Anzeigen edberg. * den 15. D,, . Dezember. Wonen verrichtet art Sell. IN— u der Stadtkirche: aus Baut. in der S tadtkirche: artet Sell da Surglirche dn Fitting. t in der Burgkirche: * Schenck. —— preiſe. — N. ö. Dez. Nov. l Main; dw burg 8 I. kr. fl. fr. 08 181 745 6 56 6— ö 35 318 31 DDr i Taxe cdbrtg und Buda 20. December. — 1 221 E 2 EIA 2 N 2 1 ie S SST Intelligenz Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 99. Mittwoch den 18. Dezember 1850. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Leſeholznutzung in den Gr. Domanialwaldungen des Forſtreviers Oberrosbach, für 1831 betreffend. Zur Ausführung der allerhöchſten Verordnung vom 1. Oktober 1848, und der Bekanntmachung vom 3. ejus- dem, in Nr. 57 des Regierungsblattes, werden zu Leſe⸗ holztagen für 1851 beſtimmt: der 6. Januar, 3. Februar, 3. Marz, 7. April, 5. Mai, 16. Juni, 14. Juli, 11. Au⸗ guſt, 15. September, 13. Oktober, 10. November, 15. Dezember, welche Tage jedesmal auf Montag fallen.— Außer den Abtheilungen, in welchen Holzhauereien im Gange ſind, ſo lange bis das betreffende Holz vollſtändig aufge⸗ arbeitet, aufgeſetzt und nummerirt iſt, ſind folgende, durch Strohwiſche oder Gräben als Hege bezeichneten Abtheilungen, von der Leſeholznutzung ausgeſchloſſen: Frauenwald die Schläge Nr. V, VI, VII, VIII, IX, X, XI, XII und XIII; Burgwald die Schläge Nr. I, II, III,. IV, V, VI, VII, XXIII und XXIV; Mainzerhecken, der ganze Diſtrikt; Weſterfeldſcherwald, der ganze Diſtrict; Schwarzheidt desgleichen.— Beſtimmen die Ortsvorſtände, in Folge§. 9 der oben angezogenen Bekanntmachung, für ihre den Dommanialwaldungen unmittelbar angrenzenden Gemeindewaldungen, weniger Leſeholztage wie die oben ge⸗ nannten, oder laſſen noch andere Beſchränkungen bei der Leſeholznutzung eintreten, ſo finden für die Angehörigen dieſer Gemeinden in Beziehung auf die Tage und die Leſe⸗ holzbenutzung in den unmittelbar angrenzenden Domanial⸗ waldungen, dieſelben Beſchränkungen ſtatt. Die Gr. Bürgermeiſter werden hiermit erſucht, ſowohl das Vorſtehende, als auch die Beſtimmungen aus Nr. 57 des Regierungsblatts von 1848, unter welchen die Leſeholz⸗ nutzung überhaupt nur geſtattet iſt, in ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach am 9. Dezember 1850. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bin gmann. Weihnachts bilder. (Fortſetzung.) V. in einem wohlhabenden Haus ein. Auch hier iſt zahlreiche Kehren wir wieder bei einer vornehmen Familie Geſellſchaft und Freude die Hülle und Fülle. Fünf Kin⸗ der von vier bis zwölf Jahren umtanzen und umjubeln den Weihnachtstiſch und ſchwelgen im Beſitz der zum Theil koſtbaren Geſchenke, des eleganten Spielzeuges. Nur der blonde Robert, ein Knabe von fünf Jahren, iſt weniger lebhaft, weniger laut, als ſeine Brüder und Schweſtern. Er hat ein und das andere Spielzeug, Goldnüſſe, Zucker- werk und dergleichen in ſeinen Taſchen verborgen und ſich ſchon ein paarmal, als er ſich unbemerkt glaubte, zur Thüre hinausgeſchlichen.— Aber die Mutter, die ſchöne, hochgewachſene Frau, voll Milde und Würde in ihrem ganzen Weſen, hat ſein geheimnißvolles Verſchwinden und Kommen bemerkt.