ectingungen 1 Vilbel. 1 ben— es u fin, daß m ftem · er kann ue des ledes ver⸗ ntelligenz⸗ fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 3. Anguſt — 60. 1850. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 28 enthält: 1) Verordnung, die Organiſation der Re— gierungsbehörden betr.— 2) Bekanntmachung, die Organiſation der dem Mtiniſterium des Innern untergeordneten Verwaltungsbehörden, insbeſondere die Errichtung einer Regierungscommiſſton zu Worms betreff!— 3) Bekanntmachung, die nachträgliche Erhebung einer Um- lage dritter Claſſe in der Gemeinde Gräfenhauſen für das Jahr 1850 betreff.— 4) Bekanntmachung der Ergebniſſe der Verwaltung des allgemeinen katholiſchen Kirchenfonds vom Jahre 1849.— 5) Dienſt⸗ nächrichten,: Am 14. Mai wurde der Regierungsrath Schmitt zu Heppenheim zum Mitgliede der Regierungscommiſſion fur den R.⸗Bez. Worms ernannt und demſelben der Vorſitz in der gedachten R.⸗C. übertragen, ſodann der Reg.⸗Aſſeſſ. Dr. Knorr zu Nidda zum Aſſeſſor bei der R.⸗C. Worms, der Reg.-Secr. Pietſch zu Gießen zum Reg.⸗Seeretär bei der R.⸗C. für den R.⸗B. Darmſtadt, der Reg⸗ Seer. Dr. Weſternacher zu Darmſtadt zum Reg.-Secretär bei der R.⸗C, für den R.⸗B. Nidda, und der Reg.⸗Secr. Pareus zu Mainz zum Reg.⸗Secretär bei der R.⸗C. für den R.⸗B. Worms ernannt. Nr. 29 enthält: 1) Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Aeußern vom 14. Mai, die Einführung einer ermäßigten Porto— taxe für Fahrpoſtſendungen betr.— 2) Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Aeußern vom 27. Mai, die Einführung ermäßigter Briefporto-Taxen betr.— 3) Bekanntmachung, die Zutheilung der Orte Horrweiler. und Aspisheim zu dem Baubezirke Bingen betr.— 4) Gemeiner Beſcheid, die von den Anwälten zu verrechnenden Trans portkoſten betr.— 5) Bekanntmachung, veränderte Leitung mehrerer oberheſſiſchen Poſtcoürſe betr.(Der Alsfeld-Friedberger Poſtwagen über Lich, der Laubach-Grünberger Poſtwagen von Laubach nach Lich, der Lauterbach-Frankfurter Eilwagen von Lauterbach auf Friedberg, ſammt neuen Perſonentax-Beſtimmungen.— 6) Ordensverleih⸗ ungen. Commandeurkreuz 2r Cl. des Ludewigsordens: Univerſitäts⸗ Kanzler Pr. Birnbaum; das Ritterkreuz deſſ. Ord.: Friedens⸗ richter Schalk in Mainz; die goldene Verdienſtmedaille deſſ. Ord. für 50 jährige treue Dienſte: Kammermuſikus Reitz, Bereiter Seel, Marſt. Magaz.⸗Verwalter Wirthwein; das Ritterkreuz des V.⸗O. Philipps d. G.: Stabsarzt Dr. Zell, Hofrath Dr. Braun zu Schlitz; das ſilberne Kreuz deſſ. Ordens: Förſter Bötz zu Weickerts⸗ hain, Hoffäger Rohr im Rev. Mörfelden; das allgem. Ehrenzeichen für 50 jähr., treue Dienſte: Wagenmeiſter Tugend, Geſchirrmeiſter Wolf, L.⸗G.⸗Futtermeiſter Heunemann, Oberknecht Engel, Kanz⸗ leidiener A. Vogel, penſ. L.-Geſt.⸗Diener Gömmer; das allg. Ehrenzeichen für Rettung von Menſchenleben: Kohlenwieger Por⸗ tugall, Fiſchermeiſter Seyfried, Dampfboot-Capitän Dienſt, alle in Mainz; Steuermann Kappes in Bingen, Gefreiter Landgraf im 3. Inf.⸗Reg und Maurerlehrling Kaufmann in Caſtel.— 7) Dienſtnachrichten. Am 7. April wurde dem evang. Pfarrer Röh⸗ rich zu Wirberg die evang Pfarrſtelle zu Hauſen, R.-B. Gießen übertragen. Am 6. Mai wurde dem Kataſtergeometer Knewitz zu Schotten das Patent als Geometer J. Claſſe fur den R.