Jebrugr verrichtet: . ladtkirche: 1 W rann W 3 1 ie SST — nei n N Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. N 15. Mittwoch den 20. Februar 1850. Kapitän Po ſitif. Ein eisgrauer franzöſiſcher Invalide mit nur Einem Arm ſaß an einem ſchönen Juliabend vor ſeinem freundlichen Häuschen im Schatten eines mächtigen Nußbaumes, und um ihn her einige Jungen des Dorfes, welche mit Ungeſtüm in den Alten drangen, er ſolle ihnen eine Geſchichte erzählen. Der Alte ließ ſich endlich gewinnen, nahm die Pfeife aus dem Munde, wiſchte ſich die Lippen mit dem Rücken der einen Hand, ſtrich den Schnurrbart und hub an: „Zu meiner Zeit, Jungens, hätten ſich die Franzoſen dawider empört, hätten ſie mit Franzoſen ſich in den Straßen ſchlagen müſſen, wie heutzutage geſchieht. Nein, wenn wir nns ſchlugen, geſchah's für die Ehre Frankreichs und gegen auswärtige Feinde. Seht, Kinder, meine Geſchichte beginnt am 6. November 1812, kurz nach der Schlacht von Wiäzma. Wir waren auf dem Rückzug, aber nicht vor den Ruſſen, denn die blieben immer in ſicherer Ent— fernung von unſeren Cantonnirungen, ſondern vor der ſchneidenden Kälte jenes eiſigen Landes, die uns furcht— barer zuſetzte als die fuͤnffache Zahl der Feinde gethan haben würde. Die letzten paar Tage hatten unſere Offiziere uns immer verſprochen, wir würden bald nach Smolensko kommen, wo es übergenug zu eſſen und zu trinken, und Branntwein, Feuerung und Schuhe die Fülle gäbe. Aber mittlerweile gingen wir im Schnee und Eis zu Grunde, und wurden unaufhörlich von den Koſacken mit ihren ver— dammten Spießen geneckt. Sechs Stunden lang waren wir marſchirt, ohne nur einen Augenblick auszuſchnauben, denn wir wußten, daß jede Raſt ſicherer Tod ſei. Ein ſchneidender Wind trieb uns die Schneeflocken in's Geſicht, und wir ſtolperten bis— weilen über die ſtarren Leichname unſerer erfrorenen Ka— meraden. Nirgends Singen oder Geplauder, ja nicht ein— mal Murren, und das war ein böſes Zeichen. Ich ging hinter meinem Kapitän, einem ſtämmigen kurzen Burſchen, rauh und derb, aber ſo treu und ſtark wie der Stahl ſeiner Degenklinge. Wir nannten ihn nur Capitaine Positif, denn er ſprach nicht viel, aber wenn er einmal etwas geſagt hatte, ſo blieb's dabei— da half keine Gegenrede, er ließ ſich nie von ſeinem Entſchluß abbringen. Bei Wiäzma war er bleſſirt worden, ſein ſonſt ſo rothes Geſicht war nun ganz bleich, und das weiße Taſcheutuch, das er um ſein verwundetes Bein gebunden, war durch und durch blutig. Ich ſah ihn erſt immer langſamer gehen, dann ſtraucheln und wanken, als wär' er betrunken,— und am Ende ſtürzte er wie ein Block nieder. „Morbleu, Kapitän!“ rief ich und beugte mich über ihn,„hier konnen ſie nicht liegen bleiben!“ „Bah, Du ſiehſt, daß ich es kann! hier lieg' ich ja ſchon!“ verſetzte er und deutete auf ſein Bein. „Kapitän!“ ſagt' ich,„Sie dürfen nicht ſo ſterben!“ damit nahm ich ihn in den Arm, hob ihn auf und ſtellte ihn auf die Füße. Er ſtützte ſich auf mich und verſuchte zu gehen, aber vergebens; er ſtuͤrzte noch einmal nieder und zog mich mit an den Boden. „Jobin, ſagte er,„'s iſt aus mit mir. Laß mich deßhalb hier liegen und ſtoße ſo ſchnell wie möglich wieder zu Deiner Colonne. Doch halt,— noch ein Wort, ehe Du gehſt: zu Vorreppe bei Grenoble wohnt ein altes Mütterchen, jetzt 82 Jahre alt;'s iſt...'s iſt meine Mutter. Zu der gehe, bring' ihr einen Kuß, und... ſag' ihr, ich... ſag' ihr.., ſag' ihr was Du willſt, aber bring' ihr dieſe Börſe und mein Kreuz!