4. Maiſ27. Apr. Naim! Die⸗ Nun; burg 2 — 2 2 Taxe und Butzbach — Nariirn Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 4. Juni 1850. 1 18. Amtlicher Theil. a Die Großherzoglich Heſſiſche. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die G. Bürgermeiſter und resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Gensdarmerie des Regie— rungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Wilhelm Chriſtian Weil von Echzell wegen Diebſtahls. Sie werden hiermit angewieſen, auf Chriſtian Weil von Echzell, deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, zu fahn⸗ den und ihn im Betretungsfalle zu verhaften und hierher zu verbringen. Friedberg den 28. Mai 1850. ier. Die beiden Vebenbuhler. Von J. A. Fröhlich. „Ich verſpüre, daß ich alt werde; mein Geſicht wird nachgerade blöde,, ſagte einer der berühmteſten Uhrmacher von Genf zu ſeinen beiden Gehülfen, und wiſchte ſorgſam ſeine Brille ab, um die beiden Chronometer zu unterſuchen, welche ſie ihm vorlegten.—„Sehr ſchön! ſehr gelungen, meine Jungen, ſagte er zu ihnen.„Ihr ſeid Beide Zierden Eures Fachs, und es würde mir ſchwer fallen, zu ſagen, welcher von Euch Beiden den Platz des alten Antoine Breguet am würdigſten und beſten ausfüllen wird. Vor dreißig Jahren, — kann ich Euch verſichern, und Ihr müßt das der Eitel— keit eines Greiſes wie ich ſchon zu Gute halten,— vor dreißig Jahren hätte ich es mit Hunderten, wie Ihr ſeid, aufgenommen; allein nun iſt's vorbei: das Augenlicht verläßt mich, die Hände fangen an zu zittern. Ich muß den Platz nachgerade aufgeben, welchen ich in der Welt und in unſerer Kunſt einnahm,— ich muß die Palme Anderen überlaſſen, und ich geſtehe, ich möchte mein Ge— ſchäft an einen würdigen Nachfolger abtreten. Drum laßt mich Euch einen Vorſchlag machen: wer von Euch binnen zwei Jahren das vollkommenſte mechaniſche Kunſt— werk ausgearbeitet hat, der ſoll mein Geſchäftstheilhaber und Nachfolger werden, wenn Roſette, meine Enkeltochter, und ich ſelbſt Beide in unſerem Urtheile über ſein Werk einig ſind!⸗ f Die Enkelin Roſette, ein wunderliebliches Kind, ſaß im Erker am Spinnrocken und ließ das Rädchen fleißig ſchwirren. Bei des Großvaters Worten aber blickte ſie verlegen in die Höhe, und begegnete dem Blicke beider junger Männer. Das Antlitz des Einen überdeckte glühende Röthe, und ein dunkler Blitz flammte aus ſeinem Auge; der Andere erblaßte, und der Blick, welchen er auf Roſette heftete, hatte etwas Schmerzlich-Inniges. Der Jüngere der beiden Gehülfen, der über Roſettens Blick erröthet, hieß Florian Arvaud und war aus den franzöſiſchen Kantonen; ſchlank und anmuthig von Geſtalt und Benehmen, ſchön von Geſicht, von blühender Geſund— heit, edlen Zügen und herrlichen blauen Augen, war er ein geborner Liebling der Frauen. Dazu ſang er die hübſcheſten Lieder mit weicher Tenorſtimme, ſpielte meiſter— haft Guitarre und Klavier, und tanzte mit der Leichtig⸗ keit und Aumuth eines Zephyrs.