* 1 31. De⸗ Nackzahlun⸗ erdurch ein, au der An⸗ verkſtelligen. nlagen und u außerdem anſtalt. Bitgermeiſter 8 bei Hertn ur baren teu unent⸗ „ bis ſpa⸗ en prompte m daran zu vom Com- nd etwas ürcau, in kübeck. — ledberg it E ntelligen -Vlatt für de 5 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. . 98. Sonnabend den 18. Dezember a 1810. RNegierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 71 enthält: 1) Verordnung vom 14. November, die Ver⸗ antwortlichkeit der Baubehörden betreffend.— 2) Bekanntmachung des Miniſteriums des Innern, die Beſtellung der Wahlcommiſſäre für die Wahlen der Abgeordneten zu den beiden landſtändiſchen Kammern be— treffend: daß an die Stelle des zum Wahlcommiſſär für die Wahl zur erſten Kammer im 18. Wahlbezirk Waldmichelbach und Beerfelden und zur zweiten Kammer im VII. Wahlbezirk der Provinz Starken⸗ burg, Waldmichelbach, beſtellten, aber verhinderten Herrn Landrichters Stockhauſen zu Fürth, nunmehr Herr Regierungsſecretär v. Rüding zu Heppenheim zum Wahlcommiſſär für dieſe Wahlbezirke ernannt worden iſt.— 3) Namensveränderung. Am 10. November wurde dem Heinri e rey zu Niedereſchbach, im Regierungsbezirke Friedberg, ge⸗ e, Alaftig den Namen„Schmidte zu führen.— 4) promotion auf der Gr. Landes ⸗Univerſität Gießen. Am 14. November wurde die Doctorwürde der Philoſophie an Johann Baptiſt Geher von Mainz verliehen.— 5) Dienſtnachricht. Am 11. November wurde dem Pfarrer Engel zu Kelſterbach die evang. Pfarrſtelle zu Reinheim, Reg.⸗ Bez. Dieburg, übertragen.— 6) Am 26. November wurde der Oberſteuerbote Henß zu Bensheim ſeines Dienſtes entlaſſen.— 7) Erledigt ſind: die evang Pfarrſtelle zu Dienheim, Reg-Bez. Mainz, mit jährlich 889 Gulden; die evang. Pfarrſtelle zu Mommern⸗ heim, Reg.-Bez. Mainz, mit jählich 796 Gulden.— 8) Geſtorben find: am 8. September der penſ. Schullehrer Crönlein zu Nackenheim, Reg⸗HBez. Mainz; am 6. November der evang. Schullehrer Fauſt zu Pfungſtadt, Reg.⸗Bez. Heppenheim; am 10. der evang. Schullehrer Steinhäuſer zu Michelſtadt, Reg.-Bez. Erbach. Weihnachtsbilder. Von C. Herloßſohn. Ihr kennt ſie, die Blüthenzeit des Winters, die ſchönſte Woche in der Chriſtenheit! Jeder freut ſich des Empfangens und des Gebens, und vor Allem ſind es die Kindlein, denen der Herr, dieweil er ſie liebte, dieſen Feſt— tag eingeſetzt hat.— Reicht doch keine Freude über die kindliche, und in keinem Auge leuchtet das Glück ſo him— melrein, wie im Kindesauge! Oft iſt die Luft rauh und trübe in dieſer Jahreszeit unter unſerm Himmel. Eiſiger Regen ſtrömt aus den Wolken, oder der Froſt bildet weiße Blumen an den Fenſterſcheiben, und läßt den Tagesſtrahl nur gedämpft in unſre Zimmer. Aber wie herrlich ſtrahlt am Chriſtabend der Tiſch, um den ſich die Liebe verſammelt, wo die Menſchheit ihrem ſeligſten Berufe nachkommt: zu erfreuen und zu beglücken. In derſelben Zeit iſt unter den Tropenländern lachen— der Frühling; die Natur quillt und ſtrotzt dort an Blatt und Frucht. Es wohnen dort auch Chriſtenmenſchen un⸗ ter der geſegneten Zone, aber ſie kennen, ſie feiern nicht die trauliche Blüthenzeit wie wir in der durchwärmten, lauſchigen Stube, gedrängt durch die rauhe Luft auf einen engen Raum!— Heller und majeſtätiſcher leuchten dort. die Sterne vom Himmel; unſerm Norden, unſerm umwölk— ten Himmel ward der Schimmer des Weihnachtsbaumes beſchieden und die Weihnachtsfreude! 