“ „Iſt das Alles, Kapitän?“ ſag' ich. „Ja, Alles! Nun Gott- befohlen! Spute Dich, daß Du fortkommſt!“ Jungens, ſeht'mal, ich wußte nicht wie mir geſchah, aber mir gefroren zwei Thränen auf den Wangen.— „Nein, Kapitän! ruf' ich;„ich verlaſſe Sie nicht; ent— weder kommen Sie mit mir, oder ich bleibe bei Ihnen!“ „Und ich verbiete Dir das Dableiben!“ ſagte er. „Na, da mögen Sie ebenſo gut einem Weiben das Schwatzen verbieten, Kapitän,“ ſag' ich und bleibe da. „Wenn ich davon komme, laß ich Dich exemplariſch abſtrafen!“ ſagt er. „Und wenn Sie mich in Arreſt ſtecken, ſo müſſen Sie mir doch jetzt meinen Willen laſſen, Kapitän!“ ſag' ich. „Du biſt ein unverſchämter Burſche, Jobin!“ „Mag ſein, Kapitän! aber jetzt müſſen Sie mit mir kommen!“ rief ich. Er biß ſich vor Zorn in die Lippen, ſagte aber Nichts mehr. Ich hob ihn auf und legte ſeinen Körper mir über die Schultern wie ein Sack. Ihr könnt euch wohl denken, daß man mit ſolch einer Laſt nicht ſo leicht davon läuft wie die Kameraden, die nur den leichten Torniſter tragen dürfen. In der That verlor ich auch bald ihre Colonne aus dem Geſicht, und ſah rings um mich Nichts mehr als das ſchneebedeckte weiße Gefild. Dennoch zog ich weiter, aber es dauerte nicht lange, ſo kam ein Haufe Koſacken dahergaloppirt, legte die Lanzen ein und ſprengte mit ihrem verwünſchten Kriegsgeſchrei auf mich zu. Mein Kapitän war mittlerweile ganz beſinnungslos geworden, und ich hatte mir vorgenommen, ihn nicht zu verlaſſen, koſte es was es wolle. So leg' ich ihn denn auf den Boden, decke ihn mit Schnee zu, und kriege dann unter einen Haufen todter Kameraden, laſſe mir aber die Augen frei. Bald kommen die Koſacken heran, und ſtechen mit ihren Lanzen links und rechts, während ihre Pferde auf den Leichen herumtrampeln. Auf einmal ſchlägt mich ſo'ne zottige wilde Koſackenmähre auf meinen linken Arm und perdautz iſt er abgebrochen und in Stücken zerſchlagen. Jungens, ich gab keinen Laut von mir und regte mich nicht; nur mit der rechten Hand fuhr ich in den Mund, um den Schmerzſchrei zu erſticken, den es mir hatte aus— preſſen wollen; und in etlichen Minuten waren die Ko— ſacken wieder verſchwunden. Als der Letzte davongeritten war, kroch ich wieder hervor und ſcharrte, ſo gut es ging, meinen Kapitän wie— der aus dem Schnee. Er zeigte kaum noch eine Spur von Leben, aber dennoch gelang mir's, ihn mit der einen Hand zu einem Felſen hinzuſchleppen, der wenigſtens einiges Obdach bot, und dort legt' ich mich neben ihm nieder, und wickelte uns beide in meine Capote. Der Abend brach ein, und es ſchneite noch immer tüchtig. Die äußerſte Nachhut war ſchon lange vorüber, und das Grabesſchweigen des Schneefeldes unterbrach nur das Pfeifen der fernen Kugeln und das Geheul der näherkommenden Wölfe, welche die Leichname zerriſſen. Gott weiß was für Gedanken mir an jenem Abend durch den Kopf gingen, welche ich für meinen letzten hielt. Da fiel mir ein Gebet ein, das mich meine Mutter vor langen Jahren gelehrt hatte, da ich noch ein Kind war, und ich warf mich in den Schnee nieder und betete es inbrünſtig her, und— es hat mir geholfen, Jungen! und glaubt mir fürwahr, ſo'n recht ernſthaftes Gebet hilft immer. Mir war wunderbar ruhig zu Muthe, als ich wieder meinen Platz neben dem Kapitän einnahm. Der Abend ſank immer tiefer heran, und ich war ſchon ganz erſtarrt, als ich eine Truppe franzöſiſcher Offiziere auf mich zukommen ſah. Ich ſtehe auf, mache 58— meine Honneurs, da kommt der Vorderſte, ein kleiner Mann in einem Pelzrock, auf mich zu, und ehe ich ihn noch anreden kann, fragt er:„Heda, was machſt Du hier warum bliebſt Du hinter Deinem Regiment zurück?