— Jetzt entfernt ſich Robert leiſe wie⸗ der. Die Mutter lchleicht ihm ſachte nach. Er geht durch den Corridor— die Treppe hinab, über den Hof, ſchmale Stufen hinauf. Dann öffnet er eine Thüre. Hier wohnt ein armer Lohndiener, den Krankheit auf das Schmerzens⸗ lager geworfen. Er hat bisher kümmerlich ſein Weib und ein Kind, ein Mädchen von drei Jahren, ernährt. Jetzt aber iſt die bittere Noth eingekehrt in ſeine dürftige Behauſung. Die ſchöne Frau, Roberts Mutter, öffnet leiſe die Thür und blickt durch die Spalte. Welch ein Bild zeigt ſich ihr da!— Vor einem Schemel, worauf ſie das Licht geſtellt, fitzt das kleine blaſſe Mädchen und blaͤttert in Roberts Bilderbuche, welches er vor wenigen Augenblicken erſt zur Weihnachtsbeſcheerung erhalten. Neben ihr kniet der Knabe und leert ſeine Taſchen aus, und während er Spielzeug und Süßigkeit vor dem Mädchen auf den Schemel breitet, ſagt er!„Siehſt Du, gute Emmy, daß Du auch Etwas zur Weihnachtsbeſcheerung bekommſt,— ſo viel wie ich; jetzt darfſt Du nicht mehr weinen, Emmy!“ Der lauſchenden Mutter aber quellen die Thränen in die Augen, ihr Herz ſchlägt hoch auf in freudiger Rührung, ſie hält ſich nicht länger, ſie tritt raſch in die Stube, beugt ſich zu den Kindern nieder, umklammert den Knaben und ruft im ſeligſten Muttergefühl:„O mein Robert, mein Robert!“ Der Knabe aber erſchreckt, bricht in lautes Weinen aus und fleht, als hätte er etwas Böſes begangen:„Sei nicht böſe, liebe Mutter— ſei nicht böſe— die 105 Emmy!“* „Nein, mein Sohn,“ erwidert die Mutter und ſtrei— chelt ihm die Thränen von den Wangen—„Deine gute Emmy ſoll noch mehr, viel mehr bekommen und ſoll unſern Weihnachtsbaum ſehen und ſich mit Dir freuen, Du guter guter Nobert!“ Wee — 400— Der Kranke regt ſich jetzt, aus einem ſtärkenden Schlummer erwachend, in der Kammer und ſeine Frau tritt eben in die Stube, aus der Apotheke zurückkehrend, und ſtaunt über den vornehmen Beſuch. Die ſchöne Dame erhält leicht die Erlaubniß, die kleine Emmy mit hinüber zur Beſcheerung zu nehmen, und auf ihren Armen trägt ſie jubelnd das Kind in den frohen, glänzenden Kreis, gefolgt von Robert, der jetzt fühlt, daß er nichts Strafwürdiges begangen, indem er ſeine Beſcheerung mit Emmy getheilt. Dem kranken Manne aber und ſeiner Frau wurde ſofort Speiſe und Labung hinübergeſchickt von der glück⸗ lichen Mutter.— Die Saat des Guten liegt in jeder Kinderbruſt. Lockert den Boden nur und hegt und pflegt die junge Pflanze, und ſie wird gedeihen für das ganze Leben. Die erſte fromme Thräne, dem Kindesauge entlockt, iſt Segens— thau für dieſen Boden. VI. Im warmen Dachſtuͤbchen ein junger, dunkellockiger Mann. Geiſt und Schwärmerei in Aug' und Mienen, über dem friſchen Mund ein ſchwarzes Bärtchen— die Geſtalt ſchlank und biegſam.— Er ſchiebt das Collegien⸗ heft, woran er beim Lampenſchimmer emſig geſchrieben, bei Seite, erhebt ſich und tritt an's Fenſter. Er öffnet und lehnt ſich hinaus, trotzdem, daß der Nordwind erkäl⸗ tend über die Dächer ſtreicht.— Nach den erleuchteten Fenſtern in der zweiten Etage gegenüber richtet er ſeine Blicke. Seine Heimath iſt fern im Gebirge. Dort hat er Eltern und Geſchwiſter— der Vater iſt Landprediger.