igen . — Dezember. verrichtet: . adttiche dtadtkuche: t. Burgkirche: e D Butzbach Detember. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 4. Dezember 1850. 1 95. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Da viele Mitglieder des Bezirksraths verhindert ſind, im Laufe dieſer Woche an den Sitzungen Theil zu nehmen, ſo hat der Bezirksrath in ſeiner heutigen Sitzung be⸗ ſchloſſen, ſich bis zu nächſtem Montag den 9. l. Mts. zu vertagen. Sie werden dies alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen. Friedberg den 2. Dezember 1850. Ou vrier. Regierungsblatt⸗Auszũge. Nr. 55 enthält: 1)(Ergänzende) Naa des Minſte⸗ tiums des Innern vom 13. Nov. die Bildung der Wahlbezirke ꝛc. betr.—) Bekanntmachung des Großh. Kriegs miniſteriums vom 30, Oct die Zutheilung und Einübung der Recruten der Reiterei detr.— 3) Bekanntmachung des Großh. Juſtizminiſteriums vom 24. et., die Entfernung der einzelnen Gemeinden in den Notariatsbe⸗ Arken Wallertheim, Bechtheim, Sprendlingen und Gaualgesheim von dem Amtsſitze des Notars betr.— 4) Bekanntmachung, das vor⸗ läufige Fortbeſtehen der Stellvertretung im Militärdienſte,— insbe⸗ ſondere die Stellung von Einſtehern für Militärpflichtige betr.— 5) Bekanntmachung, die Niederſchlagung einer Umlage zweiter Klaſſe in der Gemeinde Ftamersheim für 1850 betr.— 6) Namensver⸗ änderungen. Es wurde geſtattet: der Adoptivtochter des Feldwebels Bötticher dahier, Eliſabethe ßiſcher, künftig den Namen„Botttcher⸗ und dem Conrad Epp zu Ockenbach künftig den Namen„Gobel⸗ zu führen.—. 7) Patent an den Reallehrer Herrmann zu Biebrich auf eine Verbeſſerung von Lampen.— 8) Dienſtnachrichten. Am 24. Oct. wurde der Forſteandidat Müntzenberger aus Oſthofen zum Revierförſter für das prov. Forſtrepier Düdelsheim ernannt, und wurde dem Schulvicar Dickler zu Weſthofen die 2. evang. Schul⸗ lehrerſtelle daſelbſt übertragen. Am 26. wurde der Gerichksacceſſiſt und feitherige Ergänzungsrichter am Friedensgerichte zu Wörrſtadt, Doflein, zum Ergaͤnzuͤngsrichter am Friedensgerichte zu Oſthofeu ernannt. Am 28. wurde dem Schulvicar Hartnagel die kath. Schuhehrerſtelle zu Flockenbach, Künzenbach und Gorrheim, Reg Bez. Heppenheim, dem Schulvicar Repp zu 131675 Reg ⸗Bez. Bieden⸗ ſopf, die evangel. Schullehrerſtelle daſelbſt, und dem Schulovicar Bernd zu Gaulsheim, Reg-Bez. Mainz, die daſige kathol. Schul⸗ lehrerſtelle übertragen.— 9) Am 20. Oct. wurde der auß. Profeſſor Dr. Fritz'ſche zu Gießen auf Nachſuchen aus ſeiner Stellung ent⸗ lafſen, demſelben jedoch die Fortführung des Titels eines Profeſſors eſtattet.— 10) Erledigt ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Nieder⸗ gaulheim, Reg.-Bez. Mainz, mit jährl. 745 fl.: die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Hopfgarten, Reg.⸗Bez. Alsfeld, mit jährl. 561 fl.; die evangel. Pfarrſtelle zu Frohnhauſen, Reg.⸗Bez. Biedenkopf, mit jährl. 744 fl; die evangel. Pfarrſtelle zu Bornheim, Reg.-Bez. Worms, mit fährl. 655 fl.