Bret. An den erfeld. * Url. N(Furs Atdurs daren unent⸗ fſpa⸗ prompte dran zu n Lom⸗ etwas au, übec. ublitum neuerer uterhal⸗ verehrl. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. A. Sonnabend den 12. Januar 1850. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Landgericht Großkarben an die Gr. Bürgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Die genauere Beobachtung der Stempel- und Taxordnung. Unſer in obigem Betreffe am 29. September 1842 an Sie erlaſſenes Ausſchreiben(Nr. 76 und 79 des In— telligenz⸗Blattes) bringen wir hiermit in Erinnerung. Großkarben am 31. Dezember 1849. ge Lina. Erinnerungen aus der Vergangenheit. Novelle von Franz J. Englert. (Fortſetzung.) Es war an einem Abende, kurz nach der Ankunft auf ſeinen Gütern, als er mit Lina den Garten beſuchte; beide Mütter folgten ihnen. Auf eine von Linden be— ſchattete Moosbank ließen ſie ſich nieder. Der freundliche Vollmond, welcher ſich durch die trüben Dämmerwolken brach, ſpiegelte ſich in dem nahen Teiche ab, welcher vor ihren Blicken ſein ſpiegelglattes, vom Weſtwinde nur hie und da ſein bewegtes Gewäſſer ausbreitete. Stille herrſchte in Nähe und Ferne, und nur das plätſchernde Aufſprin— gen munterer Fiſche unterbrach ſie zuweilen. „Laſſen ſie mich, liebe Lina,“ begann Auguſt,„nun einige Worte an Sie richten. Es iſt Ihnen vielleicht, wenn Sie verſtehen, im Auge die Gedanken des Herzens zu leſen, nicht mehr unbekannt, daß ich ein eifriger Ver⸗— ehrer Ihrer Vorzüge bin. Die Verſicherung aus Ihrem Munde, daß Sie mir gut ſind, köunte mich glücklich machen.“ f Lina ſah verlegen zur Erde.„Ich war Ihnen immer gut, lieber Auguſt,“ antwortete ſie mit kaum vernehmbarer Stimme,„und ich werde Ihnen immer gut bleiben.“ „Sie machen mich durch dieſe Worte glücklicher, als ich jemals gedacht,, erwiederte Auguſt.„Sie verſprechen mir mehr, als ich verlangte, mehr, als ich jetzt verlangen kann. Mir genüge für die Gegenwart die Verſicherung, daß Sie mir jetzt gut ſind; mein eifrigſtes Streben ſoll dahin zielen, daß Sie mir dann ſpäter die wiederholte Ver— ſicherung geben, mir immer gut zu bleiben. Dann aber erfüllen Sie, ich bitte, meinen ſchönſten Wunſch, mit mir durch die Tage des Lebens zu gehen und ſo ein dauerndes Glück für mich zu gründen. Bevor ich jedoch,“ fuhr er fort,„dieſe wiederholte Verſicherung von Ihnen verlange, erſuche ich Sie nochmals um eine Prüfung Ihres Herzens, ehe Sie den Mann Ihrer Wahl beſtimmen; bedenken Sie wohl, dieſe Wahl iſt für die Dauer Ihres Lebens. Was mich betrifft, ſo habe ich dieſe Prüfung bereits vollendet. Ich verlange von der zukünftigen Gefährtin meines Lebens viel, ſehr viel; ich verlange von Ihr jenes wahre Glück, welches nur in der Stille des häuslichen Lebens zu finden iſt. Es iſt das Theuerſte, was Gatte und Gattin, durch Bande der Verwandtſchaft enger an einander geknüpft, jemals beſitzen, es wird vom Neide nicht angefochten, weil es verborgen in der Eingezogenheit des häuslichen Lebens blüht. Dies kann ich von Ihnen mit Beſtimmtheit er- warten; laſſen Sie mich hoffen, daß Sie nach ſorgfältiger Prüfung überzeugt ſein mochten, daß auch ich dies dauernde Glück zu gewähren vermöchte.