egrif det g; re geſchieht u koſtigung e Californien e don Agent aſraße fl. ießen. ceelligen Bergri ic, daß ich de dpeiſen und G. * un 1849. g Kuppel. cht. W Arte 440 f Jurlligenzblat ie ich ſchlirßlt unis zu btingii rung in Nr. 2 rtchend, fordert t Nedattion uu, . Jef 1 Sun icage des Guß chen daſelbf l richt allen eu Publ een, diebe eee 1 b.. g 5 11 WM 0 29 9 1 150411 M 64. Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Begierungsbezirk Friedberg 5 im Beſonderen. Sonnabend den 18. Auguſt 1845. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 48 enthält; 4) Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Götzenhain, R.⸗B. Darmſtadt, mit jährlich 691 fl., wovon auf 6 Jahre 100 fl. abzugeben find; die Stelle eines Phyſicatsarztes für den Ppoſicatsbez. Bingen; die evang. Schullehrerſtelle zu Rendel, R.⸗B. Friedberg, mit jährlich 451 fl. nebſt 40 fl. für Heizung des Schullocals. Nr. 49: 1) Geſetz vom 7. Juli, die Eidesleiſtungen bett.(Unter Vorbegalt der Rechte derjenigen im Großherzogthume beſtehenden Secten, deren re geſtattet iſt, einen ihnen obliegenden Eid in der nach ihren religiöſen Vorſchriften zuläſſigen Bekräftigungsformel zu leiſten) Einziger Artikel. Bei Ahleiſtung eines Eides beginnt die Formel mit den Wor⸗ ten:„ich ſchwöre“, worauf die den Gegenſtand der Verſicherung aus⸗ drückenden, von dem Schwörenden ebenfalls auszuſprechenden Worte fol⸗ gen, und ſchließt mit den Worten:„So wahr mir Gott helfe. Wo indeß wegen Weitläufigkeit des Gegenſtandes der Verſicherung das Nach⸗ ſprechen der ganzen Eidesformel nicht thunlich, oder wo es befonders porgeſchrieben iſt, wird die Eidesformel nur vorgeleſen, und der Schwö⸗ rende ſpricht die Beſtabung in folgender Weiſe aus:„Ich ſchwöre es, ſo wahr mir Gott helfe.“ Bei der Ableiſtung des Eides hebt der Schwörende die rechte Hand gegen den Himmel empor.— 2) Bekannt⸗ machung den Vollzug des Geſetzes vom 2. Mai 1849 wegen Aufhebung des Lehnsverbandes betr. 4) Dienſtnach richten. Am 31. Mai wurde dem ſeither für den Kreis Friedberg patentiſtrten Geometer 3. Kl. Burk aus Butzbach das Patent als Geometer 3. Kl. für den R.⸗B. Friedberg und dem Otto zu Pfeddersheim das Patent als Geometer der J. Kl. für den Fr.⸗Ger.⸗Bez.⸗Pfeddersheim ertheilt. Am 6. Juni wurde der Ortseinnehmer der inn. indir. Aufl. Jacobi zu Alzey in gleicher Dienſteigenſchaft nach Alzei verſetzt. Am 16. wurde der Obereinnehmer Dr. Küchler zu Biedenkopf zum Obereinnehmer der dir. Steuern und indirekten Auflagen für den Obereinnehmereibezirk Bensheim ernannt. Am 23. wurde dem Pfarrer Münch zu Ulfa die evang. Pfarrſtelle zu Wirhauſen, R.⸗B. Darmſtadt, am 25. dem Schullehrer Link zu Wolfs⸗ beim die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Monsheim, R.⸗B. Mainz, und dem Schulvicar Raſp zu Monsheim die evang. Schullehrerſtelle zu Wolfsheim, R.⸗B. Mainz, ſodaun am 27. dem Schullehrer Hofmann zu Kleinkrotzenburg die 4, kathol. Schullehrerſtelle zu Großzimmern, R.⸗B. Dieburg, übertragen. Am 30, wurde der Gemeinderechner Zinser zu Romrod zum Olſtrictsſtenerennnehmer für den Erhebungsdiſtrict Habitz⸗ heim ernannt. 