* „ * * 4 erer 1 9 4 4 2 — — 2 67 — 2— 22 0 0 1 2 0 7 e ſulclg, Actot. Stoffe, —ͤ— M. pohl aſſor⸗ dalletot⸗ Zephir ſchleſhch⸗ ebe. um abg ere Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 86. Sonnabend den 2. November 1850. Amtlicher Theil. Einladung zu dem landw. Unterrichte für Söhne von Landwirthen der Provinz Oberheſſen zu Darmſtadt im Winter 18. Der ſeit zwei Jahren ertheilte Unterricht für Söhne von Landwirthen ſoll wegen ſeines guten Erfolgs auch in dieſem Winter fortgeſetzt werden, und es ſind zu dieſem Behufe von dem Ausſchuſſe des landw. Vereins von Ober— heſſen 150 fl. vorgeſehen worden. Es ergeht nun unter Anfügung des Statuts für die— ſen Unterricht an diejenigen, welche an demſelben Theil nehmen wollen, die Aufforderung, dieſe ihre Abſicht ſpäte⸗ ſſtens bis den 16. November d. J. dem Büreau des landw. Vereins dahier ſchriftlich anzuzeigen. Laubach den 21. Oktober 1850. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen Otto, Graf zu Solms⸗Laubach. Statut des Unterrichts für Söhne von Landwirthen der Provinz Oberheſſen in der Landwirthſchaft. Art. 1. Aufnahmebedin gungen. u) Alter, nicht unter 18 Jahren, als Regel. b) Ausſicht des jungen Mannes auf dereinſtigen eigenen Gutsbeſitz. c) Gewißheit darüber, daß derſelbe ein Gewerb- oder landw. Schule doch nicht beſuchen würde, wenn auch der Verein mit ſeinem Unterrichte nicht eingetreten wäre. Art. 2. Eintheilung des Unterrichts. a) Ueber den Anfang des Unterrichts wird den Theil— nehmern noch beſondere Nachricht zugehen. b) Unterricht wird ertheilt: über Bodencultur und Vieh⸗ zucht, die wichtigeren Punkte der Verbeſſerung der vaterländiſchen Landwirthſchaft und Erläuterung der Gr. Heſſ. Landesculturgeſetze. Sodann haben ſtatt: Arithmetiſche Uebungen, Körper— und Flächenberechnungen, Uebungen im Schön- und Rich⸗ igſchreiben, im Styl und im ſchriftlichen Geſchäftsverkehr. Vorſtehender Unterricht hat blos des Vormittags ſtatt; „er Nachmittag wird benutzt zu den Ausarbeitungen darüber, zu practiſchen Demonſtrationen, zum Beſuche intereſſanterer gewerblicher Anſtalten und Betriebe ꝛc. Art. 3. Koſten des Unterrichts. Dieſe ſämmtlich übernimmt der landw. Verein, ſo daß alſo die Theilnehmer an dem Unterrichte blos für Koſt und Logis auf eigene Rechnung zu ſorgen haben. Das Heinzelmännchen. Eine Geſchichte. Wo ſeid ihr doch ſo lange geweſen? ſagte Velten, als der Schmied-Jacob eines Abends in die Spinn⸗ ſtube trat, wo er ſeit acht Tagen gefehlt hatte. Wir haben alle Abend geſagt: Wär' er nur wieder da! Nun, nun, ſagte darauf der Alte, es iſt ja doch auch keine halbe Ewigkeit, daß ich fort war; und man ſah's ihm an, daß es ihm gar wohl gefiel, daß ſie ihn ſo ver— mißt hatten. Ich war endlich einmal zu Nußdorf bei meinem alten Kriegstameraden, dem Jacob Pinkert, der ein ehrſamer Schuſter iſt. Das Nußdorf iſt ein ſchönes Dorf meiner Treu'! Manches Städtchen müßte roth werden, wenn es ſich mit dem Dorfe vergliche; aber eins hat mich ge⸗ ärgert, als ich in das Dorf hineinging, nämlich, daß trotz einem braven Schulmeiſter und Pfarrer noch ſoviel Aber— glauben herrſcht. Der Alte konnte, wenn ihm ſo etwas begegnete, fuchswild werden. N Da ärg're ſich einer nicht, rief er aus, heutzutage noch ſolchen Aberglauben zu finden, wo die Leute ſo ſuper— klug ſind, daß ſie den lieben Herrgott meiſtern, und meinen, ſie hatten's beſſer