der nge 5 Aamlorzz hergeſelle ſiuden bei Holle Ex der. e, Orleans 1 e Main au nich zu billige ſtraßt 11. in Darm 150 ſonſtige. allen ſog, e ich dieſet bereit bin, erſt billiz de Rubriln Gegenwart genwart unt den Gebieln duſtrie, det Erzählungen l. 0 Holzſchin eitſchrift, C. Bin Stück, 4 Räth⸗ te Anelde⸗ ammbuch⸗ ruchwörtt 1 20 fr. 1 zur l. N 36. ſchreibens Gr. Oberſchulraths vom 7. April d. 1 blatt Nr. 55. die Lehrer: 1 — 15 N für die Provinz Oberheſſen * im Allgemeinen, den negierungsbezirk Friedberg 5 0 im Beſonderen. Sonnabend den 21. Juli 1840 Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Bezirksſchulcommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Schulvorſtände des Negierungsbezirks. Betreffend: Die Juſpection und Viſitation der Volksſchulen. Wir benachrichtigen Sie, daß in Gemäßheit Aus⸗ Amts⸗ Becker zu Beyenheim, Wirthwein zu Butzbach, Kratz zu Florſtadt, Störger zu Friedberg, Veith zu Oberwöllſtadt, Sulzbach zu Rockenberg,. Seminarlehrer Roth zu Friedberg, Werner zu Höchſt a. d. N., Kolb zu Holzhauſen Perron zu Vilbel, Hanſtein zu Burggräfenrod, Hildebrand zu Niederwöllſtadt, Klein zu Hungen, Gerlach zu Bellersheim, Bernhard zu Gambach und Rab zu Holzheim, n vorläufig beſtimmt worden ſind, um den abgehalten wer⸗ denden Schulviſitationen beizuwohnen.* i Friedberg den 14. Juli 1849.* O u vrgher. Heiſeſnizzen aus Kalifornien, im Frühjahr 1848. Von J. Tyrwhitt Brooks. (dortſezung.) Ueberzeugt, daß ein Weiterſuchen vor Tagesanbruch ganz nutzlos ſein würde, beſchloſſen wir, ein paar Stunden zu ſchlafen, ſtiegen von unſeren Pferden, banden ſie, ſo— gut es gehen wollte, feſt, legten unſere Sättel auf die Erde, ſchlugen die Satteldecken um uns her und lagen bald feſt eingeſchlafen. Story und Horry hatten die erſte Wache. Während ſie auf ihrem Poſten ſtanden, weckte mich ein heftiges Ziehen an meinem Beine, ich griff nach meiner Büchſe und erkannte bald Story's Stimme, der mich beim Namen nannte. Er ſagte mir, daß er ſeit der letzten halben Stunde verſchiedene Feuer an den Hügeln hin erblickt habe, die etwa% Meile von uns entfernt ſein konnten. Er hatte ſie einige Zeit beobachtet und zu⸗ letzt beſchloſſen, mich aufzuwecken. a 277201 f Ich ging mit ihm aus dem kleinen Weidendickicht hinaus, wo wir uns unſer Lager gemacht, und ſah bald ebenfalls die Feuer, die jedenfalls einem indianiſchen Lager zugehbren mußtenz möglich, daß es dieſelben waren, die am Morgen unſere Pferde geſtohlen und uns ſelbſt ange⸗ griffen. Wir kehrten zurück und weckten die Uebrigen. Rath wurde gehalten, und da wir gut bewaffnet waren, die Indianer aber an, dieſem Morgen ſo beſondere Eile gezeigt, aus der Nähe und dem Bereiche unſerer Büchſen zu kommen, beſchloſſen, einen Ueberfall zu verſuchen, um wo möglich unſere geſtohlenen Pferde wieder zu gewinnem. Wir ſattelten die Thiere, ſtiegen ſo ſchnell als möglich auf, ritten etwa eine Meile nach den Feuern hin und fanden, daß wir uns unſeren Feinden ziemlich näherten. Vorwärts rückten wir; jeden Buſch, der unter den Hufen der Pferde krachte, hielten wir für irgend einen indianiſchen Vorpoſten, der unſere Annäherung