t] 70 g die daſſge mans Nidda 0 Niherdet, 3 — a fer. chungen. C 94 Pa davon l frei ſußtz Intelligen 2 2 latt ar de Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, ö den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 9. Juni M. Al. 1849. Californien, das neue Eldorado. (Schluß.) Colonel Maſon beſchreibt das Verfahren beim Gold— waſchen mit Maſchinen folgendermaßen:„die Wiege, wie man es nennt, iſt auf zwei Schaukelbohlen von 6—8 Fuß Länge angebracht, die am Boden offen ſind und oben am Kopfe einen groben Roſt oder ein Sieb haben; der Boden iſt abgerundet und in der Quere mit kleinen Rinnen be⸗ nagelt. Zum Betrieb dieſer Maſchine ſind vier Männer erforderlich: der Eine gräbt den Grund der Uferbank hart am Strome auf, ein anderer trägt dieſen nach der Wiege und leert die Erde auf den Roſt; ein dritter verſetzt die Maſchine in heftige Schaukelbewegung, während ein Vierter aus dem Fluſſe ſelbſt Waſſer darauf ſchöpft. Das Sieb verhindert das grobe Geſtein am Eintritt in die Wiege, das ſtrömende Waſſer wäſcht die erdigen Beſtandtheile aus, und der Kies wird allmählig am Fuße der Maſchine her⸗ ausgeſchafft, während das Gold, mit einem ſchweren feinen ſchwarzen Sande vermiſcht, in den Kerben der Querſtäbe zurückbleibt. Der Sand mit dem Gold darunter werden dann ſorgſam geſammelt, in der Sonne getrocknet und das letztere dadurch von dem tauben Geſtein abgeſchieden, daß man den Sand mit einem Blaſebalg davon bläst. Eine Bande von vier Männern, welche das Geſchäft auf dieſe Weiſe unter ſich vertheilen, verdient an den unteren Gold— gruben ungefähr 100 Dollars per Tag.“— Ein einfacheres Verfahren, wie es von Einzelnen betrieben wird, beſchreibt Mr. Larkin folgendermaßen:„Wenn ein Goldgräber ohne Waſchmaſchine einen oder zwei Fuß Grund unter der Humusfläche des Bodens(welche ebenfalls von Manchen ausgewaſchen wird), am Waſſer ausgegraben hat, ſo wirft er es in eine Blechpfanne oder in einen hölzernen Trog, bringt dann das Gefäß etwa einen Zoll unter Waſſer und rührt die erdige Maſſe ſo lange mit der Hand um, aß die Strömung die leichteren erdigen Beſtandtheile da— vonführt, wobei er gelegentlich mit den Händen die kleinen Steine und Kieſel herauswirft. Hat dann die Operation nahezu eine halbe Stunde gewährt, ſo bleibt etwa ein Löffel voll ſchwarzer Sand zurück, der auf einem Tuch in zer Sonne getrocknet und dann abgeblaſen wird, wobei das gediegene Gold zurückbleibt.— Dieſe Arbeit iſt frei— lich die minder lohnende und mühſamere.“ „Die Größe des gefundenen Goldſandes,“ ſagt er weiter,„hängt einigermaßen von dem Fluſſe ab, aus wel— chem es genommen iſt, indem die Ufer des Einen größere Körner fuͤhren, als die des anderen. Ich glaube, daß bei der gegenwärtigen leichtfertigen Manier des Goldwaſchens ſowohl in Maſchinen als in Kufen mehr als die Hälfte der Ausbeute verloren geht; allein daran liegt den Gold⸗ wäſchern Nichts, die nur auf den jetzigen Augenblick be⸗ dacht ſind. Viele arbeiten in Banden von 3—4 und mehr mit plumpen Maſchinen; aber eine weit großere Zahl ſteht einſam da und behilft ſich mit der Wäſche aus freier Hand mit einem hölzernen Napf oder einer Blechſchüſſel, die in den Vereinigten Staaten höchſtens 15— 20 Cents koſten würden, hier aber mit 816 Dollars bezahlt werden.