“ „Aus zwei guten Gründen,“ ſag' ich und deute auf den Kapitän und auf meinen blutenden Arm. „Der Mann ſpricht wahr, Sire!“ ſagt Einer der Offiziere zu dem Kleinen.„Ich ſah ihn hinter der Kolonne hermarſchiren und dieſen Offizier auf ſeinem Rücken tragen!“ Der Kaiſer, Jungens! denn er war es— der Kaiſer warf mir einen ſeiner Blicke zu, den ich in meinem Leben nicht wieder vergeſſen werde, kneipt mich in die Wange und ſagt:„Schön von Dir, Du haſt eine wackere That gethan! dann knöpft er ſeinen Pelzrock auf, nimmt das Kreuz der Ehrenlegion von dem grünen Frack, den er da— runter trägt und hängt mir's an die Bruſt. In dieſem Augenblick ſpürt' ich Hunger und Kälte nicht mehr, und auch keine Spur von Schmerz mehr in meinem zerſchmet— terten Arm. Davoust,“ ſagt dann der Kaiſer zu dem General, der zuvor zu meinen Gunſten geſprochen,„Sie ſorgen dafür, daß dieſer Mann und ſein Kapitän auf einen der Munitionswagen geſetzt und verpflegt werden!“ drauf winkt er mir mit der Hand und geht weiter..... 1 Hiermit brach der alte Veteran ab und griff wieder nach der Pfeife. „Nun?“ riefen die jungen Burſche ungeduldig;„aber was iſt denn aus dem Kreuz und aus Kapitän Poſitif geworden?/ „Der Kapitän lebt noch und iſt jetzt ein penſionirter General. Der ſchönſte Spaß aber war, daß er mich zur Strafe für mein Subordinationsvergehen auf 14 Tage in Arreſt ſteckte, ſobald er wieder hergeſtellt war. Die Sache kam Napoleon zu Ohren, der darüber herzlich lachte, aber mich ſogleich freigeben ließ und zum Sergeant beförderte.— Was aber meine Dekoration anlangt, ſo iſt hier das Band, Jungens, das trag' ich im Knopfloch; aber das Kreuz trag' ich hart auf dem Herzen, ſeht!“ dabei knöpfte er ſeinen Rock auf, und zeigte ſeinen juugen Freunden die koſtbare Reliquie in einem Atlasſäckchen, das ihm an einer Seidenſchnur um den Hals hing. Kir chenbuchs-Auszug vom Monat Januar. Butzbach. Getraute: Keine. Getaufte: 15. Dem Bürger und Kupferſchmied Chriſtoph Kobelt ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 16. Dez. 1849. 17. Dem Bürger, Sattlermeiſter und Gemeinderathsmitglied Johann Ludwig Ferber eine Tochter, Maria Eliſabethe geb. den 19. Dez. 1849. 27. De — — (125) gründun ſchuldelg curofal l Pinter N Me b Werden d ſic eiu melden Biffllun, klaren od Mae g Butt (165) um 10 U bund Kor ichen N. auf dem menden it Bedingun, gedachten Die G. gend w er Oem pollen, dried 2 (179 um 2 U Malter huſtiner zerſchmet⸗ General, die ſotgen einen der u drauf Tiff wieder 20. Eine uneheliche Tochter, Eliſe Marie Juliane Karoline, geb. den 25. Dez. 1849. 20. Dem Bürger und Barbier Wilhelm Chriſtoph Schmidt ein Sohn, Philipp Jacob Ferdinand, geb. den 26. Dezember 1849. 20. Dem Bürger und Inſtrumentenmacher Bernhard Mar— guth eine Tochter, Chriſtine Margarethe, geb. den 4. Januar. 