— Seine Gedanken fliegen dorthin in das Vaterhaus. Jetzt ſind die Lieben Alle um den Weihnachtsbaum verſammelt und gedenken auch ſeiner. Das bevorſtehende Examen hat ihn in der Stadt feſtgehalten; auch wäre die Reiſe in's Vaterhaus zu beſchwerlich und koſtſpielig geweſen. Er muß ſich in Geduld faſſen. Zu Neujahr erhält er die Geſchenke von Eltern und Schweſtern, und im kommenden Frühling zieht er ſelbſt heim in die grünen Berge.— l Seine Sehnſucht und ſeine Gedanken kehren jetzt zurück von der geliebten Heimathsſtätte und ſchwärmen wieder hinüber nach den lichten Fenſtern. Er ſummt leiſe für ſich in die Nachtluft hinaus: „Ach wärſt Du doch mein eigen, Wie lieb ſollt'ſt Du mir ſein.“ — Bald darauf wird drüben an den Scheiben eine Mädchengeſtalt ſichtbar. Der Schatten begränzt deutlich gegen die blendende Helle, welche aus dem Hintergrunde der Stube bricht, die Umriſſe eines reizenden Lockenkopfes. Jetzt hebt ſie die Hand von der Bruſt aufwärts, und wie mit magnetiſcher Kraft wirkt dieſe Bewegung herüber und durchſchauert mit ſüßer Wonne den Jüngling. Dann verſchwindet ſie. Der junge Mann aber lehnt noch immer heraus, die Blicke auf das theure Fenſter, wo die geliebte Erſcheinung aufgetaucht, gerichtet. Da öffnet ſich leiſe die Thüre, Etwas fällt auf den Boden und raſch wird die Thüre wieder zugeſchlagen. Der Träumer ſpringt vom Fenſter zurück, er ſieht etwas Weißes auf dem Boden ſchimmern. Es iſt ein Papierumſchlag und als dieſer unter ſeinen haſtigen Fingern fällt, taucht eine allerliebſte, goldgeſtickte Brieftaſche her⸗ vor. Auf dem innern Deckel prangt in einer Roſenguir⸗ lande der Buchſtabe A. „Amalie!“ jubelt der junge Mann und preßt das Geſchenk an Herz und Lippen.— Er eilt wieder an's Fenſter— und auch drüben wird die Geſtalt ſichtbar, doch nur auf einen Augenblick.— Wie eine Trophäe hält er ſein Weihnachtsgeſchenk hoch empor. i S Aber jetzt hält es ihn nicht länger in der engen niedrigen Stube. Er wirft ſich in die Kleider und ſtürmt fort. Er muß in heitere Geſellſchaft; denn ſtumme Freude iſt nur halbe Freude.— (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Monat Novbr. Friedberg. Getraute: 10. Franz Witzenbacher, des zu Lorſch verſtorbenen Buͤr— gers und Domänenboten Franz Witzenbacher hinter⸗ bliebener ehlicher lediger Sohn, Secretär an hieſiger Eiſenbahnſtation, und Helene Jordis, des hieſigen Bür⸗ gers Johann Heinrich Jordis ehliche ledige Tochter. 17. Heinrich Lotz, des verſtorbenen Schultheißen Johannes Lotz zu Niederbeſſingen hinterbliebener ehlicher Sohn, Ortsbürger zu Berſtadt und Bureaudiener bei hieſiger Section der Main-Weſer⸗Bahn, und Margaretha Eliſa⸗ betha Schulze, des dahier verſtorbenen Bürgers und Glaſermeiſters Conrad Auguſt Schulze, hinterbliebene ehliche Tochter. f 5 Nachtrag. 5. September. Jacob Morſchel, des zu Obermörlen ver⸗ ſtorbenen Burgers und Maurermeiſters Johannes Morſchel hinterbliebener ehlicher lediger Sohn, Bürger und Maurermeiſter dahier, und Eva König, des zu Obermörlen verſtorbenen Bürgers und Wirthes Johan⸗ nes König, hinterbliebene ehliche ledige Tochter. Getaufte: 3. Ein unehlicher Sohn, Heinrich Jacob, geb. den 28. October. 3. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Joh. Nicolaus Eugel eine Tochter, Anna Katharina Eliſabetha, geb. den 10. Oktober. 3. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Chriſtian Glocken⸗ gießer eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 20. Oktober. 7. Dem hieſigen Burger, Oekonomen und Metzgermeiſter Johannes Heinrich Walz III. eine Tochter, Maria Margaretha Katharina, geb. den 1. Oktober. 7. Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Peter Decher ein Sohn, Joh. Friedrich Wilhelm, geb. den 19. Oktober. 10. Dem hieſigen Bürger und Drehermeiſter Jakob Stark eine Tochter, Anna Maria Eliſabetha, geb. den 31. Oktober. 17. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Weckerling ein Sohn, Friederich, geb. den 23. Oktober. 17. Dem hieſigen Landgerichtsdiener Jacob Schmitt ein Sohn, Jacob, geb. den 8. November. 21. Dem hieſigen Bürger und Mehlhändler Adam Rauſch II. ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 1. November. 22. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Fauſt eine Tochter, Auguſte, geb. den 30. Oktober. 22. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Johannes Hanſtein III. eine Tochter, Katharine Louiſe, geb. den 2. November. 24. Dem Feldwebel im 2. Bataillon des 4. Gr. Infanterie⸗ Regimentes Stephan Bender dahier, ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 11. November. N 11. 12 10 21 lt ſchtba k, rophüt galt der en gen und fürn ame Freude —— Mohr. denen Büͤr⸗ cher hinter⸗ an dieſiger leſigen Büͤr⸗ ge Tochter. n Johannes der Sohn, du zieſiger retta Eliſa⸗ zuͤrgers und interbliebene morlen ver⸗ Johannes In, Bürger 9, des zu des Johan⸗ Wer. eb. den 28. b. Nicolaus kbetha, geb. an Glocken⸗ tb. den 20. pgermeiſter ter, Maria cr. tet Peter u, geb. den zakob Stark cb. den 31. ſter Philipp 3. Ottober. Schnitt ein n Nauſch II 5 Novembel. 10 Konrad 0. Oktober. Johannes , geh. den aufantell⸗ Eon n Ech — 401— 24. Ein unehlicher Sohn, Johann Heinrich, geb. den 10. November. 28. Dem hieſigen Bürger und Poſamentirer Joſeph Hoff⸗ mann eine Tochter, Anna Gertrauda Suſanna Katha— rina, geb. den 17. November. Beerdigte: 4. Suſanna Margaretha Dorothea Caroline Jakobi, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Jakob Jakobi ehliches Töchterlein, alt 9 Monate und 3 Tage,* den 2. November. 4. Des hier ſtationirten Gr. Gendarmen Heinrich Lieber⸗ knecht am 3. November todtgebornes Söhnlein. 7. Valentin Jakobi, Bürger und geweſener Schweinhirte dahier, alt 65 Jahre, 5 Monake und 5 Tage, k den 6. November. 9. Otto Auguſt Trapp, des Gr. Hofgerichtsadvocaten Guſtav Hermann Franz Trapp II. dahier, ebliches Söhnlein, alt 1 Jahr und 5 Monate, fe den 8. No⸗ vember. 11. Eliſabetha Kreuter, des hieſigen Bürgers, Metzger⸗ meiſters und Wirthes Ludwig Kreuter ehliches Toͤch⸗ terlein, alt 8 Monate und 5 Tage, f den 10. No- vember. 12. Margaretha Eliſabetha Decher, geborne Damm, des hieſigen Bürgers, Sattlermeiſters und Wirthes Johann Chriſtian Ernſt Karl Decher Ehefrau, alt 60 Jahre und 2 Monate, 7 den 10. November. 