ie deigeſcßten . ban d Gew. 40 k. 25* S2 323„„„„„„ 8 — 2 . * SOD * 2 4. * imd auch alle um annehm⸗ Ahandlung el. ing. aubt ſich einem anzuzeigen, Aud detriebene Goldenen . Ju- Frntlich abge · Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. „ 18. Sonnabend den 2. März 1850. Aus dem Tagebuche eines Uechtsanwalts. Von Samuel Warren. Der Mord von Craig Farm. (Fortſetzung.) Der Fall erregte großes Intereſſe in der ganzen Graf— ſchaft, und ich pries mich als angehenden Geſchaͤftsmann ſozuſagen glücklich, daß man gerade mir den Auftrag er⸗ theilte, die Darſtellung des Sachverhalts für die gericht— liche Verhandlung anzufertigen. Durch ſorgfältige Prüfung der vorhandenen Zeugenausſagen hatte ich mich vergewiſſert, daß die Schuld des Verhafteten keinem Zweifel unterliegen könne, und war meinerſeits entſchloſſen, keine Mühe zu ſcheuen, daß die Rechtspflege hier ihren Zweck erreichen und die Frevelthat an ihrem Urheber geſuͤhnt werden könne. Ich entwarf ſelbſt die Anklageakte, und legte in meine er— öffnende Anrede an die Jury gefliſſentlich allen Nachdruck und alle Kraft meiner Beredtſamkeit auf die tückiſche, em— pörende Art dieſes Verbrechens, und auf die Bün— digkeit der Ausſagen und Beweiſe, durch welche die Gefangenen überführt worden waren. Gelegentlich ſei hier bemerkt, daß ich in dieſer Anrede an die Jury meine Zuflucht zu einem Hülfsmittel nahm, welches mich ſelten trog: es beſtand lediglich darin, daß ich beim Vortrag der⸗ ſelben mein Auge feſt auf ein Mitglied der Jury nach dem anderen richtete und mich ſo mit meinen Worten gewiſ— ſermaßen ſpeciell an einen Jeden wandte; auf dieſe Weiſe betrachtet Jeder der Geſchworenen die Rede als eine Ap— pellamon an ſeine individuelle Einſicht, und geht darum um ſo eher auf die Anſichten des Rechtsanwalts ein. Bei dieſer Gelegenheit ging die Jury leicht in die Falle; es entging mir nicht, daß ich ſie für die von mir bezeichne— ten Ausſagen und Beweisgründe gewonnen hatte. Der Prozeß begann: die Urſache des Todes ward von zwei ärztlichen Sachverſtändigen wiſſenſchaftlich feſt— geſtellt; dann folgte der Beweis, daß man das Meſſer im Schlafzimmer des Verſtorbenen, und den Pfandbrief ſammt der großen Geldſumme in der Schlafkammer des Gefangenen gefunden; ferner die Ueberführung, daß Arm⸗ ſtrong bei ſeiner Gefangennehmung den Schlüſſel zur Hin— terthüre in ſeiner Taſche getragen; endlich noch ſein ſelt— ſames Benehmen und ſeine räthſelhafte Ausdrücke in der Nacht, wo das Verbrechen begangen worden war. Dem ſehr geſchickten Anwalt der Gefangenen gelang es aber, in ſeiner Prüfung der Angaben und Ausfrage des Con— ſtable einige Thatſachen hervorzuheben, welche mir ganz, neu und überraſchend waren. Der Anwalt hatte wohl— weislich das tiefſte Stillſchweigen über die Art und Weiſe ſeiner Vertheidigung und natürlich auch über deren Rechts— mittel beobachtet, ſo daß ich vollkommen überraſcht wurde. Auf des Attorney's Befragen beſtätigte der Conſtable, daß die Taſchen des Erſchlagenen leer gefunden worden waren, daß alſo nicht nur ſeine Börſe, ſondern auch eine goldene Uhr nebſt Kette und Siegeln, welche Mr. Wilſon gewöhn— lich getragen, nun fehlten und keine Spur von ihnen wieder zum Vorſchein gekommen war. Ebenſo fehlten noch mancherlei andere Gegenſtände aus dem Beſitzthum des Erſchlagenen. Ein junger Mann Namens Pearce, an— ſcheinend ein Matroſe, war in Geſellſchaft von Mary Strugnell drei- oder viermal im Dorfe geſehen worden, der