ti In Fetiſch. ven a5 mit 2 Zi „Aachen, r abgegeben ur der 1849. u m a U. k. ommiſſio Allen, weh er d. J. decht anfragen(alt ſchenen)/ ſendes Aut machen, wi en ſchon bes Einkor det biertaß zolge habe 18⸗Bürea i M. 3. zeige. agel in Ftih ſeimniß icafion ſt 1 beliebig Branntu⸗ d berzuſtel⸗ Pu, Geheim 5 da atelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen 96. im Allgemeinen, 1 4 0 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 76. Sonnabend den 29. September 1849. Der Schmiedgacob hält einmal einen Spiegel vor. (Fortſetzung.). „Der Geheimerath hatte einen Sohn, der war Lieu⸗ tenant bei den rothen Huſaren, der war ſchlank und groß und über den Hüften ſo dünn wie eine Weſpe; hatte Beinchen wie ein ſpaniſches Röhrchen zum Klelderausklopfen, aber einen ſchwarzen Schnurrbart wie der Rieſe Goliath, und die Uniform ſtand ihm wie einer Puppe. Wenn der daher ritt mit dem prächtigen Dollman, dem blinkenden Säbel, dem wehenden Federbuſch auf dem ſchönen Tſchako, dann guckten ſich alle Stadrmädchen die Augen weit und ſagten: des Geheimeraths Fritz ſei doch ganz grauſam ſchön und müſſe die Mädchen verzaubern, weil ſie alle in ihn verliebt ſeien. i „Das wär Alles gut geweſen; aber er war ein Mäd⸗ chenjäger, ein lüderlicher Finke, ſo eine windbeutelige Lieu⸗ tenantsnatur. Der ſah ſchon am erſten Tage, daß es auf zwanzig Stunden kein ſchöneres Mädchen gab, als das Gretchen, und das Gretchen meinte: Nein, ſo einen bild⸗ ſchönen jungen Herrn habe ſie doch noch nicht geſehen, und der habe Augen im Kopfe wie pures Feuer; ſähe ihr auch immer nach u. ſ. w. „Und am Brunnen ſagte ſie zu ihrer Freundinn: „Karolinchen, der Herr Lieutenant iſt ein galanter Herr, der auch weiß, was ſchön iſt!“ „So?“ ſagte das Karolinchen⸗ „Nun, was brauch' ich's zu verhehlen?“ ſtüſterte Gretchen.„Geſtern ſagte er zu mir: Gretchen, Du biſt die ſchöͤnſte Roſe! und küßte mich; denk nur mal an!“ f„Was die Karoline ſagte, weiß ich nicht; aber der arme Samel, der zugehört hatte, hörte auch, daß Gretchen lachend ſagte:„Beſſer Neider, als Mitleider!“ Und ihr Lachen war recht höhniſch dazu. 0 „Da konnte ſich der arme Samel nicht mehr halten, trat zu ihr und ſagte:„Ach, Gretchen, die ganze Stadt ſpricht ſchon davon. Du gehſt auf böſem Wege. Gretchen Gretchen! denk' an Gott und bete: Fuͤhre mich nicht in Verſuchung! Der Lieutenant verführt Dich und Du wirſt elend!“ „Da hätt' Eins das Mäulchen hören ſollen! Sie nannte ihn: Pechvogel, Lump, Simpel, miſerablen Men⸗ ſchen und Gott weiß was, daß der ging, als hätt' ihn ein Hund gebiſſen. Er weinte die ganze Nacht, und da des andern Tags Sonntag war, trieb ihn die Herzensangſt hierher zu dem Wagner Philippjacob und ſtellt's ihm vor, daß er warne das eitle Mädchen, weil allemal Hochmuth vor dem Falle komme. „Der war ein ſtrenger, rechttſchaffener Mann, dem das, was der gute Samel ſagte, heiß zu Kopf ſtieg. Er macht ſich auf und geht Montags früh nach der Stadt. „Was es da für ein Gewitter gab, könnt Ihr denken; aber nicht jeder Blitz ſchlägt ein. 2 „Das Gretchen ſchimpfte auf den ſchlechten Verläum— der Samel, der ihr das Ueble