— Der Andere, Aeltere, der erbleichte als ſein Auge dem der hübſchen Roſette be⸗ gegnete, nannte ſich Pierre Berthoud, von Genf. Er war von derber gedrungener Geſtalt, plumpen Zügen und etwas linkiſchem Benehmen. Aber von Stirn und Auge leuchtete ihm der Widerſchein eines ſeltenen Verſtandes, und um ſeinen Mund lag ein Zug, der auf eine eiſerne Willens— kraft und Ausdauer deutete. Er war ebenfalls muſikaliſch, aber er ſpielte lieber eruſte feierliche Choräle und andere Kirchenmuſik auf der Orgel, Baßviole und Trombone, die er meiſterhaft ſpielte, und wenn er ſang, klang ſeine Baß⸗ ſtimme als käme ſie aus der unterſten Tiefe eines Berg⸗ werks. Roſette wich den ausdrucksvollen Blicken der beiden jungen Männer ſchnell aus, und ſpann hoch erröthend weiter. Floriau fühlte, daß ſie ſeinetwegen erröthe; Pierre aber hätte gern ſein Leben dran geſetzt, um gewiß zu ſein, ob dieſes Erglühen ihm gelte. So ungleich aber auch die beiden jungen Männer unter ſich waren, und obwohl Beide um die Gunſt derſelben Schönen ſich bewarben, ſo waren ſie doch eng mit einander befreundet, und fanden gewöhn— lich gerade in dem harmoniſchen Contraſt ihrer beiderſei⸗ tigen Gaben ihre Freude. Das erſte bittere Gefühl von Entfremdung trat jedoch eines Abends zwiſchen ihnen ein, als Florian ausgezeichnet ſchön ſang, und Roſette ihn auf der Guitarre begleitete; bei dieſem Aulaß ſog ſie mit vol— len Zügen einer durſtigen Seele die holden Toͤne der Muſik ein, ihr Antlitz ward ſtrahlender, verklaͤrter als ſonſt, und — 172— als der bezaubernde Sänger ſein Lied geendet, und ſich zum Weggehen anſchickte, bat ſie ihn noch um ein Lied, und dann noch um mehrere.—„Mich bittet ſie nie, mit ihr zu ſingen!“ ſagte Pierre zu ſeinem Gefährten, als ſie mit einander zu Bette gingen. „Sie hat ihre guten Grunde dazu!“ verſetzte Florian lachend,„Deine gewaltige Stentorſtimme würde ihre ſüße weiche Stimme und die Begleitung auf der Guitarre übertönen und verſchlingen. Es wäre, als ob ein Ham⸗ merwerk zum Geſang eines Kanarieuvogels den Takt ſchlagen ſollte.— Aber nimm dieſen Scherz nicht übel, lieber Freund!“ ſetzte er freundlich und gutmüthig hinzu, als er die Züge des Freundes ſich verdüſtern ſah.„Deine Baßſtimme iſt prachtvoll und von ſelteuer Kraft und Cor⸗ rectheit; aber ſie iſt zu größeren Dingen geſchaffen, als den kleinen Blumenſträußchen von Tönen, welche ich zu— weilen mit Roſetten winde!“ Pierre ſprang raſch vom Bette auf und ſchritt un— muthig im Zimmer auf und nieder, denn in ſeinem leiden⸗ ſchaftlichen heftigen Gemüthe hatten dieſe Worte alle Dä— monen wilder Eiferſucht wachgerufen. Allein er bemeiſterte dieſe Aufwallung der Leidenſchaft endlich mit männlicher Kraft und ſagte freundlich:»Wohlan, Florian! laß uns den Vorſchlag des guten Vater Breguet annehmen. Wir wollen offen und redlich unſere Geſchicklichkeit erproben, und er und Roſette ſollen dann entſcheiden, ohne zu wiſ— ſen, welchem von uns das Probeſtück gehört!“ (Fortſetzung folgt.) Für die Brandbeſchädigten in Bingen i ſind bei Iſidor Lindheimer eingegangen: Von Herrn Pfarrer Land⸗ mann fl. 2 42 kr. Nachſtehender Brief ging mir nach Einſendung der Gaben für Bingen zu und bringe denſelben durch die Ge⸗ fälligkeit der Red. d. Bl. zur öffentlichen Kenntniß. Simon Lindheimer. Bingen den 18. Mai 1850. Hochgeehrteſter Herr! Mit inniger Rührung haben wir die anſehnliche Lie— besgabe und die freundlichen Wünſche empfangen, welche die edelmüthigen Bewohner Friedbergs ihren vom Brand— unglück ſchwer heimgeſuchten