— 11) Geſtorben ſind: am 12. October der penſ. Stall⸗ meiſter Heil zu Beſſungen; am 16. der Univerſitäts-Kanzleiſecretär Baum zu Gießen; am 24. der evangel. Pfarrer Löber zu veidhecken⸗ Wie der Tabak zu uns kam, und das Cabakranchen dazu. (Schluß.) Allgemein wurde das Rauchen in Deutſchland zur Zeit des dreißigjährigen Kriegs. Als im Jahre 1620 das ſpaniſche Heer unter dem Marquis von Spinola in die Pfalz einrückte und alle größeren Orte und feſten Schlöſſer beſetzte, da fiel es am Rheine beſonders auf, daß die aus Holland kommenden Spanier alle rauchten und ihren Tabaksbeutel neben dem Säbel hängen hatten. Die Pfälzer begriffen nicht, warum ſie das Rauchkraut verdampften. So wenig ſie auch die Spanier liebten, und Urſache dazu hatten, ſo ahmten ſie doch bald den Gebrauch des Rauchens nach, und es wurde in der Pfalz tapfer geraucht. Durch das Rauchen und den ungeheuern Verbrauch an Tabak kam man auf den Gedanken, in der Gegend von Heidel— berg, Mannheim, Speyer und an der Nahe, namentlich in Sobernheim, Tabak anzupflanzen. Schon um das Jahr 1710, alſo genau neunzig Jahre ſpäter, als man das Rauchen gelernt, baute man Tabak an den genannten Orten und deren Umgegend, und ſpäter war es beſonders der Kurfürſt Karl Theodor, welcher den Tabaksbau in aller Weiſe begünſtigte. An Freunden fehlt's dem Tabak nicht. Alles raucht ja heutzutage die einfältigen Cigarren, die man eigentlich, wenn ſie ſchlecht Luft haben, Ziehkarren heißen köunte. In vielen Gegenden rauchen auch die Frauen und Maͤd— chen, zum Beiſpiel in Spanien, im nördlichen Frankreich und in Belgien. Hier und da iſt es ſelbſt eine neue Mode, daß die vornehmen Damen ihr Cigärcchen rauchen. Auch die Königin Eliſabeth von England rauchte ihrem lieben Freunde, Sir Walter Raleigh, zu Gefallen, als der Tabak ihr aber einmal toll im Kopfe und übel im Magen machte, warf ſie einen ſolchen Abſcheu auf ihn, daß ſie das Rauchen verbot. Der größte Feind des Tabaks aber war König Jacob J. von England, der des Rauchens und anderer unbekannter Urſachen wegen den Seehelden Sir Walter Raleigh ſo ſehr haßte, daß er ihn köpfen ließ. Ebenderſelbe König ſchrieb ein Buch gegen den Tabak, das er„Miſocapnos“ hieß, was zu Deutſch„Rauch— haſſer“ heißt. Wie groß des Königs Haß gegen den Tabak war, erweiſt folgende Stelle aus dieſem Buche:„Wenn *— endlich, o Buͤrger, noch Scham in euch iſt, ſo gebt jenen heilloſen Gebrauch(das Tabakrauchen nämlich) auf, der in Schande entſprungen, aus Irrthum aufgenommen, durch Thorheit in Schwung gebracht wordeu iſt, durch den Got— tes Zorn gereizt, des Körpers Geſundheit zerſtört, das Hausweſen zerrüttet, das Volk im Vaterlande herabge— würdigt und auswärts verächtlich gemacht wird; einen Gebrauch, der ſchädlich den Augen, unangenehm der Naſe, dem Gehirn nachtheilig, der Lunge ſchädlich iſt, und, wenn ich es recht ſagen ſoll, durch die ſchwarzen Rauchwolken, die er verbreitet, dem Höllendampfe vollkommen gleicht!“ Wahrhaftig, da hat der königliche Tabaksfeind Alles geſagt, was man dem Tabake Schlechtes nachſageu kann, ſpricht der Gevatter, und fragt: Hat er denn mit der Predigt etwas ausgerichtet?