“ In dieſem Augenblicke kamen Lina's und Auguſt's Mutter näher. Sie hatten unbemerkt dem Geſpräche zu⸗ gehört, und ſtanden jetzt lächelnd vor ihnen; ſie ſahen ſich mit einem Blicke an, der die Billigung des von ihnen be— lauſchten Geſpräches verrieth. Die Freude guter Eltern an dem Glücke lieber Kinder gehören doch immer zu den ſchönſten im Leben; das beſtätigt auch jetzt wieder der Ausdruck in den Augen und Zügen zweier glücklichen Mütter. Einige Tage nachher verließ Lina mit ihrer Mutter Auguſt's Beſitzungen; dieſer begleitete ſie bis zur preußiſchen Grenze, von wo aus ſie über die ſächſiſchen Lande in die Heimath zurückkehrten. Faſt ſechs Monate waren ſeit Lina's und ihrer Mut⸗ ter Abreiſe verfloſſen, als Auguſt die Nachricht erhielt, Lina ſei bereits mit einem preußiſchen Offtzier verſprochen. Er ſchrieb an ſeinen Freund Hermann nach Heidelberg, er— hielt jedoch keine Antwort; die Urſache eines ſo langen Stillſchweigens war ihm unerklärlich; er ſchrieb nun an Lina und ihre Mutter ſelbſt, bat Letztere, ihm die Hand ihrer Tochter nicht zu verſagen, und ihm zu erlauben, dieſe als Gattin in ſeine Heimath abholen zu durfen; ſeine Briefe blieben unbeantwortet. Er fing nun allmählig an, der ihm gewordenen Nachricht Glauben zu ſchenken und in Lina's Treue Zweifel zu ſetzen. Ein trauriges Leben begann für ihn zu tagen. Wenn das Schickſal einmal die Menſchen heimzu— ſuchen anfängt, ſcheint es ſich nicht damit begnügen zu wollen, 85 r —— ́— dern es pflegt eine Reihe trauriger Ereigniſſe an anein⸗ ander zu ketten. So ſchien es auch hier der Fall zu ſein; zu dem Schmerze vereitelter Wünſche geſellte ſich bald die Klage um den Verluſt ſeiner geliebten Mutter, welche dem vorausgegangenen Gatten in die ſorgenleeren Räume der Gruft nachfolgte. n f Der heimathliche Boden gewährte ihm nun nichts mehr, als traurige Erinnerungen. Er verließ daher die vererbten Güter, welche er ſeinem Verwalter übergab, unter dem Vorwande, daß er eine nöthige Reiſe unternehmen müſſe, von welcher er nicht ſo bald zurückkehren würde. Zwei Wochen ſpäter nahm er an der ſchneebedeckten Grenzmauer, welche die deutſche Erde von den heiteren Gefilden Italiens ſcheidet, Abſchied von der Heimath. Am Fuße der Alpen ſagte er ihr nochmals Lebewohl, Sein Herz pochte laut nach Allem, was er dieſſeits der Alpen liebte; aber wie ſehr es ihn auch dahin zog, er wähnte die Braut treulos, er wußte ſeine Eltern von der Gruft umſchloſſen. Darum ſah er mit dem wehmüthigen Blicke nach der ernſten deutſchen Erde, welche für ihn nunmehr ja doch eine Stätte trauriger Erinnerungen war. Er ſtieg über den St. Bernhard in das Thal von Aoſta hinab, mit ſich ſelbſt uneinig, welchen Weg er nehmen ſollte. Eine kleine Villa in der Nähe Roms gewährte ihm ein freundliches Aſyl; dort verlebte er in ſtiller Abgeſchieden— heit die nächſten Jahre ſeiner Zukunft, und dachte nur mit trüber Rückerinnerung an ſeinen heimiſchen Herd. Hätte er ahnen können, welche traurigen Zeiten die Familie Welsdorf ſeitdem erlebte, er würde zurückgeeilt ſein, um Hülfe zu bieten, wo es ſeine ſchwache Kraft ver— mocht hätte. Lina war nicht verlobt; ſie war einem aller⸗ dings an ſie geſtellten Antrage dadurch ausgewichen, daß ſie darauf erwiederte, ſie ſei bereits Auguſt's Braut; auf dieſe Weiſe war Auguſt zu eilfertig eine falſche Nachricht mitgetheilt worden, die ſich in der That nun ganz anders verhielt. Allerdings war dadurch, daß