ITntelligen 0 egermeiftr tau * — Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. N 30. Mittwoch den 17. April 1850. Zur Ortsgeſchichte der Wetterau. Kaiſerlicher Freiheitsbrief für Florſtadt. Der unter dem 2. Juli 1304 von Kaiſer Albrecht I. an Johann Herrn von Limburg für ſeine Stadt Staden in lateiniſcher Sprache verliehene Freiheitsbrief hat ſich vor einigen Jahren wieder gefunden und iſt bereits ver⸗ öffentlicht.) Den von Kaiſer Kark IV. auf Dienſtag nach Sanct Margarethentag des Jahres 1365 an Gerlach Herrn von Limburg für Florſtadt in deutſcher Sprache ausge⸗ ſtellten glaubte man auch längere Zeit verloren und ſetzte ſogar Zweifel in ſein Daſein. Ich kann ihn nun aus ei⸗ ner Copie mittheilen, welche zwar jünger, als das ODrigi⸗ nal, aber ſicher mehrere hundert Jahre alt iſt. Was ihre Orthographie anbelangt, ſo iſt dieſe offenbar nicht die des Originals, ſondern der Abſchreiber hat die ſeiner Zeit an— gewandt. Dagegen dürfen die Worte im Ganzen wol als getreu anzuſehen ſein, denn er hat ſeine Abſchrift trotz der orthographiſchen Neuerung roh gemacht und ſelbſt einmal, wo er die Worte nicht verſtand, kauderwelſches Zeug hin- geſchrieben, aus dem ſich jedoch mit leichter Mühe die Worte des Originals wieder herſtellen laſſen, was eben einen Beleg für das Feſthalten am Texte der Urkunde gibt. Der Freiheitsbrief lautet in jener Copie alſo: „Wir Carle, von Gottes gnaden Römiſcher Kayſer, zu allen zeiten Mehrer des Reichs, König zu Böhmen, bekennen vnd?) thun kund allen Leuten, die dieſen Brief ſehen oder hehren leſſen?), daß wir, angeſehen Gantz Stät⸗ ter getreuer dinſte, die Uns und dem Römiſchen Reich der Edle Gerlach, Herr zu Limpurg, Uns und des Reichs lie— ber getreuer, Uffs untertrefflichſt hat gedahn und nach möglichkeit duhn ſoll und mag in“), künfftigen zeitten und haben darumb Ihn und ſeinen Erben mit wohlbedachtem Muth, mit rechtem wiſſen und vollkommenheit Kayſerlicher Macht ſonterlicher gnad getahn und tuhn in und mit krafft diſſes brieffs, daß ſein Dorff Florſtatt mit graben, Mau— ern, thurnen, pfortten, Erckern und anders, wie ſie bauen und veſtmachen zu allem Ihrem willen; auch ſollen die leute zu Florſtatt, die jtzund daſein oder noch dar kommen, ) Archiv für heſſiſche Geſchichte und Alterthumskunde 6. Bd. 1. Hft. (Darmſtadt 1849) S. 131. ) Die Copie hat„bekenne /,„vnd« fehlt. ) Man leſe„hören leſen. ) Die Copie hat vihn. haben alle freyheit und Rechten alß andere Unſer und des Reichs Bürger zu Frankfurt mit behältnuſſen jederman ſei⸗ nes Rechten. Dabei gebieten wir allen Fürſten, Graffen, Herrn, Rittern, Knechten, Stätten, Gemeinten und ge— bietten allen unfern und des Reichs lieben Getreuens), daß Sie die Vorgenande Unſere Genades) nit überfähren“), hindern, jrren?) ſollen jn teheyne wis?), und wer dawi— der thet, der ſoll, ſo offt das geſchicht, funffzick“«) Marck lötiges Silber ſein verfallen, die helfft dem Reich, das ander halbe teil dem Edlen Gerlachen!!) und ſeinen Er⸗ ben. Verſigelvertig“) mit Urkund dieſes briefs verſiglen mit unſer Keyſerl. Majeſtätt zeugnuß). Geben zu Selt!) nach Gottes geburth Dryzehn hundert Jahren und dar— nach im fünff und ſechzigſten Jahre der nechſte Dinſtag nach Margrätetag, unſers Reichs des Römiſchen in dem zwantzigſten, des Bemiſchen ein and. und des Kayſerthumbs im Eilfften Jahr.