ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 1 9 riet 5 87*** 5 005 den Regierungsbezirk Friedberg N„ im Beſonderen. . 50. Sonnabend den 30. Juni 18249. dn ub Chf dernden perfkign i ch* auch von einer all i e ili 1581 ö gemeineren Betheiligung an dem Provin⸗ 1849 A mt l N 4 T h 41. zial⸗Verein ab. Es ergeht deßhalb nochmals der dringende be. Büpmeim K Aufruf an die Landwirthe der Provinz, deren Verhältniſſe 121 den Beitritt zu unſerem Verein geſtatten, an demſelben ſich zu betheiligen, und dadurch ihren ärmeren Gewerbsgenoſſen und ſich ſelbſt zu nützen. Die Großherzoglichen Herrn Bür⸗ germeiſter und die verehrlichen Mitglieder des landwirth⸗ ſchaftlichen Vereins werden um gefällige Mitwirkung zur möglichſten Verbreitung dieſer Aufforderung ergebenſt erſucht. Laubach den 15. Juni 1849. a Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen. Aufforderung zur Theilnahme an dem landwirthſchaftlichen Verein N von Oberheſſen. Durch den Ausſchuß unſeres landwirthſchaftlichen Drovincial-Vereins von Oberheſſen dazu aufgefordert, eine Einladung zum Beitritte zu dieſem Vereine an die Land— irthe Oberheſſens zu erlaſſen, entſpreche ich um ſo lieber leſem Auftrage, als ich von der Ueberzeugung durchdrungen bin, daß eine Belebung des Intereſſe an den Zwecken des Vereins zu ihrer Erreichung ebenſo nöthig, als zu wünſchen ſt. Es ergeht daher an alle Landwirthe unſerer Provinz, 1 aft Veiſeſkizzen aus Kalifornien, im Frühjahr 1848. —— Sizelegenen Pot, in birſigem Plaßze jährlich fl. 2. iſig mehr. 1 Aller Art eignet Journal“ noch dt Auflage. 1 1840. frankfurter . 9 2 6111 ur. belcher 4, Dienft 1 Tage des it anzuneffen 1, itt table znaleich be⸗ Zugllich das Kirſchen⸗ ber Kirſchen⸗ riß * deren Verhältniſſe es irgend geſtatten, überhaupt an alle Bewohner derſelden, welche für die Landescultur ſich inte— reſſiren, der ebenſo ergebene als dringende Aufruf unſerem landwirthſchaftlichen Vereine beizutreten, da derſelbe nur durch eine Vereinigung aller Kräfte etwas leiſten kann, und ſeine Leiſtungen nur durch eine allgemeinere Betheiligung fruchtbringend werden können. Es iſt zwar natürlich, daß in unſerer, in politiſcher Hinſicht ſo ſehr bewegten Zeit, das Intereſſe an allen anderen Beſtrebungen, alſo auch an denen des landwirthſchaftlichen Vereins nachgelaſſen hat, allein grade die dermaligen Zeitverhältniſſe machen es wünſchens⸗ werth eine moͤglichſt ſtarke Betheiligung an unſerem Vereine zu veranlaſſen. Es könnten die Beſtrebungen deſſelben einen Vereinigungspunkt gemeinſamer Thätigkeit abgeben, in welchem die durch politiſche Anſichten getrennten Partheien auf einem praktiſchen Felde wieder zuſammengeführt würden. Aber auch mit Rückſicht auf den Druck der Zeit iſt eine lebendige und allgemeine Betheiligung an dem landwirth⸗ ſchaͤftlichen Verein ſehr wünſchenswerth. Die Laſten und Bedürfniſſe des Staates nehmen in demſelben Verhältniſſe zu, als die Hülfsquellen und Einnahmen ſeiner Angehörigen verſiegen, es bedarf daher nicht nur doppelter Anſtrengung um dem Druck der Zeit nicht zu unterliegen, ſondern es erhöht ſich auch die Pflicht durch wechſelſeitigen Austauſch der Erfahrungen und durch Belehrung ſeine Mitbürger zu unterſtützen. Dazu ſind beſonders die landwirthſchaft⸗ lichen Bezirksvereine geeignet, dieſelben ſind