— Nein, Gevatter, ſag' ich drauf, keinen Hund hat ſie hinter dem Ofen herausgejagt. Es wurde geraucht nach, wie vor. Jacob I. ließ es nicht dabei. Er veranlaßte, daß das Parlament das Tabakrauchen verbot, den Tabaksbau unterſagte und die Einfuhr aus Virginien in Amerika der Art mit Abgaben belegte, daß er kaum mehr zu kaufen war,— und dennoch wurde geraucht. Ein gleicher Feind des Tabaks war der kuͤrkiſche Kaiſer Murad der Vierte. Im Jahre 1623 verbot er das Rauchen bei Todesſtrafe, und mancher türkiſche Kopf kam von der Pfeife unter das Schwerdt des Capidſchi-Baſchi, oder Oberhofköpfers. Da haben ſie's gewiß gelaſſen! ſagt der Gevatter. Und doch nicht, ſag' ich drauf, denn noch heute ſind die Türken die ärgſten Schmaucher. In Rußland wurde 1634 das Tabakrauchen auch verboten, und die Strafe war gut ruſſiſch. Wurde einer mit der Pfeife ertappt, ſo ſollte ihm— die Naſe abgeſchnitten werden! Ob viele Naſen abgeſchnitten wurden, iſt nicht bekannt, aber das iſt allbe⸗ kannt, daß das Verbot nichts half. Es wurde und wird in Rußland viel geraucht. Auch Frankreich verbot den Tabak ohne Erfolg. Deutſchland blieb nicht zurück. In Würtemberg wurde unter ſchweren Strafen das Rauchen verpönt; in Sachſen wurde es 1651 ſchon verboten mit dem Branntweintrinken und Brennen. Wollte Gott, das letztere wäre allgemein verboten; denn es iſt eine Peſt, die Leib und Seele verdirbt, aber der Tabak nicht. Bei⸗ des half nichts. In Gotha erging das Verbot 1695. In der Schweiz geſchah es nicht minder. In Ungarn wurde die Einfuhr des Tabaks 1670 verboten, und das Rauchen dem Adel bei fünfzig Gulden Strafe, dem Bauer bei ſechs Gulden unterſagt. Pabſt Urban der Achte that Tabak und Raucher im Jahre 1624 in den Bann, und auch die, welche in der Kirche ſchnupften. Inno⸗ cens der Zwölfte erneuerte 1690 dieſen Bannfluch. Von da an war die Geiſtlichkeit die Verfolgerin des Tabaks, und auch evangeliſche Geiſtliche predigten gegen den Tabak, ſo der Profeſſor Jäger in Tübingen und der Prediger an der Nikolaikirche zu Quedlinburg, Caspar Hofmann noch um das Jahr 1726. Man ſagte dem Tabak alles Schlechte und Verwerf— liche nach, und ſtellte Rauchen und Schnupfen als Werke des Teufels dar. f Was das Alles half? Der Tabak iſt unuͤberwindlich geweſen, und in unſeren Tagen ſind wir ſo klug, ihn uns gut ſchmecken zu laſſen, und kein Menſch denkt daran, ein Verbot ergehen zu laſſen. Um es aber anſchaulich zu machen, wie wenig alle dieſe Verbote fruchteten, will ich nur noch bemerken, daß gerade in der Zeit des ärgſten Verbotes der Gewinn, welchen allein die Holländer aus dem Tabakshandel zogen, auf die ungeheure Summe von zwanzig Millionen Thaler berechnet wurde. In Frank— 384— reich, wo der Staat den Tabak allein verkauft, und ſonſt Niemand, bringt der Tabaksverkauf der Staatskaſſe jähr⸗ lich etwa vierzig Millionen Franken ein! 28 Da ich nun einmal hier von dem Tabak und dem Rauchen rede, ſo muß ich auch noch etwas über die Art und die Pfeifen, wie man raucht, und wodurch man raucht, erzählen. Der ſchon genannte Mönch Pane ſah Pfeifen, die zweizackig waren, etwa ſo: /, in die kurze Zacke wurde ein Büſchel Tabak geſteckt und angezündet. Die Pfeifen waren von Holz, und verbrannten mit dem Tabak. Fran⸗ cisco Hernandez de Toledo fand 1560 in Mexico nur lange Röhren, die unten etwas weiter waren. In dieſen weiteren Theil ſteckte man den Tabak, und brannte ihn an. Da aber auch dieſe Rohre von Holz waren und ent— brannten, ſo wurde der Wohlgeruch des Rauches verdor— ben. Man machte nun ſolche Rohre künſtlich aus feinen Steinarten, dann