nior. in, Mor. 5 Procent abge⸗ 1850. i Dentemp. Taapy II, dahier Ade. werlagd wird ein zes Kofgeld in het d. Bl. agel in fried leich, il, . ab gefaß A unoillichß 6 annes⸗ 1 Ain i 9 1. 1 U gi⸗ 4 4 ſeflichen 1 f Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 6011. Sonnabend den 17. Auguſt 1850. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Gendarmen dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Abraham Jacob von Engel⸗ thal, wegen Fälſchung eines Reiſepaſſes. Wir beauftragen Sie hierdurch, auf den ſich heimlich von Hauſe entfernt habenden Rubrikaten zu invigiliren und ihn, falls er betreten werden ſollte, zu arretiren und anher zu bringen. Friedberg den 8. Auguſt 1850. Du ver i er Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 35 enthält: 1) Verordnung vom 15. Juli, die Wahl von weiteren Ergänzungsgeſchwornen für die im zweiten Se⸗ meſter 1850 in der Provinz Oberheſſen abzuhaltende Aſſiſenſitzung betr. Da für die in der Provinz Oberheſſen während des 2. Se— meſters des laufenden Jahrs abzuhaltenden Aſſiſenſitzungen die Zahl der noch übrigen zu Ergänzungsgeſchwornen geeigneten Candidaten ſich ſehr vermindert hat, ſo ſollen aus der für den Reg.-Bez. Gießen aufgeſtellten Grundliſte der zu den Verrichtungen eines Geſchwornen geſetzlich zuläſſigen Perſonen 27, welche in Gießen ihren Wohnſitz haben und deren Namen noch nicht in der aufgeſtellten Liſte der für das Jahr 1850 bezeichneten Geſchwornencandidaten geſtanden hatten— ausgewählt werden, um je nach Bedürfniß als Ergänzungsgeſchworne verwendet zu werden. Dieſe Liſte von 27 iſt hierauf nach Anleitung des Artikel 45 auf zwei Dritttheile, alſo auf 18 herabzuſetzen. Der Bezirksrath des Regierungsbezirks Gießen iſt zu verſammeln, um dieſe 27 Perſonen zu erwählen. 2) Bekanntmachung, die Ver⸗ änderung in der Bezirkseintheilung der Landgerichte Lauterbach und Ulrichſtein betr. 3) Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung von Bedürfniſſen in den iſrgelitiſchen Reli⸗ gionsgemeinden des Regierungsbezirks Friedberg. 4) Nachträgliche Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Beſtrei⸗ tung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Regieruugs— bezirks Erbach. 5) Am 29. Juni wurde der Legationsrath Ludwig v. Biegeleben auf Anſuchen aus dem Staatsdienſte entlaſſen. Der Schiffbruch. Eine Erzählung von H. J. Nott. (Fortſetzung.) Während ſie ſo auf dem äußerſten Rande ſtand, machte das Schiff eine heftige Bewegung und die Kleine verlor das Gleichgewicht.„Nimm Dich in Acht!“ riefen Alle ſowohl im Boote, als im Schiffe; aber die Warnung kam zu ſpät, ſie ſtürzte über Kopf in die See. Ich ſprang in's Waſſer, als ſie daſſelbe noch kaum berührt hatte, und in wenigen Augenblicken war ich bei ihr; ich erfaßte ſie bei ihrem langen Haar gerade als ſie im Begriff war unterzuſinken und trug ſie zu dem Boote; ein allgemeines Hurrah begrüßte mich. Durch die Bewegung des Schiffes beunruhigt, ließ der Kapitän das Boot ſich bis zu der vollen Länge des Seiles entfernen, und ich konnte nur die angſtvollen Bewegungen der Eltern ſehen und wie ſie ihre Arme nach der Seite hin ausſtreckten, wohin ihre lebleſe Tochter getragen wurde. „Ich glaubte, es würde ſinken;“ ſagte der Kapitän, indem er auf das Schiff hinblickte, das ſich noch immer eben ſo hoch wie immer über dem Waſſer erhielt,„aber der Schreck war wohl zu früh.