Neigen erg. den 8. m verrichtg; Sell. der Stadtſich agr. der Stadtkirche Jertſch. der Burgkiche elcker. S ei ſe. Ali Intelligenz- fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, ä den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 1 53. Mittwoch den 11. Juli 189. Amtlicher Theil. Bekanntmachung der Preisvertheilung in der Provinz Oberheſſen im Jahre 1849. In Folge des Beſchluſſes des Ausſchuſſes des land— wirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen vom 23. Mai ſollen auch im Jahre 1849 Preisvertheilungen in der Pro⸗ vinz Oberheſſen abgehalten werden und zwar 1) zu Nidda, Mittwoch den 18. Juli, 2)„Schlitz, 1 den 25. Juli, 3)„Battenfeld, Dienſtag den 31. Juli und 4„ Gießen, Freitag den 3. Auguſt. Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder dieſer vier Stationen: ne a) Für die beſten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſolchen Privaten, welche ſie nicht zur ausſchließlich eignen Zucht benutzen, 50 fl. zu Preiſen von 6—15 fl. p) Für junge Bullen, zum Verkaufe an Gemeinden tauglich, mindeſtens 1¼ Jahr alt und ſeit 5. Jahr Eigen⸗ thum des Beſitzers, 30 fl. zu Preiſen von 5—10 fl. c) Für ſelbſtgezogene Rinder von 2—3 Jahren, die entweder ſichtbar trächtig ſind oder erſt kurzlich das erſte Mal gekalbt haben, 92 fl. zu Preiſen von 5—12 fl. und eine Preisglocke ſammt Halsriemen für die ſchönſte Kalbin. Von dieſen Preiſen ſollen drei Viertheile in den Ge⸗ genden, in welchen die Vogelsberger oder die eigentliche Landrace vorzugsweiſe gezüchtet wird, zunächſt auf dieſe Racen verwendet werden. Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn ſie z wei Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegent— ſchädigung zugeſichert, beſtehend fur ältere Bullen in 24 kr. und für junge Bullen und Rinder 12 kr. für jede Stunde der Entfernung, jedoch mit der ausdrücklichen Be⸗ dingung, daß das betreffende Stück Vieh jedenfalls preis würdig iſt. Die ſonſtigen Beſtimmungen ſind: 10 Die, Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um 8 Uhr Morgens, und es haben die Preisbewerber Beſchei⸗ nigungen ihres betreffenden Bürgermeiſters(auf ſtempel⸗ freiem Papier) beizubringen, worin bezüglich der Zucht⸗ bullen bemerkt iſt, daß ſie auch wirklich zur Zucht ver⸗ wendet werden, und ſich hierbei brauchbar erweiſen, ob ſie noch mit den weiblichen Zuchtthieren zur Weide getrieben werden, ob der Ankauf der Bullen durch die Gemeinde ſelbſt beſchafft wird und ob deren Unterhaltung nicht mehr an den Wenigſtnehmenden verpachtet iſt oder gar durch Reihumhalten geſchieht— in Bezug auf die jungen Bullen, daß ſie ſeit/ Jahr dem Beſitzer eigenthümlich gehören, in Bezug auf die Rinder aber, daß ſie von dem Eigen⸗ thümer ſelbſt gezogen worden ſind. Wer die Bedingungen bezüglich des Beibringens nach obiger Vorſchrift abgefaßter Beſcheinigungen(wäre es auch von Bewerbern aus dem Orte ſelbſt, wo die Preisverthei⸗ lung ſtattfindet) nicht erfüllt, kann, ohne Anſehen der Perſon, zur Preisconcurrenz nicht zugelaſſen werden. 2) Die alteren Bullen müſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgeführt werden. g 3) Die Concurrenz an den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden. Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft zu recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungen ein. Weſentlich könnten dieſelben auch dadurch verſchönert werden, wenn auch, unabhängig von der Preisvertheilung, ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh und andere intereſſante Gegenſtände der landwirthſchaftlichen In⸗ duſtrie dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. Laubach den 1. Juli 1849. Der Präſident des landwirthſchaftl. Vereins von Oberheſſen. Otto, Graf zu Solms-Laubach. Ueiſeſkizzen aus Kalifornien, im Frühjahr 1848. Von J. Tyrwhitt Brooks. (Fortſetzung.) Nachdem wir die Natur des Landes etwas näher erforſcht, um zu ſehen, was wir da beſonders zu hoffen hätten, fanden wir, daß die Plätze, wo das Gold in größerer Menge und in den größten Stücken vorkam, die Betten der jetzt trocknen Bergſtröme ſeien, die manchmal in beide Forks einfließen. Wir kletterten einige der ſteilen Schluchten hinauf und bemerkten bei verſchiedenen Ge⸗ legenheiten, während wir unter den Schiefern herumſuchten, ſchimmernde Stücke Gold. Im Boden iſt jedenfalls ſehr viel Gold enthalten, die einzige Schwierigkeit aber die große Entfernung vom Waſſer. Abends kamen unſre Blatt ——ů— — 226— Freunde aus den untern Minen und brachten die Provi⸗ ſionen mit. Am nächſten Tag beſchloſſen wir an die Arbeit gehen N * Nachdem wir einen uns tüchtig ſcheinenden Platz im Herzen der ſteilen Bergſchlucht ausgewählt hatten, ſchafften wir unſre großen indianiſchen Körbe, die wir in Sutters⸗ Fort eingehandelt, herbei, ſchaufelten die Erde hinein, ſteckten Stöcke hindurch, legten dieſe auf unſre Schultern und trugen die alſo beladenen dann zum Rande des Stro⸗ mes hinab, wo wir nach alter Art wieder zu waſchen anfingen. Der Erfolg war übrigens ſehr günſtig, und am Abend fanden wir, daß wir uns um ein Bedeutendes verbeſſert hatten. Der Boden iſt hier weit reichhaltiger an Gold als weiter unten. Die Arbeit aber, die Erde nach dem Waſſer herunterzuſchleppen, war auch um ſo größer, und ich war an dieſem Abend ſo müde, daß ich mich kaum zwingen konnte, mein Tagebuch zu öffnen, und dieſe kurzen Notizen niederzuſchreiben. Als wir am andern Morgen mit der erſten Ladung Kies nach dem Fluſſe zu aufbrachen, meinte Lacoſſe plötz⸗ lich, daß er gar nicht einſehe, weßhalb die Pferde dort wie Gentlemen ſpazieren gingen, während die Gentlemen wie Pferde arbeiteten, und er ſchlug vor, lieber die Schul⸗ tern unſrer Thiere, als unſre eignen dazu zu benutzen, den Kies bergab zu ſchaffen. Wir waren natürlich gern damit einverſtanden und wunderten uns nur, daß uns das nicht früher eingefallen war. Die Pferde wurden bald von ihren behaglichen Weiden herbeigeſchafft und zur Arbeit angehal⸗ ten und mußten die jetzt an beiden Seiten herabhängenden Körbe zu Waſſer tragen. Verſchiedene Neugekommene von den Mormonen— Minen paſſirten heute an uns vorbei und gingen weiter den Bach hinauf. Am Morgen beſuchte uns auch Mr. Marſyhall, um zu ſehen, was wir erbeuteten. Er hatte von Kapitän Sutter gehört, dieſer wolle nach den Minen ſelber aufbrechen, ſobald er nur ſeine Weizenernte, was hoffentlich während der nächſten Woche geſchehen könnte, eingebracht habe. 5 Einige Tage noch Erfahrung in der Nähe der Säge— mühlen geſammelt, und wir waren überzeugt, daß wir hier in Folge der großen Entfernung zwiſchen