5) Am 30. Juni wurde der Domänenbote Gräemann zu Zwingenberg ſeines Dienſtes entlaſſen. 6) In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 24. Mai der Kanzleidiener bei der Oberſteuerdirec⸗ tion, Götz dahier; am 16. Juni der Obereinnehmer Joſeph Heckler zu Bensheim. 7) Concurrenz für: die Stelle eines Steuercommiſſärs im Steuerbezirke Heppenheim mit dem etatsmäßigen Gehalte; concurrenz⸗ fähige Bewerber haben ſich binnen 14 Tagen bei der Großh. Oberſteuer⸗ direcllon anzumelden; die Kanzleidienerſtelle bei der Großh. Oberſteuer⸗ direction; coneurrenzfähige Bewerber um dieſe Stelle, mit welcher ein Jahresgehalt von im Ganzen 470 Gulden verbunden iſt, haben ſich bin⸗ nen 14 Tagen bei der Großh. Oberſteuerdirection zu melden. Der Strick.) Eine Geſchichte, die der Schmiedjacob in der Spinnſtube erzählt. Wenn in dem Städtchen X die Bauern auf dem Felde ſind, ſagte der Schmiedjacob, und klopfte ſeine kleine *) Wir geben hier unſeren verehrl. Leſern eine Reihe der anziehendſten und gemüthlichſten Erzählungen aus den früheren Jahrgängen von Pfeife aus, die der Gevatter immer Naſenwärmer nannte, ſo iſt kein einziger Bürger daheim. Item, ſie nennen's doch eine Stadt und bilden ſich was drauf ein. Ich hab' da in Arbeit geſtanden und dazumal wohnte gegen meinem Meiſter über eine Wittfrau, die hatte ein Rädchen mit Kaffe, Zucker, Pfeffer und Willem Stein, A. B. Reiter, den ich dazumal rauchte, aber es war ein Pfalzvergifter, der auf der Zunge brannte, und wenn man ihn rauchte, biß Einen keine Schnacke. Mein Meiſter nannte ihn „Knaſter Wohlgemuth, brennt, riecht und ſchmeckt nicht gut,— und hatte recht. Item, wenn ich mir ſo ein Packetle holte, wehklagte die gute Frau allemal über den Meral Tab 0 Fritz, und das war ihr Kind, ein Bube von neun bis zehn Jahren, der ärgſte Strick im deutſchen Reich, das aber dazumal ſchon abhanden gekommen war. Es war ein prächtiger Bub; hatte Augen im Kopf, wie ein Luchs, aus denen allerlei Teufelsſtreiche heraus— guckten; Backen wie ein Borsdorfer Apfel, und hatte nicht ſo lange Ruh im Leibe, als man Amen ſagt. Nichts ver⸗ ſtand er beſſer als die Schule zu ſchwänzen und die Fenſter einzuwerfen— und doch war ich ihm nicht bös, — D „Horn's Spinnſtu bes, und machen zugleich darauf aufmerkſam daß der Jahrg. 1850 der„Spinnſtube⸗ mit den ſchönſten Cella und Illustrationen ausgeſchmückt, demnächſt die Preſſe verläßt und u dem äußerſt billigen Preiſe von 45 kr. in der Buchhandlung Bindernagel in Friedberg Beſtellungen auf denſelben an⸗ genonmmen werden. Die Redaction. 5 —— — Tr 0 Die arme Frau war übel dran, denn er parirte ihr nicht. Es iſt aber auch, ſagte er und ſchlug mit der flachen Hand auf die Lederbuchs an ſeine Schenkel, daß das Kathrinchen zuſammenfuhr, es iſt aber auch keinen Schuß Pulver werth, wenn ſo eine Frau einen Buben ziehen ſoll! da pappeln ſie, zanken, brummeln den ganzen Tag, wie eine alte Baßgeige, und es kommt zu keiner Zucht. Am Ende denkt ſo ein Strick: es iſt immer blind geladen! achtet's nicht mehr und ſchlägt ein Schnippchen. So macht's