Dres * Sing Schafe, N Gegen. 1 gegen Aan en genwart- dart und Gebieten le, des Alungen Dolhſch * tſchtift. Binder — — 3 nte lli g0 a Provinz en für die Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. . 38. Sonnabend den 28. Juli 1819. . Amtlicher Theil. N Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg 21 an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens⸗ darmerie des Regierungsbezirks. Betreffend: Diebſtahl in der katholiſchen Kirche zu Holzhauſen, Regie⸗ 5 rungsbezirks Friedberg. In der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. ſind aus der katholiſchen Kirche zu Holzhauſen folgende, zum Gottes dienſt geweihte Gegenſtände entwendet worden: 1) ein Kelch mit Patene und Löffelchen von Silber, 22 Loth ſchwer, ſchlecht vergoldet und ſchwarz angelaufen; der Kelch iſt klein(etwa /“ lang) und ohne allen Zierrath glatt gearbeitet, überhaupt unanſehnlich. 2) Drei runde Oelgefaße, jedes ungefähr 3“ hoch und höchſtens 1½“ ĩ im Durchmeſſer, oben und unten gleich weit, ganz glatt gearbeitet. Zwei dieſer Gefäße ſind von Kupfer, 10 Loth ſchwer und in einem Stück gearbeitet, beide durch einen daran befeſtigten Deckel geſchloſſen, auf deſſen innerer Seite die Buchſtaben G. und S. eingravirt ſind, jo daß über jedes Gefäß einer dieſer Buchſtaben kommt. Das dritte Oelgefaͤß iſt von Silber, 2½ Loth ſchwer, den Deckel kann man abnehmen, auf ſeiner äußeren Seite iſt der Buch— ſtabe I. eingravirt. Sie werden angewieſen, der Entdeckung genannter Gegenſtände alle Aufmerkſamkeit zu widmen und eintreten⸗ den Falls Anzeige an uns zu erſtatten. Friedberg den 24. Juli 1849. a Ouvrier. Bekanntmachung, die weſentlichſten aus Wechſeln hervorgehenden Ver⸗ bindlichkeiten und deren Folgen betreffend. Die deutſche Wechſelordnung— das erſte Werk der allgemeinen deutſchen Geſetzgebung— hat vom 1. Mai dieſes Jahrs an für ganz Deutſchland Geſetzeskraft erlangt, und die bisher in den einzelnen deutſchen Staaten hinſicht⸗ lich des Wechſelrechts beſtandenen Geſetze, deren Verſchieden⸗ artigkeit von den nachtheiligſten Folgen war, ſind abgeſchafft. N 1 1 1 191 Durch das unter dem heutlgen erlaſſene Ausführungs⸗ geſetz ſoll im Großherzogthume der Uebergang von dem bis herigen Rechte zum neuen Wechſelrechte vermittelt werden, und zugleich iſt für die Provinzen Starkenburg und Ober⸗ heſſen ein abgekürztes Verfahren in Wechſelſachen eingefühtt. So iſt in dieſen belden Provinzen durch das neue Geſetz, in der Provinz Rheinheſſen durch die daſelbſt forkbeſtehende Proceßgeſetzgebung, der ſchleuuigſte Pröceßgang aklen Forderungen gewährt, welche auf den als Wech⸗ ſel bezeichneten Urkunden beruhen, und für die Erfüllung ſolcher Verpflichtungen haftet der Wechſelſchuld⸗ ner nicht blos mit ſeinem Vermögen, ſondern auch mit ſeiner perſon. Dem, welcher zu ſeinen Unter“ nehmungen des Credits bedarf, iſt dadurch, daß er feinem Gläubiger erhöhte Sicherheit bieten kann, das Creditnehmen erleichtert, wie dies zur Forderung des Verkehrs nothwen⸗ dig iſt. Nach der neuen Geſetzgebung koͤunent aber nicht nur Handelsleute wechſelrechtliche Verpflichtungen eingehen, ſondern jetzt iſt Jeder wechſelfahig, der ſich durch Verträge verbinden kann. Dieſe allgemeine Wechſelfähtgkeit bezieht ſich nicht blos