⸗B. Nidda ertheilt. Am 9. wurde der Forſtmeiſter des Forſtes Waldmichelbach, Weidig zu Heppenheim, zum Forſtmeiſter d. F. Heppenheim;— der Forſtmeiſter des Forſtes Battenberg, Jäger, zum Forſtmeiſter d. F. Waldmichelbach, und der Forſtmeiſter d. F. Vöhl, Kreiſſig zu Altenlotheim, zum Forſtmeiſter d. F. Battenberg, mit der Verbind⸗ lichkeit, bis auf Weiteres den Forſt Vöhl mit zu verwalten, ernannt. Am 12, wurde dem Rechnungskammer-Secretär Krebs die Beſor⸗ gung der Geſchäfte eines Secretärs und Regiſtrators bei der Colle— gial-Prüfungscommiſſton für das Finanz- und techniſche Fach über⸗ tragen.— 8) Erledigt ſind: die evang. Schullehrerſtelle zu Pfaffen⸗ beerfurth, R. B. Erbach, mit jährlich 192 fl. 30 kr. nebſt einer Ver⸗ gütung von 26 fl. für Heizung des Schullocals; die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Untermoſſau, R.⸗B. Erbach mit jährlich 232 fl. nebſt 10 fl. für Heizung des Schullocals; die 2. evang. Schullebrerſtelle zu Neckarſteinach, R.-B. Erbach, mit jährlich 250 fl., einſchließlich 25 fl Wohnungsentſchädigung, wogegen die Heizung des Schullocals von der Gemeinde beſorgt wird; die kath. Schullehrerſtelle zu Tröſel, R.⸗B. Heppenheim, mit jährl. 250 fl.; die kath. Schullehrerſtelle zu Flockenbach, Kunzenbach und Gorxheim, R.⸗B. Heppenheim, mit jährl. 250 fl. Erinnerungen eines Londoner Polizei-Deamten. (Fortſetzung.) Tiefſte Stille herrſchte während dieſer Herzenser— gießung, und eine lange Pauſe folgte, bevor der Gerichts— diener auf einen Wink des Vorſitzenden Mr. Bagſhawe's Arm berührte und ſeine Aufmerkſamkeit auf die Richter— bank lenkte. Man fragte ihn, ob er den Gefangenen als ſeinen Neffen auerkenne?—„Freilich, freilich!“ rief er, zu den Richtern gewandt, und trocknete ſich raſch die Au— gen.„Es iſt meiner Schweſter Kindz er hat von Kind— heit auf bei mir gelebt, meine Herren! Entſchuldigen Sie daher meine Bewegung!“ „Es bedarf keiner Entſchuldigung, Mr. Bagſhawe,“ ſagte der Vorſitzende mild.„Nur daß dieſes ungluckſelige Verfahren vollends beendigt werde. Man händige dem Zeugen das Bruchſtück von dem Briefe ein, der in Five Oaks' Houſe gefunden wurde. Iſt dieß Ihre Handſchrift, und erkennen Sie einen Theil des Briefes, in welchem Sie Ihrem Neffen die Nachricht mittheilten, daß eine große Geldſumme zu einem beſtimmten Zwecke in Five Oaks parat liege?“ it a „Wollen Sie nun,“ wandte ſich der Gerichtsſchreiber Namens der obrigkeitlichen Perſonen an mich,„wollen Sie nun die in Ihren Händen befindlichen Gegenſtände aufweiſen!“— Ich legte die ſpaniſche Münze und das Kreuz mit den Brillanten auf den Tiſch, und der Vor— ſitzende wandte ſich jetzt wieder an den Greis. „Betrachten Sie ſich dieſe beiden Gegenſtände, Mr. Bagſhawe, und antworten Sie mir nun auf Ihren Eid, Sir: bilden dieſe Sachen einen Theil des Ihnen geraub— ten Eigenthums?“ Der alte Herr beugte ſich vorwärts und unterſuchte — 242— ſie genau; dann wandte er ſich nach ſeinem Neffen um und blickte demſelben ernſthaft in's Geſicht, gab aber keine Antwort.—„Sie müſſen antworten, mit Ja oder Nein, Mr. Bagſhawe!“ ſagte der Gerichtsſchreiber. „Antworten Sie, Oheim!“ ſagte der Gefangene ruhig und beſchwichtigend;„fürchten Sie nichts für mich! Mit Gottes Hülfe und meiner Unſchuld werde ich auch dieſes Gewebe von Schurkerei und Bosheit zerreißen, in welches ich jetzt hoffnungslos verflochten erſcheine!“ „Ja, das wirſt Du! weiß Gott, das wirſt Du, Ro⸗ bert! Ja, meine Herren! das Kreuz und die Münze hier auf dem Tiſche gehören zu dem mir geſtohlenen Beſitzthum!