dem Orte, wo wir das Gold herabholten, und dem Waſſer, nur Zeit und Mühe verſchwendeten und gewiß einen weit vortheil— hafteren Platz auffinden konnten. So lange wir uns hier befanden, hatten wir fortwährend gehört, daß an Weber's Fluß das Gold in weit größerer Menge gefunden würde, und nach Weber's Fluß beſchloſſen wir zu ziehen. Der hier genannte Waſſercurs iſt ein kleiner Zufluß des nörd— lichen Arms des Americanos. Wir ſchlugen unſre Zelte geſtern Morgen ab, beluden unſere Pferde und brachen auf. Der Fluß war an der Furth breit und reißend, aber ſeicht. Die einzige Schwierigkeit im Uebergang machten uns die glatten run den Steine, die mit grünem, ſchleimigem Moos bedeckt waren und den Grund des Fluſſes bildeten. Ueber dieſe ſtolperten unſre Pferde mit einer Heftigkeit, die drohte, ihre Ladung abzuwerfen. Glücklicher Weiſe kamen wir aber Alle, den armen Horry ausgenommen, gut hinüber. Deſſen Pferd ſtolperte nämlich über einen außergewöhnlich großen Stein und warf ſeinen Reiter, zum unbeſchreiblichen Vergnügen der ganzen Geſellſchaft, die den Fall des armen Matroſen mit lautem Gelächter begrüßte, in's Waſſer. Horry plätſcherte ſo ſchnell er konnte und ohne ſich weiter im mindeſten um ſein Pferd zu bekümmern, an's andre Ufer. Das jedoch war noch eher auf trockenem Lande, als er ſelbſt. Wir zogen uns jetzt an der rechten Uferbank des Nordarmes hinauf und bekamen an der entgegengeſetzten Seite einen Trupp von Indianern zu ſehen, die dort und, wie wir ſpäter erfuhren, für Mr. Sinclair arbeiteten. In einer einzigen Woche hatte dieſer Trupp 16 Pfund feingewaſchenen Goldſtaub gewonnen. Sie arbeiteten hart, wurden gut mit Proviſionen verſehen und bekamen täglich reiche Quantitäten des„ſtarken Waſſers.“ Mittags raſteten wir ein paar Stunden in einem freundlichen dicht bewaldeten Thalgrund und ſtiegen ſpäter in einem rechten Winkel von dem Fluß ab, einen von vielen Bächen durch- kreuzten, waldigen, aber nicht zu ſteilen Abhang hinauf. Während dieſes Marſches paſſirten wir mehrere verlaſſene indianiſche Dörfer. Die rund gebogenen Gerüſte der Hutten zeugten allein von früheren Anſiedelungen. Kein einziges Glied des ganzen Stammes war mehr zu ſehen, der Biber mag jetzt dort in Ruhe ſeine Hütte bauen und das Rothwild ſeine Weide ſuchen. Gegen Abend be— traten wir das Thal, das Webersfluß bewäſſert; ſeine äußere Erſcheinung war reizend und das klare Waſſer ſchoß in ſeinem engen, ſteilen, felſigen Bett ſchäumend uber große runde Kieſel und niedere Granitblöcke ſpringend hinab. Die graſigen Abdachungen des Thales ſind nach allen Richtungen hin mit kleinen Bächen durchſchnitten, deren Bett von üppigem Unterholz, hohem Gras und Grup⸗ pen niederer Eichen bezeichnet wird. Ein paar Lager ſahen wir mit einem oder zwei roh ausſehenden Zelten, alle mit flammenden Feuern davor. Wir hielten ebenfalls und hofften, am nächſten Tage einen Platz zu erreichen, den wir zu unſerm Zwecke geeignet finden würden. An dieſem Morgen brachen wir ſehr frühe auf und erblickten bald verſchiedene Geſellſchaften von Drei bis Vieren, die theils im Bette des Fluſſes Goldſand wuſchen oder die Schluchten mit ihren Schaufeln und Spaten unterſuchten. Das Wetter fing an, entſetzlich heiß zu werden; ja in der That, je weiter wir den Sa⸗ cramento