aus feinem Thon. So kamen 1585 die erſten Thonpfeifen, oder irdenen Pfeifen aus Virginien in Amerika nach England, und von da nach Holland, Deutſch⸗ land und Frankreich. Ueberall machten ſie die Töpfer nach. Nun dachte man daran, ſie zu verbeſſern, zu ver⸗ ſchönern, und bald machte man ſie aus ſchöngeadertem Holzmaſer, wie in Ulm, dann aus Porzellan in Meißen in Sachſen, dann aus einer feinen Talkerde, die man Meerſchaum nennt, beſonders in Ungarn, in Gallizien, in Wien und in Lemgo. In Zöblitz in Sachſen wurden Pfeifenköpfe aus Serpentinſtein gemacht. Heutzutage werden ſie aus allem nur erdenklichen Stoffe gearbeitet, und als noch vor fünfzehn Jahren der Badearzt in Wies— baden, Geheimerath Löhr, lebte, konnte man bei dem eine ungeheure Pfeifenſammlung ſehen von der allereinfachſten Thonpfeife bis zur koſtbarſten, mit Gold beſchlagenen Meerſchaumpfeife, aus allen nur möglichen Stoffen und allen erdenklichen Formen. f Die Türken rauchen meiſt aus ganz kleinen, mitunter aber koſtbar verzierten Thonpfeifen, oder durch lange, weite Weichſelrohre, die oft ungeheures Geld koſten. Statt des Mundſtücks iſt eine Kugel von Bernſtein aufgeſetzt, die ſie blos wider die Lippen legen. Das können ſie aber auch ſo treiben, weil ſie faſt nur im Sitzen rauch en. Sie haben aber auch noch eine andere Art Pfeifen, die in Perſien und in ganz Indien gebräuchlich ſind, die Waſ⸗ ſerpfeifen, die man Narſileh und in Indien Huccah nennt. Sie ſind je nach dem Reichthume des Rauchers aus mehr oder minder koſtbarem Stoffe gemacht, und beſtehen aus einem unten breiten, oben ſpitz zulaufenden Keſſel, der halb mit kaltem Waſſer angefüllt iſt. Der Kopf iſt von einer etwas breiten Form, und der Stiefel deſſelben geht bis in das Waſſer. Ueber dem Waſſer, in dem eigent⸗ lichen Luftraume des Keſſels iſt das Loch angebracht, wohinein das Rohr geſteckt wird, welches aus einem acht bis zwölf Schuh langen, beweglichen Schlauche beſteht, der in einem Mundſtuͤck endet. Zieht nun der Raucher ſtark, wenn der Tabak im Kopfe brennt, ſo geht der Rauch gaukelnd durch das Waſſer, das ihm die Wärme und alles Unreine nimmt, und kommt kalt in das Rohr und in den Mund des Rauchers. Daß das köſtlich ſchmecken mag, verſteht ſich von ſelbſt. Zum Schluß aber möcht' ich noch eine recht komiſche Art erzählen, wie die Kirgiſen im ruſſiſchen Aſien in Ge⸗ ſellſchaft rauchen. Sie machen in feſte Erde ein Loch, zu welchem von der Seite her ſo viel kleine Löcher ſchief hinunterführen, als eben Leute da ſind, die miteinander rauchen wollen. Das große Loch wird nun mit Tabak feſt ausgeſtopft und Feuer darauf gelegt. Nun ſtecken ſie die Rohre, meiſt aus hohlem Schilfrohr beſtehend, in die n , und song ſonſt blase Uhr⸗ b und dem er die Art man raucht, feifen, die ace wurde die Pfeifen . Fran⸗ Nerd nut In dieſen rannte ihn en und ent⸗ des verdor⸗ aus feinen n 1585 die Dirginien in , Deutſch⸗ opfer nach. u, zu ver⸗ geadertem Meißen e, die man Jallizien, in ſen wurden Heutzutgge gearbelet, it in Dies ei dem eim reinfachſten eſchlagenen offen und m, mitunter urch lange, ten. Statt aufgeſetzt, können ſie en rauch en. pfeifen, die „ die Waſ⸗ iccah nennt. b aus nehr ſtehen aus Keſſel, der pf iſt von ſſelben geht dem