auf die Perſonen, welche zuerſt das Wechſel⸗ geſchäft eingehen, ſondern umfaßt auch alle diejenigen, welche mit dieſem Geſchaͤfte ſpater auf eine im Wechſel⸗ geſetze beſtimmte Weiſe in Berührung kommen. Ein ſo einfaches Mittel, ſich ſtreug zu verbinden, kann, falls es unrichtig aufgefaßt oder leichtſiunig gebraucht wird, ſehr nachtheilige Folgen haben, beſonders wenn Ver⸗ ſchmitztheit und Habſucht ſich vereinigen, um die Unerfahren⸗ heit, den Leichtſinn und die angenblickliche Verlegenheit aus“ zubeuten. Es wäre zu beklagen, wenn ein zur Hebung des Handels und der bürgerkichen Nahrung eingeführtes Nechts⸗ inſtitut zur Verſchleierung von Wucher und Betrug miß⸗ braucht würde. Die Staatsregierung ſſeht ſich daher um ſo mehr veranlaßt, die Staatsangehörigen auf die weſent⸗ lichen Folgen der wechſelrechtlichen Verbindlichkeiten auf⸗ merkſam zu machen, als beide Kammern der Stande den Wunſch ausgeſprochen haben, daß die Regierung eine ſolche Bekanntmachung erlaͤſſen möge. I. Form des Wechſels und Hauptverbindlich⸗ keiten aus demſelben. Zum Weſen des Wechſels gehört, daß der Urkunde durch Einſchaltung des Worts„Wechfel“ Wech⸗ ſelkraft beigelegt wird. Wechſel ſind entweder gezogene, oder eigene Wechſel. 1) Gezogen heißt der Wechſel, wenn Jemand an⸗ S—— — 246— gewieſen wird, eine beſtimmte Summe Geldes zu einer ge⸗ wiſſen Zeit an einen Dritten auszubezahlen. Die hierbei vorkommenden Perſonen ſind: der Ausſteller der Urkunde, der erſte Inhaber und der Bezogene, dem der Ausſteller die Zahlung an den Inhaber aufträgt. In der Regel lautet der gezogene Wechſel alſo: „Den 1. Juli dieſes Jahrs, oder acht Tage von „heute, oder nach Sicht, oder acht Tage nach „Sicht, oder die letzte Frankfurter Meßwoche „zahlen Sie gegen dieſen meinen Wechſel(Wech⸗ „ſelbrief) an N. N. oder an die Ordre von „N. N., oder an N. N. oder deſſen Ordre, die „Summe von tauſend Gulden. a „Darmſtadt, den 10. Mai 1849.. Herrn X. in Frankfurt a. M.(Name des Ausſtellers.) a) Der Ausſteller eines ſolchen Wechſels hat vorerſt dafür zu ſorgen, daß der Bezogene den Wechſel wirklich annimmt(acceptirt). Hat der Ausſteller hierfür keine Vorkehrung getroffen, ſo läuft er Gefahr, ſelbſt wenn der Zahlungstermin weit hinaus geſtellt iſt, alsbald Sicher⸗ heit ſtellen zu muͤſſen, denn der Inhaber des Wechſels kann, wenn nicht ausdrücklich im Wechſel ein anderes beſtimmt iſt, zu jeder Zeit den Wechſel zur Annahme vorzeigen (präſentiren). Will der Bezogene den an ihn ergangenen Auftrag zu zahlen annehmen, ſo ſetzt er auf irgend einen Theil des Wechſels die Worte:„angenommen N. N., oder er ſetzt nur ſeinen Namen auf die vordere Seite des Wechſels. Er iſt nunmehr die Hauptperſon, an die ſich der Wechſelgläubiger hält, und von welcher er jedenfalls vorerſt die Zahlung fordert. Die Annahme gilt, wenn ſie nicht ausdrücklich auf eine geringe Summe be⸗ ſchränkt iſt, für den ganzen im Wechſel angegebenen Betrag. ph) Dadurch, daß die Acceptation des Wechſels erfolgt, iſt der Ausſteller deſſelben noch nicht der ſeiner Seits über⸗ nommenen Verpflichtung enthoben; ſondern wenn der Be⸗ zogene am Verfalltage nicht bezahlt, ſo läßt der Wechſel⸗ Inhaber hierüber eine gerichtliche Urkunde(Proteſt⸗Zah⸗ lung) aufnehmen, und kann e den Ausſteller