nf Teatr in ven d Achſeldänder. l Vittpe zu igerung and geſonnen mags 10 Uhr, 2 Schnei⸗ Zudende be⸗ um sert opt u Vohnbauf un den Meif⸗ 7 Abeuſel i. 6 121 ba n lernt Nin, auſteig 13 Ftieriag iſt be 1 Gamen, de un Tanzbodel ud den Abe: den cht einladt eier, aue bol 1 6%. Sto de zn Se 2 1 J 12 Inte li genz- B latt fuͤr die n Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 5 5 15 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. A1. Sonnabend den 26. Mai 1849. Wegen der Pfingſtfeiertage erſcheint nächſten Mittwoch keine Nummer dieſes Blattes. * Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Reichs verfaſſung betreffend. Von verſchiedenen Seiten iſt an die Großherzogliche Regierung das Verlangen gerichtet worden, daß eine allge⸗ meine Beeidigung auf die Reichsverfaſſung und insbeſondere die des Militärs angeordnet werden moͤge. Es würde die Regierung, welche bisher unabläſſig alle ihre Kräfte der deutſchen Einheit und Freiheit gewidmet hat, ſſcher auch, wenn die Beeidigung von der geſetzlichen einheitlichen Gewalt angeordnet worden wäre, nicht geſäumt haben, ohne Weiteres mit Aufrichtigkeit zum Vollzug zu ſchreiten. Eine ſolche Anordnung hat indeſſen nicht Statt gefunden; die Nationalverſammlung aber hat die Beeidigung den einzelnen Staaten überlaſſen. Inſofern hiernach und bei Berückſichtigung laut gewordener Wünſche die Anord— nung aus der Entſchließung der Regierung hervorgehen ſoll, muß dieſe über Bedeutung und Folge einer ſo ernſten Hand— lung mit ſich zu Rath gehen. f Wohl zeigt ſich in dem Erbieten zum Eide von Seiten vieler achtbarer Bürger ein hoher ſittlicher Aufſchwung— es iſt im Angeſicht der Gefahr die Willenskraft, für das Ziel, wonach Aller Herzen ſtreben, bis zur Selbſtaufopferung einzuſtehen! Wer in ſolchem Gefühle ſich zum Eid erbietet, hat darin unter höherer Weihe denſelben ſchon abgelegt; er bedarf keiner Formel und kann auf den gezwungenen Eid der nicht Gleichgeſinnten wenig Werth legen. Bei Vielen jedoch hat die bis zur Angſt ſteigende Be— ſorgniß, es möge die Reichsverfaſſung nicht zur Einführung gelangen, den Drang erzeugt, jedes Mittel dafür aufzubie— ten, Alle mit ſich für dieſe Beſtrebung ſichtbar zu vereinigen, was der Eid bekräftigen ſoll. Eine andere, verwegene, Parthei, welche dem Panier der Reichs verfaſſung nur deßhalb folgt, weil ſie darunter eine allgemeine Umwälzung um ſo gewiſſer zu erreichen hofft, verlangt die Nöthigung zum Eid unverkennbar— die Ereigniſſe haben es gelehrt— nur in der Abſicht, hierdurch Volk und Regierung zum Werkzeug für verderbliche Zwecke zu machen. Sieht man jedoch davon ab, daß der wahrhafte An⸗ hänger der Verfaſſung des Eides nicht bedarf, der Eid der Gleichgültigen und Schwachen wenig Werth hat, und der Eid als Mittel zu verderblichem Zweck nicht zugeſtanden werden kann, ſo bleibt er auch als Mittel für guten Zweck ſehr bedenklich.. Die Beeidigung auf die Reichsverfaſſung könnte nur auf die Verpflichtung gerichtet ſein, ſie ihrem ganzen Inhalte nach treu zu beobachten und aufrecht zu erhalten. Zu dieſem ganzen Inhalte gehört, aber auch und zwar als höchſt weſentlicher Beſtandtheil die Ausdehnung der Verfaſ⸗ ſung über ein großes Deutſchland und die Annahme der in der Verfaſſung errichteten Kaiſerwürde durch einen deutſchen Fürſten. Ohne dieſes Oberhaupt und nur für einen be⸗ ſchränkten Umfang kann die Reichsverfaſſung nicht einge⸗ führt werden. Wenn nun auch die Regierung den Wunſch, daß in der von der Nationalverſammlung beſchloſſenen Ver⸗ faſſung Deutſchland Einheit, Freiheit