Wugbühre Sandi . d r ub geſetzt, rankirten ſcheuen), eltlich zu ken Jahre ertauſend enn, deck. — lern iſt man m in dieſem reußiſch iſch s deßbal in das s Poppe, beck. eung Braunfels ces öffentlit —— eg che und trockene e Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 5. Oktober 1850. E 78. Die Ahnung. Nach einer wahren Begebenheit. Von Fr. Gerſtäcker. (Jortſetzung.) „Aber ich begreife Dich nicht.“ „Es iſt heute der dritte Abend,“ fuhr ſeine Frau, den Einwurf nicht weiter beachtend, fort,„daß ich dieſelbe ängſtliche Unruhe fühle, wie heute, nur nicht ſo ſtark. Am erſten Abend erhielt ich, wie Du weißt, gerade vor Schlafengehen den Brief von zu Hauſe, worin mir meine Mutter von des Vaters Krankheit ſchrieb.“ „Ein etwas hartnäckiger Katarrh, wie ſie ſelbſt ſagte, der ſich bis jetzt ſchon wahrſcheinlich wieder vollkommen gehoben hat.“ „Kein Katarrh, Heinrich, die Sache iſt ſchlimmer, als ſie es mir ſogleich ſchreiben mochte, weßhalb den Brief eilig gemacht? weßhalb nun das Schweigen? Mit dem jetzigen Lauf der Eiſenbahn könnte Nachricht in neun Stunden hier ſein.“ „Komm' Kind,“ erwiderte ihr lächelnd der Maun, „geh' jetzt zu Bett, und morgen früh wollen wir ruhig über die Sache reden; Du phantaſierſt heute Abend, und da iſt's beſſer Du überſchläfſt erſt einmal die Gedanken, die das Sonnenlicht ohnedies nicht gut vertragen konnen. Doch ſieh', der Wind hat den Himmel endlich rein gefegt, und der Mond ſcheint ordentlich freundlich in's Fenſter herein, wenn ſich der Sturm erſt ein Bischen legt, be⸗ kommen wir vielleicht das ſchönſte Wetter; komm' Kleine, heb' das Köpfchen wieder und ſei mein braves Weib. Du wirſt Dich doch wahrſcheinlich nicht vor Spukgeſchich⸗ den fürchten?“ „Nein, nicht vor Spukgeſchichten, Heinrich,“ fluͤſterte die Frau und ſchaute dabei mit feſtem glanzloſem Blick in die Ecke des Gemachs, das von der immer düſterer bren⸗ nenden Lampe kaum noch hinlänglich beleuchtet wurde, „gewiß nicht vor denen, ich habe ſchon faſt wieder ver⸗ zeſſen, was der Verwalter und Schulmeiſter erzählten, eber, in mir ſelbſt fühle ich, daß, und zwar in dieſem Augenblicke, irgend etwas bei den Meinigen vorgeht. Ich ſann, ſo viel ich auch dagegen ankämpfe, das Bild meines Vaters nicht aus dem Sinn verlieren. Fortwährend ſehe ich ihn, bleichen, gramvollen Angeſichts, in dem grünen Schlafrock mit dem dunkeln Käppchen vor mir auf- und übgehen und mit dem ſtählernen Urbehänge ſpielen, was er nur that, wenn er krank oder leidend war ſo deutli höre ich dabei das leiſe klimpernde Geräuſch, daß ich 95 heute ſchon mehrmals im Zimmer umgeſchaut habe, ob nicht irgend etwas die Urſache deſſelben wäre, aber es liegt mir allein im Ohr, Du, Il i hr,„Ihr Anderen habt nie etw davon vernommen.“ 5* „Du biſt heute aufgeregt, Kind, das iſt di Sache,“ beruhigte ſie der Mann;„tomm', 25 8 0 Bett gehen, es wird ſpät und ich bin müde, die Lampe ſcheint überdieß kein Oel mehr zu haben; ſie will ausgehen.“ . Ein leiſer, winſelnder Ton, der faſt wie ei Hülferuf klang, wurde in dieſem ee lat N konnte nicht recht unterſcheiden, ob er vom Hofe, oder aus dem Hauſe ſelbſt herauf, erſchalle, der Wind brauſte und rauſchte auch noch zu ſehr in der dicht neben dem Gebäude ſtehenden Linde, und heulte im Schornſtein auf und nieder. Die Lampe verloſchte in dieſem Augenblick und der Paſtor, der jetzt ſelbſt, durch die Furcht der Frau vielleicht angeſteckt, ein gewiſſes, unheimliches Gefühl nicht ganz unterdrücken konnte, war eben im Begriff, in die daran ſtoßende Schlafſtube zu treten, um von dort her einen kleinen, neben dem Feuerzeug ſtehenden Wachsſtock zu holen, als die Gattin haſtig und krampfhaft ſeinen Arm ergriff und mit von innerer Angſt faſt erſtickter Stimme während ſie die rechte zitternde Hand nach der andern Thüre ausſtreckte, flüſterte:„Sieh, ſieh dort!