ettauſcht. Der wolle ihn gegen nannten 2 und. M, erhält eine eln Eckel. Intellig — 9— enz-Blat fuͤr die Provinz Oberheſſen b im Allgemeinen, 8 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 8. Sonnabend den 23. Juni 1849. UVeiſeſkizzen aus Kalifornien, im Frühjahr 1848. Von J. Tyrwhitt Brooks*). Dieſes Büchlein ſoll von einem jungen engliſchen Wundarzte her⸗ rühren, welcher denjenigen Theil ſeines Reiſe-Tagebuches, welcher den Beſuch in Kalifornien ſchildert, an ſeinen Bruder nach London ſandte, doch nicht in der Abſicht daſſelbe zu publiciren. Es beginnt mit dem 29. April, gerade in dem Zeitpunkt, wo die Kunde von dem Goldreich⸗ thum der Flüſſe im Innern nach den Küſtenſtädten gelangt war, und Männiglich in ſchwindelnder Haſt aufbrach, um ſich an den Reichthümern dieſes Bodens zu betheiligen. Auch Mr. Brooks wird vom Goldfieber angeſteckt und macht fich in Begleitung einiger Amerikaner nach dem placer oder Golddiſtritte auf. Zunächſt beſuchte er Kapitän Sutter's Anſiedlung,; welche er folgendermaßen beſchreibt: „Ein Ritt von wenigen Stunden brachte uns an die Ufer des ſchoͤnen, etwa mehrere hundert Schritte brei ten Stromes, und wir trafen augenblicklich unſre Vorbe⸗ reitungen überzuſetzen. Nach verſchiedenen Unglücksfällen und Aufenthalt gelang es uns endlich, in einer Art von kleinem Segelboot den Uebergang zu bewerkſtelligen. Die neue Stadt Suttersville zählt etwa 10— 12 Häuſer und iſt innerhalb einer halben Meile an den Ufern des Fluſſes angelegt. Von hier brachte uns ein ſcharfer Ritt über eine ebne Fläche, die in Weizenfelder und Wieſengründe getheilt und mit Hunderten weidenden Viehes bedeckt war, hinüber zu Sutters Fort. Es iſt dieß ein ziemlich weit⸗ läuftiger Block von Holzgebäuden, der auf dem Gipfel eines kleinen Hügels und dicht bei einem Waſſer gebaut iſt, das in den Americanos, nicht weit von ſeiner Verbin⸗ dung mit dem Rio Sacramento, einfließt. Ein Schoner und einige kleinere Fahrzeuge arbeiteten ſich den Ameri⸗ kanosfluß nach dem Fort zu hinauf, und am Landungs⸗ platze lagen mehrere Boote, die ihre Ladung ausſchifften. Als wir den Platz erreichten, ſahen wir bald, daß hier Alles arbeitete und beſchäftigt war, Bootsleute ſchrieen und fluchten, Wagenführer pfiffen und hallohten und knallten mit ihren Peitſchen über die Pferde hin, die ſich in gut⸗ williger Anſtrengung in's Geſchirr legten; ſchwer beladne —— 95 ) Aus dem eben erſchienenen Werke:„Vier Monate unter den Gold⸗ findern in Ober⸗Kalifornien. Tagebuch einer Reiſe von San Francisco nach den Golddiſtrikten von J. T. Brooks. Aus dem Engl. v. Fr. Gerſtäcker. Leipzig, J. J. Weber 1849.— Wir vervollſtändigen hiermit unſeren Aufſaßz: Californien, das neue Eldorado in Nr. 43. und 44. d. Bl. a Anm. d. Red. Wagen bemühten ſich, verſchiedne Waaren in den innern Raum der Gebäude hineinzuſchaffen. Gruppen von Rei⸗ tern ſprengten hin und her, und eine ziemliche Zahl von andern Leuten wanderten dazwiſchen herum. Es zeigte ſich deutlich, daß die Goldmanie wuchs, je mehr wir uns dem jetzt heiß erſehnten Eldorado näherten. Nachdem wir uns an eine„Squaw(indianiſche Frau) gewendet hatten, die wir am Eingange des Forts trafen und die gerade genug engliſch verſtand, unſre Frage zu begreifen, zeigte ſie uns unter den verſchiedenen Grup⸗ pen den Kapitän Sutter, einen ſchlanken, gut ausſehenden Mann mit einem