** J thue diele mich eee Anden⸗ aud Liebe 9 , Nur. — g. g dien, ſo⸗ * Nr f 1 Friedberg, en Straßk. ungende Ftr⸗ will, ſonſt würde n ſeine Angabe Wäre— nicht ſo Druct übergeben, din gemtinten Aus. erſuch mtine Ehr⸗ Ditderei. t her konnte 1 1850. dt Beigeordneter. rj Anzeige. ruagel in Fried⸗ . Grün: engländer ſäche Srtache, leichte und ganz Zeit vollkommen Ein Hilfs⸗ derer und De⸗ lich lernen „ Auflagt. ert 8 tt. 97 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Begierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 62. Sonnabend den 10. Auguſt 1830. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 32 enthält: Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 21. Juni, die mit 1. Juli d. J. in Wirkſamkeit tretenden Uebereinkunft zwiſchen der Großherzogl. Heſ— fiſchen und der Königl. Sächſiſchen Regierung wegen Aufhebung der Vergütung strafrechtlicher Koſten. Nr. 33 enthält; 1) Verordnung vom 26. Juni, die Abhaltung der Wahlen zur periodiſchen Ergänzung des Handelsgerichts in Mainz betr.— 2) Bekanntmachung des Miniſteriums des Innern vom 1. Juli, die Organiſation der Verwaltungsbehörden, insbeſondere Er— richtung einer Regierungscommiſſion zu Worms betr.— 3) Bekannt⸗ machung, die Errichtung eines Salzmagazins zu Fürth betr.— 4) Dienſtnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben geruht: durch allerhöchſtes Decret vom 28. Juni den Staats⸗ miniſter Pr. Heinrich Carl Jaup, auf ſein aus Geſundheitsrückſichten geſtelltes Nachſuchen, von ſeinen Functionen als Miniſter des Innern und Vorſitzender im Geſammtminiſterium, unter Bezeigung der be— ſonderen allerhöchſten Zufriedenheit mit ſeinen ausgezeichneten treuen Dienſten, zu entbinden, mit gleichzeitiger Ernennung deſſelben zum wirklichen Geheimenrathe mit dem Prädicate„Excellenz“ und zum zweiten Präſidenten des Oberconſiſtoriums; ſodann durch allerhöchſtes Decret vom 30. Juni den Provinzial⸗ und Territorial⸗Commiſſär Reinhard Carl Friedrich Freiherrn v. Dalwigk zu Mainz zum Director des Miniſteriums des Innern und durch allerhöchſtes Decret vom 1. Juli den penſionirten Miniſterialrath Friedrich Georg von Bechtold zum Miniſterialrath im Miniſterium des Innern zu er⸗ nennen. f i Der Schiffbruch. Eine Erzählung von H. J. Nott. Mein Vater war ein angeſehener Pachter in der Umgegend von Glasgow. Seine Umſtände waren nicht glänzend, geſtatteten ihm aber frei von Sorgen zu leben, und ſeinen Kindern, zwei Söhnen und einer Tochter, eine an⸗ gemeſſene, in mancher Hinſicht ſelbſt bevorzugte Erziehung zu geben. Er ſagte uns oft, daß er uns ſo gut er nur könnte, werde erziehen und unterrichten laſſen, daß wir aber der— einſt weiter nichts zu erwarten hätten. Als ich das fünf⸗ zehnte Jahr erreicht hatte, ward ich, da ſich eine gute Gelegenheit darbot, bei einem Kleinhändler als Commis und Buchhalter angeſtellt; aber dieſer Mann ſah ſich nach drei Jahren genöthigt, ſein Geſchäft aufzugeben, und ich befand mich ohne beſtimmte Ausſicht für die Zukunft. Ich kehrte noch einmal zu meinen Eltern zurück; doch blieb ich nicht lange von ihnen abhängig. J Ein Schiffskapitän von unſerer Bekanntſchaft, der, als er eines Abends bei meiner Familie war, meine Lage erwähnen hörte, ſagte in einem ſcherzenden Tone:„Nun, Allan, wie würde Dir ein Ausflug nach den Vereinigten Staaten mit mir gefallen?