“ Darunter ſteht von derſelben Hand: „Copia Kayſers Caroli Atens über die Privilegien und Freyheiten Florſtatt.“ Das iſt die Copie vollſtändig und bis auf die in den Text eingenommenen Verbeſſerungen buchſtäblich getreu. Doch habe ich überall, wo verbeſſert iſt, das, was in der Copie ſteht, mit derſelben Genauigkeit und Treue in An⸗ merkungen unter den Text geſetzt. Nur die Interpunction, welche ganz willkührlich war, habe ich nach der gegenwär— tig üblichen zu regeln geſucht. Das Original des Frei⸗ heitsbriefes iſt, ſo viel ich weiß, bis jetzt unbekannt. Der Freiheitsbrief nennt bloß Florſtatt, und es fragt ſich nun, welches Florſtadt gemeint ſei, ob Ober- oder Unter— florſtadt. Ohne mich hier auf die Anſicht Andrer darüber einzulaſſen, will ich bloß meine darlegen, nach der dieſe kaiſerliche Urkunde fur Unterflorſtadt ausgeſtellt iſt, welches ) Die Copie hat„Getreuer.“ ) Die Copie hat„Genatte.“ ) d. h. beeinträchtigen, benachtheiligen. ) Die Copie hat„Iren.“ ) d. i. in deheine wis, welches„in keiner Weiſe“ bedeutet. Der Copiſt, welcher den Ausdruck nicht verſtand, hat kauderwelſch: „Jute Heyna wis.“ 20) Die Copie hat„geſchickt, funffſick n) Die Copie hat„Ettlen Gerlochen.“ *) So ſteht in der Copie. Das letzte e iſt von ſpäterer Hand in t corrigirt. 100. n wird zu verbeſſern ſein:„Ingeſigel zu einer zeugnuß.“ ) So ſteht in der Copie. — 120— auch bis in die erſten Jahrzehende dieſes Jahrhunderts durch zwei Pforte geſchloſſen war,) von denen die nach der Niddabrücke hin befindliche die Jahrzahl 1565 trägt. Auf einen Thurm dürfte vielleicht der Name der ünfern dieſer Pforte beginnenden„Thurmgaſſe“ hinweiſen. Was aber beſonders zu beachten bleibt, iſt, daß nicht Oberflorſtadt, ſondern Unterflorſtadt eine Burg hatte, welche dem Dorfe größere Bedeutung verlieh und gleichſam den Anfang einer Befeſtigung bilden konnte. Freilich fehlen über dieſe Burg, von der langſt nichts mehr zu ſehen iſt, alle Nachrichten 2s) Wenn auch von einem Thore zu Oberflorſtadt die Rede iſt, in⸗ dem es in dem aus dem 15. Jahrhundert von Jacob Grimm mitgetheilten»Weisthum zu Florſtadt“ lautet„von dem val tho r ane zu der rechten hand biss an die mülen“(ſiehe die und vererbten Erinnerungen; dennoch kann nicht bezwei⸗ felt werden, daß ſie einſt da war und zwiſchen dem Fuß⸗ hain!e) und der Nidda lag. Hier treffen wir nämlich den nach ihr benannten„Burggarten,“ in welchem man bei dem Ausgraben alter Bäume auf Mauerreſte geſtoßen ſein ſoll, und die kurze Gaſſe, welche von dem Fußhain nach dieſem Burggarten führt, heißt die„Burggaſſe,“ welcher Name geradezu eine Burg vorausſetzt. Uebrigens kommt auch auderwärts Florstad(Flanstad) für Unterflorſtadt vor. So z. B. in dem vorhin in der Anmerkung ange- führten bei Jacob Grimm 3. Bd. S. 447— 449 abgedruck⸗ ten„Weisthum zu Florſtadt,“ worin es S. 449 oben von Ubernflänstadt(Oberflorſtadt) unterſchieden wird. 26) So heitzt eine Gaſſe des Dorfes. In der Volksſprache: der Weisthümer geſammelt von Jac. Grimm, 3. Bd. S. 449), ſo iſt dieß kein Befeſtigungsthor, ſondern unter dem Fallthor iſt ein über einen Fahrweg gehendes Zaunthor zu verſtehen, das von ſelbſt zufällt und beſonders dient, um das Weidevieh von einem Raum, in den es nicht kommen ſoll, abzuhalten. Uebrigens iſt dieß Fallthor längſt verſchwunden, ebenſo die Mühle, von welcher aber die aus dem Dorfe nach ihr hinfüh⸗ rende Gaſſe noch die Mühlgaſſe heißt. 