75 i Und der Weihnachtsbaum! Er ſchimmert mit ſeinen goldenen Lichtern, wie ein ſonniges Frühroth, in die Träume der Kinderjahre. Ach, warum kann der Menſch nicht ewig Kind bleiben, wo der Weihnachtsbaum ſeine Sonne iſt, die mit ihrem Strahl ihm ein ganzes Jahr vergoldet, bis dahin, wo wieder Chriſtnacht iſt!— an, Darum, Ihr, die Ihr geben könnt, gebet! Denn Geben iſt ja ſeliger als Nehmen, und vergeſſet auch Derer nicht, deren Wiege einſam geſtanden, deren Jugendſpielen und Kindheitfreuden kein Vaterauge, kein Mutterauge ge— lächelt. Die Waiſen und Verlaſſenen alle ſollten unſere Kinder ſein, als ein Vermächtniß der Verſtorbenen an die Lebendigen!—— Wandre nun mit mir hinaus, lieber Leſer, durch die Straßen, über den Weihnachtsmarkt, dann durch die Gaſ— ſen und Gäßchen, bis dahin, wo die letzten Häuſer ſtehen; blicken wir empor zu den Fenſtern, aus denen goldene Helle bricht, wo die frohe Stimme der Erwachſenen ſich miſcht mit dem Jubel der Kinder, in den glänzenden, er—⸗ wärmten Gemächern, wo Chriſt eingezogen iſt mit ſeinen Gaben, um zu rühren und zu beglücken, wo die Thräne der Freude und des Dankes im Auge blinkt; aber auch dort hinauf kehren wir die Blicke, wo nur matter Schein durch die Scheiben bricht, wie der verdämmerude Augen—⸗ ſtrahl eines Sterbenden; wo die Finſterniß heut wohnt und der Froſt: da hauſ't das Elend und die bittere Ent— behrung, da ſchimmert kein Weihnachtsbäumchen, da tritt keine Huldgeſtalt herein, ſtrahlend wie der Engel der Liebe, und ſpendet Gaben, ſpendet Troſt und Erhebung.— Aber Chriſt, der vorüberwandelt auch an den Hütten und Kammern dieſer Verlaſſenen und Gebeugten, hört ihre Seufzer und ſieht ihre Thränen, und er bereitet ihnen oben einen Weihnachtsbaum, wo ſie bei der Beſcheerung die erſten und die liebſten ſeiner Kinder ſein werden, weil ſie ſchuldlos auf Erden in Noth und Traurigkeit gewandelt; oft aber ſendet er auch Menſchenbrüder und Schweſtern, deren Herz weich und deren Blick hell iſt und hineindringt in die Dachkammern und Kellerſtuben, und dort die Ent— behrung ſieht und die Thräne des Kummers, und die da geben mit milder Hand und tröſten mit ſanftem Munde. 0 — 406— Erſter Gang. I. n Fräulein Adelgunde tritt haſtig in die Stube, wirft Hut und Crispine auf das Sopha; ihre Wangen ſind vom raſchen Gange geröthet. An der Thüre ſteht eine Frau von krankhaftem Anſehen, in ärmlicher Kleidung. Im Fenſter ſitzt Adelgunden's jüngere Schweſter Beata, emſig mit einer Stickerei beſchäftigt. „Bin ich gelaufen,“ ſtöhnt Adelgunde, wirft ſich in einen Stuhl, und wendet ſich zu der armen Frau, die ihre Zurückkunft erwartet zu haben ſchien, mit den Wor⸗ ten:„Was wollen Sie?“ „Ich komme, um Sie zu bitten, mein gütiges Frau lein,“ antwortete demüthig die Frau,„daß Sie die Ge— wogenheit hätten, mein Armenbuch nachzuſehen, und es zu unterſchreiben, damit ich vom Frauenhilfsvereine die Weih— nachtsunterſtützung in Empfang nehmen kann.“ „Dazu habe ich jetzt keine Zeit,“ verſetzte Adelgunde raſch;„kommen Sie nach den Feiertagen;“ und zur Schweſter gewendet ſpricht ſie:„Ich weiß nicht wo mir der Kopf ſteht! Denke Dir, Beata— Rabenhorſt's Cou— ſine iſt angekommen und bleibt über die Feiertage; nun muß ich ihr auch Etwas beſcheeren, ſonſt nimmt ſie es übel. Und zu meinem großen Unglück iſt auch die alte Tante Bratfiſch wieder aufgeſtanden, und ich muß ihr die Hauspantoffeln fertig machen, die ich ſchon bei Seite geworfen. Die konnte auch noch über das Feſt krank blei⸗ ben. Weiß Gott, wie ich fertig werde. Für die Couſine kaufe ich zur Noth Etwas— aber wie ſoll es mit dem Uebrigen werden? Mein Gott, ich bin eine geplagte Creatur!