nachrede, weil ſie ihn nicht leiden könne und er ihr überall nachlaufe u. ſ. w., und der Vater geht beruhigt fort. Der Herr Lieutenant aber blieb, unt der arme Samel konnte aus ſeinem Dachſtüb⸗ chen nicht mehr ſehen, wie er dem Gretchen nachſchlich, ſchnallt ſein Felleiſen und geht in die weite Welt, weil ja Alles, was er verſuchte, nichts half. Vier Wochen ſpäter zog der Herr Huſarenlieutenant wieder in die Gar⸗ niſon und zwei rothgeweinte Augen ſahen ihm nach und — wurden nicht mehr trocken. „Laßt mich über Allerlei weggehen, was die Leute redeten; nur das will ich Euch ſagen, daß Geheimeraths das Gretchen fortſchickten. Heim konnte ſie nicht gehen. Da ging ſie in die Garniſon zum Herrn Lieutenant, der ſie ja heirathen wollte; aber der jagte ſie mit der Reit⸗ peitſche zur Thüre hinaus. Wie eine Verzweifelnde lauft das Gretchen zurück zur Stadt und findet endlich bei der Miethfrau, die ſie in Geheimeraths verdingt hatte, fur ſchweres Geld eine Unterkunft. Da ſtrickt und näht ſie fürs Geld oder auch für ſich. „Als ſie aber endlich eines Knäbleins genaß, mußte ſie fort aus der Stadt, wo man ſie nicht duldete; mußte heim, hier ins Dorf. Ihren Eltern, den Dorfleuten ſollte ſie unter die Augen treten mit ihrer Schande! Wie konnte ſie das? „Aber es blieb nichts Anderes übrig, und da die Mittel zu Ende gingen, die ſie ſich erſpart, und ſie nun nicht mehr ſo viel arbeiten konnte, als ſie es früher ver⸗ mocht, blieb auch der Verdienſt aus; machte ſie ſich daher mit dem blutenden, verzweifelnden Herzen auf, läßt ihre Kiſte und ihre Kleider im Verſatz für die Hausmiethe und wandert mit ihrem Kindlein zum Thore hinaus. Was erwartete ſie hier im Dorfe? „Ach, du Gott, ihr Vater raſete; ihre Mutter weinte ſich ſchier blind. Einige dauerten ſie; Andere ſagten: Hoch⸗ muth kommt vor dem Fall! Noch Andere: Sie hat's an dem armen, guten Samel verdient! Noch Andere waren noch härter. 5 N—: 8 „Sie wußte das Alles ganz genau allein ſie mußte fort aus der Stadt, ſonſt wurde ſie mit Schandarmen auf dem Schub heimgebracht, das wäre noch ſchlimmer geweſen. „Wie's in ihrem Herzen ausgeſehen? Ja, ja! Der Friede war adje! und die Qual der Hölle war hineinge— zogen. Entehrt war ſie vor der Welt. Sie wußte, wie man im Dorfe dachte; wußte, daß ſie zu den Mädchen nicht kommen, mit ehrbaren Frauen nicht umgehen durfte; daß ſie in der Kirche in den Stuhl gehen mußte, der für Weibsleute ihres Gelichters beſtimmt war. Und im Vater⸗ haus? O, da wußte ſie ja auch, was es gab. Zu ſpät hatte ſie verſtändigen Gedanken Raum gegeben, und manch⸗ mal trat der verſchmähte Samel vor ihre Seele, der ſie gewarnt, voll treuer Liebe gewarnt hatte, wie ein guter Geiſt. (Schiuß folgt.) Einige Worte uber eine vaterlaͤndiſche Angelegenheit, zur Berückſichtigung für die demnächſtigen Landſtände 5 des Großherzogthums Heſſen. Von A. Weller zu Wölfersheim. Nachbarlich wohnet der Menſch noch mit dem Acker zuſammen Seine Felder umruhn friedlich ſein ländliches Dach. Glückliches Volk der Gefilde, noch nicht zur Freiheit erwachet, Theilſt du mit deiner Flur fröhlich das enge Geſetz. Deine