Conſtable wußte aber nicht, was für einen Hut Jener gewöhnlich trug; auch hatte er Pearce ſeit der Nacht des Verbrechens nicht wiedergeſehen, hatte auch nicht nach ihm gefahndet. Nun kam Mary Strugnell als Zeuge an die Reihe; ſie wiederholte ihre frühere Ausſage genau und mit an— ſcheinender Aufrichtigkeit; daun ließ ich ſie gehen, und war nicht wenig geſpannt und ſogar beinahe bange, was nun der Vertheidiger der Angeklagten mit ihr beginnen werde. Jetzt folgte ein ſehr geſchickt angelegtes ſchlaues Verhör der Zeugin in allerlei verfänglichen Querfragen, welches mehr als zwei Stunden währte, und nach deſſen Beendi— gung ich fühlen mußte, daß meine Sache als Ankläger ſo ſehr beeinträchtigt worden war, daß von einer Verur— theilung der Angeklagten keine Rede mehr ſein konnte oder durfte. Die weſentlichſten Fragen und Hauptpunkte, auf welche der Advokat der Gegenparthei einen beſonderen Nachdruck legte, und die er durch die verſchiedenſten und geſchickteſten Umwege beantwortet zu erhalten ſuchte, wa— ren ungefähr: Aus welchem Grunde Mrs. Strugnell an jenem Abend nicht wie gewöhnlich zu ihrer Muhme zurückgekehrt ſei und bei ihr zu Nacht gegeſſen habe?— Antwort!: ſie wiſſe es ſelbſt nicht; ſie habe eben ſchneller nach Hauſe kommen wollen. Ob ſie mit einem gewiſſen Pearce Umgang gepflo— gen habe?— Antwort: Nein, aber ſie ſeie einigemale mit ihm ſpazierengegangen. „Wann dieß zum letzten Mal geſchehen?— Antwort: ſie erinnere ſich nicht darauf. f Ob Pearce mit ihr am Abend des Mordes nach Hauſe gegangen ſei?— Antwort: Nein. — Ob er ſie nicht theilweiſe auf dem Heimweg begleitet habe?— Antwort: O ja, ein Stück Weges. a Ob Pearce bisweilen einen ſchwarzen glänzenden Hut getragen habe?— Antwort: Ja,— nein; ſie er⸗ innere ſich nicht mehr. f l Wo Pearce jetzt ſei?— Antwort: ſie wiſſe es nicht. Ob er ſeit jenem Sonntag Abend verſchwunden und verſchollen ſei?— Antwort: Auch das wiſſe ſie nicht. Ob ſie ihn ſeither geſehen habe?— Antwort: Nein. Ob ihr Mr. Wilſon je gedroht habe, ſie aus dem Dienſte zu ſchicken, wenn ſie wieder unverſchämt gegen Mrs. Armſtrong ſei?— Antwort: Er habe ihr zwar einmal damit gedroht, allein ſie habe wohl gewußt, es ſeie ſein Ernſt nicht geweſen. Ob das Sackmeſſer, welches man im Schlafzimmer des Erſchlagenen gefunden, nicht immer zum täglichen Gebrauch ſich in der gemeinſamen Küche befunden habe? — Antwort: Nein, nicht immer;— zwar im Allgemeinen wohl, aber damals nicht, als Armſtrong von Hauſe weg— ging; deſſen erinnere ſie ſich genau. Ren N „Mary Strugnell, Ihr ſeid ein meineidiges Weib und falſche Zeugin vor Gott und Menſchen!“ rief bei dieſen Worten der Angeſchuldigte heftig. (Fortſetzung folgt.) Auszug e aus den Civilſtandsregiſtern der israelitiſchen Religions⸗ Gemeinde der Stadt Friedberg im Reg. Bez. Friedberg vom Jahr 1849. Geborne: 29. Febr. Dem Bürger und Weißgerbermeiſter Ruben Hirſchhorn eine Tochter, Charlotte. b N 17. April. Dem Bürger, Seifen- und Lichterfabrikant Siegmund Simon eine Tochter, Johanna. 8 21. Mai. Dem Bürger zu Laubach und Handlungsgehuͤl⸗ fen dahier, Kaufmann Strauß ein Sohn, Siegfried. 5. Juli. Der Pauline Lewiſchen, gebürtig aus Wreſchen im Kreiſe Schroda, Königreich Preußen, ein Sohn, Löb Abraham,(iſt dahier auf der Durchreiſe geboren). 19. Juli. Dem Bürger und Uhrmacher Jacob Hanau ein Sohn, Auguſt. a 20. Auguſt. Dem Buͤrger und Metzgermeiſter Karl Neuhof ein Sohn, Moritz. f 5. Septbr. Dem Bürger und Kaufmann Moſes Bing eine Tochter, Johanna. 