Brüdern in Bingen durch Ihre gefällige Vermittelung zugehen ließen. In Folge deſſen melden wir Ihnen hiermit pflicht⸗ ſchuldigſt den richtigen Empfang: fl. kr. 10 einer direkten Baarſendung von Ihnen betragen 12 50 2) einer Baarſumme durch Hrn. Ludwig Homburg in Mainz für Ihre Rechnung, betragend Dazu für einen Poſtſchein von L. Homburg ver— rechnet 105 06 000 04 alſo eines Geſammtbetrags von 118 00 geſchrieben: Ein hundert achtzehn Gulden. Da unſere Abſicht von Anfang an nur darauf gerich— tet war, denjenigen hieſigen Brandbeſchädigten, deren Fahr⸗ habe nicht verſichert war, mit Hülfe edler Menſchenfreunde ihren Verluſt einigermaßen zu erſetzen, ſo können wir den wohlthätigen Bewohnern Friedbergs und der Umgegend, denen wir die obige Summe verdanken, um ſo leichter die beſtimmte Verſicherung geben, daß deren Gaben nur gemäß der Intention der liebevollen Geber ihre Verwendung finden werden. Wir erfüllen zugleich eine zwiefache heilige Pflicht, indem wir einerſeits Ihnen, hochgeehrteſter Herr Lindheimer, ſowie den Herrn Geiſtlichen und Bürgermeiſtern, deren wohl⸗ wollende Anregung und Vermittelung uns obige Summe zugewendet hat und andererſeits allen den edlen Gebern, deren werkthätige Nächſtenliebe ſich durch Spenden für ihre unglücklichen Brüder in Bingen bewährt hat, die aufrich⸗ tige Verſicherung geben, daß nicht bloß die Unglücklichen, denen jene Gaben zufließen, ſondern auch der Unterſtützungs⸗ Ausſchuß und ſämmtliche Bewohner Bingens ſich gegen ihre Wetterauer Freunde in der Noth fortan ſtets zum waͤrmſten Danke verpflichtet fühlen werden. Möge der Segen des allgütigen Vaters im Himmel Sie und alle Wohlthater der hieſigen Armen reichlich be— lohnen, und Sie und Ihre Stadt und Umgegend vor ähn⸗ lichem Unglück für immer bewahren! Mit der Bitte, unſern Dank zur Kenntniß der men⸗ ſchenfreundlichen Geber bringen zu wollen, zeichnen in Hoch⸗ achtung Für den Unterſtützungs-Ausſchuß der Vorſitzende C. Kertell, Bürgermeiſter. Der Secretär Ed. Sander, Realſchuldirector. Der Kaſſirer H. Ackermann. 1 r Roß 5 Buß bach und Darmſtadt. 2 Ciſche, ee ee von Be⸗ Verkauf getragener Montirung. 1 3 orden.(Su!) Dienſtag und Mittwoch den 11. und Sama 114.2 1 84 0 A g den 15. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, 6 12. dieſes Monats, des Vormittags von 8 bis auf dem Rathhauſe dahier öffentlich 1 Bekanntmachung. (839) Montag den 10. Juni l. Mts., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern und Anfahren von 2 Klafter Pflaſterſteinen II. Sorte aus den Brüchen bei Fauerbach II. und die Pflaſterarbeit von 66,0 EKlafter wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 3. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (840) Mittwoch den 12. d. Mts., des Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll im Gaſthaus zum Stern dahier das Brechen und die Beifuhr von 270 Cubik⸗Klafter Steinen für die Fundation des Gleiſes von Butzbach bis Langgöns, loosweiſe an die Wenigſinehmenden öffentlich verſteigert werden. Butz bach am 1. Juni 1850. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenkeur Eicke meper. 