lichen 1 ccf WVertkeile, „ nüſſen, een mochten zn, echten. een Statt Fonds — 2 das Haupt- nde des ge⸗ poſtichſt einlade. ewohl wie für wird beſtens derbier III. nen in Naubeim Arial geſucht — Schriftliche d. neert. Mittwoch den t ein geiſtliches Zorträgen von Abends 6 1 Uhr. en. Einlaß⸗ den Armen non und in agel zu haben. mepel, n Lucca. ung tion. gentlich ein⸗ Aeinende Intelligenz-Dlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 46. Sonnabend den 15. Juni 1850. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 16 enthält: 1) Bekanntmachung, die Auflöſung des ſeitheri— gen Forſtpolizeibezirks Laubach betr.— 2) Bekanntmachung, die Um— wandlung der ſeither zwiſchen Mainz und Frankfurt beſtandenen Courier poſt in eine Reitpoſt betr.— 3) Bekanntmachung, die Errichtung einer Fahrpoſt zwiſchen Alsfeld und Neuſtadt betr.— 4) Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Friedensgerichts⸗ bezirks Niederolm für 1850.— 5) Desgl. in den Gemeinden des Re— gierungsbezirks Biedenkopf für 1850.— 6) Desgl. in den Gemeinden des Regierungsbezirks Alsfeld für 1850.— 7) Desgl. in den israelitiſchen Religionsgemeinden des R.⸗B. Mainz für 1850.— 8) Dienſtnach⸗ richten. Am 1. März wurde dem Schulvicar Fröhlich zu Gelnhaar im R.⸗B. Nidda, die erſte evang. Schullebrerſtelle daf, übertragen. Am 3. März wurde dem Acceſſiſten bei dem Secretariate der Oberbaudiree⸗ tion Köhler aus Altenſtadt die Stelle eines zweiten Seecretärs bei dieſer Behörde übertragen. Am 7. Marz wurde der Stadtgerichts-Aſſeſſor Calmberg zu Gießen zum Director und Oberaufſeher der Strafanſtalt zu Marienſchloß ernannt. Am 9. Marz wurde der Landrichter Stock— bauſen zu Fürth zum Landrichter an dem Landgerichte zu Zwingenberg, der Landrichter Braun zu Beerfelden zum Landrichter an dem Landge⸗ richte Höchſt, der Landrichter Brumhard zu Laubach zum Landrichter an dem Landgerichte zu Lorſch, und der Landrichter Stein zu Lich zum Landrichter an dem Landgerichte zu Beerfelden ernannt. Am 11. März wurde der Landgerichts⸗Aſſeſſor Klingelhöffer zu Alsfeld, dermalen zu Rödelheim, zum Landrichter an dem Landgerichte zu Biedenkopf ernannt. An demſ. Tage wurden die in dem engliſchen Fräuleinſtift zu Mainz be⸗ findlichen Eliſabetha(genannt Cöleſtine) Immerſchitt und Sabine (genannt Walpurgis) Samesreuther, beide gebürtig von Bingen, zu Lehrerinnen an der beſagten Anſtalt ernannt; ſodann wurde dem zweiten evang. Pfarrer Wagner zu Wimpfen die evang. Pfarrſtelle zu Dien⸗ heim, im R.⸗B. Mainz, dem evang. Pfarrer Helferich zu Dolgesheim die evang. Pfarrſtelle zu Mommenheim, im R.-B. Mainz, und dem Pfarramtsverweſer Bus zu Schaafheim die neu errichtete reformirte Pfarrſtelle zu Heubach im R.-B. Dieburg übertragen. Am 12. März wurde dem Schulvicar Kraus zu Abenheim, im R.⸗B. Mainz, die erſte kath. Mädchen ⸗Schullehrerſtelle daf. übertragen. An demſelben Tage wurde der Landgerichts⸗Aſſeſſor Hensler zu Hungen, dermalen zu Biedenkopf, zum Landrichter an dem Landgerichte zu Laubach, am 13. März der Landgerichts ⸗Aſſeſſor Sartorius zu Lorſch zum Landrichter an dem Landgerichte zu Lich, und am 14. März der Landgerichts-Aſſeſſor Wal⸗ ther zu Fürth zum Landrichter an dem Landgerichte daſelbſt ernannt. An demſelben Tage wurde der Dr. med. Hofmann aus Gleßen zum Aſſiſtenzarzt bei der geademiſchen Klinik daſelbſt ernannt; am 15. März wurde der Land gerichtsaſſeſſor Dr. Gilmer zu Friedberg zum Landrichter an dem Landgerichte zu Rödelheim ernannt. Am 18. März wurde dem Oberſteuerdireetions-Secretär Meiſenzahl die etatsmäßige Nebenſtelle eines Secretärs und Regiſtrators beider Münzdeputation und dem ſeit— herigen Forſtpolizeibeamten, Forſtmeiſter Dickel zu Laubach, nach ſeinem Wunſche, die Revierförſtersſtſelle von dem neu conſtitutrten Forſtrevier Laubach übertragen. Am 20. März wurde dem Schullehrer Rabenau zu Burkhardsfelden die evang. Schullehrerſtelle zu Garbenteich, im R.-B. Gießen, und dem Schullehrer Steinmüller zu Garbenteich die evang. Schullehrerſtelle zu Wallenrod, R.⸗B. Alsfeld, übertragen.— 9) Er- ledigt ſind: die erſte kath. Schullehrerſtelle zu Gonſenheim, R.-B. Mainz, mit jährlich 502 fl., einſchließlich der Entſchädigung für Heizung des Schullocals; die evang. Schullehrerſtelle zu Burggemünden im R.⸗B. Alsfeld, mit jährlich 276 fl. 41 kr., nebſt 4 Stecken buchen Scheitholz zur Heizung der Schulſtube.