u Mui 4 ſeſßen Brr⸗ men und Vollen erhalten gl. —— ken. icken, ferner und paletot, ſertcige Shaw, elle, erſtere von end mittelgrok Volle und Palb, + Stück. tattas in alla ab bei * Intelligenz-Blatt fuͤr die i Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 96. Sonnabend den 7. Dezember 1850. Amtlicher Theil. Darmſtadt, 23. Nov. Nachſtehende Anſprache an die Landbewohner des Großherzogthums in Bezug auf die bevorſtehenden Landtagswahlen rührt von einem Landmanne her, der in öffentlichen An— gelegenheiten ſeine Stimme zu erheben berechtigt und be⸗ fähigt iſt, und entſprechen wir daher gern dem Wunſche der Verbreitung. „Die Wahlen zu einem neuen Landtage, und zwar einem außerordentlichen, ſtehen bevor. Wir wollen die Verhält⸗ niſſe nicht erörtern, welche dieſen herbeigeführt haben; aber ſchon die eine Lehre liegt nur zu klar vor, daß von dem Werthe der letzten Landtage eine gedeihliche Förderſeng der wahren Intereſſen des Staates ebenſowenig zu hoffen iſt, als ohne geordneten kräftigen Gang der Staatsverwaltung die für die eigene Wohlfahrt des Bürgers dringend nöthige Rückkehr des offentlichen Vertrauens.— Kann den Gewerb— ſtand Härteres treffen, als die da und dort ſchon eingetre— tene, zumal von ihm ſelbſt unverſchuldete, Creditloſigkeit? — Allerdings gibt es noch höhere Intereſſen, als ſolche engeren. Wie mochte man aber glauben, als könne z. B. in der Frage der politiſchen Zukunft Deutſchlands ein Staat von der Größe des unſerigen einen Ausſchlag geben. Da— gegen kann aber wohl darüber kein Zweifel ſein, daß den wahren Freunden des Vaterlandes, welcher Anſicht ſie auch in jener Frage ſein mögen, des neutralen Bodens zur För— derung wahren Volkswohles auf dem eigenen vaterländiſchen genug geboten iſt.— Wie viel beſſer ſtände es überhaupt um uns, wenn all das, was an Geld, Zeit und Talent der Erörterung für uns nutzloſer Fragen geopfert, den eigenen Intereſſen— der Beſtellung des eigenen Hauſes— gewidmet worden wäre. Welch großartige Entwickelung der Volkswohlfahrt, wo dies ſo geſchieht.— Wir bedürfen und wünſchen ein kräftiges Regiment, und zu dieſem gehört verfaſſungsgemäß auch unſer eigenes Mitwirken. Wir ſtrafen uns alſo ſelbſt, wenn wir dazu durch die rechten Männer nicht die Hand bieten.— Und ſolcher bedürfen wir diesmal mehr denn je. Wichtige Arbeiten und Fragen im Staats— haushalte, in der Geſetzgebung, dem Gemeindeweſen, den Gewerben ꝛc. harren auf den Beirath, mit den Bedürfniſſen und Verhältniſſen der verſchiedenen Zweige des öffentlichen Lebens erfahrener, geſchäftskundiger, zugleich aber auch ach— tungswürdiger Männer! Solche haben wir!— Solche Männer werden aber um unſere Stimme nicht buhlen, um ſo mehr gebt ſie ihnen.— Der ächte Mann hält daran, daß mit Thaten wahre Treue ſich ſchmückt, nicht mit Wor⸗ ten.— Machen Verhältniſſe nöthig, nach ſolchen außerhalb Euerer Kreiſe ſich umzuſehen, ſo zeigt dabei Einigkeit. Be— denkt, daß wo zwei Parteien ſtreiten, immer nur ein Dritter gewinnt.— Wählet Männer, die, indem ſie ſich unſere Volksvertreter neunen, unſerer Wahl, uns ſelbſt,— dem Vaterlande Ehre machen und damit unſern Ruhm vor Deutſchland vollenden.— Ja, je mehr ſo hochwichtige In— tereſſen ächter Männer bedürfen, um ſo mehr müſſen und wollen wir auch durch unſere Wahlen zeigen, daß wir ſol— cher Männer würdig ſind.“ Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 56 enthält: 1) Verordnung vom 9. Nov. die Nachbildung von Papiergeld zu Etiquetten betr.