1. 8* ernommen g aborben. Nuüber. Tür der ihre Giäh. als Exca. eben, wer⸗ Lereſſe lie⸗ Bonntag dem Saale dein det⸗ de ihte in den ein. denerfſct, aden dei s Lang. die Sage 1 Narz) eine mentlich d Betragen el, wegen em leichten „ſowie 3 chalten hat, berichtigen, Schülerin auf cinem 9 befand, 1 9 ligen zeichneten, Lane — tayer in Binder⸗ 90 der nächtliche Ueberfall ſtattgefunden * — den „ .„e für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. — * 37. Sonnabend den 12. Mai 18419. Lebensbilder aus dem„fernen Weſten“ Mordamerißa's. (Fortſetzung.) Ein Hauptzug im Charakter der Jäger des fernen Weſtens iſt ihre raſche Entſchloſſenheit und Kaltblütigkeit, und ihre unerſchütterliche Ausdauer und Thatkraft in Fäl⸗ len von beſonderer Dringlichkeit und Gefahr, und in be⸗ gonnenen Unternehmungen, welche unverweilte und kühne Durchführung erheiſchen. Gerade hierin übertreffen ſie den wilden Indianer ſo weit, daß ſie faſt all ihre zahl⸗ reichen feindlichen Expeditionen gegen den natürlichen und geſchworenen Feind des weißen Mannes in den wilden barbariſchen Gebieten des Weſtens zu einem erfolgreichen Ziele bringen. Ebenſo ſchnell entſchloſſen als behend in der Ausführung, und mit dem Vortheil noch größerer Kühnheit und Muthes bei mindeſtens gleicher Schlauheit und Behutſamkeit, beſitzen ſie ein weſentliches Uebergewicht über den ſchwankenden unſteten Indianer, deſſen abergläu— biſcher Kopf die natürliche Thatkraft ſeines gewandten ſtarken Körpers bedeutend lähmt; denn gerade während er oft auf günſtige Vorzeichen und Zeiten wartet, bevor er ſich in eine Unternehmung einläßt, verliert er oft die beſte Gelegenheit, welche ſein weißer civiliſirterer Feind ſich ſo gut zu Nutz zu machen weiß.— Killbuck und La Bonté waren keine Ausnahmen von dieſer charakteriſtiſchen Regel, und ehe die Sonne eine Handbreite über dem öſtlichen Horizonte ſtand, verfolgten die beiden Jäger die Spur der ſtegreichen Indianer. Von dem Fluſſe, an deſſen Ufern hatte, im Zickzack kreuzend nach einem andern, unter dem Namen Kioway bekannten, der parallel mit dem Bijou läuft, verfolgten ſie ein paar Stunden lang die weſtliche Richtung, welche nach der ſchon genannten Waſſerſcheide führt. Dem Kioway bis zu dem Punkte folgend, wo er ſich in mehrere Arme, ſorks, theilt, gelangten ſie bald in die Prairien der Hoch⸗ ebenen, welche am Fuße der Berge liegen; überſchritten die vielen Bäche, welche den ſogenannten Vermillion oder Cherry Creek ſpeiſen, und verfolgten die Spur der Indianer durch die Päſſe und Schluchten des Gebirges cis ſie an einen Arm der Boiling Springs kamen. Hier ſchien die Truppe Halt gemacht und einen Kriegsrath gehalten zu haben, denn von dieſem Puvkte aus wich die Hauptſpur in einem Winkel weſtlich ab und in die rauhen zerklüfteten Schlünde des Gebirges hinein. Den beiden Trappern blieb nun kein Zweifel, daß ſie nach dem Bayou Salade führte— einem weiten Gebirgskeſſel, der zur Winterszeit der Lieb— lingsaufenthalt der Büffel war und aus dieſem Grunde von den Mita Indianern zum Winteraufenthalte gewählt wurde. g g Daß die Rapahos ſich auf einem Kriegszuge befau⸗ den, ſchien außer allem Zweifel zu ſein; und Killbuck, der hier herum jeden Zollbreit des Landes kannte, ſah ſogleich an der Richtung der Fährte, daß die Indianer ſich nach dem Baybu gewandt hatten, um ihre Feinde zu überrum⸗ peln, und deßhalb nicht der gewöhnlichen indigniſchen Fährte am Boiling Spring River hinauf folgten. Nachdem er dieß inne geworden, wandte Killbuck ſich nun nach