es beſonders, durch welche der Verein für den kleineren Landwirth nütz— lich wirken kann, eine Wiederbelebung derſelben hängt aber Von J. Tyrwhitt Brooks. (Fortſetzung.) Früh am Morgen, nachdem dies geſchehen, ging Mr. Marſhall am linken Ufer des Stromes herunter, als er Etwas blinken ſah, das er im Anfang für ein Stück Opal, einen klaren, durchſichtigen und dort ſehr gewöhn— lichen Stein hielt, der an den abgewaſchenen Stellen des eingebrochnen Ufers funkelte. Er achtete nicht weiter darauf. Während er aber den Arbeitern noch die nöthigen Befehle gab, ſah er an andern Stellen gleiche und eben ſo blitzende Körper, ſo daß er zuletzt, von Neugierde ge— reizt, ſich niederbückte, einen derſelben aufzuheben.„Wiſſen Sie,„ ſagte Mr. Marſhall zu mir,„daß ich mich im An⸗ fange ein paar Mal ordentlich beſann, ob ich den Rücken krumm machen ſollte oder nicht, und ſogar mich entſchloß, es nicht zu thun, bis weiter unten ein andres glimmern— des Stück meinem Blicke begegnete. Es iſt die größte der jetzt vor Ihnen liegenden Goldſcheiben. Ich beſchloß endlich, es aufzuheben und fand zu meinem Erſtaunen, daß es eine dünne Schuppe allem Auſcheine nach reinen Goldes war.,“ Er ſammelte hiernach noch etwa 20—30 ähnliche Stücken, wobei er ſich nach genauerer Unterſuchung end⸗ lich überzeugte, daß ſeine Vermuthungen recht geweſen. Der erſte Gedanke hierüber, der in ihm aufſtieg, war der, daß dies Gold dort von einem frühern indianiſchen Stamm entweder verloren oder vergraben worden ſei. Es konnten ja einige jener geheimnißvollen Bewohner des Weſtens geweſen ſein, von denen wir weiter keine Berichte haben, die aber dieſen Continent vor Jahrhunderten bewohnten und jene Städte und Tempel bauten, deren Ruinen noch jetzt durch die Wildniß zerſteeut liegen. aufmerkſam gemacht, den benachbarten Boden unterſuchte, entdeckte er, daß er überall mehr oder weniger goldhaltig ſei. Dies beſtimmte ihn augenblicklich. Er beſtieg ſein Pferd und ſprengte ſo raſch zum Fort, als ihn dieß tra⸗ gen konnte. ö „Als Mr. Marſhall ſeinen Bericht beendet,“ ſagte der Kapitän,„und ich mich nach den mitgebrachten Be⸗ weiſen überzeugt hatte, daß der Bericht nicht übertrieben ſei, fühlte ich mich faſt ſo erregt, wie er ſelbſt. Ich frug ihn raſch, ob er das Gold den Arbeitern an der Mühle ſchon gezeigt habe, und war froh als er mir verſicherte, er hätte es gegen keinen einzigen Menſchen erwähnt. „Wir beſchloſſen nun alſo,“ fuhr der Kapitän lächelnd fort,„den Umſtand gegen Niemand laut werden zu laſſen und bereiteten uns vor, früh am nächſten Tage nach der Mühle aufzubrechen. Als wir gerade vor Sonnenuntergang dort ankamen, wühlten wir den Sand an verſchiedenen Plätzen auf und es, dauerte gar nicht lange, bis wir, natürlich mit erdigen Theilen vermiſcht, über eine Unze Gold geſammelt hatten. Ich blieb die Nacht bei Mr. Marſhall, und am nächſten Morgen gingen wir eine kurze Strecke den ſüdlichen Arm hinauf, wo wir bald fanden, daß das Gold nicht allein am ganzen Laufe des Bachs, ſondern auch im Bett des Hauptſtroms, ja ſogar in jedem aufgetrockneten Ravin und ſeichten Creek exiſtirte. Ich glaube überhaupt, daß es gerade in der Gegend am häufigſten vorkommt; denn ich ſelbſt, mit weiter Nichts als einem kleinem Meſſer, fand in einer ſchmalen trocknen Schlucht, den Berg ein Stückchen hinauf, einen Klumpen, der faſt 1½ Unzen wog.