igen . 9 5 2. Mai. derrichten; ch. tabtkürche: Isch Isch. Stad kkirch⸗ 2858— S rr 1 —— re D Butzbach dai. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen 5 im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. N 38. Mittwoch den 15. Mai 1830. Der Pfingſtfeiertage wegen erſcheint naͤchſten Mittwoch keine Nummer d. Blattes. Aufruf. Ein großes Unglück hat dieſe Nacht das benachbarte Wölfersheim heimgeſucht; nach von dort eingezogenen Mittheilungen ſind 15 Scheuern, 4 Wohnhäuſer, im Gan— zen circa 30 Gebäude ein Raub der Flammen geworden, wobei 6 Familien nichts als ihr nacktes Leben gerettet haben. Wiewohl in neueſter Zeit die Mildthätigkeit un— ſerer Wetterauer ſehr oft in ähnlicher Weiſe angeſprochen wurde, ſo giebt man ſich doch der Hoffnung hin, daß hier bei der großen Noth, welche die Unglücklichen betroffen, die Menſchenfreundlichkeit der Nachbarn ihre milde Hand aufthun und nach Kräften das Elend lindern helfen werde. Die Expedition des Intelligenzblattes in Friedberg iſt gerne bereit, die Gaben entgegen zu nehmen und ſpäter Rechenſchaft darüber abzulegen. Friedberg den 13. Mai 1850. Bender, Bürgermeiſter. Für Allendorf ging ferner ein: Von N. N.— 12 kr., für die Brandpredigt von Pfr. B. in S. Rettungshaus für Blinde in Friedberg. Im Monat April gingen zum Beſten obiger Anſtalt folgende Gaben ein und werden hiermit dankbar beſcheinigt. Ungenannt aus Schotten mit dem Mokto:„Spotte nicht bei deinen Wohlthaten 1 fl. Aus Münzenberg durch Maurermeiſter und Ge⸗ meinderath Metzger, Motto: 2 König 22, 4 und 5, 7 fl. 14 kr. Ihre Durchl. Fürſtin Mutter zu Solms⸗Ich 5 fl. 15 kr; Dr: Käſemann in Lich 1 fl. 30 kr.; Ungenannt 30 kr; durch Univerſitätsdiener Schwarz in Gießen 12 fl. 29 kr.; durch Hrn. Pfr. Briegleb in Lisberg 3 fl. 35 kr.; die Gemeinde Staufenberg 30 fl.; bei der Eröffnungsfeier 3 fl. 3 kx. durch Hrn. Pfrverw. Diefenbach zu Staufenberg 3 fl. 50 kr.; Ungenannt d. Cand. Anthes zu Erbach 40 fl.; d. Hrn. Cand. Schaffnit in Daxm⸗ ſtadt 1 fl.; aus dem Klingelbeutel in der Kirche zu Neuiſenburg 19 kr.; d. Hrn. Cand. Stock in Darmſtadt 18 kr; von Hrn. Cand. Engel fl.; durch Hen. Lehrer Rückert von deſſen Schüler und X. I fl. 39 ½ kr⸗; durch Hrn. Pfr. Buchbold zu Oſſenheim 7 fl. 30 kr.; Hrn Cand. Froh⸗ wein zu Kenhan in Weſtpreußen 1 fl. 45 kr 5 N. N. in Steinfurt 30 kr.; d. Hrn. Sp 5 kr.; J Falck 1 fl.; d. Wohlloöb. Redaction der Ober⸗ poſtamtszeitung 22 fl 15 kr; d. Hrn. Specht in Niederflörsheim 25 fl.; d. Hrn. Cloos in Nidda 3 fl. 51 kt.; am Schluſſe einer Kindtaufe 31 7 585 d. Hrn. Stadtrechner Roth in Ortenberg 14 fl. 38 kr.; Hrn. B. 1 63 Hrn, Direktor Lander aus Frankfurt 2 fl; N. N. 24 kr.; Ihre Hoch⸗ wohlgeb. Freifrau von Löw geb. von Diede 3 fl. Ibre Hochwohlged. Freifrau von Löw geb. von Schenk 3 fl; Fr. Schwarz in Reichelsheim 1 fl. 45 kr.; Frau Kirſchbaum aus Solingen 1 fl. 45 kr.— Summe 202 fl. 31 kr. GOiott ſegne alle edlen Geber und erwecke immer mehr Theilnahme, daß die junge Anſtalt gedeihe. Friedberg, Anfang Mai 1850. 5 05 fl. 17. 50 kr., im Ganzen bis jetzt fl. 38. 25 kr. Die Expedikion des Friedberger Intellgzbl.. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden ⸗Anſtalt. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalladung. (699) Gegen Ludwig Weber von Traishorloff iſt von Großh. Hofgerichte zu Gießen der Con. cursprozeß erkannt worden und es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu können glau⸗ ben, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin den 4. Juli, Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Hungen den 1. Mai 1850. Großh. Heſſ. Landgerlcht Hofmann. Brück. Edictalla dung. (700) Die Hofraithe der Georg Heinrich Müllers Wittwe zu Birklar /,, welche im Grundbuche auf den amen„Konrad Müller 1.7 eingetragen iſt, iſt zwangsweiſe verſteigert wor⸗ den. Da das Eigentzum der Georg Heinrich Müllers Wittwe an(derß ben urkundlich nicht nachgewieſen werden kang, ſo werden alle Die— jenigen, welche dingliche oder ſonſtige Anſprüche an die bezeichnete Hofraithe bilden können, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß binnen 4 Wochen, von heute an, dahier geltend zu machen, widrigen⸗ falls das Eigenthum als nachgewieſen angenom— men und der Kaufbrief beſtätigt werden wird. Hungen den 27. April 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Oeffentliche Aufforderung. 732 Schon im Jahr 1835 haben die Erben der Chriſtoph Möbs Wittwe in Niedermörlen, ebenſo haben die Erben des Peter Jacob Möbs J. daſelbſt im Jahre 1837 mehrere Grundſtücke verkauft, welche noch auf den Namen einer früheren Beſitzerin, der Peter Joſeph Bull— manns Wiitwe eingetragen und in der Ge— l von Langenhain gelegen find, als:. 1599/33, 1606/37, 1606/35 und 1609/77 zuſammen 208 ¼ U◻UKlafter Wieſen in den Königs⸗ wieſen. Eine urkundliche Nachweiſung mangelt, der Erwerb durch Erbgang iſt aber wahrſcheinlich gemacht. Etwaige Anſprüche an diefe Grund— ſtücke ſind daher binnen einer zerſtörlichen Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte ſogewiß zu begründen als ſonſt die Kaufbriefe ohne Vorbehalt beſtätigt werden und die Be— theiligten die etwaigen Nachtheile fich ſelbſt zu⸗ zuſchreiben haben. i Butzbach den 18. April 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Edietälffadung. 7383) In der Gemarkung Gambach ſollen nachfolgende Grundrenten und Gefälle: a) die den Freiherrn von Bellersheim, genannt Stürzelsheim, wegen„ des ſ. g. Junker⸗ zehnten zuſtehenden Anſprüche um die ver⸗ einbarte Ablöſungsſumme von 4500 fl., b) die dem verſtorbenen Karl Fried⸗ rich Lißberger jetzt deſſen Tochter Louiſe verehelichte Holzapfel in Altenſtadt wegen ½a dieſes Zehn⸗ tens zukommende Grundrente von 57 fl. 53¼ kr. um die vereinbarte Ablöſungsſumme von 1042 fl. in Gemäßheit des Geſetzes vom 27. Juni 1836, die Ablöſung der Grundrenten betreffend, abge⸗ löſt werden. Etwaige Anſprüche an dieſe Grund- renten und Gefälle ſind deßhalb binnen einer zerſtörlichen Friſt von ſechs Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden und. zu begründen, als ſonſt die Auszahlung der Ab⸗ löſungs⸗Kapitalien ad a) an den Kammerherrn und Hauptmann Friedrich Freiherr von Bellersheim in Darmſtadt und an Dr Maxmilian Freiherr von Bellersheim zu Frank⸗ furt a. M., ad b) an die