Auguſt's Briefe unbeantwortet blieben, der Schein nichts weniger als ge— gen die Beſtätigung dieſer Nachricht; allein dies war da⸗ durch veranlaßt worden, daß Hermann zu jener Zeit von Heidelberg eiligſt abberufen wurde, weil ſeine Mutter ſchwer erkrankt darniederlag. Deßhalb blieben auch die Briefe an Lina und ihre Mutter unbeantwortet, da man jeden Tag auf Beſſerung hoffte, ohne daß dieſelbe eintrat. Als nun die Mutter wieder geneſen war, und Hermann nach Heidelberg zurückkehrte, da wurden Auguſt's Briefe auf das Freundlichſte erwiedert. Allein er befand ſich damals ſchon in Italien und ahnte nicht, was ſich im Vaterlande ereignete. Er würde ſonſt bald wieder Italien verlaſſen haben, um in die Heimath zurückzukehren. Lina wartete vergeblich auf die Beantwortung ihres Briefes; ſie ſchrieb zum Zweitenmale, doch wieder ohne Erfolg, bis ſie endlich Auguſt's Verwalter von deſſen Ab— reiſe mit der Bemerkung benachrichtigte, daß er nicht wiſſe, wohin Auguſt ſeinen Weg genommen habe, und wann er zurückkehren werde. f Lina verfiel in eine beklagenswerthe Gemüthskrank— heit, und bald umdüſterte ſie die dunkle Nacht des Irrſinns. Mütterliche und brüderliche Liebe vermochten ſie nicht mehr zu heilen. Dieſe unternahmen zu ihrer Wiederherſtellung eine Reiſe in die ſchönen Gegenden Tyrols und der Schweiz, aber die Kranke kehrte nach Hauſe zurück, wie ſie daſſelbe verlaſſen hatte.—— (Schiuß folgt.) 14— ein oder das andere Unglück über ſie zu verhängen, ſon⸗ Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Dezember. Friedberg. Getraute: 26. David Karl Scharmann, Gr. Heſſ. Feldwebel im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments, des weiland hieſigen Caſernenwärters David Scharmann nachge— laſſener ehelich lediger Sohn und Anna Maria Lippold, des hieſigen Bürgers und Büchſenmachers Anton Lippold, eheliche ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Säcklermeiſter Joh. Georg Rauſch ein Sohn, Johann Conrad, geb. den 11. Sept. 9. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Hein— rich Friedrich ein Sohn, Fritz, geboren den 10. November. 16. Dem Gr. Lehrer am Schullehrerſeminar dahier Johannes Wahl eine Tochter, Maria Dorothea Auguſte Wil— helmine Emilie, geboren den 24. October. 16. Dem Gr. Regierungsſecretär dahier Johann Valentin Krach eine Tochter, Eva Katharina Eliſabethe Mar— garethe Amalie, geboren den 1. November. 4 25. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Wirth Jacob Nicolaus Müller ein Sohn, Emmerich, geb. den 14. Dez. 26. Dem Bürger zu Großgerau und Bauaufſeher 1. Klaſſe dahier Johannes Landau eine Tochter, Anna Marga— retha, geboren den 3. Dezember. 26. Dem Bürger und Bierbrauer dahier Jacob Burck eine Tochter, Maria Thereſia Eliſabetha, geb. den 9. Dez. 27. Dem Großh. Major außer Dienſt Georg Karl Fried- rich Schäffer dahier ein Sohn, Friedrich Chriſtian Ludwig Ernſt, geboren den 15. November. Bede; 5. Der hieſige Burger und Oeconom Rudolph Schmidt, alt 34 Jahre, den 3. Dezember. 11. Anna Katharina Ritzel, des weiland hieſigen Burgers und Hufſchmieds Joh. Georg Ritzel nachgelaſſene eheliche ledige Tochter, alt 44 Jahre, 9 Monate und 3 Tage, 1 den 9. Dezember. 11. Ein todtgeborenes Söhnchen. 