der Fritz grade. Warum warſt du ihm denn doch gut, wenn er ſo ein Strick war? fragte der Gevatter. Das will ich Euch ſagen! fuhr der Schmiedjacob fort. Böſe Streiche machte er nicht! nur ſo Lumpen⸗ ſtreiche, über die man, wohl oder übel lachen mußte. Ihr wißt ich kann die Juden nicht recht verdauen, und das hat Grund und Urſache. Da wohnte in unſerer Gaſſe Einer, der mit Vieh handelte.. Wie der die Bauern ſchächtete, das ging über's Bohnenlied! Niemand konnte ihn leiden, alſo auch der Fritz nicht. Was thut er?— Schleicht in Bäckernickels Backſtube und fängt ſich einen ganzen Sack voll Hammelmäuschen, die einen zum Narren piepen können und wo ſie einmal ſind, gar nicht mehr zu vertreiben ſind. Die ſetzt er dem Mauſchel in die Stube. Der Jude ſchreit Ach und Weh und klagt's der Mutter und dem Schullehrer. Der iſt nicht faul ſpannt meinen Fritz über's Knie und mißt ihm eine Jahrlatte von einer Haſel an, daß er, der ohnehin kein Sitzfleiſch hatte, jetzt gar nicht ſißen konnte. 5 Wart' Jude, denkt er, ich will dir etwas malen. Am Schabbes Abend nimmt er einen Topf mit Pater Blut und einen Pinſel hinein; geht an Mauſchels enſter und klopft. Der Mauſchel meint, es wär' ein Goje, dex Morgen ein Händelchen machen wollte oder heut' noch, denn die Sterne ſtanden ſchon am Himmel— macht ſchnell das Fenſter auf und ſtreckt ſeine Habichts⸗ naſe heraus. Huſch, fährt ihm der Fritz mit dem Pinſel im Geſichte herum, und wie der Jud zurückfährt, ſchreit die Iſche Zedermordjo. Dießmal war der Jude klug und ſchwieg ſtill, wuſch ſich und räſonnirte nur inwendig, denn er mochte es nun wiſſen, daß er es übler würde gemacht haben, wenn er es wieder an die große Glocke gehängt hätte. Ich ſah zu und lachte mich halb todt. Und haſt dem Buben nichts geſagt? fragte der Ge⸗ vatter. Nein; ſagte der Schmiedjacob, aber ich zog ihm eine Ohrfeige aufs Linke, daß er noch lange daran dachte und den Juden in Ruhe ließ. In dem Städtchen wohnten auch einige Beamte, ein Doctor, Apotheker, Bartfeger und was zur Zunft gehört. Die hatten im Hirſch ihr Caſino, wie ſie das nannten. Da ſtachen ſie jeden Abend ihre Schoppen, und wenn ſie heim gingen, war keiner alleine. Der Hirſchwirth wohnte neben meinem Meiſter. Niemand aber machte mehr Lärm, als der Apotheker, der ein Erzkrakeeler war, und keines Menſchen Freund. Dem Fritz fiel's da. Mal ein, die Herren zu foppen. Er nimmt eine Kordel und ſpannt die quer über die Straße, ſo in der Höhe, daß die Hüte daran reichen mußten. Abends gehen die Herren heim aus dem Hirſch und die Beine wollen nicht recht in der Richtſchnur bleiben, Pfuff! da fährt dem Apotheker der Hüt vom Kopf, und als der Doctor, der hinter ihm geht, auch an die Kordel kommt, Patſch! da liegt auch ſein Hut auf der Gaſſe, die an das Kehren nicht gewohnt war und in der man neun Monate vom Jahre ſehr weich ging.