emtin 9 weinderathg. dar öffent. f ben. um zweiten grun niit funf npaaßer. 110„ und 90„* ichet Rrligion, t einen Dienft dc Friedberg. =——̃— tigen. abe der 0 liſſe 8 riet · ſamilit le Wagner, n ln cpat. Conto indernagel ard 1 Berlin kroberg bi C- Zukunft. ſchichten) 1 olf gabel u sch cmutß chile 1 Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M16. Sonnabend den 23. Februar 1850. Aus dem Tagebuche eines Rechtsanwalts. Von Samuel Warren. Der Mord von Craig Farm. Im erſten Jahrzehnt dieſes Jahrhunderts ſtand in⸗ mitten eines ziemlich bedeutenden Dörfchens in der Nach— barſchaft einer der größten Hafenſtädte des nördlichen Englands ein großes, maſſiv⸗gebautes Haus mit ziemlichem Hofraum und anderen Zubehörden, das unter dem Namen Craig Farm(gemeinhin Crook Farm) bekannt war. Das Gehöfte beſtand aus etwa 100 Acres leidlichen Bau⸗ feldes und Wieslandes, und gehörte damals einem wohl⸗ habenden Landmann Namens Armſtrong, welcher es einige Jahre früher bei einer öffentlichen gerichtlichen Ver⸗ ſteigerung aus einer Erbſchaftsmaſſe erworben hatte. Armſtrong war verheirathet, aber kinderlos; er und ſeine Frau waren aus Devonſhire gebürtig, beide ſchweigſame, verſchloſſene, ungeſellige Leute, von finſterem mürriſchem Betragen. Sie gingen nur ſelten aus, und dann meiſt nur um den Markt zu beſuchen, ließen ſich auch nur ſehr ſelten in der Kirche blicken, und wurden dadurch natür⸗ licherweiſe für die lauernden plauderhaften Dörfler Gegen— ſtände des Argwohns und Unbehagens, denn dem ſchlichten Landmann iſt nichts unangenehmer und verhaßter, als Geheimnißkrämerei oder Zurückhaltung. Kurz nachdem Armſtrong ſein neues Beſitzthum be⸗ zogen, kam noch ein anderer Fremder in's Dorf und be⸗ zog die beſten Zimmer im Wohnhauſe des Gehoͤfts. Der Neuangekommene, ein Mann von ungefähr 50 Jahren und ſeinem Ausſehen, Gebahren und Kleidung nach ein früherer Seemann, war ebenſo ungeſellig und zurückhaltend wie ſein Hauswirth. Er führte den Namen Wilſon, aber man wußte nicht gewiß, ob es ſein wahrer Name warz mit ihm war eine Tochter gekommen, ein hübſches Mäd⸗ chen von etwa 13 Jahren, welches er in einer Koſtſchule der benachbarten Stadt untergebracht hatte. Er beſuchte das Kind übrigens nur ſelten, und der ganze Verkehr zwiſchen Vater und Tochter fand hauptſächlich durch Ver⸗ mittelung einer gewiſſen Mary Strugnel ſtatt, die eine Wittwe von ungefähr 30 Jahren, aus dem Dorfe gebür⸗ tig und bei Mr. Wilſon als Dienerin angeſtellt war. Mary Strugnell verließ ebenfalls nur ſelten Eraig Farm, und zwar meiſt nur am Sonntag Nachmittag, wo ſie bei günſtigem Wetter in der nahe gelegenen Stadt ihre Tante und zugleich auch Miß Wilſon beſuchte, und gewöhnlich um halb eilf Uhr Nachts oder noch ſpäter zurückkehrte. Armſtrong war manchmal mehrere Tage von Hauſe ab⸗ weſend, und zwar, wie es hieß, um Geſchäfte für Wilſon zu beſorgen. Am Sonntag der erſten Woche des Januars 180— war Armſtrong mit ſeinem Weibe ebenfalls gerade eine Woche verreiſt geweſen und noch nicht zurückgekehrt. Etwa um ein Viertel auf eilf Uhr des genannten Abends wurden die früh zu Bett gehenden Bewohner des Dörfchens aus ihrem erſten Schlummer geweckt durch lau— tes anhaltendes Pochen am Einfahrtthor von Farmer Armſtrong's Hauſe; die Schläge ſchallten immer lauter, heftiger und ungeduldiger durch die ſtille Nacht, bis auch die geſundeſten