16. Des hieſigen Bürgers und Gaſtwirthes Georg Ulrich am 14. November gebornes und ungetauft am 15. November verſtorbenes Söhnlein. 17. Magdalena Schäfer, des hieſigen Bürgers und Metz⸗ germeiſters Heinrich Schäfer ehliches Töchterlein, alt 6 Jahre und 2 Monate, 7 den 15. November. 18. Julius Heinrich Friedrich Carl Kärſt, des Vorſtehers einer hieſigen Erziehungsanſtalt Johannes Carl Chriſtian Kärſt aus dem Herzogthum Sachſen-Coburg-Gotha, ehliches Söhnlein, alt 2 Monate und 27 Tage, 1 den 16. November. 20. Joh. Chriſtian Heinrich Lickefett, Schuhmachermeiſter aus Holzminden im Herzogthum Braunſchweig, alt ungefahr 43 Jahre, T den 18. November. 24. Johann Heinrich Hanſtein, Bürger und Briefträger dahier, alt 56 Jahre, 3 Monate und 7 Tage, 1 den 22. November. 30. Marie Katharine Wilhelmine Wörner, des weiland hieſigen Bürgers und Maurermeiſters Chriſtoph Wörner ehliche ledige Tochter, alt 18 Jahre, 6 Monate und 4 Tage, 1 den 29. November. 30. Margaretha Eliſabetha Volp, des hieſigen Bürgers und Todtenwärters Heinrich Volp, ehliches Töchter⸗ lein, alt 1 Jahr, 9 Monate und 25 Tage, f den 29. November. Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Zum Beſten obiger Anſtalt gingen im Monat November nach⸗ folgende Gaben ein und werden hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigt. Durch Col. Pletſch in Darmſtadt und andern Orten der Provinz Starkenburg geſammelt: 224 fl. 45 kr.; d. d. Red. des Lauterbacher Wochenblatts 2 fl. 2 kr.;; d. Hrn. Lehrer Anthes zu Lich 2 fl. 39 kr.; d. Schreinermeiſter Leißner von einer Geſellſchaft in Ockſtadt 30 kr.; Dr..... wenig aber oft 24 kr. Dr... 1 fl.; Ihre Erlaucht Frau Gräfin zu Solms⸗Rödelheim 40 fl. 30 kr; Ungenannt 1 fl. 12 kr.; d. Pfarrer Uhrig von Geſchwiſter Süſſner zu Neuſſenburg 1 fl; Fr. Ge⸗ heimr. Müller zu Homburg 2 fl. 45 kr.; d. Hrn. Pfr. Kraus zu Ar⸗ heiligen aus dortiger Kirche 1 fl. 12 lr.; Arbeitskaſſe 1 fl. 40 kr.; Haus⸗ büchſe 1 fl. 10% kr. Summe 280 fl. 49 ½ kr. An Naturalien wurden geſchenkt: J. Schmidt in Frankfurt a. M. 44% Elle Kattun und 23 Ellen Sommerbukskin; Ungenannt 3 Pfriemen; Ungenannt 2 Bund Roggenſtroh. Im November trat der 7. Zögling, ein Knabe von Ilbenſtadt, Reg.⸗Bez. Friedberg, ein und ſobald der erforderliche Raum vorhanden it, ſollen weitere Aufnahmen ſtattfinden. Immer dringender werden die Bitten um Aufnahme, weßhalb es ſehr zu wünſchen wäre, wenn ſich recht viele Freunde dieſer Sache fänden, die durch Abnahme von Aetien den Ankauf oder Neubau eines Hauſes möglich machten. Wir wiſſen zwar nicht, wie viel wir noch bedürfen, indem bis heute erſt 5 von 82 Liſten mit etlich und 50 Actien zurückgelaufen find, aber wir glauben doch, daß ſich noch viele Freunde betheiligen können. Friedberg Anfang December 1850. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden Anſtalt. Concurs erkannt word Bekanntmachungen von Be⸗ wegen einer Ueberſchuldung von mehr als 2000 fl. en, werden Alle, welche Vergecordirung von Bauarbeiten. (19210 Samſtag den 4. Januar 1851, orden. Anſprüche irgend einer Art an denſelben zu Vormittags 10 Uhr, ſollen di i 0 bilden haben, aufgefordert, dieſelben bei Meidung neuen Pferdchen 0 Bel rebel bern M oe en u ee 0 3 Aale Maurerarbeit 906 fl. 18 kr 5 onnerſtag den 30. Januar 1851, Vormittag Steinhauerarbei ö 5 g. kannt mas n. 10 Uhr, hier anzumelden, auch wegen Vergleichs, Suede 176. 