Ehefrau des Heinrich Holzapfel, Louiſe, geb Lißberger in Altenſtadt, egen Ausſtellung der Ablöſungs⸗Urkunden ge⸗ attet werden wird. Buß bach den 27. März 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Bekanntmachung. (731) Dem Johann Konrad Roth von Mel⸗ dach iſt aus zureichenden, gerichtlich gebilligten Gründen die ſelbſtſtändige Verwaltung ſeines Vermögens entzogen und ihm die Ortsbürger Ernſt Heun I. und Philipp Hahn IV. aus Melbach als Vormünder beigegeben worden, ohne deren Zuſtimmung Rechtsgeſchäfte mit jenem nicht abgeſchloſſen werden können.— Zu⸗ leich werden Alle, welche Forderungen an ge— dachten Johann Konrad Roth haben, aufgefordert, ſolche im Termin 8 Donnerſtag den 30. Mai, Vormittags 8 Uhr, — 152— zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls ſie nicht berückſichtigt werden können. Friedberg am 27. April 1850.. Großh. Heſſ. Landgericht Hof mann. Oeffentliche Aufforderung. (785) Nach dem Ableben des Kaspar Lud⸗ wig und der Eliſabetha Höchſt, ſeiner hinterlaſ⸗ ſenen Wittwe von Kleinrechtenbach, haben die Kinder derſelben den Nachlaß nur unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Zur Feſtſtellung dieſes Nachlaſſes werden nun Alle, welche Anſprüche an denſelben zu machen haben, hierdurch aufgefordert, ſolche in dem auf Mittwoch den 29 Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier beſtummten Termin ſo gewiß zu liquidiren, als die etwa ausbleibenden Gäuviger die ihnen aus der mit dem Ablauf des Termins event. erfolgenden Dispoſition über die Maſſe zum Vortheil der angemeldeten Forderungen erwachſenden Nachtheile ſich ſelbſt beizumeſſen haben. Atzbach den 30. April 1850. Königlich Pr. Gerichts ⸗Com miſſion Dieſter weg. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (736) Mittwoch den 22. dieſes Monats, Vormittags 10 Ubr, wird in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum dahier, der Reſt der fis⸗ kaliſchen Früchte des hieſigen Rentamts von 1849, beſtehend in ungefähr 8 Malter Waizen, 140 Malter Korn, 40 Malter Gerſte und/ Mal⸗ ter Hafer, von dem hieſigen Speicher, öffentlich verſteigert. Friedberg den 3. Mai 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beuu ß. 200 Gulden (737) liegen in dem hieſigen Kirchenkaſten zum Ausleihen bereit Wickſtadt den 10. Mai 1850. Veitb, Kirchenrechner. Holz⸗Verſteigerung. (738) Donnerſtag, den 16. d. Mts., Vor⸗ mittags 8 Uhr anfangend, werden in den Diſtric⸗ ten Straßheimer Wald, unter der Straße, Haide und hinten an den Kreuztannen 25 ½ Stecken Nadelprügelholz, 2287 ½ Stück Nadel- und 4443%„ Eichen- und Birkenwellen, 213„ Hopfenſtangen und 428 Kubikfuß Kiefernwerk. und Nadel⸗ Bauholz an den Meiſtbietenden verſteigert. Die Verſteigerung beginnt bei günſtiger Wit⸗ terung in den Straßheimer Hecken; bei Regen⸗ wetter wird ſie auf dem Straßheimer Forſthauſe abgehalten. Ockſtadt am 8. Mai 1850. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt An ge rer. Verſteig erung.. (739) Freitag den 31. d. Mis, Vormittags 11 Uhr, ſoll in Wölfersheim im herrſchaftlichen Hof eine geräumige, mit Ziegeln bedeckte Scheuer auf den Abbruch öffentlich verſteigert werden. Hungen den 11. Mai 1850. Der zürſtliche Rentamtmann Kießling. Immobiliar⸗Verſteigerung. (740) Donnerſtag den 16. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Emmrich Rauch'ſchen Immobilien, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen benebſt einem an der Uſa liegenden Garten, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. ö Friedberg am 13. Mai 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Bahn. 420 Vom 10. Mai 1850 anfangend finden die Eiſenbahnfahrten auf der Strecke zwiſchen Friedberg und Frankfurt bis auf weitere Beſtimmung in nachſtehender Weiſe Statt. Von Friedberg nach Frankfurt a. M. Von Frankfurt a. M. nach Friedberg. 4 Vormittags[Nachmittags 5 Vormittags[Nachmittags Stationen I. II.[V. VII. Stationen II.[IV. VI. vn!. 5 1. N. u. Mu. Nu. N. 1. N. u N. u. N. u. N. Friedberg Abgang 5 35 8.68 1 30 7 30 Frankfurt a. M. Abgang 6 40 10 363— 648 Niederwöllſtadt„ 5 48] 9 8143/7 43 Bockenheim 0 64710 430376 55 Großkarben 3 5 57 9 17 152 7 52 Bonames 1 7— 10 56 320078 Dortelweil 5 6 3 9 236158 758 Vilbel 5 71011 63 30 718 Vilbel 10 613] 9330 2 868 8 Dortelweil 8 717110130 3 377 25 Bonames 3 6 23] 943 2 188 8 180Großkarben 3 72311019 343731 Bockenheim 5 6 35 9/55 2 30] 8 30 Niederwöllſtadt„ 7 34110 3003 54/7 42 Frankfurt a. M. Ankunft 6 4010— 235 8 350Friedberg Ankunft 7 45114145 753 Die Groſth. Heſſ. Eiſenbahn⸗Bau⸗Direktion zu Gieſſen. Sichndelkg, und und Nadel⸗ niger Wil 1 dei Regen, ner dorſthauſe des Rentamt ö 9. „Vommitlags zerrſchaftlichen deckte Scheuer rt werden. entamtmann ing. trung. t,, Morgens Rathbauſe die beßehend in denebſt einem tiſtdicuend der⸗ 5 rag gerichte Bürgermeiſter . —— pochen Statt. —— mittags Holz ⸗Verſteigerung. (141) Mittwoch den 22. Mai d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, werden in dem Wehrheimer Ge⸗ meindewald, Diſtriet Schlinck: 245 kiefern Stämme, zu 2390 Cubkif., ½ Klafter eichen Scheit⸗ und 19%„„ kiefern Holz, 1950 Stück kiefern und 50 eichen Wellen, 17% Klafter kiefern Stockholz, und 320 kiefern Gerüſtholzer, oͤffentlich verſteigert. Donnerſtag den 23. Mai Morgens 9 Uhr, werden in dem Diſtrict Helberg, 1ter Theil: 40 erlen Stämme, zu 544 Cubikf, 18 Klafter birken⸗, 12„ erlen, und 3„ kiefern Holz, 9650 Stück gemiſchte und 350„ kiefern Wellen, und 60 erlen Gerüſthölzer, offentlich verſteigert. Wehrheim den 7. Mai 1850. Der Bürgermeiſter Jäger. Bekanntmachung. (742) Die am 2., 3. und 4. Mai dahier ſtattgehabte Holzverſteigerung iſt genehmigt. Wehrheim den 7 Mai 1856. Der Bürgermeiſter Jäger. rr Privat- Bekanntmachungen. Verkauf einer Ziegelei. (729) Der Unterzeichnete iſt geſonnen krank beitshalber ſeine im Jahre 1845 neu erbaute Ziegelei Donnerſtag den 23. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, öffentlich an den Meiſtbietenden zu vorſteigern. Dieſe beſteht aus einem Trockenbau mit voll⸗ ſtändiger Einrichtung, vorläufig mit circa 8000 Ziegelbrettern, worunter ſich der Ofen mit zwei Schürlöchern befindet, in welchen außer Kalk 12000 Backſteine und Ziegel eingeſetzt werden können. In dieſem Bau befindet ſich eine kleine Wohnung und neben demſelben ein im vorigen Jahre erſt neu erbauter Stall. Vor der Zie⸗ gelei iſt ein Brunnen mit gutem Waſſer und die Ziegelerde kann auf der etwa 1 Morgen haltenden Umgebung, welche leicht vergrößert werden kann, noch lange Zeit gegraben werden. Die Ziegelei iſt gelegen bei Wölfersheim in der Wetterau, circa 2½ Stunden von Fried⸗ berg und ebenſoweit von Nidda und Hungen an der dahin führenden Staatsſtraße und in der Nähe vieler bevölkerten Orte, ſo das ein guter Abſatz der Waare außer Zweifel liegt. Gerade gegenüber, kaum eine Viertelſtunde entfernt, iſt ein Braunkohlenwerk und daher das Brennma⸗ terial ganz leicht zu beziehen. Kaufluſtige werden mit dem Bemerken ein⸗ geladen, daß die Verſteigerung in der Ziegelei ſtattfindet und daß die Kaufbedingungen vor der Verſteigerung zu jeder Zeit bei mir eingeſehen werden können. Vermögensnachweis iſt mit Bedingung. Ziegelei bei Wölfersheim den 6. Mai 1850. Georg Conrad Stüber, Ziegler. Annonce. (713) Die während der Saiſon jeden Sonn⸗ tag in hieſigem Kurſaale ſtattfindende Harmonie⸗ und Tanzmufik nimmt den 2. Pfingſttag ihren Anfang, wozu ergebenſt einladet Bad Salzhauſen den 8. Mai 1830. H. W. Seum's Ww. — 153— e Geſchäfts⸗ Eröffnung. (7440 Ich mache hiermit einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen mein Geſchäft im An⸗ und Verkauf, ſowie Vermiethung aller Arten Möbel, eröffnet habe. Billige Preiſe und freundliche Bedienung laſſen mich mit Zuverſicht hoffen, einen recht zahlreichen Zuſpruch zu erlangen. Auch mache ich mich verbindlich, alle von mir erkaufte Möbeln frei nach Friedberg zu liefern. Frankfurt a. M. im März 1850. Georg Straus, Große Bockenheimergaſſe. Geſchäftslocal: Eck der Kalbächergaſſe Nr. 21—22. Wohnung: Kleine Bockenheimergaſſe Nr. 8 neu. Kitzinger Bockbier (745) hat in Zapf genommen Heinrich Hahn, dem Hoôtel Trapp gegenüber. Allgemeine Militär Stellvertretungs ⸗Anſtalt. inſteher betreffend. (146) Diejenigen im Muſterungsbezirk Hungen wohnhaften militärtauglichen Leute, welche entweder bereits gedient haben und nicht länger als ein Jahr be— abſchiedet ſind, oder bei einer früheren Muſterung ein Freiloos gezogen haben und bei der nächſten Truppencompletirung einſtehen wollen, können ſich am letzten Muſterungstage, den 16. Mai, Morgens mit den vorgeſchriebenen Zeugniſſen des Ortsvorſtands und Pfarramts verſehen, bei dem Agenten der allgemeinen Militär⸗Stellvertretungs-Anſtalt, Herrn Agent Gg. Friedr. Nau, welcher in Hungen im Gaſthaus zum Solmſer Hof anweſend ſein wird, melden, um nach vorheriger ärztlicher Prüfung im Falle ihrer Tauglichkeit als Einſteher ange— nommen zu werden. Die Kriegsreſerviſten, welche einſtehen wollen, haben ſich ebenfalls bei dem Herrn Agenten zu melden. Diejenigen, welche ſich ſpäter anmelden, haben es ſich ſelbſt zuzuſchreiben, wenn ſie nicht berückſichtigt werden können. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, den Einſtandsluſtigen dies er— öffnen zu wollen. Darmſtadt den 10. Mai 1850. Friedr. Vogel, Dr. jur. Allgemeine Militaͤr-Stellvertretungs-Anſtalt. (747) Zur Erleichterung derjenigen, welche ſich erſt bei der Muſterung ent— ſchließen, in die Aſſeeuranz-Geſellſchaft, die dermalen über 290 Mitglieder zählt, einzutreten, iſt die Einrichtung getroffen, daß bis vor dem Beginn der Loos— ziehung der Beitritt zur Aſſecuranz-Geſellſchaft bei dem Herrn Agenten der An— ſtalt erklärt werden kann, wozu jedoch außer der Zahlung der ganzen Einlage— ſumme noch die Beglaubigung einer amtlichen Perſon darüber erfordert wird, daß der Beitritt wirklich vor der Ziehung ſtattgefunden hat. Während der Ziehung ſelbſt kann eine Beitrittserklärung nicht mehr angenommen werden. Darmſtadt den 10. Mai 1850. Dr. Friedr. Vogel. Ich theile dieſe Bekanntmachung des Vorſtehers der allgemeinen Militär— Stellvertretungs-Anſtalt den Intereſſenten unter dem Bemerken mit, daß ich am Tage vor der Ziehung bis Abends 6 Uhr, ſo wie am Ziehungstage ſelbſt bis vor Beginn der Ziehung im Gaſthaus zum Solmſer Hof in Hungen zu ſprechen bin. Friedberg am 12. Mai 1850. 8. F. Nau. Ta n z 5 u n t err i ch. gebenſt ein. Anmeldungen werden bei Herrn b 154 r Schäfer 1 0 gebeten. (148) unterzeichnete ladet hiermit zur Theil⸗ riedberg den 10. Mai 1850. nahme. dem kurz nach Pfingſten von ihm H. Moſeler, dahier ertheilt werdenden Tanzunterrichte er⸗ Tanzlehrer aus Hanau. Dreizehnter Re — 154— der chenſchafts-Vericht Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafl. (149) Der General-⸗Verſammlung der Actionairs der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft wurde am 29ſten vorigen Monats der ſtatutenmäßig revidirte Abſchluß des Jahres 1849 vorgelegt. e Derſelbe iſt günſtiger wie im Jahre 1848 und läßt fur die Dividende des Jahres 1854 mindeſtens die bisher vertheilte Rate erwarten. Das ausgeliehene Geſellſchafts-Vermöͤgen hat in keiner Art Verluſte erlitten. Das Verſicherungs-Geſchäft hat im Jahr 184 Angaben darlegen. Cs gingen im Jahre 1849 ein, 625 Anträge mit 697,700 Thalern. Zuruͤckgewieſen wurden 102 Anträge mit 129,300 Thalern, dagegen ſchieden 154 Verſicherte mit 194,200 Thalern aus. Die Zahl der Sterbefälle betrug 166 Perſonen mit 186,800 Thalern, der reine Zuwachs 174 Perſonen mit 171,700 Thalern. Am Schluſſe 1849 erſchienen 9 einen belebtern Fortgang genommen, welches nachſtehende 6619 Perſonen mit Sieben Millionen 771,100 Thalern verſichert. Der aus dem Jahre 1845 entſpringende jetzt zur Vertheilung kommende Ueberſchuß leiſtet den bei der Geſellſchaft auf Lebenszeit verſichert geweſenen Perſonen eine Dividende von 14% pro Cent auf die von ihnen in dieſer Friſt bezahlten Prämien. Die Anträge in den erſten vier Monaten dieſes Jahres ſind im Vergleich zu denen in 1849 größer, dagegen iſt die Zahl der Todesfälle kleiner, jedoch die darauf zu zahlende Summe bedeutender. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die wachſende Geneigtheit, für die Angehörigen zu ſorgen, durch anhaltende Ruhe im Lande mehr und mehr zunehmen und mithin das Verſicherangs-Geſchaft erweitern wird. Berlin, den Aten Mai 1850. Direction der Berliniſchen Leben C. W. Broſe. E. Baudouin. M. Magnus. 