Wünſche beſchränkt der Erndte ruhiger Kreislauf, Wie dein Tagwerk gleich windet dein Leben ſich ab. Schiller. Unter allen Verhältniſſen, wie ſie ſich von März 1848 bis hierher geſtaltet haben, ob zu Gunſten einer Reaction, durch eine Camarilla, wie ſie ſich faſt in allen Dörfern vorfindet,— oder einer rohen republikaniſchen Parthei, die ebenfalls faſt in jedem Dorfwinkel zu finden iſt; unter allen Beſtrebungen dieſer Art, vertraue ich immer noch auf das deutſche Volk— und lebe der Ueberzeugung, daß am Ende alle in's Verderben führende Projecte in ihr Nichts zurück⸗ fallen und ein geſunder geſetzlicher volksbeglückender Zuſtand an den Tag treten wird. In dieſem Vertrauen alſo bringe ich eine Angelegen⸗ heit oͤffentlich zur Sprache, um vielleicht dadurch allgemeine Sympathien dafür zu wecken und namentlich die nächſte Ständekämmer auf die Sache aufmerkſam zu machen. Als das ehemalige deutſche Reich noch exiſtirte, waren bekanntlich viele Fürſten und Grafen, wie es genannt wurde, reichsunmittelbar, d. h. ſie waren in gewiſſen Stadthalter⸗ ſchaften(ſpäter Herrſchaften) die erſten kaiſerlichen Be⸗ amten, niemals aber konnte ihnen rechtlich der Charakter „ſouverän“ beigelegt werden, wiewohl es leider notoriſch iſt, daß ſie die Herrſchaft oder Macht an ſich riſſen und dadurch zum Verfall des deutſchen Reichs weſentlich bei⸗ 3 bis daſſelbe als morſches Gebäude ganz zuſammen⸗ ürzte. a Dieſe reichsunmittelbare Fürſten waren alſo hiernach nur die erſten Beamten des Kaiſers und erhielten ſie als ſolche Belohnungen, theilweiſe darin beſtehend, daß ſie mit kaiſerlichen Reichsgütern und ſonſtigen Privilegien, welche Letztere ſie ſich dann auch anmaßlich ſelbſt ſchafften, belohnt wurden, wovon ſie den Abnutzen zu beziehen hatten. Nachdem nun das deutſche Reich zuſammengeſtürzt oder aufgelöſt war, ſo blieben dieſe Fürſten ꝛc. im ungeſtörten Beſitz dieſer Reichsgüter und Privilegien(Belohnungen für Dienſtleiſtungen) und ſind es noch, unter dem Titel wohl⸗ erworbener Eigenthumsrechten. Bei der neuen Geſtaltung der nationalen Angelegen— heiten, bei der kräftigen und beharrlichen Auferſtehung des Volks wird daher als nationale Frage aufgeworfen: gehoren dieſe Güter als Eigenthum dem deutſchen „Reich und können ſie als ſelche als heimgefallen verklärt werden, unter der ausdrücklichen Bedin⸗ „gung, daß ihren jetzigen Beſitzern, rechtlich nach⸗ „zulaſſen ſei, diejenigen Güter, worüber ſie urkund⸗ „lich ihr Privateigenthum nachweiſen können, in „ihrem ferneren eigenthümlichen Beſitz zu belaſſen „Aſein muüſſen?. Eine weitere ganz ähnliche Nationalfrage wird ſich ferner aus folgender Darſtellung ergeben. Bei Säculari⸗ ſation der deutſchen Klöſter durch den Kaiſer Napoleon, wurde durch ein Manifeſt ausgeſprochen:»die Klöſter haben aufgehört und- ihre Revenuen fallen den einſchlägigen Landen (Territorien) anheim.