verließen, deſto drückender wurde die Luft. Die Seewinde können nie bis hieher dringen, uns zu erfriſchen und die Luft iſt, wenn nicht dann und wann ein friſcher Windzug durch das Thal zieht, ungemein ſchwuͤl. Wir rückten nur langſam vor, erreichten aber doch in einer Stunde etwa eine Gegend, die den Windungen des Stroms nach ungefähr 20 Meilen von da liegen mochte, wo er ſich mit dem Americanos verband und wo wir beſchloſſen, unſer Glück zu verſuchen. Auch hier fan⸗ den wir ſchon eine Art Lager, allerdings nicht in der Aus— breitung, wie in den Mormonen-Minen; dennoch waren die Goldwäſcher ſehr zahlreich und der größte Theil von dieſen Indianer. Einige Wenige arbeiteten im Bett des Stroms, den größten Theil fanden wir aber in den Schluch— ten, die die Berge hinauf liefen, beſchäftigt. Die größte Quantität Goldſtaub wurde allerdings am erſteren gefun— den, die letzteren lieferten aber die beſten Exemplare von Goldklumpen und Goldſchuppen. Es wurde uns geſagt, daß die Seitenſchluchten, obgleich ſie ſehr reichhaltig ſeien, dennoch ungewiſſeren Ertrag geben, als der Hauptſtrom. Allerdings fand man immer Klumpen von mehreren Unzen Gewicht, verſäumte aber auch oft einen ganzen Morgen, ohne das Mindeſte zu bekommen, wo hingegen der Mann, der ruhig im Strom blieb und regelmäßig fortwuſch, doch ſicher ſein konnte, ſeine eine oder zwei Unzen zu realiſiren. Deßhalb beſchloſſen auch wir bei dem Fluß zu bleiben. Unſer erſtes Geſchäft war nun, zu verſuchen, ob wir nicht ein paar Wiegen herſtellen könnten. In einem ziemlich großen neu errichteten Laden fanden wir einige Kieferbret⸗ ter, die Forderung dafür aber auch ungeheuer. Wir be⸗ ſchloſſen deßhalb dem Beiſpiel der Indianer zu folgen, die wir bei den Sägemühlen geſehen hatten, das iſt: ein paar ſtarke 10. zeſetzten ort und, cdeutten. 0 Pfund ten hart, u taglich Mig den dicht u rechten en durch⸗ 9 binauf. mehrere Gerüſte delungen. mehr zu te bauen bend be⸗ rt; ſeine Waſſer nend uber end hinab. ſind nach ſchnitten, d Grup⸗ zwei roh u davor. ige einen geeignet ehr frühe ten von Goldſand ufeln und entſetlich den Sa⸗ it. Die erfriſchen in ftiſchet . aber doch Dindungen da liegen d und wo hier fan⸗ der Aus⸗ och waren Theil vol Bett des u Schluch⸗ Die größte ren gefun⸗ lar von 15 geſagt/ 11g ſeien, uptſtrom. en Unzen Morgen, et Mann, uſch, doc realiſitti⸗ 10 bleibel. wil nich 1 fem dieferbtel ir be igen ar ſtafſt nad fl — 227— Bäume zu fällen und ſie ſo auszuhöhlen, daß ſie unſrem Zwecke dienen konnten. Wir gewannen uns dabei die Hülfe eines ganz artigen und freundlichen Burſchen, der uns eine Tagesarbeit fur 30 Dollars den Tag zuſagte. Er überwachte das Fallen der Bäume und wies uns dann an, wie wir mit der Arbeit vorrückten. Wir fanden das Hauen und Sägen ziemlich anſtrengend und fühlten, wie mir ſchien, die Hitze hier viel ſtärker, als es weiter unten der Fall geweſen.(Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Juni. Friedberg. Getraute: 10. Michael Hottes, Ortsbürger zu Großzimmern und Maurer, des Ortsbürgers und Feldſchützen Georg Hottes daſelbſt ehelicher lediger Sohn, und Anna Maria Gerhardt, des verſtorbenen Joh. Heinrich Gerhardt, geweſenen Kutſchers zu Frankfurt a. M., ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Wilhelm Krauch ein Sohn, Joh. Friedrich Wilhelm, geb. den 20. Mai. 3. Dem Bürger zu Babenhauſen Peter Grein eine Toch⸗ ter, Katharina, geb. den 5. Mai. 3. Dem Candidaten der Theologie Johannes Karl Chri— ſtian Kärſt aus Apfelſtadt, im Herzogthum Sachſen⸗ Koburg⸗Gotha, Vorſteher eines Lehr- und Erziehungs— Inſtitutes dahier eine Tochter, Charlotte Eliſabethe Emilie Pauline Mathilde Lina, geb. den 29. April. 10. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Philipp Han ſtein eine Tochter, Henriette Chriſtina, geb. den 28. Mai. 10. Dem Bürger zu Mühlhauſen in Thüringen und hier wohnenden Tabaksfabrikanten Karl Hertwig ein Sohn, Wilhelm Auguſt Oskar, geb. den 21. April. 17. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Joh. Phi⸗ lipp Jung ein Sohn, Georg Ludwig, geb. den 13. Mai. 17. Dem bieſigen Bürger und Weißgerbermeiſter Johannes Heinrich Waltz II. ein Sohn, Chriſtian, geb. den 30. Mai. 17. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig Ernſt Zöll ein Sohn, Philipp Adam Hermann, geb. den 6. Juni. 20. Dem hieſigen Burger, Bierbrauermeiſter und Gaſtwirth Georg Philippi ein Sohn, Georg Philipp Heinrich, geb. den 27. Mai. 21. Eine uneheliche Tochter Chriſtiane, geb. den 10. Juni. 24. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Karl Rauſch ein Sohn, Konrad, geb. den 12. Juni. 24. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Konrad Chriſtoph Heinrich Rauſch ein Sohn, Friedrich Emil, geb. den 10. Juni. 24. Dem hieſ. Bürger und Gartenſchützen Joh. Ferdinand Volp eine Tochter, Maria Magdalena, geb. den 13. Juni. 24. Dem hieſigen Bürger und Schloſſermeiſter Heinrich Rumpf ein Sohn, Joh. Joſeph, geb. den 21. Juni. 25. Eine uneheliche Tochter, Anna Dorothea, geb. den 17. Juni. 26. Dem hieſigen Buͤrger und Gaſtwirth Herrmann Jakob Simon eine Tochter, Maria Auguſte, geb. den 1. Juni. a Beerdigte: 6. Eva Sybilla Philippina Fiſcher, geb. Suhrada, des hieſigen Bürgers und Steindeckermeiſters Chriſtoph Fiſcher Ehefrau, alt 29 Jahre und 6 Tage, k den 4. Juni. 6. Anna Margaretha Rückert, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Juſtus Rückert eheliche Tochter, alt 14 Jahre, 2 Monate und 12 Tage, k den 5. Juni. 9. Eiliſabethe Wilhelmine Heß, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Martin Heß eheliches Töchterchen, alt 9 Monate, 7 den 7. Juni. 11. Sophie Mariane Emilie Kümmich, des hieſigen Bür— gers und Kaufmanns, wie auch Kirchenvorſtehers Wilhelm Peter Ludwig Kummich eheliches Töchterchen, alt 10 Monate und 9 Tage, 7 den 9. Juni. 12. Maria Urſula Damm, des weiland hieſigen Bürgers und Specereihändlers Peter Damm nachgelaſſene ehe⸗ liche ledige Tochter, alt 18 Jahre, 2 Monate und 18 Tage, 1 den 10. Juni. 10. Franz Reitz, des hieſ. Bürgers und Bäckermeiſters Franz Reitz eheliches Söhnchen, alt 9 Monate, 1 den 8. Juni. 16. Wilhelmine Katharine Eliſe Geck, geb. Knöll, des hie⸗ ſigen Bürgers und Fuhrmanns Joſeph Geck Ehefrau, alt 38 Jahre, 5 Monate und 19 Tage, f den 14. Juni. 16. Sabine Friederike Juliane Engel, geb. Müllmerſtadt, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Engel nachgelaſſene Wittwe, alt 83 Jahre, 10 Monate und 26 Tage, 7 den 14. Juni.. 16. Joh. Philipp Petri, hieſiger Bürger und Schmiede⸗ meiſter, alt 48 Jahre und 9 Monate, 7 den 15. Juni. 16. Eliſabetha Kuhl, des Bürgers und Schuhmachermeiſters Emanuel Kuhl von Biedenkopf eheliche ledige Tochter, alt 17 Jahre und 4 Tage, 7 den 15. Juni. 5 16. Johann Wilhelm Schenk, geweſener Schulvicar zu Rülfenrod, R.