dem unebenen Terrain, das am Fuße der Berge lag und ſchlug eine etwas nordöſtliche Richtung ein, beinahe gleichlaufend mit dem Wege, worauf ſie hiehergekommen waren, wandte ſich dann um Mittag weſtlich, überſtieg eine Bergkette und dann in eine Schlucht herab, durch welche ein kleines Bäch— lein über ein unebenes Felſenbette hinbrauſte. Längs die— ſem lief eine Faͤhrte der Indianer hin, und hier fanden ſie in der That noch die ganz friſche Spur etlicher In- dianer. Die Straße, welche er eingeſchlagen, wäre zwar für Packpferde ganz ungangbar geweſen; allein ſie hatte durch ihre Kürze den beiden Wanderern mindeſtens eine halbe Tagreiſe erſpart, und Killbuck verhieß nun ſeinem Gefährten, daß ſie bald die Feinde einholen würden. In der That hatten ſie kaum die ſteile Böſchung am Ende der Schlucht erſtiegen, ſo erſchauten ſie in geringer Entfernung vor ſich das Lager der Indianer mit all den ihm und ſei⸗ nen Gefährten geſtohlenen Laſtthieren, die in der Nähe des Lagers weideten. „Hurrah!“ riefen die beiden Jager beinahe in einem Athem.„Und da iſt auch mein altes treues Thier!“ ſagte Killbuck und deutete auf ſein grauliches Maulthier, das ſich das hohe fette Büffelgras des feuchten Waldthales weidlich ſchmecken ließ—„Wenn die Rothhäute nicht bald wieder aufbrechen, will ich ein Nigger heißen. Ihre Ab— ſicht iſt jedem Kinde ſo klar wie eine Biberfährte. Sie wollen ſich die- Skalpe der Yuta's holen, ſo wahr meine Büchſe'n Viſter hat; aber ſie können die Thiere nicht mit ſich nehmen und ſind abſichtlich wie Ratzen hieher gekrochen in dieſes Thal, um ſie hier zu verſtecken, bis ſie von dem Bayou zurückkommen. Wahrſcheinlich laſſen ſie ein halbes Dutzend ihrer Krieger als Wache bei den Thieren.“ Die Vermuthungen des Trappers erwieſen ſich bin— nen Kurzem als richtig. Mittlerweile aber verließ er mit ſeinem Gefährten die Anhöhe, ſchlich ſich in ein dichtes Gehoͤlz von verkrüppelten Kiefern und Zedern, ſetzte ſich N .— 162 auf einem Blocke gemächlich nieder und langte aus dem Teppich, den er am Riemen über die Schulter trug, ein Stück Büffelleber, welches Beide mit beſtem Appetit roh verzehrten, ſammt etlichen Streifen getrockneten Büffel— fleiſches, das die Stelle von Brod verſehen mußte. Es wäre gefährlich geweſen, hier ein Feuer anzuzünden, weil der Fall denkbar war, daß etliche Indianer das Lager ver— laſſen hatten, um zu jagen, denen dann der Rauch alsbald die Nähe ihrer Feinde verrathen haben würde. Sie ſchlu— gen nur Feuer, nm ein wenig zu rauchen, wickelten ſich alsdann, nachdem ſie ſich dieſen Genuß eine Weile gegönnt, in ihre Teppiche und lagen bald neben einander im ge— ſündeſten Schlafe. a Wäre Killbuck ein Zauberer oder Prophet geweſen, er hätte den Plan der Indianer nicht treffender errathen haben können. Etwa drei Stunden vor Sonnenuntergang erhob und ſchüttelte er ſich, was hinreichte, um ſeinen Ge— fährten zu wecken. Er hieß aber La Bonté nur wieder hinliegen und ruhig weiter ſchlafen, weil er nur das feind⸗ liche Lager recognosciren wolle. Nachdem er noch ſorgſam nach ſeiner Büchſe geſehen und ſeinen Leibgurt etwas feſter geſchnallt, machte er ſich auf ſeinen gefährlichen Weg. Von derſelben Anhöhe aus, von wo ſie am Mittage zuerſt das indianiſche Lager entdeckt hatten, überſchaute er ſich nochmals dieſes und die ganze Umgegend, und beſonders eine Schlucht, durch welche er ohne Gefahr, entdeckt zu werden, ſich dem Lager noch um ein Namhaftes mehr nähern konnte. Dieſe hatte er auch bald erreicht, und nach Verfluß von