“ „Als wir nach der Mühle zurückkehrten, waren wir nicht wenig erſtaunt, die Arbeiter zu ſehen, die uns in Maſſe entgegenkamen und uuns kleine Stückchen Gold zeig— ten, gerade wie wir ſie gefunden hatten. Marſhall ver— ſuchte ſie auszulachen, indem er ſie überreden wollte, ſie hätten weiter Nichts als irgend ein blitzendes Metall von keinem Werth gefunden. Einer der Indianer aber, der 214 Als er aber, jetzt mit im einer Goldmine in der Nachbarſchaft von La Paz in Nie derkalifornien gearbeitet hatte, rief aus: oro, oro! Uns ärgerte dieſe Entdeckung nichr wenig, und wir konn⸗ ten nicht anders glauben, als daß die Arbeiter uns nach— geſchlichen ſeien, wenn wir auch jede Vorſicht gebraucht hatten, die, wie wir glauben mußten, ihnen unſre Schritte Später hörte ich, daß Einer von ihnen, ein ſchlauer Kentiucker, unſern Fährten gefolgt ſei und verbergen ſollte. gerade dabei, daß er die Spuren im Auge behielt, kleine Stücken Gold gefunden habe.“ (Fortſetzung folgt.) Für die bei dem Kampfe in Baden verwundeten heſſiſchen Soldaten und hülfsbedürftigen Angehörigen der Gefallenen, ſind in Folge unſeres in Nr. 48. des Int.⸗Bl. abgedruckten Aufrufs, bis fetzt eingegangen: Von Pfr. Textor zu Steinfurth 1 fl. 45 kr. Dit ⸗E. Dieffen⸗ bach 1 fl. D. B. 2 fl. Metzgermeiſter Weller 1 fl. Fr. S.⸗ D.& 2 fl. 42 kr. Landrichter Hoffmann 5 fl. M. in F 1 fl. Fr. G. S. K. 1 fl. B. R. H. 30 kr, Act. 9 P. B. in O. 2 fl M. S. 30 kr. Ung. 1 fl. Sch 30 kr. Ch. V. 30 kr. W. Wagner 36 kr. nebſt Leinwand. G. H. 10 fl. J. St. 2 fl. S. 36 kr. R. M. 35 kr. Baruch Hecht 1 fl. Frl. Sauer 12 kr. J. B. I. 47 kr. H. W. II, 5 fl.. 2 fl. C. Ir, 1 fl G. 1 fl. Rl fl. S. G. 3 fl. E. B 1 ff, J fee helm Bechſtein 1 fl. Johs. Falk 1 fl. 10 kr. S. Engel 30 kr. Ein Heſſe bricht die Treue nicht: 6 kr. Treu ſeinem Fürſten, treu ſeinem Eide iſt der Heſſe bis in den Tod: 24 kr. C. Heidt 1 fl. Mendle Garde 24 kr. Meier Hirſch 1 fl. 45 kr. Ouvrier 3 fl. 30 kr. Dr. R. 2 fl. Fk. 24 kr. Bk. 12 kr. Rühl 12 kr. Decher 12 kr. F. 1 fl. J. J. 1 fl. N. 30 kr. D. 9 kr. K. Erbes Wtw. 1 fl. Carol. Pil⸗ n Schmalkalder 4 fl. B.⸗R. Textor 1 fl. 45 kr.— Zuſammen 5 fl. 56 kr. ö Den gütigen Spendern der vorſtehenden Gaben herzlichſt dankend, hegen wir zugleich die Hoffnung, daß dieſer gute Anfang zu recht großer Nacheiferung anſpornen werde. Friedberg am 28. Juni 1849. N Textor. Cronenberg. J. Steinhäußer. Krach. Meyer Hirſch. H. M. Decher. Jae. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. a P. Dr. S 2 fl. 30 kr. C. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Hofraithe⸗Verſteigerung. (833) Dienſtag den 3. Juli, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Raͤthhauſe die Hof⸗ raithe der Hartmann Hoffmann'ſchen Eheleuten dahier meiſtbietend verſteigert, als: Wohnhaus und zwei Hintergebäuden, an Chriſtoph Engel. Gibt Zins in die Auguſtiner⸗Schule 6 ¼ kr. Friedberg am 31. Mai 1849. In Auftrag Großh Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Ve x ſtei gerung. 