mit Wechſelſtrenge zur Zahlung anhalten. a 09 Der eilte Vobhe des Wechſels kann den Wech⸗ ſel für ſich behalten und ihn zur Verfallzeit ſelbſt eincaſſiren; er kann aber auch den Wechſel, und mit ihm die Wechſel⸗ rechte einem Andern übertragen. Dieſes geſchieht dadurch, daß er auf irgend einen Theil des Wechſels die Worte ſetzt:„Für mich an N. N. und ſeine Namens⸗ unterſchrift beifügt, oder dadurch, daß er auf die Rückſeite des. Wechſels nur ſeinen Namen ſetzt ohne irgend eine Vormerkung. So wie in erſterem Falle der bezeichnete N. N., ſo iſt im zweiten Falle jeder Beſitzer der mit der blanken Namensunterſchrift verſehenen Urkunde ohne weiteres berechtigt, die Wechſelrechte auszuüben. Dieſe Uebertragung nennt man Indoſſament. Ganz ſo wie der erſte In⸗ haber ſeine Rechte auf die oben angegebene Weiſe uͤber⸗ tragen kann, ſo kann es auch der zweite, dritte u. ſ. w. Jeder Indoſſant haftet ſowohl dafür, daß der Wechſel gehörig acceptirt, als auch dafür, daß derſelbe zur rechten Zeit gehörig bezahlt werde. Wenn er daher beim Verkaufe des Wechſels einen bedeutenden Nachlaß bewilligt, weil er den Ausſteller und den Acceptanten für nicht zahlungsfähig genug hält, ſo ſetzt er ſich einem ſichern Verluſte aus, denn mag er auch für ſeinen Wechſel wenig bekommen haben, ſo muß er doch im Wechſelproceß ſeinen Nachmännern den vollen Wechſelbetrag bezahlen, falls er nicht ſeinem Indoſſa⸗ mente die Worte„ohne Gewährleiſtung/ beigefügt hat. d) Für den Ausſteller des Wechſels, fuͤr den Bezogenen der angenommen hat(Acceptanten), oder auch für die In⸗ doſſanten kann man ſich wechſelrechtlich als Bürge ver⸗ pflichten. Der Wechſelbürge haftet ganz ſo, wie der, für den er ſich verbürgt hat, ohne daß ihm die Rechtsbehelfe zur Seite ſtehen, die in anderen civilrechtlichen Verhältniſſen den Bürgen ſchützen. 2) Der Wechſel heißt„eigener Wechſel,“ wenn der Ausſteller verſpricht, ſelbſt eine beſtimmte Summe Geldes an Jemanden auszuzahlen. Ein ſolcher Wechſel lautet: „Gegen dieſen meinen Wechſel(Wechſelbrief) zahle ich an N. N. oder an die Ordre von N. N. oder an N. N. oder deſſen Ordre, den 1. Juli dieſes Jahres(oder wie oben bei dem gezogenen Wechſel) die Summe von tauſend Gulden. Darmſtadt, den 3 5 5 (Name des Ausſtellers.) Dieſes Geſchäft iſt zwar viel einfacher als das eines gezogenen Wechſels; der Ausſteller des eigenen Wechſels muß ſich aber darauf gefaßt halten, am Verfalltage die Wechſelſumme zu bezahlen, wenn er nicht der Wechſelſtrenge heimfallen will. Bei dieſem Wechſel kann ebenfalls Ueber⸗ tragung des Wechſelrechts auf andere Perſonen durch In⸗ doſſament, und auch die Wechſelbürgſchaft vorkommen, wo⸗ rauf dann das oben über dieſe Wechſelerklärungen Geſagte Anwendung findet. a 5 II. Wechſelverfahren und Wechſelhaft. 