gemacht, als er, wenn ſie die Welt ein— zurichten gehabt hatten. Das hätt' auch eine ſchöne Wirthſchaft gegeben, ſagte der Gevatter. Ich mein's auch! rief der Schmidtjacob. Aber wo ſteckt denn der Aberglauben? fragte der Gevatter. In der großen Zeh wahrlich nicht, Gevatter, ſagte eifrig der Schmiedjacob, ſondern im Kopf. Doch— ich ſehe, ich muß Euch die Geſchichte erzählen. Als ich in Spanien mit den Franzoſen war, da diente mit mir in derſelben Compagnie der Jacob Pinkert von Nußdorf, ein kreuzbraver Menſch. Er war ſeines Zeichens ein Schuſter, und auf der Wanderſchaft, als er heim mußte. Da hatte er nun weder Sand, noch Land, weder Haus, — 348— noch Hof, weder Vater, noch Mutter, und hätte recht gut draußen bleiben können; aber der ehrliche Menſch dachte: dann muß ein Anderer für dich fort, der nicht ſo gut ab⸗ kommen kann, wie du, und geht, zieht ſein Loos und muß Soldat werden. Wir Zwei waren im Felde treue Cam⸗ meraden, Ein Herz und eine Seele. Er kam beſſer weg, als ich, und begrub kein Bein in ſpaniſcher Erde. Anno 1815 iſt er heimgekommen, und gar mancher Brief kam ſeitdem an mich und alle ſchloſſen: Komm doch bald ein— mal! Er hatte ſich in Nußdorf geſetzt, verheirathet, und wie es ſchien, ging es ihm ſo ſo! Da denk' ich denn endlich vor vierzehn Tagen: Geh''mal hin! Ihr wiſſet Alle, das Gehen iſt meine Liebhaberei nicht mehr. Item, ich mache mich auf die Lappen, und gehe hin. Die letzten Wochen waren, trotz dem Oktober, ſo heiß, wie die im Auguſt. Da komm' ich denn ſo recht ſchachmatt nach Nuß⸗ dorf, und meine, ich müßte auf dem letzten Loche pfeifen vor Durſt. Da fällt mein Auge auf das erſte Haus, und ſiehe da, an einem langvorſtehenden Eiſen hängt ein ver⸗ goldeter Stern. Ich trete ein, und es ſitzen zwei Männer da, der eine der Wirth, der andere ein Schuſter, denn man konnt's ihm an der Pechſchürze anſehen. Ich grüße, ſetze mich, und bitte um ein halb Schöppchen Sechs und vierziger. Der Wirth bringt's, ſchenkt ein, und ſagt: Wohl bekomm's! Der Pechvogel war ein Kerl, dem man's an der rothen Naſe anſah, daß er nicht viel Waſſer trank, und neugierig dabei, wie ein altes Weib, und ein Nichtsthuer. Woher des Wegs, Landsmann? fragt er. Weither, ſag' ich. Wollt Ihr noch weiter heute? fragt er. Vielleicht; ſag' ich. So geht's fort. Ich kann das Ausfragen fur mein Leben nicht leiden. Darauf kommt der Wirth auf das Wetter, auf die Ernte, und nun gibt ein Wort das andre, bis wir in ein recht angenehmes Geſpräch kommen. Halt, denk' ich, erkundige dich einmal nach deinem Kameraden. Da ſag' ich denn: Vor etwa ſechs und dreißig und mehr Jahren hab' ich mit Einem bei den Franzoſen gedient, der von Nußdorf war, ich glaub', er hieß Pinkert? lebt der noch? Gewiß, ſagt der Wirth. Er wohnt noch hier, und iſt ein behaltener Mann; aber er iſt ein Leimſieder, der das ganze Jahr nicht hinausgeht, als Sonntags in die Kirche, und ein Knicker dazu, der nie einem ehrlichen Manne von Wirth etwas zu verdienen gibt. Geht er Sonntag Mittags aus mit ſeiner Frau, der Lisbeth, und ſeiner Tochter und ſeinem Buben, ſo kehrt er eben nur ein im Gaſthaus„zur Sonne“ oder zum„grüuen Wald.“ Ihr verſteht mich ja?