“—„Der würde mir ſehr an⸗ genehm ſein,“ erwiderte ich.—„Wirklich? Nun dann brauchſt Du Dich nur bereit zu halten; denn ich reiſe in der nächſten Woche nach New- York.“—„Wenn meine Eltern einwilligen, meine Vorbereikungen ſind bald gemacht.“ Nach einigem Bedenken und einem kurzen Aufſchub von einem oder zwei Tagen erhielt ich ihre Zuſtimmung, und zu rechter Zeit war ich am Bord des Schiffes, das in Greenock bereit lag, in See zu ſtechen. f Unſer Schiff war bald unter Segel und mit einer friſchen Briſe fuhren wir ſchnell den Clyde hinunter. Der Kapitän rieth mir, auf dem Verdeck zu bleiben, um der Seekrankheit vorzubeugen, doch war es wohl nur ſeine Abſicht/ daß die Geſellſchaft und neue Gegen ſtände meine Traurigkeit zerſtreuen ſollten. Wir hatten ohngefähr zwölf Kajüten⸗Paſſagiere und nicht weniger als ſechzig im Zwi⸗ ſchendeck, letztere meiſt arme Leute aus den ſchottiſchen Hochlanden und einige Weber, die keine Arbeit mehr ge⸗ 1 eine Aufmerkſamkeit ward vorzüglich angezo durch ein engliſches Paar, Mann und— 1 fich bon den Uebrigen abgeſondert hielten. Der Mann lehnte ſich an das Bollwerk bel'm Back des Schiffes, mit bleicher Wange, die Zähne zuſammengebiſſen, die Lippen geſchloſſen und die eine Hand an ſeine Stirn gedrückt. Die Frau ſaß da, mit ihren Armen eine Tochter von ungefähr zehn Jahren umfaſſend; ſie weinte nicht laut, aber große Thräuen rannen über ihr Antlitz, während ihr Buſen ſich hob, als ob das Herz ihr zerſpringen wollte. Sie ſchien ſich abzu⸗ wenden, als ob ſie den Kummer, den ſie zurückzudrängen nicht vermochte, verbergen wollte. Ich hatte ſie länger als zwei Stunden in Zwiſchenräumen beobachtet. Alle Anderen hatten einen gewiſſen Grad der Faſſung gewon⸗ nen, ſie aber, wenn ſie einen Augenblick ruhig geworden war, ſo begann ſie nur deſto bitterlicher zu weinen. Die Tochter ſchien den Gram der Mutter nicht zu begreifen; doch da ſie dieſe ſo traurig ſah, küßte ſie ſie wiederholt und rief in kläglichem Tone:„Weine doch nicht, Mutter; liebe Mutter, weine nicht!“ Alles, was ich über die Fa⸗ milie erfahren konnte, war, daß ihr Name Campbell ſei und daß ſie einſt beſſere Tage gekannt hakten. Das Schiff glitt raſch voruͤber an den grünen Thälern und luftigen Hügeln von Bute und Arran, an den Fels⸗ klippen von Cantyre; Jura zeigte ſich gerade als die Nacht hereinbrach. Den nächſten Tag paſſirten wir den Norden von Irland, und das Land entſchwand unſern Augen. Ich 1 war ſo ſeekrank, daß ich erſt am dritten Tage wieder auf's Verdeck gehen konnte; da entzückte mich der Anblick des unermeßlichen tiefblauen Oceans und der tauſend und aber tauſend ſchaumbedeckten Wogen. 