13. Des hieſigen Bürgers und Schneiders Georg Friedrich Löwenſtein eheliches Söhnchen, Georg Chriſtian Chriſtoph, alt 9 Jahre, 8 Monate und 10 Tage, 1 den 11. Dez. 13. Johann Heinrich Müller, hieſiger Bürger und Gaſt— wirth, alt 41 Jahre und 9 Tage, k den 11. Dezember. 13. Anna Eliſabetha(Bernhardt), der Maria Margarethe Brack von Faͤuerbach II. Töchterchen, alt 2 Jahre und 27 Tage, à den 11. Dezember. 16. Wilhelm Renneberg, des hier verſtorben geweſenen Stadthauptmanns und Wundarztes Joh. Georg Renne— berg, nachgelaſſener ehelicher Sohn, alt 12 Jahre, 9 Monate und 20 Tage, den 13. Dezember. 23. Ernſt Daniel Georg Philipp Ockel, hieſiger Bürger und Spenglermeiſter, alt 26 Jahre und 17 Tage, den 21. Dezember. 26. Johann Georg Schloder, Musketier im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments dahier, gebürtig zu Holz— mühl, Reg.⸗Bez. Alsfeld, alt 21 Jahre, 8 Monate und 11 Tage, t den 24. Dezember. 27. Karl Wolf, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Andreas Wolf, eheliches Söhnchen, alt 3 Jahre, 5 Monate und 7 Tage, 1 den 26. Dezember. 28. Friedrich Karl Weckerling, des weiland hieſigen Bür— gers und Maurermeiſters Karl Weckerling nachgelaſ— ſenes eheliches Söhnchen, alt 11 Jahre, 5 Monate und 12 Tage, 1 den 26. Dezember. ber. im 2. elland achge⸗ pold, pold, Georg Sept. Hein⸗ ember. annes Wil⸗ lentin Mar⸗ Jacob . Dez. Klaſſe Larga⸗ t eine Dez. Fried⸗ riſtian Gaſt⸗ ember. zarethe Jahre 3 eſenen Nenne⸗ hre, 9 Bürger ige, 7 taillon ol Hon Nonate neiſters 29. Anna Regina Fritz, des hieſigen Buͤrgers und Bäcker⸗ meiſters Karl Friedrich Fritz eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 10 Monate und 10 Tage, 1 den 27. Dez. 30. Balthaſar Heppel, Musketier im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments dahier, gebürtig aus Ruſſelsheim, Reg.⸗Bez. Darmſtadt, alt 21 Jahre, 4 Monate und 6 Tage, 1 den 28. Dezember. 1 Markt- Bericht. Friedberg, am 9. Januar 1850. 30. Louiſe Friederike Henriette Oßwald, geborene Söllner, Korn des hieſigen Burgers und Kaufmanns Karl Oßwald Ehefrau, alt 27 Jahre, 3 Monate und 26 Tage, 7 den 28. Dezember. Aufgefahren] Verkauft 4 Gattung. wurden wurden Mißtelbreiſe (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. ier———— 8 2 5 4 50 Gexſtee 3 3 3 45 Soer 2 4 2 45 Erbſen.———.—— Kartoffeln.—— 1— Bekanntmachungen von Be— 2 hörden. . 8 INN 55 Edictalla dung. (1813) Nachdem gegen Peter Klips Eheleute zu Vilbel der förmliche Concursproceß erkannt worden iſt, werden Alle, welche Anſprüche an dieſelben zu haben glauben, aufgefordert, ſolche im Liquidationstermine Mittwoch den 20. Februar k. J., Vormittags 9 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzuzeigen und zu begründen. Etwaige Stell⸗ vertreter müſſen gehörig bevollmächtigt und zum Abſchluſſe des zu verſuchenden Arrangements legitimirt erſcheinen, indem es ſonſt ſo ange⸗ ſehen werden ſoll, als ob ihre Mandaten in die von der Mehrheit der perſönlich anweſenden oder gehörig vertretenen Gläubiger gefaßt wer⸗ denden Beſchlüſſe einwilligten. Groskarben am 30. November 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Oeffentliche Ladung. (7) Alle unbekannte Gläubiger des zu Vilbel verſtorbenen Johannes Breiter 1. fordert man hiermit auf, ihre Forderungen 8 Dienſtag den 22. Januar, Vormittags, bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, als ſie ſonſt bei der Erbauseinanderſetzung nicht berück— ſichtigt werden. Groskarben am 30. Dezember 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Schmidt. Immobilien-Verſteigerung. (9) Dienſtag den 15. Januar k. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Immobilien der Balthaſer Schmidts Ehe— leuten dahier meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus Holz⸗ ſchoppen und Stall, an Chriſtian Müller, 2) 46 Ruthen Garten in der 2. Gewann an Karl Heinrich Friedrich, Zins der Stadt⸗ i112 kr., 1½ hlr. f 3) 60 Ruthen in der 7. Gewann an Chriſtian oſt, 4) 27% Ruthen in der Burg⸗Gemarkung, zwiſchen dem Riedgraben, an Rudolph Weiß. Friedberg den 31. Dezember 1849. In Auftrag Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Buürgermeiſter Ben de r. Güterſtücke⸗Verſteigerung. (10) Dienſtag den 15. Januar k. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag der der Frau Ludwig Hieronimus dahier, gehörende Güterſtücke, als: 1) 208 Ruthen, der Ackergarten am Juden⸗ begräbniß, getheilt mit Karl Waßmuth und Ludwig Trapp, bepflanzt mit 17 Obſtbäumen, 2) 93 Ruthen beim Wildkautsgraben an der Ockſtädter Grenze an Ludwig Finzel, Zins in die Pia corpora 4½ Kreuzer, 3) 105 Ruthen daſelbſt an voriges Stück, Zins in die Pia corpora 4½. Kreuzer, freiwillig meiſtbietend verſteigert, mit dem An⸗ fügen, daß die beiden letzten Grundſtücke erſt im Einzelnen, dann im Ganzen zum Meiſtge— bot gebracht werden. Schließlich wird noch angeführt, daß die untere Etage des vor dem Mainzerthor befind— lichen Wohnhauſes aus der Hand vermiethet wird. Friedberg den 31. Dezember 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (22) Mittwoch den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, werden in dem Amtslocale des Unter- zeichneten, nachgenannte Wohnungen in dem fiskaliſchen Hauſe, die Bauverwalterei genannt, in dahieſiger Burg, beziehungsweiſe vom 16. und 29. April d. J an, öffentlich meiſtbietend auf 3 Jahre vermiethet, nämlich: 1) eine Wohnung, beſtehend aus Stube und Kammer, wozu ein Theil des Kellers und ein Theil des Speichers gehört; 2) eine dergleichen, enthaltend: Stube und Alkoven, mit einem Theil des Speichers und einem halben Keller. Friedberg den 5. Januar 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den bei Oberrosbach gele⸗ genen Großh. Domanialwaldungen betreffend. (20 Die Verſteigerung des buchen⸗ und birken Prügelholzes am 28. v. M. im Diſtriet Mainzerhecken, hat die vorbehaltene Genehmigung hoherer Behörde erhalten und wird hinſichtlich deſſelben hiermit beſtimmt, daß Mon⸗ tag den 14. d. M. gegen vorſchriftsmäßige Bürg⸗ ſcheine die Verabfolgungsanweiſungen bei Unter zeichnetem in Empfang zu nehmen ſind und von demſelben Tage an jeden Montag und Donner— ſtag Zahlung bei Großh. Rentamt Friedberg geleiſtet werden kann. Die Abfuhr beginnt Dienſtag den 15. l. M. und muß, wenn die Witterung kein Hinderniß macht, bis den 9. Februar beendigt ſein.— Sodann ſoll Freitag den 18. d. M. das nicht genehmigte Holz in den Mainzerhecken abermals— und noch eine weitere Quantität im Weſterfeld'ſchenwald— in beiden Di— ſtricten zuſammen der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt werden: 6 Stecken buchen- und 10 Stecken eichen Scheitholz, 4 Stecken buchen-, 10 Stecken eichen- und 19½ Stecken aspen Prügelholz, 5 Stecken buchen⸗ und 24 Stecken eichen Stockholz, 1675 Wellen buchen⸗, 4225 Wellen birken- und 3275 Wellen aspen ꝛc. Reiſerholz, 13 Klötze eichen Baubolz, von 13% bis 26“ Durchmeſſer und 15 bis 30“ Länge. 