“ Ein leiſes Seufzen, ein Zeichen der allgemeinen Theil— nahme und bekümmerten Sympathie für den hochbetagten Herrn, durchlief bei dieſer Erklärung das zahlreiche Audi— torium. Ich mußte nun angeben, auf welche Weiſe ſie bei dem Gefangenen gefunden worden ſeien, was ich der Wahrheit gemäß that. Als ich geendet hatte, beſprachen ſich die Gerichtsbeamten einige Minuten mit einander, worauf ſich der Vorſitzende an den Gefangenen wandte. „Ich habe Sie zu benachrichtigen,“ ſagte er,„daß die Richter der Anſicht ſind, es liege hinreichender Beweis gegen Sie vor, um uns zu befähigen, Sie in Anklageſtand zu verſetzen. Wir ſind natürlich gehalten, auch Ihr Vor— bringen anzuhören; wenn wir dies aber auch thun wollten, ſo wird Ihr Anwalt Ihnen rathen, jede Vertheidigung, welche Sie vorbringen könnten, für ein anderes Tribunal aufzuſparen: hier könnte es Ihnen doch Nichts helfen!“ Mr. Cowan erklärte ſich mit dieſem Winke des In— ſtructionsrichters einverſtanden; allein der Gefangene ver⸗ theidigte ſich heftig dagegen, daß er die gegen ihn vor⸗ gebrachte Anklage durch ſein Schweigen ſanktionire. „Ich habe Nichts aufzuſparen, Nichts zu verhehlen,“ rief er mit leidenſchaftlicher Energie.„Ich will meine Freiſprechung von einer ſolch ſchändlichen Beſchuldigung keinem Advokatenkniffe verdanken. Sollte ich nicht mit vollkommen unbeflecktem Namen aus dieſer Unterſuchung hervorgehen, ſo will ich gar nicht loskommen. Die Ver⸗ theidigung oder vielmehr die ſuggeſtiven Thatſachen, welche ich der Richterbank zur Erwägung zu übergeben habe, ſind folgende: Am Abend des Tages, wo ich meines Oheims Brief erhielt, ging ich in's Drurylane-Theater und blieb bis ſpät in der Nacht aus. Bei der Rückkehr in meinen Gaſthof fand ich, daß mir meine Brieftaſche geſtohlen worden, welche nicht allein jenen Brief und eine bedeutende Summe in Banknoten, ſondern auch Papiere enthielt, welche für mich von großer Bedeutung in Bezug auf mei— nen Stand waren. Es war zu ſpät, um noch in der Nacht Maaßregeln zur Wiederherbeiſchaffung des Geſtoh— lenen zu treffen; am andern Morgen aber, als ich mich eben zum Ankleiden anſchickte, um auszugehen und die Polizeibehörden von meinem Verluſt in Kenntniß zu ſetzen, ward mir gemeldet, daß ein Herr mich augenblicklich in einer ſehr wichtigen Angelegenheit zu ſprechen begehre. Er ward hereingeführt, gab ſich mir ſelbſt als ein Poli— zeibeamter zu erkennen, und zeigte mir an: der an mir begangene Diebſtahl ſeie durch einen Spießgeſellen des Urhebers entdeckt worden und ich müſſe ihn ſogleich beglei— ten. Wir verließen das Hotel mit einander, und nachdem wir einen ganzen Tag durch ein endloſes Labyrinth und eine Anzahl von Gäßchen und Winkeln aller Art umher⸗ gegangen waren und mehrere verdächtige Häuſer beſucht hatten, wollte mein dienſtfertiger Begleiter plotzlich die Entdeckung machen, daß die Diebe die Stadt verlaſſen und ſich nach dem weſtlichen England auf den Weg gemacht hatten, vermuthlich in der Hoffnung, eine größere Stadt zu erreichen und dort die Banknoten gegen Gold umwech— ſeln zu können, bevor die Nachricht von deren einſtweiligem Arreſte bei der Bank dorthin gelangt ſein könne. Er drang darauf, die Diebe ſogleich zu verfolgen; ich wünſchte zunächſt nach meinem Hotel zurückzukehren, um mich um— zukleiden, da ich ſehr leicht angethan war und die nächt⸗ liche Reiſe einen wärmeren Anzug erforderte. Davon wollte mein Begleiter aber Nichts hören, ſondern verſah mich aus ſeiner eigenen Garderobe mit einem Ueberrock, einer Art Dienſtrock der Polizeibeamten,— und einer groben Reiſemütze, die unter dem Kinn zuſammengebunden werden mußte. Zu gehöriger Zeit erreichten wir Briſtol, wo ich mehrere Tage lang unnütz hin- und hergeſchickt und ordentlich genarrt, bis endlich mein Begleiter mich verließ und ich nach London zurückkehrte. Eine Stunde nach meiner Ankunft daſelbſt machte ich von Demjenigen, was mir begegnet war, Anzeige auf dem Polizeiamt in Scotland Pard, und ließ mich hernach für den Nachteil— wagen nach Kendal einſchreiben. Das iſt Alles, was ich anzugeben weiß.