einer halben Stunde lag der alte Trap⸗ per auf einer foͤhrenbewachſenen Anhöhe hart am Boden, kaum auf Büchſenſchußweite vom Lager entfernt und von dem niederhängenden Gezweige der Zedern und Lebens— bäume ſo dicht verſteckt, daß keine Handbreite von ihm zu ſehen war. Auch hatte er nicht zu befürchten, daß ſie ſeine Fährte entdecken würden, denn er hatte unterwegs immer Sorge getragen, ſeinen Fuß nur auf das nackte Geſtein zu ſetzen, ſo daß auch nicht die mindeſte Spur ſeiner Mocaſſinen ſich abdrücken konnte. Hier lag er nun wie ein auf Beute lauernder Luchs und lachte nur hie und da in ſich hinein, wenn irgend eine Bewegung im indianiſchen Lager ihn über ſeine vortheilhafte Nahe erfreut machte. Zu ſeiner Verwunderung entdeckte er, daß die feindliche Schaar weit geringer war als er vermuthet hatte, denn ſie zählte nur etwa vierzig Krieger, woraus er mit Zuverſicht ſchloß, daß ſich die Truppe getheilt haben müſſe und die eine Hälfte der Fährte der Yutas am Boiling Springs River folgte, während die andere(nämlich die vor ihm) einen längeren Umweg machte, um das Bayou zu erreichen und die Nutas von einer anderen Seite her zu überfallen. Die Indianer hielten in dieſem Augenblicke Kriegs rath; in weitem Kreiſe ſaſſen ſie um ein ſehr kleines Feuer“) her, deſſen Rauch in einer feinen geraden Säule aufſtieg, und rauchten um die Wette und nach einander aus drei oder vier Pfeifen mit langen Kirſchbaumholzröhren, die in die Runde gingen. Jeder Krieger berührte den Boden mit dem Untertheil des Pfeifenkopfes und kehrte das Rohr von ſich abgewandt nach oben, als eine Art Rauchopfer ) Es beſteht ein großer Unterſchied zwischen den Feuern der Weißen und denen der Indianer. Während der Weiße grüne Aeſte und gewaltige Klötze in das Feuer rollt, und eine Glut anfacht, an welcher man einen ganzen Büffel röſten könnte, beſchränkt ſich die Rothhaut nur auf ein kleines Feuer aus dem dürrſten Holze und gräbt dazu noch eine kleine Feuerſtelle in die Erde, um ja recht wenig Rauch zu machen und die Spur ſeines Feuers wieder leicht verwiſchen zu können. — oder„Mediein“ für den großen Geiſt, bevor er ſelbſt den duftigen Kinnik⸗kinnik(Tabaksrauch) einſaugte. Der Kriegsrath war jedoch kein allgemeiner, denn es nahmen nur etwa 15 ältere Krieger daran Antheil, während die anderen in einem größeren Kreiſe weiter außen ſaßen. Hinter Jedem waren ſeine Waffen: Kocher und Bogen, welche ſammt dem Schild von dem in die Erde gegrabenen Speer herabhingen; nur an einigen Speeren hingen Feuer⸗ gewehre in verzierten Büchſenſtrümpfen aus Hirſchhaut. — Neben dem Feuer, im Mittelpunkte des inneren Krei— ſes ſteckte ein Speer aufrecht im Boden, an welchem die vier Kopfhäute der in der vergangenen Nacht erſchlagenen Trapper baumelten, und unter dieſen, am ſelben Speer, die geheimnißvolle„Medieintaſche,, an welcher Killbuck ſah, daß die Truppe vor ihm unter dem Befehl des vor— nehmſten Stammeshäuptlings ſtand. Die Krieger deuteten während der Berathung häufig auf dieſe blutigen Tro— phäen, wenn ſie das Wort ergriffen, und mehrere von ihnen machten dabei mit der rechten Hand und Vorder— arm jene wirbelnde Bewegung, womit ſis ſagen wollen, daß ſie durch Liſt oder Geſchicklichkeit einen Vortheil uber ihre Feinde erreicht haben. Dann wies der Redner weſt— wärts, ſtreckte den Arm aus und ebenſo mehrmals die Finger ſeiner rechten Hand und deutete auf den Medicin⸗ peer, als wollt' er damit ſagen: wiewohl ſchon vier Scalpe an dem Pfahle hingen ſo ſeie dies doch noch gar