igen . 15— . Septhr. verrichtet: dtadtkirche: Stadtkirche: Burgkirche: 1 S= & SSS — — * — 1 f 2 — „ — — — — — 1 — — * 2 Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M73. Mittwoch den 18. September 1850. Die Ahnung. Nach einer wahren Begebenheit. Von Fr. Gerſtäcker. (Fortſetzung.) „Vorbedeutungen, Ahnungen!“ ſagte der Verwalter lopfſchüttelnd, und hielt dabei den brennenden Fidibus auf tie Pfeife, ohne jedoch den Blick zu erheben, der ſich von da an feſt und unbeweglich in die eine Zimmerecke heftete, „das ſind am Ende nur immer verſchiedene Worte für eine und dieſelbe Bedeutung. Doch zu meiner Erzählung eus der ſich jeder ſeinen Schluß ſelber ziehen mag, denn ich ſelbſt kann nichts weiter als die Thatſachen geben. Es war nach dem letzten Kriege; mein Bruder Karl, ein tüchtiger, ſtattlicher Burſche, hatte ſich auch anwerben und päter nie wieder etwas von ſich hören laſſen. Bei Leip⸗ ig wollten ſie ihn zuletzt geſehen haben; bis dahin dien⸗ en wenigſtens Landsleute aus demſelben Ort, in dem zämlichen Regiment mit ihm, und er ließ mich auch ein⸗ mal in einem von den Briefen grüßen. Nachher blieb er verſchollen und zehn Jahre, die ebenfalls verfloſſen, ohne gaß ich die mindeſte Nachricht erhielt, nahmen mir endlich en letzten Zweifel, daß er in jener blutigen Schlacht ge—⸗ allen.“ „Nach dieſer Zeit, und als der Friede ſchon lange wieder ſeine ſegensreichen Früchte getragen, verwaltete ich in der Nähe von Grimma, eine kurze Strecke von Leipzig entfernt, ein Gut, ſchaffte im Juni meine Wolle in die Stadt, zum dort gehaltenen Markte, verkaufte ſie, und ſchickte, weil ich noch bei Thräna einen Freund beſuchen wollte, den Wagen von dort aus allein voraus. Dort jam das Geſpräch, ich weiß jetzt ſelbſt eigentlich nicht niehr recht wie, auf die frühere Kriegszeit und auf unſere gefallenen Freunde und Brüder, wobei ich äußerte, wie chmerzlich es doch für die Hinterbliebenen ſein müſſe, nicht einmal zu wiſſen, wo die geliebten Todten begraben gen und ob ſie überhaupt ein ehrliches Soldatengrab bekommen hätten.“ „Du lieber Gott,“ meinte hierauf mein Freund, der vortige Förſter,„da iſt wohl Mancher wochenlang im lie— zen Walde liegen geblieben, oder, was noch ſchlimmer iſt, nit der ganzen Maſſe in eine große Grube geworfen, und wie Viele wurden noch vorher von den Koſacken und — anderem Volk— geplündert und gemißhandelt, ich age Dir, Bernhard, ich habe da ſchauerliche Dinge mit angeſehen. Ich erinnere mich noch an einen armen Teu⸗ fel, dem halten ſie drei Kugeln in die Bruſt geſchoſſen und er lebte immer noch. Von den Unſern waren dabei Leute hinausgeſchickt, die Gebliebenen aus dem Wege zu ſchaffen und in ein Loch zu werfen; die aber natürlich, bei denen ſie noch Leben fanden, die legten ſie bei Seite, bis ſie fertig waren, und dann konnten ſie gewöhnlich bei denen wieder von vorn anfangen. Der Verwundete nun, der unter einer Eiche lag, ſtreckte die Hand nach mir aus und bat mich, ihm zu helfen,— lieber Gott, was konnte ich für ihn thun,— die Zunge klebte ihm ſchon am Gau⸗ men und er brachte kein Wort mehr über die Lippen; ſelbſt einen Trunk Waſſer, den ich ihm reichte, vermochte er nicht mehr hinunterzuſchlucken. Während ich ihn noch im Arme hielt, holte er ſeinen letzten Athemzug, und als ich ihm die Uniform aufriß, nach ſeiner Wunde zu ſehen, fiel er, eine Leiche, zurück. Auf der bloßen Bruſt fand ich aber einen Ring, den ich zum Andenken mitnahm und den armen Teufel dafür draußen am Waldesrand, etwa eine Stunde von hier, und nicht weit von dort, wo jetzt der Fußpfad in die große Straße einläuft, warm und weich in die Erde bettete.