“ 95 Die Aufhebung der Klöſter iſt thatſächlich bekannt, allein ihre Revenuen ſind ein anmaßliches Eigenthum von Privaten geworden. Die Fürſten und Grafen, welche ſich ehemals Reichsfürſten nannten, haben dieſes unermeßliche Vermögen im Beſitz und betrachten ſolches ebenfalls als ihr wohlerworbenes Eigenthum. Die Gründe, die ſie in dieſes Beſitzthum geführt und allgemein verbreitet worden ſind, beſtehen darin, daß dieſe Kloſtergüter⸗Entſchädigungen für Beſttzungen ſeien, die ſie auf dem linken Rheinufer verloren oder, wie ebenfalls häufig verlautet, ſie ſeien Entſchädigungen für die verlorene Souveränität. i 10 15 In beiden Fällen ſtünden aufklärende Beweiſe zu ex⸗ warten, namentlich des Rechtsgrundſatzes eingedenk: daß 1 Rechte des Volks keiner Verjährung unterworfen ſein önnen.“ f N ee Ju beiden Fällen aber ſtünden 14 u beiden a die ehemaligen Reichs⸗ fürſten und. Grafen, auf einem ihnen günſtigen Rechtsboden, denn im Ardbetrgcht der verlorenen Beſitzungen auf dem linken R einufer, dürfte ihnen der Beweis nicht ſchwer fallen, und im Anbetracht der verlorenen Souveränität, durften ſie die Ausfechtung der Sache dem Koͤnig Louis Philipp und ſeinen Collegen überlaſſen, die in dem nämlichen Fall ſind, und, würde man ſich einem deßfallſigen Urtheil auch in Deulſchland unterwerfen.„„ Auch überläßt man dieſen Lehn⸗ und Kloſtergüter⸗ beſitzern von dem Tünewiller Friedensſchluß, auf den ſit bezogen werden will, Gebrauch zu machen. Dieſer Friede iſt zwiſchen Oeſterreich und der franzöſiſchen Republik unter dem 9. Februar 1801 abgeſchloſſen und am 16. März deſſelben Jahres in Paris ratificirt worden, und iſt darin allerdings die ſchmählige Beſtimmung getroffen, daß alle deutſche Reichsfürſten, die am linken Rheinufer etwas ver⸗ loren haben, auf Koſten Anderer im deutſchen Reiche ſelbſt entſchädigt werden ſollen. 3 Hiernach fragt ſich's alſo ganz klar, wer hat verloren und wle und von wem iſt er rechtlich entſchädigt worden?!— N werden den fraglichen Beſitzern dieſer deutſchen Reichslehen und Kloſtergütern die Beſtimmungen des Rheinbundes, die am 12. Juli 1806 in Paris ge⸗ ſchloſſen und am 16. Juli deſſelben Jahres. von Napoleon beſtaͤtigt wurden, zur beliebigen Geltendmachung überlaſſen. „Es, pill ſich von Seiten dieſer Eigenthümer auf dieſe Rheinbünds urkunde auch berufen werden, allein dieſes ſcheint lauter Blehpwerk zu ſein, denn nach dieſer Urkunde blieben den medigliſirten Fürſten und Grafen alle jene Rechte, die maße ane zur Oberhoheit gehörten, namentlich die Patrimöniälrechte, die Privatvermöͤgensrechte, alle Dom ä⸗ nen, die bürgerliche und peinliche Gerichtsbarkeit ꝛc. ꝛc. vorläufig überlaſſen und iſt denn auch ſeitdem in dieſer Sache wenig oder nichts geſchehen. 2 bd Wenn alſo aus dieſer Urkunde ausdrücklich hervorgeht, daß die Domänen ihnen vorläufig überlaſſen bleiben ſoll⸗ ten, daß aber in ſpäteren Zeiten die Domänenfrage in ſüͤd⸗ ige E Peulſhel, Walhnd gaſcheine mit 4 rec 2 Mrinci ſchieden leſt,! ſſtandes im de Antwo güter Del hen, N belaſſen wird ſich daͤculari⸗ lapoleon, ter haben n Landen bekannt, dum von elche ſich tmeßliche s als ibr in dieſes den ſind, ungen für verloren adigungen ſſe zu er⸗ :„daß yerfen ſein en Neichb⸗ echtsboden, auf dem h ſchwer peränität, nig Louis namlichen es Urtgeil leſtergüter uf den ſc ieſer rice ublik unte 16. Min ad iſt dall 1 