10060 Mitwoch den 4. Juli, Morgens um 9 Uhr anfangend, wird in der Wohnung des Bürgers Metzgers Heinrich Weller, der Nach⸗ laß des dahler verlebten Seribenten Jean Köſter, beſtehend in Kleidungsſtücken, Hemden, eine Büch ſe, eine ſilberne Taſchenuhr ꝛc., meiſtbietend verſteigert. Ju Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1010) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel nachſtehende Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines proviſoriſchen Stations⸗ hauſes der Station Groskarben an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Accord gegeben, als: fl. O2 kr. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 92 „5 9 2) Steinhauerarbeit 5 . 3) Zimmerarbeit„„ 111% 49„ 4) Dachdeckerarbeit„195„ 04„ 5) Schreinerarbeit„„ 124 12„ 6 Schloſſerarbeit 1 1 122% 22, 7) Glaſerarbeit 1% 24.„%— 8) Spenglerarbeit 1„ 18„ 06„ 9) Weißbinderarbeit„„ 68„ 47„ 10) Die Lieferung von 4850 Stück hart gebrannten Back⸗ ſteinen veranſchlagt zu 72 7 45„ Plan, Voranſchlag und Accordsbedingungen können auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel ein⸗ geſehen werden. Friedberg den 22. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Seetions⸗Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſen bahn. (1007) Dienſtag den 3. Juli d. J. Vor⸗ mittags 11 Uhr wird auf der Bürgermeiſterei zu Bleichenbach die Herbeifuhr von 20 Cubik⸗ klafter Schichtenmauerſteinen aus dem Stein⸗ bruche bei Bleichenbach in das Roſenthal bei Friedberg in einzelnen Looſen an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 21. Juni 1849.* Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Seclion Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1008) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 11 Uhr, wird auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel die Fundamentirung der Schienenbahn in der Section Vilbel, veranſchlagt zu 56 19 fl. 36 kr., in 6 Looſen unter den bei der Verſteigerun bekannt gemacht werdenden Bedingungen an d Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben. Friedberg den 22. Juni 1849. f Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1009) Dienſtag den 3. Juli l. J. Vormit⸗ tags 10 Ubr, werden auf dem Sections büreau zu Vilbel nachſtehende Arbeiten an die Wenigſi⸗ nehmenden öffentlich in Aceord gegeben: r r ——— 27 Ei u, tteu ſeine If. Man. L. J kr. br 12 K. 8.1 fl. Col. pl t.— Zxſammm cult dantend, A. Uebergang des Vieinalwegs von Kloppenheim nach Großkarben. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 68 fl. 44 kr. 2) Steinhauerarbeit„ 105„—„ B. Uebergang des Petterweilerwegs in der Gemarkung Vilbel. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 70 fl. 40 kr. 2) Steinhauerarbeit„ 30„ 29„ Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen können auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel ein⸗ . ncht gron ußrt. Krach Jat. fefa A. Simon —— F Sürgetmeiim ven 20 Cub at dem Sue 24 Noſenthal de . die Bini tarden werdik. 1 3 Lom ons bürt au u 1 geſehen werden. Friedberg den 22. Juni 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Verſtei gerung. (1022) Freitag den 17. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll die bei Obereſchbach gelegene Papiermühle, die ſogenannte Hüttenmuhle, nebſt in den Gemarkungen Ober⸗ und Niedereſchbach gelegenen Güterſtücke auf dem Gemeindehaus zu Obereſchbach verſteigert werden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß dem Gericht nicht als ſolvent bekannte Steigerer ſich vor dem Beginn der Verſteigerung über ihre Solvenz gehörig auszuweiſen haben. Groskarben den 22. Juni 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Holz ⸗Verſteigerung. 