eigen Februar. derrichtet; . tadtkiche: tadtkirche: durgkirche: a xe Nuar. 18 I — 8 —— Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 13. Mittwoch den 13. Februar 1850. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß wegen der Feiertage der Israeliten der Ulrichſteiner Oſter— markt den 8. und 9. April l. J. abgehalten werden ſoll. Friedberg den 5. Februar 1850. Großh. Heſſ. Regierungs-Commiſſion des Regierungsbezirks Friedberg ir ie v. Bekanntmachung. Der Gemeinde Hitzkirchen iſt höchſten Orts geſtattet worden, Vieh- und Krämermärkte halten zu dürfen und ſollen dieſelben in 1850 am 25. März, 6. Mai und 14. Oktober abgehalten werden, was hiermit zur öffeutlichen Kenntniß gebracht wird. Nidda am 26. Januar 1850. Großh. Heſſ. Regierungs-Commiſſion des Regierungsbezirks Nidda 8 F e Ein Ingendvergehen. (Schluß.) Seit einigen Tagen hatte Rouſſeau die Alte bei ſeinen Spaziergängen in der Allee nicht mehr vor ihrer Hütte wahrgenommen, wiewohl er mehrere Male bei'm herrlichſten ſonnigen Wetter bei derſelben vorübergekommen war. Kein Zweifel, der Alten mußte etwas zugeſtoßen, ſie mußte erkrankt ſein. Rouſſeau erkundigte ſich das nächſte Mal, wo ihn ſein Weg wieder bei der ihm lieb gewordenen Hütte vorüberfuͤhrte, nach Louiſon, ſo wurde die Blinde in Montmorency genannt, und es fand ſich, wie er geahnt, ſie war krank, ſie war bettlägerig geworden. Rouſſeau ließ ſich zu ihr fuͤhren. Er fand ſie in einem Zuſtande, der offenbar zeigte, daß ihr Ende nicht mehr fern ſei. Der Dichter, von tiefem Mitleiden ergriffen, fragte ſie, nachdem er ſich nach ihrem Befinden erkundigt, ob er ihr vielleicht in irgend etwas behüflich ſein könne. „Schwerlich, antwortete die Blinde mit ſchwacher Stimme,„auf dieſer Welt habe ich nichts mehr zu hoffen und zu fürchten, und in jener Welt hoffe ich einen gnä— digen Richter zu finden. Wenn ich mir Fehler in meinem Leben zu Schulden kommen ließ, ach! ſo kann ich es wohl behaupten, daß nur die bitterſte Noth mich zwang, ſie zu begehen. Ja, wäre nicht ein Menſch geweſen, der in ſeinem Leichtſinn oder in ſeiner Niederträchtigkeit— ich will nicht entſcheiden, oder der eine oder die andere ihn lockte— mein ganzes Glück unwiderruflich vernichtete, ſo ſtürbe ich wohl nicht hier, fern von meinem Vaterlande, als Bettlerin.“ Sie ſchwieg einen Augenblick und ſchien über etwas nachzuſinnen. Dann fuhr ſie fort:„Man hat mir geſagt, daß Ihr ein berühmter Gelehrter ſeid, Herr Rouſſeau. Es iſt daher wahrſcheinlich, daß Ihr wohl auch außer Frankreich Verbindungen haben mögt. Gern möchte ich, daß meine Verwandten, wenn ſie noch lebten, erführen, wo ich geendet; ich möchte ihnen noch einmal die Ver— ſicherung zukommen laſſen, daß ich unſchuldig war an jenem Vergehen, deſſen man mich bezüchtigte, und das ſie bewog, ſich von mir loszuſagen und mich meinem Schick— ſal zu überlaſſen. Auch ihn, wenn er noch lebt, möchte ich daſſelbe wiſſen laſſen, ihn, deſſen Bild noch immer in dieſem Herzen lebt, der mich ſo treu, ſo innig zu lieben ſchien, an deſſen Seite mir das Leben ein Paradies ge— worden wäre, wenn nicht auch er ſich hätte verleiten laͤſſen, den Stein auf mich zu werfen und mich einer That für fähig zu halten, die er einem Weſen nicht hätte zu— trauen ſollen, in deſſen tiefſte Seele er ſo mauchen Blick gethan.