1) Der ſtrenge Wechſelproceß iſt zunächſt auf die Anerkennung oder eidliche Abläugnung der Unterſchrift ge⸗ richtet. Kann der Beklagte die Unterſchrift der gegen ihn geltend gemachten wechſelrechtlichen Erklärung nicht eidlich ableugnen, ſo wird er im Wechſelverfahren mit allen Ein⸗ reden ausgeſchloſſen, die er nicht auf der Stelle durch Ur⸗ kunden vollſtändig zu beweiſen vermag. Selbſt die Eides⸗ zuſchiebung bildet hier kein genügendes Beweismittel. Dazu kommt, daß der Wechſelſchuldner gegen die Wechſelklage ſich nur ſolcher Einreden bedienen kann, die aus dem Wech⸗ ſelrechte ſelbſt hervorgehen, oder die ihm unmittelbar gegen den jedesmaligen Kläger zuſtehen. Daher kann er einem Dritten, auf den die Wechſelforderung übergegangen(dem Indoſſatar), wegen eines vom früheren Inhaber begange— nen Betrugs oder Wuchers, keine Einrede entgegenſetzen, ſelbſt wenn er den Grund derſelben ſofort durch Urkunden zu beweiſen vermöchte. Da es nicht erforderlich iſt, daß der Wechſel den Rechtsgrund des Bekenntniſſes enthalte, ſo kann, wenn über eine an ſich unbegründete Forderung ein Wechſel ausgeſtellt wird, dieſe Forderung mit Wechſelſtrenge beigetrieben werden. Nur in einem beſonderen Proceß kann der im Wech⸗ ſelverfahren verurtheilte Schuldner ſein vermeintliches Recht verfolgen, und zwar unmittelbar gegen den, der ihn angeb— lich rechtswidrig in Schaden gebracht hat. 2) Leiſtet der Beklagte dem Urtheile keine Folge, ſo kann ihn ſein Gegner, falls die Verurtheilung auf mehr als 100 fl. lautet, in das Schuldgefängniß bringen laſſen, und die Dauer dieſer Wechſelhaft erſtreckt ſich, wenn der Gläubiger nicht befriedigt wird, je nach der Größe der Forderung von 6 Monaten bis zu zwei Jahren. Dem hab—⸗ ſuchtigen, unredlichen Gläubiger iſt hierdurch das Mittel geboten, die Furcht des Schuldners vor einer ſolchen Exe⸗ cution zu benutzen, um ſich in vielfacher Weiſe unerlaubte Vortheile zu verſchaffen, und den Schuldner dadurch in die größte Bedränguiß zu verſetzen. b Aus allem dieſem ergibt ſich, daß nur Der eine Wech⸗ ſelſchuld eingehen ſollte, welcher mit voller Sicherheit darauf rechnen kann, daß er am Verfalltage Zahlung zu leiſten im Stande ſei;— und daß Allen, die keine genügende Kennt⸗ niß von Wechſelgeſchäften haben, die Klugheit gebietet, ſich l der, für Mebehelfe dultmiſſen wenn der e Geldes lautet: le ich an an N. N. (oder wie n tauſend ellers.) das eines Wechſels lltage die hſelſtrenge Us Ueber⸗ durch In⸗ men, wo⸗ n Geſagte aft. auf die ſchrift ge⸗ gegen ihn cht eidlich allen Ein⸗ durch lir⸗ die Eides⸗ tel. Dazu rahſelklage em Wech⸗ dar gegen er einem ngen(dem F begange⸗ zegenſetzen, Urkunden h iſt, daß nthalte, ſo derung ein cheelſtrenge im Wech⸗ iches Recht un arheh⸗ ole, ſo aj meht gen laſſen, wenn der zröße den Dem hab⸗ a8 Mittel lchen Erl unerlauble urch in 1 chietet, von Eingehung wechſelrechtlicher Verpflichtungen fern zu wer ſich mit Wechſelſtrenge ver⸗ Vorſicht zu Werke gehen muß. halten;— überhaupt daß, pflichten will, mit größter — 247 warnen, damit nicht ein im allgemeinen Inkereſſe gleich⸗ mäßig für ganz Deutſchland erlaſſenes theile vieler Staatsangehörigen mißbraucht werde. Geſetz zum Nach⸗ Indem das unterzeichnete Miniſterium dieſe Belehrung Darmſtadt, am 4. Juni 1849. bekannt macht und zur Beherzigung empfiehlt, kann es nicht Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium der Juſtiz. dringend genug vor den Folgen der Wechſelverbindlichkeiten v. Lot n derlonf. Schott Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Fr (1022) Freitag den 17. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll die bei Obereſchbach gelegene Papiermühle, die ſogenannte Hüttenmühle, nebſt in den Gemarkungen Ober- und Niedereſchbach gelegenen Güterſtücke auf dem Gemeindehaus zu Obereſchbach verſteigert werden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß dem Gericht nicht als ſolvent bekannte Steigerer ſich vor dem Beginn der Verſteigerung über ihre Solvenz gehörig auszuweiſen haben. Groskarben den 22. Juni 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Abhaltung des Vieh- und Krämer— marktes zu Vilbel. (1094) In dem Gr. Landeskalender iſt der dießjährige Vieh⸗ und Krämermarkt auf Freitag den 24. und Samſtag den 25. Auguſt l. J. irtthümlich angegeben, ſolcher wird aber nicht an dieſen Tagen, ſondern Dienſtag den 21. und Mittwoch den 22. Auguſt l. J. abgehalten, was man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Vilbel den 14. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breit te K. Bekanntmachung. Verſteigerung von Ginſtern und Haiden zu Back- holz, ſodann von Moos und Laub zu Streu, in den Domanialwaldungen des Reviers Ober— rosbach betreffend. 49) Es werden an den nachbemerkten Nn an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert und damit jedesmal um 2 Uhr Nachmittags begonnen: b 5 Dienſtag den 31. Juli d. J. im Burgwald: 688 Gebund Ginſtern und Haiden zu Back⸗ holz. Zhang nt auf der Straße am Forſthaus Winterſtein.. Mittwoch den 1. Auguſt d. J, im Kellerberg N und Malinzerhecken: 3825 Gebund Ginſtern und Haiden zu Back⸗ holz und ungefähr 120 einſpännige Wa⸗ gen aus Moos und Laub beſtehende Streu, zum Selbſterndten durch die n HKäufer. Zuſammenkunft auf dem Hauptweg im Kel⸗ lerberg. N Oberrosbach den 21. Juli 1849. 5 Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1153) Den 1. Auguſt d. J., des Vormit⸗ tags 8 Uhr, ſoll an der Badenburg nördlich von Gießen, ein zu 45,000 fl. veranſchlagtes Loos Erdarbeiten durch öffentliche Verſteigerung an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. e Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf dem Seckionsbüreau zur Einſicht offen. Gießen am 21. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur Eicke meyer. Verſtei gerung. (1159) Montag den 6. Auguſt, Morgens 9 Uhr anfangend, wird in der Wohnung des Rechners Johannes Faatz dahier der Nachlaß der Bataillonstambour Wagner'ſchen Eheleuten, beſtehend in Blech, Eiſen, Zinn, Holzwerk, Weiß⸗ zeug, Bettwerk, verſchiedene Wollenwgaren, Schnur, Zwirn und dergl. öffentlich meiſtbietend verſteigert. f Friedberg am 26. Juli 1849. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1160) Dienſtag den 7. Auguſt l. J ſoll der der Gemeinde Ulfa höchſten Orts geſtattete Jahrmarkt abgehalten werden, weshalb man verehrliches Publikum um recht zahlreichen Zu⸗ ſpruch einladet. Ulfa den 23. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bea ch. rr Privat Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (1156) Ja dem Schloßhof in der Burg wird gutes eichen und tannen Bauholz, Schiefer, Backſteine, Diele, Stickſtecken und ſonſtige Gegen⸗ ſtände, jeden Tag billig aus der Hand gegen Baarzahlung abgegeben; auch werden ungefähr 50 Wagen alter Strohlemen im Einzelnen ver⸗ kuuft und kann jeden Tag gefahren werden. Fr. Schweitzer und Deweil. Wetterauer Vereinstag (1137) Sonntag den 29. Juli, Mit⸗ tags um 1 Uhr, im Hecht'ſchen Hauſe in Friedberg. Die Ausſchußmitglieder, wie