Nichts gegen die Menge von Kopfhäuten, welche ſie noch zu erbeuten hofften, wenn ſie ihre Erb- und Todfeinde, die Putas, im Salzthale finden würden; und Einer um den Anderen ſchien ſich in jenen Prahlereien zu ergehen, womit die älteren Krieger auf dem Kriegspfade den Muth und Ehrgeiz der Jüngeren und Ungeuͤbten zu befeuern ſuchen. (Fortſetzung folgt.) Bericht des Ausſchuſſes des Armen⸗Vereins dahier für den Monat April 1849. Unterſtützt wurden von dem Vereine 536 Arme der Umgegend und Reiſende, beſonders Handwerker. Für dieſe Unterſtützungen wurde die Summe von 50 fl. 29 kr. ver⸗ ausgabt. Für diejenigen Armen der Umgegend, für welche die ordnungsmäßige Beſcheinigungen eingelaufen ſind, iſt Ent— ſchließung gefaßt worden und hat man aus Rückſicht für die alten oder gebrechlichen Armen ſelbſt und für das Publi⸗ kum dahin Einleitung getroffen, daß dieſen Armen die Un- terſtützungen durch Vermittelung der Herren Geiſtlichen zukommen. f Indem dieſer Bericht zur Kenntniß des Publikums gebracht wird, hält man es an der Zeit diejenigen Bewoh- ner hieſiger Stadt, welche dem Vereine nur deßhalb nicht beigetreten ſind, weil ſie deſſen günſtigen Erfolg bezweifel- ten, aufzufordern, ſich nunmehr dem Verein anzuſchließen. Man erwartet auch um ſo zuverſichtlicher dieſen Beitritt, da es gewiß der Wille der Nichtmitglieder des Vereins nicht ſeyn kann, ſich auf Koſten ihrer Mitbürger einer faſt unerträglichen Bürde enthoben zu ſehen. i Friedberg den 6. Mai 1849. f Der Ausſchuß des Armen-⸗Vereins. Boutemy, Peter. Buß, Domainenrath, Decher, Heinr. Dieffenbach, Profeſſor. Falck, Johs. Groß, Carl. Hirſch, Mayer. Krach. Pfeffer, Jacob. Reuß, F. W. Steinhäuſer, Johs. Stelz, Conrad. * felbſt den gte. Der s nahmen rend die en ſaßen. Id Bogen, egrabenen den Feuer⸗ dirſchhaut. eren Krei⸗ elchem die ſchlagenen n Speer, Killbuck des vor⸗ r deuteten igen Tro⸗ drere von d Vorder⸗ n wollen, ctheil über dner weſt⸗ rmals die Medicin⸗ chon vier noch gar e ſie noch Todfeinde, Einer um ergehen, den Muth befeuern Vereins 9. Arme der Für dieſe 9 kr. ver⸗ welche die , iſt Ent⸗ ickſicht für as Publi⸗ u die lla⸗ H eiſtlichen publitums dtwoh⸗ alb nicht dezweifel⸗ ſchließen. Beitritt, Vereins ciner ſaſt Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. eee Immobilien-Verſteigerung. (132) Mittwoch den 13. Junt d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, kommen die zur Concursmaſſe des Steiger Schiffmann und deſſen Ehefrau Fran⸗ ziska, geb. Becker, von Dornaſſenheim gehören⸗ den Immobilien, beſtehend in einem einſtöckigen Wohnhaus und 53 Ruthen 12 Schuh Hofraithe und Gartenland, im Werth von 1198 fl., auf dem Rathhauſe in Dornaſſenheim zur öffent— lichen Verſteigerung. Reichelsheim den 1. Mai 1849. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei v. Preuſchen. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (753) An nachgenannten Orten und Tagen kommen von den 1848r fiskaliſchen Fruchtvor⸗ räthen des hieſigen Rentamts zur Verſteigerung: 10 zu Friedberg: Dienſtag den 15. Mai, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, von dem hieſigen Speicher, 70 Malter Korn; 2) zu Butzbach: Mittwoch den 16. Mai, ebenfalls Vormittags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe, von dem Speicher daſelbſt, 1 Malter Waizen, 60 Malter Korn, 24 Malter Gerſte und 14 Malter Hafer. Friedberg den 25. April 1849. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau (757) wird in dieſem Jahre am 15. Mai eröffnet werden. Der Badearzt Herr Doctor Bode dahier wird jede etwa gewünſchte Aus⸗ kunft in ärztlicher Beziehung ertheiken. Logis⸗ beſtellungen für das Kurhaus ſind zeitig an die Inſpection der Soolbade-Anſtalt zu richten. i Nauheim den 5. Mai 1849. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt Schäfer. Schmincke. F. Schreiber. Hansmann. Immobilien-Verſteigerung. 66 Dienſtag den 12. Juni, Morgens um 7 2 werden in hieſigem Rathhauſe die den Heinrich Wind'ſchen 1. Eheleuten gehörende Im⸗ mobilien meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend aus einem Haus und Ställchen, an Ludwig Schäfer; an die pia corpora 13½ kr. 2) 39,3[◻IKlafter, 20 Ruthen Garten an der Barbaragaſſe, an Advokat Trapp III., Zins der Stadtkirche 5 kr. 2½ hell. 3) 247, UKlafter, 126 Ruthen Acker im Groß⸗ galgenfeld, an Wilhelm Valentin. 4) 118,0 UKlafter, 60 Ruthen Acker im Lachen⸗ feld, am Hospital Friedberg. Friedberg am 10. Mai 1849. In Auftrag Geoßh. Heſſ. Landgerichts Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (76 7] Dienſtag den 12. Juni, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathauſe die zum Nachlaß des Herz Kaſſel gehörende Hofralthe, beſtehend in einem Wohnhauſe, meiſtbietend ver— ſteigert. Zins der pia corpora 20½¼ kr. Friedberg den 10. Mai 1819. Ju Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. — 163— Frucht Verſteigerung. (768) Donnerſtag den 24. Mai l. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden von dem Frucht⸗ vorrath des Auguſtiner⸗Schulfonds 40 Malter Korn und 9 Malter Gerſte, zweimalterweis, in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien-Verſteigerung. (769) Montag den 28. Mai, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Im— mobilien der Heinrich Wind 1. Eheleute zu Friedberg meiſtbietend verſteigert, als: 1) 1 Viertel, 32 Ruthen Garten auf dem Krämer. 29 1 1 908 0 Acker am Hok⸗ kenberg. Fauerbach II. den 5. Mai 1849. In Auftrag Großh Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. Bekanntmachung. (770) Mittwoch den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Unterhaltungsarbeiten der hieſigen Ortsſtraßen, beſtehend in: a) Maurerarbeit, veranſchl. zu 10 fl. 12 kr. b) Zimmerarbeit„„ 28„ 30„ e) Pflaſtererarbeit 1„ 6„ 45 d) Handarbeit 1„ 46„ 40„ e) Material, beſtehend: 1) in Rockenberger Sandſteinen 69„ 30% 2)„ guten Reihen-Pflaſterſteinen 16—„ 3)„„Cuhaufftrſteinen 87— 7 4)„gutem Waſſerkalk 4%— 5)„„ Maurer- und Pflaſte⸗ rer ſand 6„*—„ Summa 274% 37„ bei Gaſtwirth Walther öffentlich wenigſtnehmend verſteigert werden. Bauernheim den 10. Mai 1949. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Bekaunt machung. (771) Mittwoch den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll die Herſtellung der Gemeinde⸗ Brunnen, beſtehend: 1) in Maurerarbeit, 12 fl. 2)„Pumpenmacherarbeit 74„ 3)„ Zimmerarbeit 2„ Summa 88„ bei Gaſtwirth Walther dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Bauernheim den 10. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Bekanntmachung. (772) Freitag den 18. Mai, Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Unterzeichneten die Lieferung von Gußwaaren in das neue Rathhaus zu Lich, beſtehend in Oefen, Feuer⸗ heerden und Abtrittsröhren, im Gewicht von circa 62 Centner, an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Lich den 8. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bingmann. S Privat- Bekanntmachungen. Ae gde (137 Friedrich Schleuning, Ludwigs ſtraße in Friedberg, hält für den Sommer große Auswahl von Röcken, Hoſen, Weſten und Jacken, dabei auch Kinder⸗ kleider in verſchiedenen Qualitäten und mo⸗ dernſter Fagon zu den billigſten Preiſen. Geſangbücher, (759) einige Hundert, habe ich übernommen und kann dieſelben im Einzeln ſehr billig abgeben. Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Ankündigung. (145) Guter reingehaltener Pfälzer— Wein wird in verſchiedener Auswahl zu 16, 18, 20 und 24 fl. per Ohm, ſowie auch guter rother Ober-Ingel⸗ heimer Wein billigſt abgegeben Dönges— gaſſe Nr. 6 neu(alt H Nr. 163) im Hofe in Frankfurt a. M. Einladung. (760) Mehrere Großherzogliche Militärs der Wetterau, welche am 1. April d. J. ihre 6jäh⸗ rige Dienſtzeit vollendet hatten und als Exca— pitulanten⸗Einſteher nicht weiter fortdienen, wer⸗ den ſich zur Beſprechung in ihrem Intereſſe lie⸗ genden wichtigen Angelegenheiten Sonntag den 13. d. M., Mittags 1 Uhr, in dem Saale des Gaſtwirths Bertalott in Aſſenheim ver⸗ ſammeln und laden zu dieſem Zwecke ihre in dieſem Dienſtalter ſtehenden Kameraden ein. Geſchäftsverlegung. (7718) Das Garn- und Bandgeſchäft von F. Abenheim⸗Götz in Franktfurt a. M., welches ſeither am Markt und Domplatz beſtanden hat, befindet ſich gegenwärtig große Sandgaſſe Nr. 2, nächſt der Neuenkräme. Ein junger Menſch, (170 welcher die Schloſſerprofeſſion zu er⸗ lernen wünſcht, kann in die Lehre treten bei Friedberg. Emmerich Rauch, Schloſſermeiſter. Zu ver miethen (775) iſt der zweite Stock in meinem Hauſe und kann bis zum 1. Auguſt bezogen werden. W. Baumann. Zur Nachricht. (776) Waizen, Kleien und Scheelen find zu haben bei Jacob May in Friedberg. Zum Vermiethen. (777) In meinem Haufe iſt der zweite Stock zu vermiethen und kann bis zum 1. Juli be⸗ zogen werden. Friedberg den 10. Mai 1849 Joh. Hanſtein II. Zum Verkaufen. (178) Unterzeichneter beabſichtigt ſeine vor vier Jahren neu eingerichtete Schloſſerwerkſtätte, beſtehend in 3 Schraubſtöcken, 1 Ambos, Blas⸗ balg und alles in dieſes Fach einſchlagende Werkzeug aus freier Hand, im Ganzen oder im Einzelnen, zu verkaufen. Lich den 7. Mai 1849. Philipp Meper, Schloſſermeiſter. Z um Verkaufen. (7179) Eine an der Hauptſtraße gelegene Hofraithe, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohn⸗ haus, einem neuen Brauhaus, Scheuer und Stallung, 1 Viertel, 10 Ruthen Hofraitheplatz, welche ſich ſehr gut für einen Metzger eignet, iſt zu verkaufen oder zu verpachten. Zu erfra⸗ gen bei Maier Kallmann in Windecken. Bockbier (780) wird Sonntag den 12. d. M. in Zapf genommen. C. Altmannsperger. — 164— Nachricht für Auswanderer! (781) Monatlich expedire von London nach New⸗ Vork vorzüglich für Auswanderer eingerichtete gekupferte Dreimaſter-Poſtſchiffe und bin im Stande, die billigſten Ueberfahrtspreiße und jede möglichſten Vortheile gewähren zu können. Frankfurt a. M. im Mai 1849. ee Wilhelm Fertſch⸗Finger. Nähere Auskunft ertheilt gerne Wilhelm Fertſch, in Friedberg. Aufruf an die — N Vewohntr Fricdbergs und der Umgegend. Mitbürger! (182) Die Turngemeinde dahier hat bein der bevorſtehenden Gefahr der deutſchen Freiheit und Einheit den Beſchluß gefaßt, die deutſche Reichs verfaſſung im Nothfalle mit den Waffen zur Geltung bringen zu helfen. Die Turngemeinde hat ſich deßhalb dem Bezirksverein des Nieder-Mains angeſchloſſen. Mitbürger, die Gefahr wird mit jedem Tage größer, ein bewaffnetes Auftreten mit jedem Tage nothwendiger. Es fehlt aber den meiſten der Turngemeinde zur Zeit noch an Waffen und Munition. Darum ergeht an die Bewohner Friedbergs und der Umgegend der dringende