“ „Allerdings, gute Louiſe, bin ich im Stande, Euren Wunſch zu erfüllen, wenn Ihr mir nur ſagt, wo Euer a iſt, damit ich dorthin Eure Aufträge beſorgen ann.“ „Meine Vaterſtadt iſt Turin,, verſetzte die Blinde. „Turin!“ rief Rouſſeau aus und eine Leichenbläſſe bedeckte auf einmal ſein Geſicht. „Ich wurde in Turin geboren und erzogen,“ hob die Blinde von Neuem an.„Mein wahrer Name iſt Marion N.“ „Marion N.!“ rief Rouſſeau,„gerechter Gott! Und dientet Ihr nicht im Hauſe des Grafen Vercelli?“ „So iſt es,, antwortete die Blinde,„aber woher kommt Euch,, fragte ſie verwundert,„dieſe Kunde?“ „Ich befand mich, als Ihr das Haus des Grafen bei'm Tode ſeiner Mutter verlaſſen mußtet, in Turin. Eure Geſchichte machte großes Aufſehen in der Stadt, man bemitleidete Euch, man traute Euch den Diebſtahl, der r—— — Euch Schuld gegeben ward, nicht zu. Euer Mißgeſchick war in der That groß.“ „Es war furchtbar. Meine Verwandten, wie geſagt, wollten von mir nichts mehr wiſſen, ſie verleugneten die Diebin. Mein Verlobter, in acht Tagen ſollte unſere Hochzeit ſein, glaubte ſich beſchimpft durch mich, er er— klärte mir, daß Alles zwiſchen uns geendigt ſei. So be— fand ich mich in der hülfloſeſten Lage von der Welt auf den Straßen von Turin, dem Wind und Wetter preis⸗ gegeben, ohne eine Stütze, ohne ein Obdach. Ich war der Verzweiflung, dem Wahnſinn nahe, ich dachte an Selbſtmord. In dieſem Zuſtande traf mich der junge Graf von X. Er hatte mir ſchon früher nachgeſtellt. Als er meine Lage erfuhr, erneute er ſeine Anerbietungen, er war im Begriff, nach Paris zu reiſen, er ſchlug mir vor, ihn dorthin zu begleiten, und verſprach mir, daß es mir an Nichts fehlen, daß ich in Hülle und in Fülle leben ſolle. Der Verſucher hätte keine glücklichere Zeit zu ſeinen Einflüſterungen wählen können. In Turin war meines Bleibens nicht mehr; das Gerücht bezeichnete mich als Diebin, ich wußte nicht, wohin ich mich wenden ſollte; ſo ergriff ich denn, wie der Ertrinkende nach jedem Stroh— halme greift, den mir angebotenen Ausweg.“ „Und er führte Euch nur tiefer in's Unglück!“ ſagte Rouſſeau mit einem Seufzer. „Leider. Der Graf brachte mich in der That nach Paris aber er wurde meiner bald müde und überließ mich meinem Schickſale. Abermals befand ich mich in der ent— ſetzlichen Lage, wie vor Kurzem in meiner Vaterſtadt Tu— rin. Was ſoll ich Euch weiter erzählen? Die Fallſtricke, die einem jungen Mädchen, dem es nicht ganz an Reizen gebricht, überall auflauern, ſind bekannt, und wie ſoll es ihnen entgehen, wenn es in der bitterſten Noth, ohne Hilfe, ohne Rath iſt? Ihr werdet mein Schickſal errathen. Es war ein ſchreckliches. Endlich kam das Alter. Ich wurde zur Bettlerin. Ich beſchloß endlich, in mein Vater⸗ land zurückzukehren. Die Zeit, hoffte ich, werde die Stim⸗ mung meiner Verwandten gegen mich gemildert haben. So ergriff ich denn den Wanderſtab, um den langen Weg nach Italien zu unternehmen. Gott wollte nicht, daß ich weiter kommen ſollte, als bis hierher, wo ich erkrankte und ſeitdem geblieben bin. Das Weitere wißt Ihr. O, wenn er, er, der Schändliche, der an allen meinen Leiden Schuld iſt, der mich eines Vergehens bezüchtigt, das er ſelber beging, wenn er mich hier in meiner Todesſtunde ſähe, es würde hoffentlich ſein ſteinernes Herz rühren, und ſeine Gewiſſensbiſſe würden meine Rächerinnen ſein.