dutſchen conſtitutionellen ze von den Kammern zur. 0 erhandlung gezogen worden iſt, eſcheinen, daß di ene rechtliche Entſcheidung erwartet werden darf. Wird nach dieſen Andeutungen woft den Landſtänden. ene deſe Sache in Verhandlung genommen und nach rechtlie r ſelbſt verſteht, glücklich ent— Jrincipien, wie ſich das von ſhieden, ſo wäre damit eine anderweitige große Frage ges- üſt, nämlich die Frage: wie wird der Druck des Miktel⸗⸗ ſandes gemildert und wo nehmen die Staaten Geld 8 im dem faſt allgemeinen Nothſtand entgegenzutreten?— Untwort!: durch- die Veräußerung züter würden ungeheuere Summen gewonnen kann es nicht a i alte Domänenfrage anregt, indem mit der neueren deßfallſigen Frage conner iſt und darüber 319 — uffallend Reſultate erreicht werden, die in der Geſchichte Deutſchlands⸗ 0s böchſt denkwärdig krſcheinen werden... . — Markt Bericht. Friedberg, am 26. September 1849. 1— r . e ene Aufgefahrenf Verkauft[ Mikte 1227 Gattung. würden wurden ö Mee ö u bes ne e ee e ee 9 1 7 7 Korn 2 935555 81 4 9 Gerſte 2 10 998 3 40 der Lehn⸗ und Kloſter⸗ 1** 4 4 36 und ſomit Kartoffeln. 2 1— Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. NN Bekanntmachung. (14500 Die Lieferung nachſtehender Bedürf⸗ giſſe für die Menage hieſiger Anſtalt auf das Jahr 1850 ſoll an die Wenigſtfordernden ver⸗ geben werden, und zwar: 5 l. im Wege öffentlicher Verſteigerung: 1) eine Quantität Kartoffeln, 2 1200 Stück Weißkraut, ) 1200 Würfing, 4) 20 Centner untererdige Kohlraben, 5) 20„ gelbe Rüben, 60) 2„ Zwiebeln, 7) 25 Ohm Sauerkraut, II. im Soumifſionswege: 8) 60 Centner Erbſen, — 1 N 9) 50 weiße Bohnen, 10) 25,„ Linſen, s 11) 10„Reiß, 10 20„ geſchälte Gerſte, 5„ Heidegrütz, 14) 21„ Hirſen, 150 36„ Weißmehl, 16) 25„ Waizengrütz, . ſpaniſche Nudeln, 18) 8„ gedörrte Zwetſchen, 10) ½%„ Pfeffer, 20) 28.„ Butter und 210 40 Maas Branntwein. Die Verſteigerung der unter I. von bos. 1 bis einſchließlich? bemerkten Gegenſtände ſoll Montag den 1. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial-Büreau dahier in kleineren Abtheilungen ſtattfinden und zur Ein⸗ reichung der Soumiſſtonen über die unter II. von Nr. 8 bis 21 aufgeführten Bedürfniſſe iſt eine Friſt bis zum 2 Oktober l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, anberaumt, wovon man die In⸗ tereſſenten mit dem Bemerken in Kenntniß ſetzt, daß die Lieferungs⸗-Bedingungen auf dem Direc⸗ torial⸗Büregu dahier vor den bezeichneten Ter⸗ minen eingeſehen werden Soumiſſionen, mit der erforderlichen Aufſchrlft verſehen, verſiegelt und portofrei daſelbſt abzu⸗ geben ſind. 6 5 Marienſchloß am 17.. 1849. Der Verwalter Bauer. Verlooſung Stadt Niddaer auporteur Obligationen. (1476) Bei der am 22. d. Mts. ſtattgefun⸗ denen 11. Verlooſung des durch das Handlungs⸗ haus Herrn Simon Lindheimer in Friedberg ad 65000 fl., à 3¼½% Zinſen negoclürten Anlehens hieſiger Stadt, wurden folgende Nummern: Lit. C. Nr. 127 und 154, 4 200 Gulden, zur Rückzahlung auf den.. ſtimmt. Dieſes wird den Intereſſenten mit können und daß die Dezember d. J. be⸗ dem Bemerken mitgetheilt, daß es ihnen frei ſteht, ven Betrag bei obigem Handtungshaus oder an der Stadtkaſſe dahier in Empfang zu nehmen, ſowie daß vom 1. Januar 1850 an keine weiteren Zinſen vergütet werden. 