Schläfer erwacht waren. Fenſter wurden haſtig geöffnet, und bald darauf näherten ſich zahlreiche Schritte dem Orte, von wo der Lärmen ausging. Es er⸗ gab ſich, daß der ungewöhnliche Larmen von Farmer Arm⸗ ſtrong ſelber herrührte, welcher, in Begleitung ſeines Weibes, vor dem Hauſe ſtand und mit ſeinem ſchweren Schwarz— dornſtocke derb gegen die verſchloſſene Thuͤre pochte, ohne jedoch auch nur die geringſte Antwort zu erhalten. Mrs. Strugnell ſchien noch nicht aus der Stadt zurückgekehrt; aber man fragte ſich betreten: wo denn Mr. Wilſon ſei, der ja ſouſt Tag und Nacht das Haus zu hüten pflege. Auf einmal rief ein Knabe; er ſehe aus einem der hin⸗ teren Fenſter des Hauſes ein weißes Tuch oder Laken Hängen, und dieſe Entdeckung, welche die Ahnungen der Dörfler von irgend einer duſteren Unthat, die hier geſchehen, beſtätigte, beſtimmte ſie, eine wirkſamere Art Einlaß zu begehren anzuwenden, als das ſeitherige Pochen geweſen. Johnſon, der Conſtable der Gemeinde, ein verſchlagener Mann, ſchlug vor, die Thüre einzurennen, und als Arm— ſtrong und ſein Weib, leichenblaß, und zitternd vor Kälte oder vor banger Aufregung, zaudernd ihre Zuſtimmung gaben, ſchleppte man ſogleich Brecheiſen herbei, ſprengte die Thür, und ein halbes Dutzend erhitzter Männer traten in's Haus. Armſtrong's Weib hatte in dieſem Augenblick, wie nachher bemerkt wurde, in einem plötzlichen langen Schauer ihres Mannes Arm ergriffen und dieſem etwas in's Ohr geflüſtert, worauf dann erſt Beide in's Haus traten. „Nun geht Ihr uns die Treppe hinauf voran, Far— mer!“ rief Johnſohn, ſobald man Licht gemacht hatte. Armſtrong, welcher ſich von ſeinem Schreck einiger— maßen erholt zu haben ſchien, ſprang haſtig die Treppe hinan, der ganze Haufe Bauern hinter ihm her. Droben auf dem Flur pochte er an die Thür von Mr. Wilſon's Schlafgemach, erhielt jedoch keine Antwort. Armſtrong ſchien zu zaudern, aber der Conſtable drückte keck auf die Klinke, die Thüre ging auf— ein ſchauerlicher Anblick bot ſich ihnen— Wilſon lag, vollkommen angekleidet, als lebloſer Leichnam vor ihnen am Boden; er hatte zwei tiefe, von einem ſpitzigen Inſtrumente herrührende Wunden in der Bruſt, aber keine Spur von Leben mehr in ſich. Das Fenſter war offen, und bei genauerer Unterſuchung fand man mehrere fertige Bündel mit Kleidungsſtücken, Hemden, ſeidenen Tüchern, Juwelen, Silberzeug ꝛc., welche für Mr. Wilſon's Eigenthum erkannt wurden. ſchrank und Schreibtiſch waren erbrochen und die Mörder, wie es ſchien, geſtört worden und mit Zurücklaſſung ihres Ebenſo fand man im Zimmer einen ſchönen, neuen, ſchwarzen Hut, welcher Der Conſtable raffte Raubes durch das Fenſter entflohen. dem Erſchlagenen viel zu klein war. 4 nicht gethan!“ ihn auf und verſuchte ihn Armſtrong aufzuſtülpen, aber er war auch dieſem nicht groß genug. Dies und die fer- tigen Bündel ſchlugen den Argwohn darnieder, welcher für eine Weile in Johnſohn aufgeſtiegen war, und er rief in ſeiner rauhen Weiſe: dutzt drein zu ſehen, Farmer! man ſieht wohl, Ihr habt's „Na, Ihr braucht nicht ſo ver— (Fortſetzung folgt.) Sein Kleider⸗ ging ferner ein: Für die Waſſerbeſchädigten in Bacharach ze. Von Mendle Garde 30 kr.; H. 30 kr.; M. in N. fl. 1; C. B. fl. 1.— Im Ganzen bis jetzt fl. 16. Den gütigen Gebern herzlich dankend, werden wir fernere Gaben gerne entgegennehmen. Die Expedition des Intellgzbl. in Friedberg. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (209) Dienſtag den 5. März d. J. Vor⸗ mittags 9 Uhr ſollen in dem Bahnhofe dahier die zur Herſtellung eines Wegübergangs an der Mittelhohle in der Gemarkung Fauerbach II. erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich in Accord ge⸗ geben werden als: 1) Pflaſtererarbeit veranſchl. zu 57 fl. 36 kr. 2) Zimmerarbeit„ 1„12 3) Schloſſerarbeit„ 1 2 4) Weißbinderarbeit 1 15/ 51„ 5) Die Lieferung von 2,0 Kbkllftr. Kies veranſchlagt zu 50„—„ Friedberg am 20. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg. Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (2100 Freitag den 1. März, des Vormittags um 9 Uhr, ſollen die Planirar beiten des hieſi⸗ gen Bahnhofes, in drei Looſen veranſchlagt zu 12304 fl., 28046 fl. und 16183 fl., an Ort und Stelle mittelſt öffentlicher Verſteigerung in Accord gegeben aber nur ſolche Steigerer zu⸗ gelaſſen werden, welche eine Caution von zehn Procent der Voranſchlagsſumme zu leiſten und ſich darüber durch eine Beſcheinigung ihres Bürgermeiſters auszuweiſen vermögen. Die Voranſchläge und Steigbedinguugen ſind auf dem Sectionsbüreauizur Einſicht offen gelegt. Gießen am 19. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (2110 Montag den 4. März d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthauſe zum Promenadehaus dahier die Lieferung von 1200 Bütten Waſſerkalk zur Erbauung mehrerer Viaducte und Brücken unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Gießen den 19. Februar 1850. Der Gr. Heſſ. Sections Ingenieur Eee dee. Holz ⸗Verſteigerung. (212) Dienſtag, als den 26. d. M., werden zwiſchen Ockſtadt und Friedberg an dem Neben⸗ wieſenweg, Morgens 9 Uhr, 1453 Stück weiden Wellen und 20 Haufen Zumachholz meiſtbietend verſteigert. Der Anfang iſt bei dem Beckerthor. Ockſtadt den 19. Februar 1850. Der of 100 Bürgermeiſter e in. Immobilien-⸗Verſteigerung. (213) Dienſtag den 26. März l. J., Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhaus nachſtehendes, den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück, meiſtbietend ver⸗ ſteigert, als: 318,5 Klafter, 162 Ruthen Acker im Großgal⸗ genfeld, der Viehtrieb. Friedberg am 20. Februar 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Yer ſteig ef np g (214) Dienſtag den 26. l. M., Nachmittags 2 Uhr, wird an Ort und Stelle das Behauen der Weidenbäume in der Burggemarkung und das Planiren von zwei Stück Gelände wenigſt⸗ nehmend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Morell'ſchen Garten in der Vorſtadt. Friedberg am 20. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (215) Donnerſtag den 28. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in dem Geſchäftslocale der Rentei Dorheim: zwei offene Actenſchränke mit 36 bezw. 30 Gefachen, ein großer Arbeitstiſch mit 7 Schubladen und 2 Thüren, eine kleine Handrepofitur und mehrere andere Utenſilien öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Windecken am 17. Februar 1850. Kurfürſtliche Renterei daſ. Deichmann. Bekanntmachung. (216) Montag den 4. März l. J., Mittags 11 Uhr, ſollen dem Konrad Schäfer zu Flor⸗ ſtadt ſeine Immobilien, beſtehend in einer Hof— raithe, als Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Haus— garten und einigen Morgen Ackerland, im Ge— meindehaus zu Niederflorſtadt meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden Florſtadt den 16. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter A p p e. Bekanntmachung. (217) Montag den 25. Februar, des Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll zu Niederweiſel auf dem Bür⸗ germeiſtereibüreau eine 7ſtimmmige alte Orgel, welche noch beim Gottesdienſt gebraucht werden kann, verſteigert werden. Sollte ſich kein Kauf- liebhaber zum Dienſtgebrauch einfinden, dann ſoll das Material zum Verſchmelzen ꝛc. verkauft werden. Niederweiſel den 19. Februar 1850. Für den Kirchenvorſtand: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ha ub. nee e r ſt ei g ee ns. (218) Montag den 18. März, des Morgens um 9 Uhr, kommt auf dem Rathhaus zu Reichels⸗ heim das 2. Drittel der Herzoglichen Domanial⸗ früchte von 1849, beſtehend in: 67 Malter Korn, 43„ Gerſte, 5 32 17 Hafer, alt Friedberger Maßes, zur öffentlichen Ver⸗ ſteigerung. Reichelsheim den 18. Februar 1850. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Holz⸗Verſteigerung. (219) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Grauenberg: 8 Stecken buchen Scheitholz, 255„„ Stockholz, 1000 Stück„Wellen, 22 Stämme„ Werkholz, 1000 Cubik⸗ fuß enthaltend, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine eine Zahlungsfriſt bis zum 1. Sep⸗ tember d. J, geſtattet wird. Die Zuſammenkunft iſt präcis /10 Uhr auf der Fahrbahn an den ſogenannten drei Eichen. Rodheim den 18. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jae o bi. Holz-Verſteigerung. (220) Donnerſtag den 28. Februar, Mor⸗ gens 9 Uhr, werden im Gemeindewald, Diſtrikt Jungenholz: 9 eichen Stämme, 182 Cubikfuß, 40 Klafter buchen Scheitholz, 1„ eeichen„ 15„ buchen Stockholz, meiſtbietend verſteigert. Pfaffenwiesbach ben 20. Februar 1850. Der Bürgermeiſter Ru pp. Holz-Verſteigerung. (221) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags halb 10 Uhr, ſollen im Holzhäuſer Gemeinde⸗ wald, Diſtriet Spiswald, 1½ Stecken birken Prügelholz, 78 1 kiefern 1 48„„ Stockholz, 100 Stück birken Wellen, 2110„ kiefern„ öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt vor dem Wald bei der Dickmühl. Holzhauſen den 20. Februar 1850. Der Großh. G˙ 5 1 5 5 Gulden (222) liegen in der Kirchenkaſſe in Aſſenheim zum Ausleihen zu 5 prCt. bereit. Wer ſie zu leihen beabſichtigt, hat ſich, bei dem daſigen Kirchenvorſtand zu melden. Nr. — 1 2 3 4 0 60 7 8 N 22 tung d Verhil Fall d felt wi Lö 0 dürfen besen! angeſe unſeren Vogel —— 19 ., Vormittags Semrindewald, 10 Ubr auf u dtei Eichen. 890. Bürgermeiſtet 3 Fruchtverſteigerungen bei Gr. Rentamte Nidda. (223) Die 1849r Fruchtvorräthe des Gr. Domanialrentamtes Nidda in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer beſtehend, kommen 1) von dem Speicher zu Bingenheim bei Wirth Winther daſ. 1„„Nidda auf dem Rathhauſe daſ. in nachſtehenden Terminen zur öffentlichen Verſteigerung. Die Verſteigerungen, bei welchen jeder Zahlungsfähige zum Mitbieten zugelaſſen wird, beginnen Morgens um 10 Ühr und zwar Verſteigert werden Ord.⸗ Von Tag der Verſteigerung Nr. dem ae 185 0. Waizen] Korn Gerſte Hafer Mltr.] Mltr. Mltr.] Mltr. 1 Nidda Montag den 11. März 7 28— 28 2 Bingenheim Dienſtag„ 12.„ 18 118 68 30 3 Nidda Montag„ 8. April— 28 5 20 4 Bingenheim Dienſtag„ 9.„ 18 118 78 30 5 Nidda Montag„ 13. Mai— 28— 20 6 Bingenheim Dienſtag„ 14.