“— So lautete ſeine Erzählung, und er wollte mir den Ring, noch ehe ich fortging, zeigen, bald nachher aber kamen wir auf ein anderes Geſpräch und vergaſſen ihn. Gegen Abend endlich, denn ich hatte nun noch volle drei Stunden zu marſchiren, und der Mond ging etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang auf, nahm ich Abſchied von meinem Freunde und machte mich, nach— dem er mir einen nähern Pfad durch's Holz gezeigt, auf den Heimweg.“ „Die Sonne ſank eben hinter den Wipfeln nieder, als ich ausmarſchirte, und im Walde dämmerte es ſchon; meinen Pfad konnte ich aber nichtsdeſtoweniger deutlich genug erkennen, und ſchritt rüſtig darauf vorwärts, bis ich von fern das hellere Licht des offenen Feldes durch die Bäume ſchimmern ſah; bald darauf erreichte ich die äußerſte Grenze des Waldes und vor mir, vielleicht noch eine Viertelſtunde entfernt, lief die Ch auſſee, die ſich ganz genau an den Pappeln unterſcheiden ließ. Ich uͤberflog die ausgedehnte Fläche mit meinem Blick, um nach den nächſten Thürmen genau die Stelle beſtimmen zu können, wo ich mich eigentlich befand, als ich in gar nicht großer Ent⸗ fernung und mitten auf einer kleinen feuchten Wieſe einen einzelnen Menſchen, und als ich näher hinſah, einen Sol— daten erkannte, der hier allem Anſchein nach und mit dem Gewehr im Arme, Schildwache ſtand.“ „Was um des Himmelswillen,“ dachte ich ſo bei mir ſelber,„macht nur der einzelne Poſten hier, mitten auf dem Felde, die Früchte ſind doch noch nicht reif und der Klee— hm, das muß ein Forſtſchütz ſein,— hat ſich aber einen ſonderbaren Platz dazu gewählt.“—„Der Mann ſtand ſtill und regungslos und ich blieb ebenfalls einen Augenblick ſtehen und ſchaute nach ihm hinüber, er rührte ſich nicht, und 0 7 er trug. So viel ich in der immer zunehmenden Däm⸗ merung erkennen konnte, gehörte ſie keineswegs nach Sach⸗ ſen, war auf jeden Fall von der ſehr verſchieden, die ich ſonſt zum Forſtſchutz verwendet geſehen, und der Tſchako, ein Schauer lief mir unwillkürlich über den Leib, als ich zu dem Geſicht des Poſten aufſchaute, der Tſchako ſaß in der richtigen Entfernung zu dem Kopf, aber der Kopf?— das matte Licht mußte mich jedenfalls täuſchen, denn gerade wo ich ſtand konnte ich deutlich durch die Stelle durch, wo doch ſein Geſicht hätte ſein müſſen, das dahinter durch⸗ ſchimmernde Grün der Wieſe erkennen. Lächerlich, mur⸗ melte ich, aber leiſe vor mich hin, daher entſtehen ſo viele Geiſter- und Geſpenſtergeſchichten, daß uns irgend ein un⸗ gewiſſer Lichtſchein oder eine Brechung der Strahlen, ja vielleicht der aufſteigende feuchte Dunſt der Erde, wunder⸗ liche Geſchichten vorſpiegelt, die ſich nachher, wenn man näher hinzugeht, auf die natürlichſte Art von der Welt erklären. Wäre jetzt an meiner Stelle irgend ein furcht⸗ ſamer Bauernjunge den Weg gekommen, und ſein Blick dorthin gefallen, wer weiß, ob er nicht in voller Augſt und vor lauter Entſetzen die Flucht ergriffen und daheim dann erzählt und beſchworen hätte, er habe auf dem frü— hern Schlachtfelde einen fremden Soldaten ohne Kopf Schildwache ſtehen ſehen— ich muß nur näher hingehen und mich ſelber davon überzeugen.“ (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Auguſt. Friedberg. Getraute: Nachtrag aus dem Monat Juli. 16. Ludwig Konrad Theobald, Bürger, Gaſtwirth und Weinhändler dahier, des Bürgers und Kaufmanns Karl Theobald zu Hanau, ehelicher lediger Sohn, und Emilie Uhl, des Gr. Bürgermeiſters und Gaſtwirthes Ludwig Uhl zu Nidda eheliche ledige Tochter. Auguſt. 