ringe n pinden, ſowie Nerven, ohne D rsgfalſct zu Utommen ent: Aitdderg gebt ed 1850. Strauß, Nr. M und 22, ergaſe. dert Beigrordnelt it die Folge den leurn, da derfeldt, 3 wachſan 1 f, auf gungen E at zi Hate Li unbefugien a zeige. Intellig . Nur.) natiſche Zahn 5 enz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. a Sonnabend den 6. Juli 1850. Die beiden Vebenbuhler. Von J. A. Fröhlich. (Schluß.) Fur Pierre's erregte Einbildungskraft gab es aber hinfort nur Einen Lebenszweck— den, Roſettens Bild zu ſchaffen. Im furchtbaren Wettkampfe des Genie's, unter dem gewaltigen Sporn der Liebe und des Ehrgeizes, war ſein ſtarker Geiſt ganz verrannt in die einzige Richtung: die Erfindung von Maſchinen, und der bewältigende Kum⸗ mer ſeines Herzens hatte ihn in dieſer Richtung noch be⸗ ſtärkt. Tag um Tag arbeitete er in ſeiner einſamen Dach⸗ kammer ſo emſig an dem Bilde, bis er es faſt ebenſo ſehr liebte als er das Mädchen ſelbſt geliebt. Antoine Breguet verſah ihn gerne mit den nöthigen Materialien, denn auch für ihn hatte Pierre's Treiben in ſeiner doppelten Eigen⸗ ſchaft als Mechaniker und als Verwandter Roſettens großes Intereſſe.— So war beinahe ein Jahr vergangen, als eines Tages die Schaffnerin, welche in das Geheimniß eingeweiht worden war, zu dem Alten kam und von ihm Roſettens Haar und Alltagskleidung verlangte. Der Alte gab ihr die Schlüſſel und wiſchte, ſich abwendend, die her⸗ vorbrechenden Thränen hinweg. Etliche Tage ſpäter lud ihn Pierre ein, ſein fertiges Werkzeug zu betrachten. „Kommt aber nicht ſo plötzlich!“ ſagte erz„bereitet Euch auf eine Ueberraſchung vor, denn das Bild iſt unſerer Verlorenen ſehr ähnlich!“ „Nein, ich gehe ſogleich! komm'!“ rief der Alte be⸗ gierig.„Bin ich nicht von jeher gewöhnt, alle möglichen Automaten und Androiden zu ſehen? Hab' ich nicht ſelbſt einen Flötenbläſer angefertigt, der zum Erſtaunen aller Zuhörer ſechszehn Muſikſtücke ſpielte? Glaubſt Du denn, ich laſſe mich durch ein Bildniß erſchrecken?“ „Nicht erſchrecken, Vater!“ verſetzte Pierre.„Ich fürchtete mehr, die Rührung möchte Sie allzu ſehr an— greifen!“ Dann führte er ihn in das Zimmer und fragte: „Soll ich nun den Schleier zurückziehen? Könnt Ihr es ertragen, lieber Vater?“ „Allerdings!“ verſetzte der Greis ruhig; allein als der Vorhang zurückgezogen ward, bebte er zurück und rief: „Heilige Mutter Gottes! das iſt Roſette ſelbſt! ſie iſt nicht todt!“ Er taumelte vorwärts und küßte die kalten Lippen und Hände, und bethaute das ceiche braune Haar der Geſtalt mit Thränen, als er ausrief:„Mein Kind! meine ſüße Roſette!“ Als der Sturm ſeiner Gefühle ſich einigermaßen gelegt, küßte der tiefgerührte Großvater Pierre's Hände und rief:„Es liegt eine wunderbare Aehnlichkeit in jedem Zug und jedem Färbchen! Mir iſt als ſollte ſie athmen und ſich bewegen!“ „Sie ſoll ſich auch bewegen und athmen,— laßt mir nur Zeit!“ rief Pierre, und ſeine Stimme klang ſo wild, ſeine großen tiefliegenden Augen glühten von ſolch heftigem Enthuſiasmus, daß ſein alter Freund darob er⸗ ſchrack. Sie drückten einander die Hand, und ſprachen ruhiger von der Verſtorbenen.„Dies iſt Alles, was uns von ihr geblieben iſt, Pierre le ſagte der Greis.„Wir ſtehen nun allein in der Welt; Du warſt ein elternloſer Waiſe, als ich Dich in mein Haus aufnahm, und ich bin kinderlos!“ „Und ich war es, mein theurer Wohlthäter, der Euch Eure Kinder raubte!“ rief der junge Mann wild;— „ha, was für ein Scheuſal bin ich!