5 0 Meine Reiſegefährten waren in jeder Hinſicht ange⸗ nehm. Dem eingeführten Gebrauche gemäß findet zwiſchen Kajüten-Paſſagieren und denen des Zwiſchendecks kein Ver⸗ kehr ſtatt, und wirklich gab der Kapitän, der ſich einige Auto⸗ rität über mich anmaßte, mir es ſehr deutlich zu verſtehen, daß jedes Zuſammenhalten mit dieſen unpaſſend ſein würde. Dennoch konnte ich mich nicht des Verſuches enthalten, mit der ſchon erwähnten engliſchen Familie Bekanntſchaft zu machen; aber Beide, Mann und Frau, wichen meinen Annäherungen aus, als ob ſie nicht wünschten, daß man ihre Lage genauer kennen lernen ſollte. Nichtsdeſtoweniger benahmen ſie ſich mit großer Höflichkeit und unter Anderem liehen ſie mir einige Bücher. Die Tochter war geſelliger; da ihr Beſchäftigung und die für Kinder ſo nothwendige Abwechſelung fehlte, ſo ſchien ſie ſehr erfreut, ſo oft ich mich ihr näherte. Wahrſcheinlich freuten ſich auch die Eltern, daß das arme Kind auf irgend eine Weiſe Unterhal⸗ tung fand; denn ſie hemmten ihre Zuthunlichkeit nicht, und ſehr bald brachte ſie den größern Theil jedes Tages mit mir hin. Anfänglich ſah der Kapitän mürriſch dazu, doch da er merkte, daß die kleine Katharina der allgemeine Lieb⸗ ling war, gewann er ſie bald eben ſo lieb, wie die Ueb⸗ rigen. Schon ihre Schönheit mußte Jedermann einnehmen 8 ihre Stirn war hoch und klar, ihr Mund ſchön geformt mit zwei Reihen Zähnen wie Perlen und ihr Geſichtchen bildete ein reizendes Ovalz ihr Teint war ein reines Brünett, nicht viel Farbe, aber von Geſundheit zeugend; ihr ſeidenes Haar, ſo wie ihre Augen ſchienen auf den erſten Blick ſchwarz, waren aber in der Wirklichkeit vom ſchönſten Dunkelbraun, obgleich die langen ſchwarzen Wim⸗ pern, welche die Augen beſchatteten, ihnen abwechſelnd die Sanftmuth der Gazelle und die Scharfe des Adlers ver⸗ liehen. Sie war klein für ihr Alter, aber wie in ſolchen Fällen nicht ungewöhnlich iſt, in merkwürdiger Weiſe früh entwickelt; ihr Verſtand war ſo ſchnell, ihre Bemerkungen ſo treffend und originell, daß alle Kajüten-Paſſagiere oft zur ſelben Zeit ihr Fragen vorlegten und auf ihre Be— merkungen horchten. Wir 19 5 zehn Tage in See geweſen, als ſich ein Sturm erhob und zwar ſo heftig, daß drei Tage lang die Blenden der Kajütenfenſter nicht geöffnet wurden. Da meine Seekrankheit wiederkehrte, ſo hütete ich die ganze Zeit über das Bette; eine Nacht legte ſich der Wind und ich ſchlief feſt. Früh am Morgen ſtand ich auf, um auf dem Verdeck, wie ich täglich zu, thun pflegte, ſpazieren zu gehen. Die Matroſen waren an den Pumpen beſchäftigt, da auch das feſteſte Schiff Waſſer zieht. Es fiel mir auf, daß das ausgepumpte Waſſer nicht ſo übelriechend war, wie das Waſſer auf dem Schiffsboden zu ſein pflegt. Da das Pumpen länger als gewöhnlich dauerte, fragte einer der Paſſagiere ſcherzhaft:„Nun, Kapitän, habt Ihr Waſſer genug im Kielraum?“ „Ja,“ antwortete dieſer erbleichend,„mehr als ge— nug— ſchon vier Fuß.“ „So lauft doch um des Himmels willen in den nächſten Hafen ein!“ „Der iſt mehr als tauſend Meilen entfernt!“ lautete die erſchütternde Antwort. Dieſe traurige Kunde verbreitete ſich mit Blitzes ſchnelle und in wenigen Augenblicken waren die erſchreckten Paſſagiere, Männer und Frauen, auf dem Verdeck, dräng⸗ ten ſich um den Kapitän und hatten hundert ängſtliche Fragen. — 250— „Meine Freunde,“ ſagte er,„Ihr müßt Euch auf das Schlimmſte gefaßt machen. Unſere einzige Hoffnung beruht darauf, daß die Pumpen fortwährend in Thatig⸗ keit erhalten werden, und Jeder muß der Reihe nach ar⸗ beiten; unterdeſſen werden wir, hoffe ich, einem Schiffe begegnen.