“(Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ονI Y Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1193) Dienſtag den 6. Auguſt l. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr ſollen auf dem hieſigen Bahn⸗ bofe das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 30 Cubikklafter Fundamentirſteine aus den Stein- brüchen bei Fauerbach II. zur Fundamentirung des Schienenweges vom Bahnhofe bis zum Dor⸗ heimer Chauſſeehauſe, unter den bei der Ver— ſteigerung bekannt gemacht werdenden Beding— ungen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 25. Juli 1850. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Aufforderung an die Schuldner der Pfand⸗ und Leih⸗Anſtalt zu Friedberg. (11410 Die Schuldner der Friedberger Pfand⸗ anſtalt, deren Pfänder bis jetzt verfallen ſind, werden aufgefordert dieſelben bis zum 17. Auguſt J. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Aus⸗ löſung, ſowie die Renovation nur an den dazu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 16. Juli 1850. Für die Pfandhaus⸗ Verwaltung Faatz. C. Klein. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1137) Dienſtag den 20. Auguſt, Morgens um 10 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe die Wilhelm Netz'ſche Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus mit Werkſtätte, Scheuer und Stall, an Johannes Faatz, meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 17. Juli 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Güter ⸗Verſteigerung. (10600 Donnerſtag den 8. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß des Georg Renneberg gehörenden Güterſtücke meiſtbietend verſteigert, als: 1) 3 Prtl. 29 Rth. Garten in der 8. Gewann, der ſogenannte Ackergarten vor dem Fauerbacher Thor am Todtenhbof, 2) 1 Prtl. 13 Rth. in der 14. Gewann am Gäß⸗ chen an Georg Rauſch jun. 3) 1„ 32„ in der 15. Gewann, den ſog. Grabengärten, an Kon⸗ rad Reuß II. und Marga⸗ retha Reuß, 4) 18„ in der 18. Gewann zwiſchen der Köhler- und Kloſtergaſſe an Jakob Pfeffer, 59 4%„ Wieſen in der Burggemar⸗ kung, im Ried in der II. Abtheilung an Johs. Joſt 11. Zins der Pia corpora 1 kr. 17 Hlr., 6) 29„ Acker in der Gemarkung Fauerbach 11. an der Schlok⸗ kergaſſe. Friedberg den 3. Juni 1850. In Auftrag Großh. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗ Verpachtung. (1203) Auf freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Preußers Wittwe dahier werden Mon⸗ tag den 12. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, im hiefigen Rathhauſe die derſelben in den Gemar⸗ kungen Friedberg und Fauerbach II. zuſtehenden Güterſtücke auf 6 nacheinander folgenden Jahre l e ger! geſtohlen eutende dini und ct umber⸗ er beſucht oßlich die aſſen und gemacht t Stadt umwech⸗ ſtweiligem nne. Er wünſchte mich um⸗ 1 nächt⸗ Davon in verſah leberrock, ud einer gebunden t Briſtol, ergeſchich ter mich Stunde mjenigen, zeiamt in Nachteil⸗ „was ich unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet. 5 Friedberg am 31. Juli 1850. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Deefe iger g ng. (1204) Freitag den 9. Auguſt, Nachmittags um 6 Uhr, wird an Ort und Stelle zunächſt der Ockſtädter Gaſſe am großen Wildkautsgraben die Gerſtenerndee von 2 Viertel 33 Ruthen meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 1. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be deer. Bekanntmachung. (1205) Dienſtag den 6. Auguſt 1. J., Vor⸗ mittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, ſoll dahier im Rathhauſe die Ab⸗ ſtimmung zur Wahl eines Abgeordneten in die zweite Kammer für den 14. Wahlbezirk vorge— nommen werden, wozu nach Artikel 13 des Wahlgeſetzes, ſämmtliche in hiefiger Gemeinde wohnende Stimmberechtigte eingeladen werden. Friedberg am 1. Auguſt 1850.. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ne Immobiliar-Verſteigerung. (1206) Dienſtag den 3. September, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Chriſtian Müller'ſchen Immobilien, be⸗ ſtehend in 1) Hofraithe am Uſathor, als Wohnhaus, Stall und Gärtchen an Balthaſar Schmidt, 2) 302,8 Klafter, 154 Ruthen Garten in der — 243— 6. Gewann, an Eliſabetha Katharina Domſchütz, der Stadtkirche 10% kr, dem Hoſpital dahier 6/ kr. Friedberg am 1. Auguſt 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1207) Montag den 5. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche am 8. Auguſt ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 1. Auguſt 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Amtsferienanzeige. (1208) Die Amtsferien beginnen mit dem 16. Auguſt und endigen mit dem 13. Septem- ber, ſo daß Donnerſtag den 15. Auguſt der letzte Amtstag vor, und Donnerſtag den 19. September der erſte Amtstag nach den Ferien abgehalten wird. Während dieſer Zeit kommen nur eilende Rechtsſachen zur Verhandlung. Reichelsheim den 31. Juli 1850. Herzogl. Naſſ. Juſtizamt Hildenbrand. Arbeits- Verſteigerung. (1209) Donnerſtag den 8. Auguſt d. J. ſollen, und zwar Morgens 10 Uhr, verſchiedene Arbeiten an der Kirche und dem Pfarrhauſe zu Steinfurth unter den alsdann bekannt zu machen⸗ den Bedingungen, öffentlich an die Wenigftfor⸗ dernden in Accord gegeben werden: I. An der Kirche: 1) Schreinerarbeit 67 fl. 2) Weißbinderarbeit 14„ 3) Schloſſerarbeit 5„ 4) Schieferdeckerarbeit 8„ 5) Glaſerarbeit 5„ II. Am Pfarrhauſe: 1) Dachdeckerarbeit 9 2) Weiß binderarbeit 20 3) Schreinerarbeit 10 4) die Lieferung von 2000 Stück Zie. geln, von Kalk und Sand 35„ Steinfurth den 31. Juli 1850. Der Kirchenvorſtand. Für denſelben Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Grasverſteigerung. (12100 Montag den 5. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus das Gras von der ſogenannten Weinbach und der Bleiche, einſchürig, in 3 Abtheilungen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden, was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Niederwöllſtadt den 31. Juli 1850. Der Großh. 1 o ſt. fl. Bekanntmachung. (1211) Montag den 5. d. M., Nachmittags 3 Uhr, ſoll in dem Gräfl. Jſenburgiſchen Amts⸗ hof zu Aſſenheim eine noch gut erhaltene Frucht⸗ fegemühle meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 1. Auguſt 1850. Gräfl. Jſenburg. Kellerei daf. Privat Aachener& Bekanntmachungen. Münchener Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafkt. (1180) Die obige Geſellſchaft übernimmt durch Vermittelung des Unterzeichneten, Verſicherungen auf bewegliche Gegen— ſtände aller Art. Die Garantien, welche die Geſellſchaft darbietet, ergeben ſich aus der letzten in öffentlicher General⸗Verſammlung abgelegten Rechnung. Neben dem Grundkapital von Fünf eine halbe Million Gulden, beſteht eine Reſerve von 2,489,913 Gulden. Die Jahres-Einnahme an Prämien betrug 1,577, 823 Gulden. An Verſicherungen waren in Kraft 843,000,000 Gulden. Friedberg und Laubach im Juli 1850. G. F. Nau. Zöckler. Hofraithe⸗ Verkauf. 