“ Der neue offizielle Bericht der amerikaniſchen Regie⸗ rung iſt vom 29. Auguſt und rührt von einem Geistlichen her, dem Rev. Walter Colton, früherem Alcalden von Monterey. Er ſpricht ſich im ſelben Sinne aus wie Colonel Maſon, ſagt aber ausdrücklich, die Berge ſelbſt ſeien noch reicher an Gold, und man finde es dort manchmal in rauhen zackigen Stücken, von/ bis ½ Unze Gewicht, manchmal aber auch bis zu drei Unzen. Die Goldregion nimmt, in Folge von neuen Entdeckungen, täglich noch an Umfang zu, und Mr. Colton ſagt beſonders, es treiben ſich viele Leute in den Bergen herum, welche den Boden nur anſchürfen oder wie Schweine aufwühlen, die nach Erd— nüſſen ſuchen; ihre Ausbeute ſoll 1-10 Unzen täglich be⸗ tragen, und die Unze gilt 16—18 Dollars. Von Anderen weiß Mr. Colton beſſere Reſultate zu berichten. Ein Mann, der 60 Indianer beſchäftigte, ſoll eine ſo günſtige Ausbeute gehabt haben, daß er jede Minute einen Dollar Einkünfte an reinem Gewinn hat.—»Ich kenne ſieben Männer,“ ſagt Mr. Colton,„welche ſieben Wochen und 2 Tage lang(die Sonntage ausgenommen) mit 50 Indianern am Federfluſſe arbeiteten, und während dieſer Zeit 275 Pfund gediegenen Goldes erbeuteten. Ich habe dieſe Ausbeute ſelbſt geſehen.— Zehn Audere, welche ohne Indianer ar- beiteten, verdienten in zehn Tagen mit einander 15,000 Dollars. Ein anderer fand in einem einzigen Neſte im Ge⸗ ſtein das nicht großer war als ein Waſchbecken, binnen einer Viertelſtunde verſchiedene Goldklumpen im Gewicht von 3 Pfund. All dieſe Angaben ſind mir beſtätigt von Männern die ich perſönlich kenne,— von ſchlichten, praktiſchen, glaubwürdigen Leuten, die eine Goldſtufe ebenſo kaltblütig anſchürfen, als ein anderer die Stufe in einem Kartoffel— feld.“— Mr. Colton ſchätzt den Ertrag der Goldwäſche— reien, wie ſolche jetzt betrieben werden, auf ungefähr Eine Million Dollars monatlich. In Folge des allgemeinen — 10— Stillſtandes der Geſchäfte ſcheinen indeſſen alle Lebens⸗ bedürfniſſe eine ſolche Theuerung erfahren zu haben, daß kein Regierungsbeamter mehr von ſeinem Gehalte leben kann. i Wie ſich erwarten läßt, haben dieſe Nachrichten in den Vereinigten Staaten ungeheures Aufſehen erregt, und eine ſtromweiſe Auswanderung dorthin hervorgerufen. Alle Schiffe, welche dorthin ſegeln, finden Matroſen genug, welche zu einem Dollars Lohn per Monat an Bord dienen wollen, nur um dorthin zu kommen. Bereits ſind regel⸗ mäßige Fahrten von New⸗Nork und New⸗Orleans bis nach Rio Chagres(dieſſeits der Landenge von Panama) einge⸗ richtet. Dieſe Entfernung beträgt 2500 engl. Meilen. Von Chagres aus fährt man mit Dampfbooten den Chag⸗ resfluß hinauf bis nach Cruces, und von hier aus auf Maulthieren noch 25 m engl. Meilen weiter nach Panama, wo man ſich zum zweiten Male einſchifft, um auf dem Stillen Ocean die 3500 engl. Meilen lange Reiſe nach San Franzisco zu machen. Auf dieſer letzteren Station ſoll nun eine regelmäßige Fahrt mit Dampfpaketbooten arrangirt werden. Californiens Goldreichthum war übrigens ſchon vor 280 Jahren den ſpaniſchen Jeſuiten genau bekannt, und einige ihrer geographiſchen Schriftſteller und Memoiren⸗ ſchreiber erwähnen ganz deutlich und genau des jetzigen Golddiſtrikts. Die Oede dieſes Kuſtenſtrichs, die Uner⸗ giebigkeit des Bodens und der Mangel an hier anſäßigen Indianerſtämmen mag damals die Veranlaſſung gegeben haben, daß ſo wenig für die Ausbeutung deſſelben geſchah. Man hatte die mexikaniſchen Bergwerke und Flüſſe näher. Uebrigens führen die ſämmtlichen Gebirge, welche das große Felsgerippe Amerika's bilden: die Cordilleren der Anden und ihre Fortſetzung in Nordamerika auf ihrem weſtlichen Abhange Gold. Auch im Oregon-Gebiet hat man ſolches neuerdings gefunden. Das goldreichſte Land iſt übrigens die mexicauiſche Provinz Sonora, ſuͤdlich von Californien, deſſen nördliche öde Gebirge und Steppen beinahe nur von den Goldſuchern oder Gambuſinos be— völkert ſind. In den Jahren 1835—1836 zog auch dort⸗ hin aus den ſüdlicheren Provinzen von Mexico Alles was ſich von der