21. Septbr. Dem Bürger zu Butzbach und Kaufmann dahier, Gerſon Lindheimer eine Tochter, Pauline. 5. October. Dem Einwohner und Kaufmann Seligmann Hirſchhorn eine Tochter, Emilie. f J 8. Oetober. Dem Bürger zu Wölfersheim und Einwohner dahier, Baruch Hecht eine Tochter, Jettchen. 70— 1. Dezbr. Dem Bürger und Kaufmann Lazarus Gold⸗ mann jun. ein Sohn, Moritz. 3. Dezbr. Dem Einwohner und Kaufmann Löb Schloß ein Sohn, Hermann. 6. Dezbr. Dem Bürger und Privatier Ludwig Berolzhei⸗ mer ein Sohn, Ernſt,(iſt in Frankfurt a. M. geboren). etraute: 4. Febr. Der hieſige Bürger und Kaufmann Hirſch Grödel II. und Emilie Langebach von Frankfurt a. M. 27. Febr. Der hieſige Bürger und Uhrmacher Jacob Hanau und Betty Levy von Offenbach. 27. Juni. Der hieſige Bürger und Schuhmachermeiſter Löb Leo— pold, gebürtig von Gettenau und Röschen Engel von hier. Geſtorbene: 15. Jan. Giedchen Engel, geb. Mainzer, Ehefrau des hieſigen Einwohners und Metzgermeiſters Joſeph Engel, alt 77 Jahre. 23. Jan. Hirſch Baruch Grödel, hieſiger Bürger und Kaufmann, alt 66 Jahre. 26. Febr. Lazarus Sundheim, Söhnchen des dahier woh⸗ nenden Handelsmannes David Sundheim von Fauer⸗ bach II., alt 5 Jahre und 6 Monate. 1. April. Lea Mainz, Wittwe des dahier verlebten Han⸗ delsmannes Moſes Mainz, alt 80 Jahre. 15. Mai. Jacob Behrends, Handelsmann von Florſtadt. 12. Dezbr. Emilie Hirſchhorn, Töchterchen des hieſigen Kauf⸗ manns Seligmann Hirſchhorn, alt? Monate und 7 Tage. 24. Dezebr. Pauline Lindheimer, Töchterchen des Bürgers und Kaufmanns Gerſon Lindheimer von Butzbach, alt 3 Monate und 3 Tage. Friedberg den 18. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Für die Waſſerbeſchädigten in Bacharach ꝛc. ging ferner ein: 5 Von Pfr. B. in O. fl. 1; Fr. K. in O. 24 kr.; einigen Kindern in O. 42 kr.; St. fl. 1. 20 kr.; Nachtrag einer Sammlung in meinem Inſtitut. K. K. in Friedberg 45 kr. Im Ganzen fl. 20. 11 kr. Den gütigen Gebern herzlich dankend, nehmen wir fernere Gaben gerne entgegen. Die Expedition des Friedberger Intellgzbl. Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 27. Lbruar 1850. 1—— Aufgefahrenſ Verkauft ltelprel Gattung. wurden wurden. eee (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen———— Keen? 1. 8 8 4 50 Gerſte 1 1 3 4⁵ DaF 1 1 2 50 Erbſen 5———— Kartoffelnn————— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ονινονιν Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (21) Montag den 4. März d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthauſe zum Promenadehaus dahier die Lieferung von 1200 Bütten Waſſerkalk zur Erbauung mehrerer Viaducte und Brücken unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. 8 Gießen den 19. Februar 1850. 5 Der Gr. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eicke meyer. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (243) Von den 1849 r. Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: Dienſtag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſ. Hofe: ungefähr 1 Malter Waizen, 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte; N Mittwoch den 6. März, ebenfalls Vormittags 10 Uhr, zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum: 8 1) von dem Speicher zu Friedberg: 65 Malter Korn, 2) zu Stammheim lagernd: 25 Malter Hafer. Friedberg am 15. Februar 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Verſteigerung. (258) Donnerſtag den 7. März I. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, werden in der Wohnung des Bür⸗ gers und Schuhmachers Michael Bauer in der Kirchgaſſe nachſtehende Gegenſtände meiſtbietend verſteigert, als: 2 Maſchinen und 1 Webſtuhl für Damaſt⸗ weberei, ſowie verſchiedenes Werkzeug für Poſamentirarbeit, eine Mange mit Watzen benebſt mehrerem Holzwerk. Friedberg am 28. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (259) Montag den 11. März, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hof⸗ raithe der Eriflan Friedrich Siecks Wittwe, be⸗ chend i ae Poll de ügen, 125 woe Frie 511 60) 0 dem dt 5000 zweimal Frie 261 beim 9 Inſoloe kermile fein Ve Es deſſelber 25. M bierhet 202 dg chenda kanal bach in bet zu nden dei s 263 um 9] die Fu kurheſf vera Schien Woen liche Die Einſcht Gien 0 N 15 walde Hang ſunde Bau- bietent eingela Wit 268 edesmg Nerus Gold, 0 Berolzhii A. geboren). m Hirſch atfurt a. M Jacob Hanau ate döb beo, Agel von hier. Gheſtau des Joſepd Engel, Burger und dahier woh⸗ von Fauer⸗ tlebten Han⸗ on Florstadt. urigen Kauf⸗ t und 7 Tage. des Bürgers Buß bach, alt hürgerneiſttt 1. arach ꝛc. tirigen Kinder 1g in meinem II k. ſenttt Gaben Jute gzdl. — — tclyttiſt * aiſtbiktend für Damn ö 0 ſtehend in Wohnhaus und Brennhaus, ſodann 88 UIKlafter Hausgarten in den Grabengärten neben Paul Falk, meiſtbietend verſteigert, mit dem An⸗ fügen, daß weitere Nachgebote nicht angenom⸗ men werden. Friedberg den 28. Februar 1850. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (260) Montag den 11. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner Schulfond 50—60 Malter Korn und 18 Malter Gerſte, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de x. Edictalladung. (2610 Der Gutspachter Dr. Jaup zu Dor⸗ heim hat bei dem unterfertigten Gerichte ſeine Inſolvenz, und für den Fall, daß ihm Zahlungs- termine nicht geſtattet würden, ſich bereit erklärt, ſein Vermögen ſeinen Gläubigern abzutreten. Es werden deßbalb ſämmtliche Gläubiger deſſelben hierdurch aufgefordert, in dem auf den 25. März l. J., Vormittags 9 Uhr, hierher anberaumten Termine ihre Anſprüche ſummariſch anzumelden, über die Wahl eines Maſſecurators ſich zu vereinigen und des Güte verſuches ſowohl mit dem Gemeinſchuldner als unter ſich zu gewärtigen, widrigenfalls Nichter⸗ ſcheinende unberückſichtigt bleiben, beziehungs weiſe als in den Beſchlus der Mehrzahl der erſcheinenden Gläubiger einwilligend betrachtet werden ſollen. Nauheim am 23. Februar 1850. Kurfürſtl. Heſſ, Juſtizamt Schenk zu Schweinsberg k. a. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (262) Donnerſtag den 7. März d. J. Vor⸗ mittags 11 Uhr wird auf dem Rathhauſe zu Blei⸗ chenbach die Herbeifuhr von 25 Kubikklfter Schich⸗ tenmauerſteinen aus dem Steinbruche bei Bleichen⸗ bach in das Roſenthal bei Friedberg, jede Kubikklaf⸗ ter zu 70 Gulden veranſchlagt, an die Wenigſtbie⸗ tenden öffentlich in fünf Looſen verſteigert werden. Friedberg den 25. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Friedberg. Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (263) Freitag den 8. März, des Vormittags um 9 Uhr, ſoll auf dem Sectionsbüreau dahler die Fundamentirung der Schienenbahn von der kurheſſiſchen Grenze bei Friedelhauſen bis Lollar, veranſchlagt zu 2200 fl., ſowie das Legen der Schienen, veranſchlagt zu 1100 fl., in mehreren Looſen an die Wenigſtnehmenden durch öffent⸗ liche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Die Voranſchläge und Steigbedingungen ſind zur Einſicht auf dem genannten Büreau offen gelegt. Gießen am 27. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Holz⸗Verſteigerung. (264) Montag den 4. März d. J., des Morgens 9 Uhr, werden im Windecker Bürger⸗ walde, nahe bei Eichen an der Chauſſee von Hanau nach Eichen, 210 Stück ſehr ſchöne ge⸗ funde Eichenſtämme, 5327 Cubikfuß haltend, zu Bau- und Werkholz brauchbar, öffentlich meiſt⸗ bietend verkauft, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. Windecken am 25. Februar 1850. Der 1 Dei e tz. Holz ⸗ ae er e. (265) Das unterzeichnete Rentamt verſteigert, jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend: 1 J. Donnerſtag, den 7. März l. Irs. in den Diſtricten an der Straße(Rothtannen), am Rabenneſt, längs der Straßheimer Hecken, am Haſſelecker Weg und hinten an den Kreuztannen: 6½ Stecken Nadel- und 3½„ Aspen ⸗Scheitholz; 43 //„ Nadel-, 1%„ Aopen⸗, 55%„ Buchen-, Prügelholz, 22„Eichen- und 2„ Birken⸗ 997„ Nadel⸗Stockholz; 4200 Stück Nadel-, l 175„ Aspen⸗, 3625„Buchen-, Wellen; 5237½„ Eichen. 8 800„ Ginſter⸗ 6 Wagen Allerleiholz. Zuſammenkunft und Anfang im Diſtrikte an der Straße. II. Montag, den 11. März l. Irs. in den Diſtrikten am Haſſelecker Weg und hinten an den Kreuztannen: Das bereits am 18. d. Mts. verſteigerte, aber nicht genehmigte Nadelſtamm⸗ und Stan⸗ genholz, beſtehend in 5344 Kubikfuß Bau- und Werkholz, worunter Stämme von 7—17 Zoll Durchmeſſer und 30—65 Fuß Länge; endlich 37 Kubikfuß Stangenholz. Zuſammenkunft an der Sandkaute im Diſtrikte hinten an den Kreuztannen. Ockſtadt am 27. Februar 1850. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Arbeitsverſteigerung zu Florſtadt. (266) Dienſtag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Pfarrhauſe zu Florſtadt verſchiedene vorzunehmende Reparaturarbeiten an dieſer Hofraithe an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. 0 Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeitslohn 54 fl. 59 kr. 2) Steinhauerarbeit 15„— 3) Schreinerarbeit 65/ 53„ 4) Wagnerarbeit 4% 5„ 5) Pflaſterarbeitslohn 136„ 23„ ferner N 6) Anlieferung von 2,8 Cubikklafter Mauerſteine, 00 1„ 0,7 1 Sand, 8) das Aufſetzen der Steine und Meſſen des Sandes, 9) das Anlieſern von 20 Bütten Kalk, 10)„ 1„ 5,2 Cubikklafter Pflaſter⸗ ſteinen, 11) das Anliefern von 4½ Cubikklafter Sand. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 27. Februar 1850. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holz ⸗Verſteigerung. (267) Donnerſtag den 7. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen im Florſtädter Gemeinde⸗ wald, Diſtrict Kohlplatte: 3 Stecken buchen Scheitholz, 61„ eichen„ 28 1 1 rügelholz, 8 2„ tockholz, 2125 Stück„ Wellen, 2600„ buchen„ 350 Stämme buchen und eichen, 6046 Cabik⸗ fuß enthaltend, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zahlungsfriſt bis zum 1. Oktober l. J. geſtattet wird. Florſtadt den 26. Februar 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Privat ⸗ Bekanntmachungen. — Strohhüte (237) werden gewaſchen, nach neueſter Fagon geändert und baldigſt beſorgt von S. G. Simon jun., Modehandlung, Hôtel Trapp gegenüber. Verſteigerung. (248) Montag den 4. März d. J. und die folgenden Tage ſollen im Riedeſel'ſchen Hofe zu Oberohmen nachſtehende Gegenſtände an den Meiſtbietenden verſteigert werden: 1) 4 Wagen, wovon zwei mit eiſernen und zwei mit hölzernen Achſen, 2) l leichter Korbwagen mit ledernem Sitz, 3) 1 Schneeſchlitten, 4) 3 Wendepflüge und 2 