und Ruhe finden möge, noch ſo lebhaft theilt und bereit iſt, mit allen rechtlichen und zweckmäßigen Mitteln dahin zu wirken, ſo darf ſie doch hierin noch nicht die Berechtigung finden, das Angelöbniß zur Aufrechterhaltung einer Verfaſſung zu fordern, deren ende in weſentlichen Punkten mächtige Hinderniſſe indet. f Der denkende gewiſſenhafte Mann müßte ſich im Augenblick, in welchem er ein heilig betheuertes Verſprechen ablegt, geſtehen, daß deſſen Erfüllung durch Ereigniſſe be— dingt iſt, die von ſeinem Willen nicht abhäugen. Wie ſollte man ihm zumuthen, eine Pflicht, die Pflicht, die Verfaſſung zu beobachten und aufrecht zu erhalten, vor Gott in heiligem Gelübde anzuerkennen— im Bewußtſein ſeines Unvermö— gens, ſie vollſtändig zu erfüllen? Müßte er nicht die ge— ſprochenen Worte anders deuten, als ſie lauten? und was iſt ein nach eines Jeden Meinung zu deutender Eid? Darin kann die deutſche Sache nichts gewinnen; ſie kann nichts gewinnen durch das Unternehmen, religiöſe Bedenken zu unterdrücken, welche auch in den reinſten Anhängern der Verfaſſung einem ſolchen Gelübde widerſtreben könnten. Ueberdieß erfordert der Eid, wenn er als Mittel zur Einheit wirken ſoll, auch einheitliche Form, welche nicht ge— geben iſt und nur durch Anordnung der einheitlichen Ge— — 178— walt oder Verſtändigung unter den Regierungen erreicht werden kann. N a 5 Durch dieſe offene Darlegung will die Regierung die Aeußerungen der öffenklichen Meinung ehren und Verſtän⸗ digung ſuchen. Indem ſie erklärt, daß und aus welchen Gründen ſie ſich zu einer Anordnung nicht zu verſtehen vermag, welche ſie um der Aufrichtigkeit und Wahrhaftig⸗ keit willen nicht verantworten möchte, kann ſie geläuterte Gefühle nicht verletzen. Sie vertraut darum nicht weniger, daß der gute Bürger ohne geſprochene Formel im Herzen geeinigt fuͤr das gemeinſame Ziel, die verfaſſungsmäßig ge⸗ ſicherte Einheit und Freiheit, in verſtändiger That hervor⸗ trete wo es deren bedarf. Sie erachtet ſich darum wahrlich nicht minder verpflichtet, alle ihre Krafte auf Erreichung dieſes Zieles zu richten. f N Die Regierung nimmt nur das Vertrauen in Anſpruch, was ſich aus Thatſachen erzeugen muß; ſie kann fordern, daß die Berechtigung zum Mißtrauen nur auf Thatſachen gegründet werde. N Stark in dem Bewußtſein, den Gang des Rechts zum wahren Volkswohl wandern zu wollen, eingedenk ihres ſchweren Berufs in ernſter Zeit, ſucht ſie ſich nicht zu kräf— tigen durch mehrdeutige Worte und Formeln, in welchen die Furcht, getäuſcht über Maas und Mittel, die Gefahr zu bannen wühnt. Mehr als auf Worte rechnet ſie auf die Geſinnung, von Worten nicht erzeugt; ſie erwartet, was im Kampfe mächtiger Intereſſen und Leidenſchaften allein retten kann, zur guten Stunde die That der Beſon⸗ nenheit auf dem Boden des Rechts und wird dieſen in kei nem Kampfe verlaſſen. Darmſtadt den 19. Mai 1849. Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium des Innern. Jaup. Maurer. Reuling. Heuchelheim bel Holzheim. Man kannte bisher nur Ein wetterauiſches Dorf Heuchelheim bei Bingenheim; es gab aber noch ein anderes dieſes Namens bei Holzheim. Herr Profeſſor Dieffenbach ſagt in der dritten Ab⸗ theilung des trefflichen, fur das gegenwärtige Oberheſſen inhaltreichen Auszugs aus ſeinem Tagebuche einer in Auf— trag des hiſtoriſchen Vereins unternommenen Reiſe S. 100101:„Etwa ¼ Stunden nordweſtlich von Gambach, unweit der Holzheimer Steinkaut, welche vortrefflichen Baſalt liefert, ſoll im Hinderthal oder Heinderthal“), einem Stückchen Wald, und an einem der oben genannten Brun— nen(er hat deren 9 genannt), ein anderes Dorf, Heuchel— heim genannt gelegen haben. Ich habe die Stelle beſucht, aber außer dem„Börnchen“ weiter nichts gefunden, was ) Das möchte alſo in früherer Sprache etwa lauten Hinderthal. einen Beweis dazu abgäbe. Es liegt auf Holzheimer Ge⸗ biet. Dazu merkt er an:„In Arnsburger Urkunden von 1283 und 1287 kommt ein Groß⸗ und Klein⸗Holzheim vor; ſollte vielleicht Eins darunter zu verſtehen ſein?