chaft uit vag, pro 1849 — —* * 705 dingungen Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 5. Sonnabend den 13. Juli 1830. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Gendarmen dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Diebſtahl mittelſt Einſchleichens zum Nachtheile des Han⸗ delsmannes Nathan Stern aus Köln. Am 3. l. Mts. wurden zu Frankfurt a. M. folgende Gegenſtände entwendet: 1) Eine goldene, 14xBarätige, grünlich⸗gelbe Uhrkette, zum Umhängen um den Hals, ſ. g. Erbſenkette, mit gold⸗ nem Schieber und desgl. Haken, Hanauer Fabrikat; 2) eine goldne Damenuhr, mit vergoldetem Zifferblatte, arabiſchen Ziffern, Schlüſſelloch auf dem Zifferblatte, der Rand, welcher das Glas umfaßt, abgenutzt, ſo daß er das Glas nicht mehr feſthält. Das Gehäuſe iſt auf dem Rücken emaillirt und zwar mit Kreuzchen; 3) ein grün ſeidener gehäkelter Geldbeutel mit Stahlringen und ſtählernen Eichelchen, enthielt 2—3 pr. Thlr., 4 pr. Drittelthalerſtücke, 3— 4 doppelte Guldenſtücke, 4—5 Sechsbätzner, 1 doppeltes Frankenſtüͤck, 1 eng⸗ liſchen Schilling. Sie werden hierdurch beauftragt die deshalb erforder⸗ lichen Nachforſchungen eintreten zu laſſen und, im Falle Sie etwas entdecken, unverzüglich Anzeige an uns zu er⸗ ſtatten. 5 Friedberg am 7. Juli 1850. N Du v r id e n Der Sonnenſchirmbaum. Ein naturgeſchichtliches Curioſum. (Schluß.) Der Talipotbaum, in der botaniſchen Kunſtſprache Corypha umbraculifera genannt, gehört in's Palmenge⸗ ſchlecht, und beſitzt das gewöhnliche Attribut deſſelben, nämlich eine harte äußere Rinde und ein weiches kraut⸗ artiges Mark, indem der größere Theil ſeines Durchmeſ⸗ ſers aus weicher brauner Zellſubſtanz beſteht, von welcher man Sage bereitet. Das Nützlichſte an der ganzen Pflanze ſind jedoch die Blätter. Auf dem Baume vollkommen ausgewachſen und entfaltet, haben ſie eine ſchöne dunkel⸗ grüne Farbe; diejenigen aber, welche der Menſch für ſeine verſchiedenen Bedürfniſſe verwendet, werden abgeſchnitten, bevor ſie ihre ganze Größe erreicht haben, dann getrocknet und gepreßt, worauf ſie für die ganze und ziemlich bedeu— tende Dauer ihres Gebrauchs eine blaßbraͤunliche Farbe, etwa wie altes Pergament, erhalten. Ehe ſie dem Ge— brauch unterworfen werden, reibt man dieſe Blätter unter ſchweren Rollhölzern, wodurch aller Saft aus den Gefäßen gepreßt wird und das Blatt dünn, ſchlaff und durchſichtig wird und ſich in die geringſten Dimenſionen zuſammenlegen läßt. Die Blattform iſt fächerartig; eine ſtarke Sehne, die Fortſetzung des Blattſtengels, läuft durch das unge⸗ heure Blatt, und von ihr aus verzweigen ſich ſtrahlen⸗ foͤrmig kleinere Sehnen, beinahe in regelmäßigen Entfernun⸗ gen von einander, und theilen ſo das große Pflanzengewebe in Falten. Die Cingaleſen gebrauchen es als Fächer, wie denn auch der künſtliche Fächer dieſem natürlichen nach⸗ geahmt zu ſein ſcheint; auch dient es auf Ceylon aus— ſchließlich als Sonnen- und Regenſchirm, da es trefflich vor den Sonnenſtrahlen ſchützt und für die Näſſe ganz undurchdringlich iſt. Trotz des großen Raumes ſeiner Oberfläche iſt es dennoch ſo leicht, daß es ohne Anſtrengung in einer Hand getragen werden kann; weil aber ſeine ungeheure Größe, wenn vollſtändig ausgebreitet, ſehr un— bequem wäre, ſo ſchneidet man es nach Bedürfniß in ſchmälere Streifen. Die Talipotblätter werden auch in verſchiedenen Formen