heimathlichen Scholle losreißen konnte, aber unendlich Wenige kehrten mit dem errungenen Golde wieder zurück. Mord und Raub riſſen unter den Goldſuchern ein, als die Ergiebigkeit nachließ; Raubthiere und Indianer zerfleiſchten die, welche der räuberiſchen Hand entgingen. Und dieß wird auch das Schickſal derer ſein, welche die Goldhabgier nach Californien treibt. Niemand wird dabei gewinnen als die Union, denn der Strom der auswandern— den Goldſuchenden wird ein Land bevölkern helfen, deſſen Küſte zu den ödeſten und wildeſten gehört, und die Preſſe der Vereinigten Staaten wird aus dieſem Grunde auch die verlockendſten Berichte über dieſes Land fortſetzen, wenn längſt alle ergiebigen Adern von Gold verſiegt ſind. (Erheit.) Bericht des Ausſchuſſes des Armen⸗ Vereins dahier für den Monat Mai 1849. Es wurden unterſtuͤtzt 474 Arme der Umgegend und Reiſende, beſonders Handwerker. Hierfür wurden 47 fl. 5 kr. verausgabt. 1 Indem wir dieſen Bericht veröffentlichen, dürfen wir hinzufügen, daß ſich die Wirkſamkeit des Vereines ſchon jetzt erprobt hat und daß hoffentlich ein Gleiches für die Zukunft ſtattfinden werde. Zugleich bemerken wir, daß die unſerem Bericht vom vorigen Monat angefügte Aufforderung verſchiedene unſerer Mitbürger veranlaßte, dem Vereine bei zu treten und daß wir erwarten die Zahl der Mitglieder unſeres Vereins durch neue Anmeldungen wachſen zu ſehen. a Friedberg am 3. Juni 1849. Boutemy, Peter. Buß, G. Dechex, Heinr. Dieffenbach, Ph. Falck, Johs. Groß, Carl. Hirſch, Mayer. Krach, J. V. Pfeffer, Jacob. Reuß, F. W. Steinhäuſer, Johs. Stelz, Conr. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. . Hofraithe⸗Verſteigerung. (167) Dienſtag den 12. Juni, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathbauſe die zum Nachlaß des Herz Kaſſel gehörende Hofralthe, beſtehend in einem Wohnhauſe, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Zins der pia corpora 20½ kr. Friedberg den 10. Mai 1849. Ju Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Heugras⸗ Verſteigerungen. (865) An nachgenannten Orten wird von den dabei angegebenen fiskaliſchen Wieſen das diesjährige Heugras öffentlich verſteigert: 1) zu Lindßeim, bei Gaſtwirth Hrn. Bechtold, Dienſtag den 12. Juni, Vormittags 11 Uhr, von ungefähr 50 Morgen; 2) zu Stammheim, an Ort und Stelle, Frei⸗ tag den 15. Juni, Vormittags 10 Uhr, das Heu⸗ und Grummetgras, von unge⸗ fähr 10 Morgen, der See genannt; 3) zu Okarben, an dem Mineralbrunnen, Freitag den 22. Juni, Nachmittags 2 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen haltenden ſog. Burgwaldswieſe; ä 4) zu Bauernheim, bei Gaſtwirth Hrn. Höres, Dienſtag den 26. Juni, Vormittags 11 Uhr, von der ungefähr 300 Morgen hal⸗ tenden ſog. Markwieſe. Friedberg den 23. Mai 1849. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Verſteigerung auf den Abbruch. (867) Der von Holz aufgeführte Zwiſchenbau zwiſchen dem Hauptgebäude und dem Secretariats⸗ bau im Burggrafiatshof dahier, ſoll Montag den 11. Juni l. J., Vormittags um 9 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden auf den Abbruch verſteigert werden. Bemerkt wird noch, daß ſich an dem abzubrechenden Gebäude ſehr gutes Holz befindet, und daß daſſelbe eine Länge von 587 und eine Breite von 27“ hat. Friedberg den 3. Juni 1849. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeitsverſteigerung. (868) Montag den 11. Juni l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in dem Burggrafiats⸗ hof dahier folgende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 124 fl. 7 kr. 2) Steinhauerarbeit„„216„58„ 3) Schloſſerarbeit„„ 56—„ 4) Glaſerarbeit 1„ 77„ 24% 5) Weißbinderarbeit„„ 18/ 12„ 6) Die Anlieferung von 1,2 Cubikklafter Mauerſteine, 3000 Backſteine, 24 Bütten Kalt und 0,7 Cubikklafter Sand, im Gan⸗ zen zu 134 fl. veranſchlagt. 