12 und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, ſol⸗ len in der Reitercaſerne dahier und in der zu Darmſtadt eine große Quantität getragener Montirungsſtücke nebſt einer bedeutenden Anzahl Casquets, für Schuhmacher geeignet, meiſtbie⸗ tend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, erſucht man zugleich die Herren Bürger⸗ meiſter dieſen Verkauf in ihren Gemeinden ge⸗ fälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Butzbach den 1. Juni 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (842) Auf juſtizamtliche Verfügung ſollen 23 Einwohnern zu Reichelsheim 1 Kuhkarrn, 3 Waſchkeſſel, 11 Kühe, f 3 Malter Korn, 6%„ Waizen, 2 Schweine, 4 Morgen Gras, 1 Kͤlelderſchrank, werden. a Reichelsheim den 30. Mai 1850. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Holz⸗Verſteigerung. (843) Freitag den 7. Juni l. J., ſollen in dem Herrn von Rothſchild'ſchen Walddiſtrict Altenberg bei Rodheim, Vormittags 8 Uhr, 4625 Stück eichen Schälholzwellen, und 700„„ Bohnenſtangen, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an Ort und Stelle auf dem Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben am 2. Juni 1850. Diigen Gras verkauf. (844) Das diesjährige Gras zu Heu uni Grummet von den Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſcher Wieſen wird wie folgt verſteigert: 1) Donnerſtag den 13. Juni l J, von Mor- gens 9 Uhr an, von ungefähr 200 Mor; gen in Niederwöllſtädter Gemarkung, au der Neuherberge bei Niederwöllſtadt; darauf derich⸗ „ daren Fahr, enſchenfteunde nen wir den r Umgegend, o leichter die en nur gemäß endung finden dalige Pflicht, i Lindheimer, „deren wohl⸗ odige Summe tdien Gebern, enden dür ihre „ die aufrich⸗ Unglücklichen, Urterſtützungs⸗ ſich gegen ihre zum wärmſten ts im Himmel n reichlich be⸗ gend vor ahn⸗ niß det wen⸗ ichnen in Hoch⸗ ſchuß rmeiſter. 1— talſchuldirector. — achmittagz 2 Uhr, lich berſtelgerl 1 roterſculthtiß rn 51619. 17116. „ſollen in 4% Walddiſtric 1 490 8 Uhr, wellen, und 2) Freitag den 14. Juni I. J., Morgens 10 Uhr, von ungefähr 15 Morgen in Ober- und Niederrosbacher Gemarkung, auf dem Rathhaus zu Oberrosbach. Aſſenheim den 28. Mar 1850, Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Rentei. Bekanntmachung. (845) Im Licher Stadtwald werden nach dem Tarifpreis noch an Bau⸗ und Werkholz abgegeben: 398 Stämme Eichen, von 6½ bis 25 Zoll Durchmeſſer und 5 bis 62 Schuh Länge; 11 Linden, von 6 bis 12 Zoll Durchmeſſer und 16 bis 45 Schu) Länge; 51 Kiefern, von 6 bis 15 Zoll Durchmeſſer und 23 bis 76 Schuh Länge und noch 73 kiefern Stangen, zu Leiterbäumen brauchbar. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter dieſes zur möglichſten Veröffentlichung bringen zu wollen. Lich den 30. Mai 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter eiter ich. Bekanntmachung. (846) Montag den 10. Juni d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in der Wohnung des Heinrich Mühling ein Tiſch, eine Kiſte, ein Küchenſchrank mit Schüſſelbank, ein Kleiderſchrank, ein Kommod, zwei ſteinerne Schweintröge, eine — 173— Pfanne, vier Dunghorr, ein Schnappkaſten auf einem Karrn, ein Haferkaſten, eine Strobbank, zwei Weihbäume, ein Hinterpflug mit Sech und Schaar, ein Pferdekummet und ungefähr 5—6 Wagen Miſt öffentlich gegen gleich baare Zah⸗ lung verſteigert werden. Friedberg den 1. Juni 1850. Der Domänenbote He ß. Bekanntmachung. (847) Auf dem hieſigen Braunkohlenberg- werke werden wieder neue, gut ausgetrocknete Klötze, per Centner 12 kr. und Holzkohlen per Centner 14 kr., vorerſt gegen Baarzahlung ab— gegeben, was hierdurch zur allgemeinen Kennt niß gebracht wird. Braunkohlenbergwerk bei Bauernheim den 1. Juni 1850. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Bergverwaltung L. Storch, Acceſſiſt. Verkauf einer Mühle. (848) Donnerſtag den 11. Juli d. J., Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll in hieſiger Bürgermeiſterei die ſog. Zellmühle bei Villingen nebſt Oeco— nomiegeräthſchaften und den dazu gehörigen 10 Grundſtücken öffentlich verſteigert werden. Villingen den 30. Mat 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Pfa pr n. Grasverſteigerungen bei Großh. Rentamte Nidda. (849) Das 18501 Heugras von den herrſchaftlichen Wieſen des Rentamtsbezirks Nidda kommt zum öffentlichen Abſtrich: 5 Größe O. Ta g Beginn Ort der Ar der Verſteigerung der Gemarkung ee N 4 Verſteigerung. der Zuſammenkunft Mann. 1[Freitag den 7. Juni Nachm. 4 Uhr[Dauernheim[Wirth Heck 8 2 Samſtag den 8.„ Vorm. 10„ Berſtadt„ Vogler 16 * 10„(Gettenau„ Bach 3 Mittwoch den 12. Zuni] Nachm. 2 Biſſes Präulenwieſe b. Forſthaus, 11 1 3„ Idaſelbft, Wirth Hinkel 4 Donnerſtag den 13. Juni Vorm. 9= Blofeld Brühlwieſe 25 Nachm. 2„M JLeidhecken Wirth Dielmann 7 5[Freitag den 14. Juni J Vorm. 10 Lißberg Weigand Mann 86 6 Samſtag den 15. 5 9„-Bingenheim Brüblwieſe 40 „ 11„ Heuchelheim ſim Ried 9 7[Montag den 17. Juni„ 8„ eEchzell Echzeller Teich 90 Rachm. 2„ daſelbſt Gemeinde-Wirthshaus 22 8[Dienſtag den 18. Juni 1 Vorm. 9 Nidda Wieſen unter der Stadt 70 9 Mittwoch den 19.-„ 11„[Salzhauſen ſam Gradirbau Nr. 5 14 Nachm. 1„ IUnterſchmitten bei der Bruchmühle 7 zuſammen von 412 Den einzelnen Steigerern wird nur bis zu dem Betrage von 25 fl. gegen Bürgſchaft Zahlungsfriſt bis Ende September l. J. verwilligt. Ein etwaiger Mehrbetrag der Steigſumme muß vor dem Abmähen des Graſes baar an das Rentamt entrichtet werden. NB. Zu Berſtadt wird nach beendigter Grasverſteigerung die daſige herrſchaftliche Scheuer auf ein Jahr verpachtet. Bingenheim den 29. Mai 1850. Der Gr. rr des Rentamts Nidda o lb. Privat- Bekanntmachungen. Tupelen nach den neueſten Deſſins (830) ſind auf Beſtellung nach Muſterkarke, ſowie auch vorräthig zu den billigſten Preißen zu haben bei 0 Georg Gross. Ge fn c. (822) Ein verwaiſter, ganz armer Burſche wünſcht das Schnelderhandwerk zu erlernen und ſucht dazu einen Meiſter. Nähere Auskunft ertheilt der Vormund Konrad Jörg in Dorheim. Lehrlings⸗Geſuch. (8310 Zn eine hieſige Bäckerei wird ein braver junger Menſch in die Lehre geſucht. Zu er— fragen bei der Expedition d. Bl. Zum Verkaufen. (832) Eine Scheuer, 36“ lang, 24“ breit, zu der Hofraithe des Joh. Stoffel in Florſtadt ge⸗ hörig, ſteht auf den Abbruch zu verkaufen. Kaufliebhaber wollen ſich deshalb an Moſes Maper in Steinfurth wenden. Das Sommerturnen (853) der hieſigen Turngemeinde hat bereits begonnen und wird zahlreiche Betheiligung an den Turnſtunden, Montags und Donnerſtags, Abends 8 Uhr, im Philippi'ſchen Garten er⸗ wartet. Der Vorſtand. Generalverſammlung (854) der Turngemeinde