entdeckt, und als wir uns nur noch eine kleine Strecke von den Lagerfeuern be⸗ fanden, ſtiegen wir von den Pferden, banden ſie an einen Baum und überließen ſie der Sorgfalt Horry's, wobel wir ihm wohl einprägten, ſeine Ohren hübſch aufzuhalten und, ſobald er hörte, daß wir uns vor den Indianern zurückzögen, ein paar mal laut aufzuſchreien, damit wir 1 wo wir die Mittel zu unſerer Flucht zu ſuchen aͤtten. a 8 Wir rückten äußer vorſichtig weiter. Maleolm und Bradshaw gingen dem He rupp etwa 20 Schritte vor⸗ an. Unſer Plan war, daß fünf, nämlich Lacoſſe, Story, der Fallenſteller, Joſé und ich, die Hauptmacht bilden und einen Halbkreis formiren ſollten, von dem die beiden Kund— ſchafter die äußerſten Spitzen zu bilden hatten. So woll— ten wir uns dem indianiſchen Lager nähern, dann eine Salve auf ſie feuern und abſchwenkend unſre Pferde mit uns forttreiben. Innerhalb 200 Schritte von den Lager⸗ feuern wurden wir durch einen Schuß erſchreckt, ein ſchril— les Pfeifen folgte. Wir rückten aber noch immer weiter vor und erreichten in wenig Augenblicken Malcolm und Bradshaw, wobei der Matroſe in den Armen ſeines Ge⸗ — 38 führten lag, der mir entgegenrief, der Mann ſei geſchoſſen, und mich bat, nach ihm zu ſehen. Die Uebrigen unſrer Partei rückten, als ſie dies hörten, noch ein paar Schritte weiter vor, legten an und waren im Begriff zu feuern, als ſie plötzlich mit echt brittiſchem Accent und dem Aus⸗ rufe:„Verdammt Eure Augen, wer geht da 2, begrüßt wurden. Dies ſetzte uns ſo in Erſtaunen, daß dadurch wahrſcheinlich das Leben Sämmtlicher im Lager gerettet wurde. Die Männer hielten einen Augenblick und beriethen zuſammen, was jetzt zu thun ſei. Ein Schuß war vom Lager abgefeuert worden und einer der Unſern verwundet. Es ließ ſich daher kaum etwas Anderes denken, als daß wir einen Trupp jener herumwandernden Räuber gefun⸗ den hätten, die, wie uns ſchon geſagt worden, den Fuß der Sierra Nevada ſo unſicher machen. Ich erfuhr jetzt übrigens von Malcolm, was er mir im Anfange nicht gleich geſagt, daß Bradshaw ſich durch das Losgehen ſeiner eigenen Büchſe verwundet habe. Raſch ſprang ich zu meinen Gefährten, erklärte ihnen das, ſagte ihnen, der Mann ſei ziemlich bös im Bein verwun⸗ det, ich hätte ihn aber raſch mit meinem Schnupftuche ver⸗ bunden und der Sorgfalt Malcolm's überlaſſen, und ich wollte ſie nur davon unterrichten, dämit kein weiteres Blutvergießen ſtattfände. Kaum hatte ich die Worte aus⸗ geſprochen, als wir Horry laut ſchreien hörten, gleich darauf glaubte ich ein Stoͤhnen zu vernehmen. Die An⸗ dern wollten aber nichts davon wiſſen, und ich dachte, ich hätte mich geirrt. Möglich war es, daß er blos unſerm Befehl nach geſchrieen hatte; wir nahmen deßhalb keine weitere Notiz davon. In demſelben Augenblick kamen mehrere Pferde in vollem Gallopp und wenige Schritte an uns vorbeigeſprengt, dicht hinter ihnen folgten etwa ein halbes Dutzend berittener Indianer. Wir erriethen im Nu die Wahrheit, ſie mußten die Zügel unſerer Pferde zerſchnitten haben und trieben ſie jetzt fort, ſie mit denen zu vereinigen, die ſie an dieſem Morgen uns abgeholt. Wir ſchoſſen, luden