“ Der Paſtor ſtand mit ſeiner Frau nahe kammerthür und noch im ee der Wand 2 jetzt dunkeln Zimmer, während ein einzelner Mondenſtraht in das obere Fenſter und auf die gegenüberliegende Trep⸗ penthür fiel; aber auch durch eine duͤnne Gardine ſo weit gemäßigt wurde, die Gegenſtände, die er beleuchtete, nur undeutlich und unbeſtimmt erkennen zu laſſen. Nichts⸗ deſtoweniger ſahen die Gatten ganz genau, wenn ſie auch nicht das mindeſte Geräuſch der ſonſt gewöhnlich kreiſchenden Thüre hörten, wie ſich die blanke Klinke langſam bewegte und anſcheinend von ſelber aufdruͤckte— gleich darauf öffnete ſich eben ſo feierlich die Thür und herein trat mit ge⸗ räuſchloſem Tritt eine Geſtalt, die das Blut in Beider Adern ſtocken machte— der gruue Schlafrock, das ſchwarze Käppchen— die hohe bleiche Figur— die Paſtorin ſtand mit faſt aus ihren Höhlen ſtarrenden Augen, mit halbge⸗ öffneten Lippen, mit noch immer zeigend und zugleich ab⸗ wehrend ausgeſtrecktem Arme da, und ſelbſt der Mann blieb überraſcht, beſtürzt vor dem, was ſeine eignen Augen ſahen und nicht ableugnen konnten, in der einmal ge⸗ nommenen Stellung. Im nächſten Moment glitt die Er⸗ — 316— 6 * Markt Vericht. ſcheinung, ſonſt regungslos, langſam in den dunkeln Theil Friedberg, am 2. Oktober 1850. 2 des Zimmers und ein ab. er 105 wie von Stahl an Stahl. er Paſtor fühlte, wie ſi ſein Weib en Arm klammerte und ſelbſt von einem 1 eee e Mittelpreiſe ihm unerklärlichen Entſetzen gefaßt, wußte er kaum, ob 1 871080 5 85 3 er ſtehen bleiben, ob er vorſpringen ſollte. Da ließ der(Alter 5. Druck an ſeinem Arme nach und die Frau wäre zu Boden Waizen 16 16 8 10 geſtürzt, hätte er ſie nicht raſch umfaßt und gehalten. Kor 6 4 6 3 Als er ſich wieder nach der Erſcheinung umdrehte, war Hase 5 1 5 3 80 dieſe verſchwunden, und der Mond ſchien freundlich in das Erden l 5 1— ſtille, leere Gemach. s Kartofſelnn 15 10 1 45 Mohnſamen— 3 5—— (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ν ν Bekanntmachung. (1581) Die Lieferung nachſtehender Bedürf⸗ niſſe für die Menage hieſiger Anſtalt pro 1851 ſoll in nachſtehender Weiſe vergeben werden: J. im Wege der Verſteigerung: 1) 550 Malter Kartoffeln, à 240 Pfund, 2) 1200 Stück Weißkraut, 3) 1500„ Wirſing, 4) 20 Centner untererdige Kohlraben, 5 20„ gelbe Rüben, 60 2 Zwiebeln und 7) 28 Ohm Sauerkraut; II. im Soumiſſionswege: 8) 60 Centner Erbſen, 9) 50„ weiße Bohnen, 10) 30„ Linſen, 1 13 1 Reiß, e 1 geſchälte Gerſte, 13) 9 1 Heidegrütze, 14) 21 15 Hirſen, 15) 10„ Weißmebl, 16) 30 1 Waitzengrütze, 17 2 1 ſpaniſche Nudeln, 18) 10„ gedörrte Zwetſchen, 10)„ Pfſffer⸗ 20) 33„ Butter und 21) 50 Maas Branntwein, Zur Verſteigerung der unter J. von Nr. 1 bis 7 bezeichneten Gegenſtände iſt Termin auf Montag den 7. und zur Eröffnung der Soumiſſionen über die unter II. von Nr. 8 bis 21 bezeichneten Artikel, auf Dienſtag den 8. künftigen Monats October, jedesmal Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf dem