3 Fußhän. Woher der Name kommt, weiß ich nicht, da ich ſeine Form in alter Zeit nicht kenne. Vielleicht war er urſprüng⸗ lich vuhshain d. i. Fuchshain, und Fuchs käme dann in dieſem Namen ausnahmsweiſe in ähnlicher Ausſprache vor, wie Flachs, flächſen, wachſen, Ochs u. a., welche wetterauiſch Floas, fleſſe, woaſe, Oaß(dieß nur in einem Theil der Wetterau) lauten. W. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Edietalla dung. (460) Großh. Heſſiſches Hofgericht zu Gießen hat über den unbedeutenden Nachlaß der Jacob Schäfer'ſchen Eheleute von Hungen den Con⸗ cursprozeß erkannt, und es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche im Termin den 16. Mai l. J., f Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausſchluß von der Maſſe erfolgen wird. ungen den 14. März 1850. 3 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. EDeng adus (302) Nach Mittheilung der Adminiſtraliv⸗ behörde ſollen die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels Durchlaucht, zuſtehenden Grundrenten in der Gemarkung Bellersheim, namentlich als: Hühnergeld, Grundzinſen, Mark⸗ waizen, Zehntgrundrente und Vogteikorn, be⸗ zeichnet, und dem jährlichen Geſammtertrag nach zu Sechshundert Ein und Dreißig Gulden ſieben Kreuzer einen Heller abgeſchätzt, abgelößt wer⸗ den, und es iſt die vorgeſchriebene Edictalladung beantragt worden; weshalb hiermit veröffent⸗ licht wird, daß wer an dieſe Grundrenten, resp. an das Ablöſungskapital, Anſprüche zu haben vermeint und geltend zu machen gedenkt, ſoge⸗ wiß binnen zwei Monaten nach der Veröffentlichung ſeine Anſprüche gel⸗ tend zu machen habe, als ſonſten keine Rückſicht darauf genommen und das Ablöſungskapital von Neuntauſend Drei und Dreißig Gulden zwei und vierzig Kreuzer an den genannten Herrn Fürſten verabfolgt werden ſolle. Hungen den 27, März 1850.. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edietalla dung. ) Nachdem Landgräfliche Landesregierung 95105 über den Nachlaß des verſtorbenen Valen⸗ tin Hett III. von Kirdorf den Concurs erkannt und zu deſſen Leitung und Erledigung das un⸗ terzeichnete Juſtiz-Amt beauftragt hat, ſo wer⸗ den andurch alle Diejenigen, welche an den Nachlaß des genannten verſtorbenen Valentin Hett III. von Kirdorf Forderungen zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſo gewiſſer im Termin Dienſtag den 7. Mai d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, in Selbſtperſon oder durch legale Anwaltſchaft bei unterzeichneter Stelle anzumel⸗ den und zu begründen, als die nicht Erſcheinen⸗ den von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. 5 Der Präcluſivbeſcheid wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet. Homburg den 27. März 1850. u ch. Edictalla dung. des geweſenen Stadthauptmanns Georg Renne⸗ berg von hier, über welchen der förmliche Con⸗ curs erkannt worden iſt, ſind Mittwoch den 26. Juni l. J, f Morgens 10 Uhr, N bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von ſönlich oder durch gebörig bevollmächtigte Ver⸗ treter liquidirenden Gläubiger werden an die im Termine zu Stande kommenden Beſchlüſſe jeder Art für gebunden erachtet. Friedberg am 10. April 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Sehrt. der Reitercaſerne zu Butzbach. (876) Donnerſtag den 18. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zur Herrichtung von Repoſitorien auf den Rüſtkam⸗ mern der hieſigen Garniſon erforderlichen Zim⸗ mer⸗ und Schreiner⸗Arbeiten, Erſtere zu 241 fl. 37 kr., Letztere zu 38 fl. veranſchlagt, auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Zeichnung, Voranſchlag und Accords⸗Be⸗ dingungen liegen von heute an auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗Bureau zur Einſicht offen. Butzbach den 11. April 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (877) Mittwoch den 17. d. Mts. ſollen nach⸗ ſtehende Arbeiten loosweiſe an Ort und Stelle unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗Amt 3 ur b (8715) Anſprüche aller Art an den Nachlaß der Maſſe, dahier anzuzeigen. Die nicht per⸗ Zimmer⸗ und Schreiner Arbeiten in werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in Akkord gegeben werden. 1) Die Anfertigung der Böſchungen von dem Viadukt ſüdlich über die Staatsſtraße bei Niederwöllſtadt bis an die Okarber Ge⸗ markungsgrenze veranſchlagt zu 779 fl. 20 kr. Die Zuſammenkunft iſt an vor⸗ genanntem Viadukte Vormit⸗ tags 10 Uhr. 2) Deßgleichen in den Gemarkun⸗ gen Kloppenheim und Okarben veranſchlagt zu Die Zuſammenkunft iſt auf der Station Großkarben Vormit⸗ tags 11 Uhr. 5 3) Deßgleichen in der Gemarkung Vilbel veranſchlagt zu Die Zuſammenkunft iſt an dem Uebergang der Staatsſtraße nördlich von Vilbel Nachmit⸗ tags 2 Uhr. g Friedberg den 10. April 1850. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur der Sektion Vilbel Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (378) Mittwoch den 17. d. Mts. Vormit⸗ tags 9 Uhr ſollen nachſtehende Arbeiten an Ort und Stelle unter den bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. 1) Die Anfertigung der Böſchungen des Looſes 10. in der Gemarkung Niederwöllſtadt, von dem Viadukte nördlich über die Staats⸗ ftraße daſelbſt, bis durch den Bahnhof ver⸗ anſchlagt zu 339 fl. 48 kr. 2) Deßgleichen des Looſes 11. von dem Bahnhof bis zum Viadukte ſüdlich bei Nieder⸗ wöllſtadt veranſchlagt zu 303 fl. 39 kr. Die Zuſammenkunft iſt auf der Station Nie⸗ derwöllſtadt. Friedberg den 10. April 1850. Der Gr. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz ⸗Verſteigerung. (879) Da das unterm 22. März d. J. in dem Gemeindewald Langenhain verſteigtes Holz, wegen dem geringen Steigpreis die Genehmigung nicht erhalten konnte, ſo wird daſſelbe auf Dienſtag 455 fl. 46 kr. 889 fl. 21 fr. 0 2 t bezwei, em Fuß⸗ wich den unn bei ßen ſein gain nach . welcher ie kennt erflorſtadt 10 ange⸗ adgedruck⸗ r uſprüng⸗ n in dieſem e Alachs, logs, fleſſe, 1) lauten. N. —— J die Benigſt⸗ ca. en von dem Aoſtraße bei Dlarber Ge⸗ 779 fl. lt. 455 fl. 45 kr. SH. Alt. Uebergang el Nachmü 0.. - Ingrnieut bel bahn. its. Vormil⸗ eiten an 1 rigerung be⸗ 2 öffentlich ler gegeben o beg dab oll, bon % Staats- Bohnbof der⸗ 730 fl. 48 kr. . Station , Je irrbetg den 23. d. Mts., Morgens 10 Uhr anfangend, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt. A. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz: 1) 105 eichen Bauſtämme, welche ſich zu Wagnerholz eignen, 2) 30 Stück erlen Riſtreitel, B. Brennholz: 30 3 Stecken eichen Scheitholz, 40 D„ Prügelholz, 50 6„ birken 1. 