“ Kaum waren dieſe Worte über ſeine Lippen gekommen, als das Schiff zu beben ſchien und in einem Augenblick wie Blei verſank. Ich habe mir erzählen laſſen und geleſen von dem Angſtgeſchrei der unglücklichen Opfer in ſolchen Fällen, aber wir hörten keines; in der That ging es mit der Schnelligkeit des Blitzes vor ſich. Die Waſſer ſchloſſen ſich ſo leicht über dem geſunkenen Schiff, als ob ſie nie ein ſolches unbe— deutendes Atom auf ihrer Oberfläche getragen hätten. Kein Wirbel war zu ſehen; keine Trümmer ſchwammen. „Schneidet das Seil ab,, rief der Kapitän„ſchnell, ſchnell, Leute!“ Das Beil war nicht zu finden. Es ent— ſtand eine Pauſe von einem Augenblick, einem Angenblick des Schreckens; denn in der nächſten Minute würden wir von dem geſunkenen Schiffe in den Abgrund gezogen ſein. „Meſſer!“ ſchrie der Kapitän;„hat keiner ein Meſſer?“ Sogleich waren zwei oder drei Meſſer der Matroſen in Thätigkeit. Das Seil wurde ſtrammer, der Vordertheil des Bootes ſenkte ſich, während wir Alle in athemloſer Erwartung uns erhoben. Die nervigen Arme der Ma— troſen arbeiteten mit der größten Anſtrengung und nur eine Sekunde bevor es zu ſpät geweſen wäre, war das Seil durchſchnitten. Bald erhub ſich eine Briſe, das Segel ward aufge— zogen und wie fuhren ab. Während dieſer Zeit erholte ſich Katharina allmählich; ſie hatte nur wenig Waſſer verſchluckt, da ſie nur einen Augenblick untergetaucht war. Als ſie zu ſich ſelbſt kam, fragte ſie:„Wo iſt Vater und Mutter?“ Ich konnte nicht antworten. Sie blickte um— her auf dem Waſſer und mit erſchreckter Miene rief ſie aus:„das Schiff iſt verſunken!“—„Ja, mein kleines Mädchen, erwiderte der Kapitän mit einer Bewegung, die ſelbſt er nicht unterdrücken konnte,„und Alle, die da⸗ rauf waren, ſind auch mit verſunken!“ Da warf ſie ſich um meinen Nacken und weinte bitterlich. Einer der Ma— troſen, der ſah, wie durchnäßt vom Seewaſſer ſie war und wie ſie vor Froſt bebte, gab mir ſeine Jacke, in welche ich ſie einhüllte und, erſchöpft an Geiſt und Körper, weinte ſie ſich bald auf meinem Schooß in Schlaf. Als ſie aber wieder erwachte, erneuerte ſie ihre Klagen um ihren„ar⸗ men Vater und ihre arme Mutter.“ Als es ſich allmählich etwas im Boote geordnet hatte, wurde unſer einziges Faß Zwieback zur Vertheilung ge— offnet, aber er hatte durch das Seewaſſer gelitten; nur einige waren brauchbar, und dieſe wurden zu gleichen Theilen unter uns vertheilt. Auch das Waſſer wurde ausgetheilt, der Kapitän ſelbſt beſorgte dieß, indem er für Jeden einzeln es in eine Taſſe füllte, um zu verhindern, daß die unglücklichen Erſchöpften mehr nähmen als auf ſie kam. Katharinens Augen folgten der Taſſe, als ſie her— umging, mit einem Blicke, der zeigte, daß ſie vor Durſt faſt verging, dennoch äußerte ſie nicht ein Wort. Auf meine Bitte goß der Kapitän das für mich und ſie Be⸗ ſtimmte zuſammen. Mein Schlund war trocken, aber ich netzte nur meine Lippen und gab dann die Taſſe dem blaſſen, leidenden Kinde; ſie verſchluckte den Inhalt in einem Zuge, dann ſah ſie mich an und lächelte einen Augen⸗ blick, aber bald legte ſie ihren Kopf wieder an meine Bruſt und weinte. Alle unſere Hoffnung beruhte darauf, bald ein Schiff zu treffen. Seit dem Beginne unſeres Unglücks hatte jedes Auge oft am Horizonte danach geſpäht. Als die Sonne ſich ſenkte, der Wind friſch wehte und das hoch—⸗ gehende Waſſer über die Seiten des Bootes drang, muß⸗ ten wir fortwährend arbeiten, um es auszuſchöpfen. Un⸗ — 258— terdeſſen hatte einer der Matroſen, der unvorſichtig über eine Bank ſtieg, den Fuß auf unſern Kompaß geſetzt und ihn zertrümmert. Ohne dieſen