nen Trans⸗ falzer⸗ und* 85 en inn 1.16. 18. ſowie auch Weine zu bel junior r. b neu td. M. mich, mit den bird 10 kin dehnt gfſucht. N. dtößen billig s. in Pam i 1 Schtenrn⸗ und Naußtim er- Act in ditim abrerd uu K verkauftl. ö 1 1 Der Schmiedfacbb eczähtt 416 1 13911 ini Allgemeinen, den Aegierungsbezirk Friedberg 0 % e im Beſonderen 8 211 2 2 22 — 2 Sonnabend den 8. Septembor e a. 1819. 7 denen ene ee er f von ſeinen Fährten. 4 i(Spinnßube 1848.) AJn ſeinem Brieflein Seite 1 der Spinnſtube ſagt der Gevatter:„Vergeß' Er auch den Schmiedjacob nicht!“ und das bezieht ſich auf die, Seite 198 und folgende der votjährigen Spinnſtube, ſtehende Geſchichte) Aus der Schmiede, und auf das Dort gegebene Berſprecken. Wort halten iſt Pflicht. So will ich denn den Schmiedjacob ſeine Geſchichten erzählen laſſen, wie ich's aus ſeinem Munde gehört auf des Schulzen Kathrinchen ſeiner Hochzeit mit dem Valtin. Ihr kennet 25 ſchon aus der Schmiede! Es war Nach— mittags, als die Alten bei einander ſaßen in dem Hoch⸗ zeithauſe, ihr Pfeiflein„A;. Reiter, ſchmauchten und judi⸗ cirten über K und Frieden. Da hob der Schulz an und ſagte:„Schmiedjacob, erzähl uns doch mal Deine Geſchichte. Es ſind manche Leute hier in der Stube, die haben's noch nicht gehört.“ „Warum das nicht,“ ſagte der, und ſchnell lief Eins hinauf zu dem jungen Volke und ſagte: Der Schmied⸗ jacob erzählt! Da haben ſie ſich alle ganz ſachte herbei gemacht und ſich geſetzt, und der alte, ehrliche Stelzfuß (Ihr kennt ihn ja von dem ſchönen Bilde, das vor der Spinnſtube von Anno 1847 ſteht) begann: „Manche von Euch,“ ſagte er,„wiſſens noch, was es für trübe Augen gab, als ich zu den Franzoſen mußte. Damals gab's eben nur zwei Ausſichten: entweder todt⸗, oder zum Krüppel geſchoſſen zu werden. An mir könnt Ihr ſehen, wie wahr es iſt. Die trüben Augen gab's dei meinen armen Eltern, die beide alt waren und ich ihr einzig Kind. Dem Vater wurde das Schmieden ſchwer; aber was half's? daß ich's ehrlich ſage, mir wurden die Augen auch trüb, denn ich hab' auch keinen Kieſelſtein, wo Andre das Herz haben. Und noch ein Paar wurden trüb— ich hatte einen Schatz.— Ihr habt alle das Bärbelchen gekannt, der alten Zimmermannslieſe ihre Toch— ter, deren Vater vom Gebälk geſtürzt war, als das Pfarr⸗ haus gebaut wurde, und den Hals brach. S; war ein herzig Mädchen, ſittig, fromm, fleißig, und der Maler hat's eben recht gut getroffen da vornen auf dem ſchönen Bilde, obwohl es da gar betrübt iſt und weint. Davon werde ich ſpäter reden. Scheiden und Meiden that weh! Es floſſen viele heiße Thränen, aber ich mußte fort und Bärbel⸗ chen rief:„Treu bis zum Tod!, Von Hanai aus ging's .** nach Frankreich, und durch das lange Frankreich hindurch nach Spanien über das Gebirge, das Spanien von Frank⸗ reich ſcheider, und bald horten wir ſpaniſche Kugeln pfeifen, was aber gerade klang, wie hier auch— nur mit dem Unterſchied, daß ſie verwettert gut krafen. 3 Der alte Schmiedjacob wollte mit den letzten Worten einen Scherz machen, der die Leute nicht ſeinen Schmerz ſollte ſehen laſſen; allein der brach doch durch, und er mußte huſten, damit er die vor innerer Bewegung zitternde Stimme verberge. i N Darauf fuhr er mit der Hand über das Geſicht, als wolle er mit der hervorbrechenden Rührung alle innere Bewegung wegwiſchen und fuhr fort. Es war Anno 1808, wo's in der Landſchaft Aragonien recht blutig zuging, ab⸗ ſonderlich bei Saragoſſa. Dorthin ging's. Die Stadt liegt in einer Ebene, fruchtreicher wie unſre geſegnete Wetterau, und ich möchte ſagen, wie's in der Bibel heißt, es floͤſſe Milch und Honig dort, und an dem Fluſſe Ebro. Ich hab' da die Gelegenheit recht genau kennen gelernt, denn wir haben lange Zeit dazu gehabt. I mt Die Spanier ſind ein kriegeriſches Volk. Die waren gegen die Franzoſen aufgeſtanden und wehrten ſich für ſhr Vaterland. Meiner Seelel es iſt mir an das Herz gegangen, wenn ich gegen ſie kämpfen mußte. Ich hätte das Gewehr