“ Und bei dieſen Worten wirft ſie die angefangene ben holbvollendete Stickerei auf ihrem Tiſche durchen! ö er, Zerſtreuung, daß an eine emſige Fortſetzung der Arbeit nicht zu denken iſt. „Hätteſt Du es gemacht, wie ich,“ antwortete die blonde Beata, ohne von der Arbeit aufzublicken,„und früher angefangen, ſo wäreſt Du auch weiter. Aber Du wollteſt keine Vorſtellung im Theater und kein Conzert verſäumen.“ „Was ſtehen Sie noch da?“ wendet ſich Adelgunde, durch den Tadel der Schweſter noch ärgerlicher gemacht, an die arme Frau: Ich habe Ihnen doch geſagt, daß ich keine Zeit habe.“ „Mein grundgütiges Fräulein— ich möchte meinen armen Kindern gern zu Weihnachten—“ „Ach!“ unterbricht ſie das ſtrenge Fräulein,„ob Ihre Kinder ein Paar Tage früher oder ſpäter Weihnach— ten feiern, das iſt ganz gleich. Der Pfefferkuchen und das Spielzeug wird ihnen auch zu Neujahr noch früh ge— nug kommen!“ 0 „Kein Spielzeug, mein gütiges, ſchönes Fräulein,“ verſetzte die bekümmerte Mutter,„ſondern nur Sachen des äußerſten Bedürfniſſes erhalten meine Kinder: warme Socken und Kleider bei der grimmigen Kälte ſind wohl—“ „Aber ich habe Ihnen geſagt,“ ſchreit Fräulein Adel— gunde,„daß mir der Kopf brennt, daß ich mich vor Ar— beit nicht zu retten weiß, daß ich Ihr dummes Buch nicht durchleſen kann, weil ich keine Zeit habe.“ „Wenn ich Ihre Unterſchrift nicht bringe, ſo erhalte ich von der gnädigen Frau Directrice des Hilfsvereins nichts. Sie iſt ſehr ſtreng darin.“, Ein heftigeres Wort des Unwillens ſchwebt auf Adel— gunden's Lippen, und auflodernder Zorn roͤthet ihre ſchönen Wangen; aber ſo eben erhebt ſich Beata, legt Nadel und Fingerhut auf den Rahmen, und ſagt zu der armen Frau: „Kommen Sie!“ E 7— N Nn zund offenbart in ihrem Weſen eine ſolche Hast üld* Die folgt ihr in die Nebenſtube, wo Beata ſich an den Secretair ſetzt, das Armenbuch durchſieht, rechnet, und, nachdem ſie Alles in der Ordnung gefunden, Adel⸗ gunden's Namen, täuſchend nachgeahmt, darunter ſetzt. Dann drückt ſie der Bittſtellerin, welcher bei Adelgunden's letztem abſchläglichen Beſcheide bereits die Thränen in die Augen getreten waren, einen Gulden in die Hand, indem ſie ſagt:„Da, kaufen Sie Ihren armen Kleinen Pfeffer— kuchen und Aepfel und ein Weihnachtsbäumchen!“ Ihrem Danke ſich entziehend, hüpft ſie in die Stube zurück, und ſetzt ſich wieder an den Stickrahmen. „Du biſt auch immer die Dumme und Gutmüthige,“ ſchilt Adelgunde, noch fortwährend in ihrer Arbeit herum ſuchend;„das Bettelvolk iſt nur auf der Welt, um uns zu ärgern.“ ö Beata aber ſchweigt und ſtickt emſig weiter. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Novbr. f Butz bach. Getraute: 4. Johann Chriſtoph Klein, Bürger und Schuh macher⸗ meiſter mit Eliſabetha Katharina, des Burgers und Maurermeiſters Heinrich Engelhard dahier, eheliche erſte ledige Tochter. 1 Getaufte: 4 4. Dem Bürger und Kammmacher Johann Georg Lieb⸗ rich ein Sohn, Nicolaus, geboren den 12. October. 11. Dem Bürger, Kiefer und Bierbrauermeiſter Chriſtoph 141 aol 35 Sohn Chriſtoph, Wa Octoder. Dem Bürger und Schmiedmeiſter Marth Gee gen eine Tochter, Nathan inden Feder 26. Weiber. 20. Ein unehelicher Sohn, Nicolaus, geboren den 14. Novbr. 