—(Die Anfertigung, Verwen⸗ dung und Verbreitung von Etiquetten, welche dem Papiergelde des Großherzogthums oder eines anderen deutſchen Staates nachgebildet find, iſt bei einer Polizeiſtrafe von 1 bis 7 Gulden, unbeſchadet der etwa gleichzeitig nach den Beſtimmungen des Strafgeſetzbuchs ver⸗ wirkten höheren Strafen, verboten.)— 2) Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Innern vom 16. Nov. die Verbreitung der Schrift „die Geheimniffe des Volkes, von Eugen Sue“ betr.(Die Verbrei⸗ tung der deutſchen Ueberſetzung genannter Schrift: wird bei Vermei⸗ dung der in Art. 29. der Verordnung vom 4. Oct. l. J. bemerkten Strafen, in dem Großherzogthume verboten.)— 3) Bekanntmachung, die von den höchſtbeſteuerten Grundbeſitzern vorzunehmende Wahl von zehn Abgeordneten zur erſten Kammer der außerordentlichen Ständeverſammlung betr. Ein Weihnachtsbaum). Sie iſt wieder da, die ſchöne Zeit, die Zeit der Be— ſcheerung, das Feſt der großen und kleinen Kinder mit ſeinen Weihnachtsbäͤumen und Zuckernüſſen, ſeinen Shawls und Mantillen, ſeinen Perl- und Tappiſerieſtickereien, ſei— nen Erwartungen, Ueberraſchungen und Gewährungen. Wenn wir die Damen in der Regel„ſchöne Kinder“ nen— nen, warum wollen wir ſie nicht auch große Kinder nen— nen, die ſich der Weihnachtszeit und ihres Gefolges freuen, wie die Kleinen? Sind ſie doch alle kindlichen Gemüthes, freuen ſich kindlich an Flimmer und Tand, an Blumen (auch ſogar künſtlichen) und bunten Gewändern; zaubern ſie uns doch wie Schmetterlinge— dieſe Kinder des Früh⸗ lings— durch den Farbenſchmelz ihrer Trachten einen 1) Wir laſſen hier die Fortſetzung der in vorigem Jahre begonnenen „Weihnachtsbilder“ folgen. D. Red — 388— zweiten Lenz mitten in den rauhen Winter hinein!— Wenn ich ſo einen Ball ſehe, ſo kommt mir der weite Raum vor wie ein Diſtelfeld. Die Herren in ihren dun keln Kleidern ſind die Diſteln, und die Damen in ihren bunten Gazeflügeln(Kleider kann man's nicht nennen) flattern wie die Schmetterlinge zwiſchen Jenen herum. Wenn ich die Wahl habe, ſo halte ich's lieber mit den Schmetterlingen, als mit den Diſteln, ſchon weil die Schmetterlinge flüchtiger und leichtſinniger, alſo auch lie⸗ benswürdiger ſind, als die Diſteln, die ſtets auf derſelben Stelle haften. Schon einmal theilte ich die männliche Ballwelt ein in: Wirkliche Tänzer, Ballſitzer und Eckenſteher. Die wirklichen Tänzer ſind wirkende Tänzer, die Ballſitzer kommen auf den Ball, um ſich in's Neben⸗ zimmer zu ſetzen und Whiſt zu ſpielen, und die Eckenſteher ſtehen in der Ecke und lorgnettiren mit ſtoiſcher Gleich— giltigkeit die Damen bis zur Tafelſtunde, wo ſich einiges Menſchliche bei ihnen regt. Dies iſt aber, wie Shakſpeare agt: Jag———„der Umſtand, Der Elend läßt zu hohen Jahren kommen z das heißt, dies iſt die Urſache, weshalb ſo viele hübſche und ſchlanke Tänzerinnen ſitzen bleiben. Denn je weniger Ballſitzer und Eckenſteher, um deſto mehr Tänzer. Dies Sitzenbleiben iſt für die Damen freilich lange nicht ſo ſchlimm, wie ein anderes; aber es hängt häufig doch mit dieſem zuſammen. Wie unzählige Male hat nicht ſchon ein Walzer, ein Galopp einem Mädchen einen Mann er— walzt, ergaloppirt. Nach der neuen Einrichtung wird dieſe Gelegenheit immer ſparſamer. Wie nah dagegen liegt ſie im Tanze! Man wird vorgeſtellt, man umſchlingt ſich, vertraulich, innig— der Gebrauch heiligt dieſe an's Eheliche ſtreifende Umſchlingung— und wirbelt dahin, und der Himmel iſt voller Geigen, nämlich der Orcheſter— himmel, man vergißt alle Welt, nur ſich nicht, und gelangt athemlos zur Stelle und ſagt ſich:„Das war gut; ſo durch's ganze Leben!