1023 Montag den 2. Juli l. J., des ormittags um 8 Uhr, ſoll in dem Oberros. bacher Gemeindewald, Diſtrikt Salzberg, nach⸗ ſtehendes Holz, als: . Stecken geſchält eichen Scheitholz, 3%*„„„ Prugelholz, 8 57 eichen Stockholz, 211 geſchälte eichen Reiſerholzwellen, 275 Eubikfuß geſchalt eichen Stammholz und 619 2„„ Stangenholz, öffentlich meistbietend verſteigerk werden. Oberrosbach den 23. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Holz ⸗Verſteigerung. (1020 Dienſtag den 3. Juli, Morgens 9 Ühr, werden in dem hieſigen Gemeindewald fol⸗ gende Holzſortimente meiſtbietend in dem Holz⸗ ſchlag ſelbſt verſteigert, wobei bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine das Holz bis Martini dieſes Jahres geborgt wird: 10 2 Stecken geſchält eichen Rindholz, 75%„ Prügelrindholz, 3 2„ birken Scheitholz, 4) 29%„ Prügelholz, 5) 13%„ Weideholz, 95 45„ Stockholz, 7) 1057 geſchälte eichen Wellen, 8) 6800 gemiſchte birken und eichen Wellen, 9) 200 gemiſchte eichen Wellen, 10) 575 Gebund Halden zu Backholz. Ockſtadt den 27. Juni 1849. Der Groß, 761 Bürgermeiſter eien. rr Privat Bekanntmachungen. Ge ſ u ch. (998) Eine junge geſunde Schenkamme, mit den beſten Zeugniſſen verſehen, ſucht entweder in hieſiger Stadt oder der Umgegend einen Dienſt. Bei der Expedition dieſes Blattes iſt Näheres zu erfragen. Bad Nauheim. Sn (4015) Das große Scheiben⸗Schießen dahier wird 125 1. und 2. Juli d. J. abgehalten und (1028 ann — — 215 laden vie unterzeichneten alle Schießliebhaber und Freunde hierzu ein. Nauheim am 16. Juni 1849. a Die Direction: Raabe. Nieß. D. Fritz. Zum Verkaufen. 9 20 in Meſte und halbe Meſte, t zu vet 5 0 5 Friedberg. Friedrich Müller. Gebackene Eier ſind billig zu haben bei Fr. Stoll zum Heſſiſchen Hof, im Bad Nauheim. Lehlings ⸗ Geſuch. (1027) Ein junger Menſch, welcher geſonnen iſt die Spenglerprofeſſion zu erlernen, kann in die Lehre treten bei 4026 Butzbach. Joh. Windecker, Spenglermeiſter. Stelle ⸗Geſuch. (1028) Ein junger Mann, militärfrei, wel⸗ cher in einem Colonial⸗Waaren⸗Geſchäft gelernt, ſpäter in einer Steingut⸗Fabrik als Magazinier gearbeitet hat und gute Zeugniſſe aufweiſen kann, ſucht eine paſſende Stelle. Nohren⸗Zucker (1029) zum Einmachen, billigſt bei L. Goldmann, junior in Friedberg. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1030) Unterzeichneter will wegen Auswan⸗ derung nach Amerika nächſten Dienſtag den 3. Juli, Vormittags um 9 Uhr: ein Pferd, eine Kuh, einen Wagen mit eiſernen Achſen, ein Pflug, in ſeiner Wohnung öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigern laſſen. Aſſenheim den 28. Juni 1849. Gerhard Bopp. Einladung. (1031) Sonntag den 1. k. Mts., Nachmit⸗ tag 3 Uhr, findet im Rathhausſaale die ſtatu⸗ tenmäßige Generalverſammlung des Armen⸗ Vereins(gegen Bettelei) ſtatt und wird ſowohl Abänderung der Statuten, als Ausſchußwahl vorgenommen werden, was zur Kenntniß der Mitglieder bringt 2005 ä Der Ausſchuß des Armen⸗Vereins (gegen Bettelei). Oſſenheimer Wäldchen. Einladung. (4032) Sonntag den 1. Juli ſoll im Oſſenheimer Waldchen mit großer Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik das diesjährige