53 8 (1862) Die zum Nachlaſſe des Heinrich Hock Verkaufs der Maſſe und Beſtellung eines Güter⸗ Dachdeckerarbeit 30„ 32 zu Aſſenheim gehörige Mühle in der Stadt pflegers und eines Gläubigerausſchuſſes ſich ſo— Schreinerarbeit N mit fünf Mahlgängen an der Nidda ge⸗ gewiß zu erklären, als ſonſt nach Antrag der Schloſſerarbeit 33 M legen, nebſt dem dazu gehörigen Gelände— Mehrheit der Erſcheinenden verfügt werden ſoll. Glaſerarbeit 1 Erblehn— ſoll erbvertheilungswegen Freitag den 27. Dezember d. 25 Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim öffentlich ver⸗ ſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber mit dem Anfügen einladet, daß bei annehmbarem Gebote die Genehmigung alsbald erfolgt, die weiteren Bedingungen aber vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden. Zugleich werden alle Gläubiger des Heinrich Hock, da ſeine Erben den Nachlaß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben, aufgefordert, ihre Anſprüche an den Nachlaß vor dem obigen Termine bei der Wittwe oder bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen, gegenfalls ſie bei der Vertheilung nicht berück⸗ ſichtigt werden. Friedberg den 27. November 1850. wird Großh. Heſſ. Landgericht 1 Hofmann. Dr. Irle. Bekanntmachung. (1863) Nachdem über das Vermögen des Friedrich Ludwig Momberger von Traishorloff Hungen den 19. November 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Hofraithe⸗Verſteigerung. (4920) Bei der am 26. November l. J. abgehaltenen Verſteigerung der Chriſtian Vogt'⸗ ſchen Hofraithe ergab es ſich, daß folge teſta⸗ mentariſcher Beſtimmungen die hinterlaſſenen beiden Kinder der hier verſtorbenen Georg Vogt'⸗ ſchen Eheleuten den freien Wohnſitz his zu ihrer Verehelichung in fraglicher Hofraithe haben. Demzufolge wird Montag den 23. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, dieſe Hofraithe nochmals einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, mit dem Anfügen, daß ſolche erſt ohne, ſodann mit dem Aushalt an die Meiſtbietenden ausgeſetzt Friedberg den 16. Dezember 1850. Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeilfer auf dem Rathhaus zu Bellersheim öffent⸗ lich veraccordirt werden. Hungen und Bellersheim den 12. Dezember 1850. Der Rentamtmann Der Bürgermeifter Kießling. J. Bopp. Verkauf auf den Abbruch. (1922) Samſtag den 4. Januar 1851, Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll die ſehr geräumige, von Holz erbaute, Pfarrſcheuer zu Bellersheim auf da⸗ ſigem Rathbauſe meiſtbietend auf den Ab⸗ bruch verkauft werden. Hungen und Bellersheim den 12. Dezember 1850. Der Rentamtmann Der Bürgermeiſter Kießling. J. Bopp. fer dever kauf. (1923) Aus dem hieſigen Fürſtlichen Marſtall iſt ein Geſpann von 2 Pferden aus der Hand zu verkaufen Lich am 13. Dezember 1850. Colonius, Fürſtl. Solmſ. Kaſſenrath. In