jeld⸗Preiſe. al, Soßftag dcn, Schießen odel folgende nt km Be.⸗ b Speiſen und . t 18ʃ0. Num — W140 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, M. 72. enz-Blatt fuͤr die III den negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 15. September 1845. Der Schmiedjacob erzählt von ſeinen Jahrten. (Schluß.) i Es hat lange, lange gedauert, ſagte er, ehe wir beide, Mutter und Kind, reden konnten; aber die Mutter dachte nicht mehr an den Stelzfuß, und mir machte der Gedanke: Das haſt du verdient, weil dir das ſpaniſche Mädchen gefiel— das Herz nicht leichter. e Endlich ſagte ſie:„Ach, lieber Jakob, zürne dem Bärbelchen nicht. Sie wollte ja nicht; aber alle Welt hing ſich an ſie. Ihre Mutter war todt. Sie ſtand allein in der Welt, und Dich hielten wir ja alle für todt. Wa⸗ rum ſollte ſie da den braven Lehrer nicht nehmen?— Ich rieth's ihr aüch.“ b Ich konnte nichts weiter über den Punkt reden. Wir gingen ins Dorf. Die meiſten Leute waren in der Kirche; die übrigen auf dem Felde. Niemand ſah uns. Liebſter Gott, mein Vater war faſt todt vor Schrecken, als er mich erkannte und meinen Stelzfuß ſah; indeß ſiegte doch über dieſen Schrecken die Freude, zumal ich ihn darüber beruhigte, daß ich doch im Handwerk mein Brod verdienen könnte. Wie ein Lauffeuer ging's durchs Dorf: Schmied's Jacob iſt wieder da! Da kamen denn die Leute und grüß⸗ ten mich ſo herzlich. Sie fanden mich ſehr verändert. Freilich wohl! Das Elend, das ich erduldet, hatte mich nicht jünger gemacht; der Schmerz ſeit geſtern hatte die Friſche der Geſundheit von meinem Geſichte gejagt, und der Bart entſtellte mich auch. Das ganze Dorf kam. Bärbelchen nicht. Ich hatt's auch nicht erwartet. Der Wittwe ziemte es nicht. Ich mied es auch, ſie zu ſehen; aber als ſie Sonntags in dem ſchwarzen Trauerkleide zur Kirche ging, da ſtand ich hinter dem Laden der Schmiede und lugte hinaus; aber die Hand zitterte, die den Laden hielt, daß ſie es hätte ſehen können, wenn ſie hergeblickt hätte.— Ach, ſie war ja noch ſo ſchön, und die Trauer gab ihr Etwas, was mächtig auf das Herz wirkte. Ich wollte auch in die Kirche gehen; aber ich konnte nicht. Ich ſaß in der Stube, lehnte den Kopf auf den Tiſch und machte dem ſchweren Herzen Luft. Es vergingen gewiß ſechs Wochen, ehe ich ſie ſah und ſprach. Ich war in den Wald gegangen, Holz holen, und als ich beim Heimgang eben an einem Baume ruhte, kam ſie langſam den Weg her und ſah mich erſt, als ſie kaum zehn Schritte von mir war. Sie blieb einen Augenblick ſtehen, wie eine Bild⸗ ſäule.— Dann kam ſie langſam auf mich zu, reichte mir ihre Hand und drückte ihr Tuch vor die weinenden Augen. Ich ergriff die Hand und hielt ſie feſt, aber ich konnte auch nicht ae. 5 Endlich ermannte ich mich.„Bärbelchen,“ ſagte ich, „es iſt viel anders geworden ſeit zwei Jahren. Du biſt Wittwe und ich ein armer Krüppel!“— N Sie ſah mich an mit den thränenvollen Augen. „Jacob,“ ſagte ſie langſam,„ſie ſagten, Du ſeieſt todt, ſelbſt Deine Mutter ſagte es, und ich habe ſchwer um Dich getrauert. Da ſtarb meine Mutter— ich war allein. Ach Gott, wie haben ſie mich gequält, bis ich Ja ſagte, ſelbſt Deine Mutter, Jacob!“ 8 „O ich hadere nicht mit Dir, Bärbelchen,“ ſagte ich. „Du thatſt wohl. War ich todt, ſo war ja unſer Band zerriſſen.