27. Dem Bürger und Feldſchützen Chriſtoph Möhlich eine Tochter, Anna Katharine, geb. den 11. Jan. Beerdigte: 7. Anna Eliſabethe, des verlebten Bürgers und Schuh— machermeiſters Johannes Heinrich Maier nachgelaſſene dritte Tochter, alt 4 Jahre, 8 Monate und 14 Tage— den 5. In. 1 Johannette 11. Georg, des Bürgers und Schmiedmeiſters Joh. Caspar Frank vierter Sohn, alt 1 Jahr, 7 Monate und 21 Tage, 7 den 10. Jan. 23. Marie Eliſabethe, des Bürgers, Metzgermeiſters und Gemeinderathsmitglieds Joh. Greß Ehefrau, geb. Win⸗ 1 ter, alt 58 Jahre, 8 Monate und 20 Tage, 5 den 30. Juliane Margarethe, des Bürgers, Schuhmachers und Taglöhners Joh. Wüſtenhöfer zweite Tochter, alt 11 Monate und 24 Tage, 7 den 28. Jan. 8. Rebecka Margarethe, des verlebten Burgers und Bäcker M. fl. 1. meiſters Conrad Buchmeier nachgelaſſene ledige Toch— ter, alt 74 Jahre, 9 Monate und 21 Tage, t den 6. Januar. 11. Der Bürger und Poſtillon Adam Ringelhuth, alt 57 Jahre und 9 Monate, f den 9. Jan. Für die Waſſerbeſchädigten in Bacharach ꝛc. iſt bis jetzt eingegangen: Von J. Ph. Sch. 30 kr. m. d. Motto: Aber was iſt das unter ſo Viele? Ph. W. fl. 1. 30 kr.; W. fl. 1.; R. fl. 2. aus dem Bür⸗ ger-Caſino zu Friedberg am 17. Februar fl. 5.3 von Frau H. 2 Den gütigen Gebern herzlich dankend, erklären wir uns bereit, auch fernere Gaben, mögen ſie noch ſo gering ſein, gerne entgegenzu⸗ nehmen und hoffen, daß dieſe Sammlung, auf den edlen Sinn der Be— gang habe. wohner unſerer geſegneten Wetterau vertrauend, einen erfreulichen Fort⸗ Die Expedition des Intellgzbl. in Friedberg. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. NN UN Edietalla dung. 4125) Zur Anmeldung und nöthigen Be⸗ gründung ſämmtlicher Anſprüche an den über⸗ ſchuldeten und von Gr. Hofgericht für con— cursfällig erkannten Nachlaß des Johannes Winter von Nieder mörlen ſteht Termin Mittwoch den 27. März l. J., Morgens 10 Uhr. Alle bekannten wie unbekannten Gläubiger werden daher aufgefordert, zu dieſem Termine ſich einzufinden, ſowohl ihre Forderungen anzu— melden als wegen Conſtituirung der Maſſe, Beſtellung eines Maſſecurators ꝛc. ſich zu er⸗ klären oder zu erwarten, daß ſie ſofort von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Butzbach den 21. Januar 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Strohlieferung. (165) Friedberg den 22. d. M., Vormittags Im 10 Uhr, wird die Lieferung von 900 Ge— „und Kornſtroh in die Betten der ledig caſer— nirten Mannſchaft in dem Verwaltungsbüreau ruf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtneh⸗ nenden in Accord gegeben, und die Lieferungs— Bedingungen können von heute an in dem oben zedachten Büreau eingeſehen werden. Die Großh. Herrn Bürgermeiſter der Um— zegend werden erſucht, daſſelbe im Intereſſe hrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg am 11. Februar 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter Frucht ⸗Verſteigerung. (178) Donnerſtag den 21. l. M., Mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50—60 Malter Korn von dem Fruchtvorrath des Au— guſtiner Schulfonds, zwei malterweis, meiſt⸗ dietend verſteigert. Friedberg am 14. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. JIgd⸗Vefßhachtung. (195) Donnerſtag den 21. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Jagd öffentlich meiſtbietend, auf 6 Jahre, verpachtet werden: Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung eröffnet. Bönſtadt den 14. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weitzel. Holz⸗Verſteigerung. (196) Donnerſtag den 21. d. Mts., Vor⸗ mittags halb 10 Uhr, ſollen im Rodheimer Ge— meindewald, Diſtriet Vorderwald, 63 Stecken kiefern Scheitholz, g a 5„„ Prügelholz, 44 N„ Stockholz, 12665 Stück„ Wellen, 243 Stämme„ Bau⸗ und Werkholz, 5420 Cubikfuß enthaltend, und 190 Stück fichten Stangen-Werkholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Alles Holz wird gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine verborgt bis zum 1. September d Rodheim den 16. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ae geen g. (197) Dienſtag den 26. Februar d. J., des Morgens 10 Uhr, ſollen 15 Stück Pappelſtämme von circa 60 Fuß Länge und 15— 20 Zoll Durchmeſſer, auf hieſigem kleinen Biedrich, öffent— lich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zu— ſammenkunft iſt um beſagte Stunde auf Ort und Stelle. Gettenau den 15. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter J Mö bes. SND * Privat- Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (184) Alle Ausſtände des Samuel Maiſchen Nachlaſſes zu Großkarben, welche nicht inner— halb 14 Tagen entweder an den Unterzeichneten, oder an den von ihm ſpäter noch benannt wer⸗ denden Subſtituten, berichtigt worden ſind, wer⸗ den gerichtlich beigetrieben werden. Petterweil den 10. Februar 1850. ian Ein mer i ch, von den Erben beſtellter und gerichtlich beſtätigter Erheber. A (147) Auf der Braunkohlengrube Buderus, bei dem Heſſenbrückenhammer, werden wieder Braunkohlen zu 10, 12 und 15 kr. per Cent⸗ ner abgegeben. Eine brave Magd, (152) welche kochen kann, wird auf Petritag geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. FTFoyuur Auswanderer. (185) Jede Woche expedire ich regelmäßig Poſtſchiffe nach Nord⸗ und Südamerika, und werden Paſſagiere zu den billigſten Preiſen be— fördert. Proſpectus ſind gratis zu haben. Friedberg im Februar 1850. Die Agentur: Baruch Hecht. 8 5 7 Geſchaͤfts-Anzeige. (198) Ich mache hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich dahier ein Poſamentier-Ge— ſchäft begründet habe, wobei ich jede Art von Puß⸗ und Möbelarbeiten, ſowie für Militär erforderlichen Artikel, nach Beſtellung, ſchnell un d gut verfertigen werde. Auch verkaufe ich in meinem Laden vorzügliche Nähſeide, Garn, Zwirn, Wolle, Schuur, Kortel ꝛc., ſowie Lampen⸗ dochte, Gimben und Franzen in reicher Auswahl unter reeller Bedienung und billigen Preiſen. Auch empfehle ich mich zugleich im Vor⸗ zeichnen auf Stoffe zu Blattſticken oder Litzenbeſetzen von Kleidern, Weſten, Kappen zc. nach neueſtem Geſchmack und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Februar 1850. Joſeph Hoffmann, Poſamentier, wohnhaft im Hauſe des Herrn Heß in der Meßgergaſſe. Eine vollſtändige Wohnung. (1499) Mein Hinterhaus in der Engelsgaſſe bin ich geſonnen zu vermiethen und kann bis den 1. Mai d. J. bezogen werden. Friedberg im Februar 1850. Philipv Werner, Apotheker. „„ Nach Neib- Vor fl. 53.— Nei- Orleans fl. 58. Regelmäßiger Dienſt (160) beginnt mit dem erſten März und finden jede Woche abwechſelnd über Havre, Rotterdam, Antwerpen, London und Bremen Expe⸗ ditionen ſtatt. Briefe frei. Frankfurt a. M. im Februar 1850. Joh. Aug. Simeons, Schuͤtzenſtraße Nr. 11. Maskenball im Holel Trapp Sonntag den 2. Februar, Aufang um 7 Uhr. Eintrittspreis für die Perſon 30 kr., für Familien 1 fl. 12 kr. (200) Anmeldungen wolle man recht bald bei einem der Unterzeichneten, oder bei Caſinodiener Künzenbach einreichen.. Für eine entſprechende Auswahl Maskenanzüge und Maskenzeichen iſt Sorge getragen und werden dieſelben von Donnerſtag den 21. an im Trapp'⸗ ſchen Locale abgegeben. Um verſchiedenen