zuſammengenäht und liefern treffliche tragbare und ſehr hübſche Zelte, indem man ein leichtes Holzgerüſte mit dieſem natürlichen Wachstuche bedeckt, von welchem das Waſſer abläuft wie von den Federn eines Waſſer— vogels. Die Verwendung der Blätter als Papier bedarf ebenfalls nur einer geringen Zubereitung. Manu ſteckt nämlich Blattſtreifen von ungefähr 15 Zoll Länge und 3 Zoll Breite(das gewöhnliche Format der cingaleſiſchen Bücher) auf eine Weile in kochendes Waſſer, und reibt ſie dann mit einem glatten Rollholze ab, um ſie biegſam zu machen und die Feuchtigkeit aus ihnen zu entfernen. Sind ſie dann trocken, ſo ſchreibt oder gravirt man viel⸗ mehr mit einem ſcharfen eiſernen Griffel auf ſie, und reibt dann die gemachten Einſchnitte mit einem dunklen, durch Kokosnußöl flüſſig gemachten Farbeſtoffe ein, wiſcht den Ueberſchuß ab, und erhält auf dieſe Weiſe lesbare und ————— — 218—„ ſehr dauerhafte Schriftzüge. Das Blatt der Talipot dient — ganz ſo wie bei uns in früheren Zeiten das Perga⸗ ment— in allen wichtigeren Fällen als Schreibmaterial, während man zu geringeren Zwecken das Blatt einer an⸗ deren Palme verwendet. Ein cingaleſiſches Buch beſteht aus einer Unzahl ſolcher zuſammengehefteten Blätter. Den Einband bilden zwei hölzerne Brettchen und zwei Schnüre, welche am Rande durch all dieſe Blätter gezogen ſind. Man hat ſchon viele dieſer Bücher in Europa als ſolche vorgezeigt, welche aus egyptiſchem Papyrus gemacht ſeien; allein ſie gleichen weder in Form noch Textur den Büchern des Alterthums. Außerdem deckt man auf Ceylon die Häuſer mit ſolchen Blättern, und bereitet aus ihnen Hüte, deren Leichtigkeit und breiter Rand ſie beſonders geeignet macht zum Schutze gegen die Hitze der Tropen; unter einen ſolchen Hut kann man beinahe eine ganze Familie bringen. Der Talipotbaum wächſt gewöhnlich nicht an der Küſte, ſondern findet ſich mehr in den Wäldern im Innern der Inſel, denen er ſozuſagen eigenthümlich iſt. Er iſt aber auch auf der Küſte von Malabar, auf den Marqueſas— und Freundſchafts-Inſeln einheimiſch. Seine Frucht hat die Größe einer gewöhnlichen Kirſche, iſt nicht eßbar, und pflanzt ſich fort, wo ſie auf den Boden fallt. Aus dem Kern der Frucht dreht man Kügelchen zu Paternoſtern ꝛc., welche die Cingaleſen des Innern als Schmuck tragen. Wären die Eingebornen der Länder, wo dieſer Baum ein— heimiſch, nicht ſo träge, begnügten ſie ſich nicht mit Dem, was die Natur freiwillig für ſie thut, würden ſie über— haupt für ihre Zukunft ſorgen, ſo wäre dieſer nützliche Baum, der ihnen Palmkohl, Sago, Mehl, Dächer, Schirme, Fächer, Hüte, Schreibmaterial u. dgl. liefert, noch weit häufiger und wohl noch trefflicher, da es Erfahrungsſatz iſt, daß alle Vegetabilien durch Anbau an Güte und Er⸗ giebigkeit noch zunehmen.— f Für Wölfersheim gingen ferner ein: Bei Karl Fritz: von E. Bechſtein jun. 1 fl., H. Betz 1 fl., für Wölfersheim 3 kr., D. G. 30 kr., Franz Reitz 36 kr., J. Engel 24 kr., E M. B. 30 kr., Pfarrer Buff in Niederwöllſtadt 2 fl. Fräulein von Günderode 2 fl., von den Damen eines Nähvereins für Arme in Frank⸗ furt 33 verſchiedene Kleidungsſtücke. Bei J. Faatz: von Dr. S. I fl. i Bei C. C. Weis: von C. A. 30 kr., J. Croneberg 30 kr., Pfarrer Landmann von Rendel 1 fl., B. und W. 12 kr., J. A. S. Frankfurt 1 fl. 45 kr. Bei H. Hahn: durch Hrn. E. W. Koch von Frankfurt von E. W. M. 2 