Stadtkirche: — ll. Burglirche: tl. E eigen 1 2 n.. n ä 14„ 1 Provinz Oberheſſen 5. im Allgemeinen, 5 den egierungsbezicb Seiedberg N 17. 1. „ genz-Blatt fuͤr die im Beſonderen. Mittwoch den 20. Juni 1819. Amtlicher Theil. —— Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks 5 Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Ge. Gens⸗ darmerie des Regierungsbezirks. Betreffend: die Sybille Rumpf, Tochter des Stadtbibliotheks⸗Pedellen J. Ehriſtian Rumpf zu Frankfurt a. M Am 12. d. M. hat ſich das rubricirte Mädchen, welches in der Entwickelungsperiode ſich befindet und deſſen Geiſteskrüfte daher zerſtört ſein dürften, heimlich aus dem alterlichen Hauſe entfernt. Wir beauftragen Sie, Nach⸗ forſchungen nach demſelben anzuſtellen und es im Betretungs⸗ falle in ſchonender Weiſe anzuhalten und hierher abzu⸗ liefern. ö Friedberg am 16. Juni 1849. Duv rue r. Signale ment. Alter: 13. Jahre.— Größe: 4 Sch. 10 Zoll rhn. — Haare: dunkelbraun.— Augen: blau.— Geſichts⸗ form: länglich.— Geſichtsfarbe: geſund.— Statur ziemlich kräftig.— Kleidung. f Blauer Pluͤſchhut; wollene, bläuliche mit Blümchen durchlaufene Shwal; wollenes, grün⸗ roth⸗ und weißge⸗ würfeltes Kleid; weißbaumwollene Strümpfe ſchwarz⸗ lederne Schuhe; kleine goldene Ohrringe. Bekanntmachung des Präſidenten des landw. Vereins von Oberheſſen. Betreffend: Den Geſchäftsgang bei dieſem Vereine. In Folge des von mir dankbar anerkannten Vertrauens, welches mir durch meine Wahl zum Präſidenten dieſes ſeit 18 Jahre in ſegensreicher Wirkſamkeit beſtehenden Vereins zu Theil geworden iſt, bringe ich die auf Beſchlüſſen des Aus ſchuſſes beruhenden künftigen Geſchäftseinrichtungen zur Kenntniß des Publikums: 1) Das Vereins ⸗Buͤreau(Secretariat und Regiſtratur) wird, vom 1. Juli d. J. an, in Laubach eingerichtet und in Thätigkeit ſein. 5 f 2) Nicht nur die Vereinsmitglieder, ſondern alle Bewohner der Provinz können, die Wirkſamkeit des Vereins be⸗ rührende Anliegen auf dieſem Büreau und je nach den Umſtänden bei dem Präſidenten ſelbſt, dem erſten Se⸗ cretär Gros oder auch bei dem mit den Regiſtra⸗ tur- und Canzleigeſchäften betrauten Regiſtrator Dietz vorbringen. Iſt mündliche Beſprechung nicht ausreichend, dann wird das betr. Individuum zu Pro⸗ tokoll genommen, und hierauf demnächſt von dem Präsidenten das Erforderliche veranlaßt werden. 3) Mit Rückſicht auf die Bequemlichkeit des Publikums hat der Rechner des Vereins, welcher zugleich das Magazin für landw. Geräthe, Werkzeuge und Säm⸗ ereien verwaltet, wie bisher, ſeinen Wohnſitz in Gießen und iſt zugleich beauftragt, mündlich vorgebrachte An⸗ liegen, wenn ſie auch ſeine Thätigkeit nicht, ſondern die des Büreaus in Laubach berühren, dem letzteren durch ſchriftliche Mittheilungen zur Kenntniß zu bringen, um das Geeignete dortſeits verfügen zu können. Um⸗ gekehrt wird auch das Büreau in Laubach Angelegen⸗ heiten, die bei ihm vorgebracht werden, aber die Wirk⸗ ſamkeit des Vereinsrechners, resp. des Magazinsver⸗ walters berühren, zur Erledigung an den Letzteren be⸗ fördern. ö Zum Schluſſe bitte ich, die zu möglichſt erleichtertem Verkehr mit dem Vereins vorſtande gebotenen Gelegenheiten recht häufig zu benutzen und dadurch auf deſſen Wirkſam⸗ keit hinzuarbetten. Für die Fälle, in welchen ein unmittelbares Benehmen mit dem Präſidenten ausdrücklich beabſichtigt werden ſollte, wolle man ſich der Adreſſe bedienen: An den Präſidenten des landw. Vereins von Oberheſſen 0 in Laubach. in allen übrigen aber, je nach den obigen Ausführungen: An das Büreau des landw. Vereins von Oberheſſeu. in Laubach. oder: 1 1 . 