Aufruf zu Beiträgen für Waffen oder zur Lieferung der Letzteren ſelbſt. Wer ſchnell gibt, gibt doppelt. Die Turngemeinde hofft eine um ſo kräftigere Stütze, als ja Alle die Verfaſſung mit Gut und Blut ſchützen wollen und als es jetzt gilt, zu beweiſen, daß wahrend die Turner mit ihrem Blute einzuſtehen bereit ſind, auch von anderer Seite ein Opfer vom Gute nicht geſcheut wird. Ebenſo, ſieht die Turngemeinde einem zahlreichen Anſchluß zur Bildung eines bewaffneten Corps entgegen. f Dem Vaterland, dem theuren, ſchließt Euch an und verlaßt es nicht im Augenblicke der Gefahr. Zur Empfangnahme von Waffen und Geldbeiträgen erklärt ſich der unter— zeichnete Vorſtand der Turngemeinde bereit. f Friedberg im Mai 1849. Trapp II., Vorſitzender. Ruths, Beiſitzer. Reuß, Schriftführer. Bernhardt. Ockel. Glück. Müller. An die Bewohner der Wetterau, an alle Gemeinden, politiſchen Vereine und Corporationen, Stadtvorſtaͤnde und Gemeinderaͤthen, Buͤrgerwehren, Turn, 5 Geſang⸗ und Lehrervereine. (783) Wir fordern Sie auf in Gemeinſchaft oder durch Abgeordnete der Volks⸗ verſammlung, welche Sonntag den 13. Mai von dem Wetterauer Vereins— Verband in Petterweil abgehalten werden wird, beizuwohnen, damit wir uns über die von Seiten der Wetterau der gefahrvollen Lage unſeres Vater⸗ landes gegenüber zur Freiheit und Einheit unſeres Volkes führende Maß— regeln verſtändigen. Büdesheim und Friedberg den 9. Mai 1849. Namens des Wetterauer Vereins- Verbandes: Schaub, Vorſttzender. Vogt, Schriftführer. 5 Das Vaterland iſt in Gefahr! Vollsverſammlung in Butzbach (784) Donnerſtag den 17. d. M.— am Himmelfahrtstage Nachmittags 2 Uhr nach beendigtem Gottesdienſte— auf dem Schrenzerberge. Erſcheint zahl⸗ reich Ihr deutſchen Brüder aus beiden Heſſen, Naſſau und Preußen. Butzbach den 9. Mai 1849. Der Volksverein. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Rogate den 13. Mai 1849. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diakonus Baur.. Vormittags predigt in der Stadtkirche: 7 Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: 5 Herr Candidat Breither. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Göring. ö Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Cellarius. Feſt der Himmelfahrt Chriſti. Vormittags predigt in der Stadtkirche: l Herr Candidat Heinitz. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Urich. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Koch. Frucht prei fe. — —— 2. Mai. c. Mai.] 19. Apr. Gattung. Fried⸗ in Die⸗ 5 berg Maſſt burg 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 850 90 41820 Korn 15 5 31] 516 5 25 e 3 19.426 430 Hafer„„ 81203187 2/5 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Mai 1849. * 5 Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. kr. pf, er f 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2 81 2 7. 4„ 7 82 Lth. Lth. — Milchbrod 145% 1 50% — Waſſerweck 15 ¼¼ — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 eee 5 1 inge; gemäſtetes 9—1 9— „ e eee 88 ö; gemäſtetes 8.— 18— „Rindſleiſch Hangemifer 7——— „Kalbfleiſch 614— 6— „ Schweinenfleiſch 11— 11— „ Sammellleiſch— 8.— 9— „ Schaaflleiſch 7 „Wurſt veblos Schweinen 12— 14— „Gemiſchte Wurſt 100 „ Bratwurſt 15— 16— „Schwartenmagen 15— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „ Schinken 17— 18— „ Doörrfleiſch 17— 181— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen ie en „Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Süden * Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.