“ Dieſer Aufforderung ward unverzüglich Folge geleiſtet, um ſo williger, da er ſelbſt das Beiſpiel gab und ſchwerer als ein gewohnlicher Matroſe arbeitete. Unſer Schiff war mit trocknen Gütern geladen und der Raum mit Kohlen und Eiſengußwaaren angefüllt, welche letztere, wie Einige meinten, vorzüglich den Leck verurſacht hatten. Da das Waſſer noch immer ſtieg, wurde der Befehl gegeben, die Luken zu öffnen und die Ladung über Bord zu werfen, um das Schiff zu erleichtern. Man kann ſich leicht vor⸗ ſtellen, daß ich keine angenehmen Empfindungen hatte, als ich meine kleine Habe dem Meere übergab; doch wurde dieſe Erregung bald durch die ſchnelle Annäherung der Gefahr beſchwichtigt. 5 I Das große Boot wurde nunmehr in Bereitſchaft ge⸗ ſetzt. Sobald dieß bemerkt wurde, eilte Alles ſeine Sachen hinaufzubringen, bis das ganze Verdeck mit Kaſten, Koffern, Schachteln, Kleiderbündeln, ja ſelbſt mit Vogelbauern be⸗ deckt war. Wahrlich da war Gepäck genug, um einen mäßigen Schooner zu befrachten. Während wir an der Pumpe arbeiteten, ſagte der Kapitän leiſe zu mir:„Stecke Dein Geld und Deine Uhr zu Dir, aber gleich. Ich eilte hinunter, um dieß zu thun, und fand zu meinem Entſetzen den Fußboden der Kajüte ſchon mit Waſſer bedeckt. Dann nahm ich meinen Platz an der Pumpe wieder ein, und wir ſetzten unſere Arbeit fort; aber bald wurde ſowohl dieſe Pumpe als die andere untauglich. Sogleich ließ nun der Kapitän mit einer Kufe das Waſſer heraufziehen, doch das war, als ob man mit einem Fingerhute aus⸗ ſchöpfte— nur zu klar war es, daß allen unſeren Be⸗ mühungen zum Trotz das Waſſer ſiegte. f ortſetzung folgt.) 5 Blinden⸗Anſtalt zu Friedberg. Im abgelaufenen Monat Juli gingen für obige Anſtalt nach⸗ ſtehende freiwillige Gaben ein und werden hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigt. f n Durch Herrn Lehrer Werner in Oberrosbach nachträglich 6 kr.; Hr. Pfr. Wickenhöfer in Großk. 1 fl.; d. Hrn. Speckhardt von Z. J fl.; Hrn. G. Jakobi 1. zu Rodh. 1 fl.; Geſang⸗Verein zu Holzhauſen durch Hrn. Bürgermeiſter Ried mit Motto: Wenn du fröhlich biſt, ſo gedenke auch der Unglucklichen 5 fl. 30 kr.; Dr. R. 30 kr.; durch Hrn. Gym⸗ naſiallehrer Dr. Heinebach von einigen Studirenden 12 fl. 38 7550 8 Sch. in E. 5 fl.; d. die Redaction des luth. Kirchenblattes 3 fl. 17 1257 Poſtzeichen Darmſtadt, Gottes Segen der wohlthätigen Anſtalt v. R. 5 fl.; durch Colp. Pletſch 2 fl. 6 kr.; eine Verlooſung von Kindern in Gießen 20 fl.; durch Hrn. Pfr. Seriba zu Büdingen von L. 5 fl.; Hrn. Rentamtm. Fabricius in Arnsburg 1 fl.; d. Hrn. Pf. Zöckler in Laubach von V. und ſeinem Freunde 1 fl.; von C9 in Barimſtadt 1 fl.; rn. Lehrer Allgeier aus Barmſtadt 1 fl.; d. Colp. Pletſch in verſchiedenen Gemeinden des Reg.⸗Bez. Friedberg 20 fl. 37 kr.; d. denſelben 54 fl. 43 kr.; d. Hrn. Pfr. Buchhold zu Oſſenheim von Hrn, Schäfer in Aſſenheim 1 fl.; Eliſe Scherner aus Dahlsheim bei Worms 1 neues Hemd und zwei paar Sommerſtrümpfe. Aus der Hausbüchſe 18 fl. 12%, kr.; d. Hrn. Formenſt. Lebeau in Offenbach 2 fl. 18 kr.; Reiner⸗ trag eines Concerts in Lindheim von Hrn. Haar in Büdingen veran⸗ 437% 15 fl. 2 kr.; für gefertigte Arbeit 1 fl. 43 kr. Summa 238 fl. e an Neben dieſem diene den Freunden der Anſtalt zur Nachricht, daß am 1. Juli der 4. Zögling, ein Mädchen aus Beſſungen bei Darmſtadt, eingetreten iſt. Friedberg den 1. Auguſt 1850.