2 buchen Stämme zu Achſen. Die Verſammlung der Steigliebhaber iſt Mor- gens 8½ Uhr in der Holzmacherei im Weſter⸗ feld'ſchenwald; erſt wird aber das Holz in den Mainzerhecken— und dann das im Weſterfeld'— ſchenwald ausgeboten. Das Bau- und Werk⸗ holz folgt zuletzt. 5 Oberrosbach den 7. Januar 1850. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Verſteigerung von Straßenbauarbeiten. (28) Die zur Unterhaltung der Straßen im Baubezirk Grünberg für das Jahr 1850 erfor⸗ derlichen Arbeiten, nämlich: 1) Steinfahren, 2) Steinſchlagen und 3) Handarbeiten, ſollen an den nachbemerkten Tagen und Orten, jedesmal Vormittags 10 Uhr, an die Wenigſt⸗ fordernden öffentlich verſteigert werden. Montag den 21. Januar, in dem Rathhaus zu Grünberg, für die Stra⸗ ßen von Lindenſtruth über Grünberg gegen Schellnhauſen, und von Grünberg gegen Hungen. Dienſtag den 22. Januar, in der Wohnung des Gaſtwirths Geiß zu Rup⸗ pertenrod, für die Straßen von Grünberg nach Schellnhauſen, und von Ruppertenrod über Ulrichſtein bis zum Einſchnitt in die Straße von Schotten nach Herbſtein. Mittwoch den 23. Januar, in der Wohnung des Gaſtwirths Müller zu Geilshauſen, für die Straße von Grünberg über Londorf bis zur kurheſſiſchen Grenze. Donnerſtag den 24. Januar, in dem Rathhaus zu Laubach, für die Straße vom Wetterfelder Hammer über Laubach gegen Schotten. Freitag den 25. Januar, in der Wohnung des Gaſtwirths Hofmann zu Freienſeen, für die Straße von Flenſungen über Freienſeen nach Laubach. Montag den 28. Januar, in der Wohnung des Gaſtwirths Erb zu Atzen— hain, für die Straße von Homberg nach Grün— berg. Dienſtag den 29. Januar, im Gaſthaus zum Heſſenbrücker Hammer, für die Straßen von Grünberg gegen Hungen, und vom Heſſenbrücker Hammer gegen Lich. Mittwoch den 30. Januar, im Gaſthaus zum Engel in Lich, für die Stra— ßen vom Heſſenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach, und von Steinbach über Lich gegen Hungen. Donnerſtag den 31. Januar, in der Wohnung des Gaſtwirths Buttron zu Hungen, für die Straßen von Nonnenroth über Hungen nach Berſtadt, und von Langsdorf nach Hungen. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden zugleich die Großh. Bürgermeiſter erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Gemeinden durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen. Grünberg den 8. Januar 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg No ak Yer eig e e ü (29) Mittwoch den 16. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde ge— höriger 4jähriger Faſelochs öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Beyenheim den 10. Januar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Bekanntmachung. (80) Wegen Erkrankung des Caſſirers des Mathildenſtifts findet der nächſte Zahltag erſt Mittwoch den 23. Januar ſtatt. Friedberg den 10. Januar 1850. a Der Direktor des Mathildenſtifts Hofmann. Holz⸗Verſteigerung. (31) In hieſigem Gemeindewalde ſollen, 1) Dienſtag den 15. Januar d. S5 Vormittags 9 Uhr, 75 Stecken eichen Scheit und Prügelholz, e„ Reisholz, 14 buchen Scheit⸗ und Prügelholz, 2) Mittwoch den 16. Januar d. J Vormittags 9 Uhr, 41 Nadelholzſtämme, 5 Stecken ſichten Prügel holz, 33 7 7 Stockholz, 13„„ Reisholz, 0 8 30„ Forſthaufen,(gemiſchtes Reisholz,) 3) Donnerſtag den 17. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, 1 71 Stück eichene Bau-, Werk⸗ und Nutzholz⸗ ſtämme, eirca 9000 Cubikfuß haltend, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Gr. Bürgermeiſter werden hiermit er⸗ ſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Södel am 9. Januar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Väth. Holz-⸗Verſteigerung. (32) In den Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſchen Beinhardswaldungen werden Dienſtag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, öffentlich meiſtbietend verſteigert: 1) 2 Stecken birken Scheitholz, . buchen Prügelholz, 3) Led birken 5 3 buchen Stockholz, 5„ Reisholz, 6) 2000 Wellen eichen„ Aſſenheim am 9. Januar 1850. Die Gräfl. Solms⸗Rödelh. Forſtverwaltung. in allen Grösſe Privat- Bekanntmachungen. cob BFRCERS 5 ther mo-electrische A Stück mit Gebrauchs- Anweisung erster dual Rchlr pr. Cour, zweiter Qualité 20 Sgr. pr. Cour. ad load its ahuelel, E eh. DD nee. aue ew, geen, erbe, cee. eee, Lr. d. cb, Ce, ee ee, une url een, dure rum bg, vel e ce. le ele, e, ancien Ae eee een, ace, A el,! Haube, ue. eueren, Ae ee, eee lebt. ehe, ub, 5 olli N a 0 ueqννỹẽ,jẽũZ uss dug pnn H. 100. 8 Diese nach wissenschaftlichen Grundsätzen in eleganter Torm und in grösſter Vollkomenheit von J. T. 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(36) Allen denen Bewohnern der hieſigen Stadt, die uns bei dem ſo ſchmerzlichen Ver⸗ luſte der uns betroffen, ihre liebevolle Theilnahme geſchenkt haben, fühlen wir uns verpflichtet, unſeren herzlichſten Dank zu ſagen Friedberg den 12. Januar 1850. Zeitz, Oberſt.„ Louiſe Zeitz, geb. Dieffenbach. Bekanntmachung. (37) Bei der am 7. d. M. ſtattgefundenen öffentlichen Verlooſung des gewirkten Shawls hat die Nummer 18 gewonnen. Friedberg den 10. Januar 1850. Der Bürgermeiſter Be n dee r. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1. Sonntag n. Epiphan. d. 13. Jan. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Conrector Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche; Herr Stadtpfarrer Fertſch. Der Nachmittagsgottesdienſt in der Burgkirche wird wegen Krankheit aus⸗ geſetzt. Fruchtpreiſe. 9. Jan. 28. Dez. 29. Dez. Gattung. Fried⸗. Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter]— 8 nn ben 77 4450 445 4 10 Gerſte„— 345 3261 315 Hafer„ 5 21451 3341 220 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Januar. 2 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21—1 2— 1 7 3 12 77. eth. Lih, — Milchbrod 115% 16 ½ — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146/148 leiſch-Preiſe. lac ore. 1 Ochſenfleiſch 111— 10 2 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 217— „ Kalbfleiſch 6— 16— „ Schweinenfleiſch 92 „ Hammellleiſch 7— 7— „ Schaaffleiſch 6——— „ Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 144— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 22— 19— „Schinken 16— 16— „ Doörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz,—— ausgelaſſen 24— 18— unausgelaſſen 18— 16— „Nierenfett 20— 16— „ Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. f