21. Dem Gr. Landrichter Friedrich Eitel Moritz Ebel ein Sohn, Georg Ludwig Chriſtian, geboren den 23. October. f 25. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Johaun Conrad Hagemann eine Tochter, Suſanne, geboren den 10. November. 5. Beerdigte: 9 20. Anna Katharina, des verlebten Gemeindsmaännes und Schneidermeiſters Friedrich Kalbfleiſch zu Reimenroth, Reg.⸗Bez. Alsfeld, nachgelaſſene zweite eheliche Tochter, alt 31. Jahre, 3 Monate und 12 Tage, 1 den 19. November. 21. Georg Zimmer, des verlebten Ortsbürgers und Schuh— machers Johannes Zimmer zu Niederweiſel, nachge⸗ laſſener älteſter lediger Sohn, alt 28 Jahre, 9 Monate und 4 Tage, 1 den 20. November. 29. Heinrich, des verlebten Buͤrgers und Weißbinders Philipp Feldmann dahier, nachgelaſſenes erſtes Söhn— chen, alt 4 Jahre, 6 Monate und 12 Tage, r den 27. November. Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 12. Dezember 1849. Aufgefahren] Verkauft Mi 5 Gattung. wurden wurden weten (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 2 27747 6 2⁵ Korn 127. 12* 4 32 Gerſte. 0 10 8 3 37 F 9 50 2 35 Erhſen. 5 7—— Kartoffeln.. 75——— 1 ** . 1 11 0 utmüthige, del gerum⸗ t, um uns kr. .—— Novbr. cubmacher⸗ ürgers und „, eheliche Beorg Lieb⸗ Dcroder. r Cbriſtoph Octeder. de 5 ice . Bctober. 11. Mobr. b Cel ein m den V. aun Conrad n den 10. 4 nannet und Neimenroth, 0 Tochter, den 19. and Schuh⸗ el, nachge⸗ „9 Nonale Peißbinbers altes Eihn⸗ * den — — — btelpteiſt 15 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Güter ⸗ Verpachtung. (1756) Montag den 17. Dezember, Mor⸗ gens um 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe folgende, dem Auguſtiner⸗Schulfond dahier gehörende, Petritag 1850 leihfällige, Gü⸗ ter auf einen Zeitraum von 12 Jahren meiſt⸗ bietend verpachtet, als: 1) 30 Morgen, 1 Viertel, 59% Klafter in der Gemarkung Gambach. 5 2) 86 Morgen, 51% Klafker in der Gemar⸗ kung Oberwöllſtadt. ) 21 Morgen, 1 Viertel, 61 Klafter in der Gemarkung Oberrosbach, und 4) 23 Morgen, 94¼ Klafter in der Gemar⸗ kung Niederrosbach. Friedberg den 28. November 18499. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (17191) Die Lieferung nachſtehender Bedürf⸗ au fun die hieſige Anſtalt im Jahr 1850, ſoll an die Wenigſtfordernden vergeben werden und zwar: J. im Wege öffentlicher Verſteigerung: 1) das Ochſen⸗ und Schweinenfleiſch für die Züchtlinge und das Militär⸗-Commando, 2) 170 bis 200 Stecken buchen Scheitholz, 3) der nöthige Sand und Lehm; 1 II. im Soumiſſionswege: J die gebleichte und ungebleichte Leinwand ꝛe., ſowie das Handtücherzeug, 5) dir Milch, 6) 4200 Stück Reiſerbeſen und Brenn, und ec a 1 te erftelung der unter J. verzeichneten Gegenſtände, denen noch der Transport der Cadaver verſtorbener Züchtlinge nach Gießen, ſowie der kranken Militärs in das Lazareth nach Fried⸗ berg z. beigefügt wird, ſoll Montag den 17. Dezember l. J., Vormittags von 9 Uhr an, auf dem Directorial⸗Buregu ſtattfinden, woſelbſt auch die Soumiſſionen in den vor demſelben befindlichen Soumiſſions⸗Kaſten bis zu dieſem Termine einzulegen ſind und die näheren Lie- rungs bedingungen eingeſehen werden können. Marienſchloß am 30. 