„ 81 J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden ⸗Anſtalt. 1661 J werfen, 5 leicht por⸗ u hatte, als doch wurde Verung der eilſchaft g= ine Sachen u, Koffern, dauern be⸗ „um einen wu an der ur:„Stecke Ic eilte en Entsetzen eckt. Dann eim, und de ſowohl ich ließ nun eraufziehen, hte aus⸗ unſeten Be⸗ — 5 fl. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 0 Rr Edictalladung. Nachdem über das Vermögen des ae von Wölfersheim Concurs er- kannt worden, werden Alle, welche Anſprüche an denſelben haben, aufgefordert, dieſe Montag den 19. Auguſt l. J. Vormittags 9 Uhr, bei Meidung eines ſtillſchweigenden Ausſchluſſes hier anzugeben, auch wegen Vergleichs, Verkaufs der Maſſe, Beſtellung eines Güterpflegers und Gläu⸗ bigerausſchuſſes ſich zu erklären, indem nach Antrag der Mehrheit der Erſcheinenden verfügt wird. Hungen den 19. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Güter ⸗ Verpachtung. (1203) Auf freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Preußers Wittwe dahier werden Mon⸗ tag den 12. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, im hieſigen Rathhauſe die derſelben in den Gemar⸗ kungen Friedberg und Fauerbach II. zuſtehenden Güterſtücke auf 6 nacheinander folgenden Jahre unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 31. Juli 1850. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Jagdverpachtung im Grüninger und Dorfgiller Markwald. (1230) Freitag den 23. Auguſt l. J., Mit⸗ tags um 1 Uhr, ſoll die Jagd im Grüninger und Dorfgiller Markwald öffentlich meiſtbietend auf dem Rathhaus zu Grüningen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Grüningen den 31. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Marſteller. Bekanntmachung. (1232) Der in dem Landkalender auf Dienſtag den 13. Auguſt angeſetzte Krämermarkt dahier wird nicht an dieſem Tage, ſondern Mittwoch den 14. Auguſt l. J. abgehalten, welches hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß bringt Friedberg am 3. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Ediectalla dung. (1243) Ueber das Vermögen des J. C. Nagel II. von Friedberg, der ſich heimlich von hier entfernt hat, iſt der Concurs erkannt wor⸗ den. Forderungen und ſonſtige Anſprüche an die Coucursmaſſe ſind bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſivdecret ſtillſchweigend eintre⸗ tenden Ausſchluſſes von ſolcher Montag den 30. September, Morgens 8 Uhr, hier anzuzeigen. In dieſem Termine ſoll auch die Güte verſucht— und wegen Beſtellung eines Maſſecurgtors verhandelt werden und wer⸗ den die nicht ſelbſt oder durch Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger in beiden Beziehungen als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinen⸗ den beitretend, behandelt werden. Friedberg den 27. Juli 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1244) Montag den 12. Auguſt, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Umpflaſtern mehrerer Stellen auf der Fahr⸗ bahn der Ludwigsſtraße, vom Trapp'ſchen Gaſt⸗ — 251— hauſe bis in die Nähe des Rathhauſes, ſodanu Anliefern und Anfahren eines Klafters Pflaſter⸗ ſteinen II. Sorte aus den Brüchen von Fauer— bach II. wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 8. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bend e x. Mobiliar-⸗Verſteigerung. (1245) In Auftrag des hieſigen Bürgers Chriſtian Vogt werden Dienſtag den 13. l. M., Morgens um 9. Uhr, in hieſigem Ratbhauſe deſſen Mobilien, beſtehend in Holzwerk, Weiß⸗ zeug, Bettwerk, Kleidungsſtücke 1c. ꝛc. einer freiwilligen meiftbietenden Verſteigerung aus⸗ geſetzt. Friedberg am 8. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Privat- Bekanntmachungen. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1220) Meinen Gönnern die Anzeige, daß ich außer meinem bis jetzt betrie— benen Maler ⸗, Vergolder⸗ und Lackirergeſchäft, auch das Weißbindergeſchäft betreibe; und verſpreche nicht allein gute und dauerhafte Arbeit, ſondern auch ſchnelle Beförderung und äußerſt möglich Friedberg. ſt billige Preiſe. W. Zimmermann, Maler und Weißbinder. Beſten Limburger Käs (1233) à 9 kr. per Pfund bei L. Goldmann, junior. Empfehlung. (1198) Zu directen Aufträgen für die Königl. bairisch. priv. Milly-KHergen- und Seifenfabril von Joh. Lor. Schaezler in München ſind ermächtigt und empfehlen ſich auf's Beſte. Wilh. Eckert& Comp., Römerberg Nr. 17 in Frankfurt am Main. Vorzüglichen Branntwein, (1234) ſowohl in großen als in kleinen Quantitäten, billigſt bei L. Goldmann, Junior. Neue holl. Vollhäringe! (1219) ſind angekommen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch. Empfehlung. (1240) Kocherbſen ohne Fliegen, ſo— dann Blumenvorſchuß per Meſt 1 fl. 20 kr. iſt zu haben bei Jacob Mai in Friedberg, wohnhaft auf der breiten Straße. Mobilien-Verſteigerung. (1246) Donnerſtag den 15. d. M. läßt Unterzeichneter 4 Zugpferde von 8 bis 10 Jahren, 6 Kühe, 6 Rinder, welche großentheils der Hol⸗ länder und Mannheimer Rage angehören, ſo— dann 3 Mutterſchweine, eins mit Ferkel, 12 Ferkel vom Frühjahr, verſteigern. Gegen genügende Bürgſcheine wird bis Martini d. J. Kredit ge— geben oder gegen Baarzahlung 5% vergütet. Okarben den 8. Auguſt 1850. G. Klee. . Ein Logis (1247) iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. 3* Friedberg. Heinr. Mühling. Bekanntmachung. (1248) Schöne junge Faſelochſen in beliebi⸗ ger Auswahl ſind zu haben bei Carl Friedr. Petſch in Niedererlenbach. Ein zweiſpänniger Wagen (1249) mit eiſernen Achſen nebſt Zugehör hat zu verkaufen Wiſſelsheim im Auguſt 1850. Gg. Nicolaus. Zum Verkaufen. 4250) Bei Unterzeichnetem ſteht noch eine Partie in gutem Zuſtande ſich befindender Wipp⸗ karren mit eiſernen Achſen aus freier Hand zu verkaufen. Friedberg. N. Wagener, Bauunternehmer. dLelhrlingsgeſuch. (1251 Bei Unterzeichnetem kann unter vor⸗ theilhaften Bedingungen ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehener junger Menſch die Hand⸗ lung erlernen. Friedberg. Wilhelm Fertſch. Lebewohl. (1252) Allen meinen Freunden und Bekann⸗ ten bei denen ich vor meiner Abreiſe nach Nord- amerika nicht perſönlich Abſchied nehmen konnte, ſage ich hiermit ein herzliches Lebewohl. Friedberg im Auguſt. Wilhelm Waas. 1 4 2 Nauheimer Teichhaus. (1253) Sonntag den 11. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu ergebenſt einladet Henkel. 