Strohhut, weitem Rock und Beinkleidern von geſtreiftem Zeug, ſeine Geſichtszüge aber einem Pankee ſo unähnlich, wie nur möglich. Ich ſtellte mich ihm ohne Weiteres vor und überreichte ihm den Brief, den mir Lieutenant Sherman für ihn gegeben hatte. Nachdem er ihn geleſen, ſagte mir der Kapitän, daß er ſich herzlich freue, mich zu ſehen, obgleich er fürchte, der große Wech⸗ ſel, den die letzten Wochen in dieſem Theile der Welt hervorgebracht, werde die Urſache ſein, daß er mir nur geringe Gaſtfreundſchaft erzeigen könne. Jeder Winkel ſeines Lagers war mit Waarenballen, Mehlfäſſern und tauſend andern Dingen gefüllt, für die auf einmal und ganz plötzlich ein Bedarf entſtanden. Des Kapitäns Haus glich in der That auch eher einem Hotel und hatte ſo viele Beſucher, wie es nur möglicherweiſe halten konnte. Dennoch ſollte, wie ſich der Kapitän freundlich genug ausdrückte, Niemand, der, durch ſeinen Freund Sherman an ihn empfohlen wäre, einen andern, als gaſtfreundlichen Empfang bei ihm finden. Alles jedoch, was er thun konnte beſtand, wie er mir ſagte, darin, daß er mir ein Schlaf⸗ gemach für mich und ſolche Freunde, die ich darin aufzunehmen wünſche, zur Dispoſition ſtellte. Dann verließ er mich auf kurze Zeit, die Sache mit denen zu arrangiren und verſprach bald zurückzukehren und uns unſer Quartier zu zeigen. Ich theilte meinen Gefährten des Kapitäns Aner— bieten mit. Dieſe meinten aber, auch dieſe Nacht wieder außer dem Fort zubringen zu wollen, und wir arrangirten es ſo, daß nur Bradley und ich das ſo freundlich gebotene Schlafkabinet benutzen ſollten, da beſonders eine gute Nacht Schlaf unſerm kranken zerquetſchten Freunde weit zuträglicher ſein würde, als draußen im Freien, unter dün⸗ ner Decke mit dem Sattel als Kopfkiſſen, zu liegen. Zwei unſrer Pferde hatten ihre Hufeiſen verloren, und Malcolm und Joſé gingen damit nach der Schmiedewerkſtatt, um —— N 10 11 0 ſie wieder beſchlagen zu laſſen. Auch wollten wir für künftige Zufälle eine Partie Hufeiſen und Nägel mitneh⸗ men. M' Phail und unſer ſpaniſcher Freund unterzogen ſich zu derſelben Zeit dem Auftrage, etwa für zehn Tage Proviſion für uns einzunehmen, und Bradley verſprach, ſich im Fort umzuſehen, ob er dort nicht noch einen Diener bekommen würde. Leider gelang ihm das aber nicht. Während dieſe verſchiedenen Kommiſſionen beſorgt wurden, kehrte der Kapitän zurück und führte mich im Fort herum. Unterwegs zeigte er mir das Wachthaus, die indianiſchen Soldaten aber, die es ſonſt beſetzt hielten, waren faſt bis auf den letzten Mann nach den Bergwer⸗ ken deſertirt. Nur in der Wollenfaktorei fand ich noch einige 30 Frauen an der Arbeit; das Brennereihaus, wo der berühmte Pisco(aus den dortigen Trauben) fabrieirt wird, und die Schmiede- und Wagnerwerkſtatt hatten mehr Arbeit liegen, als ſie mit den wenigen Arbeitern in einem ganzen Monate hätten ausführen können. Dennoch ſpra⸗ chen alle dieſe Leute davon, in ein oder zwei Tagen nach den Minen ebenfalls aufzubrechen. Der Kapitän verſicherte mir, es ſei ihm nur möglich geweſen, ſie bis jetzt durch raſend erhöhte Preiſe und einen vollſtändig freien Gebrauch von Pisco und Brandy an ſich zu feſſeln. a ortſetzung folgt.) 