wieder, ſchoſſen noch einmal und folgten dann, während ein lauter Chor von Hallohs und wildem Schreien aus dem vor uns liegenden Lager in das Gebrüll der fliehenden Indianer und unſerm Drohruf hineintönte, den Wilden. Es gelang uns auch, unſern Pferden den Weg abzuſchneiden, und die Diebe verſchwanden, ſo raſch wie ſie gekommen. N Nachdem wir unſre Thiere in Sicherheit hatten, brachten wir ſie nach der Richtung zurück, wo wir Horry verlaſſen, und fanden auch glücklicher Weiſe nach einigem Suchen den genauen Fleck, dort aber zu unſerem Entſetzen den armen Teufel von Matroſen todt, ſeinen Körper mit Blut bedeckt und Kopf und Geſicht furchtbar zerſchnitten. Eine genaue Unterſuchung zeigte uns bald, daß ſie den Unglücklichen erſt ermordet und dann ſcalpirt hatten.„Ja, ja, ſagte der alte Jäger,„ich dachte es mir faſt; ſein Scalp hängt in dem Gürtel von einem der Teufel. Aber bei Gott, ich werde eine Unze Blei durch die erſte Roth⸗ haut ſchicken, der ich wieder begegne! Rache wollen wir wenigſtens haben.“. Sobald ich mich nur 1 as von dem Entſetzen, das dieſe Scene natürlich auf mich hervorbrachte, erholt hatte, kehrte ich mit dem alten Jager zum Platz zurück, wo wir Malcolm und Bradsham verlaſſen, kaum jedoch noch erwartend, nach dieſen Vorfällen Einen von ihnen am Leben zu finden. Glücklicherweiſe war meine Furcht grundlos geweſen, und wir trugen jetzt den Verwundeten ſo gut es gehen wollte nach dem Platze zurück, wo die Uebrigen der Geſellſchaft auf uns warteten. Hier blieben wir bis Tagesanbruch ſchweigend und niedergeſchlagen. Was mich betrifft, ſo hätte ich weinen mögen. Der arme Matroſenknabe, obgleich ich mich ſonſt wohl wenig um ihn und ſein Leben bekuͤmmert hatte, war doch Einer von un⸗ ſerer kleinen Geſellſchaft geweſen, hatte das rauhe Leben der Wildniß mit uns getheilt, und mir war es, als ob ich einen Freund verloren. Der Tag dämmerte endlich.— Nachdem wir unſre Zügel, ſo gut es ging, wiederhergeſtellt, brachen wir auf. Wir ſchlugen den Korper des Todten in eine Decke und legten ihn auf ſein Pferd, um ihn mit zum Lager zu nehmen und nach den Gebräuchen der engliſchen Kirche zu begraben. Ich unterſuchte des Zimmermanns Bein und fand, daß die Wunde glücherweiſe nur im Fleiſch ſaß; es verurſachte ihm nichtsdeſtoweniger große Schmerzen, dabei zu reiten, anders konnte er aber nicht zum Lager trans⸗ portirt werden. Während wir langſam im grauen Dämmerlicht des Morgens dahinritten, bekamen wir einen Blick über das Thal, das der Schauplatz unſerer letzten Unglücksfälle ge⸗ weſen, und ſahen in den Hügelſeiten zwei mit weißer Lein⸗ wand beſpaunte Auswandererwagen, deren Pferde ruhig im Thale weideten. Einige von uns ritten dorthin, fan⸗ den aber keine Seele dabei. So war wenigſtens eine unſerer letzten geheimnißvollen Erſcheinungen erklärt, das Lager, das wir zuerſt für ein indianiſches und nachher für eines der Bergräuber gehalten, mußte wahrſcheinlich einigen Auswanderern angehoͤrt haben, die eben die Sierra Ne⸗ vada gekreuzt hatten, um in das Sacramento⸗Thal hinüber⸗ zugehen. Durch den furchtbaren Laͤrm und das Schießen erſchreckt, glaubten