— Der Pechvogel lachte höhniſch. Das muß man aber ſagen, fuhr der Wirth fort, er iſt ein recht raiſonabeler Mann, ſitzt im Gemeinderath, kommt wacker voran, und hat ſich geſtern, wie ich höre, das Haus gekauft, wo er bis jetzt miethweiſe ſaß, und hat gleich acht hundert Gulden baar Geld drauf bezahlt. Und er war ſo arm wie eine Kirchenmaus, als er anfing, und ſeine Frau hatte auch etwas weniger, als Nichts. Das Haus hätt' ich auch gekauft, ſagte der Pech vogel, den der Wirth Meiſter Hopp nannte, auch wenn ich das Geld hätte lehnen müſſen; aber der alte Jung⸗ geſell, dem's war, und der noch eins hat, worin er wohnt, hat's Niemand geſagt, und ich glaub', der Pinkert hätt's nicht fahren laſſen fürs Doppelte. Er weiß warum, ſchloß er mit geheimnißvoller Miene. Na, lachte der Wirth, da wird'mal wieder etwas rechts dahinter ſtecken! Das thut's auch, ſagte Hopp mit einem Geſichte/ das deutlich ankündigte, daß er allein das Geheimniß wiſſe So rückt'mal heraus damit, Meiſter Hopp, rief der Wirth. Ihr wißt ja doch Alles, was im Dorfe ſeit hun— dert Jahren geſchehen iſt. Das ſchmeichelte dem Pechvogel, der mir widerwäͤrtig war. Er räuſperte ſich, trank und ſagte: Ich will's Euch im Vertrauen ſagen, Sternwirth, es iſt ein Heinzel— männchen drin! Wass iſt drin? fragt halb ärgerlich der Wirth. Ein Heinzelmännchen? Ich glaub', Euch rappelt's unter der Pechkappe! Was iſt denn das für ein Ding? Man meint, Ihr käm't heute auf die Welt, oder wäret ein Freigeiſt, rief der Hopp aus. Entweder wißt Ihr's nicht, dann will ich's Euch ſagen, oder Ihr glaubt's nicht, dann kann ich auch das Maul halten! Parol! ich weiß es nicht! rief der Wirth aus. Nun, ſo hört, hob der Pechvogel an. Heinzelmänn⸗ chen oder auch Hanſelmännchen, das ſind gute Hausgeiſter; ſo kleine putzliche Kerlchen, die, wenn ſie in einem Hauſe ſind, dem, der drinnen wohnt, und ſich mit ihnen gut hält, Segen bringen und ihm heimlich alle Arbeit thun. Das ſind Kindermährchen, Meiſter Hopp, deren ein alter Kerl, wie Ihr ſeid, ſich ſchämen ſollte! ſagte der Sternwirth. Seht Ihr's ſagte er, ſich zu mir wendend, es iſt auch einer von den Ungläubigen, von denen heute die Welt ſo voll iſt, wie ein Garten voll Unkraut, der mit Kehrig gedüngt wird. Aber ich will Euch eine Geſchichte erzählen, die wird Euch ſagen, wo Barthel den Moſt holt! So thut's, ſagte der Wirth unwirſch. (Schiuß folgt.) Blinden⸗Anſtalt. Im abgelaufenen Monat September gingen für obige Anſtalt nachſtehende freiwillige Gaben ein uud werden hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigt. Vielfachen Wünſchen zu entſprechen muß der Unterzeichnete dle verehrliche Redaction dieſer Blätter bitten, das monatliche Gabenverzeich⸗ niß wieder vollſtändig aufzunehmen. J. Brauburger aus Oberwöllſtadt 12 kr.; H. Gundolf daſ. 12 kr.; Herr Lehrer Wenzel zu Florſtadt 18 kr.; Colporteur Pletſch 11 fl. 43 kr.; C. S. 1 fl.; Sr. Durchl. F. Th. und Taxis 22 fl. Ung. 1 fl.; Ver⸗ looſung durch Kinder in Gießen 12 fl.; Herr Univerſitätsd. Schwarz in Gießen 6 fl. 6 kr.; d. d. Red. des Volksfr. Gutenberg 2 fl.; Herr Lehrer Schaffner zu Großgerau 1 fl.; Frau Stickelberger zu Baſel 2 fl.; Herr M. Stickelberger daf. 5 fl.; Verlooſung durch Kinder in Gießen 2 fl.; Gemeinde Maibach 1 fl. 19 kr.; von Kaichen 3 fl. 18 kr.; Herr Dr. Möbus zu Dieburg 26 fl. 16 kr.; Herr Pf. Schneider in Schaafheim 5 fl. 12 kr.; Herr Rechnungsprob. Meyer in Darmſtadt 7 fl.; Herr Pf. Bing⸗ mann zu Hoͤchſt 13 fl. 47 kr.; Herr Schmiedm. Ritzel 12 kr.; Haus⸗ büchſe 1 fl. 50 kr.; Colporteur Pletſch 160 fl. 33½ kr.; Arbeitskaſſe 30 kr. Summa 2886 fl. 28 ½ kr. NB. Zwei Gaben, welche in dem Gabenverzeichniß vom Monat Juli d. J. nicht verzeichnet find, bringe ich hier nachträglich. Durch Herrn Specht in Nflörsheim 50 fl.; M. W. 2 fl. Friedberg im October 1850. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden ⸗Anſtalt. Markt- Bericht. Friedberg, am 30. Oktober 1850. — Aufgefahrenſ Verkauft Mittelpreiſe Gattung. wurden wurden (Mtr.)(Mltr.) Wa e 20 13½ 7 53 e e e 8 8 6— Gerſte 32 32 4 58 Daf d eee 20 20 3 3 Erbſen———— Kartoffeln 30 26 2 2 Mohnſamen——— 5 n chte wa wiſſe Tb, nig der e ſeit hun, widerwärti wil's Euch 0 Heinzel Wirth. Ein unter der 10 Welt, oder Aweder wißt Ir glaubt's d aus. deinzelmänn⸗ Hausgeiſter; einem Hauſe en gut hal, dun. p, deren ein e! ſagte der dend, es iſt en beute die zut, der mit ine Geſchichte en Moſt holt! 1 We mn berhlihe lntrrpeichntte dt ꝙGabewverzeiſ⸗ u n Basel 2. under in Gießt 4. 18 k.] Hr. Saufen Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN ονν Holzlieferung. (170) Montag den 11. k. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 350 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon dahier, in dem Bureau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Soumiſſionsweg an die Wenigſtneh⸗ menden vergeben werden. Dies den Intereſſen⸗ ten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in obenge⸗ dachtem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 28. October 1850. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (17210 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Mittwoch nach Martini, als den 13. November l. J., Viehmarkt dahier abgehalten wird. Die Gr. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 31. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben d e r. Zum Ausleihen. (1722) 12-1500 Gulden gegen doppelten Einſaß, können aus der Kaſſe des Auguſtiner Schulfonds zu Friedberg ausgeliehen werden. Friedberg den 31. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. 1723) Montag den 4. November, Mor⸗ 9 um 11 Uhr, wird in hfigem Rath⸗ hauſe, Folge eingelegten Nachgebotes, die 2 C. Nagel'ſche Hofraithe nochmals meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 31. Oktober 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Lieferungen verſchiedener Bedürfniſſe für die Garniſon Butzbach. 2 Die Lieferungen nachbenannter Be⸗ Ai für die Garniſon Butzbach ſollen auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtver⸗ langenden in Accord gegeben werden, und zwar: Montag den 11. November d. J, Vormittags 10 Uhr, die Bedürfniſſe an Brod, Brennöl, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſchroth, Wajzenkleie, Lein⸗ kuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten, pro 1. Semeſter 1851, Freitag den 15. November d. A Vormittags 10 Uhr, die Bedürfniſſe von Wannen, Zimmere und Stall⸗ beſen, ſodann Kardätſchen auf die Jahre 1851, 1852 und 1853, Montag den 18. November d. J., Vormittags 10 Uhr, das Brennholzbedürfniß pro 1851 in 36 Stecken buchen und 188 Stecken eichen Scheitholz be⸗ ſtehend. 5 5 Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen jeden Tag auf dem Verwaltungsbüreau beſagter Gar⸗ niſon eingeſehen werden können, woſelbſt auch die Soumiſſtons⸗Jormulate für die Holzliefe⸗ rung in Empfang zu nehmen ſind. Butzbach den 30. Oktober 1850. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verſtei gerung. 