“— Wenn ich eine Liebeserklärung abzugeben hätte, ſo müßte es im Walzen geſchehen. Das rollende Blut gibt höheren Muth, der Dreivierteltakt läßt keine Zeit zur Ueberlegung, zur Zierereiz man muß auf das Antreten Acht geben— jetzt— und nun iſt's heraus, das bindende, verbindende Ja!— Die Damen wiſſen am beſten, was ſie am Tanze haben, darum tanzen ſie auch ſo leidenſchaftlich.— Da lob' ich mir, den großen Bällen gegenüber, die Familienbälle. Zu dieſen werden förmliche Tanzauto— maten in der Perſon armer Candidaten, Famuli, jüngſter Commis ꝛc. eingeladen. Ein ſolcher Automat wird nun aufgezogen und in dem Tanzſaale losgelaſſen, und— ſiehe da! er wirkt Wunder. Kein tanzbares Mädchen bleibt ſitzen. Ein ſolcher Tanzautomat iſt in ſeiner Art ein Held, ein Halbgott, wenn auch nicht entfernt von menſchlicher Schwäche; denn wenn er ſich nach vollbrachtem Tanz— Abendwerke zu Tiſche(vielleicht im Nebenzimmer) ſetzt und ſein Butterbrod und den dünnen Schnitt Schinken verzehrt, kann er ſtolz ſagen:„Ich habe mein Brod im Schweiße meines Angeſichtes verdient!“ Nach ſothaner herkuliſcher Anſtrengung ſchadet ihm in der Regel auch der Fami— lienwein nicht, welcher, die Tänzer nüchtern zu erhalten, herumgereicht wird.— Aber beim Himmel, ich wollte von der Weihnachts— zeit ſprechen und bin in das Ballweſen hineingerathen. Es geſchah par occasion, weil die meiſten Bälle in dieſe Periode fallen, und weil den jungen Mädchen ein jeder Ball gewiſſermaßen ein Weihnachtsabend iſt. Beſcheert er ihr nicht einen Mann, ſo doch einen Tänzer, und—„was braucht man denn weiter, um glücklich zu ſein?“ Zu Weihnachten ſind unſtreitig diejenigen beſſer daran, welche zu empfangen haben, als die, welche geben müſſen. Drum empfangen Jene auch lieber, als Dieſe geben. Man konnte dies einen Egoismus nennen; doch weit gefehlt! Es iſt nur das Aufgeben der Kindlichkeit, das Entbehren für die Realität des Bewußtſeins des Beſitzers — um mit Prof. Stahl zu ſprechen.— Die Damen wer— den mich verſtanden haben, denn ein neuer Hut iſt ſogar zur Weihnachtszeit beſſer als ein alter oder gar keiner. Die größte Freude aber machen mir die kleinen Kin— der, die noch ohne Begehren, ohne Erwartung, ohne Be— rechnung ſind, die ihre Gaben ſo unbefangen freudig hin— nehmen mit leuchtenden Augen, mit jubelndem Munde, die ſich nie in ihren Erwartungen getäuſcht fühlen, die— mit einem Worte nicht auf den Chriſtabend ſpeculirt haben. ö So unbefangen ſind die großen ſchönen Kinder— ich muß es ſagen, ſo lieb ich ſie ſonſt habe— nicht.— Am alie hat einen Shawl erwartet, und der Papa hat ihr einen Hut beſcheert. Sie dankt, aber die hübſche Stirn iſt umwölkt und innerlich ſeufzt ſie:„Ach, Hüte hab' ich genug!“— Bertha hat bereits Monate lang eine Mantille, ähnlich der, wie ſie die„Löwin“ Fräulein von Spindeldacht trägt, im Herzen getragen; ſtatt deſſen kommt ein Mantel und ein warmer Fußſak für die Kirche. Und Eliſe endlich, welche vor allen Dingen auf einen neuen Hut und einen Shawl gehofft, erhalt ein Dutzend— Hemden; zwar ſehr fein und von Battiſt: „Aber, wer ſieht denn die Hemden? Allenfalls das Kam— mermadchen beim Auskleiden.