“ f. Sie ſeufzte tief auf und ſah mich an mit einem Blicke, den ich nie vergeſſen werde; denn er ſagte mir, daß das Band heute noch nicht zerriſfen ſei. Wenigſtens deutete ich ihn ſo. „Und was wär's,“ fuhr ich fort,„wenn Du ledig geblieben wäreſt? Du hätteſt Dein junges Leben ja doch nicht an das eines Krüppels binden dürfen.“ „Ach, Jakob,“ ſagte ſie,„Du redeſt harte Worte, die ich nicht verdiene!“ a In dieſem Augenblicke hörten wir Stimmen. erſchrack, ſagte mir Adje und wankte dahin. Ich ging heim, und in meiner Seele iſt's damals recht bunt durcheinander gegangen. Das Herz hoffte— und der Verſtand ſagte: Du darfſt nicht hoffen, weil du Unrecht thuſt, ſie an dich zu binden.. Ich hielt mich ſtille und zurückgezogen. War dienſt⸗ fertig; arbeitete fleißig und ihr hattet mich alle lieb. Es war etwas über anderthalb Jahre ſpäter, da Sie ſtarb mein Vater und die Mutter erkrankte auch. Damals kam Bärbelchen oft ins Haus. Sie pflegte mit Veit's Frau meine Mutter, bis ſie auch ſtarb. Nun war ich allein und verlaſſen. Einmal kam der Nachbar Veit zu mir und ſagte: „Jacob, Du mußt heirathen! So geht's nicht mehr länger.“ ö Ich ſchüttelte den Kopf. — 302— „Aha,“ ſagte er.„Alte Liebe roſtet nicht. Du magſt keine andre, als das Bärbelchen. Nehme Dir's auch nicht übel!“* Wir kamen nun tief in den Text, nicht wahr Veit? Du warſt immer ein guter Advokat! Da hörte ich denn etwas, was mir gar wunderſam zu Muthe machte, und was ich gar nicht wußte, daß nämlich meine ſterbende Mutter Bärbelchen gebeten hatte, mich zu heirathen, und — ſie hatte es nicht abgelehnt. Ich will's kurz machen! Der Veit machte den Mit⸗ telsmann. Er wiederlegte meine Bedenklichkeiten, die aus ehrlichem Grunde hervorgingen, und— wir kamen öfter zuſammen— ja nach kurzer Zeit war Bärbelchen meine Frau. Das war eine Ehe, die gewiß im Himmel geſchloſſen war; denn kein Wölkchen trübte ſie. Unſer Gluͤck wurde noch größer, als mir Gott meinen Philipp ſchenkte; aber es war zu groß für dieſe Welt, wo ja einmal nichts Voll⸗ kommenes ſein ſoll und kann. Nach fünfzehnjährigem Leben wie im Himmel iſt ſie mir geſtorben!—* f 91102 J Ueber des alten Mannes tiefgefurchte Backen rieſel⸗ ten heiße Thränen, und er war's nicht allein, der ſie ver⸗ goß. Es war ſtille in der Stube; man hörte nur das Picken der Schwarzwälder Wanduhr und die Töne theil⸗ nehmender Liebe für den Mann, der ihnen Allen an das Herz gewachſen war. a a Da klopfte es plötzlich an die Thüre. Alle Köpfe flogen herum, und auf das freundliche Ja! öffnete ſie ſich, und ein junger Mann mit einem Felleiſen auf dem Rücken ſtand grüßend in der Stube. 4 Philipp! Philipp! rief Veit's Lieschen voll ſeliger Freude aus, und der Schmiedjacob ſprang auf. Das konnte ja nur ſein Sohn Philipp ſein! f Er war's auch. Nachdem er ſein liebes Lieschen geherzt und gar nicht daran gedacht, daß Leute dabei ſeien, fiel er dem Vater um den Hals. „Wo warſt Du?“ fragte der Schmiedjacob, der ſich an dem Staatsburſchen gar nicht ſatt ſehen konnte, nach⸗ dem Alle ihn herzlich willkommen geheißen. „In England,“ ſagte er,„lieber Vater, und bin ein rechter Schmied geworden. Nun bin ich da und Ihr ſollt Und als ſie am Abend ſo recht heiter waren und der Philipp koſend neben ſeinem Lieschen ſaß, ſagte der Schmied⸗ jacob zu Veit:„Nachbar, was hindert's, daß wir heute noch Handſtreich halten!