alle Vorſfitzende und Schriftführer der einzelnen verbundenen Vereine werden hierzu dringend eingeladen. Der Vorſitzende: Der Schriftführer: Schaub. Ph. Vogt. Schwalheimer Brunnen. (1161) Sonntag den 29. Juli d. J., bei günſtiger Witterung Tanzmuſik, wozu höllichſt einladet Henkel. Wiener Putzpulver, (11620 das Paquet zu 4 und 8 kr.; mittelſt dieſes Pulvers kann man, augenblicklich allen Metallen, als Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Stahl, Eiſen ꝛc., den prachtvollſten, tiefſten Glanz ertheilen. Zu haben in Friedberg bei P. F. Schmittner. Zum Verkaufen. (4163) Drei ſteinerne Thorpfeiler mit Thor und Thür, ſowie ein Kochheerd, ſind zu ver⸗ kaufen bei— 1173 Friedberg den 24 Juli 1849. Morell und Hertwig⸗ Ein Glaſerlehr ling (1164) wird geſucht. Wo? ſagt die Expe⸗ dition dieſes Blattes. a Ge ſ uch. (1165) Ein junger Menſch, welcher eine ſchöne Handſchrift ſchreibt und im Rechnen ge⸗ wandt iſt, kann alsbald Beſchäftigung finden. Bewerber wollen ſich in portofreien Briefen an die Epedition dieſes Blattes wenden. g ng f (1166) Der Unterzeichnete erbietet ſich zur Stellung von Voranſchlagen, Gemeinde ⸗„ Vor⸗ munds⸗ und allen ſonſtigen Rechnungen, ſowie zu allen in das Schreib⸗ und Nechnungsweſen ein⸗ ſchlagende Arbeiten und verſpricht die ihm zu⸗ gehenden Aufträge pünktlich und billig zu be⸗ ſorgen. chm Münzenberg den 24. Juli 1849. Hermann Hitzel. Verſtei gerung. (1167) Montag den 30. dieſes Monats, Nachmittags 2 Uhr, wird in dem oberen Stocke des Metzgermeiſters Herrn Johannes Hanſtein allerlei Hausgeräthe gegen gleich baare Zahlung verſteigert a Wohnungs⸗Veraͤnderung. (1168) Meinen geehrten Kunden und Freun⸗ den mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Schreiner Büttners Wittwe an der Stadtkirche verlaſſen habe und bei Metzger Heinrich Hedderich gezogen bin. Zugleich bemerke ich, daß ein junger Menſch jeder Zeit in die Lehre treten kann. Konrad Wörner, Schneidermeiſter. Empfehlung. (1169) Außer meinem wohl aſſortirten La Steinkohlen ꝛc., empfehle ich hiermit dem bauluſt ger in tannen Floßholz, Dielen, Latten, Gyps, 0 igen Publikum eine hinreichende Auswahl von allen Sorten rauhen und geſchliffenen Platten, und Schweintrögen zu den billigſten Preiſen. Kellertritten, Krippen Joiann Ludibig Haueusser vor der Kinzig⸗Brücke in Hanau. Gut gebrannte Ruſſenſteine, (1095) per 1000 10 fl., ſind von Friedberg den 25. Juli 1849. heute an ſtets vorräthig bei Chriſtian Ulrich J. ——— Neue holländiſche Vollhäringe!!, 170) neue Sardellen und Gardasee ⸗Ei⸗ tronen bei i Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. 8 Ein blauer Kittel (1171) iſt am 20. d. M. auf der Chauſſee zwiſchen Ilbenſtadt und Niederwöllſtadt gefunden worden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann denſelben gegen Erſtattung der nſeratgebühren in Empfang nehmen bei 0 Heinrich Waas U, Oekonom. Anzeige. (11720 Auf mehrſeitige Anregung beabſichtigt der Buß bacher Muſik⸗Verein künftigen Sonne tag über 8 Tage, als den 5. Auguſt d. J., ein Blech⸗Inſtrumental⸗Concert in meinem Saale zu veranſtalten und wird im Progamm das Nähere angegeben. Bad⸗Nauheim den 25. Juli 1849. 