2. Johann Heinrich Nicolai, Bahnwärter auf der Main⸗ Weſerbahn, Section Friedberg, des weiland Wilhelm Nicolai, Förſters zu Rüddingshauſen, R. B. Gießen, ehelicher unverheuratheter Sohn, und Maria Katharina Hock, des weiland Johannes Hock, Bürgers und Tag⸗ loͤhners zu Kirtorf, R. B. Alsfeld, eheliche unverheu— rathete Tochter. 4. Chriſtoph Fiſcher, Bürger und Steindeckermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Steindeckermeiſters, Chriſtoph Fiſcher adoptirter verwittweter Sohn, und die Uniform ſiel mir jetzt auf, die 296 27. 13. 24. Anna Margaretha Karl, geborne Wagner, des wei⸗ land Johannes Karl, Pachters zu Ranſtadt, R.⸗B. Nidda, hinterbliebene Wittwe. Wilhelm Heinrich Seel, Stadtpfarrer und Lehrer am Gr. evangeliſchen Predigerſeminar dahier, des weiland Dr. Wilhelm Heinrich Seel, Directors der Muſter— ſchule zu Frankfurt a. M., ehelicher verwittweter Sohn, und Louiſe Eliſabethe Marie Stucken, des weiland Bürgers und Kaufmanns zu Bremen Daniel Philipp Stucken eheliche ledige Tochter. Martin Mondigler, Bürger und Kupferſchmiedemeiſter dahier, ein Wittwer, und Magdalene Bierſack, des weiland Paul Bierſack zu Alzei hinterbliebene eheliche ledige Tochter. Getaufte: Dem Bürger und Küfermeiſter dahier Phil. Koch eine Tochter, Maria Magdalena, geb. den 13. Juli. Dem Bürger und Küfermeiſter Heinrich Schutt ein Sohn, Philipp Karl, geb. den 22. Juli. Dem dahier wohnenden Ziegler Heinrich Depreux aus Lüttich ein Sohn, Heinrich, geb. den 20. Juli. Dem hier wohnenden Bauunternehmer Lorenz Schnei⸗ der aus Kipperſteg bei Duͤſſeldorf eine Tochter, Maria Dorothea, geb. den 21. Juli. b Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Philipp Hanſtein eine Tochter, Juliane Katharine, geb. den 16. Juni. Dem Gr. Feldwebel dahier David Karl Scharmann eine Tochter, Eva Marie Katharine, geb. den 31. Juli. Dem hieſigen Bürger und Heildiener Johs. Ruppel ein Sohn, Heinrich Wilhelm Chriſtian, geb. den 24. Juli. Ein unehelicher Sohn, Peter Wilhelm, geb. den 25. Juli. Dem hieſigen Buͤrger und Schneidermeiſter Johs. Schwalm eine Tochter, Dorothea, geb. den 8. Auguſt. Dem hieſigen Bürger, Gemeinderath und Metzger meiſter Georg Schmidt ein Sohn, Jakob Chriſtian Maximilian, geb. den 4. Auguſt. Dem Lokomotivführer auf der Main⸗Weſerbahn Hein⸗ Ba Baer dahier ein Sohn, Heinrich, geb. den 17. Juli. Dem hieſigen Bürger und Stadtrechner Karl Nikolaus Heidt ein Sohn, Chriſtian Martin, geb. den 5. Aug, Beerdigte: Georg Ludwig Jung, des hieſigen Bͤrgers und Gla— ſermeiſters Joh. Konrad Jung eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 6 Monate und 16 Tage, 1 den 7. Aug. Anna Katharina Lorenz, geborne Urbach, des weiland hieſigen Buͤrgers und Schneidermeiſters Joh. Heinrich Lorenz hinterbliebene Wittwe, alt 59 Jahre, 5 den 11. Aug. Ein uneheliches Söhnlein, Georg, alt 1 Monat und 10 Tage, 1 den 23. Aug. Bekanntmachungen von Be⸗ zeichneten Gerichte vorzubringen, widrigenfalls die Auszahlung des in 2252 fl. 19 ½½ kr. beſtehen⸗ zu Okarben folgende, zu deſſen Concursmaſſe gehörende Gegenſtände unter den im Termin hörden. S αοιιιιο Edictalla dung. (14500 Die dem Fürſtlichen Hauſe Solms Braunfels in der Gemarkung von Holzheim zu⸗ ſtehenden Grundgefälle, im jährlichen Geldan⸗ ſchlage von 125 fl. 7%è kr. ſollen nach den ge⸗ ſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden. Man fordert daher alle bei dieſer Ablöſung Bethei⸗ ligten hierdurch auf, ihre etwaigen Rechtsan⸗ ſprüche binnen 2 Monaten bei dem unter⸗ den Abkaufkapitals an den Herrn Fürſten Fer⸗ dinand zu Solms ⸗ Braunfels geſtattet werden wird. Hungen den 4. September 1850. Groß. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (1468) Donnerſtag den 19. und Freitag den 20. September d. J., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, ſollen in der Hofraithe des Oeconomen Ehriſtian Carl bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden, nämlich: 1) eine ſehr gute Kelter mit vorzüglicher Eiſen⸗ ſchraube; 2) eine noch neue Aepfelmühle, gleich der Kelter von Fillmar in Friedberg gefertigt; 3) eine große Parthie weingrüne Stück⸗ und kleinere Fäſſer, eirea 150 Ohm haltend; 4) eine zweiſpännige Chaiſe mit Vorderverdeck; ein Wagen mit eiſernen Achſen, Pflüge, Eggen, Ketten, zwei Strohbänke, eine 9 a des Wei dſicd, R.- ind Lehrer am „ des weiland 18* er Muſter, weter Sohn N 1 d weiland mil Philipp dmiedemeiſter Rien, 7 lerſack, des lebene eheliche dil. Koch eine 3. Juli. d Schutt ein Depreux auẽ Juli. tenz Schnei⸗ achter, Maria neiſter Philipp nue, geb. den rl Scharmann den 31. Juli Johs. Ruppel geb. den 24 geb. den 20, tneiſtet Johd. den 8. Auguſt und Metzger akob Chriſtiat gſerbabhn Hein „geb. den 17 Karl Nikolaus b. den 5. Aug. gers und Gla⸗ s Söhnchen, f den 7. Auf 9, des weilas Joh. Heinrit Jahre, f din Monat und * Cylinderſchneidmaſchine, eine faſt neue Fruchtfegemühle und ſonſtige Gegenſtände; 5) eine vollſtändige Branntweinbrennerei, be⸗ ſtehend in einem Schwarz'ſchen Apparat— 120 Quartfüllung— drei Gährbütten, ein Vormaiſcher, Kartoffelmühle(Cylinder), Satzgefäße, Maiſchpumpe ꝛc., alles noch neu; 6) mehrere Bütten; 7) 20 bis 25 Morgen Kartoffeln; 80 5 Morgen Dickwurz und 1 Morgen Weiß⸗ ö Maut; 9) circa 60 bis 70 Malter Aepfel, welche ſich größtentheils zum Brechen eignen; 10) eine Ackerwalze und ein kupferner Waſchkeſſel. Bemerkt wird, daß die Kartoffel, Dickwurz, Weißkraut und Aepfel Freitags zur Verſteige— rung kommen werden. Großkarben am 10. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Bekanntmachung. (1469) Freitag den 27. September l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus zu Okarben das zur Concursmaſſe des Oeco⸗ nomen Chriſtian Carl gehörige Immobiliarver⸗ mögen, beſtehend aus einem in modernem Style neu erbauten, maſſiven, zweiſtöckigen Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Brennerei, ſodann etwa 120 Morgen Gelände, meiſtens von vor⸗ züglicher Güte, und Letzteres in Parzellen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Im Termin Dienſtag den 1. Oktober, Vormittags 10 Uhr, wird das Gut mit Gelände im Ganzen dem öffentlichen Verkaufe ausgeſetzt und bei annehm⸗ barem Gebote, je nach dem Ergebniß der Ver⸗ ſteigerungen, dem Parzellenverkauf oder dem Gutsverkauf im Ganzen der unbedingte Zuſchlag alsbald ertheilt werden. Großkarben am 10. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. O beſt e Veßzfei gerung. (1472) Die ſtädtiſche Obſternte wird an fol⸗ genden Tagen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert, als: 1) Donnerſtag den 19. September, Morgens 9 Uhr anfangend, kommt das Obſt von nach⸗ ſtehenden Baumanlagen zum Ausgebot: a) am Rain an der Seewieſe, p) der große und kleine Wildkautsgraben und c) in der Feldgemarkung, der Anfang geſchieht am Rain an der Seewieſe, zunächſt der Kapelle; 2) Montag den 23. l. M., Morgens 9 Uhr, ſämmtliches Obſt von den Baumanlagen in der Gartengemarkung, der Anfang dieſer Verſteigerung iſt im ſtädti⸗ ſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten. Friedberg am 12. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1475) Freitag den 20. September, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein Flügel meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 12. September 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts Der Großh. Heſſ., Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1477) Auf dem hiefigen Bahnhofe ſollen Freitag den 20, September l. J. Vormittags 10 Uhr die zur Fundamentirung des Schienen⸗ geleiſes, von dem Uſathor bis zur churheſſiſchen Grenze, erforderlichen Erd⸗ und Chauſſirarbeiten, im Ganzen veranſchlagt zu 432 fl., unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ — 297— den Bedingungen, öffentlich an den Wenigſtneh⸗ menden verakkordirt werden. Friedberg den 9. September 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1470) Freitag den 20. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Bahn⸗ hofe, das Legen der Schwellen und Schienen vom Uſathor bis zur kurheſſiſchen Grenze, ver— anſchlagt zu 349 fl. 18 kr., unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 9. September 1850. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. O bſt⸗ Verſteigerung. (1506) Künftigen Freitag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde Obſt, beſtehend in circa 40 Malter Aepfel und in 66 Bäume voll Zwetſchen, öffentlich meiſt⸗ bietend auf Ort und Stelle verſteigert werden. Södel am 14. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Rei tz. Obſtverſteigerung zu Grüningen. (1507) Montag den 23. d. M., Vormittags 10 Uyr, ſoll das der Gemeinde Grüningen ge⸗ hörige Obſt, beſtehend in einer großen Quan⸗ tität Zwetſchen und Birnen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Grüningen den 13. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Marſte lle c. Bekanntmachung. (1508) Nächſten Freitag, als den 20. d. M., Vormutags um 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde gehörige Aepfel, ungefähr 75 Malter, vorzüg⸗ liche Maadäpfel, Stammweiſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden, was die Herren Bürgermeiſter bekannt machen zu laſſen hiermit erſucht werden. Bellersheim den 14. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 8 Bopp. Vr ſteiger ung. (1509) Freitag den 20. 9 M. Vormittags 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Rodheim gehörige Obſt, beſtehend in eirca 60 Malter Aepfel und 20 Malter Birnen, auf Ort und Stelle öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Rodheim den 14. September 1850. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Aepfel⸗Verſteigerung. (4510) Donnerſtag den 19. l. M., des Morgens 9 Uhr, ſollen die Gemeinde⸗Aepfel dahier, nach N an zu 40½ Malter angenommen, verkauft werden dauflieb⸗ haber einladet 0 e Ae Wölfersheim den 13. September 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn. O bſt⸗Verſteigerung. (1511) Freitag den 20. d M. ſoll das Obſt (Aepfel und Birnen) der Gemeinde Obermörlen unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. 79 7 e iſt auf dem ſog. Nieder⸗ mörler Kuhtrieb, unfern des Ho Morgens 9 Uhr. 5 N Obermörlen den 15. September 1850. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter König. O bſt⸗ Verſteigerung. (1512) Dienſtag den 24. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll die diesjährige Gemeinde⸗ Obſterndte, beſtehend in eirca 150 Malter Aepfel und 8 bis 10 Malter Birnen, an Ort und Stelle verſteigert werden. Schwalheim den 16. September 1850. Der Bürgermeiſter Reimer. rivat- Bekanntmachungen. Geſchäfts Eröffnung. Darid Strauss, Dongesgaſſe Nr. 8 neu in Frankfurt a. M. Lager (1438) in allen Sorten Tuche, Buckskin, halbwollenen, leinenen und baumwollenen Hoſenſtoffe, Weſten, Herrnbin⸗ den, bielefelder und ſchleſiſcher Leinwand ꝛc. zu den billigſten und feſtgeſtellten Preiſen. n e i e. (1313) Das unterzeichnete Commiſſions-Büreau iſt in den Stand geſetzt, 10 801. bis 10 a W 20. Oktober d. J. deshalb in frankirten zriefen bei ihm anfragen(alſo das geringe Porto nicht ſcheuen ein nicht außer Acht zu laſſendes Amerbieten unentgeltlich 8 machen, welches für den Anfragenden ſchon im nächſten Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark, oder viertauſend Thaler Preußiſch Court. zur Folge haben kann. Lübeck, im September 1850. Commiſ ſions-Büreau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. — 298— FFF Dr. Borchardt's 25 aromatisch- medieinische 2 2 7— Kräuter⸗Seife, chemiſch unterſucht und geprüft von dem Königl. Preußischen Geheimen Sanitäts- Rath und Stadt⸗Phyſikus Dr. Natorp in Berlin, ſo wie von vielen anderen renomirten Aerzten und Chemikern. Sas!) Bei der ſo rühmlichſt anerkannten Vortrefflichkeit der Dr. Borchardt'ſchen Kräuter⸗Seife empfiehlt ſich dieſelbe mit beſtem Rechte für jede Haushaltung und Toilette als das wirkſamſte und 2 eeineate Mittel gegen die ſo läſtigen Hautausſchläge, Som- zmerſproſſen, Finnen, gichtiſche und rheumatiſche Affec⸗ 5 tionen, Flechten, ſo wie gegen ſpröͤde, trockene und gelbe Haut 8 und eignet ſich namentlich auch als ein vorzügliches äußerliches Heilmittel 2 bei krankhafter Reizbarkeit der Haut, Hautſchwäche, die zu G Erkältungen disponirt, bei manchen chroniſchen Hautkrank⸗ heiten, ſo wie zur Umſtimmung der Schleimhautkhätigkeit. Sie erweicht und reinigt die Haut, trägt zu ihrer Erfriſchung Jund Stärkung ſowohl durch raſche Zerſtörung aller die Porenaus⸗ G dünſtung hindernder Stoffe, als wie auch durch mittelbare Herſtellung 8 5 und Beförderung der für die Geſundheit ſo nothwendigen freien Cir⸗ Y Oculation in den äußerſten Haargefäßen der Körperoberfläche weſentlich 2 bei, verſchönert und verbeſſert den Teint und erhält ee bei fortgeſetztem Gebrauch in friſchem und belebtem Anſehen. Dieſe? Kräuter Seife eignet ſich auch ganz vorzüglich für Bäder de und wird zu dieſem Zwecke mit dem deſten Erfolge benutzt. 80 N 2 N 7 Dr. Borchardt's aromatiſch⸗mediciniſche Kräuter⸗Seife 2 J wird in weißen mit grüner Schrift bedruckten und an beiden Enden? mit nebenſtehendem Stempel verſehenen Packetchen à 6 Sgr. verkauft I und iſt nur allein ächt zu haben bei a:. P. F. Schmittner in Friedberg nächſt der Burg. 2 FFCCCCCCCCCCCCCCCC0C CCC Militär⸗Stkellverkrelungs⸗Anſtalt von Carl Schwarz, Rheinſtraße Lik. E. Nr. 5. (14610 Indem ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß ich mich von Herrn Dr. juris Vogel, mit dem ich bisher die allgemeine Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt in Gemeinſchaft leitete, getrennt habe, verbinde ich damit die Anzeige, daß ich unter heutigem Datum eine Militär⸗ Stelloertretungs⸗Anſtalt auf alleinige Rechnung dahier gegründet habe, deren Hauptzweck iſt, für jedes laufende Conſeriptions jahr denjenigen Dienſtpflichtigen, die einen Stellvertreter wünſchen, tüchtige Einſteher zu beſchaffen und die Verträge mit denſelben, den beſtehenden Geſetzen gemäß, abzuſchließen. 