“ Und noch an dem Abend legte der Herr Pfarrer die Hände Philipp's und Lieschen's in einander, obwohl die ſilbernen Ringe nicht zur Hand waren, und die Hochzeit folgte bald 1 Der Schmiedjacob hatte die Freude, daß Schulzen Kathrinchen ſeinen Valtin zu einem braven Manne machte, und Philipp und Lieschen eine Ehe führten, wie er weiland mit ſeinem ſeligen Bärbelchen, und in dem Glücke ſeiner guten Kinder wurde der Alte wieder ordentlich jung! Anekdote. Nach dem Schluſſe des Jahrmarkts ſaß ein Kauf⸗ mann ärgerlich auf dem Kaſten, darinnen er ſeine Waaren ſchon verpackt hatte, und überſchlug eben, daß er kaum Zehrung und Standgeld erlöſt habe. 1 Steht ein Bauersmann vor der Bude und blickt in Einem fort auf die leeren Dielen. Der übelgelaunte Kaufmann ärgerte ſich darüber und ruft ihm zu;„Was ſtehſt Du da und gaffſt wie ein Maulaffe? „Ich wollt' nur'mal ſehen, was Ihr feil hättet, ſagte der gutmüthige Bauersmann und rückte höflich ſein Käpplein. „Eſelsköpfe hab' ich feilln grollte der Kaufmann. „So?“, fagte der Bauer und lächelte.„Dann wun⸗ dert's mich, daß Ihr ſo bös ſeid; denn Ihr müßt einen prächtigen Markt gehabt haben, da Ihr nur noch Einen übrig habt! f ö Darauf ging er ruhig ſeines Weges. Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 12. September 1849. a S gute Tage haben!“ Aufgefahrenſ Verkauft Mittelprei Der Schulz ſagte:„Setz Dich, Philipp,“ und die Gattung. wurden wur den epi junge Frau, das Kathrinchen, und das Lieschen trugen(Mltr.)](Mltr.) fl. kr. auf, daß der Philipp hätte müſſen ſieben Mägen haben, rr a 15 72 5 15 wenn er's hätte eſſen wollen. 1111 5 9 og 14 9 4 58 Aber die Freude des alten Schmiedjacob hätte ein Gerſte 5 5 4 20 Chriſtenmenſch— ſollen und das leuchtende Angeſicht Fate 1 4 70 1 2 Lieschen's! a Kartoffeln 20 8 1 10 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Schen S τ⏑ο hofen eiche, auf den Stamm Freiherr von „wohnhaft zur Sorge beſtehend in dem ehemaligen Oeutſch-Ordensgut N daſelbſt, in einem zu ohngefähr 403 Morgen ange ebenen Flächengehalt, in dem ehemaligen von Bobenhauſen'ſchen Gute mit einer Hofraithe erſt neuerdings die Ausfertigung und Confir⸗ mation des Kaufbriefs beantragt worden. Um nun die nicht ganz vollſtändige Eigen⸗ thumsnachweiſung zu ergänzen, ergeht dieſe Evictalladung unter dem Anfügen, daß, wer an cataſtrirtes Gut, Edictalladung. Den Bentauf des zu, Oobennpofen gelegenen. ngen Gelände, auch weiter in der neu augekauf⸗ ten vorhin Amtsjäger Marchand'ſchen Hofraithe Freiherrlich von Schenk'ſchen Guts an den Herrn Grafen zu Solms-⸗Laubach betreffend. (1402) Die Erben der verſtorbenen Ehegat⸗ tin des Hauptmanns Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg auf der Sorge, nachher zu Her⸗ mannſtein, haben bereits im Jahr 1837, ihr in der Gmarkung des hieſigen Bezirksortes Obborn⸗ und dem etwa 6 Hufen haltenden, dazu gehö⸗ mit Nebengebäude und etwas über 13 Morgen Land, nebſt allen weiter dazu gehörenden Ge⸗ rechtſamen, namentlich auch Berechtigung in dem Bellersheimer Markwald, an den Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach zu 67,000 fl. verkauft, und es iſt bei