1 1050 D. F r i. t. Einladung. (1113) Sonntag den 29. d. M. wird da⸗ bier ein Gaben Schießen abgehalten, wozu der Unterzeichnete alle Schützen ſowie Freunde des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken ein⸗ ladet, daß das in dem bereits ausgegebenen Einladungszettel angegebene, Schnappſchießen nicht ſtattfindet. er Reichelsheim. 1 18 Ker. 20e g dcs e (117140 Gibt es in und außer der Stadt Friedberg keine anderen Zimmer- und Holzplätze als auf der ſchönen breiten Ludwigsſtraße; ge⸗ wöhnlich ſind dieſe indeſſen immer an dem nach Oberwöllſtadt zu gelegenen Theile der Stadt zu finden. Wahrſcheinlich gilt es darum, daß gerade dieſer Platz beſtändig verbarrikadirt iſt, damit kein Markt in der Nähe des Mainzer⸗ thors ſoll oder kann abgehalten werden. 5 121 Mehrere Bürger. Erklärung. (1176) Der Unterzeichnete beabſichtigt nicht, ſich in die ſchmutzigen Verhandlungen, welche in dieſem Blatte ſeit einiger Zeit zwiſchen dem Rentmeiſter Riedel und dem vorhinnigen Schul⸗ vikar Burk ſfattfinden, irgendwie einzumiſchen. Dagegen muß er in Erwiederung auf den an 901 30 N 00 ſogenannten offenen Brief in 36 des Intelligenzblattes einfach bemerken: daß er ein Zeuguiß der dort erwähnten Art weder ausgeſtellt noch unterſchrieben hat; weß⸗ halb die gegen ihn gerichteten Vorwürfe don ſelbſt in ihr Nichts zerfallen. Wäre auch der Unterzeichnete wohl veranlaßt und berechtigt, den Rentmeiſter Riedel wegen jener unwahren und anmaßlichen Veröffentlichung ſchon jetzt zur gerichtlichen Verantwortung zu ziehen, ſo wird er ſolches doch, überzeugt, daß dies zur Rettung ſeiner Ehre ſolchen Angriffen gegenüber keines⸗ wegs erforderlich ift, vgrerſt unterlaſſen. Sollte übrigens Rentmeiſter Riedel verſuchen, den Un⸗ terzeichneten noch einmal in irgend einer Weiſe in ſeinen unſguberen Streit einzumiſchen, ſo würde er es ſich ſelbſt beizumeſſen haben, wenn ein gerichtliches Verfahren Ihn in eine ſchwer⸗ lich angenehme Lage bringen ſollte. Obermörlen, am 26. Juli 1849. Weismantel, Pfarrer. Anfrage. (4117060 Am Sofntag, als den 22. d. M, wurde in Bönſtadt ein Scheibenſchießen abge⸗ halten, wobei, wie gewöhnlich, mehrere Wirkhe — 248— Getränke verzapften. Wirth Weygand exlaubte ſich auf eine grobe und brutale iſe den ſchon Poſto geſaßten Wirth Balting zu ver⸗ drängen und eine andere Stellung anzuwel⸗ ſen. Einſender fragt nun,; at bei einer ſol⸗ chen Gelegenheit nicht einer ſo viel Recht als der andere? und iſt hier das Sprichwort nicht anwendbar: wer zuerſt kommt mahlt erſt.— Zur Riedel'ſchen Streitſache 1 gehörig. (1177) Durch den offenen Brief des Herrn Rießel an Herrn Pfarrer Weismantel dahier Wabthel zum erſten Male meine Ehre in Wabrhelt angegriffen und zwar in einer Welſe, daß die 600 nur auf gerichtlichem Wege ihre Erledigung finden kann. Da ich aber Herrn Riedel gegenüber durch meine gegen ihn aus⸗ geſprochene Beleldigungen das Klagerecht ver⸗ loren habe, ſo fordere ich dieſen bei ſeiner Ehre guf ſich beſtimmt darüber zu erklären, ob er die von mir ausgegangenen ihn betreffenden Inju⸗ rien ignorltt Und ſich die in ſeinem Schreiben an Pfarrer Weismantel enthaltenen, Verdächti⸗ gungen meines Charakters zu erweiſen im Stande dünkt. Im Verneinungefalle hätke ſich Riedel das Urtheil ſelbſt geſprochen. Ich wäre als⸗ dann Ahe nach Maßgabe der Umſtände gegen Andere eine gerichtliche