Leiter auf dem weiten Ocean war unſere Lage in Wahrheit hoffnungslos. Unſere Vor— räthe waren faſt erſchöpft, und ſollte das Boot noch die ganze Nacht fahren, ſo ſtarrte uns das Geſpenſt des Hun— gertodes entgegen. Der Wind wurde heftiger, Blitze durchzuckten die Wolken und grollender Donner wurde immer näher gehört. Noch vor Sonnenuntergang war der Himmel ſo in Fin— ſterniß eingehüllt, daß ein frühes Zwielicht entſtand. Als das Waſſer immer häufiger und immer ſtärker über den Bord unſers Bootes floß, rief der Kapitän endlich aus: „Meine Freunde, Alles iſt verloren; in weniger als einer Stunde werden wir bei Denen ſein, die wir eben haben vom Meer verſchlingen ſehen.“ Der Sturm brach bald in ſeiner ganzen Wuth aus, und die Dunkelheit machte unſere Lage ſo untröſtlich, als ſie nur ſein konnte. Als wir ſchon alle Hoffnung aufge⸗ geben und jeden Augenblick unſern Untergang erwarteten, da erſpähten unſere Blicke ein Schiff, das ſeinen Lauf auf uns richtete. Welch' ein Troſt! Wir erreichten es glücklich, riefen es an, und wurden ſchnell aus unſerer ſchrecklichen Lage erlöſt. In vierzehn Tagen kamen wir nach New⸗York. Als wir in die herrliche Bay einfuhren, fühlte ich ganz das Schwierige meiner Lage— ohne Geld, ohne Freunde, ohne Bekanntſchaften. Da fiel mein Blick auf Katharina— ſie war noch verlaſſener!„Armes kleines Weſen,“ ſagte ich, und gab unwillkürlich meinen Gefühlen Worte,—»was ſich auch ereigne, ich will Dich nicht verlaſſen.“—»Ich weiß es, daß Du es nicht thun wirſt,“ ſagte ſie, indem ſie mich umarmte.—„Nein, niemals!“ rief ich aus. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Bekanntmachung. (968 Mit Genehmigung Gr. Miniſteriums zu Darmſtadt wird von den auf die hieſigen Viehmärkte zum Verkaufe gebracht werdenden Schweinen(Milchſchweine find ausgenommen) von einem Stück ein Kreuzer ſog. Standgeld erhoben. Dieſes wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Erhebung dieſes Standgeldes, beim Einbringen der Schweine in die Stadt, erhoben wird. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Bekanntmachung in ihren Gemeinden zur Oeffent⸗ lichkeit bringen zu laſſen. Friedberg am 19. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1137) Dienſtag den 20. Auguſt, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Wilhelm Netz'ſche Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus mit Werkſtätte, Scheuer und Stall, an Johannes Faatz, meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 17. Juli 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ö Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (1206) Dienſtag den 3. September, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Chriſtian Müller'ſchen Immobilien, be⸗ ſtehend in 1) Hofralthe am Uſathor, als Wohnhaus, Stall und Gärtchen an Balthaſar Schmidt, 2) 302,8 Klafter, 154 Ruthen Garten in der 6. Gewann, an Eliſabetha Katharina Domſchütz, der Stadtkirche 13% kr, dem Hoſpital dahier 6% kr. Friedberg am 1. Auguſt 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (127110 Montag den 26. Auguſt d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in der Hofraithe des Oeconomen Chriſtian Carl zu Okarben, das zu deſſen Concursmaſſe gehörende Schiff und Ge⸗ ſchirr, beſtehend aus mehreren Wagen, Pflügen, Eggen ꝛc. ꝛc., ſodann Gefütter, Stroh, Spreu und drei Stückfaß mit Aepfelwein und etwa 1¼ Ohm Branntwein, unter den alsdann er⸗ öffnet werdenden Bedingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Sobald mit der Verſteigerung dieſer Gegen⸗ ſtände zu Ende, ſoll dann auch noch das auf den Wieſen ſtehende Grummetgras, ſowie die zweite Schur des Klee's öffentlich verſteigert werden. 