unterzeichnetem Gericht das bezeichnete Gut oder einzelne Beſtandtheile, Eigenthums ⸗,„ Pfand⸗ oder ſonſtige Anſprüche zu haben vermeint, ſolche ſogewiß binnen 3 Monaten dahier anzumelden und nachzuweiſen haben, als ſonſten keine Rückſicht darauf ge⸗ nommen und der Kaufcontract ohne Weiteres beſtätigt werden wird. Hungen den 18. Auguſt 1849. f Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. — tin Kauf- de Warren der kaun nd blickt in ch daruber ſt wie ein til hattet, boͤflich ſein mimann. ann wuy⸗ jüßt einen nech Einen 1 O bft Verſteigerung. (1403) Die der Stadt Friedberg gehörende Obfſerndte wird Donnerſtag den 20. und Mon⸗ tag den 24. l. Mts., jedenfalls um 8 Uhr aufangend, an Ort und Stelle mit dem Anfügen, daß das Obſt erſt in Abtheilungen im Ganzen, dann im Einzelnen zur meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung gebracht wird. Die Obſtbaumanlagen, welche Donnerſtag 25 20. September zur Verſteigerung kommen, nd: 1) an der Seewieſe; 2) im kleinen Wildkautsgraben; 3) vom Wartberg bis an die Galgenbrüͤcke; 4) von da bis zur Oberwöllſtädter Grenze; 5) auf der Pfingſtwaide. Der Aufang dieſer Verſteigerung iſt an der Kapelle. Montag den 24. 1. Mts., werden folgende Abtheilungen dem Meiſtgebot ausgeſetzt: 1) Im Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten; 2) am Seegraben bis an das neue Thor; 3) von da dis an das Ende deſſelben; 4) im großen Wildkautsgraben und in der Ockſtädter Gafſe; 5) im Schützenrain; ö. 6) im Haingraben, auf dem neuen Friedhof und an der Fauerbacher Grenze; und 7) im Stadtſchreibere igraben. f Der Anfang dieſer Verſteigerung geſchieht am Morelb'ſchen Garten in der Vorſtadt. Friedberg den 12. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Aepfel ⸗Verſteigerung. 0 A) Mittwoch den 26. d. Mts., Mittags 2 Uhr, ſollen die der Gemeinde Weckesheim gehörigen Aepfel, in Abtheilungen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Weckesheim den 12. September 1849. N Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Braun. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1405) Montag den 17. d. Mis. Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden die hieſigen Gemeinde⸗ Aepfel, eirca 80 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert, wozu Kauflieb⸗ haber einladet Bönſtadt den 10. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weitzel. Aepfel ⸗Verſteiger ung. Montag den 17. September, Vor⸗ wage! Uhr, ſollen die der Gemeinde Bruchen⸗ brücken gehörigen Aepfel, in Abtheilungen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 11. September 1849. Der Großh. eee e ſt. Aepfel ⸗Verſteigerung. 1) Montag den 17. September l. J. e 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Rockenberg gehörigen Aepfel, cirra 400 Malter, auf Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Rockenberg am 11. September 1849. Der Groß h. Heff. Bürgermeiſter Wettner. Aepfel⸗Verſteigerung. 1408) Montag den 17. d. Mts. Vormit⸗ 1193 9 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeilde-Aepfel auf Ort und Stelle, Bäumweiſe, meiſtbietend verſteigert werden. Arnsburg. — 303— O bſt⸗Verſteigerun g. (4409) Dienſtag den 18, F. Mig. Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörende Obſt, beſtehend in Aepfel, Birnen und Zwetſchen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Dorheim den 10. September 1849. Der Kurflirſtl. Heſſ. Bürgermeiſter J. Bei n ge 1. O bſt⸗Verſteige rung. (14100 Montag den 17. d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll das hieſige Gemelude- Obſt, beſtehend in Aepfel, Birnen und Nüſſen in ſchiclchen Abthellanen, öſfenkück an die fel. bietenden an Ort und Stelle vorſteigert werden. Der Anfang wird im Burggarten gemacht. Nauheim den 13. Sepiember 1849. Der Kurfürſtl. Heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. rern Privat- Bekanntmachungen. 3 u Verkaufe h. (1396) 20 Stückfaß, wovon 10 ganz neu, die andern einmal gefüllt waren, find zu ver⸗ kaufen bei Bierbrauer Nathan in Laſthach. Einladung (1361) an alle Freunde der Rettungs⸗Anſtalt zu Kloſter Arnsburg zur Jahresfeier Mitt⸗ woch den 19. September d. J. Von Friedberg geht an dieſem Tage ein Familien⸗Wagen nach Der Vorſtand. Local- Veranderung. (1373) Mein Geſchäftslocal befindet ſich nicht mehr Katharinenpforte, ſondern kleiner Korn⸗ markt Nro. 3 und halte ich mein Lager in Tuch⸗, Rock⸗, Hoſen⸗ und Weſtenſtoffen nach neueſtem Geſchmack, Laſtings, Velvets ze. beſtens empfohlen, wobei noch beſonders auf eine Partie dieſer Artikel aufmerkſam mache, die ich, um auf⸗ zuräumen, unter dem Preiſe abgebe. Frankfurt am Main. K. W. Kellermann. Zu Vermieten (1398) Ein vollſtändiges Logis bat zu ver⸗ miethen und kann bis Anfang Dezember bezogen werden bei Wilbelm Stritzin ger in der Kirchgaſſe. Einladung zu einem Scheiben⸗Schießen um Geld⸗Preiſe. (14000 Unterzeichnet find geſonnen, Sonntag den 16. September d. J. ein Scheiben⸗Schießen um Geld⸗Preiſe abzuhalten, wobei folgende Preiſe ausgeſetzt find: 1. Gabe „fl.— kr. 2 Mae„— 3 1 8 5 n 4 1 4 7— 5„ 3„ 30„ 6 10 3 W 7 1 1 2%— 7 8 1 2,— 1 Ne 1% 30„ 1 1„ 30„ Sonntag, Nachmittags um 2 Uhr, werden Schnappſcheiben aufgeſteckt, welche um 3 Uhr wieder abgenommen werden. Der Schuß koſtet 3 kr. Sodann erhalten drei Schwarzſchüſſe einen Stecher auf eine Ehrenſcheibe, und es erhält der beſte darauf dieſelbe mit 1 fl., der zweite 40 kr. Um 3 Uhr beginnt das Haupt⸗ Fauerbach II. am 12. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter rr: ſchießen und die Einlage iſt für jeden Schuß auf 12 kr. feſtgeſeßzt. 8 4 1155 11 71 1 dem Be⸗ f ein, daß für gute Speiſen und Gerne beftens geforgt ſein wird. Büdes heim den 8. September 1849. 5 192 18 8 chaub, Platzmelſter. Kelterſchrauben Ga tt geſchntttenen eiſernen Muttern, find borräthig und werden nach jeder Angabe ſchnell, ſolid und zu den billigſten Preiſen an⸗ gefertigt von Wilhelm Ferdinand Heim, Maſchinenfabrikant in Offenbach. Süßen Aepfelwein, (1412) den Schoppen zu 2 kr., verkauft C. More ll. Zu Vermiethen⸗ (1413) Ein Logis, welches Ausgangs No⸗ vember bezogen werden kann, iſt bei mir zu vermiethen. Zugleich bringe ich den Gebrauch meiner Kelter in Erinnerung und kann dieſelbe zu jeder Zeit benutzt werden. . g. Mann. Empfehlung. (41% Mit niederländiſchem Tuche und Bukskin in allen Farben und Quantitäten, Castorin und drap de Russie zu Oberröcken, Weſtenzeügen, vorzüglichem Hemdenflanell, Barchent, Zwillich und ſonſtigen in dieſes Fach einſchlagenden Waaren bin ich wieder vollſtändig verſehen, was