“ Es iſt natürlich, daß ein ſo gewiſſenhafter und vorſichtiger Ge— ſchichtsforſcher, wie Herr Prof. Dieffenbach, gegen das Daſein eines Ortes, den er nirgends in Urkunden er— wähnt findet und von dem jede Spur an dem Flecke, wo er gelegen haben ſoll, abgeht, Zweifel hegen mußte; allein die— ſer Zweifel wird nun gehoben durch eine Stelle in dem aus 19 Pergamentblaͤttern in Kleinfolio beſtehenden alten „cnynßebuch des bues Grununger pharrekyrchen rnüwet Anno domini MCCCCLXXI.“ In dieſem Zinsbuch nämlich ſteht auf der 26ſten Seite unter den von Holtzhem(Holzheim) an die Pfarrkirche zu Grüningen zu entrichtenden Gülten(Grundzinſen): Reyn Eule III ũß vff eym stugk gelegen zu hu helnheym“) by holtzhem II morgen eyns stugks heldet IIII morgen an der vndersten forch an der helden an Contzchin Racken- berger““) Nunc dat Mappußhen vnd Contzehin bycker“(Von ſpäter Hand folgt dann)„izo Supphanß, abgeloſt.“ d. h. Rein(d. i. der altdeutſche Mannsname Regino) Eule[gibt] 3 Schillinge von einem Stück, gelegen zu Heuchel⸗ heim bei Holzheim, 2 Morgen eines Stücks, hält 4 Mor⸗ gen an der unterſten Furche an der Helden(d. i. Koppel⸗ weide), an Kunzchen Rackenberger(gränzend).(Den Zins) gibt nun Henne Geinrich) Mappes und Kunzchen Bicker. (Späterer Zuſatz:) jetzt gibt den Zins Hans Supp, iſt abgeloͤſt. f 5 Dieſer Zinspoſten iſt der 86ſte der geſammten Poſten in dem Zinsbuch, aber der Zte der unter der Rubrik Holtz hem ſtehenden, und durch ihn iſt das Daſein des Dorfes Heuchelheim bei Holzheim im 15ten Jahrhundert erwieſen. Die rechte Schreibung ſeines Namens im Alterthume iſt Hüchelnheim, Hüchelenheim, noch früher Hüchilinheim, und das Dorf mag ihn von ſeinem Gründer oder erſten Herrn gehabt haben, welcher Hüchilo oder Hiuchilo“) geheißen haben wird. Wann es ausgegangen iſt, läßt ſich nicht beſtimmen; ich denke, wol im 16ten Jahrhundert, alſo vor dem dreißigjährigen Kriege. Es wird klein geweſen ſein, was vielleicht noch ein zu Holzheim etwa erhaltener Name ſeiner ehemaligen Gemarkung andeuten könnte, und der Reſt ſeiner Einwohner wird ſich, als es ausging, nach dieſem größeren Orte, zu dem es ſchon im 15ten Jahrhun⸗ dert gehört zu haben ſcheint, übergeſiedelt haben. - W. *) über dem u im Huchelnheym iſt ein ganz kleines o. *) soll vielleicht eigentlich„Rockenberger⸗ heißen. enk) iu iſt der alte Umlaut von ü. Unſere alte wetterauer Mundart zieht in vielen Wörtern das u(jetzt hochdeutſch au) vor. Mittwoch den 20. Juni d. J., Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Hofraithe⸗Veuſteigerung. (767) Dienſtag den 12. Juni, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Ratbauſe die zum Nachlaß des Herz Kaſſel gehörende Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhauſe, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Zins der pia corpora 20% kr. Friedberg den 10. Mai 1849. In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh, Heſſ. Bürgermeiſter Ben der. Curatel und öffentliche Aufforderung. (792) Katharina Valentin Weibels Wittwe zu Vilbel wurde, aus geſetzlich gebilligten Grün⸗ den, unter Curatel