Unterſuchung zu beantragen. Dem Publikum wird jedenfalls über das Reſultat der gerichtlichen Verhandlun⸗ gen ſeiner Zeit Mittheilung gemacht werden. Daß übrigens alle Behauptungen ꝛc. Riedels, ſo weit ſie mich betreffen, völlig aus der Luft gegriffene Lügen ſind, darf ich demjenigen Theil der Leſer verſichern, welcher Sinn für Menſchen⸗ würde hat und die dermallge Stellung und Bildung der Lehrer kennt. Mein Gewiſſen iſt rein, ich habe deshalb nicht im mindeſten nöthig, mich vor einer Unterſuchung, welcher Art ſie auch ſein mag, zu fuͤrchten. Was das in Nr. 54 d. Bl. enthaltene Schulvorſtandszeugniß an⸗ langt, ſo bin ich damit ohne alle Kenntniß und wird ſich der, Sachverhalt deſſelben gewiß bal⸗ digſt aufklären, a Obermörlen am 24. Juli 1849. Buer k, Lehrer. Zeugniß,. (1178) Oer Unterzeichnete Ortsvorſtand der Gemeinde Obermörlen bezeugt hiermit auf Pflicht, daß Lehrer Burk von hier während ſeines da⸗ ſigen Aufenthalts von Jugend an einen ſtets tadel⸗ loſen und muſterhaften Lebenswandel geführt hat. Obermörlen am 8. Juli 1849. Der Gr. Bürgermeiſter Der Gemeinderath König. Andreas Guckelsberger. Ante Jobs. König. Jakob König. Johs. Scheibel. Anton König. Jakob Fritz. Putep wong. Heinrich Burk. Vorſtehende Unterſchriften beglaubigt Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ö König. Zeugniß über das Betragen des Schulvicars Burk. Aus Rheinheſſen. (1179) Oer unterzeichnete Schulvorſtand be⸗ ſcheinigt hiermit, daß ſich der ſeit dem 26. Juni 1843 hier angeſtellte katholiſche Schulvicar Burk bisher nicht nur ſittlich gut betragen, ſondern auch hinſichtlich ſeiner Leiſtungen in der Schule, der davon gehegten Erwartung genügend entſprochen habe. Lanbenbeſm am 21. Auguſt 1845. Henrich, Pfarrer. Möhn, Bürgermeiſter. Mohr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 8. Sonntag n. Trinit. den 29. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. a Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche; Herr Candidat Krauß. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Cellarius. Nachmittags predigt in der Burgkirche: 3. Herr Diaconus Baur. F r u ch t preiſe. ——— 425. Jult. 20. Juli. 28. Juni Gattung. Fried⸗ in, Die⸗ 5 1100 berg Mainz N 5 1 D ffefſen, 71 85 pr. Malter 9 5.40 0 40 rn 7 10 1 Ir 9 5 7 Gere„ 65 1 5055 Hafer Ih zug: 3045 J 351 34 für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Juli bis 3. August 1849. D. Fried⸗Butz⸗ 8 Brod Preiſe. berg. bach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod At 1e er aW 4 243 4 77 77 9— 9 2 1* 9 0 0 2 — Milchbrod 1 40 1 795 — Waſſerweck 15% K — Gemiſchte(Tafel-) Brod 146 15%% Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch 15 12— 111— ge ia gemäſtetes 9—— 4 KühfieiſchHungemäſtetes 8— 15— ;; gemäſtetes 90— 181— „Rindſteiſch Ne 7— „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11111110 „ Hammelfleiſch 69—9.— „ Schaaffleiſch 7— 7— „ Wurſt veblos Schweinen 12— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt g 15116— „ Schwartenmagen 151— 16— „ Geräucherter Speck 24— 244 „Schinken 5 17— 181— „Doörrfleiſch 16— 18— „ Schweinenſchmalz, 5 5 ausgelaſſen g 24— 24— unausgelaſſen Wfa „Nierenfett 201— 1244— „ Hammelsfett 16— 116— Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 3 8100