⸗B. Alsfeld, des hieſigen Gr. Phyſikats⸗ Wundarztes Heinrich Schenk ehelicher lediger Sohn, alt 20 Jahre, 8 Monate und 19 Tage, t den 14. Juni. 18. Des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Ehriſtian Valentin gleich nach der Geburt geſtorbenes Söhnchen, geb. und geſt. den 17. Juni. 22. Maria Margaretha Geil, geb. Müller, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Konrad Geil Ehefrau, alt 43 Jahre, 1 Monat und 26 Tage, 7 den 20. Juni. 28. Juliane Schwalm, geb. Dörr, des weiland hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Heinrich Schwalm nachgelaſſene Wittwe, alt 63 Jahre und 5 Monate, 1 den 26. Juni. Zweites Verzeichniß der fur die in Baden verwundeten Heſf. Soldaten einge⸗ gangene Beiträge. Transport 85 fl. 56 kr. Von Ch. B. 30 kr., Ober. N. 2 fl., Frl. v. Schmalkalden 2 fl., A. L. 1 fl, Advocat Trapp III. 5 fl., Kflte. H. Mack, Maper Hirſch und Sam. Lindheimer: Gebühren von einer Expertiſe 3 fl., Bckrmſtr. Fritz I. 1 fl. 12 kr, G. Philippi 1 fl., F. P. 1 fl. 30 kr. Schlßvrwltr. J. Dönges 1 fl., für Heſſen treu bewieſenen Schutz 1 fl., Fr. A. S. 3 fl. 30 kr., von einer Unbekannten 1 fl. 30 kr., K. J. 2 fl., Fr. O. K. R. G. 2 fl., S. L. 10 fl., N. N. 10 fl., B. A. Hechler. 1 fl., Seligm. Hirſchhorn 1 fl, Johs. Nückert 30 kr., J. B. 1 ,der Brief ohne Poſtzeichen mit der Aufſchrift Militärunterſtützung 1 fl., M. L. Goldmann 1 fl. 45 kr., Frl. Bertha Strauß 1 fl., S. Imrod 12 kr., J. M. 1 fl., G. H. 2. fl., H. D. 24 kr., C. B. 30 kr., E. M. 1 fl., F. J 18 fr., F. S. 4 kr., J. E. 30 k, S. Th. 1 fl. 45 kr., Ph. Muth mit dem Motto: Hurrah der Friede iſt nah 30 kr., H. Sch. 1 fl., A. B. 3 fl., H. Sauer 6 kr., Wiw. R. 12 kr., P. P. 2 fl., Director Roller 2 fl. 42 kr., Fr. 30 kr, Hbg. 24 kr., C. F. 1 fl. 12 kr. Rorfrſtr. Weigand von Stfrth. 3 fl. 54 kr, W. R. 1 fl. 30 kr. aus Södel 9 fl. und zwar von Brgrmſtr. Väth 45 kr., Georg Reitz 48 kr., Fr. Caroline Stier 24 kr., Pfarrer Breidenſtein 1fl., Johs. Böcher II. 6 kr., Heinrich Diehl IV. 6 kr., Johs. Diehl II. 6 kr., Joh. Ph. Stier 1 fl., Wilh. Kleeberger 45 kr. Chriſtoph Böcher 6 kr., Caspar Frank 6 kr., Ph. Bender I. 36 kr., Johs. Volp 6 kr., Philipp Künſtler 6 kr., Johs. Schneider I. 6 kr., Heinrich Bender V. 6 kr., Johs. Weber II. 6 kr., Eberhard Diehl 6 kr., Ph. Bender II. 6 kr., Philipp Wagner III. 3 kr., Ph. Berntheuſel III. 12 kr., Jacob Raab II. 24 kr., Ernſt Ruhl 3 kr. Esp. Walz b kr. Johs. Döringer 6 kr., Johs Behrmann 6 kr, W. Loos 1 fl., Ph. Diehl 12 kr., Ph. Väth 12 kr., Wilh. Thät 6 kr., Rentmelſter Müller in Florſtadt 5 fl, bisherige Summe 181 fl. 26 kr. Den gütigen Gebern herzlichſt dankend, ſind wir zur Empfang⸗ nahme weiterer Gaben gerne bereit. Friedberg am 9. Juli 1849. Textor. Cronenberg. J. Steinhäußer. Krach. Meyer Hirſch. H. M. Decher. Jac. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. D 225 Auszuleihen. (1043) In dem evangeliſchen Kirchenkaſten zu Vilbel liegen 600 fl. zu 5 pC. gegen ge⸗ richtlichen Einſatz zum Ausleihen bereit. Für den Kirchenvorſtand: Hinkel, Pfarrer. 