Auftrag Bender. Holzverſei gerungen. (1924) Es ſollen: I. Donnerſtag den 19. d. Mis, Morgens 10 Uhr, in dem Diſtrikt Bommersheim, des ſ. g. Haincher Domanialwaldes, 1) 13 Stecken eichen Scheitholz, 2) 4„ erlen„ 2„ eichen Prügelholz, 4) 6„ erlen 1 5 9„ aspen 1 6) 12„ eichen Stockholz, 7) 30„ erlen 1 8 4 15 aspen 7 9) 350 Wellen hainbuchen Reisholz, 10) 750„ eichen 1 110 350 5 erlen 17 120 400„ aspen„ II. Freitag den 20. d. Mts., um die vorbe⸗ merkte Stunde in dem in der Nähe von Groß⸗ karben gelegenen Domanialwalddiſtrict Hochholz: 1) 73 Stecken buchen Scheitholz, 2) 9„„ Prügelholz, 3) 4„ kiefern„ 4) 27„ buchen Stockholz, 5) 1250 Wellen Reisholz, 60 3400„ kiefern 5 7 6 Stück, namentlich zu Kummetgeſtelle benutzbare buchen Klötze von 14—16“ Durchmeſſer und 4“ Länge, 8) 100 Stück kiefern Stangen von 1“ Durch⸗ meſſer und 20“ Länge, und III. Montag den 23. d. Mts., ebenfalls um die vorbemerkte Stunde, im ſ. g. Stammheimer Domanialwald und zwar: A. im Diſtrikt Wilzenbuſch: 1) 438 Stecken buchen Scheitholz, 29 0„ kiefern„ 3) 16„ buchen Prügelholz, 4) 1250 Wellen„ Reisholz, 5) 130„ kiefern„ B. im Diſtrikt Hainbach: 1) 1 Stecken eichen Scheitholz, Prügelholz, Reisholz; 2)„ 17 3) 28 Wellen C. im Diſtrikt Sumpf: 1) 1 Stecken eichen Scheitholz, 2) 58 Wellen„ Reisholz, 3) 50„ birken 7 4) 100„ aspen 5 5) 400„linden 1 81„ kiefern„ 60 D. im Diſtrikt Haldwald: 1) 1 Stecken buchen Prügelholz, N 2„ eichen 3)„ aspen„ 4) 25 Wellen buchen Reisholz, 5) 50„ eichen„ meiſtbiekend verſteigert werden, was man hiermit unter dem beſonderen Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß kein Nachgebot angenom⸗ men und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zahlungsfriſt bis zum 1. Juni k. J. gegeben wird. Heldenbergen den 14. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſt Rumpf. Holz ⸗Verſteigerung. (1925) Freitag den 27. und Samſtag den 28. d. Mts., ſoll in dem Gemeindewald zu Dauernheim, Diſtrikt Au, nachſtehendes Holz verſteigert werden: 1. Freitag den 27. Dezember: 32 Stecken eichen Scheitholz, 65. 1 Prügelholz, 51*„ Stcockholz, 109„„ Reisholz, 34„ erlen Stockholz, 3287 Cubikf. eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, 545 Cubikf. erlen Stammholz. — 1 ll. Samſtag den 28 Dezember: 32 Stecken eichen Scheitholz, 65„„ Prügelbolz, 51„„ Stockholz, 109 5„ Reisholz, 3287 Cubikff.„ Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 545 Cubikf. erlen Stammholz. Bemerkt wird noch, daß die Verſteigerung an beiden Tagen des Vormittags um 9 Uhr ihren Anfang nimmt und die Zuſammenkunft im Walde iſt. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag 1851 geſtattet Die Herren Bürgermeiſter werden um Ver⸗ öffentlichung dieſer Bekanntmachung erſucht. Dauernheim am 13. Dezember 1850. Der Großh Heſſ. Bürgermeiſter. Meith. Privat- Bekanntmachungen. Zu Weihnachtsgeſchenken empſiehlt (1887) die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts⸗ bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken. Die Preußiſche Rakional⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft in Skeklin gegründet auf ein Capital von drei Millionen