lieber gegen die Unterdrücker, die Franzoſen, gerichtet. Und wie wurde für uns geſorgt? daß ſich Gott erbarme! Futter für die Pferde ließ der liebe Gott überall in dem geſegneten Lande wachſen; aber wenn wir nicht vom Wunde leben wollten, mußten wir uns ſelbſt ſuchen, das heißt, ſtehlen. Was thut der Menſch nicht, wenn er vor Hunger nicht ſterben will? Anfangs hatte ich greulich das Heimweh; aber man gewöhnt ſich halt an Alles. Ich fand mich drein und mußte mich drein finden, weil ans Heimkommen nicht zu denken war. Einmal ſagte Abends der Lieutenant: Kinder, Mor⸗ gen früh, wenn's Tag wird, müſſen wir Lebensmittel in einem Dorfe ſuchen, das drei Meilen von hier iſt. Um zwölf Uhr ſitzen wir auf. Alles wurde vorbereitet, und richtig um zwölf ritten wir ab— fünfzig Mann. Der Mond ſchien ſilberhell auf das ſchöne Land. Als es Tag zu werden begann, lag das Dorf vor uns; aber die Leute hatten Wind von unſerm Kommen. Es war keine Seele un Dorf und nir⸗ gends etwas zu beißen. — 294 Ich kam in ein Haus, das einem wohlhabenden Manne zu gehören ſchien. Das ganze Haus wan leer. In der Küche ſtand eine Art Schrank wider der in dem aber nichts war. Je mehr ich aber das Ding mir anſah, deſto feſter wurde meine Meinung, daß dahinter etwas ſein müſſe. Ich ſetzte mich ruhig auf den Herd und dachte: Laß mal ſehen, ob ſich's dahinter nicht rührt? Ich hatte ſeit zwei Tagen keinen Biſſen gegeſſen, daher einen Hunger, der kaum zu ertragen war. Die Thüre des Schrankes ſtand auf. 5 f 5 Vielleicht zehn Minuten war's ſtille. Da hörte ich aber flüſtern hinter der Schrankwand und bald wurde ſie weggeſchoben von einem kleinen, ſchönen Händchen. Nicht lange ſo guckte ein Mädchenkopf heraus, ſo ſchön, als er vielleicht in ganz Spanien war. Als ſie mich ſah, ſtieß ſie einen Angſtſchrei aus und wurde todtbleich. Sie wollte raſch wieder die Wand vor⸗ ſchieben,— aber ich faßte ihre Hand und ſagte ſo gut es ging, ich ſei ein Deutſcher und verlange nur Brod; ich wolle ihnen kein Böſes zufügen. Sie ſah mich mit den durchdringenden Schwarzaugen an, als wolle ſie mich recht prüfen, und als mein Geſicht ſie beruhigt, ſchob ſie die Schrankwand ganz weg und ich ſah in ein Kämmerlein, wo eine alte Frau ſaß und Lebens⸗ mittel genug aufgeſchichtet lagen. Das bildhübſche ſpaniſche Mädchen ſah mich ſo freund⸗ lich an und welſchte mir Allerlei vor, was ich durchaus nicht verſtand. Als ſie aber auf die Brode deutete, nickte ich. Sie reichte mir auch einen Krug Wein, wie ich ihn nie getrunken. Die Alte wollte nicht ſo freundlich werden; aber als ſie meinen Hunger ſahen, traten in des Mädchens Augen Thränen. Sie reichte mir nun Früchte und was ſie hatte. Wie es zuging, weiß ich nicht; aber wir waren ſchnell gute Freunde. Deutſcher! wiederholte ſie Hundert⸗ mal. Sie kannten uns und wußten wohl, daß wir ge— zwungen gegen Spanien fochten. Als ich mich gelabt, gab ſie mir ein Brod, faltete dann ihre Hände und ſah mich flehend an. 5 Ich legte die Hand auf das Herz, erhob ſie dann zum Himmel, wie wenn ich ſchwören wollte. Das beruhigte ſie. Sie ſtieg wieder in ihr Verſteck, mal zu und ſchob die Wand vor. Wand, erbrochen und Vorräthe entdeckt hatten. nickte mir noch ein⸗ Gott ſchütze Euch! ſagte ich, ging raſch weg, verbarg mein Brod, das ich in mehrere Stücke ſchnitt und ſuchte meine Kameraden auf, die einen Keller gefunden, ihn Wir nahmen mit, was mir konnten und jagten in raſchem Fluge gen Saragoſſa. 0(Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Juli. Butzbach. . Getraute: 15. Der Bürger, Schuhmachermeiſter und Wittwer Johann Heinrich Möhlich und Eva Katharina, des Bürgers ö 5 Leinwbers Chriſtoph Lenz zu Münzenberg eheliche ochter. — Getaufte: 5 1. Dem Bürger und Schmiedmeiſter Johann Caspar Frank ein Sohn, Karl, geb. den 14. Juni. 29. Dem Königl. Preuß. Poſtconducteur Conrad Görg eine Tochter, Henriette, geb. den 21. Juni. 1 Beerdigte: 5 6. Anna Maria, des zweiten Elementarlehrers Adam Wirthwein zweite Ehefrau, alt 40 Jahre, 2 Monate und 19 Tage, 1 den 4. Jul. Johann Heinrich, des Bürgers und Küfermeiſters Jo⸗ hannes Wendel ehelicher Sohn, alt 20 Jahre, 3 Mo⸗ nate und 3 Tage, 1 den 15. Juli. 1 Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 5. September 1849. 