“—— Von dieſem Tage an arbeitete Pierre noch eifriger als zuvor, ja er vergaß oft Speiſe zu ſich zu nehmen, ſo ſehr war er in die Vervollkommnung ſeiner Maſchine ver— tieft. Zuerſt bewegten ſich die Arme der Figur nach ſei— nem Willen, dann drehten ſich die Augen und die Lippen öffneten ſich. Inzwiſchen wurde ſein eigenes Geſicht aber immer bläſſer und dünner, und aus ſeinen Augen glühte ein noch wilderes Feuer. Endlich ward es im Dorfe ruchbar, daß Pierre Berthoud ſich in Antoine Breguet's Landhäuschen verſteckt, und die Häſcher kamen, um ihn zu verhaften. Allein der arme Greis erzählte den Hergang ſo gefühlvoll, ſchilderte des Verbrechers Seelenſchmerz und reuevollen Kummer ſo rührend und bat ſo ernſtlich, man möge ihm doch erlauben, das wunderbare Bild ſeiner Enkelin zu vollenden, daß man ihm verſprach, den Künſtler nicht zu ſtören, bis er das Bild vollendet. Zwei Jahre nach dem Tage ſeiner Ruͤckkehr in Breguet's Haus, ſagte Pierre zu dem alten Uhrmacher: „Nun habe ich Alles gethan, Vater, was die Kunſt zu leiſten vermag. Kommt und ſeht nun die Schöne!“ Er führte ihn in das kleine Stübchen, worin Roſette einſt zu arbeiten gepflegt. Da ſaß ſie und ſpann eifrig; ihr Buſen hob und ſenkte ſich regelmäßig unter dem enganſchließenden Mieder; ihre Lippen öffneten ſich und ihr Auge folgte der Richtung des Fadens. Was der Geſtalt aber noch mehr Lebensähnlichkeit gab, war, daß das Spiunrädchen zuweilen ſtehen blieb und das Mädchen geſenkten Blickes — wie in Gedanken verloren— den Faden in halber⸗ — 210— hobener Hand hielt. Ueber dem Blumenſtaͤnder daneben hing der Vogelbauer mit Florian's künſtlichem Kanarien— vogel; der hübſche Automat war lange genug verſtummt geweſen; nun aber waren ſeine Räder wieder in Gang gebracht, und er ließ ſeine ſchönen luſtigen Melodieen hören. Der gebeugte Kreis drückte Pierre's Hand, und be— ſchaute ſich ſchweigend das Abbild ſeines geliebten Enkel— kindes, dann ließ er ſeinen Armſtuhl in dieſes Stübchen ſtellen, und hielt ſich fortan, ſo lange er noch bei dem vollen Gebrauch ſeiner Geiſteskräfte war, nur noch hier auf. Der Ruf dieſes außerordentlichen Kunſtwerks ver— breitete ſich raſch in der Umgegend. Die Einwohner von Genf und der Nachbarſchaft, welche den Automaten ge— ſehen, gaben vereinigt eine Bittſchrift ein, damit dem Ver⸗ fertiger deſſelben die Strafe für den zufälligen und unab⸗ ſichtlichen Todtſchlag erlaſſen werde, den er begangen. Die Gerichtsperſonen kamen ſelbſt und betrachteten ſich das athmende Mädchen, berührten das ſchöne friſche Fleiſch, das unter dem Drucke ihrer Finger zu ſchwellen ſchien. Sie ſahen in das verſtörte bleiche Angeſicht des Künſtlers, deſſen Zügen der wildeſte Kummer und Schmerz der Reue ſeinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt, und bewillig⸗ ten ſeinen Fürbittern nun gerne ihr Geſuch. Pierre's Lebenstage waren aber gleichwohl gezählt; ſeine Aufgabe in der Welt war nun erfüllt, die künſt⸗ leriſche Schöpferkraft war dahin, welche ein alles Andere abſorbirender Gedanke befeuert, und die Betrachtung ſeiner eigenen Schöpfung entzündete in ihm des Wahnſinns düſteres Feuer; es glich ſo täuſchend dem Leben, daß er ihm je länger deſto glühender Leben und Athem einzu⸗ hauchen wünſchte. Die glänzenden Augen bewegten ſich zwar, hatten aber kein Licht von der Seele, und wollten ſeinem ernſten Blick nicht antworten. Die ſchönen Lippen öffneten ſich zwar, ſprachen aber nicht mehr, wie einſt in den Tagen ſeines Glückes. Das ganze Bild erfüllte ihn nachgerade mit übernatürlichem