— 10) Geſtorben ſind: am 27. Januar der Landgerichtsaſſeſſor Frank zu Gladenbach; am 16. Februar der eme⸗ ritirte bang. Pfarrer Dr. Hofmann dahier, früher zu Sprendlingen; am 26. Febr. der evang. Pfarrer Snell zu Dornheim, im R.⸗B. Darm⸗ ſtadt; an demſelben Tage der evang. Pfarrer Draudt zu Langenhain, im R.⸗B. Friedberg; am 28. Febr. der penſ. Rheinbauperwalter Philipp Adam Kolb zu Erfelden; am 4. März der penſ. Diſtrikteeinnehmer Schmidt zu Wimpfen. Die beiden Uebenbuhler. Von J. A. Fröhlich. (Fortſetzung.) Florian unterdrückte ein Lächeln, das ihm auf die Lippen treten wollte, denn er dachte: Sie wird meine Arbeit ſo leicht erkennen, als ſie meine leichten gefälligen Romanzen von Deinen Simſonstoͤnen unterſcheiden könnte. Herzlich und frei erwiderte er aber:„Offen geſtanden, lieber Pierre, wir ſind als Mechaniker an Geſchicklichkeit einander beinahe gleich. Nun gilt es alſo nur, den Scharf— ſinn anzuſtreugen, um Etwas zu erfinden, was Roſette am beſten gefallen mag. In ungefähr ſechs Monaten kommt ihr Geburtstag, und dieſem zu Ehren will ich einige Verzierungen für die kleine Laube am Waſſer anfertigen, wo ſie an ſchönen Abenden ſo gerne mit ihrem Großvater ſitzt, und ihm vorlieſt!“ „So will ich das Gleiche thun! entgegnete Pirere; „nur ſollten unſere Zierrathen Maſchinen ſein!“ Mit offenem Blicke beſiegelten ſie die Uebereinkunft durch männ— lichen Handſchlag, und ſprachen von da an Nichts mehr über dieſen Gegenſtand, bis der anberaumte Tag kam. An dieſem Tage luden ſie den alten Uhrmacher und ſeine Enkelin ein, die Laube zu beſuchen, um über die relative Geſchicklichkeit der beiden Rivalen ein Urtheil zu fällen. Vor dem kleinen Gartenbaſſin war ein Vorhang angebracht, und ſie warteten ruhig, bis dieſer entfernt würde.— „Dieſe Ente hat eine eigenthümliche Farbe,“ ſagte Roſette, und ſieh' nur, Großvater, wie ſeltſam ernſt ſie dareinblickt!“ Die Ente watſchelte, ohne ſich an dieſe Bemerkungen zu kehren, an's Waſſer, trank, erhob den Schnabel in die Luft, als wollte ſie dem Himmel fuͤr dieſe Erfriſchung dan— ken, ſchlug mit den Flügeln, ſchwamm um den Rand des Baſſins und watſchelte wieder heraus in's Gras. Als Breguet ihr einige Kuchenkrümchen zuwarf, pickte die Ente ſie haſtig auf und der Greis wollte ihr eben noch mehr Futter vorwerfen, als Roſette ausrief:„Ei, ei, — 184— Großvater, das iſt gar keine Ente! das iſt ein Vogel von Bronze, aber ganz täuſchend und meiſterhaft nachgeahmt! Sieh' nur ſelbſt, wie ſchön ſie iſt!/ Breguet nahm das Thier und betrachtete es auf⸗ merkſam.„In der That,“ ſagte er,„man kann ſich kaum etwas Täuſchenderes denken! Wie trefflich dieſe Federn gravirt ſind! Meiner Treu, man iſt verſucht, den Vogel für lebend zu halten. Wer ihn gemacht, muß ein ausge⸗ zeichneter Mechaniker ſein!“ a Bei dieſen Worten traten Pierre und Florian Arm in Arm vor, verbeugten ſich vor ihrem Lehrmeiſter und Brodherrn, und ſchlugen den Vorhang zurück. Auf einem Pie deſtal von ſchwarzem Marmor ſaß eine Najade von Bronze, über eine überfließende Vaſe gebeugt. Die Figur war überaus anmuthig; ein ſilberner Stern mit Brillan⸗ ſpitzen glänzte auf ihrer Stirne und in der Hand hielt ſie ein Silberglöckchen, mit Gold und Stahl ſchön eingelegt. Um ihren Mund ſpielte ein Lächeln, und das Köpfchen war zur Seite geneigt, als lauſche ſie auf Etwas in dem kleinen Waſſerfall, der über einem Kanal im Piedeſtal herabfloß. Auf einmal erhob ſie die Hand und läutete; ein ſchöner kleiner Goldfiſch gehorchte dem Ruf und glitt über die kleine Kascade herab, in der Sonne glänzend. Noch eilfmal rührte die Najade das Glöckchen, und jedes⸗ mal glitt wieder ein Goldfiſch herab— es war gerade Mittag, und die Waſſernymphe auf dem Piedeſtal war eine Uhr. Der Uhrmacher und ſeine Enkelin ſchwiegen, denn das Werk war ſo ſchön, daß ſie nicht Worte finden konn⸗ ten, es genugſam zu preiſen.„Sie brauchen nicht zu entſcheiden, Meiſter!“ ſagte Pierre in männlichem Tone, aber nicht ohne Gram;„ich ſelbſt entſcheide zu Gunſten Florian's; die Uhr iſt ſeine Arbeit!“ „Das Innere des Werks iſt noch nicht unterſucht!“ rief Florian;„ich gebe Pierre das Zeugniß, daß es keinen geſchickteren Mechaniker in der ganzen Schweiz gibt, als Pierre Berthoud!, „Aber nur Du weißt treffliche Arbeit mit Schönheit und Anmuth zu verbinden, Florian!