2 Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine — aus freier Hand zu verkaufen und ladet hierzu Kaufliebhaber ergebenſt ein. Die Hofraithe liegt an der Hauptſtraße in Rendel, beſteht aus zweiſtöckigem ſehr geräumi⸗ gem, mit zwei Kellern verſehenen, zu vieler⸗ lei Geſchäftsbetrieb geeigneten Wohnhauſe und Stall. Mit Erfolg wurde ſeither Gaſtwirthſchaft und Spezereigeſchäft in demſelben betrieben. Rendel den 3. Juni 1850. L. Ber a ot t. Haus ⸗Verſteigerung. (1213) Der Unterzeichnet iſt geſonnen, ſeine in der Mitte der Stadt(am Marktplatze) ſehr vortheilhaft gelegene Hofraithe, beſtehend in zwei verbundenen Wohnhäuſern, einer neu er⸗ dauten Scheuer, zwei Ställen, geräumigem Hofraum mit Einfahrt von der Straße, zwei gewölbten Kellern und Pumpbrunnen öffentlich verſteigern zu laſſen. Dieſe Hofraithe eignet ſich durch ihre Lage zu jedem Geſchäft, und iſt Raum zum Anbauen vorhanden, ſowie erfor⸗ derlichen Falls Einfahrt von der hinteren Seite gewonnen werden kann. Das Ganze ſoll ent⸗ weder zuſammen oder in zwei Abtheilungen in dem auf g Mittwoch den 13 er Nachmittags r anberaumten Termine auf hieſigem Rathhauſe verſteigert werden. Die näheren Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht. Butzbach den 24. Juli 1850. Anton Winter. Ein möblirtes Zimmer (1214) bat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Ruths. Zum Verkaufen. (1215) Ein noch gut erhaltenes Kinder- wägelchen iſt zu verkaufen und bei Ausgeber dieſes Blattes das Nähere zu erfragen. Schwalheimer Brunnen. (42160 Sonntag den 4. Auguſt iſt auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet 5 Henkel. BVerlo ben. (1217) Am vergangenen Samſtag wurde auf dem Wege von Reichelsheim nach Fried berg ein Porte-monnaie mit 25 fl. verloren. Der redliche Finder wolle daſſelbe gegen eine gute Belohnung an die Exped. d. Bl. abgeben. Ein möblirtes Zimmer (1218) mit Cabinet iſt zu vermiethen bei H. Müllers Wittwe in der Wilhelminenſtraße. Neue holl. Vollhäring! (1219) find angekommen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch. — 244— Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1220) Meinen Gönnern die Anzeige, daß ich außer meinem bis jetzt betrie— benen Maler-, Vergolder- und Lackirergeſchäft, auch das Weißbindergeſchäft betreibe; und verſpreche nicht allein gute und dauerhafte Arbeit, ſondern auch ſchnelle Beförderung und äußerſt möglichſt billige Preiſe. 5 Friedberg. W. Zimmermann, Maler und Weißbinder. Colonia, Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafk zu Koln. (1121) Nachdem den Actionären über das Geſchäftsjahr 1849 Rechnung gelegt worden iſt, befindet ſich bei den unterzeichneten Agenten ein Auszug aus dem Protokolle der Geferal⸗Verſamm⸗ lung zur Behändigung an Jeden, der ſich über den Geſchäftsſtand der Geſellſchaft zu unterrichten wünſcht. Die den Verſicherten dargebotene Garantie iſt abermals ſtärker geworden. Es find bei uns jederzeit Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs-Anträgen zu er⸗ halten und wird überhaupt jede Auskunft bereitwillig ertheilt. Auf ſorgfältige und raſche Be⸗ ſorgung der angetragenen Verficherungen kann man bei uns rechnen. Friedberg und Hungen im Juli 1850. Die Agenten der Colonia: NRulſis, in Friedberg. Fun, in Hungen. SJoolbad