fl., E. W. M. 5 fl., A. W. M. 1 fl., J. P. M. 1 fl, M. M. 30 kr, E. M. 30 kr, H. M. 1 fl., Samuel Lindheimer 5 fl., Actuar Nau 1 fl. Bei Heinrich Weller: von Mager Hirſch 1 fl., Hrch. Mack 1 fl., J. F. Niederrosbach 6 kr., Jacob Leonhard 12 kr., Wilhelm Tönges 18 kr. Bei der Expedition des Intelligenz Blattes: von R. 2 fl. Zuſammen an Geld 34 fl. 36 kr. Im Ganzen mit den in Nr. 49 angezeigten Beiträgen 290 fl. 19 kr. Da die Sammlung mit Ende dieſer Woche geſchloſſen wird, ſy bitten wir etwaige Gaben uns gefälligſt bis zu dieſem Termine zu gehen laſſen zu wollen. Friedberg den 10. Juli 1850.. Namens des Comités J a Für die Familie des H. Sommerlad in Langenhain ſind bei der Expeditlon eingegangen: von F. Müller 9 kr. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. S= NN Immobilien ⸗Verſteigerung. (10277) Dienſtag den 30. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden die Immobilien der Lud⸗ wig Wagenknecht'ſchen Eheleute in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, zwei Nebenbäuen, Scheuer, Schoppen, Stall und zwei Mühlgängen an der Uſa, 2) 192 Klafter Garten in der 6. Gewann, an Johann Heinrich Müller, 3) 927 Klafter Garten in der erſten Gewann, an Heinrich Hanſtein IV. Friedberg am 27. Juni 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien-Verſteigerung. (1028) Dienſtag den 30. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe die den Hartmann Lang'ſchen II. Eheleuten dahier gehörenden Immobilien meiſtbietend verſteigert, nämlich: 1) Hofraithe, als Wohnhaus, Hinterhaus und Stall, an Georg Rauſch III., 2) 81,6 Klafter Garten beim Schüßenrain, an Johs. Engels Wittwe. Zins der Barfüßerſchule 12 kr. 1½ Heller. Friedberg am 27. Juni 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗ Verpachtung. (1061) Dienſtag den 16. Juli, Morgens . um 9 Uhr anfangend werden in hieſigem Rath— bauſe die Güterſtücke der Frau Philipp Storks Wittwe dahier, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, auf einen Zeitraum von ſechs Jahren freiwillig einer meiſtbietenden Ver⸗ pachtung ausgeſetzt. Friedberg den 3. Juli 1850. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Butzbach. (1088) Montag den 15. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen die bei Umbauung des II. Pfarrhauſes zu Butzbach vorkommenden Arbeiten und Material-Lieferungen im frühern J. Pfarrhaus daſelbſt öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Der Voranſchlag hierfür beträgt: 551 1) Maurerarbeit 0 90 27 2) Steinhauerarbeit 337 51„ 3) Zimmerarbeit 481 42„ 4) Dachdeckerarbeit 140 20„ 5) Schreinerarbeit 699„ 25„ 6) Schloſſerarbeit 465„ 30„ 7) Glaſerarbeit 195/ 52. 8) Weißbinderarbeit 666„25„ 9) Spenglerarbeit 63„ 46„ 10) Anlieferung der erforderlichen Materialien, beſtehend in Mauerſteinen, Backſteinen, Kalk und Sand, veranſchlagt im Ganzen zu 773 fl. 38 kr. Zu gleicher Zeit wird das an der früheren Wohnung des Schreiners Diehl ſtehende, von Holz erbaute Kugelhausgebäude, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Die weiter an den zum Abbruch beſtimmten Kugelhausgebäude vorkommenden Arbeiten wer⸗ den mit den oben angegebenen Arbeiten öffent- lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. 