60 4„ erlen„ 7) 8000 hainbuchen und birkene Wellen. Zugleich wird noch bemerkt, daß eine Zahlungs- friſt bis Martinitag d. J. geſtattet wird. Langenhain den 13. April 1850. Der Großh. Heſſ. Bürge rmeiſter Huth. Verſteigerungs-Anzeige. (880) Die zum Nachlaß des Freiherrlich Wetzeliſchen Kammerdieners Michael Ramwalther gehörigen Mobilien, laſſe ich f Donnerſtag den 18. d. Mts., früh e 9 Uhr, dahier gegen gleichbaare Zahlung unter dem Bemerken öffentlich verſteigern, daß der Zuſchlag um jeden Preis ſofort ertheilt werden wird. Obermörlen den 14. April 1850. Der beſtellte Curator: Riedel, Rentmeiſter. Eichen⸗Lohrinde-⸗Verſteigerung. (381 Freitag den 19. d. Mts. ſoll das Ergebniß der Eichenlohrinden, in dem Gemeinde⸗ wald Langenhain, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Langenhain den 13. April 1850. Der r„ ut h. Verſteigerung von Bauarbeiten. (582) Die bei der Erbauung der neuen Kirche zu Schwalheim erforderlichen Schreinerarbeiten, veranſchlagt zu 1500 fl., Schloſſerarbeiten,* 1 900„ Glaſerarbeiten,* 15 565„ Weißbinderarbeiten, 5„ 960„ ſollen nochmals den 22. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, im Gaſthaus zum heſſiſchen Hof in Schwalheim, wenigſtnehmend in Accord gegeben und dabei nur Handwerker, welche ihre Tüchtig⸗ keit durch Zeugniſſe nachweiſen und eine den Accordbedingungen entſprechende Caution oder Bürgſchaft leiſten können, zum Mitbieten zuge⸗ laſſen werden. Dorheim den 11. April 1850. Engel, Pfarrer. Holz ⸗Verſteigerung. (883) Freitag den 19 April l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Herrn von Roth⸗ ſchildiſchen Walddiſtriet Altenberg bei Rodheim: 1350 Stück eichen Reißholzwellen, 1575 birken Reißholzwellen, 250 birken, mit Aspen gemiſchte, 20 Fuß lange Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Altenberg, am Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben am 14. April 1850. Hilgen reiner. Holz⸗Verſtei gerung. 1 e den 88. deer J., Nachmit⸗ ag r, ſollen in dem Freiherrl. von Löw'ſchen Wald bei Wiſſelsheim 1 10 Stecken kiefern Prügelholz, 3000 Stück kiefern Wellen, und 2900„ dergleichen Baumſtangen, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurt den 14. April 1850. Der Freiherrl. von Löw'ſche Revierförster i Weigand. A νννννοοννιενν — 121— Privat- Bekanntmachungen. Klettenwurzel-Oel in Flacons mit Gebrauchs- Anweisung 30 kr. Nach vielfachen angestellten Versuchen, hat sich dieses neu erfundene Kleitenwurzel-Oel (418) unter allen bisher angepriesenen Haarbeforderungs-Mitteln als das kräftigste und wirksamste bewährt, indem es nach nur kurzem Gebrauche eine Fülle junger Haare hervorbringt, die Haarwurzeln un- gemein stärkt, und somit nicht nur das Ausfallen der Haare verhindert sondern denselben neues Leben und den üppigsten Wachsthum ertheilt. Dasselbe empfiehlt Friedberg. P. F. Schmiliner. Wichtig für Auswanderer. Die Sicherheit, Geſellſ haft zum Schutze der Auswanderer. (432), Der Zweck dieſer Geſellſchaft iſt, ki der größtmöglichſten Sicherheit und den billigſten Preiſen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu ſchützen und Ihnen mit Rath und That beizuſtehen. 7 e Abfahrten finden ſtatt: ede Woche nach New-Vork und am 30. März, 15. April nach New⸗Orleans. 8 fi ee Pe. 0 0. 