geſtellt und ihr in der Perſon des Bäckermeiſters Philipp Stößel zu Vilbel ein Curator beigegeben. Es wird Dies mit dem Anfügen zu Jedermanns Nachricht öffent⸗ lich bekannt gemacht, daß Rechtsgeſchäfte nu unter Zuziehuug des beſtellten Eurators mi der Valentin Weibels Wittwe rechtsverbindlich abgeſchloſſen werden können. Zugleich werden alle, welche Forderungen an gedachte Valentin Weibels Wittwe oder an den Nachlaß ihres im März d. J. verſtorbenen n zu haben vermeinen, aufgefordert, olche Vormittags 10 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigen⸗ falls ſie nicht weiter berückſichtigt werden. Groskarben am 8. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Oeffentliche Aufforderung. (803) In der Nacht vom 4. auf den 5. d. M. iſt eine, dem Gr. Bürgermeiſter Väth zu Södel gehörige, in der dortigen Gemarkung der ſog. Wingarten, gelegene junge Baum⸗ pflanzung, aus 12 Aepfel⸗ und 5 Birnbäume beſtehend, auf frevelhafte Weiſe zerſtört worden. Auf den Grund der Verordnung vom 3. Februar 4797 werden alle Diejenigen, welche Angaben machen können, die zur Entdeckung ekyrchen zu dieſem den von mingen zu legen zu gen eyns ndersten Racken- Contzchin un 9 vie Regino) u Heuchel⸗ 4 Mor⸗ . Koppel⸗ den Zins) gen Bicker. Supp, iſt rn Poſten it Holtz s Dorfes erwieſen. udume iſi i, laßt ſich andert, alſo in geweſen erhaltener unte, und gung, nach 1 Jahrhun⸗ . 10 Nundart des Thäters führen, aufgefordert, dies hier an⸗ zuzeigen, in welchem Falle ſie eine Belohnung von 30 fl. aus des Thäters Vermögen oder der Södler Gemeindekaſſe zu erwarten haben. Friedberg den 15. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer, Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (805) Mittwoch den 30, d. M., Vormittags 10 Uhr, kommen dahier zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, von dem bieſigen ſiskaliſchen Speicher zur Verſteigerung: 7 Malter Waizen, 60 Malter Korn und 30 Malter Gerſte. Friedberg den 18. Mai 1849. a Der Gr. Renkamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Aepfelwein⸗ Verſteigerung zu Arnsburg. (806) Freitag den 1. Juni d. J. ſollen da⸗ hier 200 Ohm gutgehaltener Aepfelwein Ohm⸗ und Faßweiſe verſteigert werden. Arnsburg am 15. Mai 1849. Der Gräfl. Rentamtmann Fabricius. Bekanntmachung. (S2) Donnerſtag den 31. Mai, Morgens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der Nachlaß der dahier verſtordenen Moſes Mainz Wittwe, beſtehend in Weißzeug, Kleidungsſtücke, Bettwerk ꝛc. meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Mai 1849. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Arbeits ⸗Verſteigerung. (825) Mittwoch den 30. I. M., Morgens um 11 Uhr, werden die Unterhaltungsarbeiten an dem Kloſterbrunnen, beſtehend in: 1) Steinhauerarbeit, veranſchl. zu 7 fl. 36 kr. 2) Pflaſtererarbeit,„ 1 3) Schloſſerarbeit,„ 2„—„ an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 24. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter deer Ve. raccordirungen. 26) Die Lieferungen (8205 des Maſtochſenfleiſches, des gemiſchten Brodes, des Brennöls und der Talglichter f n für das hieſige Lazareth im 2. Halbjahr 1849, ſollen auf dem Soumiſſionswege in Accord ge⸗ geben werden. Diejenigen, welche zur Ueber⸗ nahme einer ſolchen Lieferung geneigt ſind, ha⸗ ben ihre Soumiſſionen in die vor dem Büreau des Lazareths angebrachte Kapſel niederzulegen. Den 29. Mai, Vormittags um 11 Uhr, ge⸗ ſchieht die Protokollirung der eingegangenen Forderungen; bis dahin liegen die Lieferungs⸗ bedingungen zur Durchſicht bei dem Unterzeich⸗ neten bereit. 