Directorial⸗Bureau dahier anberaumt, woſelbſt die näheren Lie⸗ ferungs⸗Bedingungen auch vor den Terminen eingeſehen und die Soumiſſionen ſelbft, ver⸗ ſchloſſen und mit der nöthigen Ueberſchrift ver⸗ ſehen, in dem vor dem Eingange daſelbſt befind⸗ lichen Soumiſſionskaſten eingelegt werden⸗ können. Marienſchloß am 25. September 1850. In Auftrag der Verwalter Bauer. Realſchule zu Friedberg. (1560) Die Verhandlungen über Errichtung einer Realſchule zu Friedberg ſind glücklich be⸗ endigt, die höchſte Staatsbehörde hat die ge⸗ machten Vorſchläge genehmigt, die Lehrer der neuen Anſtalt ſind ernannt, nämlich: Profeſſor Dr. Dieffenbach als Dirigent, der bisherige Konrektor Müller als 1. Lehrer, der bisher an der Realſchule zu Michelſtadt verwendete Real⸗ ſchulamts⸗Candidat Olff als 2, der bisherige Hülfslehrer, Candidat Göring, als 3 Lehrer. Die Anſtalt wird aus 3 Klaſſen beſtehen, deren unterſte Schüler ungefähr vom 10, Lebensjahr an aufnimmt, die oberſte über die Konfirmation hinausreicht. Das Lehrgeld für die erſte Klaſſe be⸗ trägt jährlich 16, für die zweite 14, für die dritte 12 Gulden. Lebrgegenſtände ſind: alte Sprachen zur Vorbereitung zu dem Eintritt in ein Gym⸗ naſium, fremde neuere Sprachen, Mutterſprache, Mathematik, Naturkunde, Geographie, Geſchichte, nicht minder die gewöhnlichen Fertigkeiten des Schreibens, Zeichnens ꝛce. Der Religionsunter⸗ richt wird dem Alter der Zöglinge angemeſſen ertheilt und für Erziehung ſo weit als thunlich Sorge getragen werden. Der Tag der Eröff- nung der Anſtalt iſt vorläufig auf den 17. Ok⸗ tober d. J. feſtgeſetzt und es werden auswärtige Eltern, welche ihre Söhne derſelben anvertrauen wollen, gebeten, bis dahin ſpäteſtens ihre An⸗ meldungen zu machen. Der Vorſtand der Real⸗ ſchule Prof. Dieffenbach wird über die näheren Verhältniſſe bereitwillig Auskunft geben oder in deſſen Abweſenheit auch der Unterzeichnete. Friedberg den 25. September 1850. 1 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗Verſteigerung. (1565) Montag den 7. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Freiherrlich von Died'ſchen Schneiderwalde dahier: 1) alles Stecken⸗ und Wellenholz, welches von der Verſteigerung vom 22. Mai ſtehen ge⸗ blieben iſt, und 2) 25 Stecken jung eichen Prügelholz von 5 bis 9zölligen Stämmen, öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg den 26. September 1850. Kirchner. Bekanntmachung. (1588) Montag den 4. November l. J., Nachmittags 3 Uhr, ſoll das einſtöckige Wohn⸗ haus des Franz König zu Dornaſſenheim auf dem Rathhauſe daſelbſt einer wiederholten Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden.. Reichelsheim den 30. September 1850. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Edictal⸗ Ladung. (1589) ueber das Vermögen des Jakob Eck⸗ maier in Niedermörlen hat Gr. Hofgericht förm⸗ lichen Concurs erkannt und ſteht demgemäß Termin zur Liguidation ſämmtlicher Forderungen wie ſonſtiger Anſprüche auf Mittwoch den 4. Dezember l. J., Morgens 10 Uhr, in dem zugleich die Güte verſucht und ein Maſſe⸗ curator erwählt werden ſoll. Bekannte wie un⸗ bekannte Gläubiger haben ſich daher zu dieſem Termin einzufinden oder zu erwarten, daß fie ohne weiteres von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Butzbach den 28. September 1850. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ebel. Bekanntmachung. (1590) Das zur Concursmaſſe des Oeco⸗ nomen Chrlſtian Carl zu Okarben gehörige, in einem der ſchönſten und fruchtbarſten Theile der Wetterau gelegenen Immobiliar⸗Vermögen, be⸗ ſtehend aus einem in modernem Style erbauten maſſiven zweiſtöckigen Wohnhaus nebſt vollſtän⸗ digen Oeconomiegebäuden und etwa 120 Mor⸗ gen Land, von meiſtens vorzüglicher Güte, ſoll Dienſtag den 8. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Okarben zum letztenmal verſteigert und der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Großkarben am 1. Oktober 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1591) Dienſtag den 8. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen auf dem hiefigen Sectionsbureau nachbenannte zur Erbauung eines Stationshauſes zu Langgöns erforderlichen Arbeiten und Lieferungen durch öffentliche Ver⸗ ſteigerung in Accord gegeben werden. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 485 fl., 1 Zimmerarbeit, 1„ 612„ Dachdeckerarbeit,„„ 287„ Schreinerarbeit, 1 335 Schloſſerarbeit,* 209„ Glaſerarbeit,*„ 50 Spenglerarbeit,„„ 93„ Weißbinderarbeit,„„ 166„ Lieferung von 4 Cubikklafter Mauerſteinen, von 11500 Backſteinen und 22 Bütten Kalk. Die Riſſe und der Voranſchlag ſind auf dem genannten Büreau zur Einſicht offen gelegt. Butzbach am 2. October 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeyer. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1592) Auf freiwilliges Anſtehen der Erben des dahier verſtorbenen Johann Philipp Ewald werden Montag den 14. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, die zu deſſen Verlaſſenſchaft gehörenden Immobilien, als: Pag. u. Nr. 30/178. Zwei Drittheile einer Hofraithe, getheilt mit Wilhelm Krauch. Die ganze Hofraithe beſteht aus Haus und Hinterbau an Adam Schmidt N und Heinrich Damm; auf dem hieſigen Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. Oktober 1850. In Auftrag: Der Großh. Beigeordnete Eher. H eſch k. Bekanntmachung. (2393) Montag den 14. October, Morgens 9% Uhr und Nachmittags 2 Uhr anfangend, — Atelpreiſe Swe erbauten nebſt vollſtan⸗ a 120 Mor⸗ m ltßtenmal Aeich ertheilt r 1850. NV. Lundgerich Sartoriut bahn. 1 9. M., des Bor dem bieſ gen Erbauung u wclche Fenice In erden. 1 4⁵ fl., 612 — 281 „335 1 20 „ 50 „ 93 156„ ur Mauerſttintl 2 Hütten ind auf dem S892 2* 2 ef gelegt. 60. ans. Jugen eur werden in hieſigem Rathhauſe alle diejenigen Pfänder, welche die Verfallzelt erreicht haben und nicht bis zum 11. October ausgelöſt, auch nicht renovirt worden ſind, mit dem Anfügen meiſtbietend verſteigert, daß Samſtag den 12. October das Pfandhaus geſchloſſen iſt. Die Gegenſtände, welche zur Verſteigerung kommen beſtehen in Gold, Silber, Zinn, Kupfer, Weißzeug, Bettwerk, Kleidungsſtücken ꝛc. ꝛc. Friedberg den 3. October 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter end er. Bekanntmachung. (13910 Da die am 27. Auguſt l. J. abge⸗ haltene Verpachtung der ſtädtiſchen Grundſtücke nicht genehmigt wurde, ſo werden dieſelben Donnerſtag den 10. October, Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe nochmals einer meiſtbie⸗ tenden Verpachtung auf den Zeitraum von 6 Jahren ausgeſetzt mit dem Anfügen, daß die bieſigen Flurſchützen im Beſitz von Verzeich⸗ niſſen der betreffenden Grundſtücke find. Friedberg am 3. October 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B der Bekanntmachung. (1395) Von unſe m, bei dem Handelshauſe Lindheimer dahier unter dem 1. Juli 1846 nego⸗ ciirten Anlehen wurden heute 500 Gulden durch das Loos zur Rückzahlung beſtimmt. Es kamen die Nummern 10, 20 und 22, jede zu 100 fl.; — ſodann Nr. 44 zu 200 fl. heraus, was den Beſitzern der betreffenden Obligationen hierdurch mit dem Anfügen eröffnet wird, daß die Be⸗ träge bei dem Rechner der Stadtkirche, Herrn Faatz, zu Ende laufenden Jahres erhoben werden können. Mit dem 1. Januar 1851 hört die Zinszahlung auf. Friedberg den 30. September 1850. Der evang. Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1596) An den nachbemerkten Terminen ſollen die Herbſtreparaturarbeiten an den Staatsſtraßen im Baubezirk Friedberg, beſtebend in Kothab⸗ ziehen, Einſteinen, Aufräumung der Gräben und Herſtellung der Banquets öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 1) In Niedermörlen Montag den 7. Oktober I. J., Vormittags um 9 Uhr, im Gaſt⸗ haus zum Löwen von den Bezirken der Bauaufſeher II. Claſſe Diehl und Meide. Zu gleicher Zeit ſoll das Steinbrechen pro 1851 in den Steinbrüchen am Galgenberg und bei Griedel öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. 2) In Eberſtadt Montag den 7. Oktober l. J., Nachmittags um 2 Uhr, bei Herrn Gaſt⸗ wirth Gerlach vom Bezirk des Bauaufſehers II. Claſſe Hölzer zu Butzbach. 3) In Niederwöllſtadt Dienſtag den 8. Okto⸗ ber l. J., Vormittags um 10 Uhr, bei Frau Gaſtwirth Puth von den Bezirken der Bauaufſeher 11. Claſſe Götz zu Ober⸗ wöllſtadt und Schäfer zu Vilbel. 4) Auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus Dien⸗ ſtag den 8. Oktober l. J., Nachmittags 2 Uhr, von den Bezirken der Bauaufſeher II. Claſſe Faulſtich und Reitz. In dieſem Termine wird zugleich auch das Brechen der Steine für 1851 in dem Steinbruch am Speckenberg bei Aſſenheim öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. 5) In Friedberg Mittwoch den 9. Oktober J. J., Vormittags um 9 Uhr, im Gaſt⸗ haus zum Anker vom Bezirk des Bauauf⸗ ſehers II. Claſſe Kreß. 6) In Altenſtadt Mittwoch den 9. Oktober J. J., Nachmittags um 2 Uhr, im Gaſt⸗ haus zum Adler vom Bezirk des Bauauf⸗ ſehers II. Claſſe Mittelſtädter zu Altenſtadt. — 317— 7) Auf dem Salinenhof bei Büdingen Don⸗ nerſtag den 10. Oktober l. J., Vormittags um 15 Uhr, von dem Bezirk des Bauauf⸗ ſehers II. Claſſe Kleyenſteuber zu Büdingen. 8) In Lindheim Freitag den 11. Oktober l. J., Vormittags um 9 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Koch von den Bezirken der Bau— aufſeher 11. Claſſe Groß zu Düdelsheim und Meigel zu Enzheim. 9) In Niedermoxſtadt Freitag den 11. Okto⸗ ber l. J., Nachmittags um 1 Uhr, auf dem Rathhaus von dem Bezirk des Bau- 1 II. Claſſe Jäger zu Niedermox⸗ a Friedberg den 7. Oktober 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Privat- Bekanntmachungen. Anzeige. (1513) Das unterzeichnete Commiſſions-Büreau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis ſpäteſtens den 20. Oktober d. J. deshalb in frankirten Briefen bei ihm anfragen(alſo das geringe Porto nicht ſcheuen), ein nicht außer Acht zu laſſendes Anerbieten unentgeltlich zu machen, welches für den Anfragenden ſchon im nächſten Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark, oder viertauſend Thaler Preußiſch Court. zur Folge haben kann. Lübeck, im September 1850. Commiſſions- Büreau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. Allgemeines Geſchaͤfts⸗Buͤrcau. (1533) Dem