5 Jeder Transport wird von einem ſoliden, erfahrenen Condu bis in den Seehafen begleitet.„ Lefaß cteur Preis der Ueberfahrten im Monat März und April: Von Frankfurt bis New⸗Bork über Antwerpen fl. 5A. 7. 7 7 77 7 Havre, per Poſtſchiff„ 65. 7. 77 7 75 7. Liverpool, mit vollſtän⸗ diger Verköſtigung„ 70. Kopfgeld und freier Transport von 2 Zentnern Reiſegepäck i dieſem billigen Preis einbegriffen. ſegepäck ſind in Prospekte und alle mögliche Auskunft werden auf frankirte Briefe bereitwillig ertheilt von R Profeſſor Maier, sen., General-Agent in Bockenheim bei Frankfurt a. M r Geſchäfts Eröffnung. (509) Ich mache hiermit einem geehrten Publicum die ergebene Anzei 0 6 einer h 3 zeige, daß ich unterm Heutigen mein Geſchäft, im An⸗ und Verkauf, ſowi Benne Heese Arten Möbel, eröffnet habe. A Billige Preiſe und freundliche Bedienung laſſen mich mit hoffen, 2 7850 zahlreichen Zuſpruch zu 6 5 ee „„Auch mache ich mich verbindlich, alle von mir e Möbeln frei nach Friedberg zu liefern. hauste Frankfurt a. M. im Marz 1850. 4 8 e 2 2 2 roße Bockenheimergaſſe. Geſchäfts local: Eck der Kalbächergaſſe Nr. 21—22. Wohnung: Kleine Bockenheimergaſſe Nr. 8 neu. A i nuzeige. Ausgeſetzte Sommer-Bukskins(ganz Wolle) à fl. 3.— fl. 4. per Hoſe von 2 Stab , Piqué⸗Weſten vo r. bis fl. 1. r., die neu letot⸗St 8 zu ſehr billigen Preiſen bei f ee du e K. W. Kellermann, kleiner Kornmarkt 5 in Frankfurt a. M. 6210 — 1822 Höhere Töchterſchule. (862) Zu der am 25. und 26. April im Gerlach'ſchen Saale Statt findenden Prüfung, ladet der Unterzeichnete die Eltern der ihm anvertrauten Töchter, ſowie die Freunde der Jugendbildung ein. i. f Der neue Curſus beginnt den 29. April. Die Eltern, welche geneigt ſind ihre Töchter meinem Unterrichte zu übergeben, wollen recht bald ihren Entſchluß mich wiſſen laſſen, Denen, welche den Plan meines Inſtituts nicht kennen, bin ich gern bereit, mündlich oder ſchriftlich das Nähere mitzutheilen. — Durch den Abgang einer meiner Penſionärinnen wird ein Platz vakant. Ich mache dies mit der Bemerkung bekannt, daß die Bedingungen der Aufnahme in mein Haus ſehr billig geſtellt ſind. Friedberg den 8. April 1850. 5 Vorſteher der hoheren Töchterſchule. * ue berſi ch t der Reſultate der Rechnung der Viehverſicherungs-Anſtalt des Kreiſes Hungen vom Jahre 1848. F— 5 Zuſammen Pferde Ord.⸗ 0 I Rindvieh Nr. Einnahme. g fl. kr. fl. kr. fl. kr. 1 Velträge der Versicherer[2837 33% 1458 40% f 4296 14% 2] Erlös aus Fleiſch für auf Rechnung der... N N 1 Anſtalt geſchlachtetes Vien 83 1 25 5 64 377% 3 Kaſſevorrath aus vorhergehenden Jahren 91397 9 183 15774 4 Ausſtände. 31— 1750. 31 75 31 ½ Summe der Einnahme[2993 50% 1625 4½ 4619 387 i Ausgabe. a Entſchädigung für gefallenes Vieh.. 2469 57 18 41% 3681 38½¼ 5 5 6 Büreaukoſten 5 5 18— 27 7 Beſoldung und Gebühren des Haupt⸗ 8 5124 5 1% L a0 76 21% 43 11 119 32¼ 8 Gebühren der Gemeinde⸗Einnehmer. 5443 23 2 77 45 9 E e. Schätzer 85 7 158 73 33 118.18 191 51 Schreibmaterialien, Oruckſachen, Buchbin⸗ 8 922 5 815 34/2% 20 15%][ 5442 11 J Botenlohn und Verkündigungskoſten A9 29922 1131 12 Diäten und Gebühren 551 30 3 30 13 Schlachter lohn„ 14 Uneinbringliche Gelder und ſonſtige Ver⸗ ate.. ed. 4 Summe der Ausgabe Abſchluß. Die Einnahme beträgt. Ausgabe 2993 50¾ 1625 47¼ 4619 39¼ 2750 52 1446 52% 4197 442 Verglichen bleibt Reſt 242. 