4 1 1849. Der Verwalter Bauer. Verſteige rung. 93) Montag den 17. December l. J., 8 10 Uhr, ſollen auf der Laubacher Ziegelhütte, zwiſchen Laubach und Freienſeen elegen, nachſtehende Gebäulichkeiten auf den Lobruch öffentlich meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert werden: f 10 Ein zweiſtöckiges Gebäude, 43 Fuß lang und 28 Fuß breit, wovon der zweite Stock wohnlich eingerichtet iſt. 2) Ein zweiſtöckiges Gebäude, 29 Fuß lang und 28 Fuß breit, welches ſich zu einem Wohnhauſe oder einer Scheuer einrichten läßt. i 3) Ein Trockenhaus, 90 Fuß lang, 28 Fuß breit. Die Gebäude ſind von Holz und Nro. 1 und 2 im Jahr 1841 erbaut. N Laubach den 3. December 1849. Der Gräfliche Bauaufſeher offen, Faſelochs Verkauf. (1832) Dienſtag den 18. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird ein der Gemeinde zuſtehender Foſelochs meiſtbtetend verſteigert. Ockſtadt den 12. Dezember 1849. 5 Der ä 4 Bürgermeiſter ö a — 407— Mobilien ⸗Verſteigerung. (14833) Dienſtag den 18. l. M., Morgens um 9 Uhr, wird in der Wohnung des Bürgers Ludwig Hoffmann an der Stadtkirche, der Nach- laß der dahier verſtorbenen Philipp Rudolph's Wittwe, beſtehend in Holzwerk, Porcellan, Glas, Zinn, Frauens-Kleider, Bettung und dergleichen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 12. Dezember 1849. In Auftrag Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Been deer. Frucht ⸗Verſteigerung. (1834) Mittwoch den 19. I. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 bis 60 Malter Korn, von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner-Schulfonds, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 12. Dezember 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1835) Donnerſtag den 20. l. M., Morgens um 9 Uhr, wird in Auftrag der Frau Rudolph Schmidt's Wittwe, in der Wohnung in dem Hoſpitalhofe in der Uſavorſtadt, meiſtbietend ver⸗ ſteigert: 1) ein Pferd, 2) zwei tragbare Kühe, 1 3) ein tragbares Rind, Schweitzer Rage, 4) ein Schaaf, 8 Hühner und ein Hahn, ein neuer Wagen, Pflug, Egge und ſonſtige zur Oekonomie gehörende Geräth⸗ ſchaften, Fäſſer, Bütten, ein kupferner Waſchkeſſel und dergleichen; ſodann circa 20 Fuder Strob⸗⸗ 20 Zentner Heu, 16 Zentner Grummet, 30 bis 35 Malter Kartoffeln und eine Parthie Dünger. Friedberg den 12. Dezember 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holzliefe zung für die Garniſon Friedberg. (1836) Freitag den 28. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll die Lieferung von 340 Stecken Buchenſcheitholz für die Gazniſon dahier, in dem Bureau des Bataillons-Verwaltungsraths, auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in oben erwähntem Büreau eingeſehen werden können. Friedberg am 11. Dezember 1849. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. Brennholz-Verſteigerung im Domanialwald Mainzerhecken, Reviers Oberrosbach betreffend. (1837) Freitag den 28. d. Mis, Morgens 9 Uhr, ſollen in oben genanntem Walddiſtricte: 2 Stecken Buchen-, 47 Birken⸗ und 18 ½ Aspen⸗Prügelholz, 1675 Wellen Buchen ⸗„ 4225 Birken⸗„ 3150 Aspen⸗ und 125 Nadel⸗Reiſerholz, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Zur Verſammlung der Kaufliebhaber wird bei dem dicken Eichbaum im Weſterfeld'ſchen Wald, ein Feuer angezündet werden. Oberrosbach den 12. Dezember 1849. Der Gr, Revierförſter des Neviers Oberrosbach Bingmann. (Butz bach.) Verkauf ausrangirter Mäntel, Bett⸗ und Pferde⸗Teppiche, Reitzeug ꝛc. (1838) Donnerſtag den 20. d. M., des Vormittags von halb 9 Uhr an, ſollen in der hieſigen Reitercaſerne eine große Anzahl aus⸗ rangirter Mäntel, Bett- und Pferde⸗Teppiche, ſodann Reitzeug und Caſernenrequiſiten, meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. 