“ rief der ſchwerfälligere Genfer;„Dir gebührt der Preis!“ „Studiere die Lehre vom Schönen, die Grazien, mein Sohn! mache Dich ſelbſt mit den Vorbildern des Schönen in der Kunſt vertraut, und Du wirſt es noch weit bringen!“ ſagte der alte Anton Breguet zu Pierre und legte ſeine Hand freundlich auf des Jünglings Schulter. „Allein ich werde immer nur nachahmen, während er frei ſchafft!“ rief Pierre entmuthigt;„und was das Schlimmſte iſt, mein guter Meiſter! ich haſſe ihn, weil ich ihn beneide!“ „Aber Ihr habt ſo viele edle und treffliche Gaben, Pierre,“ ſagte Roſette ſanft;„Ihr wißt auch, wie trefflich ſehr verſchiedene Inſtrumente in Harmonie zuſammen ſtim— men. Der Großvater meint, Eure Werke ſeien weit dauerhafter, als die von Florian— vielleicht könnt Ihr Beide ſeine Geſchäftstheilhaber werden!“ Wer wird aber Dein Lebensgefährte werden? dachte Pierre und verſetzte dann laut mit einem tiefen Seufzer:„Ich danke Euch, Roſette, für dieſen Troſt!“ (Fortſetzung folgt.) Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung. Da die Verſammlung des Heſſ. Hauptvereins der G.⸗A.⸗Stiftung zu Alzei ſchon am 26. d. Mts. abgehalten wird, wovon wir erſt vor Kurzem benachrichtigt worden ſind, ſo iſt es nicht möglich geweſen, einen ſchicklichen Tag für eine Verſammlung des Wetterauer Zweigvereins zu Altenſtadt jetzt noch herauszufinden. Weil es ſich aber um die Berathung ſehr wichtiger Gegenſtände, über welche ſich der Wetterauer Zweigverein ſeiner Stimmen nicht wird enthalten wollen, handelt, ſo wird hiermit die Jahresver— ſammlung deſſelben auf Donnerſtag den 20. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, in der Burgkirche zu Friedberg anberaumt und laden die Unterzeichneten alle hieſigen und auswärtigen Mitglieder zur Theilnahme ganz ergebenſt und auf's Dringendſte ein. Die Tagesordnung iſt folgende: g 1) das Verhältniß der G.⸗A.⸗Stiftung zur innern Miſſion, 2) die Anſtellung von Reiſepredigern, 3) Neuwahl des Vorſtandes und des Abgeordneten zu den Verſammlungen des Hauptvereins. Friedberg den 13. Juni 1850. Dr. Sell. Dr. Matthias. Bekanntmachungen von Be⸗ Bekanntmachung. (876) Dienſtag den 18. Juni, Morgens 9 1) 9 Stecken Prügelholz, geſchãlt 2) 25 Hundert Wellen Reiſerholz, eichen, hoͤrden. N ονιν Z ü m Aud e eien (871) 1800 bis 2000 Gulden liegen gegen doppelte Sicherheit in der Kaſſe des Auguſtiner⸗ Schulfond dahier zum Ausleihen bereit. Friedberg am 5 Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofrait he Verkauf. (893) Wegen Erbvertheilung ſoll Dienſtag den 25. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, die in der Hauptſtraße dahier gelegene, zu jedem Geſchäftsbetrieb geeignete Hofraithe des verſtor— benen Kaufmanns Johann Heinr. Fritz, beſtehend aus Wohnhaus mit geräumigem Hofe und Brun— nen, ſchönen Magazinen und Stallungen, einer Waſchküche, einer großen, maffiv von Stein gebauten Scheuer, nebſt angrenzendem Garten, ſowie 1 Viertel 27 Ruthen Garten in den Lieb- frauengärten, öffentlich meiſtbietend unter den bri der Verſteigerung bekannt gemacht werden- den Bedingungen auf hieſigem Rathhaus ver⸗ kauft werden. Friedberg den 10. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Uhr, werden im hieſigen Gemeindewald, Diſtrict Mehrholz, folgende Holzgattungen meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert: 3000 Stück eichen Schälholzwellen, 40 T Gerüſthölzer, 1500„ Baumſtützen, 500„ Baumpfahle, Dabei wird noch bemerkt, daß die Gerüſthölzer, Baumſtützen, Baumpfähle ſich benutzen laſſen zu Leiterbäumen, überhaupt zu Werkholz. Die Steigerer, welche bei der Verſteigerung am 15. Mai Stämme im Mehrholz geſteigert haben werden dann erinnert, daß ſolche bis zum 15. Juni aus dem Wald ſein müſſen, widrigenfalls ſie in die Forſtſtrafe kommen. Die Fahrzeit in der Oberhard währt ebenfalls nur noch bis zum 15. Juni, bei Nichtbefolgung kommen die Säumigen ebenfalls in die Forſtſtrafe. Pfaffenwiesbach den 5. Juni 1850. Der Bürgermeiſter Ru p p. Bekanntmachung, Holzverſteigerung im Domanialwald Frauenwald, Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betr. (899) Montag den 17. d. Mts., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in dem oben gedachten, nächſt Niedermörlen gelegenen Walddiſtricte, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, ungefähr alles eichen. 