5 Edietalladun g. (1034) Nach der auf Andringen verſchiedener Gläubiger angeſtellten Unterſuchung der Ver⸗ mögens⸗Verhältniſſe des in unbekannte Fremde ſich verfügten Handelsmannes Moſes Oppen⸗ heimer aus Niederrodenbach, iſt es mehr als wahrſcheinlich, daß eine Ueberſchuldung deſſen Vermögens vorliegt und iſt daher zu deren mehren Feſtſtellung und zum Verſuch der Güte, Termin auf f den 26. Juli, Morgens 10 Uhr, .(als Contumazirſtunde) anberaumt worden. Es werden daher ſämmtliche Gläubiger des⸗ ſelben hiermit aufgefordert, in obigem Termine ihre Forderungen, wo möglich unter Vorlage der darüber ſprechenden Urkunden entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Vertreter anzumelden und bei den weitern Handlungen mitzuwirken, widrigenfalls die Nichterſchienenen und Nichthandelnden als dem Beſchluſſe der Mehrzahl beigetreten, angenommen werden. Hanau am 28. Juni 1849. Kurfürſtl. Heſſ. Landgericht Giller, vt. Molter, Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1077) Samſtag den 14. Juli Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Sectionsbüreau zu Vilbel das Legen der Schwellen und Schienen in der Sektion Vilbel, veranſchlagt zu 2558 fl. in vier Looſen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Akkord gegeben. Friedberg den 5. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Jugenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1078) Samiſtag den 14. Juli d. J. Vor⸗ mittags 11 Uhr werden die zur Erbauung eines proviſoriſchen Wagenſchoppens in dem Bahnhofe zu Friedberg erforderlichen: Zimmerarbeiten, veranſchlagt zu 1526 fl. 08 kr. und Schloſſerarbeiten„ 5 20% durch öffentliche Verſteigerung auf dem Rath⸗ hauſe dahier vergeben. Friedberg den 6. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1079) Samſtag den 14. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaſtwirths Weigand dahier die bei Herſtellung des Weihers nachbenannten Arbeiten, als: 1) Maurerarbeiten veranſchl. zu 42 fl. 11 kr. 2) Steinhauerarbeiten„ 1 81 7 3) Handarbeiten 5„ 85„ 30„ 4) die Anlieferung von Kalk 18 40„ 5) die Anfuhr von Mauerſteinen von den Steinbrüchen bei Aſſenheim 37„30 69 die Anlieferung des Sandes 12 7— öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden.. Bönſtadt den 7. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter e itz el. Verſtei gerung. (1080) Dienſtag den 17. Juli, Morgens 10 Uhr, werden folgende Bauarbeiten in der 228 Kirche zu Echzell an den Wenigſtnehmenden öffentlich vergecordirt: 1) Schreinerarbeit, 3 neue Kirchthüren, veranſchlagt zu N 2) Schloſſerarbeit, Beſchläge der 3 neuen Kirchthüren, veranſchl. zu 38„— 3) Weißbinderarbeit, Wände⸗ und Oelanſtrich, veranſchlagt zu 93„ 6„ Der Kirchen vorſtand. Echzell am 7. Juli 1849. Arbeits ⸗Verſteigerun g. (1081) Freitag den 13. Juli d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſtwirth Huber dahier, die bei der Unterhal⸗ tung der Pfarrhofraithe dahier vorkommenden Weißbinder⸗ und Mauererarbeiten, an den We⸗ nigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Beienheim den 3. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. NN Privat Bekanntmachungen. 121 Anzeige. (1048) Von heute an werden auf der Braun⸗ kohlengrube Buderus bei den Heſſenbrücken, wieder Kohlen abgegeben. i Annonce. (1046) Geer reingehaltener Pfälzer Wein wird zu fl. 16. 