„ 18 118 68 30 7 Nidda Montag- 10. Juni— 28— 20 8 Bingenheim Dienſtag„ 11.„ 518 118 68 30 Bingenheim den 18. Februar 1850. Der Gr. Rentamtsvicar des Rentamts Nidda Kolb. Privat- Bekanntmachungen. Allgemeine Militaͤr⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt fuͤr das Großherzogthum Heſſen. (224) Für Diejenigen, welche im Jahr 1850 zur Muſterung kommen, bietet die unter der Lei— tung der Unterzeichneten in's Leben getretene Aſſecuranz-Anſtalt die Gelegenheit dar, für eine im Verhältniß zu den ſeither gezahlten Summen viel geringere, die Sicherheit zu erlangen, daß im Fall der Militärpflichtige ein Marſchloos zieht, für ihn von der Anſtalt ein Einſteher ge— ſtellt wird. Bei beſagter Anſtalt haben bis jetzt ſchon über Hundert Perſonen ihren Beitritt zur 1850 r Geſellſchaft erklärt. Die Vortheile, welche dieſelbe den einzelnen Mitgliedern darbietet, be— dürfen keiner beſonderen Erwähnung, ſie liegen in dem Weſen der Sache. Näheres iſt aus den Statuten zu entnehmen, welche bei unſeren Agenten für Ober— heſſen den Herren. Werner Ramſpeck in Alsfeld, Stadtrechner Niepoth in Biedenkopf, G. F. Nau in Friedberg, Kaufmann Franz Peppler in Gießen, Hospitalmeiſter Reuning in Nidda, eingeſehen werden können. Hiernach laden wir die Intereſſenten zur Abgabe ihrer Beitrittserklärungen bei uns oder unſeren Herren Agenten, ein.— Das Bureau der Anſtalt iſt in der Wohnung des Dr. juris Vogel, Grafenſtratze Lit. E. Nr. 138 mittlerem Stock. Darmſtadt den 14. Februar 1850. Friedr. Vogel, Dr. juris. Karl Schwarz, Kaufmann. Auf Obiges mich beziehend, lade ich die im Jahr 1830 Gebornen, resp. ihre Väter ein, die Statuten der Anſtalt bei mir einzuſeben. Friedberg den 19. Februar 1850. G. Fr. Nau, Agent. Mililfuͤr⸗Stkellvertrelungsberkraͤge (223) für ſolche, welche auf den 1. März oder 3. April l. J. zum Dienſt einbeordert ſind und ſich baldigſt ſchriftlich melden, werden noch durch den Unterzeichneten abgeſchloſſen, der zugleich jede auf das Stellvertretungsweſen bezügliche Auskunft mit Vergnügen ertheilt. Darmſtadt den 15. Februar 1850. Friedr. Vogel, Dr. juris. Büreau der allgem. Militär⸗Stellvertretungsanſtalt, Grafenſtraße Lit. E. Nr. 158. Bekanntmachung. (226) Aus Veranlaſſung des bevorſtehenden Maskenballs wird ein verehrliches Publikum darauf aufmerkſam gemacht, daß in dem Haarſchneide⸗Kabinet von Heinr. Diehl Larven, Bärte, Brillen, Naſen ꝛc. zu haben ſind. Geſchaͤfts-Anzeige. (198) Ich mache hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich dahier ein Poſamentier-Ge⸗ ſchäft begründet habe, wobei ich jede Art von Putz und Möbelarbeiten, ſowie für Militär erforderlichen Artikel, nach Beſtellung, ſchnell un d gut verfertigen werde. Auch verkaufe ich in meinem Laden vorzügliche Nähſeide, Garn, Zwirn, Wolle, Schnur, Kortel ꝛc., ſowie Lampen⸗ dochte, Gimben und Franzen in reicher Auswahl unter reeller Bedienung und billigen Preiſen. Auch empfehle ich mich zugleich im Vor⸗ zeichnen auf Stoffe zu Blattſticken oder vitzenbeſetzen von Kleidern, Weſten, Kappen ꝛc. nach neueſtem Geſchmack und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Februar 1850. Joſeph Hoffmann, Poſamentier, wohnhaft im Hauſe des Herrn Heß in der Metzgergaſſe. Zum Vermiethen. (20) Ein vollſtändiges Logis, im zweiten Stock, mit vier auch auf Verlangen mit fünf Zimmer, iſt zu vermiethen bei Friedberg im Februar 