Entſetzen, obwohl ihn ein magiſcher Einfluß immer wieder zu ihm hinzog. Ungefähr drei Monate nach der Vollendung deſſelben fand man Pierre eines Morgens todt zu des Bildes Füßen liegen. Antoine Breguet überlebte ihn um zwei Jahre. Während der erſten achtzehn Monate wollte er das Bild ſeines verlornen Lieblings nie aus dem Auge laſſen. Später aber pfiff er oft dem Vogel vor, oder ſprach mit ihr, und ſchien ſich einzubilden, ſie antworte ihm. Als aber ſeine Altersſchwäche und Geiſtesſtumpfheit zunahm, war Roſette vergeſſen, und er fragte manchmal: wer dieſes junge Frauenzimmer ſei. Endlich hieß er das Bild hinwegſchaffen, weil es ihn immer anblicke. Die Zauber⸗ laterne ſeines ſchwindenden Erinnerungs vermögens zeigte ihm dann das Bild ſeiner längſt verſtorbenen Gattin; er erwähnte ihr Uhren und Ringe, als Angebinde, zu machen und hielt lange Unterredungen mit ihr, als ob ſie gegen⸗ wärtig wäre. Später vergaß er aber auch ſeine Gattin, und beſchäftigte ſich mit ſeiner Mutter und den Erinnerun⸗ gen an ſeine Kindheit. Zuletzt weinte er oft und wieder⸗ holte immer:„Sie erwarten mich Alle, und ich möchte nun auch heimgehen!“ Dieſer Wunſch ward ihm endlich gewährt, als er etwas über achtzig Jahre alt war, und mitleidige Engel trugen den müden Pilger aus dieſem Erdenleben in die ewige Ruhe ein.— Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. S Mühlenverpachtung zu Vilbel. (1026) Die dem Großh. Heſſiſchen Fiscus uſtehende, an der Nidda zu Vilbel gelegne ahlmühle, welche mit 4 Gängen verſehen iſt, und wozu Nebengebäude, Stallungen, Scheuer, ein kleines Gärtchen und 233 ◻HKlafter Wieſen gehören, wird Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehauſe zu Vilbel auf 3 Jahre, vom 1. November d. J. an, meiſtbietend verpachtet. Die Bedingungen, unter welchen ſolches ge⸗ ſchieht, werden in dem Verpachtungstermine er⸗ öffnet, find aber auch ſchon vorher auf dem Büreau des Unterzeichneten einzuſehen und zu vernehmen. Friedberg den 24. Juni 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Edictalla dung. (1045) Ueber den von den Erben ausge⸗ ſchlagenen Nachlaß der Wittwe des Gr. Phyſi⸗ katsarztes Dr. Köhler von Bensheim, jetzt zu Friedberg, iſt der Konkurs erkannt worden. An⸗ ſprüche jeder Art ſind deß l alb im Termin Mittwoch den 31. Juli d. Ju, Morgens 8 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiv⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem Termin ſoll zugleich wegen Geneh⸗ migung der Verſteigerung zweier, zur Maſſe gehörigen Grundſtücke, verfügt und ein Arran⸗ gement verſucht und im Entſtehungsfalle über die Wahl eines Curators und die Verwaltung der Maſſe verhandelt werden. 5 Gläubiger, welche nicht in Selbſtperſon er⸗ ſcheinen, haben ihre Vertreter mit Specialvoll⸗ machten zu verſehen, gegenfalls ſie als den Be⸗ ſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beitretend werden angeſehen werden. Friedberg den 25. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle. Hofraithe⸗ Verkauf. (10417) Wegen eingelegtem Nachgebote ſoll Freitag den 12. d. Mis., Vormittags um 10 Uor, die in der Hauptſtraße dahier gelegene, zu jedem Geſchäftsbetrieb geeignete Hofraithe des verſtorbenen Kaufmanns Joh. Heinr. Friß, be⸗ ſtehend aus Wohnhaus mit geräumigem Hofe und Brunnen, ſchönen Magazinen und Stallun⸗ gen, einer Waſchküche, einer großen maſſiv von Stein gebauten Scheuer nebſt angrenzendem Garten, ſowie auch 1 Viertel 27 Ruthen Garten in den Liebfrauengärten, öffentlich meiſtbietend, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſigem Rathhaus nochmals verkauft werden. Friedberg den 1. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be d een Edicetalla dung. (1039) Nachdem über das Vermögen des Gutspachters Dr. Jaup zu Dorheim der förm⸗ liche Concurs erkannt worden iſt, werden hier⸗ mit alle Gläubiger deſſelben vorgeladen, ihre Forderungen bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, im Termine den 29. Juli d. J., Vormittags 8 Uhr, vor dem unterzeichneten, von der Civilkammer des kurfürstlichen Obergerichts zu Hanau mit der Leitung und Entſcheidung dieſes Verfahrens be⸗ auftragten Gerichte unter Vorlage etwaiger Be⸗ weisurkunden anzumelden und zu begründen, ſich auch über die Wahl eines Maſſecurators, als welcher vorläufig der Müllermeiſter Georg Schudt zu Dorheim beſtellt worden iſt, zu ver⸗ einigen.— Zugleich wird bemerkt, daß die Bekanntmachung des demnächſt ergehenden Prä⸗ cluſiv⸗Beſcheides blos durch Anſchlag im Ge⸗ richtslocale bewirkt werden wird. Nauheim am 29. Juni 1850. Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizamt t ölbeer. vdt. Raabe. Güter ⸗Verſteigerung. (1060) Dienſtag den 6. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß des Georg Renneberg gehörenden Güterſtücke meiſtbietend verſteigert, als: 1) 3 Prtl. 29 Rth. Garten in der 8. Gewann, der ſogenannte Ackergarten vor dem Fauerbacher Thor am Todtenhof, 2) 1„ 13„lin der 14. Gewann am Gäß⸗ chen an Georg Rauſch jun. 3) 1„ 32„ in der 15. Gewann, den ſog. Grabengärten, an Kon⸗ rad Reuß II. und Marga⸗ retha Reuß, 4) 18„win der 18. Gewann zwiſchen der Köhler- und Kloſtergaſſe an Jakob Pfeffer, 50 4%„ Wieſen in der Burggemar⸗ kung, im Ried in der II. Abtheilung an Johs. Joſt II. Zins der Pia corpora I kr. 1¼ Hlr., Acker in der Gemarkun, Fauerbach I. an der Schlo kergaſſe. Friedberg den 3. Juni 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts 60 29%„ Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗ Verpachtung. (1061) Dienſtag den 16. Juli, Morgens um 9 Uhr anfangend werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Güterſtücke der Frau Philipp Storks Wittwe dahier, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, auf einen Zeitraum von 1 fa 0 r zwei Jahre. er das Bild lage laſſen. prach mit er das Bild Die Zauber⸗ ogens zeigte Gattin; er zu machen b ſie gegen⸗ tine Gattin, u Erinnerun⸗ und wieder⸗ ich möchte ihm endlich t war, und aus dieſem Acchlag im Gr⸗ 0. en u. Naabe, ting. uf, Morgens Nußpauſe die detg gehorenden 1 3 ſechs Jahren freiwillig einer meiſtbietenden Ver⸗ pachtung ausgeſetzt. 5 Friedberg den 3. Juli 1850. 0 In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holzmacherarbeit. (1062) Das Kleinmachen des Brennholzes für das hieſige Lazareth ſoll auf ein Jahr in Accord gegeben werden. Luſttragende zu dieſer Arbeit können auf dem Lazarethbüreau zu jeder Zeit die Accords bedingungen erfahren und ihre Forderungen zu Protokoll geben, welches letztere Montag den 8. d. M., Morgens um 11 Uhr, geſchloſſen wird. Friedberg den 4. Juli 1850. In Auftrag: Fuhr, Hauptmann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1063) Donnerſtag den 11. Juli 1850 Vor⸗ mittags 10 Uhr wird auf dem hic ſigem Rathbauſe die Lieferung von 11000 hartgebrannten Back- ſteinen zur Erbauung des Viaductes über das Roſenthal bei Friedberg öffentlich an die Wenigſt⸗ bietenden verſteigert werden. Friedberg den 2. Juli 1850. 