ich mit dem Anfügen in empfehlende Erinnerun bringe, daß ich meine geehrten Abneh⸗ mer, wie bisher, reell und billig be⸗ handeln werde. Friedberg den 10. Sept. 1849. Seligmann Hirſchhorn. Zum Verkaufen. (1415) Veer ſchöne 2jährige Faſelochſen, von Original Holländer Rage, ffehen zum Verkauf bei Carl Friedr. Petſch zu Niedererlen⸗ bach bei Frankfurt a. M. Verſteigerung. (116) Donnerſtag den 20. September wollen die Erben der verſtorbenen Kirchenräthin Ebenau zu Altenſtadt, in deren vormaliger Wohnung, daſelbſt aus ihrem Nachlaſſe mehrere Schränke, Betiſtellen, Tiſche, Stühle, ein Sopha und ſon⸗ ſtige Hausgeräthſchaften aller Art von Holz, Eiſen, Blech., gegen gleich baaxe Zahlung Nane verſteigern laſſen. Anfang Morgens r. Zum Verkaufen. (1417) Eine Partie guten Miſt hat zu ver⸗ kaufen N Morell, Jum Vermiethen. (1418) Ein vollſtändiges Logis, Keller 10. welches am 2. Oktober bezogen werden kann, hat zu vermiethen Philipp Holler in Friedberg. Entlaufener Hund. (14190 Ein brauner Hühnerhund mit einem weißen Streifan auf der Bruſt und einer langen Ruthe,/ Jahr alt, iſt in dem Rockenberger Feld am 24. Auguſt d. J. entlaufen. Wer Auskunft ertheilen kann erhält bei Joh. Walz 1. in Fried⸗ berg oder bei Adam Wendel in Butzbach eine Belohnung. 1 114 1 — 304— 1420) empfiehlt ſich mit einer Auswahl der ſchönſten und neueſten Mäntel⸗ 5 E ſſoie mit langen und wiktecigen Shawls und Tüchern, Seidenzeng, Zwillich, Barchent, Damaſt⸗, Vorhaugs⸗, Meubles⸗ und Gebildzeug, Winter- Hoſen und Weſtenſtoffen, Bieber; ferner mit einer Partie ächten Lein⸗ wand, bedeutend unter dem Preiſe, wie auch mit allen in dieſes Fach einſchla⸗ genden Artikeln, und bittet, unter Zuſicherung der allerbilligſten Preiſe, um ge⸗ neigten Zuſpruch. Hiro inc ee 25 3 7 erreeeNH* Nil 1 1 J N Oſſenheimer Wäldchen. (1421) Sonntag den 15. September, als an dem Tage der Oſſenheimer Kirchweihe, iſt zum letztenmal Tanzmufik im Wäldchen, und ſehe ich einem gütigen und zahlreichen Beſuche an dem entſcheidenden Tage mit großer Seelenruhe entgegen, indem ich mit Zahlloſen vorzüglich gut bedienten 7 Batterien von et oetra, et cetra, et cetra verſehen bin. ein, Schinken, Zungen, Wildbraten, Zwetſchenkuchen, Ratankuchen, Mitſchlichen Aehle. Die Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft „Colonia“, (1339) welche durch die Verordnung vom 26. November 1847 der Aachen⸗Münchner Geſellſchaft, als ein inländiſches Inſtitut des Großherzogthums, gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantieen und Vortheile dar, wie jene Geſellſchaft. Der Unterzeichnete Agent iſt zur Annahme von Verſicherungs⸗Anträgen auf bewegliche Gegenſtände jeder Art und zur Ertheilung jeder gewünſchten Auskunft bereit. Verficherung können bei demſelben unentgeldlich in Empfang genommen werden. Friedberg den 13. September 1849. 