8 Großkarben am 13. Auguſt 1850. Großh. Heff. Landgericht Jäger. Schmidt. Bekanntmachung. (1272) Freitag den 30. Auguſt, Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Okarben das zur Concursmaſſe des Oekonomen Chriſtian Carl gehörige Immobiliarvermögen, beſtehend aus neu erbautem Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Brennerei, ſodann etwa 120 Normalmorgen Gelände, meiſtens von vorzüg⸗ licher Güte und Letzteres in Parzellen, unter den alsdann eröffnet werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Im Termin Montag den 2. September, Mor- gens 9 Uhr, wird dann aber auch das Gut mit Gebäuden im Ganzen dem öffentlichen Ver⸗ kaufe ausgeſetzt werden. Großkarben am 13. Auguſt 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Edietalla dung. (1273) ueber das Vermögen des Oeconomen Chriſtian Carl zu Okarben iſt der formelle Con⸗ curs erkannt. Dieſes öffentlich bekannt machend ſetzt man zugleich Termin zur Anmeldung aller Anſprüche auf Montag den 23. September d. I., Vormittags 9 Uhr an, wo Jeder, der Anſprüche an die Maſſe bilden will, ſolche bei Meidung ſtillſchweigends erfolgenden Ausſchluſſes anzuzeigen hat. In dieſem Termin ſoll zugleich wegen Beſtellung eines Curators— der bereits interimiſtiſch hat be⸗ ſtellt werden müſſen— ſowie Genehmigung der bis dahin ſtattgehabten Gutsverkäufe gehan⸗ delt werden. Großkarben am 13. Auguſt 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Güter ⸗ Verpachtung. (127) Dienſtag den 27. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, werden in hiefigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende ſtädtiſche Grundſtücke auf ſechs Jahre meiſtbietend verpachtet: 1) 3 Morgen, die Lachenwieſen in 6 Abthei⸗ lungen, 2) 4 Morgen 2 Prtl. 29 Ruthen, der Schützen⸗ acker in 5 Abtheilungen, — —— erwarteten, einen Lauf reichten es aus unſerer bert. Ms ch ganz das rtunde, ohne darina— ſie ſagte ich, e,—„was 1.—„c ſie, inden 3) 3 Morgen, 3 Vril. 38 Ruthen, die Mar⸗ burgerhohle in 4 Abtheilungen, 4) ½ Morgen am ſtumpfen Graben, 5) 73 Klafter an der Landſtraße, 6) 2 Vrtl. 65 Klafter am ſog. Schmidt'ſchen Acker, 7) 2 rtl. 39 Klafter an der Landſtraße, 8„ an der Galgenbrücke, 90 1*„am Daxpfad, 100 1 234„an der Toöpferkaut, 110 2 13 Ruthen in der Lach, 12) 2„ 366 Klafter, der flache Theil des Wildkautsgrabens, 13) 2 Vrtl. 102 Klafter in den Liebfrauengärten, 14) 2 ein Stück hinter Kuhes Garten, 15) 2„ 101 Klftr. Grabſtück im Roſenthal. Friedberg am 14. Auguſt 1850. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien-Verſteigerung (1275) Dienſtag den 20. l. M., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe, folge eingelegten Nachgebots, nachſtehende G. Renneberg'ſche Immobilienſtücke nochmals meiſt⸗ bietend verſteigert, als: 1) 3 Vrtl. 29 Ruthen, der ſog. Ackergarten vor dem Fauerbacher Thor, am Todtenhof, 2) 1 Vrtl. 13 Ruthen, in der 14. Gewann am Gäßchen, an Georg Rauſch jun und 3) 18 Ruthen, in der 18. Gewann, zwiſchen der Köhler- und Kloſtergaſſe an Jacob Pfeffer. Friedberg am 14. Auguſt 1850. a Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (12760) Dienſtag den 20. l. M., Morgens um 11 ÜUbr, wird die Anlieferung von 320 Zentner Braunkohlen von dem Bergwerk zu Dorheim und zwar 70 Zentner für die Stadt Friedberg und 250 Zentner für die ſtädtiſchen Schulen an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 14. Auguſt 1850. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Beuder. Verſteigerung. (1277) Donnerſtag den 22. l. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle im Hospitalhof, in Auftrag des Herrn Holzmann dahier, 70 80 zweiſpännige Wagen Dünger, im Einzeln oder im Ganzen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de x. Bekanntmachung. (1278) Dienſtag den 20. Auguſt, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Lieferung des Oels zur Straßenbeleuchtung und der Nachtwache, ſowie der Talglichter für das 2. Semeſter 1850 an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg am 14. Auguſt 1850, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B ene. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1279) Dienſtag den 20. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5— 10 Schaafpferche, welche am 23. l. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 14. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1280) In Auftrag der Konrad Gerſterſchen Eheleute dahier werden Dienſtag den 27. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, nachſtehende, denſelben eigenthümlich zuſtehenden Hofraithen in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: — 259— 1) Hofratthe beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Ferdinand Volp, 2) Hofraithe, in einem halben und ganzen Wohnhaus und halben Gärtchen, getheilt mit der Stadt und Burg Friedberg. Friedberg am 14. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter nne Jagd⸗ Verpachtung. (12810 Dienſtag den 20. Auguſt l. M., Nachmittags um 2 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ bauſe die Jagd in der Wiſſelsheimer Gemar— kung für mehrere Jahre öffentlich verpachtet. Friedberg am 14. Auguſt 1850. In Auftrag der Vormundfchaft über die Freiherrn Auguſt und Oskar von Löw Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofralthe-⸗Verſteigerung. (1282) Dienſtag den 17. September, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die J. C. Nagel'ſche II. Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall, auf der Ludwigsſtraße neben Karl Graff, einer meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt. Friedberg am 14. Auguſt 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerlchts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1283) Donnerſtag den 29. l. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in der Wohnung des J. C. Nagel 11. deſſen männliche und er⸗ rungenſchaftliche Mobilien, beſtehend in Holz. werk, Küchengeräthe, Weißzeug, Bettwerk, Ellen⸗ und Blechwaaren, gefertigte Kleider ꝛc. ꝛc. öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 14. Auguft 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts Der Groß h. Heſſ. Bürgermeiſter 8 Schäfereiverpachtung zu Steinbach. (1284) Samſtag den 24. d. M., Mittags 12 Uhr, wird auf dem Gemeindehaus zu Stein⸗ bach die dem Gr. Fiscus in der daſigen Ge— markung zuſtehende Schäfereiberechtigung, für die Zeit von Anfange Michaelitag d. J. an, auf 3 oder 6 Jahre verpachtet, und zwar mit voller Rückſicht auf das in Nr. 30 des vor⸗ jährigen Gr. Regierungsblatts bekannt gemachte Geſetz vom 7. Mai v. J., betreffend den Um⸗ fang, die Aufhebung, Verwandlung und Ablöſung der Weideberechtungen auf landwirthſchaftlichem Boden. Friedberg den 13. Auguſt 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Holz ⸗Verſteigerung. (1285) Montag den 19. d. Mts., Morgens 9 Ühr, werden in dem hieſigen Gemeindewald 338 Gebund Ginſtern, zu Backholz brauchbar, in dem Wald ſelbſt meiſtbietend verſteigert. Ockſtadt den 14. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Fes Bekanntmachung. (12860 Samſtag den 14. September J. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll das einſtöckige Wohn⸗ haus des Auguſtin Hütter zu Dornaſſenheim auf daſigem Rathhauſe einer wiederholten Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Reichelsheim den 12. Auguſt 1850. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Hildenbrand. Jahrmarkt zu Kleinkarben. (1287) Der hieſige Jahrmarkt findet nicht 105 92 15 5 1 unrichtig angegeben „Samſtag den 31., ſondern, Donnerſta 29. Auguſt 105 J. ſtatt.. 4 Kleinkarben den 13. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Smidt el. Arbeits-Verſteigerung. (1288) Montag den 19. d. Mts., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll die an einem Waſſerbehälter zu Rodheim erforderliche Maurerarbeit veranſchlagt zu 77 fl. 48 kr., ſowie die Anlieferung von 20 Bütten Kalk, öffentlich an die Wenigſtfordernden auf dem Bureau des Unterzeichneten in Accord gegeben werden. Rodheim den 12. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jae o b i. rr Privat- Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1248) Schöne junge Faſelochſen in beliebi⸗ 95 Auswahl find zu haben bei Carl Friedr. Petſch in Niedererlenbach. Neue holl. Vollhäringe! (1219) ſind angekommen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch. 300 Gulden (1267) Kuratelgelder können gegen gericht⸗ liche Obligation auf Güter zu 5 718 5 geben werden. Friedberg den 9. Auguſt 1850. Peter Boutemp. Anzeige. (1289) Es ſtehen fortwährend neue Sopha, à Stück zu 19, 20, 21, 22 und 24 fl. bis zu höheren Preiſen, zu verkaufen bei Georg Friedrich Strauß, Große Bockenheimergaſſe Nr. 22. Eck der Kalbächergaſſe in Frankfurt. 1 825 Möbel werden frei nach Friedberg ge⸗ lefert. Zum Verkaufen. (1290) Ein faſt noch ganz neuer Brenn- apparat mit den dazu gehörigen drei Maiſch⸗ bütten, jede von 300 Maaß, ſowie Kartoffelfaß- Kühler ꝛc. ſteht zu verkaufen bei 8 Bir zu Münzenberg. Sonntag den 18. Auguſt (1291) Ausflug des Mufik⸗Vereins auf das Nauheimer Teichhaus. Nichtmitglieder können nur Zutritt gegen ein Entrée von 9 kr. à Perſon erhalten. Der Vorſtand. Meine Beſoldungswohnung, (1292) in der Burg Vorſtadt, beſtehend in Wohnſtube, 2 Kammern, geräumiger Küche, verſchließbarem Speicher, gewölbtem Keller, 2 Ställen und Gärtchen iſt zu vermiethen und kann Anfangs November d. J. bezogen werden. Das Nähere bei Jobs. Wenzel in Florſtadt oder Johs. Leih ner in Friedberg. ei c. (129) Ein Hausknecht, welcher mit Pferden umzugehen weiß, wird in ein hieſiges Gafthaus geſucht. Die Expedition ſagt wo? — 260— n Localveränderung! (125) Das Geſchäftslocal des Unterzeichneten befindet ſich vom 15. Auguſt d. J. an in ſeinem von Herrn Bankier Simon Lindheimer hier neu angekauften Hauſe, Marktplatz Nr. 378.