5 Friedberg den 22. Mai 1849. In Auftrag: Fuhr, Hauptmann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach, (827) Donnerſtag den 31. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das Brechen und die Beifuhr von 32 Cubikklafter Hintermauer und Rollir⸗ ſteinen, ſowie die Lieferung von 6½ Cubikklafter Mauerſand, zur Erbauung eines Viaducts an den Achtzehnmorgenweg in der Gemarkung Oſtheim, ferner der Transport von 3½ Cubik⸗ klafter Mauerſand und 10 Cubikklafter Mauer⸗ — 179— ſteinen von mehreren Bauſtellen nach dem Acht⸗ zehnmorgenweg, im Gaſthauſe zum Stern da⸗ hier, an die Wenigſtnehmenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Buß bach den 21. Mal 1849. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur Eicke meper. Holz⸗-Verſteigerung (828) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem von Diede'ſchen Kirch⸗ walde dahier: 1 6 Stecken birken Prügelholz, 2) 2000 Eichenlohſchälwellen und 3) 20000 Buchen- und Birkenwellen, von verſchiedener Qualität, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 20. Mai 1849. 5 Kirchner. Arbeits ⸗Verſteigerung. (829) Donnerſtag den 31. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in der Gemeindeſtube zu Oberwöllſtadt nachſtehende Arbeiten und Liefe⸗ rungen, welche bei Errichtung einer neuen Frei treppe an dem bei der daſigen Kirche ſich befind⸗ lichen Friedhof vorkommen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: Maurerarbeit 6 fl. 50 kr. Steinhauerarbeit 36„—„ Schloſſerarbeit 2.—„ Pflaſtererarbeit n Maurer⸗ und Pflaſterſteinliefe⸗ rung aus den Fauerbacher Brüchen 8 23„— Sandlieferung 6„— Kalklieferung 4% 24„ Mauerſtein⸗, Pflaſterſtein⸗ und Kiesmeſſerlohn—„ 42„ Oberwöllſtadt den 23. Mai 1849. Der Keirchenvorſtand. Bekanntmachung. (880) Mittwoch den 30. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Frhl. von Löw'ſchen Wald, Diſtrict Södlerbergstannen bei Steinfurth: 2400 Stück kiefern Bohnenſtangen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 20. Mai 1849. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförßſer Weigand. Frucht ⸗Verſteigerung. (881) Donnerſtag den 14. Juni d. J, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier das letzte Drittel der Herzoglichen Domanial— früchte von 1848, beſtehend in: 68 Malter Korn, 42„ Geerſte, 33„ Hafer, ſämmtlich alt Friedberger Maaßes, öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 23. Mai 1849. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Obligations-⸗Verlooſung. (832) Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung der hieſigen Partial⸗Obligatlonen des mit dem Handlungshauſe Simon und Samuel Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehns von 3000 fl., wurde die Nummer 30, à 100 fl., gezogen. Dem Inhaber derſelben wird am 1. Auguſt 1849, von wo der Zinſenlauf aufhört, der Betrag durch das Handlungshaus Simon Lindheimer zu Friedberg, gegen Aushändigung der Obli⸗ gation und nicht fälligen Zinscoupons, ausbe⸗ zahlt werden. Höchſt an der Nidder den 20. Mai 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wi ger. N Ne ν Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein junger Menſch, (819) welcher die Glaſetprofeſſton zu erlernen wünſcht, kann in die Lehre treten bei Friedberg. Friedrich Hanſtein, Glaſermeiſter. Ankündigung. (148) Guter reingehaltener Pfälzer⸗ Wein wird in verſchiedener Auswahl zu 16, 18, 20 und 24 fl. per Ohm, ſowie auch guter rother Ober⸗Ingel⸗ heimer Wein billigſt abgegeben Dönges⸗ gaſſe Nr. 6 neu(alt I Nr. 163) im Hofe in Frankfurt a. M. Tanz-Muſik. (820) Den 2. und 3. Pfingſtfeiertag iſt bei günſtiger Witterung in meinem Garten, bei Tage, auf dem neu hergerichteten Tanzboden vollſtändige Muſik anzutreffen und den Abend wird im Saale getanzt, wozu höflichſt einladet Butzbach im Mai 1849. 