0 Nidda den 25. September 1849 Der Groß. e ee d. 3 Der Gr. Beigeordnete 1 n R̃oſteh. . Verſte iger un g. (1477 Montag den 8. Oktober, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Heinrich Bender'ſchen Immobilien nochmals meiſt⸗ dietend verſteigert. am 25. September 1849. Friedberg. am 2 Ser Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 8 Main ⸗ Weſer⸗Eiſenbah ne f (1478) Dienſtag den 2. Oktober d. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr ſollen auf bieſigem Rathhauſe die für Anfertigung von Oelſtändern erforder⸗ lichen Arbeiten, als: a f Küferarbeit, beranſchlagt zu 96 fl.— kr. Spenglerarbeit.%„„ 140„ 24 Weißbinderarbeit“ 32„ 30 unter den, bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 262 September 1849. der Section Friedberg Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (14719) Dienſtag den 2. Ottober d. J. Vor⸗ 10 Uhr werden auf hieſigem Rgathhauſe Bahn⸗ mittags die mit Anferligung der Abſperrung im hofe dahier verbundenen Arbeiten, als: Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 54 fl. 45 kr. a 1 3 12% 34/ 03„ bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen öffentlich an den Schloſſerarbeit 1 Weißbinderarbeit„5 unter den, verſteigert- Wenigſtnehmenden 26. September 1849. Friedberg am Der Groß h. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer ⸗ Eiſenbahn. Section Gießen. (180 mittags um 11 Uhr, dahier die ſchlagt zu 1966 gegeben werden. Gießen am 24. September 1849. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur Eicke meyer. Der Gr. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur Montag den 8. Oktober, des Vor⸗ ſollen an der Wieſeckbrücke Behufs der Herſtellung eines neuen Bachbettes vorzunehmenden Erdarbeiten, veran⸗ Gulden, öffentlich in Akkord Arbeits- Verſteigerung. (1481) Künftigen Dienſtag den 2. Oktober, des Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Höres dahier nachbengunte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu rr. 2) Grabenarbeiten, in den Wieſen a gegen Bauernheim hin 25„— 3) die Anlieferung von 12 Bütten Kalk 18„— 4) die Anlieferung von 0,5 Cubik⸗ klafter Sand 12 5—„ 5) die Anlieferung von 0,5 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen 15„— Oſſenheim den 25. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko pp. Aufnahme eines Capitals. (1482) Die Gemeinde Florſtadt iſt willens ein Capital von 3000 fl. aufzunehmen, um ein gleich großes damit abzutragen. Reflectirende wollen ſich hierauf baldigſt an Unterzeichneten portofrel wenden. Florſtadt den 24 September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 9 pee Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum V erkaufen. (1415 Vier ſchöne 2jährige Faſelochſen, von Original Holländer Race, ſtehen zum Verkauf bei Carl Friedr. Pelſch zu Niedererlen⸗ bach bei Frankfurt a. M. N Einladung. (1468) Sonntag den 30. d. M. und Montag den 1. Oktober, als an den Tagen des Kirchweihfeſtes