3) einige Wagen voll Schlagabraumholz, 4) 1½ Hundert Stangen zu Baumſtützen. Oberrosbach den 8. Juni 1850. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (909) Donnerſtag den 27. Juni l. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe Steinhauerarbeiten zur Erbauung des Viaducts über das Roſenthal bei Friedberg im Betrage von 13069 fl. 57 fr. an die Wenigſt⸗ bietenden in zwei Looſen öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 10. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſtei gerung. (910) Donnerſtag den 20. l. Mts., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Heu⸗ und Grummeterndte von den ſtädtiſchen Wieſen meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 13. Juni 1850. Der Geh Heſſ. Bürgermeiſter en der. rr n roch J erte Scher. 8 wahrend was das ihn, Weil che Gaben, die trefflich amen ſtim⸗ eien weit g 8 kennt Ihr t werden? nem tiefen Troſt!l. lichen Tag vereins zu ch aber um welche ſich nicht wird Jadresver⸗ d. Mts., kirche zu ichnetrn alle abme ganz ztsordnung ern Miſſion, cten zu den atthias. — 183— Braun kohlen verkauf. 8 Die unterzeichneten Bergverwaltungen bringen hiermit zur Kenntniß, daß von heute ab der Braunkohlenverkauf unter nachfolgenden Bedingungen attfindet: 1) Auf dem Dorheimer Bergwerke werden a) die Klötze von Reihen und Haufen den Centner zu 14 Stück zu 12 kr., 5) die Klötze aus Schoppen zu 13„ c) Holzkohlen, der gemeſſene Centner zu 14% 2) Auf dem Bauernheimer Bergwerk. a) die Klötze von Reihen und Haufen den Centner zu 14 Stück zu 12 kr., b) die Holzkohlen, der gemeſſene Centner zu 14 kr. 3) Auf dem Dornaſſenheimer Bergwerk a) die Klötze von Reihen und Haufen den Centner zu 14 Stück, gegen Baar zahlung zu 10 kr., gegen Bürgſcheine zu 11 kr. b) die Holzkohlen, den gemeſſenen Centner zu 14 kr. abgegeben. Bis auf weitere Beſtimmung wird auf den ſämmtlichen vorgenannten Werken gleichmäßig gegen ordnungsmaͤßige Bürgſcheine, welche auf nur einen Empfänger und den Betrag von mindeſtens 25 Centner ausgeſtellt ſein müſſen, Zahlungsfriſt bis zum 31. Dezember d. J. geſtattet. Ebenſo wird auf ſämmtlichen Werken von jetzt ab von Niemanden mehr ein neuer Bürgſchein angenommen bevor nicht die Bezahlung etwa früher eingelegter Bürgſcheine durch Quittung nachgewieſen worden iſt. 0 Friedberg am 7. Juni 1850. Gr. Heſſ. Dorheimer Bergverwaltung Gräfl. S.⸗R. Bauernheimer Bergverwaltung Gewerkſchaftliche Dornaſſenheimer Bergverwaltung A. Storch, Berginſpector. L. f Storch, Aceceſſiſt. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Bekanntmachung. (8971) Die Braunkoblenkäufer der Umgegend werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß auf hieſigem Werk, um mehrfachem Wunſch zu entſprechen eine Parthie kleinere Klötze geformt werden, davon 20 Stück auf den Centner gerechnet genau 14 Stück der gewöhnlichen Form entſprechen. Der Preis für dieſe kleineren Klötze iſt feſtgeſetzt. jedenfalls von den Reihen abgefahren werden. bei Baarzahlung auf 11 kr., gegen Bürgſcheine auf 12 kr. Die Beſtellungen müſſen aber längſtens bis zum 6. Juli ſchriftlich aufgegeben werden und müſſen ganz feſt ſein; auch müſſen die Klötze Sollte ſtatt der Würfelform eine längliche Form gewünſcht werden, ſo bittet man das angeben zu wollen. Im Uebrigen bezieht man ſich auf die Beſtimmungen der unterm 7. dieſes gemeinſchaftlich mit den Brannkohlenwerken zu Dorheim und Bauernheim erlaſſenen Bekanntmachung. Die Verwaltung der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim am 8. Juni 1850. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Bekanntmachung. (911) Montag den 17. l. Mts., Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern von 373 tannenen Pfählen, von 8 Fuß Länge und circa 3 Zoll im Durchmeſſer, an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg am 12. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben den Bekanntmachung. (912) Die auf Freitag den 5. Juli d. J. angekündigte Verſteigerung der bei Obereſchbach gelegenen ſ. g. Hüttenmühle findet nicht ſtatt. Großkarben am 10. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jagen Bekanntmachung. (913) Donnerſtag den 20. d. Mts. ſoll auf hieſigem Rathhaus ein gepfändeter zweiſpänniger Wagen an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden, welches hiermit be⸗ kannt macht Friedberg den 11. Juni 1850. In Auftrog Großb. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Cher. Hecht. Gras- Verſteigerung. (9100 Freitag den 21. und Samſtag den 22. Juni d. J., jedesmal des Vormittags um 9 Uhr anfangend, wird das Gras von 183 Morgen der Gemeinde Reichelsheim zugehörigen Wieſen, theils gegen gleich baare Zahlung, theils gegen Einreichung genügender Bürgſcheine zahlbar auf Martini d. J., ſowie theils ein⸗ ſchürig und theils zweiſchürig, im Rathhauſe daſelbſt verſteigert. Das Gras auf den Diſtrieten Nachtwaide und Ortenberg kommt von 123 Morgen am erſten Tag und das auf den Diſtricten Kuhwaid und ſonſtigen einzelnen Wieſenparzellen, von 60 Morgen, am zweiten Tag zur Verſteigerung und es wird mit dem Diſtrict Nachtwaide der Anfang gemacht. Reichelsheim den 11. Juni 1850. Schmidt, Bürgermeiſter. Gras ⸗Verſteigerung. (915) Dienſtag den 18. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus das Gras von circa 100 Morgen Gemeindewieſen, zu Heu und Grummet, in mehreren einzelnen Abtheilungen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Nieder wöllſtadt den 12. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt. Heugras⸗Verſteigerung. (916) Freitag den 21. d. Mts., Morgens 10 Uhr anfangend, ſoll das der Gemeinde Flor⸗ ſtadt gehörende diesjährige Gras zu Heu von circa 200 Morgen, in der Behauſung des Ge⸗ meinde⸗Einnehmers dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Florſtadt den 12. Juni 1850, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Gras ⸗Verſteigerung. (917) Freitag den 21. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Heugras auf den hieſigen Gemeindewieſen in mehreren Abtheilungen und Looſen, im Geſammtgehalte von circa 200 Morgen, öffentlich zur Verſtei⸗ gerung gebracht werden. Man erſucht die Herren Bürgermeiſter im Intereſſe ihrer Ortsange⸗ hörigen dieſes bekannt machen zu laſſen. Utphe am 10. Juni 1850. Der Molt, Heſſ. Bürgermeiſter 6 ch e r. Gras ⸗Verſteigerung. (918) Samſtag den 22. d. Mts., des Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll das Heugras von den hie⸗ ſigen Gemeindewieſen, in Abtheilungen, auf hie⸗ ſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 12. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ho leer. Gras⸗Verſteigerung. (919) Donnerſtag den 20. d. Mts., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Rodheim zuſtehende Heu⸗ und Grummetgras von circa 56 Morgen Wieſen, in einzelnen Abtheilungen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Rodheim den 11. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Gras ⸗Verſteigerung. (920) Montag den 17. Juni l. J., Mor- gens 10 Uhr, ſoll auf hieſiger Rathſtube das diesjährige Heugras von 6 Morgen Gemeinde- Wieſen verſteigert werden. Niederrosbach den 11. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Gras ⸗Verſteigerung. (921) Montag den 17. Juni l. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll das Heugras von den hieſigen Gemeindewieſen auf dem Rathhaus dahier, in mehreren Abtheilungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 11. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Arbeits„Verſteigerung. (922) Samſtag den 22. d. Mts., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die bei dem Umbau einer Brücke in der Gemarkung Rodheim erforder⸗ lichen Arbeiten, nämlich: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 154 fl. 25 kr., Zimmerarbeit, 5„ 27„ 14„ Schloſſerarbeit, 1. 30„ ſowie die Anlieferung von 32 Bütten Kalk, öffentlich an die Wenigſtnehmenden auf dem Gemeindehaus zu Rodheim in Accord gegeben werden. Rodheim am 11. Juni 1850. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter N Arbeits- Verſteigerung. (923) ODienſtag den 18. Juni d. J., Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſollen nachſtehende Arbeiten, als: a) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 18 fl. 38 305 b) Weißbinderarbeit, 1„ 4„ 16„ c) Schmiedearbeit,„„ 2% 6 in der Behauſung des Gaſtwirths Höres wenigſt⸗ nehmend vergeben werden. Bauernheim den 8. Juni 1850. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Gras⸗Verſteigerung. (92“1) Mittwoch den 19. Juni d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das Heugras von den Gemeinde⸗Wieſen bei Gaſtwirth Solz öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Bauernheim den 12. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walt he e. Grasverſteigerung. (925) Mittwoch den 19. Juni l. J, Nach“ mittags 2 Uhr, ſoll das der Gemeinde Oſſen⸗ heim gehörige Heugras in Abtheilungen bei Gaſt⸗ wirth Heil meiſtbietend verſteigert werden. Oſſenheim den 12. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko pp. d ννινινν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Gras- Verſtei gerung. (926) Montag den 24. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, läßt Unterzeichnete das Heu- und Grummetgras von ihrer Wieſe in der Ockſtädter Gemarkung, in 24 Abtheilungen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigern. Friedberg. Ph. Philippi's Wittwe. Einladung. (886) Sonntag den 16. und Montag den 17. dieſes Monats findet auf meinem nahe bei der Stadt gelegenen Schießplatz das Haupt⸗ ſchießen ſtatt, wozu ich alle Freunde des ge⸗ ſelligen Vergnügens hiermit höflichſt einlade. Für gute Speiſen und Getränke ſowohl, wie für gute Harmonie- und Tanzmuſik wird beſtens ſorgen. Butz bach den 1. Juni 1850. Johannes Sauerbier III. Zu Verkaufen. (9277) Unterzeichneter verkauft Kartoffeln in einzelnen Meſten. i 5 Friedberg. Friedrich Müller, in der Uſergaſſe. An zugeht ge. (928) In der ÜUhl'ſchen Bierbrauerei neben der neuen Brücke in Nidda wird die Maas Bierhefe zu 24 Kreuzer abgegeben. Ein Schwytzer Faſelochs, (929) 1½½ Jahr alt mit weißem Schlund und einem weißen Streifen über den Rücken, ſteht zum Verkaufe bei Johannes Lung in Wohnbach. — 186— (707) Die weit und breit rühmlichſt bekannten und bewährten Aechten Ohren ⸗ Magnete cà Paar mit Gebrauchs-⸗Anweiſung in eleganten Carton verpackt 1 Thlr. Pr. Cour.), welche ein vorzüglich ſchnelles Heilmittel gegen Kopfleiden aller Art, rheumatiſche Zahn⸗ ſchmerzen, Ohrenreißen und Harthörigkeit ſind, ſowie Goldberger's thermo-electrische Fingerringe f in allen Größen, (à Stück mit Gebrauchs⸗Anweiſung erſter Qualité 1 Thlr. Pr. Cour. zweiter Qualité 20 Sgr. Pr. 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(865) Dem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß in meinem Büreau nachbemerkte Geſchäfte auf das pünktlichſte und unter den billigſten Bedingungen beſorgt werden: 1) Aufſtellung von Gemeinde- und Vormundſchafts-Rechnungen, Voranſchlägen ꝛc., 29 e von Inventarien und Theilungen, Ausfertigung von Theilungs— urkunden, 3) Errichtung von Teſtamenten, Codizillen, Uebergabs- und anderen Verträgen, Gutsleihen ꝛc. ꝛc., l 4) Abfaſſung von Schriften, humoriſtiſchen und auch anderen Inhalts, Briefen, Annoncen ꝛc. ꝛc., 5) Abſchließung von Schifffahrtsverträgen mit Auswanderern nach Amerika, 6) Uebernahme von Forderungen gegen billigen Nachlaß und Ein- und Aus⸗ klagen derſelben, und 7 ee von Kapitalien gegen Inſatz-Hypothecken, Wechſel und Fauſt⸗ pfänder, und bitte um geneigten Zuſpruch. Auch empfehle ich mich zur Beſorgung von Rechtsgeſchäften und ſonſtiger bürgerlichen Angelegenheiten und bemerke, daß jede einfache Conferenz oder Be⸗ rathung nur 10 kr. koſtet. Niederwöllſtadt den 29. Mai 1850. G. Emmerich. Franhfurl-Mluinꝭ und Binger Lofulfuhiri. Täglicher Dienſt des Dampfboots Delphin II. fur Perſonen und Güter: Von Frankfurt nach Mainz und Bingen direct 2% Uhr Mittags „ Mainz nach Bingen 5%„ 0 „Bingen nach Mainz und Frankfurt 5/%„ Morgens „ Mainz nach Frankfurt 1 1 ferner täglicher Dienſt des Dampfbootes Delphin J. zwiſchen Mainz und Mannheim⸗Ludwigshafen. Von Mainz nach Mannheim 5½ Uhr Morgens „ Mannheim⸗Ludwigshafen nach Mainz 4 Mittags in Verbindung mit der Badiſchen und Pfälziſchen Eiſenbahn. Die Unterzeichneten erlauben ſich hiermit einem verehrlichen Publikum von Friedberg und Umgegend obige Unternehmung zur Benutzung für Perſonen und Gütertransport zu empfehlen. Die Beförderung der Güter geſchieht täglich auf das prompteſte, ſowohl nach obengenannten Plätzen direct, als auch nach ſaͤmmt⸗ lichen Rheinhäfen durch Vermittelung der Rheiniſchen Geſellſchaften; namentlich machen wir noch auf unſere directen Uebernahmen über Bingen nach der Nahe⸗ 10 t, daß in ter den chlagen ꝛc., Theilungs⸗ ertragen, „Briefen, Amerika, und Aus⸗ und Fauſt⸗ d ſonſtiger oder Be⸗ ich. 3 10¹⁰⁰ — 187— gegend und über Ludwigshafen nach der Bayriſchen Pfalz aufmerkſam, worüber Näheres auf unſeren Tarifen zu erſehen iſt.