Samſtag den 8 Juni, Abends 8 Uhr, bei Gerlach. Der Vorſtand. Anzeige. (855) Ich mache einem verehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß ich den künftigen Markt mit einer Auswahl von Corſetten wieder beziehe.. ch u b 6, Corſettenfabrikant aus Offenbach a. M. Gefundenes. (856) Vergangenen Sonntag wurde im Oſſen⸗ heimer Wäldchen ein faſt ganz neues Taſchen⸗ meſſer gefunden. Der Eigenthümer kann das⸗ ſelbe bei der Expedition dieſes Blattes in Empfang nehmen. Verlorenes. (857) Ein Mittelſtück nebſt Klappenſtück von einer kleinen Flöte wurde vergangenen Sonntag von der Sandgaſſe bis zur Burg verloren. Der redliche Finder wird gebeten dieſelben an die Expedition dieſes Blattes abzugeben. 130 Stück Hämmel (858) hat zu verkaufen Filius in Bepenheim. Ein zweijähriger Faſelochs (859) iſt zu verkaufen bei Rodgen. Oeconom Jehner. 5 0 0 Gulden, (860) welche getrennt auszuleihen ſind, liegen bereit. Mäckler werden verbeten. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Theatrum mundi (861) in Friedberg. Freitag: Conſtantinopel; hierauf der Brand von Moskau. Anfang 8 Uhr. Anzeigen (862 welche für das Kurpublikum in Nau- heim Intereſſe haben, finden in der von Juni ab in meinem Verlage erſcheinenden Nauhei— mer Kur⸗ und Badeliſte Aufnahme, und wird die zweiſpaltige Zeile aus gewohnlicher Schrift mit 3 kr., größere Schrift nach dem Raume berechnet. E. Biudernagel. — 174 Geſellſch aft zu gegenſcitiger Hagelſchaͤden⸗Vergükung in Leipzig. (863) Die obige Geſellſchaft beſteht ſeit 1824 ohne Unterbrechung, hat während dieſer Zeit nahe an 2 Millionen Schäden bezahlt und beſitzt einen Reſervefonds von circa Thlr. 26,000. Keine gleichartige Geſellſchaft hat einen ähnlichen Fonds nachzuweiſen. Alle ermittelten Schäden werden voll vergütet und findet ein Abzug nirgends Statt. Die Geſellſchaft verſicherte im Jahr 1849 für über 10 Mill. Thlr. und zahlte an 1253 Beſchädigten über 70,000 Thlr. Auf die Vortheile, welche dem Landmanne bei dieſer Geſellſchaft geboten werden, brauche ich wohl nicht weiter aufmerkſam machen zu müſſen, beſchränke mich deshalb nur auf die Bemerkung, daß beabſichtigt werdende Verſicherungen nicht verſchoben werden möchten, weil die Jahreszeit ſchon weit vorgerückt iſt und an verſchiedenen Orten Deutſchlands ſchon bedeutende Hagelſchäden Statt gefunden haben. Agenten der Geſellſchaft ſind: Herr H. Hahn in Friedberg. Herr Fz. Geyger in Aſſenheim. Herr J. E. Bermann in Vilbel. Herr Heinr. Rühl in Hungen. Herr Werner in Nidda. Herren Gebr. Schwarz in Echzell. Gießen im Mai 1850. J. G. Appel, General-Agent. Allgemeine Militar⸗Stellvertretüngs⸗ Anſtalt. (864) Diejenigen zur 18491 Muſterung gehörigen Leute, welche, nach dem allerhöchſten Ediet vom 21. d. Mts. nun noch zum Dienſt einberufen werden und ſich vertreten laſſen wollen, können tüchtige Einſteher durch mich erhalten, und wollen ſich dieſelben baldmoͤglichſt an mich oder die Herren Agenten der Anſtalt wenden. Darmſtadt den 23. Mai 1850. f— ˖ Friedr. Vogel, Dr. jur. we Allgemtincs Geſchöfls⸗Vürcau. (Sas) Dem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, dag in meinem Büreau nachbemerkte Geſchäfte auf das pünktlichſte und unter den billigſten Bedingungen beſorgt werden: 