15 Eine Anekdote. Es iſt eine bekannte Thatſache, daß die Amerikaner über alle Begriffe lügen können. In einem Kaffeehauſe zu Boſton ſaßen zwei Amerikaner und logen einander an. Denken Sie Sich, ſagte der Eine, was kürzlich einem der hieſigen Aerzte paſſirt iſt! Er hatte einen Kranken, der an einer heftigen Erkältung litt. Um ihn zum Schweiße zu bringen, verſchrieb er ihm ein Recept, das aber ſo heftig wirkte, daß der Menſch Morgens in ſeinem Bette im eigenen Schweiße ertrunken gefunden wurde. Davon hab' ich auch gehört, ſagte der Andre, aber 206 mit dem Zuſatze, daß man, um zu dem ſchwimmenden Leichnam zu kommen, ein Boot zu Hülfe nehmen mußte! Das geht noch über deutſches Jägerlatein! An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend). In dieſer Zeit, wo ſo vieles wankt, hat die Treue der heſſiſchen Krieger nicht gewankt. Sie haben durch ihre Standhaftigkeit der, Ordnung und Wohlſtand zertrümmern⸗ den, Bewegung an unſerer Grenze Einhalt gethan. Allein die Rettung hat Blut gekoſtet, es hat Wunden gegeben, welche auf ein ſchmerzliches Krankenlager werfen, Wunden, welche auf Lebenszeit zur Arbeit untüchtig machen. Iſt es nicht Pflicht Derjenigen, zu deren Schutze dieſe Wunden empfangen wurden, zur Linderung derſelben beizutragen? Keinem Vaterlandsfreund, keinem Heſſen kann dies unzwei⸗ felhaft ſein. Wirklich ſind ſchon in den bedeutendſten Orten unſeres Landes Vereine zur Unterſtützung unſerer verwun⸗ deten Landsleute zuſammengetreten und haben begonnen, Gaben für dieſelben zu ſammeln. Friedberg und ſeine Um⸗ gebung wird nicht zurückbleiben, wo es gilt, eine ſo edle Pflicht zu erfüllen. Mögen die Zeiten ſchwer ſein! für ſo dringende Verpflichtungen wird immer noch eine Gabe übrig bleiben; insbeſondere, wenn man bedenken will, daß ohne das wackere Verhalten unſerer Soldaten die Zeiten ja längſt ſchon hundertmal ſchwerer ſein würden. Die Unterzeichneten erklären ſich zur Empfangnahme und Beförderung der eingehenden Gaben bereit und werden demnächſt öffentliche Rechenſchaft darüber ablegen. Friedberg am 14. Juni 1849. Textor. Cronenberg. J. Steinhäußer. Krach. Mayer Hirſch. H. M. Decher. Jac. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. er amen *) Durch Zufall verſpätet. a 0 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 1863) Dienſtag den 26. l. M, Vormittags 10 Uhr, wird an Ort und Stelle die Vollen⸗ dung des Looſes 15 der Erdarbeiten in der Gemarkung Vilbel unter den, bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Sections⸗ büreau zu Vilbel. Friedberg den 16. Juni 1849. 6 Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur der Section Vilbel J. d. A. Geſſner. Arbeits Verſteigerung. (975) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf Ort und Stelle, und zwar hinter dem Schloß, eine Strecke von 40 Klafter lang zum Planiren und Chauſſtren, ſowie das Auliefern der Chauſſirſteine hierzu, durch öffent⸗ liche Verſteigerung an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Planixarbeit veranſchlagt zu 80 fl.— kr. 2) Chauſſirarbeit„„ 80„ 3) Liefern der Chauſſirſteine, 10,5 157„ 4) Fuhrlohn der Steine 63„ 5) Setzerlohn i 10„ Fauerbach II. am 16. Juni 1849. Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. * 30. — 30„ Bekanntmachung, Holzverſteigerung im Domanialwald Frauenwald, Reviers Oberrosbach betreffend. (970) Dienſtag den 26. d. M., Morgens um 8 Uhr, wird in dem rubricirten, bel Nieder⸗ mörlen gelegenen Walddiſtrict, an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken 855 1975 me geſchält Eichen 2092 Wellen Reiſerholz, 8 3 Wagen, 5 Läſte Allerleiholz, 7 Stämme in 39 C.