1710) Unterzeichneter will Montag den 4. — 349— November d. J., Vormittags 10 Uhr, nachbe. zeichnete Gegenſtände gegen gleich baare Zah⸗ lung einer öffentlichen Verſteigerung ausſeßen: 1) zwei Pferde von 6— 8 Jahren, 2) zwei Kühe, 3) zwei Mutterſchweine mit 13 Stück Ferkeln, 4) fünf Schweine, zum Mäſten geeignet, 5) zwei zweiſpännige Wagen mit eiſernen Achſen, 6) einen einſpännigen leichten Wagen, blos vom Wagner fertig, mit vollſtändigem Zugehör, 7) einen ſehr gut erbaltenen Fahrſattel und ſonſtiges Pferdegeſchirr, 8) ſonſtige Geräthſchaften. Wiſſelsheim den 27. October 1850. Georg Huber, Müller. Ge ſ u ch. (1709) Eine Schenkamme wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ge ſ uch. (1713) Ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehener junger Mann von achtbarer Familie kann unter annehmbaren Bedingungen die Hand⸗ lung erlernen in einem Detail-Geſchäft in Gießen. Näheres durch die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (1710 Futtererbſen, Kocherbſen ohne Mücken, ſodann eine Parthie Nüſſe, find zu haben bei Jakob May in Friedberg. Bekanntmachung. (1715) Wer die erledigt werdende Caſino⸗ dienerſtelle zu haben wünſcht, hat ſich bis zum 8. November bei Oberlieutenant Riedel anzu⸗ melden. Die Vorſteher. An t get, (1718) Der Unterzeichnete macht hiermit bei herannahender Setzzeit einem geehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß bei ihm alle Sor⸗ ten von Obſtbäumen, ſowohl hohe als auch Pyramiden, Zwergſtämme, ebenſo auch alle Sorten von Alleebäumen zu haben find, welche noch den beſonderen Vortheil haben, da ſolche aus Norddeutſchland bezogen werden, um ſo üppiger bei uns wachſen werden; auch über⸗ nehme ich das Setzen von Bäumen, ſowie auch neu zu errichtende Anlagen, wozu ich ganz beſonders ſchöne engliſche Geſträucher und Zier— bäume empfehlen kann und mache daher die Herren Bürgermeiſter und Liebhaber beſonders aufmerkſam darauf. Nähere Auskunft gegen portofreie Anfrage. Gießen den 26. October 1850. Georg Klees, Kunſt⸗ und Handelsgärtner. Kleider⸗ und Maͤntelſtoffe (1725) nach der neueſten Mode und zu den bekannten billigen Preiſen haben wir wieder friſch erholten. J. Fürth's Erben. Verſteigerung. (1726 Dienſtag den 5. November d. J., Vormittags um 9 Uhr, läßt Unterzeichnete in ihrer Wohnung eine Quantität aller Sorten Ellenwaaren gegen gleich baare Zahlung öffent⸗ lich verſteigern. Bönſtadt. Bär Gernsheimers Witw. Ein junger Menſch, (1727) welcher gute Zeugniſſe über ſein Be⸗ tragen vorzuzeigen vermag, kann in einem hiefigen Gaſthaus als Lehrling placirt werden. Näheres bei der Expedition d. Bl. Seidene Struppenhuͤte (1728) in den neueſten Stoffen und Farben, à 3—4 und 5 fl.; Sammthüte, à 6 und 7 fl., empfehlen in großer Auswahl J. Fürth's Erben. Dienſtmädchen geſucht! (1729) Ein gut empfohlenes, beſonders im Kochen gewandtes Mädchen kann um Weih⸗ nachten gegen guten Lohn einen Dienſt er⸗ halten. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Schönes Weißkraut (1730 verkauft Heinrich Hanſtein IV. Zum Verkaufen. (17310 unterzeichneter iſt geſonnen ſein zwei⸗ ſtöckiges Wohnhaus, ein wohnbares Hinterhaus nebſt Schoppen, Stallung und einem Gärtchen aus der Hand zu verkaufen. Wilhelm Stritzinger, Schreinermeiſter. Verſteigerung von Vieh und Ge⸗ räthſchaften. (1732) Donnerſtag den 7. November l. J., Vormittags 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete fol⸗ gende Mobiliar⸗Gegenſtände freiwillig und öffent⸗ lich an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen: 1) 2 Kühe, 2 4 Schweine, 3) 1 zweiſpännigen vollſtändigen Wagen, 1 flug, 3 Eggen ꝛc. ꝛc., 4) 4 Fäſſer und ſonſtige Haus- und Land⸗ wirthſchafts⸗Geräthſchaften, Tiſche, Stühle, 5) 1 Kleider⸗ und 1 Küchenſchrank, 1 Kiſte, verſchiedene Küchengeräthſchaften, Zinn, irdenes Geſchirr ꝛc. ꝛc., 6) verſchiedene Herrn⸗ und Frauenkleider, Hem⸗ den, Bettwerk, Weißzeug, und ladet hiermit Steigliebhaber böflichſt ein. Niederwöllſtadt den 30. Oktober 1850. Friedrich Angelſteins Wittwe. Braunſchweiger Flachs, (1733) feinſter Qualität, iſt wieder friſch angekommen bei Münzenberg im Oktober 1850. Hirſch Mayer Sohn. Empfehlung. (173) 184r rother Affenthaler Wein, die Ohm fl. 54, 1846r rother Oberingelheimer Wein die Ohm fl. 60, 18461 rother Aßmans⸗ hauſer die Ohm fl. 90, ſowie verſchiedene an⸗ dere Sorten weißer Weine zu den dbilligſten Preiſen. Döngesgaßeck 6 neu im Hof in Frank⸗ furt a. M Bekanntmachung. (17335) Alle Forderungen an die Eiſenbahn⸗ Geſellſchaft dahier müſſen im Laufe dieſer Woche geltend gemacht werden, da ſpätere Relkama— tionen nicht mehr angenommen werden. Nieder weiſel den 27. Oktober 4850. Der Dirigent der Geſellſchaft: Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Haub. An z e i gie. (17360 Es ſind mehrere gebrauchte Claviere und F Flügel, ſowie neue Cla⸗ viere— neueſte engliſche 8——Wamerikaniſche Conſtruktion und Plepel'ſche Mechanik— in Nußbaum⸗ und Magoni⸗Holz billig zu haben bei C. L. Glück, Inſſrumentenmachee in Friedberg. — 350— 1 KRheinbaieriſche Kaſtanien!! (1668) neuer Lapperdan, neue holländiſche Vollhäringe, Sardellen, Stockfiſche, Citronen, feinſte Stearin⸗, Tafel⸗ und Ehaiſenlichter, Num de Jamaica, Araec de Batavia, ſeinſte Orange⸗ und Ana⸗ nas⸗Arac⸗ Punſcheſſenzen, Grogeſſenz, beſten Limburger und Emmenthaler Schweizerkäs, Macaroni u. ſ. w. bei Friedberg. Milhelm Ferischi, Marktplatz Nr,. 378. b w A A Geſchäfts⸗Eröffnung. Dem geebrten Publicum beehre mich hiermit ergebenſt anzuzeigen, daß ich dahier n Eigereiwan rege chf etablirt habe und empfehle alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung zur geneigten Abnahme beſtens. Gleichzeitig führe ich alle Sorten Liqueure und feinſte Grog⸗ und Punſch⸗Eſſenzen, welche zu billigſt geſtellten Preiſen erlaſſe. Friedberg im November 1850. 8 5 Wilhelm Hanſtein, am Haagk Nr. 465. So dg e 08 CT!!! ͤ vb Allgemeines Geſchaͤfls⸗ und Stkellenburcau in Mainz. 8 Das allgemeine Geſchäfts⸗ und Stellenbüreau von F. J. Rauch in Mainz befaßt 1 An⸗ 15 Vene Vermiethung und Verpachtung von Privat- und Geſchäftshäuſer, Landgüter, Etabliſſements, Mühlen, Felder, Wohnungen, Läden, Zimmer und hat ſtets eine große Auswahl ſolcher Objekte beſonders von Geſchäftshäuſer, Landgüter 1c. in ſchönen Lagen und be⸗ deutenden Städten von Deutſchland. Es gibt Darleihen von Kapitalien auf Hypotheken, Wechſel, Steig⸗ und Erbſchafts⸗Urkunden. Es beſorgt die gute und ſichere Anlage von Gelder jeder Art auf gute Unterpfänder von Häuſer e. Es befaßt ſich mit Eintreibung von Gelder und Leitung von Prozeſſe, wo in welchen Länder dieſelben ſein mögen. Es beſorgt die, Theilung von Groß⸗ jährigen mit der Liquidation und gütlichen Ausgleichung aller im Rechtsſtreit befangen, in Han⸗ dels⸗ und