“ „Sie ſind es ſchon längſt, Marion,“ rief Rouſſeau, indem er unter einem Thränenſtrom vor dem Bette der Blinden auf die Kniee ſank.„Ja, Marion, ich bin der Elende, der Euch ſein eigenes Vergehen aufbürdete, der, als Ihr in Euerer Unſchuld ihn zur Reue und Wahrheit ermahntet, mit teufliſchem Trotz bei ſeiner Behauptung beharrte. Könnt Ihr einem Unglücklichen, der ſeit mehr als vierzig Jahren die Qualen der bitterſten Gewiſſens— biſſe empfindet, Eure Verzeihung gewähren?“ „Ihr ſeid derſelbe Rouſſeau,“ fragte die Blinde er— 50— ſtaunt,„der im Hauſe des Grafen Vercelli damals Be— diente war? derſelbe Rouſſeau, der mich zur Diebin ſtem⸗ pelte, den Nichts beſtimmen konnte, ſeine Lüge zurückzu⸗ nehmen und das wieder gut zu machen, was er geſtiftet? Nimmermehr! Nimmermehr!“ „Und doch iſt es ſo!“ verſetzte Rouſſeau. Ich bin derſelbe Unhold, dem Ihr mit Recht Euer ganzes Un— glück Schuld gebt. Ich bin es, der in teufliſchem Leicht⸗ ſinn das ganze Glück eines ſchuldloſen Weſens auf immer vernichtete, und der in dieſem Augenblick ſeine ganze Ver— worfenheit fühlt.“ Die Blinde ſchwieg einen Augenblick, dann ſagte ſie: „So viel ich von Eurem Treiben vernommen habe, ſo ge— reicht es Euch zur Empfehlung, und wenn Ihr gegen mich eine Schuld auf Euch geladen habt, die wahrlich ſchwer iſt, ſo ſcheint Ihr dieſe wenigſtens durch allgemeine Menſchenliebe, ſo weit Ihr es vermochtet, gut gemacht zu haben. Ich verzeihe Euch, Rouſſeau. Beſorgt meinen Auftrag an meine Verwandten, an meinen ehemaligen Bräutigam. Sagt ihnen, daß ſie mir Unrecht thaten, Ihr könnt es mit Ueberzeugung.“ „Es ſoll geſchehen,“ verſetzte Rouſſeau,„nicht blos Eure Verwandten in Turin ſollen Eure Unſchuld und mein Verbrechen erfahren, die ganze Welt ſoll es wiſſen.“ Die Blinde war durch die Scene erſchöpft, und Rouſſeau verließ ſie tief bewegt. Er hoffte ſie noch ein⸗ mal zu ſprechen, noch einmal ihre Verzeihung zu verneh— men; doch als er wieder an ihrer Huͤtte vorſprach, war ſie verſchieden. Rouſſeau hielt ſein Verſprechen. In ſeinen berühm⸗ ten Bekenntniſſen erzählt er uns die Geſchichte der armen Marion, wiewohl er es verſchweigt, daß er ſie ſpäter— und unter welchen Umſtänden— wieder geſehen. Beide, Rouſſeau ſowohl, der bekanntlich der Sohn eines Genfer Uhrmachers, und ſeinem Meiſter aus der Lehre entlaufen war, wie Marion, dienten im Hauſe des Grafen Vercelli. Beim Tode der Mutter des Grafen wurde ein ſeidenes, mit Silber geſticktes Band vermißt, das ſich endlich in Rouſſeaus Händen wieder fand. Das Band war ohne großen Werth; er hatte es ſich, er wußte ſelbſt nicht wie zugeeignet, er wollte Marion ein Geſchenk damit machen. Als man ihn fragte, wie er zu dem Bande komme, ſagte er, er habe es von Marion bekommen, und als dieſe leugnete, blieb er bei ſeiner Behauptung. Je dreiſter er ſich dabei benahm, und je weniger er ſich von den Er— mahnungen des armen Mädchens, die Wahrheit zu beken— nen, rühren ließ, deſto mehr gelang es ihm, ſeine Herr— ſchaft von ſeiner Unſchuld und Marions Schuld zu über— zeugen. Marion, wie geſagt, wurde ihres Dienſtes ent— laſſen, und endigte, wie wir geſehen. Rouſſeau, nach mannichfaltigen Abenteuern, machte ſeinen Namen neben dem Voltaire's zum glänzendſten der franzöſiſchen Litera— tur. Nur ſeinen inneren Frieden, wie er ſelber geſagt, hatte ihm ſein ſchnödes Jugendvergehen gegen die arme Marion auf immer geraubt, und all ſeine Triumphe ver— mochten es nicht, ihm jene heitere Zufriedenheit zu geben, die nue ein reines Gewiſſen verleiht. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N πτιιαιιιννιινινι Sdfeta eee. (107) Der im Jahr 1758 geborene, ſeit lange abweſende Johannes Stetzer III. aus Nieder- rosbach oder deſſen Leibes oder Teſtamentserben werden anmit aufgefordert, Anſprüche an das Vermögen jenes, ſo gewiß binnen drei Monaten von heute an, hier zu begründen, als ſonſt Jo⸗ hannes Stetzer III. für todt erachtet, ſein Ver mögen aber ſeinen bekannten nächſten Anver⸗ wandten, welche die Erbſchaft antreten wollen, zum Eigenthume überlaſſen werdeu wird. Nach dem vorgelegten Stammbaume würde Johann Konrad Seibel von Niederrosbach zu den Er— ben des mehrgedachten Stetzer gehören, da aber auch er ſich ſeit vielen Jahren aus ſeiner Hei math entfernt hat, ſo ergehet an ihn ebenwohl Aufforderung zur Erklärung über die Erbſchafts⸗ antretung in obbeſtimmter Friſt, gegenfalls er bei Vertheilung des Nachlaſſes nicht berückfichtigt wird. Friedberg am 22. Januar 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edietalla dung. (125) Zur Anmeldung und nöthigen Be⸗ gründung ſämmtlicher Anſprüche an den über⸗ ſchuldeten und von Gr. Hofgericht für con⸗ cursfällig erkannten Nachlaß des Johannes Winter von Nieder mörlen ſteht Termin 2 Ale l werden ſich eing. melden Beſtollal flann er Mf un Bußb. 5 1 (111 mittags! lh bon nachfehen tenden, u benden B 0 e 91 18 975 31² 77 800 Die 3 Fried Arb (162 tags um dehaus nachben ) Ma 2 die Kal J) die! anſch uner den werdende den offen Burt (163) derwadd, kerbäum wog wieden zum 5 Hand 0 Ziege als Be⸗ din ſtem⸗ Jeruckzu⸗ geſtiften d Ich bin zes Un⸗ keicht⸗ immer ze Ver⸗ agte ſie: e, ſo ge⸗ t gegen wahrlich Ugemeine gemacht t meinen cmaligen thaten, cht blos nd mein pft, und noch ein⸗ verneh⸗ ach, war beruͤhm⸗ r armen ter— Beibe, Genfer uilaufen Veicelli. ſeidenes, ublich in ar ohne nicht wie machen. ne, ſagte s dieſe fer er den Er⸗ u beken⸗ ne Herr⸗ zu über⸗ iſtes ent⸗ mu, nach ien neben en Eitera⸗ r geſagt/ due arme upbe ver⸗ 1 geben, * Mittwoch den 27. März l. J, Morgens 10 Uhr. Alle bekannten wie unbekannten Gläubiger werden daher aufgefordert, zu dieſem Termine ſich einzufinden, ſowohl ihre Forderungen anzu— melden als wegen Conſtituirung der Maſſe, Beſtellung eines Maſſecurators ꝛc. ſich zu er— klären oder zu erwarten, daß ſie ſofort von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Butzbach den 21. Januar 1850. Großh. dee a icht 915 Holz ⸗Verſteigerung. (14) Dienſtag den 19. Februar, Vormit⸗ mittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Freiherr lich von Ritter'ſchen Walde bei Hof-Haſſeleck nachſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbie— tenden, unter den vorher bekannt gemacht wer— denden Bedingungen, verſteigert werden: 30 eichen Bauſtämme, 3655 Cbkf. enthaltend, 31 Stecken eichen Scheitholz, 18 5„ Prügelholz, 975 Stück„ Aſtholzwellen, 312„ Backwellen, 7½ Stecken tannen Prügelholz, und 800 Stück„ Wellen. Die Zuſammenkunft iſt auf Hof. Haſſeleck. Friedberg am 6. Februar 1850. In Auftrag: Fa a tz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (162) Freitag den 15. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Gemein⸗ dehaus die bei Einfriedigung des Todtenhofs nachbenannten Arbeiten und Lieferungen, als: 1) Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 54 fl. 21 kr. 2) die Anlieferung von 26 Bütten N 34» 40„ Kalk, veranſchlagt zu 3) die Anlieferung von Sand, ver⸗ anſchlagt zu 14% 24„ unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich in Accord gegeben werden. Burggräfenrod den 8. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mo ſcher o ſch. Holz ⸗ Verkauf. (163) In dies jährigem Holzſchlag, im Schnei⸗ derwald, kommen Eichen zu Deichſeln und Lei— terbäumen, alte Buchen, ganz glatt und grade gewachſen, zu Achſen, und junge Buchen zu Lent— wieden von jeder beliebigen Länge und Dicke zum Hieb und werden in Cudbikfuß aus der Hand abgegeben. Ziegenberg den 7. Februar 1850. Kirch neir⸗ Bekanntmachung. (1610 Donnerſtag den 14. d. M. ſoll das dem Gr. Fiskus auf ſein Marktheil für 1850 in der Rockenberger Mark zugefallene Loosholz: 1) 223% Stecken buchen Scheitholz Ir Klaſſe, 2„ Prügel 5 3) 1868% Stück Wellen buchen Reisholz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens 9 Uhr am Forſthaus. Bemrekt wird noch, daß gegen Ein⸗ legung vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine Zahlungs- friſt bis zum 1. September d. J. geſtattet wird. Obbornhofen am 5. Februar 1850. Der Gr. Revierförſter des Reviers Münzenberg Marchand. Srohlie ferung. (1635) Friedberg den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 900 Ge— bund Kornſtroh in die Betten der ledig caſer— nirten Mannſchaft in dem Verwaltungsbüreau auf dem Soumiſſionawege an den Wenigſtneh— menden in Accord gegeben, und die Lieferungs- Bedingungen können von heute an in dem oben gedachten Büreau eingeſehen werden. „ Die Großh. Herrn Bürgermeiſter der Um— gegend werden erſucht, daſſelbe im Intereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg am 11. Februar 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (166) Die auf Mittwoch den 6. Februar feſtgeſetzte Holzverſteigerung wurde unterbrochen und ſoll nun Dienſtag den 19. und Mittwoch den 20. d. M., jedesmal Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, fortgeſetzt werden. Am 2. Tag wird eine bedeutende Quantität eichen Bau-, Werk⸗ und Nutzholz verſteigert. Lich den 7. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter iter ich Holz⸗Verſteigerung. (167) Freitag den 15. d. M., Vormittags halb 10 Uhr, ſollen im Rodheimer Gemeinde⸗ wald, Diſtrict Vorderwald: 124 Stecken kiefern Scheitholz, 277„„ Prügelholz, 103„„ Stockholz, 2413 Stück„Wellen, 265 Stämme„ Bau- und Werkholz, 5840 Cubikfuß enthaltend, und 190 Stück fichten Stangen⸗Werkholz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Alles Holz wird gegen vorſchriftsmäßige Bürg⸗ ſcheine verborgt bis zum 1. September d. J. 9 15 Zuſammenkunft iſt im Schlage bei dieſem olz. Rodheim den 9. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Bekanntmachung. (168) Auf mehrfaches Begehren wird die in der Bekanntmachung vom 30. Mai 1849, in Nro. 43 dieſes Blattes,(874) feſtgeſetzte Ver⸗ borgungszeit in Bezug auf Braunkohlen vom Bauernheimer Bergwerk bis zum 15. April l. J. verlängert und der Zahlungstermin nun auf den 1. Juni l. J. beſtimmt. Aſſenheim den 8 Febr. 1850. Die Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Bergwerksverwaltung. Bekantmachung. (169) Eingetretener Hinderniſſe wegen kann die auf den 11. Februar 1850 angekündigte Eröffnung der Main-Weſer-Bahn von Frankfurt bis Friedberg nicht ſtattfinden, und wird der Tag der Eröffnung durch weitere Be— kanntmachung zur allgemeinen Kenntniß gebracht werden. Die Direction der Main⸗Weſer⸗Bahn zu Gießen Lauben heimer. Bekanntmachung. (170) Auf Betreiben der Gebrüder Ferdinand Auguſt Wilhelm Chriſtian und Otto Rudolph Carl Conrad, Freiherrn Rau von und zu Holz— hauſen, ſollen folgende, dem Pachter Dr. Carl Jaup in Dorheim gepfändete Gegenſtände, als: 1) 20 Malter Hafer, 2) 20 Malter Gerſte, 3) 100 Fuder Stroh, 4) 2 Faſelochſen, im Termine den 23. d. M., Nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathhauſe in Dorheim öffentlich meiſt— bietend, gegen gleich baare Zahlung, ver— kauft werden, was Kaufliebhabern hierdurch be— kannt gemacht wird Nauheim am 8. Februar 1850. Kurfürſtliches Juftizamt. Der Actuar Raabe. a. Bekanntmachung. (171) Auf Betreiben des Handelsmannes Gerſon Katz von Steinbach, ſollen folgende, dem Pachter Dr. Carl Jaup in Dorheim ge⸗ pfändete Gegenſtände, als: 1) die vorhandenen Branntweinbrennereigeräth⸗ ſchaften, namentlich: drei kupferne Keſſel, drei Malzbütten, ein Kühlſaß und drei kleinere Bütten ꝛc. 2) fünfzehn Ohm Branntwein mit Faß, im Termin den 22. d. M., Nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathhauſe in Dorheim öffentlich meiſt⸗ bietend, gegen gleich baare Zahlung, ver— kauft werden, was Kaufliebhabern hierdurch be⸗ kannt gemacht wird. Nauheim am 8. Februar 1850. Kurfürftliches Juſtizamt. Der Actuar Raabe. k. a. Verpachtungsanzeige. (172) Das Fürſtlich Solms⸗Braunfelo'ſche Hofgut bei Maberzell, der Trätzhof genannt, ungefähr eine Stunde von Fulda entfernt, wird mit dem 24. Juni 1850 leihfällig. Das vollkommen arrondirte Hofgut enthäl außer den ganz neu aufgeführten Wohn⸗ und Oeconomie⸗Gebäuden und ſonſtigen Berechti⸗ gungen circa 1) an Ackerland 400 Morgen, 2)„ Wieſen 100— 3)„Gärten 17 1 4)„Wald und Huten ꝛc. 300 1 und ſoll von genanntem Tage ab auf 15-18 Jahre anderweit in Zeitbeſtand gegeben werden. Da man beabſichtigt, dieſes Gut aus der Hand zu verpachten, ſo werden Pachtliebhaber, welche nachweiſen können, daß ſie die erforderlichen öconomiſchen Kenntniſſe beſitzen, eine Kaution von 2000 Thlr. baar zu 4 prE. zu hinterlegen im Stande und im Beſitze von Heimaths⸗ rechten ſind, hierdurch eingeladen, alsbald und längſtens bis zu Ende März d. J. bei unter⸗ zeichneter Rentkammer zu erſcheinen, und auf Grund der näheren Pachtbedingungen, die auf unſerm Secretariate zur Einſicht offen liegen einen Pachtvertrag abzuſchließen.— Sollte je⸗ doch ein Vertrag auf dieſem Wege nicht zu Stande kommen, ſo wird nach demnächſtiger weiterer Bekanntmachung eine öffentliche Ver⸗ pachtung an den Meiſtbietenden vorgenommen werden. Braunfels den 31. Januar 1850. Fürſtlich Solms⸗Braunfels'ſche Renlkammer Denhard. Aufforderung. (173) Die Gemeinde Stammheim in dem Regierungsbezirk Friedberg, be⸗ darf zur Vertheilung des von Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt Görtz zu Schlitz, gekaufte Güter, beſtehend in 258 Gr. Heſſ. Normal- morgen, einen Gr. Geometer, vorzugs⸗ weiſe I. Klaſſe, welcher die Vertheilung von 70 größeren Stücken in 340 „½ Morgen große Parzellen vorzunehmen und die betreffenden Meßbriefe auszu⸗ fertigen hat.