-F, 1 geſchält 240 Stangen in 67 C.⸗F. Nutzholz, Eichen 2 zu Baumſtützen brauchbar, 100 Gebund Ginſtern, zu Backholz. Oberrosbach den 16. Juni 1849. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Gras ⸗Verſteigerung. (9877) Nach Gemeinderathsbeſchluß vom Heu⸗ tigen ſoll Montag den 25. d M., Morgens 9 Uhr anfangend, das dies ſährige, der hieſigen Gemeinde gehörende Gras zu Heu von circa 180 Morgen vom ſog. Erlen und der Sau- weide, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Florſtadt den 19. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel.. Gras ⸗Perſtei gerung. (988) Das diesjährige Heugras von nach⸗ 5 benannten Gräflich Solms-Laubach ſchen Wieſen, ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Eredit bis(ge Martinitag d. J. bewilligt werden; nämlich: 1) die zu Altenſtadt den 25. d. M., von Morgens 8 Uhr an, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Holzapfel daſ., und 2) die zu Höchſt an demſelben Tage, Nach⸗ mittags von 2 Uhr an, und zwar zu Heu und Grummet, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirth Altvater daſelbſt. Engelthal am 19. Juni 1849. Der Gräfl. ee Rentmeiſter ru hu E. Gras Verſteigerung. (989) Montag den 25. Juni d. J., Mittags 11 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zu⸗ ſtehende Heugras von eirca 18 Morgen, par⸗ cellenweis, an Ort und Stelle, gegen gleich baare Zahlung, meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach den 19. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter pill ip Gras Verſteigerung. (990) Montag den 25. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das Gras von den hieſigen Gemeindewieſen, in den gewöhnlichen Abthei⸗ lungen, zu Heu und Grummet an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Schwalheim am 20. Juni 1849. Der Bürgermeiſter Reimer. dunmerden men mußte! in! 5 und der uu die Treue en durch ihre zertrümmern⸗ dan. Allein den gegeben, en, Wunden, chen. Iſt es dieſe Wunden beizutragen? dies unzwei⸗ endſten Orten lerer verwun⸗ en begonnen, und ſeine Um⸗ „eine ſo edle ſein] für ſo ie Gabe übrig , daß ohne tten ja längſt upfangnahme t und werden egen. teinhäußer. M. Decher. Trapp II. d oerſtegert und eint Ertbit bis rden; namlich: 8. d. N., don der Behauſung garfcl dal, ud ien Tag, Nach. . und war 10 „ ber Bebanſung walrt daſelbft. 1845. 9 che Nentmeiſtet 2E 21116. „ 4 Mittags 8 Gemeinde f- Porgen, par⸗ * gegen gli. airtgert wenen. 49. 4. Bürgemeiſn 15 U zer 9. * U 1 Nachmittag — den heflgel ache Abthe⸗ * Ort und Verſteigerun g. (991) Dienſtag den 3, Juli d. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll eine große Anzahl, in gutem Stande befindliche, 3 bis 12 Ohm haltende Aepfelweinfäſſer dahier verſteigert werden. Arnsburg am 18 Juni 1849. Der Gräfl. Solms'ſche Rentamtmann Fabricius. Bekanntmachung. (992) Kommenden Montag den 25. d. M., Mittags um 4 Uhr, ſoll daher das Abbrechen — 207— eines alten Stalles in der erſten Schulhofralthe, ſodann die bei Erbauung eines neues Stalles vorkommende Maurer⸗ und Zimmerarbeit, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen an den Wenlgſtnehmenden vergeben werden. Bemerkt wird, daß Riß und Voranſchläge in 9 0 Locale des Unterzeichneten zur Einſicht offen iegen. Dorheim den 19. Juni 1849. J. Bingel, Bürgermeiſter. Holz„Verſteigetung. 