1 . ö 5 0 A N 7. e 8 den R 0 9 in Gießen. Wenn in einzelnen Fällen die richtige Adreſſe auch nicht gewählt werden ſollte, ſo wird, nach Magasgabe des Inhalts des Schreibens, die Ange deſſelwen alf Die ge“ eignete Adreſſe erfolgen. Wan Laubach am 5. Juni 1849. *. 1 2 FN 575 20 4 Nr g 4 4.4 udwig f Koſſuth, Dictator von Ungarn 5. Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen hat, ſo iſt dieß Koſſuth. Zur ſelben Zeit, als Lamartine in Frankreich die Augen der erſtaunten Welt auf ſich zog und Ain Frankfürt das 0 Parlament für die Rechte des Deutſchen Volkes in die — Schranken trat, zur ſelben Zeit warf auch Koſſuth von der Tribüne des ungariſchel Repräſentantenhauſes Worte auf die tief erſchütterten Zuhörer, welche wie Blitze das Herz der Magyaren entzündeten und die Nation derge⸗ ſtalt ergriffen, daß ſie hoch aufloderte im hellen Freiheits⸗ brande e 820 mimi 4„ant! zan, 4 Ludwig Koſſurh iſt im Jahr 1806 in einem kleinen Dorfe der Zempliner Geſpanſchaft im nördlichen Ungarn von adlichen Eltern geboren und von ſlovakiſcher Abſtam⸗ mung! Seine jüuriſtiſchen Studien vollendete er zu Peſth, wo er eine Zeitlang in deückender Armuth lebte, bis meh⸗ rere Deputirke ihm die Geſchäfte, welche ſie für verſchie⸗ dene Komitate zu beſoͤrgen hatten, übertrugen. Auf dieſe Weiſe war Koſſüth in den Stand geſetzt, ſich denjenigen Studien, zu welchen er die meiſte Hinneigung und Vor⸗ liebe hatte, mit Muße hingeben zu können; deſſenunge⸗ achtet verſäumte er nicht die ihm zu Theil gewordenen Geſchäfte und die damit verbundene Korreſpondenz mit gewiſſenhafter Genauigkeit und unermüdlichem Fleiße zu führen! So lebte er eine Weile mit vielfachen Studien beſchäftigt, bis verſchiedene Deputirte auf die vielen und großen Talenten, welche in ihm ſchlummerten, aufmerkſam wurden und ihn beauftragten, die Verhandlungen des un⸗ gariſchen Reichstages in einer neu gegründeten lithogra⸗ Phirten Zeitſchrift zu beſprechen. Bis zu jener Zeit er⸗ ſchtenen e durchaus keine Beſprochungen des Landtages, und Alles, was man darüber erfahren konnte, beſtand in einem kurzgefaßten Reſumé der wichtigſten Verhandlungen, wel— ches in den cenſirten politiſchen Journalen abgedruckt wurde. Mit einer bis dahin ungekannten Freimuthigkeit, beſprach Koſſuch die Verhandlungen, und die Oppoſiton war erfreut darüber, endlich ein Organ zu haben, welches ihre poli⸗ tiſche Handlungsweiſe Angeſichts, der geſammten Nation vertreten könne. Die Regierung ſuchte ſo oft als möglich dieſes lithographirte Journal zu koufisciren, indem ſie be⸗ hauptete, auch Lithographien gehörten in das Fach der Druckſachen und müßten eben ſo wie dieſe cenſirt werden. Allein nichtsdeſtoweniger vermehrte Koſſuth die Zähl ſeiner Handſchreiber, kümmerte ſich weder um die Konſiskation noch Cenſur und