3. Verſichtrungs⸗Geſellſchaft. F. Lütcke. Directoren. Löbeck. General⸗Agent. Vorſtehenden Rechenſchafs-Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geſchäfts⸗ Programme bei mir unentgeltlich ausgegeben werden. Friedberg den 13. Mai 1850. F. Nau, G. Agent der Berliniſchen Lebens ⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Okarber Brunnen. (750) Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich auf dem Okarber Brunnen die Wirthſchaft übernommen habe und dieſelbe den erſten Pfingſtfeiertag eröffnen werde. Den zweiten Feiertag findet Tanz— und den dritten Harmoniemuſik, ausgeführt von der Homburger Militärmuſik, ſtatt. Den erſten und zweiten Feiertag wird neben einem ſehr preiswuͤrdigen Weine auch ächtes Baieriſches Bier in Flaſchen, und den dritten Feiertag ein guter Aepfelwein verzapft. Unter Zuſicherung der beſten Bedienung, guter Speiſen und reingehaltener Weine, hoffe ich den mich Beehrenden in den ſchönen Anlagen, welche ſich bei meiner Wirtſchſchaft befinden, den Aufenthalt möglichſt angenehm zu machen und ſehe einem recht zahlreichen Beſuche entgegen. Carl Muffert. An z ei ge. (751) Bei der am 7. d. M. ſtattgefundenen Verlooſung gewannen Nr. 23 und 84 die Damen⸗ Shawls, Nro. 69, 132, 257, 48, 209 und 45 die Perlentaſchen. P. Pier. Regen⸗ und Sonnenſchirme (752) in ſchönſter Auswahl und billigſten Preiſen, ſowie auch mein Garngeſchäft mit allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln bringe ich in empfeblende Erinnerung. Friedberg den 13. Mai 1850. N S. Gard e, Schirmmacher. Privat ⸗ Anzeige. (783) Auf freiwilliges Anſtehen läßt der Un⸗ terzeichnete Mittwoch den 22. Mai, Morgens 9 Uhr, in ſeiner Behauſung folgende Mobilien öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern, beſtehend in 3 guten Hobel banken, ſämmtliches gutes Schreinerwerkzeug, ſowie Nußbaum⸗, Kirſchbaum-, Erlen⸗ und Tan⸗ nen⸗Bolen; ferner 16 vollſtändige Marktſtände, Möbel, beſtehend in einem neuen tannenen Kleiderſchrank, Tiſche, Stühle, Bettladen, Kiſten und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Butzbach den 12. Mai 1850. Bernhardt Diehl, Schreinermeiſter. er enn (75 Eine Geſellſchaft israelitiſcher Bürger von hier und aus der Umgegend beabſichtiget Samſtag den 18. d. M., Nachmittags von 1 bis 8 Uhr, in meinem Saale eine mufikaliſche Unterhaltung und einen Ball zu veranſtalten und lade ich daher hiermit zur Theilnahme an dieſem Vergnügen freundlich ein. Niederwöllſtadt den 13. Mai 1850. Philipp Speck, Gaſtwirth. Todesanzeige. (735) Oen 6. d. M. nach nur 3½ tägigem Krankenlager ſtarb meine liebe Frau Margaretha Weigand, geborene Koch, an einem Lungenſchlag in einem Alter von 50 Jahren und 1 Monat. Dieſen für mich und meine ſieben Kinder ſo ſchmerzlichen Verluſt mache ich unſern auswär⸗ tigen Verwandten und Freunden bekannt und bitte um ihre ſtille Theilnahme. Florſtadt den 10. Mai 1850. Ch. Weigand, penfionirter Förſter. Literariſche Anzeige. (756) So eben iſt bei mir erſchienen: Ueber die Volksſchule und ihr Verhältniß zur Familie, zur Gemeinde und zum Staate. In Auftrag des pädagogiſchen Vereins zu Offenbach a. M. geſchrieben von Friedrich Eck, Lehrer an der Volksſchule daſelbſt. Preis 12 kr. Friedberg im Mai 1850. C. C. Nagel 1. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 0 DSS err S