(879) Frankfurt a. M. den 27. März 1850. Gebr. Ohlenſchlager. Für Auswanderer nach Amerika!! (809) hält der Unterzeichnete die regelmäßige Poſtſchifffahrt von Anliberpen nach Neo- Tore unter bedeutend herabgeſetzten Preiſen mit beſtimmter Abfahrt am 1. und 15. eines jeden Monats beſtens empfohlen. Friedberg. Wilhelm Fertſch, i Hauptagentur von Strecſter, Klein& Stoch in Antwerpen. * Steinkohlen, beſte Qualikaͤf, Dy (827) werden ſtets nach dem preußiſchen Schöffelmalter und zu den Frankfurter Verkaufspreiſen abgegeben bei 1 K Friedberg. Darid Grödel Söhne, neben Herrn Metzger Windecker. Hagelſchuͤden⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft in Erfurt, beſtätigt durch Allerhöchſte Cabinets- Ordre, d. d. Berlin den 14. Februar 1845. (930) Dieſe gegenwärtig aus 7100 Mitgliedern und mit einer Ver⸗ ſicherungsſumme von Neun Millionen Thalern beſtehende, auf Gegen⸗ ſeitigkeit und Oeffentlichkeit gegründete, von Seiten des Stagtes durch einen Deputirten der Regierung beaufſichtigte Anſtalt hat ſich ſeit ihres Beſtehens ſtets der lebhafteſten Theilnahme zu erfreuen gehabt. ö i Die raſche Zunahme der Geſellſchaft iſt das ſicherſte Zeichen fur die allgemeine Anerkennung der von ihr befolgten Grundſätze. Im Jahre 1849 vermehrte ſie ſich wieder um Eintauſend neunhundert Mitglieder und Einer Million zweihundert viertauſend Thaler Verſicherungs⸗ ſumme. In den fünf Jahren ihres Beſtehens ſind bei ihr Ein und dreißig Millionen Thaler verſichert geweſen, und in dieſer Zeit über Zweihun— dertſiebenzigtauſend Thaler für Hagelſchäden durch ſie verguͤtet worden. Die Nothwendigkeit, ſeine Erzeugniſſe gegen die durch keine menſchliche Kraft und Vorſicht abzuwehrenden Folgen des Hagelſchlags zu ſichern, wird von allen rationellen Landwirthen täglich mehr erkannt; je größer aber und je gleichmäßiger die Theilnahme in allen Theilen des Wirkungskreiſes der Geſell— ſchaft wird, deſto gleichmäßiger und billiger werden ſich die Beiträge ſtellen. Nach der Auflöſung der Kurheſſ. Hagelſchäden⸗Verſicherungs-Geſellſchaft haben wir den Direktor derſelben, Herrn Carl Weis, zu unſerem General— Agenten für das Kurfürſtenthum Heſſen, Großherzogthum Darmſtadt ic. ernannt und ihm die ausgedehnteſte Vollmacht ertheilt, in unſerem Namen Ver— ſicherungen entgegen zu nehmen, resp. abzuſchließen, bei welchen auch das Geſellſchafts⸗-Statut, Verſicherungs-Anträge, ſowie Proſpecte zu erhalten ſind. Zur größeren Bequemlichkeit der Theilnahmeſuchenden werden in den verſchiedenen Diſtrikten noch Special-Agenten ernannt, welche in der Kürze noch zur offentlichen Kenntniß gebracht werden ſollen. Erfurt im April 1850. 5 Das Directorium der Hagelſchäden-Verſicherungs-Geſellſchaft daſelbſt. Steuber. Schmalfuß. Herr Carl Heidt in Friedberg vertritt nunmehr obige Geſellſchaft als Spezial⸗Agent, was ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringe. Im Beſitz der erforderlichen Satuten, Proſpecte ꝛc. ꝛc. wird derſelbe auf Anfragen gern gewünſchte Auskunft ertheilen und Verſicherungs-Anträge ent— gegennehmen. 5 Caſſel am 9. April 1850. Carl Weis. Verlorenes. (9310 Freitag den 7. Juni iſt zwiſchen 12 und 3 Uhr ein Uhrkettchen von braunem Haar mit goldenem Häckchen, vermuthlich am Bahn⸗ hof, verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, daſſelbe gegen den vollen Geldwerth bei der Exped. d. Blits. abzugeben. Eine halbe Scheuer (932) iſt zu vermiethen. Die Expedition d. Blts. ſagt wo. Zum Verkaufen. (933) Unterzeichneter will wegen Auswande⸗ rung nach Amerika ſeine Hofraithe, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus an der Haupt⸗ ſtraße gelegen und zum Betriebe jeden Geſchäfts geeignet, einer Scheuer, Stallung und einer Schmiedewerkſtätte mit ſämmtlichem Geſchirr, feruer 3 Morgen Ackerland, ein Pferd, ein neuer einſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen, ein Pflug, eine Egge ꝛc. aus der Hand verkaufen. Altenſtadt den 11. Juni 1850. H. Her mann, Hufſchmied. Zum Verkaufen. (934) Eine Parthie Gerſte und 8 bis 10 Fuder Roggenſtroh, im Einzeln wie im Ganzen, hat zu verkaufen Friedberg den 12. Juni 1850. N. Schleunings Wittwe. Verlorenes. (935) Am 11. d. M. iſt auf dem Weg von Nauheim nach Friedberg ein elegantes Taſchen- meſſer mit Perlenmutter belegtem Stiel ver⸗ loren gegangen. Der redliche Finder wird er⸗ ſucht, es gegen eine Belohnung an die Expe⸗ dition dieſes Blattes abzuliefern. i Caſinoparthie. (936) Den Mitgliedern der Caſinogeſellſchaft zur Nachricht, daß Mittwoch den 19. Juni eine Caſinoparthie nach dem Okarber Sauerbrunnen ſtattfindet. Die Vorſteher. Muſikalien (937) habe ich ein Comiſionslager von Herrn J. Andre erhalten, und ſind mit demſelben Rabatt wie bey Herrn Andre, bey mir zu em⸗ pfangen. Friedberg Louis Weis, den Apotheken gegenüber. (938) Schönes ſtarkes Handpoſtpapier a Ries fl 1. 