— Was ſchlagen Sie mir den Hut ab, Sie Schweren⸗ Gebe ruft der Apotheker und faßt den Doctor bei der ehle. N N 5 ä—— Verdammter Pillendreher, ſchimpft der Doctor, Du haſt mir ja den meinigen heruntergeſchlagen! Der hat auch zwei Fäuſte und die treffen den dürren Apotheker, daß er rücklings ſich zu ſeinem Hute legt. Nun gibt das eine Handthierung, ein wahres Stier⸗ gefecht, wie ich es in Spanien ſah, daß die ganze Nach⸗ barſchaft mit Laternen herbeilauft, um die beiden Zunft⸗ genoſſen auseinander zu bringen. Da entdeckt man die Kordel, die des Unheils Urſache war, und der Apotheker, der nüchtern geworden war, ruft aus: Das hat Niemand anders gethan, als der Strick!— Unter dieſem Namen ging Fritz im ganzen Städtchen. Am andern Morgen hatte der Schullehrer wieder einen neuen Haſelſtock nöthig.— Was half's?— Der Apotheker hatte eine Klingel an der Thüre und neben dran wohnten die zwei einzigen Metzger des Städtchens, die zwei große Hunde hielten. Fritz mauſt ſeiner Mutter einen Schinkenknochen und bin⸗ det den Abends an den Zug der Klingel. f Die Hunde wittern ſchnell, daß noch Fleiſch an dem Knochen iſt und ziehen dran, daß ſchier die Klingel herunterreißt. Der Apotheker lag ſchon in den Federn, weil ihn die Beulen, die er von den Liebkoſungen des Doctors davon getragen, ſchmerzen mochten. Der denkt: Holla, da muß gewiß noch raſch eine ordentliche Portion Blutegel gebraucht werden oder ſonſt ein Recept zu machen ſein; ſpringt aus dem Bette und eilt, die Thüre zu öffnen; aber es iſt Niemand da. Er flucht über böſe Buben und legt ſich wieder. Kaum iſt er warm, ſo klingelt's wieder und ohne Ende. Jetzt iſt's gewiß Jemand! denkt er und ſteht wieder auf, öffnet haſtig, aber Alles iſt ſtill und Niemand zu ſehen. Jetzt raſt er vor Zorn, denn er war ein Erzgift⸗ michel; ſchließt wieder ab und legt ſichz doch da iſt an ein Schlafen nicht zu denken. Die Klingel geht unaufhörlich. Wart', denkt er, du legſt dich an's Fenſter, da mußt du die Schlingel doch ſehen oder hören; allein jetzt über⸗ läuft's ihn eiskalt! Er ſieht und hört Niemand und doch klingelt's! Vielleicht wär' die Geſchichte noch ſchöner geworden, aber die Hunde bekamen Händel über den Knochen und biſſen ſich wie toll herum. Das öffnete dem Apotheker die Augen. Nun unterſucht er, und findet den Knochen. Wart' Strick! ruft er, und hat nicht fehlgeſchoſſen. 3 ——— —— 2— 1 Doctor, Di * den dürren te legt. abres Stier ganze Nach⸗ eiden Zunft dt man dit * T Apethenn, bat Niemand em Namen rer wieder eine Klingt wi einſigen unde biellen en und bir 1 gel n die King.“ den Frden, toſungen W Der dal liche Ponte“ ut n m re n ifi ich wiedel euer Eude. D 2 — = 2 2 2 . — — 27141— Des andern Tages gab's Prügel, wie Hagel, aber beſſer wurde es nicht. 1 g So folgte ein Streich auf den andern und die arme a Frau konnt's am Ende nicht mehr aushalten. 5 ortſetzung folgt.) Eine Anekdote. Es gibt überall Leute, die ſich gerne über andere luſtig machen, beſonders in kleinen Städtchen, wenn ſie einen einfachen, ehrlichen Bauersmann vor ſich haben. Die fahren aber einmal ab, daß es eine Pläſir iſt. So ging's neulich einem windigen Barbier. Er ſaß im Wirths⸗ haus„Zum letzten Heller“ vor dem Thor und trank ein Schöpplein. Sitzt auch ein Bäuerlein da, ſchlicht und einfach, das ausſieht, als könnt's keine Drei zählen, und Bartſcheerer ſo ſuperklug iſt, ſo will ich Ihm ein Räthſel aufgeben. Wo iſt denn das Neſt des Stockfiſchs? 