4 u 9 f Antragbogen zur Der Agent der Colonia: Kirchweihfeſt zu Dorheim. (1422) Sonntag den 16., Montag den 17. und Sonntag den 23. September, als an den Tagen des bieſigen Kirchweih⸗ und Nochkirch⸗ weihfeſtes, iſt bei Unterzeichnetem Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu unter Zuſiche⸗ rung beſter Bedienung höflichſt einladet Kaspar Bingel. Anzeige und Bitte. (1428) Im Gr. Landgerichtsbezirk Butzbach iſt ein Theil des Forſtſchußperfonals zu einem Verein zuſammen getreten, und hat ſomit einem ſchon lange gefühlten Bedürfniß durch ſtatuten⸗ mäßige Gründung einer Wittwenkaſſe für das Forſtſchutzperſonal entſprochen. i Der unterzeichnete Ausſchuß ladet daher alle ſchützende Forſtdiener zu recht zahlreichem Bei⸗ tritt hierdurch höflichſt ein und können die Sta⸗ tuten auf Verlangen zu jeder Zeit durch die Unterzeichneten eingeſehen werden. Die viertel⸗ jährige Verſammlung des Vereins wird den 30. September d. J. in Oſtheim bei Butzbach, in der Wohnung des Herrn Conrad Schneider, abgehalten. 6 An alle Wohlthäter und Menſchenfreunde richtet nun noch der unterzeichnete Ausſchuß die freundlichſte Bitte durch gütige Beiträge die Wittwenkaſſe unterſtützen helfen zu wollen, in⸗ dem wohl Niemand verborgen ſein wird, welche troftloſe Lage einer Wittwe, auch die des ge⸗ rechteſten der Denuncianten, ſo ſehr oft erwartet. Die Unterzeichneten, ſowie der Vereinsrechner Gr. Förſter Neurath zu Bodenrod, ſind zur Em⸗ pfangnahme von Beiträgen gerne bereit. Oſtheim bei Butzbach am 8. Juli 1849. Der proviſoriſche Ausſchuß: Launhard. Fel ſing. Weber. 4 Lite rartſche. Anzeige. (1420 Mit dem 1. October beginnt das vierte Qaurtal der Allgemeinen Muſter-Jeitung. Album für weibliche Arbeiten und Moden. Die Muſter⸗Zeitung erſcheint monatlich zwei⸗ mal; jede Nummer beſteht aus einem Bogen Text, zu welchem abwechſelnd entweder ein ganzer Bogen Muſter, oder ein halber Bogen Muſter und ein Modebild gegeben wird. Preis für das Vierteljahr— 34 kr. Zu geneigten Aufträgen hierauf empftehlt ſich die Buchhandlung C. Bindernagel. Frankfurter Gold-Cours vom 13. September. Neue Louisd'or 441 6 Friedrichsd'or f 953 Holländiſche 10 fl. Stücke 101 1 Rand⸗Ducaten 5 39 20 Frankſtücke 913 Engliſche Souverains 12153 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 15. Sonntag n. Trinit. den 16. Septbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: 1 Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: b Herr Diaconus Baur. Fr uch lip reife. f 12. Sep. 7. Sep. 29. Aug. Gattung. Fried⸗ 1 Die⸗ . berg Mainz burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 6 33 6 48 7— Korn„ 55 4581 445 420 Gerſte„ 75 420 344 350 Hafer„„ 1 240 324 230 8 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 21. September 1849. = 5 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 ö kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2 2 7 77 1 9 4 7 4 77 77 8. 8 Lt 0 th. — Milchbrod 1 3 1 69 — Waſſerweck 16 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 16(1 6 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch adetes 12—1 12— hgeich gemäſtete 9— 19— 3 une dee SI „Ri; gemäſtetes 9— 8— Rindfleisch Fungemäſet Le „ Kalbfleiſch 55 „Schweinenfleiſch 12— 12— „Hammelfleiſch 8— 9— „ Schaaffleiſch 74— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 11 „Bratwurſt 16— 16— „Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 17— „Dörrfleiſch 16 „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 24— unalsgelaſſen 20— 20— „Nierenfett„ 77 Hammelsfett 161— 4 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeister Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E. Bind ernagel in Friedberg. 1 182