ſie ſich aller Wahrſcheinlichkeit nach von entſetzlichen Gefahren, umgeben, verließen ihre Wagen und ſuchten ein Verſteck, um wenigſtens ihr Leben in Sicherheit zu bringen. Wir ſchrieen, ſo laut wir konnten: „Freunde, Amerikaner“ und andere Namen, um Vertrauen bei ihnen zu erwecken, falls ſie ſich in Rufesweite noch befinden ſollten, erhielten aber keine Antwort. Wir eilten nun zu unſerer Geſellſchaft zurück, erreichten etwa nach drei Stunden das Lager, immer noch dabei hoffend, den jetzt vielleicht zurückgekehrten M'Phail zu finden. Doch auch hierin ſahen wir uns getäuſcht. Er war ausgeblie— ben, und traurig gingen wir daran, des armen Horry Grab zu graben. Nachdem Malcolm aus einem engliſchen Gebetbuche die üblichen Worte abgeleſen, deckten wir ihn mit Erde zu, ſägten dann einen Kieferſtamm ab, den wir ein paar Fuß in den Boden ließen, glätteten den obern Theil und ſchnitten mit rauhen Buchſtaben ſeinen Namen und Todestag hinein. (Schluß folgt.) allftragt den Pachtluſtigen über die betreffenden Daare Jahlung verſteigert werden. Die Ver⸗ Bekanntmachungen vor hoͤrden. N NN ν Bekanntmachung. (10900 Oienſtag den 24. l. M., Morgens um 10 Ühr, werden in hieſtgem Rathhauſe die den Karl Weckerling' ſchen Kindern gehörenden, in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach 11. liegenden Güterſtücke auf 6 Jahre meiſtbietend verpachtet. Die hieſigen Flarſchützen ſind be⸗ Grundſtücke Ausfunft zu ertheilen. Friedberg den 12. Juli 1849. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Been dee x. Verſtei gerung. (1121) Freitag den 27, d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll die auf dem Gelände des Militär⸗ fiscus dahier, neben dem Exercierplatze ſtehende Gerſte, auf dem Halmen, öffentlich gegen gleich ſteigerung wird auf dem Exercierplatze abgehalten. Friedberg den 18. Juli 1849. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Holzmacherarbeit. (1122) Das Kleinmachen des Brennholzes für das hieſige Lazareth ſoll auf ein Jahr in Accond gegeben werden. Luſttragende zu dieſer Arbeit können auf dem Lazarethbüreau zu jeder Zeit die Accordsbedingungen erfahren und ihre Fotderl Montag ace örier (1120 Nachmit 258“ an Ort tenden! Frie (Oießen. 1¹2⁴ miegebär Aſchen, 127 fl. gens 91 Natthien herſteige Riſe, gungen bomfſge Gieß unten: trauen e noch eilten d nach d, den Doch zgeblie⸗ Horm uche vir ihn Forderungen zu Protokoll Abe welches letztere Montag den 23. d. M, Morgens um 11 Uhr, geſchloſſen wird. Friedberg den 18. Juli 1849. J. A Fuhr, 9 Verſteigerung. (1123) Montag den 23. dieſes Monats, Nachmittags um 5 Uhr, ſoll der Waizen von 268% Ruthen Acker auf dem Ringgraben an Ort und Stelle öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden. Friedberg den 16. Juli 1849. In Auftrag Der Großh. Hefſ. Bürgermeiſter Bender. (Gießen.) Verſteigerung von Schrei⸗ nerarbeiten. (11240 Zur Einrichtung des neuen Anato⸗ miegebäudes dahier, ſoll die Anfertigung von Tiſchen, Schränken, Stühlen ꝛc, veranſchlagt zu 1287 fl., Mittwoch den 25. d. Monats, Mor⸗ gens 9 Uhr, in gedachtem Gebäude, in mehreren ö Parthien, an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedin⸗ gungen find von heute an in dem neuen Ana⸗ tomiegebäude zur Einſicht aufgelegt. Gießen den 15. Juli 1849. In Auftrag: Naumann, Bauaufſeher I. Cl. f Bauarbeiten. (1125) Die zur Herſtellung des hieſigen Spritzenhauſes erforderliche Maurerarbeit, veranſchlagt zu 8 fl.