Bettpflüge, 5) 2 Eggen mit eiſernen Zinken und 1 ohne Zinken, 6) Ketten allerlei Sorten, Hemmſchuhe, 1 Hemmſchraube, 1 Winde, 1 Heblade, 7) 1 erzene Kartoffelmühle, 8) 1 Schrotmühle,„ 9) Heugabeln, Miſtgabeln, Miſthaken, Karſte, Spaten, Schippen ꝛc. c., 10) n Aepfelſtein mit Trog und 1 elter, 10) Werkgolz verſchiedener Sorte, 12) eine Quantität tannene Diehle, 13) 35—40 Stecken buchen Scheitholz, 14) ein Kleiderſchrank, 15) eine Kommode, 16) Tiſche, Bänke und Stühle, b 17) 10 Ohm halb Korn-, halb Kartoffelbranntwein, 18) 4 Ohm Fruchtbranntwein, 19) 4 hundert Centner Heu⸗ und Grummet, 20) 30 Fuder Kornſtroh, 21) 3035 Malter Korn, 22) 30 Malter Waizen, 23) 30 Malter Gerſte, 24) 40 Malter Hafer, 25) 10 Malter Erbſen, 26) 5 Malter Linſen, 27) 3 gute neue Oefen, 28) eine Quantität Eiſen und 18 29) 2 Schnellwagen mit Gewicht ein, 30) Bierbrauerei mit Geräthe, Bütten und ſon⸗ ſtige Hausgeräthe ꝛc. 1270 Die Zuſammenkunft und der Anfang iſt jedes⸗ mal Morgens 8 Uhr im Hof zu Oberohmen. Oberohmen den 22. Februar 1850. Pachter Horſts Erben. Anzeige. (249) Meinen Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich wieder mit friſchem und echtem Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Wald⸗ ſaamen beſtens verſehen bin, und ſolche ganz billig verkaufe. Das N 0 ſeit vielen Jahren geſchenkte Vertrauen werde ich auch künftig durch Pünkt⸗ lichkeit und reelle Bedienung zu würdigen wiſſen. Preisverzeichniſſe 1 4089 abgegeben. riedberg im Februar 8 5 a M. Jung. S Anzeige. Alle Dlejenigen, welche noch Regen⸗ a mir haben, werden erſucht ſolche bis zum 8. März ſo gewiß abzuholen, anſonſten ſolche veräußert werden. Gleichzeitig empfehle ich mein ſeitheriges Geſchäft, ſowohl in Garn, Seide ꝛc., ſowie auch in Regen⸗ und Sonnen⸗ ſchirmen einem geehrten Publikum. S. Garde, Schirmmacher neben Hrn. Kaufmann Goldmann in der Judengaſſe. um Vermiethen. (2080 30e Viertel, fünf 55 Garten vor 9 U u vermiethen der Neumühle, hat z eng NN . Für jede Hauswirthschaft unentbehrlich. Miener Pulzpulver in Packeten à 8 und 4 kr. (269) Mittelst dieses Pulvers kann man augenblicklich allen Metallen, als: Gold, Silber, Kupfer, Messing, Zinn, Stahl, Eisen etc. den pracht- vollsten tiefsten Glanz ertheilen. Friedberg. P. F. Schmiliner. Die Tapetenfabrik Gebrüder Scherer in Heidelberg (270) wünſcht, bei einem ſoliden Sattler oder Buchbinder, eine Tapeten⸗ Muſterkarte niederzulegen, um den Verkauf Proviſionsweiſe zu beſorgen. Reflectirende wollen ſich durch Francobriefe an Herrn Johann Rußmann jun. in Frankfurt wenden. N Nach Nei- Tork& Nei- Orleuns. Regelmäßiger Dienſt (271) beginnt mit dem erſten März und finden jede Woche abwechſelnd über Havre, Rotterdam, Antwerpen, London und Bremen Expe⸗ ditionen ſtatt. Briefe frei. Vilbel den 26. Februar 1850. Konrad Jacob. Ge ſ u' ch. (280) Ein ſtarkes Kindermädchen, welches ſogleich eintreten kann, wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Anzeigen. (281) Auf den Wunſch mehrerer Familien⸗ väter in Kloppenheim, ſich für ihre Kinder an franzöſiſchem Unterrichte zu betheiligen, zeige ich hiermit an, daß ich beabſichtige, in Groß⸗ karben, wo ſchon ſeit längerer Zeit durch drei Familien derartiger Unterricht ſtattfindet, noch eine zweite Klaſſe, hauptſächlich für Kinder aus der Umgegend, einzurichten, und daß ich jeden Mittwoch von 1— 3 Uhr für etwaige deßfall⸗ ſige Rückſprache bei Hrn. Fauerbach in Groß⸗ karben bereit ſein werde. (282) Da ſich mir obiger