Kirſcheufeſt gefeiert werden, wozu höf⸗ lichſt einladet Aehle. Kir ſchenfeſte. (1033) Bei der Dauer det hieſtgen Kirſchen⸗ erndte find jeden Sonntag gute Kirſchenkuchen und reingehaltene Getränke anzutreffen, wozu höflichſt elnladet 5 Chauffeehaus Ilbenſtadt am 27. Juni 1849. a Gottfried Mörſchel's Witttbe. r ch wen (103) Nächſten Sonntag den 1. und Mon⸗ tag den 2. Juli d. J., iſt bei mix gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Obermörlen den 26 Juni 1849. Jeckel, zum goldnen Hirſch. Erklärung. (10350 Es hat dem Herrn Rentmeiſter Rie- del von Obermörlen gefallen, mich in ſeinem Inſerut 1002 in Nr. 48 dieſes Blattes in einer Weiſe anzugreifen, die nicht ungeahndet bleiben kann. Ich habe daher wegen fraglicher Sache gegen Herrn Riedel eine gerichtliche Klage er⸗ hoben, deren Reſultat ich demnächſt veroffent⸗ lichen werde. Obermörlen den 27. Juni 1849. J. König, Lehrer. Erklärung. (1036) Wir, der Gemeinderath in Ober⸗ mörlen, haben gegen Herrn Rentmeiſter Riedel dahier, wegen der in ſeinem Inſerat 1002 in Nr. 48 dieſes Blattes enthaltenen Verdächtigun⸗ gen gegen uns, eine gerichtliche Klage einge⸗ leiilet und werden ſeiner Zeit deren Ergebniß veröffentlichen. Der Gemeinderath. de Bad Nauheim. (10200 Sonntag den 1. Juli d. J., am Tage des Hauptſchießens dahier, iſt gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen und Montag den 2. Juli, präcis halb 1 Uhr, iſt table d'Hôte und gut beſetzte Harmonie-Muſik. merke ich noch, daß an den beiden Tagen das Kirſchen⸗ und Roſenfeſt mitgefetert und ein vorzüglicher Kirſchen⸗ kuchen verabreicht wird. N Bad Nauheim im Juni 1849. Zugleich be⸗ D. Fritz. Diele und Latten, (1037) in allen Sorten und vorzüglicher Qualität, ſowie unſer reichhaltiges Lager geſchliffener und rauher Sandplalken, Kuh⸗ und Schweintröge, Kenteln ꝛc., empfehlen zu billigen Prelßen Gebrüder Grödel, neben Herrn Kaufmann Kümmich wohnhaft. — 216— Mufikverein in Friedberg. Der Friedberger Lehrerverein (10380 Gencralberſammlung Samſtag ven(1039) wird ſeine nächſte Conferenz am 30, b. Mis, Abends 8 Uhr, im Ph. Steckſchen 4. Juli in Jauerbach abhalten. Locale. Der Vorſtand. ö Volk. Die von Herrn O. Riedel, weiland Kreisrath Seitz ſcher Schreiber, in Nr. 48. dieſes Blattes verlangte Fortſetzung. 2 05 (1040) Indem ich ZJhnen, Herr Riedel, von vorn herein bemerle, daß Lehrer König von Ober⸗ morlen an dem Ihnen ſo unangenehm in den Weg gekommenen Inſerat in Nr. 46. d. Bl,. nicht den minbdeſten Antheil hat, hebe ich den von Ihnen hingeworfenen Hehdehanvſchuh auf, hoffend, mit einem Manne von Ihrer Geiſtesfählgkeit und Charaktereigentyümlichleit leicht fertig zu werden. a In Zorem wohl mit eigenem Kalbe gu pflügten Machwerk in Nr. 48, das glauben läßt, Sie hätten in Walſchland, keineswegs aber im liehen Vaterlande, wo man„deutſch“ ſpricht, das Ucht der Welt erblickt und Ihr Kopf ſel einmal trepanirt und jenes Thells des Gehirus beraubt worden, in dem die Denkgeſetze wohnhaft ſiad, haben Sie Sich in einer Weiſe offenbart, wie es nur Ihr ärgſter Feind wünſchen kann, in einer Weiſe, welche mehr als den ganzen, Inhalt des Inſerats Nr. 46. betätigt: als einen Menſch von wenig Verſtand, noch weniger Bildung, aber von ſo viel Anmaßung, als jener Froſch beſaß, der es mit ſeiner Sucht, die Größe eines Ochſen