— kr. Zimmerarbeit 1 7„ 2 ſoll Dienſtag den 24. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem hiefigen Gemeindehaus an die Wenigſtfordernden vergeben werden. Kleinkarben den 17. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Buürgermeiſter Sers bel. Ein Kapital von 100 fl. (11260 wird mit dem 18. Auguſt d. J. in hieſiger Gemeindekaſſe zum Ausleihen bereit liegen. Petterweil den 18. Juli 1849. Der Gemeinde-Einnehmer ie Verſte f ger ung. (1127) Ein herrſchaftliches zweiſtöckiges Wohn⸗ haus zu Trais⸗Münzenberg, 30 Fuß lang und 18 Fuß breit, von eichen Holz erbaut, ſoll Mon⸗ tag den 30. d. M., Morgens 10 Uhr, daſelbſt verſteigert werden. Arnsburg den 15. Juli 1849. Der Gräfl. Rentamtmann Fabricius. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1128) Nächſten Dienſtag den 24. d. M. Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſiger Bürger⸗ meiſterei die bei Erbauung einer neuen Brücke über den Nidderfluß erforderliche Maurerarbeit, veranſchlagt zu 82 fl. 18 kr. Steinhauerarbeit,„ 1 54% 10 Zimmerarbeit,„„ 77„ 26„ Schloſſer⸗ oder Schmiedearbeit 20— ſo wie die Lieferung von 25 Bütten Waſſerkalk, an gewerbsberechtigte Uebernehmer öffentlich in Akkord gegeben werden. Ingleichen wird die Hand⸗ und Pflaſtererarbeit an der Ortsſtraße verſteigert. Höchſt a. d. N. im Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. auptmann. — 239— Ein Kapital von 200 fl. (1129) wird mit dem 10. Auguſt d. J. in hieſiger Kirchenkaſſe zum Ausleihen berelt llegen. Petterweil den 18. Juli 1849. Für den Kirchenvorſtand: H. C. Flick, Pfarrer. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1130) Der Unterzeichnete wird mit Geneh⸗ migung des Großh. Rectors vom 1. Aug. d. J. an für diejenigen Schüler der Muſterſchule, welche an dem Unterrichte in den fremden Spra⸗ chen Theil nehmen, im Vereine mit Herrn Con⸗ rector Mäller zu den geſetzlich beſtehenden täg⸗ lich noch beſondere Stunden hinzufügen, um die Zöglinge weiter zu führen, als dieß bei der ge⸗ ringen Anzahl der eigentlichen Schulſtunden möglich iſt, bei Präperationen ſie zu unterſtützen, ſchriftliche Arbeiten zu leiten und Repetitionen anzuſtellen. Die verehrl. Eltern der Betheiligten werden gebeten, ihren Beitritt bei mir anzuzeigen. N Göring. Ein tüchtiger Bäckerburſche, (11310 welcher mit guten Atteſten verſehen iſt, wird geſucht und kann ſogleich in Arbeit treten. Die Expedition ſagt wo. Anzeige. (1132) Vorzüglichen langen rothköpfigen Weiß⸗Rübſamen, das Loth 2 kr., iſt zu haben bei H. M. Decher in der Uſergaſſe. Vorzüglichen Weiß⸗Rübſa amen (1133) empfehle ich zu billigen Preiſen. Friedberg. Michael Jung, Samenhändler. Vier einjährige Eber (1134) ſtehen billig zu verkaufen bei Pachter Jobs. Schultheis in Steinfurt. Ge ſ u ch. (1135) Es wird in ein herrſchaftliches Haus ein Hausmädchen geſucht, welches im