— Indem für das mir ſeither in ſo reichem Maaße zu Theil gewordene Vertrauen verbindlichſt danke, empfehle mich in meiner neuen Wohnung allen meinen verehrten Gönnern, Freunden und Bekannten aufs An⸗ gelegentlichſte, und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. Friedberg. Wilhelm Fertſch, Marktplatz Nr. 378. FJoolbad-Mauheim. (1294 Sonntag den 18. Auguſt Grosses Concert im Kurgarten, ausgeführt von dem Muſikcorps des königl. preuß. Garde-Landwehr-Regiments in Wetzlar. Hurſt, zum Kurhaus. Selſerbrunnen bei Okarben. (1295) Nächſten Sonntag, den 18. d. M., Nachmittags, iſt bei mir Großes ausgeführt von dem ganzen Muſik-Cor Militaͤr⸗Concert, ps des Füſſilier-Bataillons des 31. königl. preuß. Infanterie-Regiments anzutreffen, wozu ich hiermit unter dem beſonderen Bemerken freundlich einlade, daß mehrere Kunſt- und andere geſellige Vereine von Frankfurt ebenfalls hier ihre Wirkſamkeit das Vergnügen meiner verehrten eintreffen und durch Gäſte er⸗ höhen werden. Abends iſt Ball und Feuerwerk, ſowie für alles Uebrige beſtens geſorgt. Earl Muffert. Zum Verpachten. (1296) unterzeichnete hat zwei Aecker, im Friedberger Feld liegend, aus freier Hand zu verpachten. Friedberg. Anton Eich's Wittwe. Zum Verkaufen. (12977) Einen entbehrlich gewordenen, im beſten Zuſtande befindlichen, großen Werner'ſchen Circulir- Ofen 55 zu verkaufen C. Trapp Nachfolger im Höôtel Trapp. Anzeige. (1298) Sopha⸗Geſtelle, à Stück 8, 9, 10, 18 und 26 fl. bis zu höheren Preiſen, find zu haben bei Georg Friedrich Strauß, Große Bockenheimergaſſe Nr. 22. Eck der Kalbächergaſſe in Frankfurt. Die Möbel werden frei nach Friedberg ge⸗ liefert. Zugelaufener Hund. (1299) Ein ſchwarzer Hund iſt mir zuge⸗ laufen und kann gegen die Inſeratgebühren und Futtergeld in Empfang genommen werden. Seibert, Polizeidiener. Pferdeverſteigerung. 13800) Montag den 26. d. Mts., Morgens 9 Uhr, läßt Herr Joſeph Opfergeld, Eiſenbahn-Bau-Unter⸗ nehmer, im Gaſthaus zum Schwanen dahier ungefähr 30 gutgehaltene Zug— pferde verſchiedenen Alters(worunter 2 Hengſte und 1 Mutterſtute mit einem Fohlen befindlich), nebſt Geſchirr und 4 Wagen mit eiſernen Achſen an den Meiſtbietenden gegen gleichbaare Zah— lung öffentlich verſteigern. Auf portofreie Anfrage ertheilt der Unterzeichnete jeden beliebigen Aufſchluß. Die Herren Buͤrgermeiſter werden erſucht dieſes in ihren Gemeinden be— kannt machen zu laſſen. Gießen den 14. Auguſt 1850. In Auftrag: H. Pilger, Thierarzt I. Cl. Markt zu Vilbel. (13010 Dienſtag den 20. und Mittwoch den 21 d. M., bei Abhaltung des diesjährigen Herbſt⸗Marktes, iſt bei Unterzeichnetem auf dem ſchön gelegenen Marktplatze, unter ſeinem groß erbauten Zelte gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich alle Freunde des geſelligen Vergnügens mit der Verſicherung einlade, daß für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt ſein wird. Ch. Dreſcher, Gaſtwirth zur Stadt Kaſſel. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 12. Sonntag n. Trinit. den 18. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Göring. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kröll. Fruchtpreiſe. 14. Aug. 2. Aug. 21. Juni Gattung. Fried⸗ i Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. J fl. kr. ff.aſkx. Waizen pr. Malter 7 30] 7 47 620 Korn„ 5 Gerſte„„ 4— 346 330 Hafer%, 3—1 41131 225 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 23. Auguſt. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21— 2.— 2 77 77 41— 44— 4 77 7 50. 8 Lth. Lth. — Milchbrod 115%ͤ[ 16 — Waſſerweck 1069 —Gemiſchte(Tafel⸗/ Brod 146/18 Fleiſch-Preiſe. f 1 1 Ochſenfleiſch 111— 111— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtetes e „ Kalbfleiſch 7— 61— „„„ gemäſtetes 2 7 „ Schweinenfleiſch 1 9— „ Hammefllleiſch 8—1 81— „ Schaaflleiſch 61——— „Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „ Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 161— 116— „Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.