geehrten Publicum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß in meinem Büreau nachbemerkte Geſchäfte auf das pünktlichſte und unter den billigſten Bedingungen beſorgt werden: 1) Aufſtellung von Gemeinde- und Vormundſchafts-Rechnungen, Voranſchlägen ꝛc., 2) Errichtung von Inventarien und Theilungen, Ausfertigung von Theilungs— urkunden, 3) Errichtung von Teſtamenten, Codizillen, Uebergabs- und anderen Verträgen, Gutsleihen ꝛc. ꝛc., 4) Abfaſſung von Schriften, humoriſtiſchen und auch anderen Inhalts, Briefen, Annoncen ꝛc. ꝛc., 5) Abſchließung von Schifffahrtsverträgen mit Auswanderern nach Amerika, 6) Uebernahme von Forderungen gegen billigen Nachlaß und Ein- und Aus- klagen derſelben, und 7) pf von Kapitalien gegen Inſatz-Hypotheken, Wechſel- und Fauſt⸗ pfänder, und bitte um geneigten Zuſpruch. Auch empfehle ich mich zur Beſorgung von Rechtsgeſchäften und ſonſtiger bürgerlichen Angelegenheiten und bemerke, daß jede einfache Conferenz oder Be— rathung nur 10 kr. koſtet. Niederwöllſtadt den 15. September 1850. G. Emmerich. Ankündigung. (1331) Mittelſt eines geringen Einſchuſſes von nur wenigen Thalern iſt man im Stande, ſich bei einem Unternehmen zu betheiligen, welches dem in dieſem Jahre daran Theilnehmenden ſchon vom nächſten Jahre an eine jährliche Dividende bis zu 8000 Thaler Preußiſch Court. oder 14,000 Gulden Rheiniſch eintragen kann. Allen, welche bis den 1. November dieſes Jahres deßhalb in frankirten Briefen anfragen, ertheilt unentgeltlich ſpecielle Auskunft das Büreau von Johannes Poppe, Aegidienſtraße 659. in Lübeck. 9 6* Nauheimer Kirchweih. (1587) Sonntag den 6. und Montag den 7. October großer Ball im Kurhaus zu Nauheim. Entréckarten à 24 kr., welche in Zahlung angenommen werden. Hurſt im Kurhaus. Kirehweihfeſt zu Nauheim. Sn — 318— (15860 Sonntag den 6. und Montag den 7. October, als an den Tagen des Kirchweihfeſtes dahier iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik(durch das Hanauer Muſikcorps) anzutreffen, wozu höflichſt einladet Fritz. Groß karber Kirchweihfeſt. (1897) Sonntag den 6. Oktober Große Tanzmuſik am Selzerbrunnen. Einem recht zahlreichen Beſuch, beſonders von Großkarben, ſieht entgegen Carl Muffert. Mein wohl aſſorlürtes Lager (4898) in allen Sorten Kleider⸗& Mautelſtoffe, Shawls, Barchend, Zwillich, Damaſt, Leinwand(ganz lei⸗ neu garantirt), ſowie in allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, bringe mit der Verſicherung, daß ich durch vortheilhafte Einkäufe in den Stand geſetzt bin ſehr billig zu verkaufen, in empfehlende Erinnerung. Maer Hirsch. Einladung (1899) zur Hauptverſammlung der Mitglie⸗ der des Friedberger Predigervereins auf Mittwoch den 9. October, Morgens 10 Uhr, im Predigerſeminar zu Friedberg.— Beſondere Umlaufſchreiben können dieſesmal nicht mehr er⸗ laſſen werden.— Vorläufig feſtſtehende Tages⸗ ordnung: 5 1) Ueber die Sonntagsfeier, 5 5 ) über die Darmfſädter ev. Kirchenzeitung, 3) über das Verhältniß des Pred.