Nahen, Bügeln, Waſchen und Putzen ſehr geübt ſein muß, doch mögen ſich nur ſolche melden, welche ſich mit glaubwürdigen Zeugniſſen über ihre Sittlichkeit und Brauchbarkeit ausweiſen konnen. Das Nähere bei Ausgeber dieſes. Scheibenſchießen. (1136) Sonntag den 22. d. M. wird dahier ein Geldgabenſchießen mit Birſchbüchſen abge⸗ halten, wozu höflichſt einladet Bönſtadt am 17. Juli 1849. Die Schützengeſellſchaft. Wetterauer Vereinstag 1137) Sonntag den 29. Juli, Mit⸗ tags um 1 Uhr, 19 Hecht' chen Hauſe in Friedberg. Die Ausſchußmitglieder, wie alle Vorſitzende und Schriftführer der einzelnen verbundenen Vereine werden hierzu dringend eingeladen. Der Vorſitzende: Der Schriftführer: Schaub. Ph. Vogt. Muſikverein in Friedberg. 1138) Außerordentliche Verſammlung des Muſikvereins Samſtag den 21. Juli l. J. über Beſprechung eines Ausflugs auf das Oſſenheimer Wäldchen, im bekannten Local bei P. Sieck. Der Vorſtand. Mehrere Baumſtützen (1139) find billig zu haben bei Seilermeiſter Dietrich in Friedberg. Henkelgläſer, (1140) ord. gemalt mit ſchönen Sprüchen und Vergoldung, zum Ausſpielen auf Kirchweihen, empfiehlt per Dutzend fl. 1., in großen Partien billiger Karl Bender, Zeil neben der Konſtabler⸗Wache in Frankfurt a. M. Nauheimer Teichhaus. (11410 Sonntag den 22, Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonle⸗ und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt eimadet Henker. Oſſenheimer Wäldchen. (1142) Sonntag den 22. Juli iſt auf dem Oſſenheimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmufik anzutreffen, wozu Ae 0 einladet ehle. Einladung. 1143) Auf Sonntag den 22. d. Monats iſt bei Einweihung einer neuen Fahne des Ge⸗ ſang⸗Vereins Harmonie⸗Muſik anzutreffen, wozu ich alle höflichſt einlade und bemerke hiermit, daß ich für gute Speiſen und Getränke beſorgt ſein werde. Heinrich Engel von Oberrosbach. O Freunde kommt auf Weit und Breit Bei uns hier her gezogen, Auf's Beſte wird auch euch bereit Ein guter mürber Kuchen, Es wird euch nicht gereuen Der Weg, der wird euch freuen. Gut gebrannte Nuſſenſteine (4095) ſind von heute an ſtets vorräthig bei Friedberg den 14. Juli 1849. Chriſtian Ulrich J. Nach Amerika fl. 56. für Er⸗ wachſene, fl. 14. für Kinder. (40960 Jede Woche ueberfahrt nach New-Jork und Baltimore, ſowie New⸗Orleang zu obigen Preißen mit Inbegriff des Kopfgeldes, bei freiem Transport der Effecten ab Mainz auf Poſtſchiffen erſten Rangs. Briefe frei. Bedingungen verſilbert werden. Frankfurt a. M. den 12. Juli 1849. Steigſchillinge können zu jeder Zeit durch mich zu billigen J. A. Simeons, Bureau Schützenſtraße 11. Offenes Schreiben an Herrn Pfarrer und Decau — 240— Weismantel in Obermörlen. 