Wunſch auch in Vilbel, wo ebenfalls durch Vereinigung einiger Familien ſolcher Unterricht bereits ertheilt wird, zu erkennen gegeben hat, ſo bringe ich hiermit zur beliebigen Kenntniß, daß ich gerne auch da⸗ ſelbſt zu einer derartigen Einrichtung die Hand bieten und deßhalb zu Beitritts⸗Erklärungen und jeder nöthigen Auskunft, Mittwochs von 5— 7 und Samſtags von 3— 5 Uhr bei Hrn. Poſtmeiſter Simon zugegen ſein werde. Ueber meine Methode werden ſowohl letzterer als auch Hr. Dr. Müller und Hr. Birkenholz gerne Näheres mittheilen. S. M. Bechhold, Lehrer der franzöſiſchen und engliſchen Sprache in Frankfurt. Klettenwurzel-Oel in Flacons mit Gebrauchs- Anweisung 30 kr. Nach vielfachen angestellten Versuchen, hat sich dieses neu erfundene Klettenwurzel-Oel (253) unter allen bisher angepriesenen Haarbeförderungs-Mitteln als das kräftigste und wirksamste bewährt, indem es nach nur kurzem Gebrauché eine Fülle junger Haare hervorbringt, die Haarwurzeln un- gemein stärkt, und somit nicht nur das Ausfallen der Haare verhindert, sondern denselben neues Leben und den üppigsten Wachsthum ertheilt. Dasselbe empfiehlt Friedberg. P. F. Schmiliner. Geſchaͤfts-Empfehlung. (272) Einem hieſigen und auswärtigen ver⸗ ehrlichen Publikum mache ich hierdurch die erge⸗ benſte Anzeige, daß ich mich dahier als Drechsler und Graveur etablirt habe und empfehle ich mich zu geneigten Aufträgen für alle in dieſe Geſchäfte einſchlagenden Arbeiten; auch werde ich ſtets eine ſchöne Auswahl vorräthiger Gegen⸗ ſtände in meinem Laden unter prompter und reeller Bedienung bereit halten und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Februar 1850. Jacob Starck, Drechslermeiffer, wohnhaft auf der breiten Straße nächſt dem Landgerichtsgebäude. H. NM. Hirschsprung in Ofurben (273) verzapft auf Oſtern guten, reingehal⸗ tenen Wein, die Maas zu 36, 48, 56 kr., ſowie auch Weineſſig und Branntwein, wozu neue Krüge per Stück 4 kr. abgegeben werden. Bürgercaſino. (27) Das Damencaſino wird bis auf wei⸗ tere Bekanntmachung ausgeſetzt. Friedberg den 28. Februar 1850. Der Vorſtand. Drei Wagen guten M iſt (275) hat zu verkaufen Ludwig Hoffmann, an der Stadtkirche. Verloren. (276) Am verfloſſenen Sonntag wurde auf dem Maskenball ein ſeidenes Taſchentuch, ſchwarz, roth und weiß gefärbt, verloren. Der Finder wolle es gefälligſt gegen eine angemeſſene Be⸗ lohnung bei Herrn Carl Eich dahier abgeben. Zu Verkaufen. (277) Mehrere Wagen Miſt hat zu verkaufen Friedberg. Ph. Storck's Wittwe. Keine Huͤhneraugen mehr! (278) Zur ſchnellen, ſichern und ſchmerzloſen Vertreibung dieſer ſo läſtigen Plage, iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei P. F. Schmittner in Friedberg. Strohhüte (279) nach der neueſten Fagon und zu ſehr billigen Preiſen haben wir bereits erhalten. J. Fürth ſeel. Erben. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Oculi den 3. März. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Göring. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Büchner. Fruchtpreiſe. 27. Feb. 22. Feb. 16. Feb Gattung. Fried⸗ i Die⸗ berg Mainz burg 0 fl. kr.] fl. kr.] fl. kr. Waizen pr. Malter]——1 714 620 Korn 7 4150 4361 423 Gerſte„ 775 345 3361 330 Hafer„„„, 2150 3271 2030 Die Fleiſch⸗ und Brodtaxen für Friedberg und Butzbach ſind unver⸗ ändert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. unperf Jahres dus Gi Vimpfei aus Se zu 80 Und die des Gr. Befelg machun kannn Jahre in Gel 8) Ab hom 2. Ib N