⸗ Vereins zum Verein für innere Miſſion i. d. W. Friedberg den 2. October 1850. Dr. Sell. Dr. Matthias. Winterſchuhe 600) werden ſtets gefertigt bei e Wittwe Ewald. Zum Vermiethen. (1601) Eine bequeme, freundliche Wohnung, beſtehend in mehreren Zimmern, Küche ꝛe. iſt an eine ſtille Haushaltung oder auch mit Mö⸗ bel ꝛc. zimmerweiſe zu vermiethen. Ingleichen ein großer gewölbter Keller. Friedberg. Ruths am Uſerthor. Ein Clas ie (1602) ſehr gut erhalten, iſt zu verkaufen oder zu vermiethen bei 5 Metzgergaſſe. Einladung. (1603) Sonntag den 6. d. M., am Tage des Nachkirchweihfeſtes iſt bei dem Unterzeich⸗ neten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Fauer bach 11. den 2. October 1850. Nei ſel. Kirchweihfeſt zu Aſſenheim. (1604) Sonntag den 6. und Montag den 7. October, als an den Tagen des Kirchweih⸗ feſtes dahier iſt bei dem Unterzeichneten gut be⸗ ſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit dem Bemerken höflichſt einladet, daß für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt iſt. Chriſt. Bertalott. Nachkirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1605) Sonntag den 6. d. M. iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Fauer bach 11. im October 1850. H. Sang. Einladung. (1606) Nächſten Sonntag, als den 6. Octo⸗ ber, findet das hieſige Kirchweihfeſt ſtatt. Unter⸗ zeichneter, bei welchem die Muſik des Hanauer Regiments ſich hören laſſen wird, ſetzt hiervon ſeine bekannten und unbekannten Freunde mit der ergebenſten Bitte um zahlreichen Zuſpruch in Kenntniß und verſpricht reelle Bewirthung. Aſſenheim den 1. October 1850. Jae ob Schott, zum Engel. * 7 2 Nauheimer Teichhaus. (1607) Sonntag den 6. und Montag den 7. October wird auf hiefigem Teichhauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert. Indem ich meine verehrten Freunde zu dieſem Vergnügen höflichſt einlade, bemerke ich zugleich, daß ich für gute Weine und Speiſen— beſonders vor⸗ zügliche Karpfen— ſowie für gute Muſik be⸗ ſorgt ſein werde. Nauheim den 30. September 1850. Henkel. Literariſche Anzeige. (1608) In Leipzig erſchien ſo eben: ahrſagekunſt aus den Linien der Hand. Jeden Traum richtig zu deuten und die deutſche und fran⸗ zö ſiſche Karte zu ſchlagen. Nach einer alten Zigeuner⸗ Handſchrift bearbeitet. Mit 5 Kupfertafeln und 12 Kalender- zeichen. Dritte verbeſſerte Aufl. Velinpap. Eleg. broch. nur 36 kr. Dieſes intereſſante Buch gibt uns über unſere noch unenthüllte Zukunft die überraſchendſten Aufſchlüſſe. Gleich vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. „Schinken „ Dörrfleiſch „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22.— unausgelaſſen 160— „ Nierenfett 16— „( Hammelsfett 16— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 6 19. Sonntag n. Trinit. den 6. Oktbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Göring. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. 5 Fruchtpreiſe. 7 Ser. er Jen Gattung. Fried⸗ j Die⸗ berg Mainz burg fl. kr, fl.) kx. fl. kr. Waizen pr. Malter 8110 832 620 Korn 55 6 31 5281 440 Gerſte 55 41444 51111 330 e 250 424 2025 Polizei Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Oktober. — S 8 Fried⸗ Buß⸗ 5 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 261 2. 1 4 2 1 4 1 4 7 2 9 1.— 8 2 Lth. Lth. — Milchbrod r 574 — Waſſerweck 11579. —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 17 Fleiſch-Preiſe. 1 Ochſenfleiſch 11 „ Kühfleiſch, gemäſtetes ö „ Rindfleiſch, gemäſtetes „ Kalbfleiſch 75„ u gemäſtetes 8 0 8 Schweinenfleiſch 9 „ Hammellleiſch 8 „ Schaaflleiſch 6 „ Wurſt v. blos Schweinen 12 14 14 18 14 14 * „ Bratwurſt „ Schwartenmagen „Geräucherter Speck eee ———— 1— S8 SSS SSI A= n Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. 5 Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. des