Anfragen zu begegnen, bemerken wir noch, daß jeder Theilnehmer weuigſtens ein Maskenzeichen tragen muß, und daß Kinder auf den Ball nicht zugelaſſen werden können. Friedberg den 18. Februar 1850. as Comité: H. Hahn. H. Buß. A. Fritz. J. Heß. L. Stock. L. Garde. Ehr. Fiſcher. Ph. Vogt. Fr. Hecht. L. Bernhard. ür Auswanderer nach Nordamerika. (201) Vom 1. März anfangend, werden jeden Monat den 1. und 15. ſehr ſchöne ſchnellſegelnde Dreimaſterſchiffe erſter Elaſſe, nach allen Seehäfen Nord⸗ Amerikas durch das Conſulat Lüdering& Comp. in Bremen expedirt und übernehme unter den billigſten Bedingungen Auswanderer zur Beförderung unter Garantie nach obigen Häfen an. Friedberg im Januar 1850. Ehr. Hecht. Einladung. (202) Es iſt nöthig erachtet worden eine Verſtändigung, hinſichtlich der für die Wahl des Abgeordneten zum nächſten Volkshauſe vorzuſchlagenden Wahlmänner herbeizuführen. Die Mitglieder der conſtitutionellen Parthei in ſämmtlichen Orten des Landgerichtsbezirks Friedberg, ſodann in Altenſtadt, Engelthal, Höchſt a. d. Nidder, Oberau, Rodenbach, Rommelhauſen, Rodheim, Stammheim und Steinfurt werden daher benachrichtigt, daß Sonntag, den 24. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, eine Beſprechung in jener Beziehung im Gerlach'ſchen Saale hier— ſelbſt ſtattfinden ſoll und dringend eingeladen, ſich mit den gleichgeſinnten Ange— hörigen ihrer Gemeinden zu verſtändigen und jener Verſammlung durch abzuſendende Vertrauensmänner beizuwohnen. Friedberg am 17. Februar 1850. Der Ausſchuß des Reichswahlvereins. Der Fahrplan nebſt Tarif der Main⸗Weſer⸗Bahn iſt (1600 billig zu haben bei Friedberg. C. Bindernagel. Anfrage. (203) Warum werden die Gemeinderaths⸗ Sitzungen in Niederwöllſtadt nicht mehr öffent⸗ lich gehalten?? ö Zum Vermiethen. (20) Ein vollſtändiges Logis, im zweiten Stock, mit vier auch auf Verlangen mit fünf Zimmer, iſt zu vermiethen bei Friedberg im Februar 1850. J. Steinhäußer. „ Zum Verkaufen. 5 4(205) Bei Inſtrumenten⸗ macher Glück in Fried- 2 berg ſtehen zu verkaufen: befabiges Clavier für 190 fl. neues 675 1 gebrauchtes Goctaviges„„ 100„ 1 17 7 1„ 5 1 7 D U 15* 44* 1 Pianino für 110 und 1 Flügel für 66„ Ge ſau ch. (206) Ein Mädchen, moſaiſcher Religion, mit vieler und guter Milch, ſucht einen Dienſt als Schenkamme. eren N i ch in Langenhain im Regierungsbezirk Friedberg. Literariſche Anzeigen. (207) So eben erſchien die Wahre Volksausgabe der Geheimniſſe des Volkes oder Geſchichte einer Proletarier-Hamilie von Eugen Sue. Deutſch von Richard Wagner. 1 Bändchen. Preis nur 11 kr Durch dieſen außerordentlich billigen Preis iſt ein Jeder in den Stand geſetzt, ſich dieſes wichtige und intereſſante Werk an⸗ ſchaffen zu können. Im. Müller's Separ.⸗Conto in Leipzig. Vorräthig bei E. Bindernagel in Friedberg. (208) Bei Friedr. Gerhard in Berlin erſchien ſo eben und iſt in Friedberg bei E. Bindernagel zu haben: Das Buch der naͤchſten Zukunft. Od Vorgeſichte Gorgeſchichten) Prophezeiungen ee über die nächſten politiſchen und ſocialen Verhältniſſe des Jahres 18 5 0. „Was kein Verſtand der Verſtändigen ſieht, Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüth.“ Schiller. Preis 11 kr. 2 a us Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 feldes haben eig ſteige Arms Ftau vers Beir nur ſelte licher ſtänd Landy Gehet zogen zog Nel seinen Sem ein g Han U chen det! dad zwiſ mift Wit 0 Mur und dunſtt und g um 0