8 3 und dieſer beſteht: in liquidirten Ausſtänden 3929 1319 52 48 „ Bola 22 23— 52 23 15 „ baarem Vorrathe 181 6 164 43%] 345 50¼7 Zuſammen wie oben[ 242 58¼ 178 54¼ 421 53½ 1 (885) Dieſer Ueberſchuß kommt, laut Beſchluß der Hauptverſammlung vom 1. November 1848, für 1849 in Einnahme und alſo in der folgenden Rechnung zur Verrechnung. 855 b f Indem ich von Vorſtehendem die Betheiligten in Kenntniß ſetze, benachrich⸗ tige ich dieſelben zugleich, daß ich das ſeit dem 1. April 1844 bekleidete Amt eines Directors niedergelegt habe und daß daſſelbe nunmehr auf Herrn Aſſeſſor Draudt dahier übergegangen iſt. Die Anſtalt wird in der bisherigen Weiſe fortbeſtehen und ich wünſche ihr auch für die Zukunft eine recht ſegensreiche Wirkſamkeit.. Hungen, 9. April 1850. K. L. Hunſinger. Zu vermiethen. (868) Die Wittwe Marbach in der Vor⸗ ſtadt hat ein vollſtändiges Logis im zweiten Stocke zu vermiethen, welches im Juli bezogen werden kann. * 1 Kirchweihfeſt. (8860 Sonntag den 21. und Montag den 22. dieſes Monats wird das hieſige Kirchweih⸗ feſt gefeiert, wozu ich alle meine Gönner und Freunde p iermit höflich einlade. Wie früher, ſo habe ich auch diesmal wieder in meinem Lokal Alles ſo einrichten laſſen, daß meine ver⸗ ehrten Gäſte Befriedigung finden werden; ins⸗ beſondere ſind für die politiſchen Partheien zum Converſiren beſondere Salons eingerichtet, ſo daß alſo zwiſchen dieſen Confliete gar nicht ſtatt⸗ finden können.— Für reine und billige Weine ꝛc. habe ich bereits geſorgt, und das beliebte Kaicher Mufikcorps wird zur Erhöhung des Vergnügens alles Mögliche beitragen. Niederwöllſtadt den 13. April 1850. Philipp Speck, Gaſtwirth. Anzeige. (8877) Ich habe eine bedeutende Parthie Toile du Nord für Damenkleider erhalten und erlaſſe ſolche zu 8, 10 und 12 kr. per Ellen Zugleich empfehle ich mein Lager in neuen Mouselines de laine, Kattunen und gedruckten Percals. R. O. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Lehrlings ⸗ Ge ſuch. (888) In einem Ellenwaarengeſchäft wird ein Lehrling geſucht, bei den nöthigen Vorkennt⸗ 0 ohne Lehrgeld. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Kig pit al zien (589) verſchiedener Größe liegen zum Aus⸗ leihen bereit und werden Abnehmer in der Nähe von Friedberg beſonders berückſichtigt. Friedberg im April 1850. In Auftrag: Johann Philipp Jung. Geſuch. (890) Eine Frau wünſcht in ihre ſtille Haus⸗ haltung eine bejahrte Perſon, welche ein wenig Kochen und Handarbeit kann und mit gutem Zeugniß verſehen, in ihren Dienſt zu nehmen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (891) Alle Sorten baumwollenes und wollenes Strickgarn, ſowie noch verſchiedene Artikel von Waaren, verkauft zu ſehr billigen Preiſen .Groedel, Judenſtraße Nr. 200. ae de (392) Daß Herr Emmerich in Niederwöllſtadt Auswanderer unentgeldlich befördert iſt ſehr patriotiſch gehandelt, allein„wer weiß ob's wahr iſt.“ Literariſche Anzeige. (893) In der unterzeichneten Buchhandlung iſt vorräthig: a Bog. 15(nebſt einer lithogr. Abbildg.) der Verhandlungen und Aectenſtücke des Prozeſſes über den Tod der Gräfin Görlitz vor den Geſchwornen in Darmſtadt. Nach ſtenographiſchen Berichten ſorg⸗ fältig bearbeitet. Jeder Bogen koſtet 3 kr. Friedberg. C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 S a