0 Carl Becker, zum deutſchen Hof. DTanzmuſik. i (823) Am 2. und 3. Pfingſtfeierkage d. J. iſt bei dem Unterzeichneten gut beſeßte Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim im Mai 1849. D. Fritz. An zeige. (8383) Baumwollen⸗, Zettel⸗ und Einſchlag⸗ garn, ſowie Maſchinengarn, Schnur, Zwirn, Baumwollen⸗ und Wollen⸗Strickgarn, Nähgarn, Seide, Näh⸗ und Stopfnadeln, Till, Spitzen, Shirting und in dieſes Fach einſchlagende Artikel ſind billig zu haben bei Friedberg den 22. Mai 1849. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe 244. Sommerwirthſchaft und Kegelbahn (883) des Unterzeichneten wird nächſten Sonn⸗ tag eröffnet, gleichzeitig ein nach bairiſcher Art gebrautes, vorzügliches Lagerbier in Zapf ge⸗ nommen. Friedberg. Philipp Simmrock. Niedermörlen. (835) 18481 Pfälzer Wein zu 6 kr. per Schoppen bei Franz Möbs zur Roſe. Zu Verkaufen. (836) Enn ganz leichtes einſpänniges Wägel⸗ chen, dreiſitzig, auf OFedern, im beſten Stand, ein fehlerfreies 7fähriges Pferd, Hannöver'ſcher Rage, ein vorzüglicher Traber mit leichtem Ge. ſchirr, ſteht zu verkaufen bei Amtskeller L. Blum in Frankfurt, Comödienplatz E. Nr. 189 neu 5. Zu verkaufen (837) habe ich den Klee von einem 98 Ru— then haltenden Baumſtück auf dem Hockenberg. Friedberg. E. Bechſtein. Lebewohl. (888) Durch meine ſchnelle Abreiſe war es mir nicht möglich, von meinen Freunden und Bekannten Abſchied zu nehmen; ich ſage ihnen daher auf dieſem Wege ein herzliches Lebewohl. Friedberg am 22. Mai 1849. Chr. Fourier aus Wölfersheim, Schütze beim Großh. Heſſ. 3. Juf.⸗Reg. Sichersle und billigste Auswunderungs- Gelegenheit nach Nord-Amerihtd. (839) Der Großh. Heſſ. Conſul und Schiffsrheder, Herr H. Serigiers in Antwerpen hat mich für die Provinz Oberheſſen bevollmächtigt, Au phidetet für ihn zu engagiren, und da meine Preiſe die billigſten, nämlich: 1.— für Erwachſene und fl. 51.— für gude ſind„ 5 b 0 uswanderungsluſige ein, ſich auf die Schiffe 15001 Ma. Moter, welche am 1. Juni Medora, welche am 10. Juni Stadt Antwer. pen, welche am 20. Juni vünklich abfahren, bei mir einſchreiben zu laſſen. f 1155 Antwerpen 0 K Auf frankirte Anfragen ertheile ich die genaueſte A Gießen den 23. Mai 1849. Joh. Balth. Noll. Niedermörlen. (8440) 18481 Pfälzer Wein à 6 kr. per Schoppen, iſt eine friſche Sendung angekom⸗ men, wozu ergebenſt einladet 7 P. J. Möbs zur Sonne. „Verkauf eines Wagens. (81 Bei Johannes Roßbachs Erben zu Oberrosbach ſteht ein Wagen mit eiſernen Ach⸗ ſen und vollſtändigem Zugehör aus der Hand zu verkaufen. Oberrosbach den 23. Mai 1849. Dei e Ex been. Zu Verkaufen. (82) Unterzeichneter befitzt drei Paar 5 braune Wallachpferde, mit kleinem Stern, 5 und 6 Jahr alt, fehlerfrei und zu jedem Dienſte brauchbar und iſt geſonnen ein Paar, davon zu verkaufen, worunter die Wahl frei ſteht; ſodann ein 1 gelbe dreijährige Fahrochſen und einen jährigen Faſeleber zur Nachzucht. Rödgen den 20. Mai 1849. Sehne geweſener Bürgermeiſter. Nauheimer Teichhaus. (8483) Den zweiten Pfingſtfeiertag iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ mufik anzutreffen, wozu ſeine verehrten Freunde und Gönner höllichſt einladet Hen klei Tanz muſik. (841 Montag und Dienſtag, als den zweiten und dritten Pfingſtfetiertag, wird in dem Garten zu Ockſtadt gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen ſein; für gute Speiſe und Getränke, ſowie für gute Bedienung wird beſtens beſorgt ſein und ladet 5 1 ein ee ee Schwalheimer Brunnen. (8415) Am zweiten und dritten Pfingſtfeier⸗ tage findet gut beſetzte Tanzmuſik hier ſtatt, wozu höflichſt eingeladen wird. Einladung. (8460 Die drei Pfingſtfeiertage, ſowie die darauf folgenden Sonntage, wird in meinem Garten vor'm Fauerbacher Thor ein ſehr guter Aepfelwein wie auch 48r Wein, der Schoppen zu S kr., verzapft und ladet zu recht zahlreichem Beſuch höflichſt ein Wilhelm Schmidt. Einladung auf das Oſſen⸗ heimer Waͤldchen. (847) Auf Pfingſtmontag und Dienſtag große ſtarke Einigkeitstanzmuſik im Wäldchen. 5 Wo der Unterzeichnete die Ehre wird haben Mit Speiſen und Getränke gut zu laben. Noch nie dageweſen. Ein großer Hut wird ſich auf dem Tanzboden beſonders auszeichnen; er könnte der größte ſein, den die Menſchenkinder in Deutſchland je ge⸗ ſehen haben. O ſtellt euch alle unter einen Hut, Dann wird es beſſer, es wird wieder gut. Wär dieſes den Volksvertreter gelungen, Ich hätte ein ſchöneres Liedchen geſungen. Aehle. Tan zmuſi k. (848) Auf den zweiten Pfingſtfeiertag iſt bei mir gut beſetzte Tanzmufik, wobei ächter guter Aepfelwein verzapft wird, wozu hierdurch höf⸗ lichſt einladet Johannes Joſt 11, Gaſtwirth zu Niedereſchbach. Einladung. (8449) Den 27. d. M., als am 1. Pfingſt⸗ feiertage, werde ich an dem hieſigen Burgpfingſt⸗ brunnen einen vorzüglich guten Aepfelwein in Zapf nehmen, ſo wie mich ebenſo mit ſchmack⸗ haften kalten Speiſen verſehen, und glaube um ein recht geneigten Beſuch bitten zu können. Friedberg. Ph. Muth. Frankfurter Gold-Cours vom. Mai. fl. kr. Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 958 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 7 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 9416 Engliſche Souverains 12 5 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfingſtfeſt den 27. Mai 1849. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. 1 Erſter Feiertag. Vormittags predigt in der Stadtkuche: * Herr Candidat Krauß. Nachmittags predigt in der Sladttirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Ko ch. 15 Zweiter Keie Vormittags predigt in der tadtkirche: Herr Diaconus Baur. (Confirmation und Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wagner. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wü be e 116. Mai.] 18. Mai. 12. Mai. Gattung. Fried⸗: Die⸗ e mi berg 1 burg I f fl. kr. fl. kr.] fl. kr. Waizen pr. Malter 840] 9 820 Korn„„ Gerſte„ 7 4 18 465 Safe 31201 324 245 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Mai bis 1. Juni 1849. 2 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗ 2 berg. bach. ö alte pf. kr. pf. 1 Leib⸗ Moggenbrad r 1 217 29% 17 e ee 4 7 77 8 2 9 4 Lth.“ eth. — Milchbrod 157% 15¼ — Waſſerweck 1 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 16 106 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch aſetes 121— 12— eig ge ce gemäſtete 10— 14 9— 1 Kübfteiſch üngemaetes 81——— in ple(gemäſtetes 10(— 8— 1 Nindfleiſch(ungemäftet. 11 „Kalbfleiſch 6— 61— „ Schweinenfleiſch 11— 11— „ Hammelfleiſch 88 21 9— „ Schaaffleiſch. „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 15— 16— „ Schwartenmagen 15— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „ Schinken 17— 18— „ Dörrfleiſch 17— 118— „ Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großh. Heſf. Regierungskommiſſion des 5 Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg ä——————— e