— Denjenigen, welche ge⸗ ſonnen ſind vorſtehende Arbeit zu über— nehmen, wird bemerkt, daß keine Taggel— der, ſondern entweder eine der Arbeit ent— ſprechende runde Summe oder per Morgen— bezahlt wird. Wer Luſten hat dieſe Arbeit unter den vorſtehenden Hauptbedingungen ne— ben ſorgfältiger Arbeit zu übernehmen, dem theilt recht gerne auf portofreie Anfrage das Nähere mit Stammheim den 9. Februar 1850. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bermann. 0 9 1 Privat- Bekanntmachungen. Die Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft „Colonia“, (46) welche durch die Verordnung vom 26. November 1847 der Aachen⸗Münchner Geſellſchaft als ein inländiſches Inſtitut des Großher zogthums, gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantieen und Vortheile dar, wie jene Geſellſchaft. Die unterzeichneten Agenten ſind zur Annahme von Verſicherungs-Anträgen auf bewegliche Gegenſtände jeder Art und zur Ertheilung jeder gewünſchten Auskunft bereit. Antragbogen zur Verſicherung können bei denſelben unentgeldlich in Empfang genommen werden. Friedberg und Hungen den 11. Febraur 1850. Die Agenten der Colonia: NRulhis, in Friedberg. Fun le, in Hungen. Hotel Schroeder. (188) Durch die Eröffnung der Main-Weſer-Bahn und deren Bahnhof am Taunus⸗Thor, bin ich ſo frei, meinen Freunden und Bekannten in der Wetterau meinen nahe gelegenen Gaſthof in empfehlende Erinnerung zu bringen. Preiswürdige Weine, gut zubereitete Speiſen, prompte Bedienung, laſſen mich hoffen, die Zufriedenheit der mich Beehrenden zu erwerben. Frankfurt im Januar 1830. Curl Schroeder, Höôtel Schroeder, Steinweg. Nacht Nei- Vorl Orleuns 53.—& Ne- fl. 58. Regelmäßiger Dienſt (160) beginnt mit dem erſten März ünd finden jede Woche abwechſelnd über Havre, Rotterdam, Antwerpen, London und Bremen Expe⸗ ditionen ſtatt. Briefe frei. Frankfurt a. M. im Februar 1850. 9 Joh. Aug. Simeons, Schuͤtzenſtraße Nr. 11. Der Fahrplan nebſt Tarif der Main⸗Weſer⸗Bahn iſt (4600 billig zu haben bei Friedberg. C. Bindernagel. An; e eg e (10) Baumwollen Zettel⸗ und Einſchlag⸗ arn, ſowie Maſchinengarn von vorzüglicher Onalttät, wird zu den möglichſt billigſten Prei⸗ ſen verkauft bei Friedberg im Februar 1850. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe Nr. 244. Zur gefaͤlligen Beachtung! (149) Der Unterzeichnete macht ſeinen Freun⸗ den und Gönnern die ergebene Anzeige, daß vom nächſten Montag den 11. d. M. an, gutes bairiſches Bier, per Glas, in Zapf genommen wird, wozu höflichſt einladet Friedberg den 6. Februar 1850. G. Gerlach. Tanzmuſik. (20) Unterzeichneter macht einem hieſigen und benachbarten Publikum hierdurch die erge⸗ bene Anzeige, daß nächſten Markttag den 13. d. M., gut beſetzte Tanzmuſik bei ihm anzu⸗ treffen iſt. Friedberg den 6. Februar 1850. G. Gerlach. Zum Verkaufen. . Ein faſt ganz neues ſechs⸗ Noctaviges Piano iſt billig f zu kaufen bei Inſtrumenten⸗ macher Glück in Fried⸗ —— berg. 1A Eine Scheuer (175) auf den Abbruch hat zu verkaufen Eberhard Karl, in Traismünzenberg. Verſtei gerung. (176) Montag den 18. d. Mts., ſollen auf dem Hofe zu Rinderbügen bei Büdingen, nach⸗ ſtehende Gegenſtände freiwillig verſteigert werden: 4 Pferde und ein