4 Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, erſucht man die Herren Bürgermeiſter, dieſen Verkauf in den unterhabenden Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. f Butzbach den 12. Dezember 1849. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. NN ον Privat- Bekanntmachungen. 100 fl. Be. ph fun g (1822) ſichert der Unterzeichnete Demjenigen zu, welcher den Thäter der am 5. d. Mts., des Abends geſchehenen Brandſtiftung an einem Hau⸗ fen Stroh, der hieſigen Gräflichen Oeconomie⸗ Verwaltung, ermittelt, ſo daß er gerichtlich der That überführt werden kann und wird möglichſte Verſchweigung des Namens verſprochen. Utphe am 7. Dezember 1849. 8 r ick Spielwaaren fuͤr Kinder (18040 bei Louis Weis. Friedberg im Dezember 1849. Conditorei⸗Waaren (1825) in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu be⸗ vorſtehendem Weißnachtsfeſte Friedr. Noll. Friedberg. Zum Verkaufen. (1827) Ein kupferner Branntweinkeſſel nebſt Hut und Schlangen-Rohr, 112 Maaß haltend, iſt unter annehmbaren Bedingungen zu verkau⸗ fen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (1828) Meine in ſchöner und großer Aus⸗ wahl aufgeſtellten Kinderſpielſachen bringe ich in Erinnerung und verkaufe ſolche zu möglichſt billigen Preiſen. Auch echte Nürnberger Leb⸗ kuchen, braun und mit weißem Guß, habe ich friſch erhalten. Friedberg den 10. Dezember 1849. W. Ma p, Uſergaſſe. Feſtgeſchenke. (1839) Eine große Auswahl werthvolle, der beſten und neueſten Bilderbücher und Jugend⸗ ſchriften für Kinder und Erwachſene, empfehle ich auf die bevorſtehenden Feſttage. Friedberg. L. Weis, der Apotheke gegenüber. H. G. von Hoven, (1840) Bleidenſtraße 24 in Frankfurt am Main, empfiehlt ſich mit allen Gattungen Hand⸗ ſchuhen, ſchwarzen und farbigen ſeidenen und wollenen Halsbinden und Shlips, wollenen und ſeidenen Umknüpftüchelchen, farbigen, baumwol⸗ lenen und leinenen Taſchentüchern, Parfümerien ze. Mein Lager As in feinen Porcellain⸗ und Glas⸗Waaren iſt auf's reichhaltigſte aſſortirt. L. Goldmann, junior. Zur Nachricht! (18442) Die auf Sonntag den 16. d. M. nach Okarben anberaumte Verſammlung der Vertrauensmänner der Volkspartei findet nicht ſtatt. Der Aus ſchuß des Wetterauer Vereinsverbands. Anzeige. 61843) In der Verlooſung zum Beſten einer armen Wittwe haben Nr. 36, 72, 74 und 142 gewonnen. b Lina Bittſcher. Aunanas!! Araec⸗Punſcheſſenz, (184A) feinſte Orauge⸗Punſcheſſenz, Arac de Batavia, Arac de Nandarin, Rum de Jamaica, Num de Antillon; ferner meine Seefiſche: Lapperdan, Stock⸗ fiſche, Schellfiſche, Häringe, Sardellen, Vollbückinge; ferner ächten Emmentha⸗ ler, Holländer 8 Limburger Käſe, Stearin Ar, ör, 6r, Tafel⸗& Chaiſen⸗ lichter, ſowie meinen ſo ſehr vorzüglichen Fertſch⸗ Finger'ſchen gemahlenen Erd⸗ mandelcaffee, à 24 kr. per Pfund, bringt in empfehlende Erinnerung 0 Friedberg. Wilhelm Fertſch. Bürgercaſino. (1845) Sonntag den 16. d. M. findet das erſte Damencaſino ſtatt. Friedberg den 12. Dezember 1849. ö Der Vor t en 40 0 fl. (1846) liegen zum Ausleihen gegen genügende Sicherheit bereit. Nähere Auskunft ertheilt Bezirksbote Rudolph in Fauerbach II. Commiſſions⸗Lager (1847) aller Arten franzöſiſcher Liqueure, Ananas⸗Arac⸗“ Ananas⸗Rum⸗ und rother Damen⸗ Punſch⸗Eſſenzen, Pariſer Chocolade u. ſ. w. in vorzüglicher Qualität.. II. Parfumerien. Kölniſch⸗Waſſer, Haaröl, Räuchereſſenz, Ofenrauch, Rauchpuloer, Naüchkerzen, ſchwarzes