0 Der Großh. Heſſ. Sections-⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Langgöns. (1064 Die zur Reparatur der Kirche in Langgöns erforderlichen Arbeiten, beſtehend in: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 3 fl. 38 kr. Zimmerarbeit,* 1„ 27„ Schreinerarbeit,„ 1 67„ 34. Schloſſerarbeit,„„ 51» 4% Glaſerarbeit, 1* 24, 3„ Weißbinderarbeit,„ F Planir⸗ und Pflaſterarbeit„ 210 15 ſollen Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, in dem Rathhaus zu Langgöns wenigſt⸗ fordernd verſteigert werden. Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. N Gießen den 29. Juni 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Gießen Holzapfel. Arbeitsverſteigerung zu Laubach. 5) Freitag den 12. Juli I. J., Vor⸗ 5—— 10 Ühr, ſollen die bei Umbauung des hiefigen Schulhauſes erforderlichen Arbeiten und Materialien in Gegenwart des Gr. Heſſ. Kreis⸗ baumeiſters des Baubezirks Friedberg auf dem Rathhauſe dahier an die Wenigſtfordernden öffent⸗ lich in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeit 620 fl.— kr. 2) Steinhauerarbeit 325„16„ 3) Zimmerarbeit 2018/ 56„ 4) Dachdeckerarbeit 199% 28 5) Schreinerarbeit 904„09„ 6) Schloſſerarbeit 672„ 44„ 7) Glaſerarbeit 249/— 8) Weißbinderarbeit 687„ 10„ 9) Spenglerarbeit 94% 08„ 10) Das Brechen, Anfahren und Aufſetzen von 6,5 Cubkl. Mauerſteinen, 11) Anliefern von 15000 Stück Backſteinen, 2500 Kaminſteinen und 5000 Rohrbackſteinen, 12) Anliefern von 106 Bütten Kalk, 13) Anliefern von 4 Cubikkl. Schlackenſand, 14) Anliefern von 4 Stecken eichen Stückholz, 15) Anliefern von 208 Gebund Kornſtroh, 16) Anliefern von 3,5 Cubikkl. Lehm. Die Zeichnungen, Voranſchläge und Beding⸗ ungen liegen auf dem Büreau des Gr. Kreis⸗ — 211— baumeiſters zu Friedberg und auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Laubach den 3. Juli 1850. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter daſelbſt. Holz ⸗Verſteigerung. (1066) Montag den 8 d. M., von Morgens 8 Uhr an, werden in dem Engelthaler Wald, an der Chauſſee nach Altenſtadt, nachſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert: 1) 66 Stecken geſchältes eichen vorzügliches Prügelholz, 2 8 Stecken birken desgl. 3) 7150 Stück geſchältes eichen Wellenholz und 4) 350„ birken desgl. Engelthal am 3. Juli 1850. Der Gräflich Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. YM Privat- Bekanntmachungen. Verſteigerung (1023) ſämmtlicher, zur Poſthalterei der Frau Poftſtallmeiſter Vogelhuber gehörigen Ge⸗ genſtände, welche wegen Abgabe des Poſtſtalles Mittwoch den 10. Juli l. J. von Morgens 10 und Nachmittags 2 Uhr an in dem Poſthofe zu Hanau, gegen gleich baare Zahlung, ſtattfinden wird, und zwar: 34 Pferde, 6— 11jährig, 1 Droſchke, 4 grün lackirte Wagen mit Glas⸗Jaloufien, 1 ſechsſitziger Perſonenwagen,. 6 Chaiſen, gelb lackirt, 1 Kaſtenwagen mit iſernen Achſen, 1 großer Leiterwagen, 1 einſpänniger kleiner Wagen, 3 Felleiſenkarren, ſämmtliche Pferdegeſchirre, Sättel, Kum⸗ mete ꝛc., 1 feiner Sattel, mehrere plattirte und lackirte zweiſpännige Geſchirre, 1 1 ganz neues Geſchirr für einen vierſpän⸗ nigen Zug, b 1 Jagdſchlitten mit Zugehör. Ha nau den 20. Juni 1850. Anzeige. (4053) Unterzeichneter wohnt bei Herrn Apotheker Werner, eine Treppe hoch und iſt täglich Morgens von 9— 11, Nachmittags von 2— 4 Uhr zu ſprechen. Friedberg am 27. Juni 1830. Dr. Mayer, pract. Arzt, Chirurg und Geburtshelfer. Eine große Scheune (1055) iſt billig zu miethen, und ein Sprung⸗ heerd billig zu kaufen. Näheres bei der Expe⸗ dition d. Bl. Ge ſ u ch. (1055) Ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehener junger Menſch von braven Eltern kann unter vortheilhaften Bedingungen in einer hieſigen Handlung in die Lehre treten. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ge ſ uch. (1067) Ein junger Menſch aus hieſiger Stadt, der eine ſchöne Handſchrift ſchreibt, mit guten Zeugniſſen verſehen iſt und Seribent zu werden wünſcht, wird von mir geſucht. Friedberg den 29. W 11 1 U „Sid, Gr. Heſſ. Hofg.⸗Advocat. An zeige. (1068) Einem geehrten Publicum widme ich die ergebene Anzeige, daß ich ſehr geſchmack⸗ volle Tapeten in den neueſten Deſſins befitze. Die Muſterkarte kann auf Verlangen zur Ein⸗ ſicht abgegeben werden; indem ich um zahlreichen Zuſpruch bitte, erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich meine geehrten Abnehmer ſtets pünktlich und reell behandeln werde. Friedberg. Joſeph Straus in der Uſergaſſe. Zu Verkaufen. (1069) Ein Glaserker mit den dazu gebören⸗ den Läden iſt billig zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Verſteigerung. (1070) Mittwoch den 10. Juli wollen die Unterzeichneten: 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Rind, 1 einſpännigen Wagen, 1 Pflug, 1 Egge ic. verſteigern, wozu Kaufliebhaber höflichſt einladen Melbach im Juli 1850. E. Heun und Ph. Hahn. Wiener Putzpulver in Packeten à 8 und 4 kr. (1071) Mittelſt dieſes Pulvers kann man augenblicklich allen Metallen, als: Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Stahl, Eiſen ꝛc. den prachtvollſten und tiefſten Glanz ertheilen. Friedberg. P. F. Schmittner. Vermiethung. (1072) Ein Logis im untern Stock iſt zu vermiethen und kann im October bezogen werden. Adam Stemmler. Eine halbe Scheuer (1079) bat zu vermiethen Heinrich Waas J. A unßpfo r derung. (107) Alle Diejenigen, welche aus der Verſteigerung der J. H. Fritz'ſchen Erben mit Zahlungen im Rückſtand find werden hiermit aufgefordert, die ſchuldigen Beträge innerhalb 14 Tagen an den Unterzeichneten zu entrichten. Friedberg den 4. Juli 1850. Langsdorff, für die Erben. Bekanntmachung, (1075) Ich Unterzeichneter beabſichtige bal⸗ digſt mit meinen Kindern nach Amerika abzu⸗ reiſen und will deßhalb meine Hofraithe auf dem Haagk, neben Herrn Metzgermeiſter Blum, Freitag den 12. Juli, Morgens 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe durch den Großh. Bürger— meiſter, Herrn Bender, öffentlich meiſtbietend verſteigern. Bei annehmbarem Gebot iſt die Ge⸗ nehmigung alſobald zu erwarten. Carl Oswald. Großes ⸗Preiskegelſchieben (1070) findet Sonntag den 7. und Montag den 8. Juli im Philip pi'ſchen Garten ſtatt. Anzeige. Stimmzettel und Formulare (1077) zu der demnächſt ſtattfinden⸗ den Bezirksrathswahl ſind vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. 1 Joolbad-Mauheim. (1078) Nächſten Sonntag den 7. Juli Florafeſt im Kurgarten. Großes Coneert, ausgeführt von dem Muſikcorps der königl. baier. Jäger, unter perſönlicher Leitung des Herrn Capellmeiſters Geißelbrecht. Anfang 3 Uhr. Entrée 9 kr. die Perſon. Abends große Illumination. . J. Hurſt. Aechtes Klettenwurzel-Oel in Flacons mit Gebrauchs-Anweisung 30 kr. (1079) Dieses neu erfundene Oel hat sich als das kräftigste und Wirksamste Haarbeforderungs-Mittel bewährt, indem es nach kurzem Gebrauche eine Fülle junger Haare hervorbringt, die Haarwurzeln stürkt, und somit nicht nur das Ausfallen der Haare verhindert, sondern denselben neues Leben und den üppigsten Wachsthum ertheilt. Nicht zu verwechseln ist dieses achte Klettenwurzel-Oel