1 Der Barbier ſah ihn etwas verdutzt an und erklärte endlich mit verlegenem Geſicht, daß er das nicht wiſſe. 1 So will ich's Ihm ſagen, verſetzte das Bäuerlein, indem es ſeinen Hut nahm und ſeinen Zwergſack umhing. Wenn der Herr Bartſcheerer morgen früh aufſteht, ſo ſeh“ er nur hinter ſich, dann hat er's noch ganz warm vor ſich! Adjes und nichts für ungut. 1 Ein brauſendes Gelächter folgte dem Bäuerlein— aber es galt dem Barbier, und er hat ſich dünne davon gemacht, und ich glaube, wenn er dem Bäuerlein wieder begegnet, läßt er's in Ruhe. a Item, ſo Einer findet auch einmal den Rechten, und es iſt gut ſo!— 8 Markt Bericht. ißt einen Häring.. 1136 Der Barbier, der ſich für ungemein witzig hielt und Friedberg, am 15. Auguſt 1849. f gerne einmal vor den übrigen Gäſten ſich zeigen wollte,* nahm das Bäuerlein aufs Korn, witzelte, ſpöttelte, nahm Aufgefahrenſ Verkauft] Mittelpreiſe von dem Häring Veranlaſſung, von Stockfiſchen zu reden, ane tee e een e eee N wobei er ſehr faßliche Anſpielungen auf das Bäuerlein 4(ltr.)(Mltr.) fl. bs kx. machte. a Walzen 24 10 6 30 Die Gäſte lachten und er ſelber noch viel mehr. S 15 4 4 56 Das Bäuerlein ſchwieg mäuschenſtille. Als der Häring Soft ee 9 19 4 10 verzehrt, das Sackmeſſer abgeſtrichen und eingeſteckt war, Erbſen ö 55 2 85. 2 ſagte das Bäuerlein, indem es aufſtand: Da der Herr Kartoffen 20 4 2 8 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A Edictalladung. (1208) Ueber das Vermögen des Tobias Thaler don hier,— das nur in 483 fl. 20 kr. beſteht und das, einſchließlich der Illatenforderung der Thalerſchen Ehefrau, mit 5127 fl. über⸗ ſchuldet iſt,— hat Großherzogl. Hofgericht den Concurs erkannt. Forderungen und Anſprüche jeder Art an jene Vermögensmaſſe ſind Mittwoch den 17ten Oktober d. J., Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung Ausſchluſſes vor derſelben, hier geltend zu machen. In dem⸗ ſelben Termin ſoll auch die Güte verſucht und ein Maſſecurator ernannt werden. Die aus⸗ bleibenden Gläubiger werden in beiderlei Be⸗ ziehung als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden beitretend behandelt werden. Friedberg den 30. Juli 1849. Großh Heſſ. Landgericht Hofmann. Grummet⸗Gras⸗ und Haferverſtei⸗ gerung. (1246) Das diesjährige Grummet⸗Gras von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen wird fol⸗ gendermaßen verſteigert: 1) zu Lin dheim, bei Gaſtwirth Hrn. Bechtold, Freitag den 24. d. Mts., Mittags 12 Uhr, von ohngefähr 50 Morgen Wieſen; 2) zu Okarben, an dem Mineralbrunnen, Mittwoch den 29. d. Mts., Nachmittags 5 2 Uhr, von der Burgwaldswieſe, ohngefähr 50 Morgen; 3) von der Markwieſe bei Bauernheim, obhngefähr 300 Morgen, Freitag den 31. d. Mts., Mittags 12 Uhr, an Ort und Stelle; ſodann a 4) zu Stammheim, Dienſtag den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle das Grummet von ohngefähr 10 Morgen und der Hafer von ohngefähr 2 Morgen. Friedberg den 14. Auguſt 1849. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Verſteigerung von Bauarbeiten. 127 Künftigen Montag den 20. Auguſt J, Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gaſt⸗ haus zum grünen Baum zu Wiſſelsheim, die an dem Schulgebäude daſelbſt vorzunehmenden Reparaturarbeiten, öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden: Mauererarbeit veranſchlagt zu 9 fl. 52 kr. Schreinerarbeit 0„—„ 54% Schloſſerarbeit 1„—„ 48% Weißbinderarbeit*. 17 30„ Pflaſtererarbeit„„ 8. 1 24„ Materialienlieferung als: Mauer⸗ und Pflaſterſtteine, Sand, Deckplat⸗ ten und einen Schlitzſtein von Sandſtein, ver⸗ anſchlagt zu 18 fl. 44 kr. Wiſſelsheim den 14. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Schmidt. Bekanntmachung. (1248) Nachverzeichnetes Gehölze aus dem ſog. Erbſtädter Staatswalde, im Kurheſſiſchen Forſtrevier Naumburg, als: 15 Schock kiefern Baumſtützen, n„ Baumpfahle, 1„ Bohnenſtangen, und .„ Aſtreifig, 5 ſoll Dienſtag den 21. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in der Behauſung des Gaſtwirths Mör⸗ ſchel zu Erbſtadt, öffentlich verſteigert werden. Windecken am 13. Auguſt 1849. Kurfürſtl. Heſſ. Renterei daſelbſt Deichmann. Bekanut machung. (1249) In Gefolge amtlicher Verfügung, ſoll Montag den 17. September l. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, auf dem Rathhauſe u Dornaſſen⸗ heim das dem Mauerer Adam tehl daſelbſt gehörige zweistöckige Wohnhaus und Scheuer nebſt zwei Aeckern, an den Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Reichelsheim den 14. Auguſt 1849. Herzogl. Naſſ. Landoberſchültheißerei g Hildenbrand. Jahrmarkt zu Kleinkarben. (4250) Derſelbe findet nicht, wie im Land⸗ kalender angegeben, den 25. Auguſt und 6. Sep⸗ tember, ſondern Donnerſtag den 30. dieſes Monats, ſtatt. E Kleinkarben den 14. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Strö bel. Arbeits ⸗Verſteigerung. (12510 Dienſtag, als den 28. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden auf dem Rathhauſe dahier nachſtehende Arbeiten an den Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben, als“: 0 Mauererarbeit veranſchlagt zu 30 fl. Steinhauerarbeit„ 10„ Pflaſtererarbeit„„ 8* Schloſſerarbeit„ N 20 Stammheim den 15. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bermann. Dr Privak⸗ Bekanntmachungen. Zu Verkaufen. (1225) Aepfelwein verkauft ohmweiſe Friedberg. SG. Philippi, 88 im ſteinernen Haus. Markt zu Vilbel. (1235) Dienſtag den 21. und Mittwoch den 22. dieſes Monats, bei Gelegenbeit des dies⸗ jährigen Herbſtmarktes, iſt bei dem Unterzeich⸗ neten in ſeinem, auf dem ſchön gelegenen Markt⸗ platze erbauten großen Zelte, gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich hiermit alle Freunde des geſelligen Lebens aus der Umgegend dazu höflichſt einlade, demerke ich, daß für ausgezeichnete Speiſen und Getränke geſorgt werden wird. Vilbel den 10. Auguſt 1849. Chriſtian Dreſcher, Gaſtwirth zur Stadt Kaſſel. 1 1 N ö U 13 0 7 f . 