und rothes Zahnpulver. III. rothe und blaue Tinte, ſowie ſchnell trocknende ſchlzifbare Cautſchukauflöſung zum Waſſerdichtmachen des Leders der Schuhe, engliſch Pflaſter, Schneeberger Schnupftabak⸗ IV. Isländiſche Moos⸗Chocolade, per Pfund 1 fl. Hufländiſche Bruſttabletten, per Paquet 14 kr. Dieſe vorzüglichen Bruſt⸗ und Huſtentabletten ſind von mehreren Notabilitäten mediciniſcher Facultäten als alle andern ähnlicher Art übertreffend und auch für Kinder ſehr geeignet anerkannt. Friedberg. P. F. Schmittner, nächſt der Burg. Literariſche Anzeigen. Zu Weihnachtsgeſchenken ä empſiehlt (1830 die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts—⸗ bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken. (18418) So eben erſchien und iſt bei E. Binderuagel in Friedberg für 11 kr. zu haben: Das Buch der nächſten Zukunft. Oder: Vorgeſichte(Vorgeſchichten) und Prophezeiungen aus dem Volke über die nächſten politiſchen und ſocialen Ereigniſſe des Jahres 1830. Berlin, bei Friedr. Gerhard. Inhalt: Vorwort.— Die Volksſage und Volksprophezeiung.— Die Rheinprovinz und Weſt⸗ phalen nach Uebereinſtimmung aller Volksprophezeiungen der Schauplatz der bevorſtehenden gro⸗ ßen Ereigniſſe.— Uebereinſtimmung in Bezug auf die Zeit des Krieges und den endlichen Sieger in demſelben.—„Türkenpferde werden im Jahre 1850 im Dom zu Cöln ſtehen.“— Der gegenwärtige Sultan und ſeine Bedeutung in nächſter Zeit.— Der General Bem.— Sein Uebertritt zum Muhammedanismus.— Der Drei-Königs⸗Bund und der Beitritt des Königs von Baiern zu demſelben, bereits im Jahre 1807 durch den Bauersmann Joh. Ad. Müller vor⸗ hergeſagt.— Ferneres Geſicht des A. Müller im Jahre 1808 über Oeſtreich und Preußen.— Untergang der alten Welt, prophezeit von einem alten Geiſtlichen. 1 1 „Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. a 3. Advent⸗Sonntag den 9. Dezbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: 5 Herr Candidat Stammler. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Conrector Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wagner. Fruchtpreiſe. 5 7. Dez. J28.Nob. 13 12. Dez. Gattung. Fried⸗ ö Die⸗ berg Mainz burg l fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen px. Malter 6.25 60 58 630 ei 432 4 461 425 Gerne„. 3137 05 3 30 Hafer„„„ I 235 3121 225 Polizei: Taxe für die Städte Friedberg und Baca vom 15. bis 21. Dezbr. 2 80 = 2 Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. a kr. pf. ke. p. Leib⸗Roggenbrod 47 28— en 77 41.— 3 a0. 7 2 0e Me% 42 a Lth. Lth. — Milchbrod 2 15% 167% — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Taͤfel⸗⸗ Brod 16[18 ½ Fleiſch-Preiſe. 0 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 111— 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 8— 181— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 42112 2 „, Kalbfleiſch 71— 1 61— „ Schweineufleiſch 10— 9— „ Hammelfleiſch e „ Schaaflfleiſch 6——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 14— 144— „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 22— 20— „Schinken 16— 16— „Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 24— 18— unausgelaſſen 18— 16— „Nierenfett 20— 16— „„ Hammelsfett 16— 116— i l Bei Ludwig Kreuter und Henrich Engel das Pfund Hammelfleiſch 7 Kreuzer. Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedrückt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. SH A