“— Mit Hemden kann man vielleicht bei der Verheirathung kokettiren, und da ſind ſie im Grunde auch nicht die Hauptſache. Und ſo gehen tauſend Wünſche leer aus und tauſend Erwartungen werden getäuſcht. Wenn die verdammten Ueberraſchungen nicht wären; wenn man zu Hauſe Papa und Mama ſagen konnte: „Achs diesmal wirſt du mich zu Weihnachten gewiß mit einem Sammthut ſo und ſo, mit einer atlasnen Mantille, braun und blaßroth, überraſchen ꝛc.;“ ſo wäre beiden Theilen geholfen. Aber wo bliebe denn die Ueberraſchung, wo die Weihnachtsfreude und deren größter Reiz? Verſtändige Mütter wiſſen ſich in dieſen Fällen zu helfen. Sie ſagen z. B. zur Tochter:„Liebe Amalie! diesmal darf ich Dir unter keiner Bedingung ſagen, wo⸗ mit Dich Papa zum heiligen Chriſt überraſchen wird. Er hat es bei ſeinem Zorne verboten.“ —„Aber— Mutter— liebe Mutter!“— 8„Nein, nein, nein! Du darfſt es durchaus nicht er— fahren, daß Du ein neues Lyoneſer Ballkleid, wie die Baronin Wachteltorpf hat, nur noch ſchöner, erhältſt. Noch einmal Nein und abermals Nein. Diesmal ſchweige ich eiſenfeſt. Geh' und plage mich nicht!“ Auf dieſe Art erfährt Amalie bis zum letzten Augen— blicke durchaus nicht, womit ſie überraſcht werden wird. So handelt eine verſtändige Mutter, die zudem zu ſchweigen verſteht. Aber klug, wie ſie iſt, hatte ſie ſchon früher des Kindes Wünſche belauſcht, hatte ſein Gelüſten nach einem Wachteltorpfſchen Ballkleide erſpäht, hatte dem Papa ihre Mittheilung gemacht; dieſer kommt der Erwartung der Tochter entgegen, und Amalie wird richtig an dem verhängnißvollen Abend mit demjenigen überraſcht, was ihre heißeſte Sehnſucht verlangte.— Natürlich handeln nicht alle Mütter ſo; erſtens kön— nen ſie den Töchtern nichts von den Augen abſehen, und zweitens können ſie nicht ſchweigen. Das Letztere fällt den jungen Damen zwar nicht ſchwer, aber deſto mehr den zärtlichen Müttern.—(Fortſetzung folgt.) N. jeni* 1 beſſer We che geben . de Dutt munen; doch uchkei, das * Beſtzers Tamen wer⸗ Hut iſt ſo n i ſogar * tener. leinen Kin⸗ g, ohne Be⸗ eudig hin⸗ dem Munde, 21 der Papa hat die hübſche „Ach, Hüte Nonate lang zu Fräulein cage; ſtatt Fußſak füt die u Dingen auf t, erhält ein von Battiſt: Is das Kam⸗ kann man nd da ſind ſie und tauſend wacht Waren; en könnte n gewiß mit ren Mantille, wäre beiden leberraſchung, 9 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Verſteigerung. (1827) Dienſtag den 10. Dezember d. J., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſoll in der Kloſtercaſerne dahier eine ſehr bedeutende Par⸗ thie getragener Montirungsſtücke, als Mäntel, Czako, Röcke, Handſchuh, Spenzer, Mützen, wollene Pantalons, wollene Gamaſchen, Hals⸗ binden, Hemden, Socken und Schuhe ꝛc. gegen gleich baare Zahlung an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dies den Steigliebhabern zur Nachricht und zugleich mit dem Erſuchen an die Großherzog⸗ lüchen Herren Bürgermeiſter des Bezirks, dieſe Verſteigerung im Intereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 21. November 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1810) Montag den 9. Dezember, Morgens um 10 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe das Reinigen der Straßen und öffentlichen Plätze für 1851 in zwei Abthrilungen mit dem An⸗ fügen wenigſtnehmend verſteigert, daß der Stei⸗ gerer der einen Abtheilung nicht als ſolcher der zweiten angenommen wird. Friedberg den 27. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grundſtücke⸗Verſteigerung. (1841) Dienſtag den 10. Dezember, Mor- gens um 10 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe in Auftrag des hieſigen Bürgers Heinrich Raab, nachſtehende, demſelben eigenthümlich gehörende Grundſtücke meistbietend verſteigert, als: Gemarkung Burg Friedberg: 87,6 Klafter 45 Nuthen am Pfaffenbrunnen an Hein⸗ rich Blum J.; Gemarkung Ockſtadt: 321 Ruthen an der Burg, Friedberger Grenze, in der 11. Gewann an Sattler Hoffmann. Friedberg den 28. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grundſtücke⸗Verſteigerung. (186) Dienſtag den 10. Dezember, Mor⸗ gens um 10% Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe in Auftrag der Vormünder der Konrad Brethauer'ſchen Kinder die denſelben gehörenden, in der Burggemarkung liegenden Grundſtücke, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, nämlich: 1) 145,5 Klafter 74% Ruthen zwiſchen dem Riedgraben, an Karl Morell, zwiſchen dem Ohrlochs und Nauheimer Weg, an Fried⸗ rich Schleuning, Acker, zwiſchen dem Wie⸗ ſenweg und Riedgraben an Andreas Rau. Zins dem Haus Braunfels 1½ kr. Friedberg den 28. Dezember 1850. Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Steckbrief. (1818) Am 26. v. M., Abends, find die nachſiehend näher beſchriebenen, mit Ausnahme 2) 7709 Klafter 40 Ruthen 30% 19,8 Klafter 41 Ruthen — 389— der wegen Landſtreicherei in Unterſuchung be⸗ griffenen Katharine Förſter, ſämmtlich wegen Diebſtahls detinirten Perſonen, in Verbindung und mit Hülfe des wieder aufgegriffenen Ar⸗ reſtanten Konrad Steyer von Altenhain, mittelſt gewaltſamen Durchbruchs aus dem dahieſigen Arreſthaus entwichen. Da die Entwichenen übel beleumundet und ſchon mebrfach beſtraft worden find, ſo iſt an ihrer Habhaftwerdung viel gelegen. Es ergeht daher an alle in- und ausländiſchen Juſtiz- und Polizei-Behörden das dienſtfreund⸗ ſchaftliche Erfuchen, nach den Entwichenen fahn⸗ den und ſie im Betretungsfalle arretiren und hierher abliefern zu laſſen. Rödelheim den 1. Dezember 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer. Signalement der Eliſabethe Prätorius aus Bacharach, im Königreich Preußen: Alter: 29 Jahre, Größe: 4 Fuß, 10 Zoll, Haare: hellbraun, Stirne: gewölbt, Augenbraunen: hellbraun, Augen: blau, Naſe: lang, Mund: gewohnlich, etwas aufgeworfene Lippen, Kinn: rund, Geſicht: lang, Geſichtsfarbe: blaß, Statur: klein, unterſetzt, Beſondere Kennzeichen; keine. re me n der Anna Maria Kilian aus Rimmelsheim, im Königreich Preußen: Alter: 26 Jahre, Größe: 4 Fuß, 4 Zoll, Haare dunkelblond, Stirne: niedrig, Augenbraunen dunkelblond, Augen: grau, Naſe; klein und ſpitz, Mund: gewöhnlich, Kinn: oval, Geſicht: rund, Geſichtsfarbe: Statur: klein, Beſondere Kennzeichen: keine. Signale ment der Katharina Förſter aus Rödelheim: Alter: 19 Jahre, Größe: 5 Fuß, Haare: blond, Stirne: proportionirt, Augenbraunen: blond, Augen: blaugrau, Naſe: ſtark, Mund: klein, Kinn: rund, Geſicht: länglich, Geſichtsfarbe: geſund, Statur: ſchlank, Beſondere Kennzeichen: keine. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1879) Donnerſtag den 12. December, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die J. C. Nagel'ſche II. Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall auf der Ludwigsſtraße neben Karl Graff, mit dem Anfügen einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, daß bei einem annehmbaren Gebot der Zuſchlag erfol— gen ſoll. Friedberg den 5. Dezember 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wen peer. geſund, N Faſelſchwein⸗Verſteigerung. (1880) Dienſtag den 10. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus ein der hieſigen Gemeinde zugehöriges gut gehaltenes zweijähriges Faſelſchwein einer nochmaligen öffent— lichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Nauheim am 4. Dezember 1850. Der Bürgermeiſter Hartmann. Localſection des Gewerbevereins zu Friedberg. (18810 Samſtag den 7. December, Abends 8 Uhr, Verſammlung zur Wahl des Vorſtandes und Beſprechung über eine Gewerbeordnung für das Großherzogthum Heſſen. Friedberg den 1. December 1850. In Auftrag des Vorſtandes: G. Trapp II. CN N N Privat- Bekanntmachungen. Empfehlung. (1878) Vorzüglich gute Lebkuchen und Con⸗ ditoreiwaaren empfiehlt F. N Wohnungs⸗Veraͤnderung und Geſchaͤtsanzeige. (1846) Einem geehrten Publicum die er⸗ gebene Anzeige, daß ich mein Logis bei Herrn F. Schleuning verlaſſen habe und jetzt auf dem Markt neben Herrn Gaſtwirth Walz wohne, ſowie daß ich nicht allein mein ſeitheriges Putz— geſchäft hier fortſetze, ſondern auch ein Verkaufs⸗ geſchäft in Putz- und Modewaaren, ſowie ver⸗ ſchiedene Wollewaaren hiermit verbunden habe; den geehrten Damen für das mir ſeither ſo vielfach erwieſene Vertrauen dankend, werde ich mich auch ferner bemühen durch ſchöne ge— ſchmackvolle Arbeiten und billige Bedienung deren Wohlwollen zu erhalten. Friedberg den 27. November 1830. Marie Steitz, geb. Schmidt. Zu Verkauf e n, (1876) Eine vollſtändige Branntweinbren⸗ neret⸗Einrichtung hat billig zu verkaufen Vilbel. Ferdinand Bermann. Zur gefaͤlligen Beachtung! (4852) Meinen verehrlichen hohen Gonnern mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unmittelbar nach Neujahr meinen Tanzunterricht wieder zu beginnen gedenke. Ich habe dabei den Wunſch zu äußern, daß es mir höchſt an⸗ genehm wäre, bei meiner Durchreiſe, die gegen den 15. Dezember d. J. ſtattfinden wird, feſte Zuſicherungen reichlicher Theilnahme an dem Unterrichte erhalten zu ſehen. Ich erſuche deß⸗ halb freundlichſt alle Eltern, Vormünder und Vorſteher von Inſtituten, welchen überhaupt die Bildung der Jugend ſehr am Herzen liegt, ihre deßfallſige Anzeige hei Herrn Meſſerſchmied Schäfer dahier gefälligſt machen zu wollen. Friedberg im November 1850. Herrmann Moſeler, Tanzlehrer. ee eee (1882) Neue holländiſche Voll⸗Häringe, friſche Saatkuchen, ſchöne Linſen billig bei Wilhelm Hanſtein am Haagk. Anzeige. (1883) Alle Sorten Oefen mit vorzüglichſter Einrichtung ſind zu haben, per Pfund zu 4½ Kreuzer in Münzenberg bei Engel und Lichtenſtein 1 R 32 — 390— Jur gefälligen Beachtung empfohlen. (4881 Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an die Buchhandlung von C. Bindernagel für Lieferungen bis Ende des Jahres 18s zu leiſten haben, werden hiermit höflichſt erſucht, ſolche demnächſt abzutragen, andernfalls ich ſie gerichtlich beizutreiben mich genöthigt ſehen wurde. wird für mich gültig quittiren. Herr Wilhelmj Friedberg den 1. December 1850. C. Bindernagel's Wtw. Zu Weihnachts⸗Geſchenken. (1870) Geſtickte Weſten, ſowie Weſtenſtoffe zum Sticken, ferner Weſtenſtoffe in Wolle und Seide von 36 kr. per Weſte an, Bukskins und Paletot⸗ Stoffe, Damentuche ꝛec. zu billigſten Preiſen, empfiehlt K. W. Kellermann, Kleiner Kornmarkt 5 in Frankfurt a. M. Curl Huppuch in Friedberg, der Poſt gegenüber, (1885) empftehlt für den bevorſtehenden Winter ſeine große Auswahl der mo⸗ dernſten Tuch⸗, Plüſch⸗ und Pelzkappen, Muffe, Pelzkrägen, Pele⸗ rines, Pulzwärmer, Herrn⸗ und Kinderhüte neueſter Fagon, ſo wie viele andere in dieſes einſchlagende Artikel. Oeffentlicher Dank. (1886 unterzeichneter bezeugt hiermit, daß er nach vielſeitiger Anwendung der Goldberger ſchen Rheumatismusketten die Ueberzeugung er⸗ halten hat, daß dieſelben vollkommen ihrer Be⸗ ſtimmung entſprechen, indem alle diejenigen, welche dieſelben wegen rheumatiſcher Schmerzen irgend eines Körpertheiles anhaltend trugen, von ihren Leiden befreit blieben. St. Goarshauſen den 24. September 1849. Dr. Koch, Herzogl. Naſſ. Medicinalrath. Im Monat Juni d. J. habe ich eine Gol d⸗ berger'ſche Rheumatismuskette für meine Frau, die an ſehr heftigem Zahn- und Knochenweh im Kopfe litt, von Ihnen erhalten. Dieſe Kette hat bei meiner Frau die vortrefflichſte Wirkung gethan, indem ſie vom Tage an, wo ſie die Kette anlegte, von allen Schmerzen frei geblieben iſt.