dahier, iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik durch die Regimentsmuſik des Kur⸗ fürſtlichen 5. Infanterie⸗Regiments anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim im September 1849. f D. Fritz. Blauer Vitriol (1472) in beſter Qualität bei 5 Wilhelm Fertſch. Hauptverſammlung der Turn⸗ 1 gemeinde (1488) Samſtag den 29. September, Ab 8. Uhr, bei G. Gerlach. A Die Heuer- Verſicherungs-Geſellſchaft — 846 1 „Colonia“, (1339) welche durch die Verordnung vom 28. November 1847 der nag er Geſellſchaft, als ein inlänviſches Inſtitut des Großherzogthums ö gleichgeſtellt wurde, bietet die l und Vortheile dar, 10 jene Geſellſchaft, Die unte önnen bei denſe Verficherung eichneten Agenten find zur Annahme von Verſicherun Gegenſtände e und 75 Ertheilung jeder gewünſchten Auskun en Garantieen Hunke, in Hungen. 8 Ruths, in Friedberg. Friedberg a Als neuer Beleg W e für vie vortrefllche Wirkſamkeit und Hellktaft der welthetannten und berühmten Goldbergerſſchen * Kaiſerlich Königlich Allerhöchſt privilegirten Galvano- elecirischen Rheumulismus-Heiien, weiche in einzig und allein bei P. F. Schmittner ſtets echt und (148) unverfalſcht zu den feſtgeſtellten Fabrikspreiſen vorräthig find, mögen, ſtatt den Eigenlobes, nachſtehende Zeugniſſe hochachtbarer Perſonen dienen. 124 Seit zwölf Jahren litt ich an gichtiſchen Be⸗ ſchwerden und ſtarker Anſchwellung des einen Knies, welches mir zum Oeftern nicht allein dedeutende Schmerzen verurſachte, ſondern mich auch im Gehen behinderte. Durch die Anwendung und das unausgeſetzte weimonatliche Tragen der Goldberger'ſchen fende aber iſt nicht allein fener Schmerz gänzlich, ſondern auch beinahe die Auſchwellung des Knies ver⸗ ſchwunden, welches ich hiermit zu meiner großen Freude und gern dem Herrn Goldberger be⸗ ſcheinige g ee den 6. Juli 1849. (L. S.) du Troſſel, Königl. Preuß. Oberſt, Brigadier der Land- Gensdarmerie, Ritter des Rothen Adlerordeus, ſo wie des eiſernen Kreuzes ꝛc. Auf Verlangen beſcheinige ich hiermit, daß die im April 1848 von mir gekaufte Goldber⸗ ger'ſche galvano⸗electriſche Rheumatismus⸗Kette mit ſehr gutem Erfolg don meinem Manne ſeitdem getragen worden iſt, weßhalb ich die oben benannte Kette allen Leidenden beſtens empfehlen kann. u Wiesbaden den 24. Februar 1849. Pauline Hergenhahn, 5 Gemahlin des Miniſter Präſidenten im ö Herzogthum Naſſau. 5 Vor etwa 4 Wochen habe ich eine Goldber⸗ ger'ſche Rheumatismus⸗Kette von Ihnen erhal⸗ ten, welche bei meiner Frau, die an ſehr hef⸗ tigem Zahn⸗ und Teer im Kopfe litt— beides, wie es uns ſchien, rheumatiſchen Ur⸗ ſprungs, die vortrefflichſte Wirkung gethan hat, indem ſie vom Tage an, wo ſie die Kette an⸗ legte, von allen Schule frei geblieben iſt. Dieſen guten Erfolg kann ich gelegentlich zu rühmen nicht unterlaſſen. a Gebbardsheim, den 15. Mai 1849. Franz, evang. Pfarrer. Die Goldberger'ſche Rheumatismus⸗Kette, die ich vor einigen Tagen für einen Freund bezog, hat ſo vortreffliche Wirkung) daß ich hoffe, den⸗ ſelben binnen Kurzem hergeſtellt zu ſehen. Bergen bei Kirn a. d Nahe, den 29. Mai 1849. Fr. Flick, Pfarrer. Tanzunterricht. (1485) Auf