993) Künftigen Montag, als den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, werden 20 Stecken Klefern⸗ Nadelholz in dem Gemeindewald, Diſtrikt Honig⸗ egg, einer Verſtetgerung ausgeſetzt. edingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht. Die Zusammenkunft iſt in Stammheim im Rathhausſaale. Stammheim den 20. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bexmann. Privat- Bekanntmachungen. Wein⸗ und Baieriſche Bier⸗Wirthſchaft 994) von Wilhelm Bingmann in Oberrosbach. LCEinladung. 99) Sonntag den 1. Juli d. J., am Tage les Hauptſchießens dabier, iſt gut beſetzte Tanz⸗ nufif anzutreffen und Montag den 2. Juli, zräcts halb 1 Uhr, iſt table d'Hoôte und gut be⸗ setzte Harmonie⸗Muſik, wozu höflichſt einladet Nauheim im Juni 1849. D. Fri tz. Guten Lein ſamen 996 bat zu verkaufen 5 Nic. Ewald 1. in Ockſtadt. Gießen. Studlentenconcert 997) zum Beſten eines dedürftigen Studen⸗ un. den 1. Juli 1849 im Cur ſaale zu Salzhauſen arrangirt von N W. Langsdorff. Ph. Fritſch. eu ch. 998) Eine junge geſunde Schenkamme, mit ein beſten Zeugniſſen verſehen, ſucht entweder r hieſiger Stadt oder der Umgegend einen Dienſt. Bei der Expedition dieſes Blattes iſt Näheres erfragen. Friſch angekommen 0 vorzügliche Schweizerkäſe, Sardellen, F Geenen, Vanille, holländiſche Liquers und ächter Rum. Ich empfehle zugleich mein bedeutendes Commiſſions⸗Lager von guten billigen Cigarren 1 den Fabrik⸗Preiſen 1 L. Goldmann junior in Friedberg. An fr a g 000) Iſt ein Mann, welcher mehrmals ge⸗ 1555 125 darüber in Unterſuchung geſtanden, ü dem Amte eines Kirchenrechners zuläſſig? Looſe großen Ausſpielung (4001) vereinigten ſüddeutſchen Ge⸗ werbhallen nebſt Plänen ſind zu haben bei Bindernagel in Friedberg. Echte Bremer ⸗Eigarren! in noch nie dageweſener Qualität! (892) babe wieder mehrere hundert Kiſten empfangen, welche zu fl. 17—, 19—, 22— und fl. 2 4 per Tauſend abgeben kann Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Billig und in großer Auswahl bei L. Goldmann junior in Friedberg, (893) Porcelain, Glaswaaren, Spiegel und Spiegelglas. An die Ortsbürger von Obermörlen. (1002) Zur Würdigung des in Nr. 35 dleſes Blattes etſchlenenen Inſerats, betitelt:„Die Gemeinderathswahl in Obermörlen,“ bemerke ich, daß Lehrer König der Urheber deſſelben iſt(der Verfaſſer iſt der weiland Lehrer Burk, indem Lehrer König zu ſolch einem geiſtreichen Provukt wohl nicht genug Gelſtesträfle beſitzt, ſondern mit dem Kopfe eines weiland Lehrer Burk pflügen mußte). Jetzt werdet Ihr fragen, Schmähartikel? Nun die Sache lit folgende: wie kommt Lehrer König zu ſolch' einem Wie bekannt, hat Lehrer König den in der ganzen Umgegend eine traurige Berühmtheit er⸗ langten Gemeinderath von Obermörlen in den bei Erfferem ſtaͤttgefundenen Abendszuſammen⸗ künften hinter dem Tiſch bet Aepfelwein und Wurſt zu beſtimmen gewußt, zu genehmigen, daß dem Lehrer König Behufs ſeiner Verheiratung in dem für 16,000 fl. erbauten neuen Schulhaus ein Lehrſaal als Wohnung eingeräumt werde. Nur, meines Wiſſens, ein Gemeinderathsmitglied, der Joh. Heinr. Burk, hat dieſen Beſchluß, zur Ehre ſei es hiermit geſagt, nicht genehmigt. Das mit blutig ſchweren Opfern neu erbaute Schulhaus auf ſolche Weiſe zu verderben, einen Theil der Kinder in's alte und den andern in's neue zur Schule zu ſenden, Alles nur, um dem