ſah ſeine Bemühungen reichlich dadurch belohnt, daß ſein Journal eine ziemlich gruße Verbreitung im ganzen Lande fand. i Seine mit überſprudelnder Freiheitsbegeiſterung und Leidenſchaft geſchriebenen Artikel ſchienen denn doch der Regierung zul gefelhrlich und Koſſuth wurde endlich ver— haftet und in ein ſchweres Gefängniß geworfen; ꝛdaner bis endlich d f eine jener Amneſtien erließ, wodurch ſie ſich beſonders die Otto, G. z. S. Ke te Gunſt des Volkes zu erwerben glaubt. a„Gefängniß hatte auf die Eingekerkerten einen furchtbaren Eindruck gemacht. f 5 * 99 9 00 1 8 enden hat. Mit ihm zugleich wurden zwei an⸗ dere Jünger der Freiheit und Freunde Koſſuth's in's Ge— füngniß abgeführt und zwar Weſſeleny nach Munkacs und ein Dritter, deſſen Name weniger bekannt iſt, nach Kuf— jre blieben dieſe drei im Kerker, bei'm Schluſſe des Landtages 90 1 e zwer Mege Das furchtbare fer kräftigſten gemacht. Weſſeleng war in Jahren ſchon alk 1 ſaar war ergraut und eine Augen erblindet; als alter blinder Mann kam er aus Wenn in neueſter Zeit Ein Mann die allgemeine Munkacs und er konnte für ſein Vaterland, dem allein ſein Herz ſchlug, für das er ſo viel duldete, nichts mehr wirken; der zweite war in Kufſtein blödſiunjg geworden, die Künſte des Abſolutismus hatten ſich endlich doch eines ihnen gefährlich ſcheinenden Menſchen entledigt, ſeinen 7 hineingegangen war. Zwar, war ſein Körper krankhaft und ſchwach geworden von den jahrelangen Leiden, aber ſein Geiſt war ſtark, friſch, kräftig, lebendig und unver⸗ ben geblieben d, Die Regierung hatte zwel Feinde verloren, abet 7 dafür war der dritte ein furchtbärer, rieſenhafter Feind für ſie geworden. V Win e dig un Im Jahr 1847 war er zum Deputirten in's Reprä⸗ ſentantenhaus gewählt. Fürſt Bathyany hatte die Füh⸗ 43174 rung der Oppoſition übernommen und Koſſuth war der Sprecher derſelben. f 5 1 Schon damals lebte ſein Name im Munde aller Magyaren und in den Märztagen ſtand er an der Spitze der Deputation, welche vom Kaiſer ſo viele, und große Zugeſtändniſſe erwirkte. Als Bathyany mit der Bildung eines Miniſteriums beauftragt ward, wurde Koſſuth Finanz⸗ miniſter und von dieſem Augenblicke zeigte er erſt, flar und deutlich, wie aufrichtig er der Sache der Demokratie ergeben ſey. Von demſelben Augenblicke, in welchem er in's Miniſterium trat, wurden die Ungarn gerechter gegen die verſchiedenen in ihrem Lande lebenden Nationalitäten; von demſelben Augenblicke an krat Ungarn in die Reihe der übrigen Freiheitskämpfer und mit dem Blute ſeiner beſten Söhne hat es den Pakt, welchen es mit der demo⸗ kratiſchen Partei abgeſchloſſen hat, beſie gelt e All' das, was Koſſuths als Flnanzminiſter gethan, iſt unnöthig zu erwähnen, weil es moch im Gedächtniß Aller lebt; eben ſo wenig wollen wir umſtändlich erzählen, wie er, als Ungarn an den Abgrund der Gefahr geſtürzt wurde, an die Spitze des Landes vertheidigungs⸗Ausſchuſſes trat, wie er im Ungarnlande herumzog und durch feurige Reden die Bauern begeiſterte, ſich kühn in's Schlachtgewühl zu ſtürzen, wie er endlich durch die wieſenhafteſten Anſtren⸗ gungen es dahin brachte, daß der Feind Ungarn's Jellachich, aus den Gauen ſeines Vaterländes hinansgejagt