45 kr bei FIrdg Louis Weis. (939) Auf L. Wundramiſch Kräuter in Schach- teln a 54 kruu a 27 kr nehme ich Aufträge an. Ueber deſſe Heilkraft liegen verſchiedene Ateſte, theilweiſe gerichtlich beglaubigt, ſo wie auch von mebrere Friedberger frühere Pazienten bey mir offen. Louis Weis Nauheimer Teichhaus. (90) Sonntag den 16. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu ergebenſt einladet Henkel. Anfrage. (911) Kann Jemand, der wegen Schriftver— letzung in Unterſuchung geſtanden, nach Darm— ſtädter Geſetzen als Bürgermeiſter gewählt wer— den und rechtsgültig das Dienſtſiegel führen?? O 3293 3 188 Monkag den 17. Juni Großes Concert im Simon'ſchen Garten, (942) ausgeführt von dem Muſikcorps der Offenbacher Bürgergarde. Anfang 3 Uhr. N.B. Die Kegelbahn iſt an dieſem Tage geſchloſſen. Gebrüder Simon. Selſerbrunnen bei Okarben. (817) Sonntag den 16. d. M., von Nachmittags 2 Uhr an, iſt in den hieſigen Brunnen ⸗Aulagen wieder Harmonie- und Tanzmuſik, ausgeführt durch das vortreffliche Muſik⸗Corps des Koͤnigl. Preuß. 31. Infanterie Regiments— anzutreffen und lade ich alle Freunde des geſelligen und ländlichen Vergnügens hiermit höflich ein, mich mit ihrem Zuſpruch gütigſt zu beehren. Für gut ge⸗ haltene reine Weine, ächtes baieriſches Bier in Flaſchen, ſowie fuͤr gute und ſchmackhafte Speiſen, welch letztere nach der Karte ausgegeben werden, habe ich beſtens geſorgt, auch ſeit meinem Wirthſchaftsantritt nichts verſaͤumt, die An⸗ lagen möglichſt zu verſchönern. Selzerbrunnen bei Okarben den 11. Juni 1850. Carl Muffert. Großes Muſikfeſt im Oſſenheimer Wäldchen. (902) Sonntag den 16 Juni, Nachmittags 3 ½ Uhr anfangend, aufgeführt von der 40 Mann ſtarken Bürgergardemuſik aus Offenbach; ſie erſcheint in vollſtändiger Uniform. IJ. Abtheilung 1) Feſtmarſch von Engelhardt. 3) Andante mit Polonaiſe von Fery. 2) Oiüuverture aus Tell. 4) Geſchwind⸗Marſch von Fery. 5) Potpourri aus Martha. 6) Extra⸗Poſt⸗Gallopp von Labitzky. II. Abtheilung 7) Parade-Marſch. 8) Ouvertüre aus dem ehernen Pferd. 9) Sturm⸗Marſch⸗Gallopp, 10) Polonaiſe von Fery, 11) Geſchwindmarſch der 4 Heymonskinder, 12) Roſenknospen-Walzer. Folgt Tanzmuſik mit großem Orcheſter. Noch nie da geweſen. Aehle. Frankfurter Gold-Cours vom 13. Juni. „ „ Scheiben Schießen. (913) Sonntag den 23. d. M. beabſichtige ich ein Geldgaben⸗ Schießen abzuhalten, wozu ich Liebhaber mit Bürſchbüchſen und überhaupt fl. kr. Freunde des geſelligen Vergnügens mit dem 8d Bemerken einlade, daß ich vorzügliche Getränke 5 19 92 und Speiſen den mich Beehrenden zuſichere. Holländiſche 10 fl. Stücke 10— Erbſtadt den 12. Juni 1850. Rand⸗Ducaten 5 40 J. Mörſchel, 20 Frankſtücke 9 38 Gaſtwirth. Engliſche Souverains Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 3. Sonntag n. Trinit. den 16. Juni. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Stammler. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kröll. Fruchtpreiſe. W 12. Juni 24. Maiſ27. Apr. Gattung. Fried⸗. Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 4155 7 401 620 Korn„„ 775 445 5 301 4— Oerſte„„ 9 85— 1 320 Hafer„„ 3—1 31361 2024 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 21. Juni. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 5Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 24 2— 2 77 7. 41— 33 A 15 73712 Lth. Lth — Milchbrod 145% 16% —Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146& 18 leiſch-Preiſe. 8 J pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81 2181— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 2171— „ Kalbfleiſch 6— 5— „„„ gemäſtetes e es „ Schweinenfleiſch 9— 9— „Hammelfleiſch 8—1 8— „ Schaaflleiſch 6——— „Wurſt veblos Schweinen 12— 12— o Bratwurſt 14— 144— „ Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 121— 14— „ Dörrfleiſch 121— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 20— 118— „Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krau 5. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. n