15 Voranſchläge und Riſſe liegen auf dem Bü⸗ reau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 3. Juni 1849. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Kirſchenverſteigerung. (869) Dienſtag den 12. Juni l. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus die an der Staatsſtraße von Nie⸗ derwöllſtadt über Ilbenſtadt in der Richtung nach Kaichen befindlichen Kirſchen, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 3. Juni 1849. 93 Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits⸗Verſteigerung. (870) Dienſtag den 12. Juni l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Ildenſtädter Chauſſeehaus folgende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 1) Die Verfertigung des Goſſenpflaſters auf die Fluthcanal⸗ und Niddabrücke bei Ilbenſtadt. 2) Die Anlieferung des hierzu nöthigen Sandes. 3) Die Verfertigung von Goſſen⸗ und Ban⸗ quetpflaſter vor die Revierförſterswohnung zu Heldenbergen. duch dort, was unte, aber olde wieder Boldſuchern d Indianer eutgingen. welche die wird dabei uswandern⸗ fen, deſſen die Preſſe runde auch eden, wenn ſind. (Erheit.) — Vereins 519. ngegend und 47 fl. ö kr. durfen wir reines ſchon cheß für die Bericht vom dene unſerer ten und daß gereins durch der, Heinr. Groß, Carl. jeffer, Jacob. Stelz, Conr. — 2 Cable ant, 24 Bütten Send, im Gun af dem Bü nſicht offen. 0 Kebaumaftt 1s Fnidderg auſt l. rung 4 l. J,, Bor⸗ un Menue ß von Nu bet Richtung öffentlich an rden. 4) Die Herbeifuhr der hierzu nöthigen Pflaſter⸗ ſteine vom Steinbruch bei Fauerbach. 5) Die Anlieferung des hierzu nöthigen Sandes. An demſelben Tage, Nachmittags um 3 Uhr, werden auf den ſogenannten Nonnenſtümpfen, die bei Anlegung eines Durchlaſſes vorkommen⸗ den Maurer- und Steinhauerarbeiten, welche im Ganzen zu 30 fl. veranſchlagt ſind, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 3. Juni 1849. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Guts⸗ Verpachtung. (871) Das von Schrautenbach'ſche Stiftungs⸗ gut in der Gemarkung Rendel, Reg. ⸗ Bez. Friedberg, wird auf Petritag 1850 leihfällig, und ſoll von da an auf weitere neun Jahre verpachtet werden. Dieſes Gut hält ungefähr 74 Morgen, und beſteht in Aeckern und Wieſen, ſämmtlich in gutem Stande und von vorzüg⸗ licher Lage. Zur meiſtbietenden Verpachtung iſt Termin auf Mittwoch den 11. Juli, Vor⸗ mittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Ren⸗ del anberaumt. Wegen der näheren Bedingungen aber können etwaige Steigliebhaber ſchon vorher bei den Unterzeichneten Auskunft erhalten. Friedberg den 4. Juni 1849. Die Verwaltungs-Commiſſion: Dr. Fertſch. Buß. Bekanntmachung. (87 Auf dem Gräflich Solms⸗Rödelheim'⸗ ſchen Braunkohlenbergwerk bei Bauernheim wer⸗ den von Heute an wieder trockene Braunkohlen⸗ klötze à 12 kr. per Centner, und Holzkohlen à 14 kr. per Centner, erſtere auch auf Credit, gegen genügende auf einen Abnehmer ausge⸗ ſtellte Bürgſcheine, abgegeben. Nach dem 15. Februar 1850 findet jedoch Verabfolgung von Kohlen auf Credit nicht mehr Statt und muß den 15. März 1850 Zahlung an die Gräfliche Bergwerkskaſſe zu Oſſenheim geleiſtet werden. Aſſenheim den 30. Mai 1849. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Bergwerksverwaltung. (Butzbach) Lieferungen an Brod, Brennöl, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſtroh, Waitzenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen ein⸗ zelner Betten. (876) Montag den 11. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der vorgenannten Bedürfniſſe der Garniſon Butz⸗ bach aufs 1I. Semeſter d. J. auf dem bekannten Soumiſſionswege an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſen⸗ ten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Bedingungen jeden Tag auf dem Militärver⸗ waltungsbüreau dahier eingeſehen werden können. Butzbach den 1. Juni 1849. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Brod⸗ und Oel⸗Lieferung. (880) Montag den 11. d. M, Vormittags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung und b) die Oellieferung, n auf das zweite Semeſter d. J. für die Gar⸗ niſon dahier, in dem Büreau des Bataillons⸗ Verwaltungsraths, auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in oben gedachtem Büreau eingeſehen werden können. g Friedberg den 4. Juni 1849. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. — 191— Bekanntmachung. (881) Freitag den 15. d. M. ſoll in dem Büreau des Bataillons⸗Verwaltungsraths da⸗ hier das Ausweißen verſchiedener Zimmer in den hieſigen Militärgebäuden, auf dem Soumiſ⸗ ſionswege, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accords— bedingungen von heute an in obengedachtem Büreau eingeſehen werden konnen und die ein⸗ gereichten Soumiſſionen an obenbemerktem Tage, Vormittags 10 Uhr, eröffnet werden. Friedberg den 6. Juni 1849. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Frucht ⸗Verſteigerung. (882) Dienſtag den 19. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, werden von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner Schulfonds dahier, 40 Malter Korn, zweimalterweis, in hieſigem Rathhauſe meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 7. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fruchtverſteigerung. (883) Dienſtag den 19. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds dahier 50— 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 7. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (884) Dienſtag den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Arbeiten und Lieferungen durch öffent⸗ liche Verſteigerung an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: A. Reparaturarbeiten am hieſigen Schulhauſe. 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 45 fl. 45 kr. 2) Steinhauerarbeit„„ 17„ 52, 3) Zimmerarbeit 1 2 13/21 ˙ 4) Dachdeckerarbeit„ 5„ 36„ 50 Schreinerarbeit 7„ 226„ 26„ 6) Schloſſerarbeit 1„129„ 50% 7) Glaſerarbeit 1„ 82 5 40 8) Weißbinderarbeit„174% 43„ B. Errichtung eines neuen Röhrbrun⸗ nenſtocks von Gußeiſen. 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 19 fl. 30 kr. 2) Steinhauerarbeit„„ 6„ 50„ 3) Zimmerarbeit 5 1 4) Schloſſerarbeit J 174 30„ 5) Weißbinderarbeit„„ 2 30, 6) Brunnenarbeit„ Re d C. Herſtellung des Pflaſters auf dem freien Platze beim Röhrbrunnen. 1) Pflaſtererarbeit, veranſchl. zu 22 fl. 24 kr. . * D. Herſtellung einer Straße im Ort. 19 Handarbeit, veranſchlagt zu 132 fl. 2) Pflaſtererarbeit 1„ 80„ 3) Materiallieferung„„ 188„ E. Erbauung einer neuen Ueberfahrt. 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 6 fl. 4 kr. 2) Materiallieferung 1„ 15% 56„% Södel den 5. Juni 1849. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Väth. Bekanntmachung. (885) Montag den 11. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus zu Melbach das Anfertigen einer 80 Fuß langen Mauer im Schulhofe, das Liefern von 12 Bütten Kalk, das Fahren von 2¼ Klafter Mauerſteine, ſo⸗ wie das Liefern von„/o Klafter Sand, wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden. Melbach den 6. Juni 1849. Der e* eil. Heugras- Verſtelgerung. (886) Das diesjährige Heugras von nach⸗ benannten Freiherrl. v. Löw'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Eredit bis Martinitag d. J. bewilligt werden, nämlich: 1) zu Niedermoxſtadt von 20 Morgen, Donnerſtag den 14. d. M., Vormittags um 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Goll daſ.; 2) zu Bauernheim von 9 Morgen, Freitag den 15. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres daſ., und 3) zu Florſtadt von 90 Morgen, an demſelben Tage, Nachmittage um 1 Uhr, in der Behauſung des Herrn Ge⸗ meinderechners Wagner daſ. Florſtadt den 3. Juni 1849. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Holz-⸗Verſteigerung in dem Bodenröder Gemeindewald, Revier Hochweiſel. (887) Mittwoch den 13. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſoll in den Diſtricten dörrer Herrn. wald, Wildwieſe und Thierberg, nachbenanntes Holz unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden: 1) 26½ Stecken buchen Scheitholz, 9 487„ 8 2 3„ uchen Prügelholz, 4 19„eichen 7 110 a 5) 39„buchen Stockholz, 69 81 1 eichen 7 7) 1013 Stück buchene Reisholzwellen, 8) 1175„ eichene„ 9) 9 Stämme buchen Werkholz, 269 Cu⸗ bikfuß enthaltend, 10) 63„5 eichen Bauholz, 3795 Cu⸗ biffuß enthaltend, 110 1 Stück lärchen Stangenholz, 1 Cu⸗ bikfuß enthaltend, Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis Martinitag d. J. geſtattet. Die Zuſammenkunft iſt in loco Bodenrod präcis Morgens 9 Uhr. Die Gr. Bürger. meiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemein⸗ den zu veröffentlichen. Boden rod den 4. Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Arbeits Verſteigerung. (888) Montag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die erforderliche Pflaſtererarbeit an einer Thierſchwemme zu Rodheim, veranſchlagt zu 14 fl. 26 kr., auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten an den Wenigfinehmenden verſteigert werden. Rodheim im Juni 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter eh n Bekanntmachung. (889) Diejenigen, welche dahier Holz ge⸗ ſteigert haben, werden an die pünktliche Ein⸗ haltung der Fahrtage erinnert. Die Stämme müſſen längſtens innerhalb 8 Tagen aus dem Walde gearbeitet werden, widrigenfalls die ge⸗ ſetzliche Strafe eintrifft. Fahrtage im Jungen⸗ holz ſind Dienſtags, Donnerſtags und Sam⸗ ſtags von Morgens 5— 12 Uhr Mittags. 0 1 1 —. Fahrtage im Wehrholz find Montags, Mitt⸗ wochs und Freitags. 1 Pfaffenwiesbach den 3. Juni 1849. g Der Bürgermeiſter Rupp. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (878) Die in Nr. 32 des Regie⸗ rungsblattes vorgeſchriebenen Einquar⸗ tierungs⸗Formalare ſind zu haben bei Friedberg.„ mn C. Bindernagel. 192 Ge ſ uch. (890) Zwei gute Schuhmachergeſellen können bei Unterzeichnekem ſogleich in Arbeit treten, ſowie ein junger Menſch, welcher geſonnen iſt, die Schuhmacherprofeſſion zu erlernen, in die Lehre kommen. Salzhauſen. Bu ch, Schuhmachermeiſter. Einladung. (891) Die Mitglieder der hieſigen Caſino⸗ Geſellſchaft werden erſucht, ſich Mittwoch den 13. d. M., Abends 6 Uhr, in dem Geſellſchafts⸗ locale zur Beſprechung und Beſchlußnahme in Beziehung auf den Fortbeſtand der Geſellſchaft einfinden zu wollen. Friedberg den 6. Juni 1849. Der Vorxſtand. Echte Bremer ⸗Eigarren! in noch nie dageweſener Qualität! (892) babe wieder mehrere hundert Kiſten empfangen, welche zu fl. 17—, 19—, 22— und fl. 24— per Tauſend abgeben kann Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Billig und in großer Auswahl bei L. Goldmann junior in Friedberg, (8981 Porcellain, Glaswaaren, Spiegel und Spiegelglas. Z u Verkaufen. (S9 Guten Eſſig, das Maß zu 6 kr, ver⸗ kauft- 5 Friedberg. G. Philippi, im ſteinernen Haus. Ein möblirtes Zimmer (8935) iſt gleich zu beziehen, auf Verlangen kann auch die Koſt gegeben werden. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ein junger Menſch, (896) welcher geſonnen iſt die Schneiderpro⸗ feſſion zu erlernen, kann in die Lehre treten bei Friedberg. Andreas Rau, Schneidermeiſter in der Vorſtadt. Wohnungsveraͤnderung. (897) Ich mache einem geehrten Publikum die Anzeige, daß ich von heute an auf dem Haugk bei Hrn. Schreinermeiſter Frank wohne. Zugleich bemerke ich, daß ich ein vollſtändiges Haarſchneide⸗Kabinet errichtet habe. Friedberg den 8. Juni 1849. Hch. Diehl, Heilgehülfe. Lehrlingsgeſuch. (898) Ein junger kräftiger Burſche kann ſo⸗ gleich bei einem hieſigen Weißgerber mit oder ohne Lehrgeld vortheilhaft in die Lehre treten. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu verkaufen (899) babe ich den Klee von einem 98 Ru⸗ then haltenden Baumſtück auf dem Hockenberg. Friedberg. E. Bechſtein. Nauheimer Teichhaus. (900) Sonntag den 10. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie⸗ und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt Sie f enkel. Ein braver Burſche, (901) welcher gute Zeugniſſe aufzuweiſen vermag, kann als erſter Hausknecht angeſtellt werden. Näheres bei der Expedition d. Bl. Mobilien-Verſteigerung. (902) Unterzeichneter läßt Donnerßag den 14 d. M. nachſtehende Möbeln, abzugshalber, werdenden Bedingungen verſteigern, als: meh⸗ rere Sopha's, gepolſterte und ungepolſterte Stühle, Tiſche aller Art, beſonders ganz gute runde nußbaumene, verſchiedene Porträts, meh⸗ rere Kleider, Schränke, worunter ein Kleider⸗ ſchrank, welcher ein großes Meiſterſtück iſt; alle Gattungen Bettungen, noch in ganz gutem Zu⸗ ſtande, ein- und zweiſchläfrige Bettladen von Nußbaumholz, mehrere Haarmatratzen, allerlei Küchengeräthſchaften, Kupfer, Zinn, Guß, Blech, Holz ꝛc., und alles was in einer Haushaltung nothwendig iſt. Georg Klee, Pachter in Ilbenſtadt. »Literariſche Anzeige. (903) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt wieder vorräthig: 5 Die n Verfaſſung deutſchen Reichs nebſt den Grundrechten des deutſchen Volks, dem Einführungsgeſetze und dem Reichswahlgeſetze. Preis 8 kr. unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht . Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1. Sonntag n. Trinit. den 10. Juni. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Cellarius. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diakonus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Heiniz. K. 0h t p rei ſe. — . 16. Mai.] 1. Juni. 23. Mai. Gattung. Fried⸗. Die⸗ I. berg Main] burg f f. tr.. tr, ff. tr. Waizen pr. Malter 840 9 10 8 5 Korn„ 5 5 311 5 261 5— Gerſte„„— 5 4 61 410 Hafer„„ 320 343“ 240 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 15. Juni 1849. — 5„ Fried⸗ Baß⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 14311 kr.apf. kr. pf. 1 Leib⸗-Roggenbrod 2— 94 2. 1 2 7. 7. 1 2 4162 4 77 2 8 2th 9—— th. Lth. — Milchbrod 115% 15 — Waſſerweck 1 3% N 4 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 15% 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1 12— 12— ret e! gemäſtete 9— 5 Kühſteiſch!ungemaſtetes 1—— 4— „ Ri; gemäſtetes 9— 181— Rindlleiſch ungemäfet. 7——— „Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11— 1110— „Hammelfleiſch 9— 9— „Schaaffleiſch 71847— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 15— 164— „ Schwartenmagen 15— 16— „Geräucherter Speck, 24— 24— „Schinken 7 s „Dörrfleiſch 17— 18— „ Schweinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 24— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E. Binder nagel in Friedberg. ä— 7 ⏑—— 118