vieles Verlangen beabſichtigt Unterzeichneter von kommendem Mittwoch an Tanzunterricht in den neueſten und modernſten Tänzen zu ertheilen. Die Annahme der Schüler geſchieht kommenden Dienſtag, Nachmittags um 4 Uhr, im Gerlach'ſchen Saale. Das Honorar für 16 Billet, iſt 2 fl, 3 11 CE. De mu t. h, g Hofs Muſikus und Tanzlehrer im Churſaal zu 5 Homburg. uz Nauheimer Teichhaus: (1486) Sonntag den 30. September und Montag den 1. Oktober wird auf hieſigem Teich⸗ hauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert. In⸗ dem ich meine 171 5 Freunde zu dieſem Ver⸗ gnügen höflichſt einlade, bemerke ich zugleich, daß ich für gute Weine und Speiſen— beſonders vorzügliche Karpfen— wie auch für gute Maſik beſorgk ſein werde Aae g N Nauheim den 25. September 1849. E„int s nag gt m ee N NE 0 —— bn% G Nreis, 42 kt l 1 ö zin Friedberg.„ 0 1 Alen fer a gel! (1487) Wird die unverſchämte Wolluſt eines verſtockt Verblendeten und eines viel verliebten Burgfräuleins, unter kräftiger Mitwirkung ihrer bange Mutter, auch der geſetzlichen Recht⸗ ertigung Trotz bieten können 21“ Leite rariſche Anzelge e 11488) Eo eben i erschienen: Zum Schutze wier bir Ebolera. eee Keen 1 Profeſſor der Medien e. Vorräthigz bei E. Bindernagel 5 31 1 g 14842 6⸗Anträgen auf bewegliche bereit. Antragbogen zur ben unentgeldlich in Empfang genommen werden.. Friedberg und Hungen den 26. September 1849. 28 Die Agenten der. Colonia: Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 17. Sonntag n. Trinit. den 30. Septbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: 1 b Herr Stadtpfarrer Sell. f Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: 123 Herr Stadtpfarrer Fertſch. 6 Vormittags predigt in der Burgkirche: 15 Herr Diaconus Baur. 5 Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Frucht preiſe. 21. Sep. 1 26. Sep 14. Sep. Gattung. Fried⸗; Die⸗ ö berg J Mainz] burg 5„fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 640 7 144 6 20 Korn„, 15 4521 5 31 4 10 Gerſte 7. 7 3 40* 3 54 3 30 Heer„ 2140 2457 215 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Sptbr. bis 5. Oktbr. 1849. S I dried⸗ Butz⸗ 5 Brodepreiſe. dere dg e kr. pf. I rt pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 12* 2— 2 77/ 4— 4— 4 7, 81— 8.— „ 1 Lth.“ eth. — Milchbrod 165 106 —Waſſerweck g 146 5 — Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 16% 16% . Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch adetes 12— 12— üähfleiſch! gemäſtetes 9—1 9— „Kühfleiſch gema Se :; gemäſtetess 9— 8 25 Nasse age 7.——— „Kalbfleiſch 8— 181— „Schweinenfleiſch 12— 1124— „ Hammelfleiſch 68— 9— „ Schagaflfleiſch 7.——— Wurſt v.blos Schweinen 14.— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 16— 16— „Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 174— 17— „Dörrfleiſch 16— 17— % Schweinenſchmalz, 5— 5 ausgelaſſen 24.— 24— unausgelaſſen 20— 120— „Nierenfett S eee. % Hammelsfett 16——— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter J * Bien dier Seip vel. Gedruckt und verlegt unter Ver antwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. 4 —— S 5 2