährtes Heilmittel gegen nervöſe, rheumatiſche und gichtiſche Leiden aller Art als: Geſichts⸗, Hals⸗ und Zahnſchmerzen, Kopf⸗, Hand⸗, Knie⸗ und (1817) Fußgicht, Ohrenſtechen, Harthörigkeit, Sauſen und Brauſen in den Ohren, Bruſt⸗, Rücken⸗ und Lendenweh, Gliederreißen, Krämpfe, Lähmungen, Herzklopfen, Schlafloſigkeit ꝛe. und werden nach wie vor in Friedberg nur allein bei P. F. Schmittner in ihrer urſprünglichen, bisher unübertroffenen Form und Zuſammenſtellung ächt und zu den feſtgeſtellten Fabrikpreiſen(à Stück mit Gebrauchsanweiſung 1 Rthlr., ſtärkere 1 Rthlr. 15 Sgr., einfache Sorte 15 Sgr., in doppelter Conſtruction(gegen veraltete Uebel anzuwenden) à 2 Kthlr. und 3 Rthlr. verkauft. Dieſe Goldberger'ſchen Ketten find patronifieirt v. Sr. Majeſtät dem Kaiſer von Oeſtreich und conceſſionirt von den Hohen Miniſterien der Medieinal⸗ Angelegenheiten in Preußen und in Bayern; ebenſo ſind ſie geprüft und empfohlen von der Mediciniſchen Facultät in Wien und von vielen Hundert renommirten Aerzten aus den verſchiedenen Landern Europa's; es verdient daher dieſes berühmte Heilmittel mit vollem Rechte das Vertrauen, welches man ihm ſchenkt. Eine gedruckte Broſchüre mit mehr denn Ein Tauſend amtlich beglaubigten Atteſten über die heilkräftige Wirkfamkeit dieſer leicht anwendbaren electriſchen Ketten von achtbaren Perſonen aller Stände wird in dem obenbenannten Depöt unentgeldlich ausgegeben. Warnung. (1818) Ich warne hiermit Jedermann auf meinen Namen weder etwas zu borgen noch zu leihen, indem ich für nichts hafte. Johannes Rückert, Schuhmachermeiſter. Verſteigerung. (1819) Meine Kinder, welche meiſtens aus⸗ wärts etablirt ſind, ſind geſonnen ihr an der Straße nach Büdingen gelegenes, noch gemein⸗ ſchaftlich beſitzendes von mir neu erbautes Wirths⸗ haus zum Engel, mit einem Flächengehalt von achtzig Ruthen Ortsmaas, nebſt einigen Güter⸗ ſtücken, dem Meiſtgebot auszuſetzen; und iſt hierzu Freitag den 27. Dezember l. J., Mit⸗ tags ein Uhr, beſtimmt, wozu ich Liebhaber höflichſt einlade; und bemerke noch, daß nach Umſtänden die Hälfte des Kaufſchillings allen⸗ falls ſtehen bleiben könnte. Bekanntlich hat ſich dieſes Haus ſtets eines guten Zuſpruchs erfreuet, und ein gewandter Mann mit etwas Vermögen, würde hier gewiß ſeine Rechnung finden. Aſſenheim den 18. November 1850. B. Arnold Schott. Anzeige. (1820) Mehreren Nachfragen zu begegnen, mache ich einem hieſigen und auswärtigen Pub⸗ likum die ſchuldige Anzeige, daß ich gegenwärtig bei Hrn. Chr. Vogt nächſt der Poſt wohne. Ich empfehle mich zugleich in allen in mein Fach einſchlagenden Arbeiten neueſter Sorten Mäntel und Ueberzieher, ſowie eine neue vor⸗ theilhafte Sorte Corſetten. Meine älteſte Tochter wird Damen, welche es wünſchen, im Anmeſſen und Anprobiren der Kleider bedienen. Möglichſt billige Preiſe werden das mir ſeither geſchenkte Zutrauen ferner erhalten. Chriſtian Berg, Friedberg. Damenſchneidermeiſter. Nord⸗Lapperdan, (1821) Holländiſche Vollbückinge, neue Häringe find beſtens zu haben bei Friedberg. Jacob Faatz. Verloren. (1822) Am 19. d. M. wurde des Abends auf der Straße von Niederweiſel bis Friedberg von einem Fuhrmann ein Packet, fl. 93. 12 kr. enthaltend, verloren; dem redlichen Finder wird bei Abgabe an die Gr. Bürgermeiſterei Fried⸗ berg oder Niedermörlen eine angemeſſene Be⸗ loynung zugeſagt. Lehrlingsſtelle. (1823) Es iſt in einem Fabrikgeſchäft in der Nähe von Frankfurt eine Lehrlingsſtelle vacant. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Bekanntmachung. (182) Mittwoch den 27. d. M. läßt der Unterzeichnete in ſeiner Behauſung, Vormittags um 10 Uhr, mehrere Stück ſchönes und gutes Rindvieh, Federvieh, Stroh, Heu, Spreu u. ſ. w. gegen gleich baare Zahlung verſteigern. Oppershofen am 19. November 1850. A. Eiſenhauer, Pfarrer. Butzbach. Katharinen⸗Markt⸗Ball (1825) findet Montag den 25. d. M., wie ſeither, in meinem Locale ſtatt. Zur gefälligen Theilnahme ladet ein A. J o u tz im Heſſilchen Hof. Köpperner Fruchtſpeculation. (1826) Da ein zwiſchen mir und Hrn. Ernſt Dauernheim, jetzt Vorberg, zu Koͤppern, in voriger Woche abgeſchloſſener Waizenhandel, von Letzterem— ungeachtet der Handel den väterlichen Conſens erhalten hatte— nicht er⸗ füllt worden iſt, ſo vermuthe ich, daß Vater und Sohn entweder eine bedeutungsvolle Spe— kulation beabſichtigen, oder daß beide Herren eine große Kriſis im Fruchthandel befürchten und vorausſehen, daß es bald ſehr flau werden wird, und mache daher das handelnde Publikum hiermit auf dieſe Umſtänden aufmerkſam. Bruchenbrücken den 19. November 1850. R. Reichenberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 26. Sonntag n. Trinit. den 24. Nvbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kritzler. Fruchtpreiſe. — cd— 13. Nv. 15. Nov.]— Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter.—— 8 91—— Korn„ 4 6 101 6 301!—— Gerſte,„,——1 51 21—— Hafer, 31171 31411 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 29. November. — A 0 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 241 2 5 e 97— r 5 Lth. Lth. — Milchbrod 11 — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146/17 leiſch-Preiſe. ö 8 ö pf. pf. 1 Ochſenfleiſch n „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 71 2 1 Kalbfleiſch 7— 18— 1„„ gemaäſtetes——1—— „ Schweinenfleiſch 9—— „Hammellleiſch„ „ Schaaflfleiſch 5——— „Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 1458 14 „ Geräucherter Speck 18— 18— „ Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 144— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 161— 16— „Nierenfett 16— 116— „Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg,,