wurde. Noch überraſchender aber iſt) was Koſſüth ſeither geleiſtet hat! Man kennt das anfängliche: Kriegsglück der kaiſerlichen Armee gegen dleß aufſtändiſchen Ungarn; mit der Einnahme von Raab ſthien der Feldzug beendigt, die Einnahme von Peſth und Ofen drohte den Ungarn einen entſcheidenden Schlag zu verſetzen. Aber gegen alles Er⸗ warten hielt Koſſuth's patriotiſches Feuer in Rede und 2213 berbundznen Auge in Keinen Kerker geführt und auf e Weiſe ſeiner Haft entlaſſen wurde, eit es in welchem Gefängniß und auf welcher Feſtung e en eee und das wollten ſie ja. ur Koſſuth kam als derſelbe Feind der Dynaſtie und der Regierung aus dell Kerk 1 15 bol fie) denſeten 1 l kraftigſten ergraut und kam er aus dem allein lichts mehr J. geworden, doch kinez digt, ſeinen ten ſie ja. die und der in denſelben er krankhaft eiden, aber und unver⸗ loren, abet dafter Fein in's Reprä⸗ ne die Füb⸗ th war der Runde aller der Spitze und groß det Bildung ſſuth Finanz er erſt flat Demokratie welchem el echter gegen tionalitaten; in die Reihe Blute ſeinet u det dems⸗ 1 gethal, iſt ang Aller zahlen, wie huſſes tra 1 Walachen, dort die unter Metternich's Gewiſſenszwaug⸗ dort eine noch großartigere, energiſchere und umfaſſendere Thätigkeit zur Landes vertheidigung. Ohne Koſſuth wäre die ungartſche Sache vielleicht ſchon verlorenz aber er. halt noch, Alles zuſammen, er knüpft fortwährend neue Ver— bindüngen an, er ruft die tüchtigſten Generale der polui⸗ ſchen Emigration unter die Fahnen der Ungarn, er unter hälr Einverſtändniſſe mit der Propaganda, er weiß Waffen und Kriegsbedarf in das auf allen Seiten eng cernirte and hereinzuſchaffen, er befeuert hier den Adel, dort die auern, hier die griechiſche Geiſtlichkeit der Serben und ſo hart bedrückten Proteſtanten,— und überall wirkt ſeine Rede und Erſcheinung elektriſch, belebend, hinreißend. Auch ſeine erbitterſten Gegner müſſen es Koſſuth nachrühmen, daß er ein uneigennütziger edler, Menſch 1 Ungeheure Summen, welche der von ihm befeuerte und freiheitsberauſchte Adel auf den Altar der vaterländiſchen Sache legt, gingen und gehen noch durch ſeine Hand; 20 Beiſpiel den ſchwankenden Reichstag noch länger zuſam⸗* men, er zog mit demſelben nach Debreczin, und organiſirte nordamerikaniſchen Freiſtaaten am gla — 3 aber er iſt arm, anſpruchslos in ſeinem Privatleben, mäßig in ſeinen Lebeusgewohnheiten. Et hat, wie er ſelber fagt, für den Einen Ehrgen ber Bashing tan ſeires Pater, landes zu werden. Bis jetzt hat er vile Ausſicht daziez wenn die Diplomatie ihm nicht einen Strich durch f eine die Rechnung macht, wenn der patriotiſche Eifer des Volkes nicht erkaltet, ſo kann allerdings mit der, Zeit die Zahl der europäiſchen Freiſtaaten durch Ungarn um Einen ver⸗ mehrt werden. Denn nur ein gewaltiger ällßerer Feind ſchafft Einigung nach innen und nur im Klieg erkauft ein Volt ſeine Freiheit ſo, daß es den Preis des Sieges durch den Werth, der Opfer, die er gekoſtet, zu ſchätzen weiß. Das hat, das Beiſpiel des ede keitskampfs der ˖ endſten bewiefen. Allein auch wenn Oeſterreich ſiegt im Bunde mit Rußland und durch die Gunſt, des Kriegsglücks, wenn die Ungarn unterliegen, wie Polen im Jahr 