11440 In Nr. ſchlechtweg 54. d. Blis. bezeugt der Schu gen des Schulvicars Burk könnte in keiner Beziehung getadelt werden. dieſes Zeugniß blos von Ihnen Herr Decan herkor hätten Sie aber auch blos unterfertigen dürfen„der „der Schulvorſtand“; es kann den⸗ weltlichen Mitgliedern des Schulvorſtandes be⸗ umt, haben Sie mir bereits mitgetheilt. chulvorſtand von Obermörlen, das Betra⸗ Daß Daher Vorſitzende des Schulvorſtandes und nicht ſtimmt nicht gleichgültig ſein, für Ausſteller eines Zeugniſſes öffentlich zu gelten, an dem dieſelben kein Theil haben. ö Wort zu ſprechen über dieſes Zeugniß. f Als Geiſtlicher müſſen Sie wiſſen, Gewiſſen ausgeſtellt werden darf. lenſorgerpflicht fur Sie iſt, vertrauten Heerde nicht verirrt. Doch dieſes iſt Nebenſache. nach Kräften dahin zu wirken,. Als Geiſtlicher müſſen Sie aber auch wiſſen, daß es für Sie Selbſt eine namenlos große Pflicht iſt, Ihren Beichtkindern mit einem guten Ich finde mich hier bewogen, mit Ihnen ein daß ein Zeügniß nur nach beß tem Wiſſen und Als Geiſtlicher müſſen Sie wiſſen, daß es eine heilige See⸗ daß ſich das Gewiſſen der Ihnen an⸗ Beiſpiele voran zu gehen. Hiernach muß auch das von Ihnen dem Schulvicar Burk aus⸗ eſtellte Leumundszeugniß nach Ihrem beßte Nun haben Sie, Herr Decan, mir vor wenigen durchaus verworfener und ſchlechter Meuſch. Zur theilten Sie mir verſchiedene Handlungen dieſes Menſchen mit; ſtigung das heilige Abendmahl verſpottet hätte und gleich dara des Herru gegangen ſeiz wie er in einer Kirche Rheine damit ſich die frommen Katholiken mit dem Urin daß Sie Sich veranlaßt geſehen hätten, ihn durch Lehrer Gott und die Religion ſo verſpottet, n Wiſſen und Gewiſſen ausgeſtellt ſein. Wochen Selbſt erklärt, dieſer Lehrer Burk ſei ein Begründung Ihrer Behauptung uf(denſelben Morgen) zum Tiſch ö 70 den Weihwaſſerkeſſel hätte geharnt, dieſes Menſchen beſprengen möchten; wie er König bedeuten zu laſſen, er ſolle ſchweigen, oder Sie würden ſein enen einberichten und dann brauche er ſich keine Rechnung auf eine Lehrerſtelle mehr zu machen ꝛc. Sich über dieſen ꝛc. Burk merken Sie wohl auf, während ꝛc. Burks Hierſein. n gleicher Weiſe haben Sie gegen andere Männer bieſiger Gemeinde ausgeſprochen und zwar, Daher frage ich Sie, wie konnten Sie hiernach es mit Ihrem beßten Wiſſen und Gewiſſen für vereinbarlich fin⸗ den, dieſem ze. Burk zu bezeugen, ſein Betragen könnte in keiner Beziehung getadelt werden??? Wollen Sie mir Ihre Motive hier nicht mittheilen, ſo hoffe ich ſolche bei Gericht von Ihnen zu hören. Denn a Weiteres gefallen laſſen werden. Obermörlen den 18. Juli 1849. ich erwarte von Ihnen, daß Sie Sich eine ſolche Sprache nicht ohne Oswald Niedel. Erklärung. (4145) Der geweſene Lehrer Burk dahier erklärt in Nr. 54. d. Blts., Herr Rentmeiſter Riedel hätte mich bei Abſchluß unſeres Mieth⸗ vertrages ſpitzbübiſch hintergangen. Der mit Herrn Reutmeiſter Riedel abgeſchloſſene Mieth⸗ vertrag iſt nur zu meinem Vortheil. Ich erkläre daher den Lehrer Burk ſo lange für einen ſchamloſen Lügner und ſchlechten Kerl, als er ſeine ausgeſprochene Beſchuldi⸗ gung nicht öffentlich widerruft. Obermörlen den 14. Juli 1849. u Jakob Burk JI. Erklärung. (1146) Auf den Artikel des Lehrers Burk dahier in Nr. 54. d. Blts., erklären wir, daß wir, in Auftrag mehrerer Orts bürger, die Verfaſſer des Inſerats 1074. in Nr. 52 d. Blts. ſind. Lehrer Burk iſt hiernach in einem großen Irrthum.