Thaler, (1898 übernimmt Verſicherungen auf faſt alle verbrennbaren Gegenſtände und leiſtet vollen Erſatz für jeden Schaden, welcher durch Brand- oder Blitz ſchlag herbeigeführt wird, ſowie für die Koſten, räumen verurſacht, als auch für diejenigen Gegenſtände, welche durch Löſchen und Aus⸗ welche in letzterem Falle abhanden kommen, vernichtet und beſchädigt werden. Ihre Prä⸗ mien ſind feſt und die Verſicherten zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Die Dauer der Verſicherung bleibt lediglich dem Antragenden zu beſtimmen überlaſſen; wer die Prämien von 6 Jahren vorau Procente Rabatt, ſondern hat auch noch sbezahlt, erhält davon nicht allein 10 die Verſicherung des ſiebenten Jahres frei; bei Vorauszahlung der vierjährigen Prämie iſt das fuͤufte ein Freijahr. Die vollſtändigen Rechnungs⸗Abſchlüſſe bei dem Unterzeichneten, ſowie den vorer Stadtrechner Carl Heidt, r. Robert Schmidt, Herren Agenten in Friedberg in Offenbach Dr. ju und die Statuten können zu jeder Zeit ſt im Großherzogthum Heſſen ernannten eingeſehen werden, dieſelben vermitteln die Verſicherungen, zu den billigſten Prä⸗ mien und ertheilen Auskunft über alle das Aſſecuranz-Weſen betreffende Anfragen, auch werden von ihnen die Verſicherungs⸗Bedingungen gratis verabreicht. Geeignete Bewerber zu gleichen Etabliſſements von Agenturen, der direct beim Unterzeichneten oder den hre deshalbigen Geſuche baldigſt, entwe Schmidt zur Beförderung einreichen. enannten Herren C. Heidt& Dr. Caſſel im November 1850. D wollen er General⸗Agent Carl Weis. Conditorei⸗Waaren (1912) in ſchöner Auswahl empfiehlt zu be⸗ vorſtehendem Weihnachtsfeſte Friedberg. Friedr. Noll. Aufforderung. (19140 Herr E. S. in O. wird hiermit aufgefordert das ihm vor zwei Jahren geliehene Geld binnen 8 Tagen ohne Koſten zurückzuzahlen, widrigenfalls dieſe Aufforderung mit Angabe ſeines deutlich gedruckten Namens wiederholt— 7 Verſtei gerung. (1819) Meine Kinder, welche meiſtens aus⸗ wärts etablirt ſind, ſind geſonnen ihr an der Straße nach Büdingen gelegenes, noch gemein⸗ ſchaftlich beſitzendes von mir neu erbautes Wirths⸗ haus zum Engel, mit einem Flächengehalt von achtzig Ruthen Ortsmaas, nebſt einigen Güter⸗ ſtücken, dem Meiſtgebot auszuſetzen; und iſt hierzu Freitag den 27. Dezember l. J., Mit⸗ tags ein Uhr, beſtimmt, wozu ich Liebhaber höflichſt einlade; und bemerke noch, daß nach Umſtänden die Hälfte des Kaufſchillings allen⸗ falls ftehen bleiben könnte. Bekanntlich hat ſich dieſes Haus ſtets eines guten Zuſpruchs erfreuet, und ein gewandter Mann mit etwas Vermögen, würde hier gewiß ſeine Rechnung finden. Aſſenheim den 18. November 1850. B. Arnold Schott. Geſuch. (1926) Für einen jungen Mann, der die Handlung erlernen will, iſt eine Stelle offen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu Verkaufen. (1927) Bei Unterzeichnetem ſind einige träch⸗ tige Mutterſchweine aus freier Hand zu ver⸗ kaufen, Straßheimerhof. Seitz. Lehrling geſuch. (1928) Zwei mit den nöthigen Vorkennt⸗ niſſen verſehene junge Leute können in einer Buchdruckerei als Lehrlinge eintreten. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.