Herrn Lehrer König eine großartige Wohnung an der Straße herzuſtellen; dieſes konnte ich nicht ruhig geſchehen laſſen. (Ueberdies iſt die Gemeinde durchaus nicht ſchuldig, dem Lehrer König eine Wohnung zu verſchaffen.) Da ferner der von dem Lehrer König vorgeſchützte Einwand, die ihm im alten Schulhaus angebotene Wohnung ſei für ihn zu ungeſund, ganz lächerlich war, indem, wenn dieſe Wohnung für die Schulkinder für den Herrn Lehrer König ſein muß, ſo commiſſion einen Proteſt gegen den Gemeinderathsbe eſund genug iſt, fie es auch wahrlich . ich mich bewogen, bei Gr. Regierungs⸗ ſchluß zu veranlaſſen. In Folge hiervon wurde auch dieſer Beſchluß, nach eigener Ausſage des Lehrers König, als„unſinnig⸗ von Gr. Reg. Commiſſion aufgehoben. Lehrer König und ſein Buſenfreund Herr Burk, weiland Lehrer, da⸗ mals Schreiber bei dem Gr. Bürgermeiſter dahier, hielten Anfangs den Forſtſchützen Köhler für den Verfaſſer des Proteſtes, da er denſelben abgeſchrieben hatte. Gott weiß nun wie es gekommen iſt, ob Zufall oder nicht, genug ohne Verzug auf dieſes Exeigniß wurde ein Protokoll des hieſigen Ortsvorſtandes an Gr. Reg. unter andern Schlechtigkeiten auch der Dienſtuntreue ⸗Commiſſion geſendet, worin Forſtſchütz Köhler und des Diebſtabls am Gemeindevermögen be⸗ ſchuldigt wird, womit deſſen letzt von dem Ortsvorſtande und ſonſt von wem? gewünſchte Verſetzung motivirt werden ſoll. Als ꝛc. Köhler von ſeiner vorgeſetzten Behörde darüber zur Rechenſchaft ge⸗ zogen und dieſes hier bekannt wurde, ſollen, ſo ſagt die Mähr, einige Gemeinderäthe und der Gr. Bürgermeiſter König erklärt haben, ſolche Beſchuldigungen hätten ſie nicht„unterſchrieben!“ Dem ſei nun wie ihm wolle, ſo viel iſt gewiß, Bürgermeiſtereiſchreiber Burk hat ſich hierauf mit ſeinem Brodherrn veruneinigt und beſorgt deſſen Bürgermeiſtereigeſchäfte nicht mehr.—— Jetzt ſcheint nun Herr Lehrer König erfahren zu haben, daß ich der Autor jenes Proteſtes bin, daher jezt ſein Gift. Freilich gebe ich zu, daß es dem Lehrer König recht ärgerlich ſein mag, ſein Lieblingsproject geſcheitert zu ſehen, den Gemeinderat auf dem vertrauteſten Fuße(warum 2), ath auf ſeiner Seite, mit dem Gr. Bürgermeifſer da wäre er recht ahn im Korbe geweſen, wenn ich „anmaßender Menſch“, der„kaum 2 Monate Ortsbürger⸗ ift, nicht dazwiſchen geplümpt wäre, um den ganzen Kram zu verderben. Wahrlich dieſes muß recht ſchmerzlich ſein; allein das In⸗ tereſſe meiner Gemeinde galt mir mehr, als die Gemüthsruhe des Herrn Lehrers König. — 208— Nun kommt noch ein zweiter Umſtand hinzu, welcher den Lehrer König ſo in Harniſch gegen Kirchliche Anzeigen 0 0 mich gebracht hat. Die hieſige Kirchenuhr, wonach ſich die hieſigen Einwohner in ihrer Zeit richten, für Friedberg 10. 0 555 bald bedeutend 175 bald nach, 97 1 W N Wie 5 5 17 3.— N r der hieſigen Einwohner mit den beiden Nachbarſtädten de non klar ſein. erho i 005 88 A. d. N. ſpeſ Gr, Bürgenmelſer dahier dieſerhalb eine Reclamation und erſuchte ihn, die 3. Sonntag n. Trinit. den 24. Juni. Wärter der Uhr zur größern Pünktlichkeit im, Stellen derſelben anzuhalten. In dieſer Reclamation 0 i erblickt nun Lehrer Könkg, welcher in Gemeinſchaft mit Herrn Lehrer Ahlbach die Uhr aufzuziehen Pfarramtliche Functionen verrichtet: und zu ſtellen hat,(was ich ührigens, erſt jetzt erfahren babe) eine Beleidigung gegen ſich. Jetzt Herr Diaconus Baur. war das Maaß meiner 7 900 Herrn. 