“). Obermörlen den 15. Juli 1849. Kaspar Scherer. Kaspar Krebs II. Erklärung. (1147) Der geweſene Lehrer Burk dahier erklärt in Nr. 54. d. Bl., Herr Rentmeiſter Rledel babe die ihm bei Gelegenheit des hieſigen Kirchweihfeſtes gebrachten Ständchen(Hans⸗ wurſtiate beliebt es dieſer Burk zu nennen) ſelbſt veranſtaltet und durch vielfache Verſpre⸗ chungen hervorgerufen. Wir erklären im Auf⸗ trag und Sinn der vielen Männer und Jüng⸗ linge, welche dem Herrn Rentmeiſter Riedel, unter Begleitung von Muſikchören, Ständchen ) Wlr Se hiermit, daß fragliches Inſerat weder von Herrn Rentmeiſter Riedel herrührt, noch von Herrn Stixel überbracht wurde. 25. Die Redaction. gebracht haben, daß dieſes aus freiem Antriebe von uns, ohne daß Herr Rentmeiſter Riedel Etwas davon wußte und dafür verſprochen hat, geſchehen iſt. Herr Rentmeiſter Riedel genießt wohl die volle Achtung eines jeden Ehrenmannes dahier. Es iſt daher auch blos ein geweſener Lehrer Burk und ſein ſchlechtes Anhängſel fähig, dem Herrn Rentmeiſter Riedel Schand und Brand nachzulügen. Wir finden uns daher veranlaßt, den gewe⸗ ſenen Lehrer Burk ſo lange für einen ſchlechten Kerl und ſchändlichen Lüg⸗ ner zu erklären, als er nicht ſeine gegen uns gemachte Beſchuldigung öffentlich widerruft. Obermörlen den 15. Juli 1849. Martin König. Nikolaus Scherer. Jacob Heil. Peter Simerock. Gottfried Morſchel. Anton König. Peter Stecher. Franz Schweitzer. Anton Heil. Martin Schweitzer. Martin Hahn. Valentin König. Johannes König. Peter Schweitzer. Kaspar Dey. Heinrich Groß. Peter Rühl. Heinrich Burk. Frankfurter Gold⸗Cours vom 19. Juli. ke. Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 9 56 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 5½ Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 9 38 Engliſche Souverains 121 5 u. A. wie er bei einer Tanzbelu⸗ Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 7. Sonntag n. Trinit. den 22. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Heiniz. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: a Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Rockel. Fruchtpreiſe. 18. Juli. 13. Juli. 28. Juni Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 8 f. kr. H. kr. ffir. Waizen pr. Malter 9— 9 52 8 30 a 72 5 401 5151 5 30 Gepe, 4 301 4— 430 Opfern% 9, 345 4 57 3430 Polizei Tax e für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. Juli 1849. 2 1 85 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 5 815 Ir. pf kr 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 211 2 7, 7, 1 1 3 4 3 4, 4 2 9 th 9 12 g Lth. — Milchbrod 14/0 14% — Waſſerweck 1 5%è 7 — Gemiſchte(Tafel⸗/ Brod 15 ¼ͤ][ 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch actes 5— 11.— 6 geen gemäſtete W „ Kühfſeiſch Angemaſtetes Aer E 8 iſch(gemäſtetes 9— 8— 10 Rindſleiſch kungemäſtet 171——— „Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11—111— „Hammelfleiſch 91— 1 9 „ Schaaflleiſch 7— 7— „ Wurſt veblos Schweinen 12— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 15— 16— „Schwartenmagen 15— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 18— „ Doörrfleiſch 2 17— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 24— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. qu Alz am 1 die eh beim dem E Schul Pint