1850. J. Steinhäußer. Zum Verkaufen. (205) Bei Inſtrumenten⸗ macher Glück in Fried⸗ berg ſtehen zu verkaufen: 1 neues 0 Jroctadiges Clavier für 190 fl. 1 gebrauchtes Goctaviges„„100„ 17„ 5 7 e 1„ 17 17 7„ 44„ 1 Pianino für 110„ und 1 Flügel für 66 18 fette Hammel (227) hat zu verkaufen Södel. Ph. Väth. (228) Die Herren, welche auf dem Masken⸗ balle bei dem Wettrennen mitwirken, wer⸗ den erſucht ſich mit den Steckenpferden Samſtag den 23. d. M., Abends 6 Uhr, präcis im be⸗ kannten Reitlocale zur Hauptprobe einzufinden.— — Anzeige. (229) Alle Diejenigen, welche noch Regen⸗ ſchirme bei mir haben, werden erſucht ſolche bis zum 8. März ſo gewiß abzuholen, anſonſten ſolche veräußert werden. Gleichzeitig empfehle ich mein ſeitheriges Geſchäft, ſowohl in Garn, Seide ꝛc., ſowie auch in Regen- und Sonnen⸗ ſchirmen einem geehrten Publikum. Garde, Schirmmacher neben Hrn. Kaufmann Goldmann in der Judengaſſe. Zum Verkaufen. (230) 1 Wohnhaus von eichen Holz, 42 Fuß lang, 24 Fuß breit, 1 Scheuer von eichen Holz, 45 Fuß lang, 32 Fuß breit, ſteht auf den Ab⸗ bruch zu verkaufen. Das Nähere bei Maurer Steg in Rommelhauſen. Ein Pferd, (281) drei Jahre alt,(Fuchs) hat zu ver⸗ kaufen Heinrich Weith, in Altenſtadt. Bekanntmachung. (232) Mittwoch den 27. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, iſt der Unterzeichnete willens nachfolgende öconomiſche und häusliche Geräth⸗ ſchaften, als: Karrn, Pflug, Egge ꝛc., Kelter, Blütten, Fäſſer ꝛc., öffentlich verſteigern zu laſſen. Steinfurth den 20. Februar 1850. Kaspar Petri. (233) 2 11 Gegen Gicht, Uhenmatismus und Nervenleiden aller Art, als: Geſichts⸗, Hals und Zahnſchmerzen, Kopf-, Hand⸗, Knie- und Fußgicht, Augenfluß, Ohren⸗ ſtechen, Sauſen und Brauſen in den Ohren, Bruſt⸗, Rücken⸗ und Lendenweh, Gliederreißen, Lähmungen, Herzklopfen, Schlafloſigkeit u. ſ. w., 8 können, geſtützt auf deren ſeil Jahr und Tag erprobte Wirkſamkeit, die 9 Goldberger ſchen 20, Kaiserl. Königl. Allerh. privilegirten und Königl. Preuss. concession. galvanoeleetriſchen Nheumatismus- Ketten als das ſchnellſte und ſicherſte Heilmittel angerathen werden, und find nach wie vor in Friedberg nur allein bei P. F. Schmitiner nächſt der Burg echt und unverfälſcht zu den feſtgeſtellten Fabrikpreiſen vorräthig. Ebenſo ſind daſelbſt echt zu haben: Goldberger's thermo-e lectriſche Finger-Ninge in allen Größen, gegen Schreibkrampf, Zittern oder Schwäche in den Fingern u. ſ. w. mit gutem Erfolge anzuwenden. Friedberg. P. F. Schmittner, nächſt der Burg. (230) Die letzte Probe des Indiganer⸗ Maskenzugs wird Samſtag den 23. Februar, Abends 8 Uhr, abgehalten. Eine Scheuer, (235) 40% lang und 28“ tief, wird auf den Abbruch verkauft. Bet Peter Winter, Zim⸗ mermeiſter von Niedermörlen, iſt zu erfahren wo. Ge ſuch. (236) Ein Laufmädchen wird geſucht bei Conrad Ockel, Schuhmacher, wohnhaft bei Seiler Stadelmann. S Strohhüte (237) werden gewaſchen, nach neueſter Fagon geändert und baldigſt beſorgt von S. G. Simon jun., Modehandlung, Hötel Trapp gegenüber. Empfehlung. (238) Meinen werthen Freunden und Ab⸗ nehmern bringe ich nochmals mein Specereige⸗ ſchäft in allen Artikeln in gütige Erinnerung. Zugleich empfehle ich eine gute Kernſeife, Lim⸗ burgerkäs, Kochbohnen, gute Linſen und vorzüg⸗ lichen Eſſig, nebſt mehreren Sorten verbeſſerten Branntweins nach beliebigem Geſchmack, welchen ich zu