5 5 Friedberg den 7. Juli 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung. (1087) Montag den 15. Juli l. J., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, ſollen in Butzbach bei Herrn Gaſtwirth Joutz die auf die Straße von Butz⸗ bach in der Richtung nach Friedberg vom Stein⸗ bruch bei Griedel noch anzufahrenden Steine, auf Koſten der früheren Steigerer, nochmals öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 7. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1088) Die Lieferung der nachgenannten Materialien in das Magazin des Bahnhofes zu Friedberg ſoll auf dem Submiſſionswege ver— geben werden. Die Bedingungen der Lieferung können vom 10. Juli l. J. an auf dem Büreau des Materialverwalters der Station Friedberg eingeſehen werden; die Gebote ſind verſiegelt und mit der Aufſchrift:„an die Gr. Maga⸗ zins⸗Commiſſion zu Friedberg, Material-Lie⸗ ferung betreffend/ längſtens bis zum 16. Juli Nachmittags 2 Uhr auf genanntem Büreau ab— zugeben woſelbſt unmittelbar hierauf dle Er⸗ öffnung der Gebote geſchieht, welcher die Inte⸗ reſſenten beiwohnen können. Die Lieferung erſtreckt ſich auf: 1) 20 Zentner Knochenöl, 2) 18 Zentner Rüböl, 3) 14 Zentner Sparöl, 4) 2½ Zentner Schmalz. en! 2 0 Raulein von at in Frank- lad Mull 9 K. gabetingungen eichneten jut 1 drisbaumtifr Friedberg fen. . 3, Nach⸗ dach bei Herm A von Buß⸗ vom Stein⸗ ben Steine, acermannten Aabubofes zu zrusweßr ber- 1 icfcrung Bureau 1 ztiedberg 6-2 perſitgelt Gr. Mago aterial⸗ Lie⸗ 7 un 16. Juli Sutan ab⸗ en n 3). 5 Zentner Talg, 6) 8 Zentner Terpentinoͤl, 79 ½ Zentner weiße Seife, 8 ½ Zentner ſchwarze Seife, 9) 40 Ordfs. altes Meſſingdrahtgewebe, 10) 25 Pfund Mening, 11) 25 Pfund Bleiweiß, 12) 250 Stück Streichfeuerzeuge, 13) 60 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 14) 30 Stecken Tannen Scheitholz, 15) 600 Stück Tannen⸗Wellen, 16) 50 Stück Unterſchlagbölzer, 17) ½% Zentner Stearinlichter, 18) 17 Zentner Baumwollenabſälle, 19) 5 Zentner Leinwand, 20) 8 Rieß Fenſterpapier, 21) 200 Ellen Saalband, 32) 100 Stück Lampencylinder. Von den unter Nr. 1 bis 12 genannten Ge⸗ genſtänden ſind Proben mit den Geboten vor— zulegen. Friedberg den 4. Juli 1850. Die Gr. Magazins ⸗Commiſſion Laubenheimer. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Gr. Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach betreff. (1090) Dienſtag den 16. d. M. werden an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Morgens 7 Uhr in dem Diſtrict Mainzer⸗ hecken: 100 Wellen aspen ꝛc. Reiſerholz, Morgens 8 Uhr anfangend, im Diſtrict Burgwald, Schlag Nr. VI.: 75 Stecken geſchält eichen Prügelholz, 1/ Stecken eichen Stockholz, 100 Wellen buchen, 15525 Wellen geſchält eichen und 400 Wel⸗ len birken ꝛc. Reiſerholz; 4 Wagen, 9 Läſte Allerleiholz, 800 Stangen zu Baumſtützen; endlich, nachdem dieſe Verſteigerung been⸗ digt iſt, im Burgwald Schlag Nr. I.: 200 Wellen birken ꝛc. Reiſerholz. Oberros bach den 5. Juli 1850. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Verpachtung fiskaliſcher Grundſtücke zu Friedberg. (1105) Die nachgenannten fiscaliſchen Güter⸗ ſtücke werden mit Ablauf dieſes Jahres leihfäl⸗ lig und da die letzte Verſteigerung derſelben von Gr. Ober⸗Forſt⸗ und Domänen ⸗Direction die höhere Genehmigung nicht erhalten hat in den unten angegebenen Terminen in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum dahier, anderweit auf 6 Jahre, von Anfang 1851 an ſtückweiſe öffent⸗ lich verpachtet, und zwar: 1) Mittwoch den 17. dieſes Monats von Nach⸗ mittags 2 Uhr an: die Grundſtücke in der Fauerbacher, Ockſtädter und Straßheimer Gemarkungen; 2) Freitag den 19. von Nachmittags 2 Uhr an: die Grundſtücke in der Stadt Fried⸗ berger Gemarkung(ehemalige Malnzer⸗ domkapiteliſche und Deutſchordensgüter); 3) Dienſtag den 23. ebenfalls von 2 Uhr an: die Grundſtücke in der Burg Friadberger Gemarkung. Friedberg den 9. Juli 1850, Der Gr. Heſſ. Rentamtsvicar des Rentamts Friedberg Sn e c, Oeffentliche Bekanntmachung. (1106) Mittwoch den 17. d. M., Mittags 2 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Okarben nachbemerktes, zur Concursmaſſe des Oeconomen Chriſtian Carl gehörige Vieh, als: 1) 4 Kühe, 2) 3 Kalbinnen, 7 — 219— 3) 3 ſ. g. Anbindlinge, 4) 5 Pferde, 5) einige Schweine, darunter zwei trächtige Mutiterſchweine, 6) eine Ziege, 7) 8 Enten, 8) etwa 24 Hühner, unter den alsdann eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen gegen baare Zahlung verſteigert werden. 28 wollen ſich zur beſtimmten Zeit ein⸗ nden. Großkarben am 8. Juli 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Pflaſterarbeits-Verſteigerung. (1107) Montag den 15. d. Mts., Nach⸗ mittags 2 Uhr, wird im Wirthshaus zum Hirſch ungefähr 150 Klafter Pflaſter Arbeit an den Wenigſtfordernden vergeben. Ockſtadt den 10. Juli 1850. Der— Heſſ. Bürgermeiſter 1 Y Ne Privat- Bekanntmachungen. Ein junger Men ſch, (1097) weſcher geſonnen iſt die Schuhmacher⸗ profeſſion zu erlernen, kann in die Lehre treten. Wo? ſagt die Expedition d. Blits. 3 erk anfe n. (1098) 2 zweijährige und 3 jährige Faſel⸗ ochſen, ſchwpzer Race, hat zu verkaufen Pachter Leonhard, Wiſſelsheim. An zeige. (1068) Einem geehrten Publicum widme ich die ergebene Anzeige, daß ich ſehr geſchmack— volle Tapeten in den neueſten Deſſins beſitze. Die Muſterkarte kann auf Verlangen zur Ein⸗ ſicht abgegeben werden; indem ich um zahlreichen Zuſpruch bitte, erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich meine geehrten Abnehmer ſtets pünktlich und reell behandeln werde. Joſeph Straus Friedberg. in der Uſergaſſe. 3 u, Ve rx mi gt h e n. (1102) Ein möblirtes Zimmer nebſt Schlaf⸗ kabinet bat zu vermiethen Friedberg. Carl Klein, nächſt der Eiſenbahn. Zwei Einſatz-Kochheerde (1108) ſind billigſt zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition d. Blts. Großes Preis-Kegelſchieben. (11090 Sonntag den 14. wird das Preis- Kegelſchieben im Philippiſchen Garten fortge⸗ ſetzt und Montag den 15. beendigt. G. Philippi. Auszuleibhen. (1110) Es liegen 500 fl. gegen gerichtliche Obligation zu 5% vom 100 zum Ausleihen bereit. Wo ſagt die Expedition dieſes Blattes. Reingehaltenen Aepfelwein verkauft i (1111) verkauf peil, Ppittppt, im ſteinernen Haus. Ein möblirtes Manſardenzimmer (1112) nebft Schlafkabinet iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Ruths. Für Auswanderer. (1113) Gute Wechſel auf New⸗Aork zu haben bei 3 G. Engel 7 Buchgaſſe Nro. 5 in Nanga a. M. Aneend (1110 Daß ich das ſeit mehreren Jahren für meinen verſtorbenen Vater geführte Geſchãft als Frauenkleidermacher für mich übernommen habe, bringe ich zur ergebenen Anzeige mit der Bitte, daß diejenigen verehrlichen Kunden, welche mir ſeither ihr Zutrauen ſchenkten, mich ferner mit ihrem Wohlwollen beehren werden, indem ich ſtets billige, moderne und zur Zufriedenheit . Auftraggeber ausfallende Arbeit liefern erde. Auf Verlangen bin