— Dieſen guten Erfolg werde ich gelegent⸗ lich zu rühmen nicht unterlaſſen, ſtelle Ihnen aber auch anheim von gegenwärtigem Schreiben öffentlichen Gebrauch zu machen. Frieſenhagen(Rheinprovinz) den 25. No- vember 1849. Müller, Bürgermeiſter. Zu Weihnachtsgeſchenken empſtehlt (1887) die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſfortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts— bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken. Aufforderung. (1888) Alle Diejenigen, welche noch nicht ihren Pacht von Martini 1850 bezahlt haben, werden hiermit aufgefordert denſelben bis zum 10. d. M. zu entrichten, indem ſpäter es dem Gericht übergeben wird. Fr. Schweitzer. e ee ee (1889) Ein noch neues Faß, cirea 4 Ohm haltend, iſt um den Preis von fl. 6. zu ver⸗ kaufen. Wo? ſagt die Expedition. Zu Verkaufen. (4890) 20-25 Ohm guter Aepfelwein ſind zu verkaufen und kann derſelbe auf Credit ge⸗ geben werden. Näheres bei der Expedition d. Bl. Zu Weihnachtsgaben (1891) beehrt ſich Unterzeichneter ſeine reiche Auswahl von Waaren zu empfehlen, beſtehend in den neueſten und ſchönſten Jugendſchriften, ſowie Bilderbüchern für Kinder und Erwachſene; Zeichnen⸗, Schreib- und Stick-Vorlegeblättern, Farbenkaſten und Reißzeuge von den feinſten bis zu den ordinärſten, Papp- und Portefeuille⸗ Waaren, ſowie ſeine evangeliſchen und katholi— ſchen Geſangbücher, Kinderſpielwaaren, als auch Glaskugeln aller Farben zu Chriſtbäumen u. ſ. w. Auch übernimmt derſelbe jedwede Ausführung von Papp- und Portefeuille-Arbeiten, einerlei, ob die Stickerei ꝛc. dazu gegeben oder verlangt werden. Friedberg. Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Meine Conditorei-Waaren (1892) in ſchönſter und reichſter Aus⸗ wahl empfehle ich zu bevorſtehendem Weihnachtsfeſt beſtens. Martin Philippi. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2. Advent⸗Sonntag den 8. Dezember. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Engel. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Oeſer. Fruchtpreiſe. 27. No. 29. Nov. 22. Nov. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. fl. kr fl. er. Waizen pr. Malterf 74089 755 i 15 6 20 6 304 6— Gerſte„ 2 2535 0 51 5— Hafen 3135 3401 3— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. December. 5 — 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 18 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 51 2 4. 4 4 2 4 3 4 7 6. 9 4 9 2 81h. Lth. — Milchbrod 413% 15% — Waſſerweck 146 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146(17 Fleiſch-Preiſe. pf 5 1 Ochſenfleiſch 1112111— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8 7 „ Rindfleiſch, gemäſtetes Jin 2062 „ Kalbfleiſch 6 2 8— „„„ gemäſtetes e „ Schweinenfleiſch ö 3 9— „ Hammelfleiſch 7—1 71— „ Schaaflleiſch 5——— „ Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 144— „ Dörrfleiſch 14— 14— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 161— 116— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bend e. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Sn