verſchiedenen billigen Preiſen abgebe. Auch zum herannahenden Frühling empfehle ich meine friſchen Sämereien, indem ich feſt überzeugt bin, daß alle meine Abnehmer im verfloſſenen Jahr, in allen Sorten, die Sie von mir erhielten, mit der größten Zufriedenheit mich auch dieſes Jahr mit ihren Aufträgen be⸗ ehren. Ich werde das Vertrauen durch reine Sämereien immer zu würdigen ſuchen und in⸗ dem ich nach dem Frankfurter Lothpreis⸗Ver⸗ zeichniß hiefig ſchwer Gewicht verkaufe, ſehe ich ihrem gütigen Zuſpruche entgegen. Friedberg im Februar 1850. 5. M. Decher. Anzeige und Empfehlung. (239) Iſack f Löwenſtein, Zahnarzt aus dem Königr. Baiern, hat die Ehre ſich einem reſp. Publikum im Einſetzen aller Arten künſt⸗ licher Zähne, ohne Verurfachung der geringſten Schmerzen, beſtens zu empfehlen. Beſonders aber empfiehlt er ſich fürs Einſetzen von Email⸗ zähnen, ſowie fürs Reinigen, Plombiren und Ausfeilen. Zugleich zeigt er hiermit an, daß er auch die bewährteſten Mittel beſitzt, die Hühneraugen auf die leichteſte Art, und zwar für immer, zu ver⸗ tilgen. Sein Logis iſt im Maulbeerbaum in Fried⸗ berg, wo er jeden Tag von Morgens 8 bis 9 Uhr und Mittags von 12 bis 2 Uhr anzutreffen iſt.— Sein Aufenthalt dauert einige Zeit. Ein Mutterſchwein (2400) mit acht Ferkel ſteht zu verkaufen bei Bönſtadt. Heinrich Fiſcher. Zum Verkaufen. (241) Mein in der Judengaſſe, neben Herrn Kaufmann Goldmann, gelegenes Wohnhaus bin ich willens aus freier Hand zu verkaufen. S. Simon. LKappenfahrt. S (242) Montag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, große Kappenfahrt nach dem Oſſen⸗ heimer-Wäldchen in's Gaſthaus zum „Eingefrornen Fiſchreiher.“— Sammelplatz in der Allee. Damit ſich der Narr thut gut luſtiren Pflegt er die Närrin gern mit ſich zu führen; Zum größern Vergnügen beim Gläschen Wein Wird auch Muſik dort zu finden ſein. Frankfurter Gold-Cours vom 21. Februar. fle kr. Neue Louisd'or 1116 Friedrichsd'or 9522 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 1 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 9138 Engliſche Souverains 121 3 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Reminiſc. den 24. Februar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Welcker. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Stammler. Fruchtpreiſe. 12. Feb. 15. Feb. 2. Febr. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 640 718 630 Foz 77 447 426 415 Gir„„ 3 40 346 325 Hafer„ 7 2145 31491 230 Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. Februar bis 1. Marz. 2. Fried⸗ Buß⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 7 kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2.— 2 7 2 l 4.— 4„ 5 73703 Lth. Lth. — Milchbrod 157% 16 ½½ — Waſſerweck 146 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146/18 Fleiſch-Preiſe. f pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 4111— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7] 267— „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „ Schweinenfleiſch 94.2192 „ Hammelfleiſch 8— 81— „ Schaaffleiſch. 6——— „Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 22— 19— „ Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 20— 18— „Hammelsfett 16— 118— Die Großherzoglich Heſfiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Reg an ſa geord Betref . veranle dahier ded v. kellige tung 0 f