ich bereit hier in Fried⸗ berg auch die Arbeit in dem al zu 5 55 tigen und bittet um geneigten Zuſpruch Friedberg. Jacob Berg, Frauenkleidermacher, wohnhaft bei Heinrich Lochmann in der Burg, nächſt der Kirche. Zum Verkaufen. (4115) Von dem Eigenthümer der vormals Metzger Johannes Friedrich Schneider'⸗ ſchen Hofraithe zu ÜUtphe ſind die Scheuer und mehrere Ställe auf den Abbruch zu verkaufen. Kirſchenfeſt auf dem Chauſſee⸗ haus Ilbenſtadt. (1116) Künftigen Sonntag den 14. Juli wird das zweite Kirſchenfeſt dahier gefeiert, ich lade deßhalb alle bekannte und unbekannte Freunde des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken höflichſt ein, daß für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt ſein wird, namentlich werden vorzügliche Kirſchenkuchen, ſowie reingehaltener Aepfelwein beſter Qualität verabreicht. Chauſſeehaus Ilbenſtadt am 10. Juli 1850 Gottfried Mörſchels Wittwe, geborne Dickenberger. Schwalheimer Brunnen. (1117) Sonntag den 14. Juli findet bei mix Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt, wozu ich ein geehrtes Publikum mit dem Bemerken ein⸗ lade, daß für gute Speiſen, Getränke und Kir- ſchenkuchen geſorgt iſt. Henk e l. Nauheimer Teichhaus. (1118) Sonntag den 14. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Mineralbrunnen. (1119) Sonntag den 14. d. M. iſt bei mir gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik, ausge— führt durch das Muſikkorps des königl. Preußi⸗ ſchen 31. Inf.⸗ Regiments, anzutreffen, wozu höflichſt einladet Großkarben den 10. Juli 1850. Carl Muffert. Harmonie⸗ und Tanzmuſik. (1120) Nächſten Sonntag den 14. dieſes Monats iſt in meinem Saale Harmonie- und Tanzmuſik, ausgeführt durch das Kaicher Muſik⸗ korps, anzutreffen, wozu ich hiermit höflich einlade. Niederwöllſtadt den 9. Juli 1850. hl. Speck. — 220— Aechtes Klettenwurzel-Oel in Flacons mit Gebrauchs-Anweisung 30 kr. 1079) Dieses neu erfundene Oel hat sich als das kräftigste und Wirksamste Haarbeforderungs-Mittel bewährt, indem es nach kurzem Gebrauche eine Fulle junger Haare hervorbringt, die Haarwurzeln stärkt, und somit nicht nur das Ausfallen der Haare verhindert, sondern denselben neues Leben und den üppigsten Wachsthum ertheilt. Nicht zu verwechseln ist dieses ächte Klettenwurzel- Oel mit andern nachgemachten Fabrikaten unter gleichen Namen, welche meistentheils nur aus etwas roth gefärbten wenig parfümirten Provencer- Oel bestehen, und desshalb dem Publikum billiger angeboten werden. Alleiniges Lager von obigem ächten Klettenwurzel-Oel be- findet sich in: l 5 bei P. F. Schmillner. Friedberg Colonia, Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft zu Köln. 111210 Nachdem den Ackionären über das Geſchäftsjahr 1840 Rechnung gelegt worden iſt, defindet ſich bei der unterzeichneten Agentur ein Auszug aus dem Protokolle der General⸗Verſamm⸗ lung zur Behändigung an Jeden, der ſich über den Geſchäftsſtand der Geſellſchaft zu unterrichten wünſcht. Die den Verſicherten dargebotene Garantie iſt abermals ſtärker geworden. Es ſind bei mir jederzeit Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs-Anträgen zu er⸗ halten und wird überhaupt jede Auskunft bereitwillig ertheilt. Auf ſorgfältige und raſche Be⸗ forgung der angetragenen Verſicherungen kann man bei mir rechnen. Friedberg im Juli 1850. Der Agent Rullis. Bad ⸗Nauheim. (1122) Das