15. e g 10 a fen dien land Lehrer Burk an die Hand genommen, obigen 5 mähartikel verfertigt und dieſe; 4841; 5 1 85 N an die Expedition dieſes Blattes befördert. Allein die Expedition verlangte von dem Vormittags predigt in der Stadtkirche: Ueberbringer, da der Artikel nicht unterzeichnet, daß er die Verantwortlichkeit übernehmen ſolle. Da Herr Stadtpfarrer Feu tſch. dieſer ſich dieſes zu thun jedoch weigerte, ſo. marſchirte der Artikel hierher wieder zurück. Hierauf.—— 2— hin ging ein dem Lehrer König ergebenes Gemeinderathsmitglied nach Friedberg und bewirkte, Nachmittags predigt in der Stadtkirche: * daß der fragliche Artikel, unterzeichnet„Mehrere Einwohner daſelbſt⸗ in Nr. 46 dieſes Blattes 8 1 . die Baue zu ſtehen 5 75 ee 40— 1 von ene 2 Gen 1155 f Herr Candidat Müllez e erſuche. Warum Herr Lehrer Konig twa deßhalb, weil mir das nereſſe der Gemeinde; 7 1 5 1 Herzen liegt, als Ihre ebrenwerthe Gunſte So ſcharſſinnig Ste auch ſonſt ſein mögen, Vormittags predigt in der Burgkirche: das haben Sie aber dieſesmal, mit gütigſter Erlaubniß, nicht gut gemacht. Sie müſſen ſehr für Herr Diakonus Baur. Ihre werthe Perſon eingenommen ſein, wenn Sie glauben können, ich würde mir die Mühe geben, b 205 a Sie verehrteſter Herr Lehrer zu chikaniren. l Nachmittags predigt in der Burgkirche“= Was nun die in fraglichem Schandartikel ausgeſprochene Behauptung anlangt, ich ſuche mich um„jeden Preis“ in den Gemeinderath zu drängen, ſo mag das davon hergeleitet werden, daß Herr Candidat Kraus. ich vor einigen Tagen mit vielen Ortsbürgern eine Vorſtellung an Gr. Regierungscommiſſion* habe abgehen laſſen, worin beantragt wird, die Gemeinderathserſatzwahl dahier ſchleunigſt vornehmen u laſſen, da der, hieſige Gemeinderath in ſeiner jetzigen Zuſammenſetzung das Vertrauen der Ge⸗ 11328 mend nicht mehr bebe. Sollte ich, wiewohl es mir in anderer Beziehung gar nicht erwünſcht J r u ch t pre i. 6. käme, in den Gemeinderath gewählt werden, ſo gebe ich gern zu, daß dieſes mir geſchenkte Vertrauen S———— für Herrn Lehrer König und Genoſſen ſehr unangenehm ſein möchte, indem ich ihre Karte wohl 1 20. Juni. 15. Juni. J L. Mal. gewaltig verderben würde. Ich nehme es daher dem Herxn Lehrer König ganz und gar nicht Gattung. Fried⸗ zug Sie⸗ übel, wenn er meinen redlichen Willen zu verdächtigen ſucht; ſo etwas gehört zur Sache und darf cer Mainz J dur 9 auch Lehrer König ſeinen Charakter nicht verleugnen. i 9 eee Was endlich vom„Junkerthum, in jenem Schandartikel räſonnirt wird, ſo diene als Er⸗ f. tr fl. kr. fl. Tr. läuterung Folgendes: Eine freche Lüge iſt es, wenn behauptet wird, mein Herr Principal ſtünde Waizen pr. Malter 9 20 98 8 10 mit der Gemeinde wegen einer neuen Kirchhofsanlage im Conflict. Werden von dieſem Herrn] Korn„„„ 6— 1 5 27 5 ar Grundſtücke zu dem Kirchbof verlangt, ſo liegen Geſetze vor, wonach die Abtretung zu erfolgen hat. Gerſte„„ 4 401 4 51 4410 Was die Weideberechtigung anlangt, ſo beſtimmt das Geſetz vom 7. Mai d. J. deren Ablöſungs⸗ Hafer„ 5 4 30 3351 2150 8 norm, es kann daher bon einem Conflict auch hier keine Rede ſein. Im Uebrigen ſteht mein—— Herr Principal in der hieſigen Gemeinde gerade ſo da, wie jeder andere Be⸗„. 