1 1 — we Grabdenkmäler nach neueſlen Muſtern, auf das beſte und feinſte bearbeitet und zu ſehr billigen Preiſen Zur Auswahl werde ich Liebhaber von Grabſteinen, eine hinlängliche em Geſchmack wählen können, vorlegen. inem Hofe zu Jedermanns Einſicht aufſtellen. (1252) nach neueſten ſind bei mir zu haben. Anzahl Muſterzeichnungen, woraus ſie nach beliebi werde ich immer einige fertige Grabſteine in 272— Auch Weiter empfehle ich dem bauluſtigen Publikum mein Lager in allen möglichen, beim Bauen nöthigen ee der dauerhafteſten Maſſe auf's ſchönſte bearbeitet und zu den billigſten Preiſen. Meine Werkſtätte und Wohnung iſt zu Friedberg in der Salzmann gegenüber. Uſa⸗Vorſtadt, Herrn Heinrich Scheiben ⸗ Schießen. ) Sonntag den 19. und Montag den . wird bei Unterzeichnetem ein Schei⸗ benſchießen mit Büchſen und Flinten, aber ohne Stecher, abgehalten. Die Gaben ſollen aus zin⸗ nerner Waare beſtehen. Gleichzeitig findet an beiden Tagen gut beſetzte Harmonie ⸗ Tanzmufik ſtatt. Indem ich hiermit alle Freunde des Schießens und geſelligen Vergnü⸗ gens höflichſt einlade, bemerke ich, daß ich den verehrten Gäſten mit guten Speiſen und Ge⸗ tränken beſtens aufwarten werde. Ober rosbach den 13. Auguſt 1849. Georg Ruppel. Harmonie⸗ und Tanzmuſik. 23) Zur Einweihung meines neu erbau⸗ 15 2 1 lade ich hiermit meine Freunde und Gönner auf Sonntag den 19. Auguft d.. mit dem Bemerken ergebenſt ein, daß ich ſtets für gute Speiſen und Getränke beſorgt ſein werde. Petterweil den 8. Auguſt 1849. nh Sit Georg Weber. Anzeige. (1253) Die Anfertigung von Dagnereo⸗ typen(Jichtbilder), werden nach der neueſten amerikanischen Art, mit oder ohne Farbe, ſo⸗ wohl in Gruppen als einzelnen Perſonen, auf Verlangen in jeder Wohnung, von Louis Frep⸗ mann aus Her born verfertigt. Der Aufent⸗ halt iſt 8 Tage und logirt im Steinernen Haus. Verſtei gerung. (125 Mittwoch den 22. Auguſt will Un⸗ terzeichneter einen einſpännigen Wagen und eine Kelter verſteigern, wozu Steigeliebhaber einladet Ph. Emmel aus Wohnbach. Zugelaufener Hund. (1258) Ein kleiner rauhhäriger Hund mit einem meſſingernen Halsband, worauf Conrad M. gravirt iſt, iſt zugelaufen und kann gegen Futtergeld und Inſeratgebühren in Empfang genommen werden. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zum Verkaufen. (1256) Ich beabſichtige mein ſeitheriges Wohnhaus, 20 Schuh breit und 30 Schuh lang, von eichen Holz gebaut und mit Ziegel bedeckt, zweiſtöckig, auf den Abbruch aus der Hand zu verkaufen. Kaufliebhaber können es einſehen und ſich mit mir oder Herrn Bürger⸗ meiſter Keil dahier benehmen. a Ettingshauſen den 8. Auguſt 1849. Reinhard Vogler. Entlaufener Hund. (1257) Heute den 16. Auguſt iſt in hieſiger Stadt auf dem Markt ein ſchwarzer Metzger⸗ bund, mit einem langen Schweif, unterm Schweif weiße Haare, desgleichen unter der Bruſt, entlaufen. Der redliche Finder wird ihn gegen eine angemeſſene Belohnung bei Metzger Nicolaus Engel dahier, abgeben. ö und Müller 1. Erben, einer öffentlichen Verſteigerung — Adam Erb, Bildhauer. Bekanntmachung. (1258) Mittwoch, als den 22. d. M., gens um 9 Uhr, ſollen in der Gemarkung 0 Ockſtadt ungefähr 8— 9 Morgen gut ſtehen⸗ der Hafer, in mehreren Abtheilungen, ſodann ein Baum voll Birn und mehrere Bäume voll Zwetſchen, von