5 1) Aufſtellung von Gemeinde- und Vormundſchafts⸗Rechnungen, Voranſchlägen 2c., 2) Errichtung von Inventarien und Theilungen, Ausfertigung von Theilungs⸗ urkunden, 3) Errichtung von Teſtamenten, Codizillen, Uebergabs- und anderen Verträgen, Gutsleihen ꝛc. ꝛc., ö b 4) Abfaſſung von Schriften, humoriſtiſchen und auch anderen Inhalts, Briefen, Annoncen ꝛc. ꝛc., 5) Abſchließung von Schifffahrtsverträgen mit Auswanderern nach Amerika, 6) Uebernahme von Forderungen gegen billigen Nachlaß und Ein⸗ und Aus⸗ klagen derſelben, und 7 7 0 von Kapitalien gegen Inſatz-Hpfothecken, Wechſel und Fauſt⸗ pfänder, 5 und bitte um geneigten Zuſpruch. Auch empfehle ich mich zur Beſorgung von Rechtsgeſchäften und ſonſtiger bürgerlichen Angelegenheiten und bemerke, daß jede einfache Conferenz oder Be— rathung nur 10 kr. koſtet. Niederwöllſtadt den 29. Mai 1850. G. Emmerich. Spiegeln in allen Größen (8660 ſowohl belegte Gläſer, als auch in Gold, Nußbaum, glatt und barock Rahmen ſind billigſt zu haben bei 5 Georꝗ Gross. (713) Durch die Buchhandlung E. Bin⸗ dernagel in Friedberg iſt zu beziehen 4 Neue illuſtrirte eitſchriſt. Jährlich 52 Bogen Text in groß Quart mit circa 400 feinen Original⸗Holz⸗ ſtichen. 5 Preis des Quartals nur fl.— 36 kr. rh. In gegenwärtiger Zeit, in welcher die wich⸗ tigſten Begebenheiten wie im Sturme an uns vorüberfliegen, bietet das Erſcheinen obiger Zeit⸗ ſchrift, welche ihr Hauptaugenmerk darauf richtet die ſich drängenden Zeitereigniſſe im wahr⸗ beitsgetreuen Bilde zuſammenzufaſſen, gew iß ein großes Intereſſe dar. Sie bringt die ge⸗ treuen und wahrhaft künſtleriſch aus⸗ geführten Portraits ſammt Lebensbeſchrei⸗ bungen der bedeutendſten Perſönlichkeiten unſerer Zeit, und indem ſie in fortlaufender Reihenfolge die Geſchichte der Zeit in Bildern darſtellt, dürfte ſie als Bilder-Commentar zu jeder politiſchen Zeitung als unentbehrlich er⸗ ſcheinen, welcher noch nach Jahren eine hoͤchſt werthvolle Sammlung des intereſſanteſten Stoffes bildet. Zur Unterhaltung und angenehmen Er⸗ götzung liefert der Unterhaltungsſaal die beſten Novellen mit äußerſt hübſchen Abbil⸗ dungen; illuſtrirte Anekdoten, Scenen aus dem Volksleben, Randzeichnungen zu deutſchen Dichtungen, humoriſtiſche und ſatpriſche Witzbilder und Bilder- Räthſel(Rebus), worunter von Zeit zu Zeit Preis- Bilder ⸗Räthſel, deren Auflöſung mit Hauptprämien, wie: Schiller's ſämmtlichen Werken, Schiller's Gedichten, in Miniaturausgabe und Prachteinband, Göthe's Fauſt in Minlaturausgabe und Pracht⸗ einband, Uhland's Gedichten, in Miniaturausgabe und Prachteinband, Freiligrath's Gedichten, in Miniaturausgabe und Prachteinband, Auerbach's Dorfgeſchichten, Prachtvollen Stahlſtichalbums u. ſ. f. honorirt werden. Außer obigen Hauptprämien werden noch an alle Einſender von richtigen Auflöſungen Neben. prämien, welche in kleineren Albums oder in ausgezeichneten, ſich zu Zimmerverzierung eig⸗ nenden Stahlſtichen beſtehen, abgegeben. Die Hauptprämien werden durch's Loos vertheilt. Nach dem oben Geſagten dürfte es nun kaum eine andere Zeitung geben, welche bei dieſer enormen Wohlfeilheit einen ſolchen reichen Schatz für Unterhaltung und Belehrung böte. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — rn