5 0 güterter auch.. f J 8 J Polizei- Taxe Was den übrigen ſchmutzigen Inhalt fraglichen Schandartikels anlangt, ſo verachte ich es. a 1 123 hierauf noch Etwas 10 1 e ee 9 für die Städte Friedberg und Butzbach So vlel für jetzt; ich hoffe jedoch, daß Herr Lehrer önig die Güte haben wird, mir Ge⸗ 1 8 a legenheit zu geben, das Thema noch etwas witer fortzuſetzen. vom 23. bis 29. Juni 1849. 2 f 5 m Schluſſe noch eine Moral:„Man wird finden, daß eine Kröte ſtets aus einem Verſteck ihr Gift auf den Vorübergehenden zu ſchießen ſucht. i Sbermoͤrlen den 16. Juni 1849. 5 5 No Friev⸗ Butz g Oswald Riedel, Ortsbürger daſelbſt. 8 rod ⸗ eiſe. berg. bach. . 8 kr. pf. kr. pf. 2 2 11 Leib⸗Roggenbrod 21510 2 6 4 Zur Nachricht für Auswanderer! 2 304 (1003) Das nach Nordamerika auswandern wollende Publikum erlaube ich mir darauf aufmerk-.. Ath. 00 ſam zu machen, daß ich von der Geſellſchaft zum Schutze der Auswanderer nach Amerika, Direfe⸗— Milchbrod 1105 15 tion Havre und Antwerpen, bevollmächtigt bin, unter ſehr vortheilhaften Bedingungen für die Aus⸗— Waſſerweck 15 ½ wanderer Schiffsaccorde abzuſchließen, wobei ich, bemerke, daß die Preiſe ſehr gering ſind.— Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 10616 Nähere mündliche Auskunft zu ertheilen bin ich ſtets bereit. 5 ö Hungen den 18. Juni 1849. 1 Fleiſch⸗ Preiſe. pf. pf P. Weigand, Gemeinde⸗Einnehmer. 1 Ochſenfleiſch abet 12— 12— nge; gemäſtetes N 9— A 10 e 1 e 1 Kühſteiſh Ungemaſtetes 8——— 5 ge.„ Nindfleiſch gemäſte e— 8 (4004) Auch in dem bevorſtehenden Halbiahr wird die Hanauer Zeitung, wie bisher, Kalbfleiſch ungemäſtet. 5 r die Sache des Volkes vertreten und ſich nicht irre machen laſſen durch politiſche Zweizüngeleien, 45 Schweinenfletſch 11 2 0 welche jetzt ſchon hin und wieder in der Journaliſtik auftauchen. Eutſchieden erklärt ſie ſich für die conſtitu⸗ 15 Hammelfleiſch 9—1 9 1 tlonelle Staatsform, wie ſie in der deutſchen Reichsverfaſſung vorgeſchrieben; dieſer allein gilt die„ Schaaffleiſch 7 7 U Tendenz des Blattes, das nicht nur aufs Schnellſte alle Tagesbegebenheiten berichten, ſondern die⸗„ Wurſt b. blos Schweinen 12 1 14 + e ſelben auch von Zeit zu Zeit in längeren Artikeln beſprechen wird. 5 Gemiſchte Wurſt 10 IIA a Die„Blätter der Vergangenheit und Gegenwart“, als Beiblatt„ Bratwurſt“ 15— 16 lie der Hanauer Zeitung, fahren fort, durch anziehende Erzählungen ſowohl als durch Aufſätze ver⸗„Schwartenmagen 15— 16 d ſchiedenen Inhalts, die theils humoriſtiſch, theils dem Gebiete der Länder⸗ und Völkerkunde, oder„ Geräucherter Speck 24— 24 1 12 70 Geſchichte, der Politik und der Staatseinrichtungen angehören, ihre verehrlichen Leſer zu unter⸗„ Schinken 17— 18 f ha en. Dö i 5* 5 1 0 Inſerate, welche durch die weite Verbreitung der Hanauer Zeitung vom beſten Erfolg be— 5 n 1 15— 0 gleitet find, werden per Zeile mit 4 Kreuzer vergütet. 0 ausgelaſſen 7 24— 241 Der Preis der Han auer Zeitung mit ihren Beiblättern beträgt für Hanau 3 fl. 30.3 bei unausgelaſſen 30— 20 4 fer allen kurheſſiſchen Poſtämtern 2 Thlr. 4½ Sgr. halbjährlich. Vom Tage der Beſtellung an bis„Nierenfett 20— 24 fi zum 1 0 dem Beginn des neuen Halbjahrs, erhalten neu zugehende Abonnenten die Zeitung„ Hammelsfett 16— 16 bei unentgeldlich. ö Di 974% Fi 1 je Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion die u Hanau, im Juni 1849. f 1 Regterungsbezrte Friedberg bes Die Redaetion der Hanauer Zeitung. Ouveier. bi 52— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.