5 5 Für diejenigen Dienſtpflichtigen, die bereits in dieſem Jahr ein Marſchloos ge— agen und noch vertreten ſein wollen, bilde ich eine beſondere. Geſellſchaft, die auf Gegenſeitig⸗ eit gegründet, dem Einſteller die Sicherheit gewährt, daß er nicht durch etwaige Deſertion oder ſchlechte Aufführung der für ihn eingetretene Einſteher in großen Schaden kommen kann. Die Statuten beſagen das Nähere darüber. Mit dieſer Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt verbinde ich zugleich eine Aſſecuranz⸗Anſtalt die, nach dem Grundſatz der Gegenſeitigkeit, den Conſcriptions⸗ pflichtigen vor der Loosziehung die Sicherheit gewährt, daß, bei etwaiger Ziehung eines Marſch⸗ looſes, ſie jedenfalls einen Einſteher erhalten und zwar zu einer viel geringeren Summe, dadurch daß bei einer beſtimmten Anzahl Geſellſchaftsmitglieder immer ein kleiner oder größerer Theil ſein wird, die Freilooſe ziehen. Hierzu können die im Jahr 1851 zur Ziehung kommenden Conſcriptionspflichtigen ſich jederzeit bei mir oder meinen Herrn Agenten anmelden und die Statuten, woraus die näheren Beſtimmungen zu erſehen ſind, in Empfang nehmen. Diejenigen, welche als Einſteher dienen wollen, erſuche ich, ſich mit den nöthigen Papieren verſehen, brieflich oder perſönlich auf meinem Bureau zu melden. Die Garantie für Erfüllung der wechſelſeitigen Verbindlichkeiten muß zunächſt und vor⸗ zugsweiſe im gegenſeitigen Vertrauen auf Rechtlichkeit und Gewiſſenhaftigkeit beruhen, ich, meiner⸗ ſeits werde mich bemüh'n mich dieſes Vertrauens in jeder Beziehung würdig zu zeigen. Zur weiteren Sicherheit habe ich in der Perſon des Kaufmanns Derrn Carl Hemmerde einen Bürgen geſtellt, der für die Summe von 5000 fl. als Selbſtzähler haftet; für jedes weitere Conſeriptionsjahr werde ich einen neuen Bürgen ſtellen. Mein Büreau iſt Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. und ſind zur perſönlichen Rückſprache und Anmeldungen die Stunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags beſtimmt. Darmſtadt im Auguſt 1850. Carl Schwarz. 5 Nähere Auskunft ertheilt der Agent für den Regierungsbezirk Friedberg H. Hahn in Friedberg. 0 Y 8 2 Anzeige. (14610 Von der bei mir zu findenden Aus⸗ wahl ganz vorzüglich gearbeiteter Bruchbänder ſetze ich Hülfsbedürftige in Kenntniß mit dem Bemerken, daß ich jetzt in dem ehemaligen Commandantenhauſe neben dem Rathhauſe dahier wohne. Nauheim den 7. September 1850. Bechtold, Amtswundarzt. Zum Verkaufen. (142) Ein ſchwarzes Pferd, wo unter drei die Wahl gelaſſen wird, hat zu verkaufen e e e in Friedberg. Eine Kelter (14910 mit zwei eiſernen Schrauben nebſt Mahltrog mit Stein ſteht zu verkaufen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Sun gehe rpinng (1500) wird unter annehmbaren Bedingun⸗ gen geſucht von Joſ. Hoffmann, Poſſamentier. Einladung zu einem Geld-Scheibenſchießen (1515) mit Büchſen und Flinten, auf 2 Ständen, welches von dem Unterzeichneten Sonntag den 22. und Montag den 23. Sep⸗ 5 tember l. J., in dem Schloßgarten zu Ockſtadt abgehalten 805 15 5 der Schuß 6 kr. koſtet. Das ähere ſagen die an den Ständen 2. angehefteten Bemerkt wird noch, daß auf den Sonntag gut beſetzte Tanzmuſik, gute Speiſen und Ge⸗ tränke, ſowie prompte und reelle Bedienung an- zutreffen iſt. Ockſtadt den 15. September 1850. N. Ste per Blauer Vitriol, (1516) in ſchönſter und beſter Qualität, iſt äußerſt billig zu haben bei H. Hahn, Materialiſt. Literariſche Anzeige. (1517), Bei J. G. Wirth Sohn in Mainz iſt erſchienen und in der Buchhand⸗ lung von C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Die Küche. Vollſtändiges praktiſches Handbuch der Kochkunſt. Enthaltend: 2095 der neueſten, beſten Kochvor⸗ ſchriften, auf deutſche, franzöſiſche und engliſche Art, in 68 Abſchnitten. Herausgegeben von C. F. Klein, Reſtaurateur und Gaſthalter im rothen Haus in Mainz. Preis 1 fl. 45 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. ä