zu erreichen, bis zum Zerplatzen trieb, und in Folge deſſen mit der artigen Gewohnheit behaftet, zu entſtellen, zu lügen, zu verbächtigen, wenn vie Gelüſte Ihres lieben Ich dies fordern. Ich ſage: Sie haben wenig Verſtand und noch weniger Bubung. Das zeigt jedem Geblldeten Zyr armſeliger Aufſatz, der den ganzen Heillgenſchein, womit Sie der Rentmeiſtertitel umgab, von Ihnen reißt; das zeigen Ihre krähwinkeligen Fruchtſpetulationen, Ihr Pferdeyandel, Ihr Klavierprofelt 1. Ich ſage ferner: Sie lügen, verdächtigen und entſtellen, ſonſt würden Sie nicht ohne allen außerhalb Ihrer Phantafie liegenden Grund den Lehrer König mit Gewißheit als den, Urheber des Inserats in Nr. 46. bezeichnet haben; Sie würden nicht behaupten, der Gemeinderath J. H. Burk habe jenen Beſchluß, in Betreff ber Lehrerwohnung, nicht genehmigt, da er benſelben ja doch, wie ſchwarz auf weiß zu ſehen, unterſchrieben hat; Sie würden nicht bas Schulhaus 16000 fl. ſtatt 9000 fl. koͤſten laſſen, wie leßteres aus ber Gemeinderechnung hervorgeht; Sie würden nicht das Inſerat in Nr. 46. als Folge Ihrer Kirchenuhr-Neklamatlon ausſchreien, da ja jenes ſchon in der Drucketel war, che dieſe eingebracht wurde; Sie wurden nicht die Unwahrheit behaupten, ich habe mich mit dem Gr. Bürgermeiſter dahter, den Sie meinen Brodherrn zu nennen belieben, veruneinigt; Sie würden ſonſt nicht gleich nach Ihrer Hierhertunft wegen eſulger, von ben Schweinen auf dem Acker Zhres Prinzipals ausgewühlter Kärtoffelſtocke die hüeſige Gemeinde als eine von ungeſetzlichem Geiſte beſeelte und von ber Sucht nach fremdem Eigenthum behaftete verſchrieen haben; Sie wür ven nicht im Gebränge, Ihre Sache nicht vertheloigen zu konnen, Perſonlichteit vor— geſchoben haben, insbeſondere nicht den Gemeinderath der Verſuhrung burch unwurbige Mittel zeihen, zumal Sle ſelbſt bei Gelegenheit Ihrer hieſigen Anſiedelung noch unwurbigere vergeblich verſucht haben. A pro pos! Hierbel fällt mir noch eine andere Ihrer Llebenswürdigkelten, Ihre Un— vantbarkeit ein. War es nicht Gnade, daß der Gemeinderath Sie als Ortobürger aufnahm, da Sle nicht im Stande waren, das geſetzliche Inferenbum nachzuwelſen und daher der Gemeinde Aus- ſicht machten, ihre Wohlthätigteit auf vie Nachkommen des Deren Mentmeiſters verbreiten zu muſſen? g Wenn Sie mich badurch, daß Sie einen Schreiber mich zu nennen belleben, nach dem Nachdruck zu ſchließen, den Sie auf jenes Wort legen, mich zu ernlebrigen gedenken, ſo iſt diet ebenſowohl eine neue Beſtätigung, Ihrer Geiſtesunbeholfenheit, als Ihres angedeuteten liebens⸗ würdigen Charakters. Was waren und ſind Sie noch heute troß Titel, Stlefel und Spornen mehr als eiu Schreiber, und dazu noch einer der“ Handwerk ziemlich pfuſcherhaft verſteht? Vaß Sie end lich anmaßend ſind, wer ſollte dieß, auch ohne das oben Geſagte aus Ihrem Inſerat nicht herausfinden Sie reden von meiner Gemeinde, als beanſpruchten Sie das Recht, ein großes M an die Syltze Ihres„mein/ zu ſeten; Sle ſind mit Ihrer großartigen Behauptung:„uin Folge Ihres Proteſt's/ mit den fünfzehn Unterſchriften habe die Gr. Reglerungskommiſſion den Gemeinderaths⸗ beſchluß als einen„unſinnigen“ zuruckgewieſen in demſelben Irrthum, dem jene gutnzuthige Heu⸗ ſchrecke verfiel, welche glaubte, der Heuwagen ſel vurch ihre