1831, wenn ſol⸗ cher heldenmüthige Patriotismus pom Glücke verlaſſen bleibt, wird Koſſuth dennoch Einer, ldſt 0 der hervorragendſten Männer der neueren Geſchiete kleben 19 5 eee ne Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Bekanntmachung. (8610 Forderungen aller Art an den sub beneficio legis et inventarii angetretenen Nachlaß des vorhinigen Gr. Stabsarztes Schimpf dahier ſind 1 f Dionnerſtag den 28. Juni 2 bei dahieſigem Landgericht anzuzeigen, anſonſt auf fie bei der Vertheilung des Nächlaſſes keine Rlickſicht genommen werden kann. Friedberg am 1. Juni 189. Großh, Heſſ. Landgericht A 3e i b. Oeffentliche Aufforderung. (90) Nach dem unterm 15. v. M. zur offentlichen Kenntniß gebrachter Frevel, iſt vor r Tagen dem Gr. Bütgermeiftet Väth in Södel abermals von unbekannter Verbrecher⸗ hand ein an der Chauſſee von Södel nach Wöl⸗ fersheim ſtehender Aepfelbaum zum Abſterben deſchädigt worden. e Jeder, welcher eine zur Entdeckung des ruch⸗ loſen Thäters führende Angabe machen kann, wird aufgefordert, ſolches hier anzuzeigen und damit für die durch dies im Finſtern ſchleichende Verbrechen auf's Gefährlichſte bedrohte geſetz⸗ liche Ordnung einen weſentlichen Dienſt zu leiſten, weßhalb auch dem Anzeigenden eine aus des Thäters Vermögen oder der Södeler Gemeinde⸗ kaſſe zu entrichtende Belohnung von fünfzig Gut⸗ den zugeſagt wird. 5 4 Friedberg eden 4. Juni 1849. 1 Großh. Heſſ. Landgericht 17 e Grill me I. An fföotderung. (905) Michael Fettner von Schlömen wird andurch aufgefordert, ſich baldigſt zur Urtheils⸗ publikation bei dem unterzeichneten Landgericht zu ſiſtiren. l Friedberg den 6. Juni 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. 13 il 5 00 ilmer. 2 d i tal la buen 3 (907) Gegen Johannes Ulrich 111. von Wöl⸗ fersheim hat Gr. Hofgericht zu Gießen den förmlichen Concursproceß erkannt, und es wer⸗ den daher ſowohl die bekannten als unbekann⸗ ten Gläubiget deſſelben aufgefordert, ihre For⸗ derungen, oder ſonſtige Anſprüche im Termin den 2. Auguſt, Morgens 8 Uhr, ſo gewiß an⸗ zuzeigen, als ſonſt ſie damit von der Maſſe uusgeſchloſſen werden f Hungen den 29. Mai 1849. l Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Heugras„Verſteigerung. 1929) Donnerſtag den 21. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Heu⸗ und Grummeternte von den ſtädtiſchen Wieſen in den beiden Gemarkungen, meiſtbietend verſteigert. f 8 Friedberg den 13. Juni 1849. 8 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 1 Bein der. Gras⸗Verſteigerung. (933) Samſtag den 23. Juni, des Morgens 10 Uhr, ſoll das Heugras von ungefähr 200 Morgen Wieſen in kleinen Abtheilungen zur öffenklichen Verſteigerung gebracht werden. Ich lade Steigluſtige hierdurch ein und bemerke, daß die Verſtelgerung auf den Wieſen vorge⸗ nommen wird. Die Herren Bürgermeiſter wer⸗ den um gefällige Bekanntmachung erſucht. Utphe am 8. Junig 1849. „ Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Main ⸗Weſer⸗Eiſenbaßhn. (9638) Dienſtag den 25. l. M., Vormittags 10 Uhr, wird an Ort und Stelle die Vollen⸗ dung des Looſes 15 det Erdarbeiten in der Gemarkung Vilbel unter den, bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich zin Accord gegeben weiden. 