Erbſchaftsacten, mit dem Verkaufe und Berſteigerung von Waaren, mit der Möbelierung ganzer Gebäude, mit Anfertigung von Bauplänen und beſorgt billige und gute Bauarbeiten für Oeconomie⸗, Privat⸗, Geſchäfts. und Herrſchaftshäuſer. Es beſorgt den An⸗ und Verkaufe von Wein und Branntwein und hat ſtets ein Lager deſſelben, mit der Ermittlung von Aſſocie und Theilhaber an Geſchäften, mit der ſicheren Anſtellung von Lehrern, Gouvernantinnen, Verwaltern, Deconomen, Kammerjungfern, Geſchäftsführer, Buchhalter, Commis, Beſchließerinnen, Haushäl⸗ terinnen, Diener, Küchen⸗, Keller-, Stuben⸗, Laden⸗ und Zimmermädchen de., ſowie Lehrlinge für äfte. N 15 55 1 n n panklich Beſorgung aller Aufträge, ſtrenge Reellität und mäßige Gebühren⸗Anſprüche find die Grundſätze des Unternehmers. Näheres bei dem Agenten g οοο MN G. H. Bingmann, in Oberrosbach bei Friedberg. 0 Anzeige. 4739) Ich zeige hiermit einem verehrlichen Publikum an, daß ich in allen Sorten Stickereien, auf Leder, Sammt und Stramin, ſowohl angefangene als fertige Pantoffeln, Käppchen, Etuis, Kalender, Wandtaſchen, Börſen, Hoſen⸗ träger, Rückenkiſſe ꝛc., ſowohl in Goldperlen, als auch in Seide geſtickt, aufs reichshaltigſte aſſortirt bin, eben ſo in Terneaux-Wolle und alle Arten Mercerien. Auch werden Beſtellungen angenommen und pünktlichſt ausgeführt. Unter Zu⸗ ſicherung reellſter und billigſter Bedienung, ſchmeichelt ſich mit einem zahlreichem Zuſpruch beehrt zu werden Frankfurt am Main J. Rindskopf, Zeil Nr. 17. e e (170) Eine mit guten Zeugniſſen verſehene Perſon wird von einer einzelen Frau zur Ueber⸗ nahme ihres kleinen Haushalts in Dienſt geſucht. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Dankſagung. (1741) Allen Denen, die bei dem uns in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober l. J. den hochherzigen Einwohnern von Kaichen, welche mit wahrer Aufopferung des zerſtörenden Ele- mentes Gewalt zu brechen nicht verſäumten, ſa⸗ gen wir hiermit unſern tiefgefühlten Dank und wollen wünſchen, daß ähnliches Unglück hinfort von uns Allen fern bleiben möge. Kaichen im Oktober 1850. Georg Roth. Urias Roth. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 23. Sonntag n. Trinit. den 3. Nvbr. Erndtedankfeſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Noack. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Dieffenbach. Fruchtpreiſe. 30. Okt. 18. Okt.— Gattung. Fried⸗ berg f fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 753 ö Mainz Si 4 6— 638 Gerſte„ 5 41581 51271—— Hafer 1 34 8 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. November. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 85 kes pf. kr 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2 11 21„ 7 4 4 67 9— 9— th. Feth. — Milchbrod e — Waſſerweck 146 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146/17 leiſch-Preiſe. 8 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 10 2 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 81— 74 2 „ Rindfleiſch, gemäſtetes be „ Kalbfleiſch n „„ c gemäſtetes— E 5 „ Schweinenfleiſch 91— 9— „Hammellleiſch 6— 71— „ Schaaffleiſch 5155 „ Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken* 14— 144— „ Doörrfleiſch ieee „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 16— 116— „ Hammelsfett 164— 16— Die Großherzoglich Heffiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. C 1