Bemuhungen aus dem Sumpfe ge⸗ kommen, well et gerade vorwärts ging, als ſie ſich auf die Deichſel ſoztez Sie find anmaßeno, weil Sie Sich über Andere ein Urthell erlauben, die Ihr Schreiberverſtand nicht zu beurthellen fai it: Sie ſind anmaßend, weil Sie Behauptungen wie die:„die Gelſtelnde iſt dem Lehrer eine Wohnung ſchulr ig,“ in die Welt ſchicken, ohne Sich un die entſprechenden Geſetze zu erkun— dlgen. Kommen Sie doch zu mir, ich will Ihrem Kopfe den Art. 47, bes Allerhochſten Ebicts elntrichtern. Freilich, Sie von Ihrer Selte mögen eine Wohnung für etwas Geringfüglges anſehen, 51— deſſen ein Lehrer eine Gemeinde nicht in Unkoſten verſetzen ſollte. Aber Sle müſſen bedenken, vaßß nicht Zerermann, wie Sie auf Unkoſten eines des Leſeus und Schreibens unkundigen Vermie⸗ 255 in det Weiſe zu einer Wohnung kommen kann, daß letzterer nach 4 Jahren Miethzeit ſeine ohnung zurückerhält, aber außer dem Miethgeld noch 4— 500 fl. dazu verliert. Sie können den Leuten nicht wehren, pon bleſer Sache zu denken was ſie wollen. Uebrigens bemerke ich Euch, Ortsbürger von Obermörlen, der Herr Rentmeiſter Riedel wird auch als Gemeinderath c die ſchäoliche Perſon nicht ſein, die er Manchem dünkt. Nicht als ob es ihm an gutem Willen fehle; nach bleſer Seite wird er der Paſcha Seitz'ſchen Schule Ehre machen. Aber bus beſchrankte Maaß von Verſtand und Bildung, das ihm zu Theil geworden, und ſelne liebenswürdige blinde Aumaßung würde ſeine weltbegllickenden Pläne ſcheitern machen. Herr Niebel würde alsdann praktiſch zeigen, daß hohe Köpfe leer ſind und Reitpferbe und Sporne keinen Verſtand geben. a 4 Obermörlen den 24. Juni 1849. Burk, Lehrer. ——— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Sonntag n. Trinit. den 1. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Landmann. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Breither. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgklrche: Herr Candidat Römheld. Fruchtpreiſe. —— 27. Zuni. 115 Zuni. 14. Juni Gattung. Fr ied⸗ Die⸗ berg J Mainz] burg 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Walzen pr. Malter 84042 94 8 0 15 Korn„ 6— 5 4215— Gerſte„ 5, 440 419 4/15 Hafer„ 7 4301 414 2145 Polizei ⸗ Tage 8 für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Juni bis 6. Juli 1849. ————̃— 2. ü Fried- Butz⸗ 4 Brod-Preiſe. berg.] bach. 2 1 kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 2 14 2741 2 77 7 4 2 412 4 7, 7. 9 40 9 1477 Lth./ Eth. — Milchbrod 1 2 1 5 — Waſſerweck 115 ½½ — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 145% 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch 1 12 121 Ua eh Hemäſtetes—9—1 9— 1 aue 61* 991 a gemäſtetes 91— 1 8— 10 Rindfleiſch ungemäſtet. 7—(—— „ Kalbfleiſch 61—1 6 „ Schweinenfleiſch 11— 111— „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaafflelſch 47 „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt f 15— 16— „ Schwartenmagen 15— 16— „ Geräucherter Speck 24124 „Schinken f ne „Doörrfleiſch 171— 1181— „ Schweinenſchmalz, 25 ausgelaſſen 244— 24— una isgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 24— „ Hammelsfett 16— 116— Die Großh. Heſſ. Reglerungskommiſſion des Reglerungsbezirks Friedberg Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkelt von C. Bind ernagel in Friedberg. 23