2 w Localveränderung! (1234) Das Geſchäftslocal des Unterzeichneten befindet ſich vom 15. Auguſt d. J. an in ſeinem von Herrn Bankier Simon Lindheimer hier neu angekauften Hauſe, Marktplatz Nr. 378.— Indem fur das mir ſeither in ſo reichem Maaße zu Theil gewordene Vertrauen verbindlichſt danke, empfehle mich in meiner neuen Wohnung allen meinen verehrten Gönnern, Freunden und Bekannten aufs An⸗ gelegentlichſte, und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. Friedberg. Wilhelm Fertſch, f Marktplatz Nr. 378. (4258 Sonntag den 11. d. M. Große Harmonie und Tanzmuſik im Oſſenheimer Waͤlochen, wozu höflichſt einladet. Aehle. Joolbad- Nauheim. (1256) Sonntag den 11. Auguſt Rochus fe f. Grosses Concert ausgeführt vom ganzen) Muſikcorps des Großh. Heſſ. 4. Infanterie⸗Regiments. Anfang 3 Uhr Nachmittags. *) Zur Beruhigung des Correſpondenten der ſeelig entſchlafenen Feierabends⸗Zeitung habe ich die Mufiker gebeten in Uniform zu erſcheinen. i Hurſt, im Kurhaus. Selſerbrunnen bei Okarhen. (1257) Sonntag den 11. Auguſt Große Harmonie⸗ und Tanzmuſik, ausgeführt von dem Muſikkorps des Schützen- Bataillons des königl. preuß. 31. Infanterie-Regiments. Abends brillante Illumination und Feuerwerk. Das auf den 28. v. M. angekündigte Feuerwerk konnte wegen ungünſtiger Witterung zu den Vorbereitungen nicht abgehalten werden. Carl Muffert. Liter ariſche Anzeige. (1288) Im Verlage von H. L. Brönner in Frankfurt a. M. iſt ſo eben erſchienen und in jeder Buchhandlung, in Friedberg bei C. Bindernagel, zu haben: J. v. Babo's Ackerbau-Chemie, kurze Darſtellung deſſen, was der Landmann von chemiſchen Kenntniſſen bedarf, um ſeinen Acker zweckmaͤßig zu behandeln. Uene vermehrte Ausgabe. Geh. Preis 15 Sgr. oder 54 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 11. Sonntag n. Trinit. den 11. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. ‚ Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Stamm ler. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Conrector Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Euler. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Jung. Fruchtreife. — ͤ—— 7. Aug. 2. Aug. 21. Juni Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Malnz burg fl. kr. fl. kr.] fl. kr. Waizen pr. Malter 7—[733 620 Loon 5 5— 4121 440 Gerſte„ 75 4— 331 330 Hafer„„ 3— 1 354 225 Polizei- Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. Auguſt. 2 g Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod I 21— 2 7 77 44— 14— 4 77 7. 8— 1 8— Lth Lth. — Milchbrod 15% 16 — Waſſerweck 116 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 8 leiſch-Preiſe. 8 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 111— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 181— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7.2057 „ Kalbfleiſch 7— 64— „„„ gemäſtetes le „ Schweinenfleiſch 9— 9— „Hammelfleiſch 8— 180— „ Schaaffleiſch 6——— „Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „NBratwurſt 144— 144— „Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 14 „Dörrfleiſch 4 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 201 416— „ Hammelsfett 16— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. r Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.