zweijähriges Fohlen, 9 Ochſen, 10 tragbare Kühe und 2 tragbare Kalbinen/ 1 Faſelochs, 2 Paar junge Stiere, 8 Rinder, 100 Stück Hämmel, 40„ Jahrlingslämmer, 60„ Schaafe, 12 tragbare Mutterſchweine, 24 junge Zuchtſchweine, worunter ſich 4 junge Eber befinden, 2 fette Schweine, 3 Wagen, 6 Pflüge, 2 Eggen, 150 Malter Kartoffeln, eine vollſtändige Brennerei, mehrere Brannt⸗ weinfäſſer und ſonſtige Geräthſchaften, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden. Rinderbüger⸗Hof den 7. Februar 1850. Theilmann, Pachter. Bekanntmachung. (177) Nachdem durch gemeinſchaftlichen Kauf des von Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen von Degenfeld ſeither in Pacht gehabten Guts, von Petritag 1850 nachfolgende Gegenſtände über⸗ flüſſig erſchienen ſind, ſo beabſichtige ich Dienſtag den 19. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend: vier Pferde, zwei Paar Ochſen, zehn Kühe und drei Rinder, zwei Mutterſchweine mit Ferkel, eine trächtige Erſtlingsmuck und vier⸗ undzwanzig Stück große Zuchtſprenger, Wagen⸗ und Ackergeſchirre für vier Pferde, einzelnes Geſchirr für vier Ochſen, zwei Wagen, ein Ochſen⸗ und ein Pferdewagen, vier Pflüge und zwei Eggen, in meinem Hofe ſelbſt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen, was die Herren Bürgermeiſter be⸗ kannt machen zu laſſen erſucht werden. Bellersheim den 31. Januar 1850. K. Carl, Pachter. Annonce. (178) Feine Thibets von fl. 1. 30 kr. per Staab an, glatte, geköperte und Lüſtre-Orleans, ſowie verſchiedene andere Sorten wollener Klei⸗ derſtoffe von 40 kr. bis fl. 1. 20 kr. per Staab, halbwollene und ganz wollene Hemdenflanelle und dicke Multongs, glatt und geköpert von 30 kr. bis fl. 1. 20 kr. per Staab,,/ und ½ breite Kleider-, Möbel- und Vorhangkattune, mit und ohne Glanz von 12 bis 24 kr. per Elle, gedruckle Hamans in kleinen Deſſins für Kleider- und große Möbelmuſter von 9 bis 12 kr. per Elle, glatte und geköperte ſchwere Baum— wollenzeuge für Kleider, Bett- und Möbel⸗Ueber⸗ züge, weiße Piqué in großer Auswahl von 8 bis 24 kr. per Elle, Piquéè-Decken und Piqué⸗ Röcke von fl. 1. 30 kr. bis fl. 5 per Stück, ſchwere, im Garn gebleichte Leder- und Haus⸗ macherleinen von 10 kr. an per Elle, Lang⸗ ſhawls, viereckige kleine Tücher und große Um⸗ hängſhalws von 48 kr. bis fl. 9. per Stück, engliſche und oſtindiſche Foulards von fl. 1. bis fl. 3 per Stück, Baumwoll⸗Foulards von 24 kr. bis 40 kr. per Stück, Halsbinden und Shlips in Seide, Halbſeide, Wolle, Halbwolle und Baumwolle von 24 kr. bis fl. 4. per Stück bei R. O. Hauſſer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Er x ung. (179) In Nr. 65 des gegenwärtigen Blattes vom 22. Auguſt vorigen Jahrs findet ſich unter 1284 eine Warnung von unſerer Seite in Be— treff des Herrn von Leonhardi zu Großkarben abgedruckt. Da der Inhalt derſelben auf einem Irrthum beruht, ſo fühlen wir uns der Wahr⸗ heit gemäß verbunden, dieſelbe, wie hiermit ge⸗ ſchieht, öffentlich und ausdrücklich zu wiederrufen. Burggräfenrod am 9 Februar 1850. Der Ortsvorſtand daſelbſt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. volle 7 gens da feiner ge nicht ein beſchadi gänzlich. ſtäͤrkſten dicke St dergewos deres qu U W ſchon nicht, dorbene geräthe muß e eines laſſen s * . w. ſui lich zu! aus grö den, Um D fremdes Aufnahn, Dat