Nauheim. (12210 Sonntag den 4. Auguſt Großes Concert ausgeführt vom Muſikcorps des königl. preuß. Garde-Landwehr-Infanterie— Regiments aus Wetzlar, unter perſönlicher Leitung des Hrn. Capellmeiſters Siebert. Anfang um 3 Uhr Nachmittags. Hurſt, im Kurhaus. S ee ee i (1222) Es wird ein Setzer⸗ und ein Drucker⸗ lehrling geſucht in der Buch⸗ und Steindruckerei von Heinrich Seriba. Friedberg den 31. Juli 1850. Friſcher Weißrübſamen (1223) der Löffel voll 1 kr. iſt zu haben bei Gaſthalter Su pp in Friedberg. Lebewohl. (1220 Da ich vor meiner Abreiſe von bier bei meinen Freunden und Schülern nicht per⸗ ſönlich Abſchied nehmen konnte, ſo ſage ich Ihnen auf dieſem Wege ein herzliches Lebewohl und verbinde hiermit zugleich die Anzeige, daß ich künftiges Jahr meinem Tanzunterricht wieder beginnen werde, wozu ich um zahlreichen Zu— ſpruch bitte. H. Moſeler, Tanzlehrer aus Hanau. Schwalheimer Brunnen. (1225) Das diesjährige Hauptſchießen wird Sonntag und Montag den 11. und 12. Auguſt abgehalten, wozu einladet Der Vorſtand. In Bezug auf vorſtehende Annonce bemerke ich, daß Sonntag den 11. Auguſt Harmonie⸗ und Tanzmuſik, Montag den 12. Auguſt, am Tage des Hauptſchießens, Harmonie-Muſik ſtatt⸗ findet, um 1 Uhr table d'Hôte und Abends Ball in meinem Saale anzutreffen iſt, wozu höflichſt einladet J Chr. Henkel, Platzmeiſter. Literariſche Anzeige. (1226) Bei G. W. Niemeyer in Ham⸗ burg iſt in 10. Auflage erſchienen und in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei C. Bin⸗ dernagel, zu haben: Der bewährte Arzt für Unter⸗ leibskranke. Guter Rath und ſichere Hülfe für Alle, welche an Magenſchwäche, ſchlechter Verdauung und den daraus entſpringenden Uebeln, als Magen⸗ drücken, Magenkrampf, Verſchleimung, Magen⸗ ſäure, Uebelkeiten, Erbrechen, Aufſtoßen, Sod— brennen, Apetitloſigkeit, hartem und aufgetriebenem Leibe, Blähungen, Herzklopfen, kurzem Athem, Seitenſtechen, Rückenſchmerzen, Beklemmung, Schlafloſigkeit, Kopfweh, Blut- Andrang nach dem Kopfe, Schwindel, vielen Arten von Augen⸗ krankheiten, periodiſchen Krümpfen, Hypochondrie, Hämorrhoiden u. ſ. w. leiden. Nach bewähr⸗ ten Anſichten und practiſchen Erfahrungen von Dr. E. Fränkel. Preis 27 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 10. Sonntag n. Trinit. den 4. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Dingeldey. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Noack.— Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Hellwig. Fruchtpreiſe. 31. Juli 26. Juliſ 21. Juni Gattung. f Fried⸗ i Die⸗ berg Bae burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malterſ 7— 759 6 20 K 5— 5 44 440 Gerſte„„ 4 ö— 3159 3.30 Hafer 7 7 3— 3 ö 24 2 25 Polizei- Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. Auguſt. = ö Fried⸗ Buß⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 7 kr. pf. kr. pf. 1 1 Leib⸗Roggenbrod 21 2— 2 77 7 n 3— 4 77 92 81— 8— Lth. Lth. — Milchbrod 15140 — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 146 ¼ꝙ18 Fleiſch-Preiſe. g 1 Ochſenfleiſch 1111 11 55 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8 8 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 290218 „ Kalbfleiſch 6— 6— 0„„ gemäſtetes Aale e „ Schweinenfleiſch 1961 9 „Hammelfleiſch 8— 18— „ Schaaflleiſch 6——— „Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 144— „Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 144 „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 20— 116— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. —