dem Erbleihgut der Rudolph ausgeſetzt werden. Die Zuſammenkunft iſt auf dem ſogenannten See, nächſt der Kapelle bei Friedberg. Ockſtadt den 15. Auguſt 1849. In Auftrag: Gröninger, Geometer. a iger ung. (1259) Am erſten Vilbeler Markt⸗Tag, als Dienſtag den 21, dieſes Monats, Nachmittags um 4 Uhr, läßt der Unterzeichnete eine vier⸗ fitzige ganz gedeckte, mit eiſernen Achſen und Büchſen verſehene, ſehr dauerhafte Chaiſe, an dem Auen meiſtbietend verſteigern, wo⸗ zu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden. Vikbel den 15. Auguſt 1849. W. Gi mo n, Poſthalter. Schwalheimer Brunnen. (1260) Sonntag den 19. Auguſt d. J., Harmonie⸗ und Tanzmufik, wozu höflichſt ein⸗ ladet Henkel. Scheiben⸗Schießen. (1261) Sonntag den 19. und 26. dieſes Monats, hält Unterzeichneter ein Scheiben⸗ Schießen um 20 Geldpreiſe, ab. Am erſteren Tage findet das Schnapp⸗, am letzteren das Hauptſchießen ſtatt. Der Schuß koſtet 6 kr. und iſt die 1115 derſelben auf 550 feſtgeſetzt. Das Nähere beſagen die gedruckten Schießzettel. Beyenheim den 16. Auguſt 1849. F Literariſche Anzeige. Für Auswanderer. (1262) Bel E. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt vorräthig: Der kleine Engländer oder die Kunſt, die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leicht und ganz faß⸗ liche Art in einigen Tagen ſelbſt, ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, richtig ſprechen zu lernen. Herausgegeben von Prof. Dr. A. F. Grun. Preis 18 kr. ö Kirchliche Anzeigen „ d ke Friedberg. 5 3 11. Sonntag n. Trinit. den 19. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) 85 Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Wagner. g Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. N Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Welcker. —— Frucht yr e i ſ e. 80 45. Aug. 10. Aug. Js. Aug. Gattung. Fried⸗ 95, Die⸗ 5 berg Man burg 128 fl. kr. ff. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 630 81718 Korn ine, 4 56 5 5 5* Gerſte„„ 4101 4—1 4— Hafer„ 55 12131511 2 55 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 24. Auguſt 1849. AI e e ee Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. ien kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 1227 44 2441 2 a 4 1142 4„ 717 8 1191— Lth. th. — Milchbrod 115%α 15 — Waſſerweck Ie — Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 16 ⁶ 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch 110 b 95 1— ere zee gemäſtetes—1 9— „ wunde ee 845 3— ; ö gemäſtetes 9— 16 81— „Rindfteiſch 2 mäßßet, „ Kalbfleiſch 6 24 6— „ Schweinenfleiſch 12— 112— „ Hammelfleiſch 9— 4 94— „ Schaaffleiſch F „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 12— „[Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 116— 16— „Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 4116— „Dörrfleiſch 16— 18— „ Schweinenſchmalz, 0 ausgelaſſen 24.— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 3 20— 20— „Hammelsfett 19 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Ben deer. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. — — l — 222————— r