18. 20 und fl. 24. per Ohm, ſowie auch verſchiedene an⸗ dere Sorten billig abgegeben: Dönges— gaſſe Nr. 6 neu im Hofe in Frank⸗ furt a. M. NB. Der Keller iſt offen von Morgens 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 7 Uhr Abends. ne (1082) Vor einigen Tagen wurde mir ein Pferdepflug aus meinem Felde entwendet; Derjenige, der mir den Thäter namhaft oder hierüber nähere Auskunft ertheilt, erhält eine Belohnung von 5 fl. Straßheimerhof den 8. Juli 1849. Pachter Sei tz. Auszuleihen. (1083) 6000 fl. zu 4½ pCt, gegen erſte Hypotheke, jedoch nicht unter 1000 fl., ſind aus⸗ zuleihen. 6 Verlorene s. f (1084) Am 2. d. M. iſt ein Zollſtock zum Zuſammenlegen, durch die Schnur ⸗ nach der Barbaragaſſe verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, denſelben gegen eine Be⸗ lohnung an F. Cordes, Nr. 28, abzugeben. Em tunmef e an Pe uten (1085) Am 8. d. M. iſt ein weiß⸗ und ſchwarzgefleckter Dachshund bei Gaſtwirth Karl in Okarben entlaufen. Der Überbringer deſſelben erhält eine Belohnung. Das Nähere zu er⸗ fragen bei der Expedition d. Bl. Wohnungs⸗Veraͤnderung. (1086) Meinen geehrten Kunden und Freun⸗ den mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Herrn Fillmar auf dem Hauck verlaſſen habe und in mein von Herrn Kaufmann Huber gekauftes, in der Metz⸗ gergaſſe gelegenes Haus gezogen bin. Indem ich für das in meiner verlaſſenen Wohnung mir zu Theil gewordene Zutrauen meinen Dank ausſpreche, hoffe ich auch in meiner neuen Woh⸗ nung mich eines geneigten Zuſpruchs erfreuen zu dürfen, da ich jetzt Gelegenheit habe mein Geſchäft zu erweitern, ſo glaube ich dem viel⸗ fach geäußerten Wunſch meiner geehrten Kunden um ſchnellere Beförderung entſprechen zu können. Weil nun gewöhnlich bei Kindern ſchnelle Be⸗ förderung gewünſcht wird, werde ich von jetzt an immer einen Vorrath von Kinderſchuhen und Stiefelchen in allen Gattungen, ſowie Frauenſchuhe und Pantoffeln fertigen laſſen, welche ich, als dauerhaft und modern gearbeitet, empfehle. 1 2 Friedberg im Juli 1849. Heinrich Waas, Schuhmachermeiſter in der Metzgergaſſe, Frau Joh. Engel gegenüber. Fur Auswanderer. (1087) Ich habe Vollmacht, Schiffsverträge über London, Rotterdam und Havre abzu⸗ ſchließen und expedire jch jeden Samſtag von Mainz ein gut gebautes gekupfertes Poffſchiff. Indem ich die gewiſſenhafteſte. Beförderung zuſichere, werde ſtets die billigſten Preiſe an⸗ ſetzen und ſind Proſpectus gratis zu haben. Die Agentur Friedberg: Baruch Hecht. Großes Scheiben Schießen zu Butzbach. ar (1088) Das Scheiben⸗Schießen um Geldpreiſe wird Sonntag den 13. und Montag den 16. Juli d. J. abgehalten, wozu höflichſt einladet Der Vorſtand der Sehützengeſellſchaft. Lite rar iche An z e id Neues Abonnement auf die Allgemeine Muſter-Zeitung. Al bu m für weibliche Arbeiten und Moden. (4089) Die Muſterzeitung erſcheint monatlich zweimal, jede Nummer beſteht aus einem Bogen Text, zu welchem abwechſelnd entweder ein ganzer Bogen Muſter, oder ein halber Bogen Muſter und ein Modebild gegeben werden. Beſtellungen auf das 2. Bindernagel in Friedberg. Preis für das Vierteljahr 54 kr. Semeſter 1849 werden angenommen bei E. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E. Bindernagel in Friedberg. 1 1 HBS