mit andern nachgemachten Fabrikaten unter gleichen Namen, welche meistentheils nur aus etwas roth gefärbten wenig parfümirten Provencer- Oel bestehen, und desshalb dem Publikum billiger angeboten werden. Alleiniges Lager von obigem ächten Klettenwurzel-Oel be- findet sich in: Friedberg bei P. F. Schmiliner. Beachtenswerth! (903) Wie und wo man für 8 Thaler Preußiſch Courant in Beſitz einer baaren Samme von ungefähr g Zweimalhundert tauſend Thalern gelangen kann, darüber ertheilt das unterzeichnete Commiſſions-Büreau unent⸗ geldlich nähere Auskunft, Das Büreau wird auf desfaͤllſige, bis ſpäteſtens den 15. Juli d. J. bei ihm eingehende frankirte Anfragen prompte Antwort ertheilen, und erklärt hiermit ausdrücklich, daß außer dem daran zu wendenden geringen Porto von Seiten des Anfragenden, für die vom Commiſſions-Büreau zu ertheilende nähere Auskunft Niemand irgend etwas zu entrichten hat. Lübeck, Juni 1850. Commiſſionsbüreau, Petrikirchhof Nr. 308 in Lübeck. Oſſenheimer Waͤldchen. Kirſchenfeſt. (1082) Sonntag den 7. Juli wird das Kirſchenfeſt im hieſigen Wäldchen mit Harmonie⸗ und Tanzmuſik gefeiert, wobei ſich die Zeitgeiſt⸗ kirſchenkuchen ruͤhmlichſt auszeichnen werden. Zu zahlreichem Beſuche ladet höflichſt ein A e hle. Scheiben- Schießen. (1088) Sonntag den 14. d. M. beabſichtige ich ein Geldgaben Schießen abzuhalten, wozu ich Liebhaber mit Bürſchbüchſen und überhaupt Freunde des, geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken einlade, daß ich vorzügliche Getränke und Speiſen den mich Beehrenden zufichere. Erbſtadt den 4. Juli 1850. J. Mörſchel, Gaſtwirth. Einladung. (1084) Sonntag, als den 7. Juli wird in dem Schloßgarten zu Ockſtadt das jährliche Kirſchenfeſt gefeiert, für guten Kirſchenkuchen und Getränke, ſowie gute Bedienung wird beſtens geſorgt ſein, wozu höflichſt einladet N. Ste y e r. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 6. Sonntag n. Trinit. den 7. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Seminarlehrer Röm held. Nachmittags predigt in der Stadtkirche Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schmidt J. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Stock. Fruchtpreiſe. ——— i i ö i 3. Juli 28. Juniſ2 I. Juni Kirchweih fee ſſt. Küirſchenfeſt auf dem Chauſſee⸗ Haltung bras.. de (10800 Mit dem nächſten Sonntag den 2 l 8 5 Mainz 7. d. 15 1 f e dahier haus Ilbenſtadt. berg burg iſt zugleich ein Vogelſchießen verbunden, wozu Künftigen Sonntag den 7. Juli wird. fl. kr. fl. kr.] fl. kr. nubte che Nes Speier 14 eingeladen n 5 1 5 5 5 We r. Malter 7 8 25 8 1 e e und noble halb alle bekannte und unbekannte Freunde des Gere A 3.30 1 4 3 30 5 115 i 9 11 i ke öfli, 7 Ariſtoeaten, Demotkalenf* geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken höflichſt Hafer 5 N 3— 34521 2025 ein, daß für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt ſein wird, namentlich werden vorzügliche Kirſchenkuchen, ſowie reingehaltener Aepfelwein beſter Qualität verabreicht. Chauſſeehaus Ilbenſtadt a am 2 Juli 1850. Gottfried Mörſchels Wittwe, geborne Dickenberger. Höflichſt ſeid Ihr eingeladen* Zu Schinken, Wurſt und Kälberbraten, Käſe, Butter, Carbonaden; Tanzmuſik und Vogelſchießen, Aepfelwein dazu genießen, Mädchen ſchön, jung und zart,. Kurz Alles von der beſten Art.- Oſtheim den 1. Juli 1850. 825— Gebrüder Schneider. Die Fleiſch⸗ und Brodtaxen für die Städte Friedberg und Butzbach ſind unverändert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Sn ——. o