cigent⸗ angeötach. einem ac iche beſteh. er Nacht 40 eit ber de Dirme 1 100 Rohr 1 mecken . tomiſche 120 In Ge⸗ 5 Loch, zu baer ſchif mtinandtt un Tabal ecken ſie *; die dend, 1 kleinen Seitenlöcher, legen ſich bequem in die Runde, und ziehen, ſo lange Rauch kommt. Proſit! ſagt da der Gevatter. Ich mag's nicht nach⸗ machen, aber ſo eine Narſileh oder Huccah ſtuͤnde mir Mir auch, Gevatter; aber einſtweilen wollen ſchon an. 385 wir bei unſeren ehrlichen, deutſchen Pfeifen bleiben, und das einfältige, wirklich den Augen ſſchädliche Cigarren rauchen den Modenarren überlaſſen. theuerſte Rauchen, und es geht nichts uber eine Pfeife, die gehörig Luft hat! Es iſt das aller (Spinnſtube 1850.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. Main⸗Weſer⸗Bahn. (1836) Mit dem 1. Dezember l. J. wird die Strecke von Friedberg bis Butzbach dem Verkehr über— geben.— Die Abfahrtſtunden ſind: Von Friedberg: Von Butzbach Gießen den 26. November 1830. Vormittags Nachmittags 12- 1 4* Abends 8„* : Vormittags 6 1 Na Nachmittags 2„ 1 8 Die 9 Uhr 13 Minuten 43 23„ 58„ — D 50 1 30 1 67 1 Gr. Eiſenbahn⸗Bau⸗Direction der Provinz Oberheſſen Laubenheimer. Obligations ⸗Verlooſung. (1832) Bei der für 1850 ſtattgehabten Ver⸗ looſung von Heldenberger Partialſchuldſche inen ſind auf den 2. Januar 1851 rückzahlbar ge⸗ worden: 1) Aus dem am 1. Januar 1847 bei dem Handlungshauſe Daniel Brand zu Hanau nego⸗ ciirten Anlehen von 40,000 fl. Lit. B. Nr. 21 zu 500 fl., 4 „„ 40„ 500„ 17„„ 43„ 500„ „„„ 71% 250„ „%„ N 20 2) Aus dem am 1. Januar 1835 bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehen zu 26,000 fl. Lit A. Nr. 32 zu 400 fl., „„. 112„ 100„ Ich bringe dieſes hierdurch mit dem Be⸗ merken zur Kenntniß der Inhaber, daß nach deren Willen die Kapitalien am 2. Januar 1851 bel den oben erwähnten Handlungshäuſern in Empfang genommen werden können, indem von da an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Heldenbergen den 20. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. Verſteigerung. 830) Freitag den 6. Dezember, Nach ⸗ 3 75 um 2 Uhr anfangend, werden an Ort und Stelle in den ſtädtiſchen Obſt⸗ und Weiden⸗ baumanlagen circa 24 abgeſtorbene Aepfel ⸗, Zwetſchen⸗ und Weidenbäume an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert. Friedberg den 27. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermelſter Bender. Verſteigerung. (1838) Donnerſtag den 5. Dezember, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Anlieferung von circa 80 Stück Aepfel⸗ und Birnſtämme, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemachten Bedingungen, wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 27. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B ede x. Bekanntmachung. (1862) Die zum Nachlaſſe des Heinrich Hock zu Aſſenheim gehörige Müble in der Stadt mit fünf Mahlgängen an der Nidda ge— legen, nebſt dem dazu gehörigen Gelände— Erblehn— ſoll erbvertheilungswegen Freitag den 27. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim öffentlich ver— ſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber mit dem Anfügen einladet, daß bei annehmbarem Gebote die Genehmigung alsbald erfolgt, die weiteren Bedingungen aber vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden. Zugleich werden alle Gläubiger des Heinrich Hock, da ſeine Erben den Nachlaß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben, aufgefordert, ihre Anſprüche an den Nachlaß vor dem obigen Termine bei der Wittwe oder bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen, egenfalls ſie bei der Vertheilung nicht berück⸗ chtigt werden. Friedberg den 27. November 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle. Bekanntmachung. (1863) Nachdem über das Vermögen des Friedrich Ludwig Momberger von Traishorloff wegen einer Ueberſchuldung von mehr als 2000 fl. Concurs erkannt worden, werden Alle, welche Anſprüche irgend einer Art an denſelben zu bilden haben, aufgefordert, dieſelben bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſess von der Maſſe Donnerſtag den 30. Januar 1851, Vormittags 10 Uhr, hier anzumelden, auch wegen Vergleichs, Verkaufs der Maſſe und Beſtellung eines Güter⸗ pflegers und eines Gläubigerausſchuſſes ſich ſo⸗ gewiß zu erklären, als ſonſt nach Antrag der Mehrheit der Erſcheinenden verfügt werden ſoll. Hungen den 19. November 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Grundſtücke⸗Verſteigerung. (18640 Dienſtag den 10. Dezember, Mor⸗ gens um 10½ Uhr, werden in hiefigem Ratb⸗ hauſe in Auftrag der Vormünder der Konrad Brethauer'ſchen Kinder die denſelben gehörenden, in der Burggemarkung liegenden Grundſtücke, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, nämlich: 1) 145,5 Klafter 74% Ruthen 2) 77,9 Klafter 40 Ruthen zwiſchen dem Riedgraben, an Karl Morell, zwiſchen dem Ohrlochs und Nauheimer Weg, an Fried⸗ rich Schleuning, 79, i 3) 9,8 Klafter Acker, zwiſchen dem Wie⸗ 41 Ruthen ſenweg und Riedgraben an Andreas Rau. Zins dem Haus Braunfels 1½ kr. Friedberg den 28. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beuder. * Fru cht⸗Verſteigerung. N (1865) Oonnerſtag den 5. Dezember d. J. ſollen auf hiefigem Rathhauſe 9 Malter, 3 Simmer Korn, der hiefigen Kirche gehörig, meiſtbietend öffentlich verſteigert werden. Södel am 29. November 1850. 1 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Güter ⸗ Verpachtung. (1866) Die Güter der Schwalheimer Kirche in der Gemarkung Schwalheim, Rödgen, Dor⸗ heim und Nauheim gelegen, ſollen den 9. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, in der Behauſung des Gaſtwirths Fritzel zu Schwalheim öffentlich meiſtbietend verpachtet werden.. Schwalheim den 2. Dezember 1850. Der Kirchenvorſtand daſelbſt: Engel. d Privat- Bekanntmachungen. Braunſchweiger Flachs, (1767) à 20, 22 und 24 kr. per Pfund, iſt friſch angekommen bei Kullmann. Vilbel im November 1850. 8 Geſucht wird (1856) ein Tabaksſpinner. Näheres in der Redaction dieſes Blattes. Bekanntmachung. (4867) Bei Eröffnung der Eiſenbahn bis Buß bach wird ein Familienwagen zwiſchen Butz⸗ bach und Grünberg errichtet. 