1 5 Die Zuſaͤmmenkunft iſt auf dem Seetlons⸗ büreau zu Vilbel. 144ʃ3 Friedberg den 16. Juni 18499 Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur der Section Vilbel“ ged. A. Geffen r. Gras- Verſteigerung. (064) Donnerſtag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das Heugras von den Ge⸗ meindewieſen dahier, in kleineren Abtheilungen, in dem Wirthshauſe des Gerhard Holler 1. da⸗ ſelbſt, öffentlich meiſtbietend versteigert werden, Fauerbach 1. am 16. Juni 1849, O. Heel. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Gras; Sri Suse 13.00 1963) Bonnerſiag den 21. d. M., Morges um 10 Uht, ſoll das Gras von den eme wieſen zu Heuzund Grummet, auf den Wieſen ſelbſt, meistbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 14, Mai 1849, f„er Kw e Förg 1 2 11027 Heugras„Vefſteihe rung. 1 142„fee de 210 (66) Donnerſtag den 21. Jont, Wormitags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinden Bruchenbrücken gehörige Hengras, in Abtheihingen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 15. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 2 B e ſt. 1 f a 78 1 0.. Gras ⸗V'e er ſtei giemſu ng. 967) Freitag den 22. Juni, Morgens um 9 Uhr, ſoll auf dem hieſtgen Rathhauſe das Heu- und Grummetgras an die Meiſtbietenden verſteigert werden. g e. Kleinkarben den 16, Junf 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Senn Arbeits ⸗ Vetſteigerung. g (968) Freitag den 22, d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Arbeiten einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. i A. Reparaturarbeiten am hieſtgen Schulhauſe: 1) Schloſſerarbeit veranſchlagt zu 129 fl. 50 kr. 2) Glaſerarbeit.„ 82„ 40„ 3) Weißbinderarbeit r B. Errichtung eines neuen Röhrbrunnenſtocks 105 von Gußeiſen: 1) Schloſſerarbelt betanlſchlagt zu. 174 fl. 30 fr. Södel am 16. Juni 1849. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Vat h. Heugras ⸗Verſteigerung. (969) Freitag den 22. Juni J. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll dahier von 2 Wieſen, ohn⸗ gefähr 5 Morgen haltend, das diesjährige Heugras an den Meiſtbietendem öffentlich ver⸗ ſteigert werden. 90 Maibach den 14. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Rhe 1 Be ka non t mach un 8 14 olzverſteigerung im Domanialwald Frauenwald 8 Wergeebiers She eehe belreffend. (97/0) Dienſtag den 26, d. M., Morgens 45 8001 wird in dem rubricltten, bei Nieder⸗ mörlen gelegenen Walddiſtriet, an die Meiſtbie⸗ 5 tenden öffentlich verſteigert?! 0 2 Stecken Scheitholz, 19½%„ Prügelholz, 2992 Wellen Reſſecholg 3 Wagen, 5 Läſte Allerleiholz, 7 Stämme in 39 C., Werkholz, chill 240 Stangen in 67 C.⸗F. Nutzholz, 13 5 zu Baumſtützen brauchbar, 1 100 Gebund Ginſtern, zu Bgckholz. Oberrosbach den 16. Juni 1849. „ Der Gr. Repierförſter des i Repiers Oberrosbach Bingmann. a Holz⸗Verſteigerung. 2 (971) Freitag den 22. Juni l. J. des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll in dem Ob Gemeindewald, Diſtriet Metzenblacken, nachfolgen des. Gehölz ä 10 11½ Stecken eichen Schälholz, a 2) 6880 Stück eichen Schälbolzwellen, J 1199„„ Stangen, zu Baum⸗ ftützen geeignet, 5 8 und ferner ſollen in demſelben Diſtriet 2325 buchen und 6999 eichen und birken Durchforſtungswellen ö unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter werden er⸗ ſucht, dieſe Versteigerung in ihren Gemeinden gefälliſt bekannt machen zu laſſen. Ober mo rlen den 16. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter König. Arbeits ⸗Verſteig erung. 972) Mittwoch den 27. d. M., Mittags 8 Uhr, ſollen im Schulhaus dahier folgende in der hieſigen Pfarrwohnung vorzunehmende Re⸗ paraturarbeiten verſteigert werden: fl. kr. 1) Mauererarbeit 63 36 2) Steinhauerarbeit 29 48 3) Zimmerarbeit 16. 2 4) Schreinerarbeit 87 34 5) Glaſerarbeit 2 1 6) Schloſſerarbeit 43 56 7) Dachdeckerarbeit 41 12 Der Voranſchlag kann von jedem Luſttragen⸗ den vor der Verſteigerung eingeſehen werden. Staden am 14. Juni 1849. Der Kirchenvorſtand. Verſteigerung von Bauarbeiten. (973) Freitag den 22. d. M., Vormittags 10 Ühr, ſollen in Marienſchloß die zu mehreren Bauveränderungen daſelbſt erforderlichen Arbeiten: 1) Mauerer⸗ und Steinhauerarbeit fl. kr. veranſchlagt zn 701 40 2) Zimmerarbeit veranſchlagt zu 55 23 3) Schreinerarbeit 1. 145 29 4) Schloſſerarbeit 1„ 478 42 5) Glaſerarbeit 6„ 70 14 6) Weißbinderarbeit„„ 105 23 an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Voranſchläge liegen bis zum 19. d. M. bei dem Unterzeichneten, vom 20. bis 22. im Bureau des Directors zu Marienſchloß zur Ein⸗ ſicht offen. 5 Gießen den 13. Juni 1849. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel. ſclt Eichen: r Arbeits Verſteigerung, ſoll in dem Obermörler — 204— Arbeitsverſteige rung. kags um 10 Uhr, ſoll die Mauerer⸗ und Weiß⸗ binderarbeit an der hieſigen Kirche, in⸗ und aus⸗ wendig, veranſchlagt zu 231 fl., auf dem Bureau des Uaterzeichneten an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 813 191 Maibach den 14. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſte iin e (975) Dienstag den 26. d. M., Vormittags 10 50, Far Ort und Stelle, und zwar -hinter dem Schloß, eine Strecke von 40 Klafter Aang zum Planiren und Chauſſiren, ſowie das Anllefern der Chauſſirſteine hierzu, durch öffent⸗ liche Verſteigerung an die Wenigftnehmenden in Accord 1. werden: g 1) Planirarbeit veranſchlagt zu 800 fl.— kr. 2) Chaufſtratbeit r 80»—„ 3) Liefern det Chauſſirſteine, 10,5 157/ 30. 4) Fuhrlohn der Steine 0 63—„ 50 Setzerlonn 10% 30 Fauerbach II. am 16. Juni 1849. — Der Großh. Heff. Bürgermeiſter i i en abn. r. Gras ⸗Verſteigerung. (976) Donnerſtag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗Heugras, circa 55 Morgen, auf hieſigem Rathhauſe meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Okarben den 16. Juni 1849. 5 N Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ju nigen Gras Verſteigerung. (977) Freitag den 22. Juni, Vormittags präcis 10 Uhr, ſoll das diesjährige Gras von den zweiſchürigen hieſigen Gemeindewieſen, auf den Wieſen ſelbſt, meiſtbietend verſteigert werden. Heldenbergen den 18. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. Heugras⸗Verſteigerung. (9781 Freitag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Heugras von ohngefähr 65 Morgen Gemeinde⸗Wieſen, öffentlich verſteigert werden Steinfurth am 15. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Gras ⸗Verſteigerung. (979) Donnerſtag den 21. l. M., des Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſoll das der hieſigen Ge⸗ meinde zugehörige Gras von eirca 40 Morgen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert wer⸗ den, wozu Kaufliebhaber einladet Wölfersheim den 16. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Eine Thur muh r (980) nebſt zwei Uhrglocken, welche der bie⸗ ſigen Gemeinde entbehrlich geworden find, ſollen auf dem hieſigen Gemeindehaus verſteigert werden. Kaichen den 13. Juni 1849. 8 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hahn. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Aufforderung. (959) Auf Weiſung Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg werden Behufs Liquidſtellung der Ausſtände des vorhinnigen Gr. Stabsarztes (97A) Freitag den 22. Juni l. J., Vormit⸗ Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, Dr. Schimpf von hier, alle Diejenigen, welche an deſſen Nachlaßmaſſe noch ärztliche Gebühren oder Podien 5 5 der ſchulden, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche ſo gewiß binnen 14 Tagen am den unterzeichneten Maſſecuratox zu bezahlen, als ſonſt gerichtliche Klage erhoben werden wird. Friedberg am 13. Juni 1849, 6 90„ Gras⸗Verſtei gerung. (981) Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Heu⸗ und Grummergras von dem Erbleihgut der 11 1 2 Erben von ungefähr 5 Morgen Wieſen in der Gemarkung Ockſtadt, in mehreren Abtheilungen an den Meiſtbietenden auf Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt nächſt Friedberg an der ſogenannten Kreuzallee. Ockſtadt den 15. Juni 1849. 1 K In Auftrag: Gröninger, Geometer. Geſu ch. (982) Ein bereits ausgevienter Militär wünſcht unter angemeſſenen Conditionen einen Militär⸗ dienſtpflichtigen zu vertreten. Darauf, Reflecti⸗ rende wollen ihre deßfallſigen Anträge unter Nr. 983 baldigſt franco an die Redaction dieſes Blattes gelangen laſſen. 25 5 Ein Regenſchir m (9883) wurde am 20. v. M. in dem Laden der Frl. Maul in Friedberg vertauſcht. Der gegenwärtige Beſitzer deſſelben wolle ihn gegen Empfang des ſeinigen in genanntem Laden gefälligſt abgeben.. 2 5 Entlaufener Hun d. (984) Ein weiß⸗ und ſchwarzgefleckter Hüh⸗ nerhund mit einem großen ſchwarzen Flecken wo die Ruthe anfängt, zwei ſchwarze Ohren, beide aufgeſchlitzt, das linke iſt noch nicht ganz geheilt, ferner an der Stirne ein weißer Flecken, ift mir vom 30. auf den 31. Mai entkommen. Wer mir dieſen ausfindig macht, erhält eine gute Belohnung. Biſſes den 12. Juni 1849. Wilhelm Eckel. Empfehlung. (985) Einem jeden jungen Mann empfehle ich als höchſt angenehme Geſellſchafter die Herren Nein ch und G.. h, indem man von dieſen Herren auf die ſchönſte und billigſte Weiſe, d. h. ohne Veranlaſſung zu geben, durch thätliche Mißhandlungen tractirt zu werden, Ge⸗ legenheit findet. 1 Lo ſch. Literariſche Anzeige. (986) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt vorräthig: N55 Politiſches Rundgemälde 5 oder kleine Chronik des Jahres 1848 6 für Leſer aus allen Ständen, welche auf die Ereigniſſe der Zeit achten. Preis 1 fl. 12 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1