diesjährige große Haupt⸗ ſchießen wird Montag den 22. Juli abgehalten, wozu einladet 0 Die Schuͤtzenmeiſter: Raabe. Rieß. Der Platzmeiſter: D. Fritz. In Bezug auf vorſtehende Annonce bemerke ich, daß Sonntag den 21. Juli gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik, Montag den 22. Juli, am Tag des Hauptſchießens, Harmonie-Muſik ſtatt⸗ findet, ausgeführt von der Offenbacher Bürgergarde-Muſik, und um 1 Uhr table d'Hôte in meinem Saale anzu⸗ treffen iſt, wozu höflichſt einladet D. Fritz. Großes Preiskegelſchie ben (1123) findet Sonntag und Montag den 21. und 22. d. M. in dem Garten des Unter⸗ zeichneten ſtatt und ladet dazu höflichſt ein Butz bach. C. Becker, zum deutſchen Hof. Zur Beachtung. (11240 In der Annonce Nro. 1100 des Intelligenz⸗Blattes Nr. 53 hat ſich von Seiten der Druckerei dieſes Blattes ein Fehler einge⸗ ſchlichen. Es heißt nämlich in jener Annonce daß ich keine Reiſende mehr beſchäftige, während es heißen ſoll, daß ich keine Reiſende beſchäftige, indem ich von je her den Verkauf meiner Cigar⸗ ren ſelbſt beſorge. Ludwigs brunnen im Juli 1850. J. G. Specht. rn (1123) Auf die Anfrage Nr. 1057 in Nr. 51 des Int.⸗Bl. erwiedere ich, daß ich fragl. Klee mir nicht unbefugter Weiſe zueignete, ſon— dern daß meine Leute denſelben von dem ſeit ohngefähr 25 Jahren in Dienſten und im beſten Rufe ſtehenden Knechte des Herrn Müller Huber in Rödchen freiwillig erhielten. Wiſſelsheim am 10. Juli 1850. chmi dt, Beigeordneter. Antwort auf die Anfrage(941) in Nr. 46 des Intelli⸗ genz⸗Blattes. (11200 Wenn auch der Umſtand, daß Jemand wegen Schriftfälſchung in Unterſuchung geſtan⸗ den hat, denſelben nicht unfähig macht als Bür⸗ germeiſter gewählt zu werden, ſo macht er ihn doch und namentlich dann, wenn die Unterſuchung auf ſein Nachſuchen abolirt wurde, dieſes Amtes nicht würdig und es ſteht darum nicht zu er⸗ warten, daß er beſtätigt werden wird, eben ſo wenig wie es ſich erwarten läßt, daß Jemand, der ſchon wegen Mißhandlung geſtraft wurde und wegen Verläumdung in Unterſuchung ſteht, die Beſtätigung erhalten dürfte. Man möchte darum rathen, einem ſolchen Jemand, die Stim⸗ men nicht zu geben. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 7. Sonntag n. Trinit. den 14. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Stammler. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Anthes. Fruchtpreiſe. 13. Juli 128. Juni 21. Juni Gattung. Fried⸗ N Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 730 8— J 620 Korn;* 5 10] 5 81 440 Gerſte„ 5 3 30 4 4 330 Hafer„„„. 311 31521 225 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 19. Juli. —: Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod Bae 21— 2 77 77 41— 4.— 4 7. 77 8 8.— Lth. Lth — Milchbrod 115½ 16 — Waſſerweck 146 — Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 146 ¼ 18 leiſch-Preiſe. 8 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes p e „ Rindfleiſch, gemäſtetes 721 7— „ Kalbfleiſch 5 *„„ gemäſtetes e Na— „ Schweinenfleiſch 2 „ Hammellleiſch 8.— 8— „ Schaaflleiſch 6——— „Wurſt v. blos Schweinen 12— 412— Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „ Schinken f 12— 14— »Doörrfleiſch 12— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16—. „Nierenfett 20— 18— 5 Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. NS eh Nepr Wie ad 18¹ fal. füh ver auf ger, dür dure töne dere fete