5 Der Wagen geht Morgens um 6 Uhr in Grünberg, um halb 8 Uhr in Lich ab, und trifft zeitig vor dem Abgang in Butzbach, um 9 Uhr 50 Minuten ein. Von Butzbach retour wird um 1 Uhr 10 Minuten daſelbſt und um halb 3 Uhr in Lich abgefahren. Die Preiſe werden berechnet: von Grünberg bis Butzbach 48 kr. „ Münſter„ 1 40„* „ Oberbeſfingen* 36„ „ Niederbeſſingen 33„ „ Lich„ 24„* „ Eberſtadt 1 15 5 „ Oberhörgern„ 12* und in gleichem Verhältniß zurück. Anzeige. (1868) Alle Sorten gute Lebkuchen find zu haben bei äcker Stelz in der Uſergaſſe. Verkauf aus freier Hand. (1869) Der Unterzeichnete iſt geſonnen wegen Wohnortsveränderung aus freier Hand zu ver⸗ kaufen: A. an Liegenſchaften: 4) ein Wohn⸗ und Hinterhaus in der Metz⸗ gergaſſe gelegen, 2 Dein Acker in der Weigertsgaſſe, 3) ein desgleichen in der Elach, 4) ein Baumſtück in den Liebfraugärten, 5) ein Garten an dem Mühlgraben, 6) ein Baumſtück auf dem Krämer, mit Bewilligung ſechsjähriger Zahlungstermine von den Güterſtücken, ſodann B. an Mobilien: eine Bibliothek, eine Linirmaſchine, eine mittlere eiſerne Vergoldpreſſe, mehrere Vergold⸗ platten und Stempel, ein vollſtändiges Buch⸗ binderwerkzeug, den Ladenvorrath von Schreib⸗ materialien, Bücher, Etuis und dergleichen. Friedberg. C. C. Nagel. 386 Anzeige. Militaͤrſtellvertretungsanſtalt von F. J. Rauch in Mainz. (18330 Militärpflichtige und Soldaten können ſtets tüchtige Einſteher erhalten mit feſten Ver⸗ trägen ohne alle weitere Nachzahlungen zu den möglichſt billigſten Einſtandsſummen und guten Zahlungsbedingungen, ſowie aller Garantien. Leute, die als Einſteher eintreten wollen erhalten ein entſprechendes Einſtandskapital, Hand⸗ und Reiſegeld gleich nach der Annahme. Vilbel den 19. November 1850. Näheres bei dem unterzeichneten Agent G. Filß. 5 Zu Weihnachts⸗Geſchenken. (1870) Geſtickte Weſten, ſowie Weſtenſtoffe zum Sticken, ferner Weſtenſtoffe in Wolle und Seide von 36 kr. per Weſte an, Bukskins und Paletot⸗ Stoffe, Damentuche ze. zu billigſten Preiſen, empfiehlt K. W. Kellermann, Kleiner Kornmarkt 5 in Frankfurt a. M. Anzeige. (1871) Einen gefundenen Hauptſchlüſſel, ſo⸗ wie eine Geldbörſe mit Inhalt können die be⸗ treffenden Eigenthümer gegen Erſtattung der Inſeratgebühren bei mir in Empfang nehmen. Friedberg den 30. November 1850. A. Wagner, Rathsdiener. Zur Nachricht. (1872) Der Unterzeichnete hat mehrere be⸗ deutende Kapitalien auf erſte Hypothek auszu⸗ leihen, ſowie zur Uebernahme von Kaufſchillings⸗ geldern an Händen. Nachträglich bemerke, daß derartige Geſchäfte von mir ſtets beſtens beſorgt werden. Mareus Strauß, in Vilbel. Empfehlung. (1873) Vorzüglich gute Lebkuchen und Con⸗ ditoreiwaaren empfiehlt F. Reitz. Ein tüchtiger Schmiedgeſelle (1872) kann ſogleich eintreten bei Philipp Ritzel in Friedberg. Anzeige. (1875) Longſhawls und viereckige Shawls, größte Sorten aus feinſter Wolle, erſtere von fl. 5 an, letztere von fl. 2½ an. Verſchiedene Sorten kleine und mittelgroße Tücher in Seide, Halbſeide, Wolle und Halb⸗ wolle von 12 kr. bis fl. 2. per Stück. 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Stoff mit einem Humor Der Spinnſtubenſchreiber hält uns in ſeinem Kalender einen Spiegel vor, in dem wir uns ſelbſt wiedererkennen, und das Gemüthsleben der deutſchen Familie, mit allen ſeinen kleinen Freuden und Leiden, allen ſeinen Licht⸗ Wenn nur die Leute fleißig hineingucken. ſeiten. und Schatten⸗ Vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. Die Jahrgänge 1847 bis 1830 find zum ſelben Preis ebenfalls daſelbſt zu haben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Nn % r