4 ———— 17. Aufgefahren] Verkauft. 7464 Gattung. wurden wurden Ritt ei (Mltr.)(Mltr.) 8 N kr. 7 0 20 0 7 Won 10 6 4 45 Gerſte, 1%. 2 3 3 30 Hafer 12 12 2 40 Erbſen. 5—— 2— Kartoffeln 10 5 1 18 365 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. W Aufforderung. (138) Forderungen an den Nachlaß des Chirurgen und vorhinigen Stadthauptmanns Renneberg ſind, bei Strafe ſtillſchweigenden Ausſchluſſes, Donnerſtag den 27. September, Vormittags Uhr, anzumelden. g Friedberg den 30. Auguſt 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Immobilien-Verſteigerung. (1287) Montag den 24. September l. J., Morgens um 10 Uhr, werden in hiefigem Rath⸗ hauſe die Immobilien der Balthaſar Schmidt'ſchen Eheleute, meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Holz⸗ ſchoppen und Stall, an Chriſtian Müller; 2) 90,[◻OKlafter, 46 Ruthen Garten in der 2. Gewann, an Karl Heinrich Friedrich; 3) 118,0 Klafter, 60 Rutben in der 7. Ge⸗ wann, an Chriſtian Joſt; 4) 53,0 Klafter, 27½ Ruthen in der Burg- Gemarkung, zwiſchen dem Riedgraben, an Rudolph Weis. Friedberg am 21. Auguſt 1849. 5 In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1350) Dienſtag den 11. September d. J. Vormittags 11 Uhr wird auf dem Rathhauſe zu Bleichenbach die Herbeifuhr von 25 Kubik⸗ klafter Schichtenmauerſteinen aus dem Stein⸗ bruche bei Bleichenbach in das Roſenthal bei Friedberg, jede Kubikklafter zu 70 Gulden ver⸗ anſchlagt, an die Wenigſtnehmenden öffentlich in einzelnen Looſen verſteigert werden. Friedberg den 31. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1351) Mittwoch den 12. September d. J. Vormittags 11 Uhr werden auf dem hieſigen Rathhauſe Steinhauerarbeiten zur Erbauung eines Viaduktes über das Roſenthal bei Fried⸗ berg im Betrage von 10481 fl. 36 kr. in zwei Looſen an die Wenigſtnehmenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 31. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Seetion Friedberg Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1352) Mittwoch den 12. September d. J. Vormittags 10 Uhr werden auf dem Rathhauſe dahier nachgenannte Arbeiten zur Erbauung von Abtritten und Holzſtällen in dem Bahnhofe zu Friedberg, nämlich: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 92 fl. 34 kr. 2) Steinhauerarbeiten„„ 60„ 17„ 3) Zimmerarbeiten„„ 73 57„ 4) Dachdeckerarbeiten=„ 120 04„ 5) Lieferung von 8 Tauſend gut gebrannten Backſteinen 96„—„ unter den, bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich in Akkord gegeben werden. 0 Friedberg den 3 Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſtei gerung. (1362) Dienſtag den 25. September, Mor⸗ gens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 lech ein⸗ batbar ind ſuchte den, U 5 nahmen luge gen 8 folgt) — Juli. r Johann Bürgers g eheliche Caspar ad Görg 1s Adam 2 Monate ters Jo⸗ t, 3 Mo⸗ — elpttiſe — tutlich der⸗ 9. . Jugenitur —— die der Ludwig Keims Wittwe gehoͤrende Grund⸗ ſtücke, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 6. September 1849. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. O bſt⸗Verſteigerung. (1363) Donnerſtag den 13. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zuſtehende Obſt, circa 45 Malter Aepfel, 16 Malter Birn und 6 Malter Zwetſchen, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Rodenbach am 4. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hermann. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1360 Mittwoch den 12. d. Mts., Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeinde⸗ Aepfel, circa 200 Malter, öffentlich verſteigert werden. Altenſtadt den 7. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Aepfel⸗Verſteigerung. (1365) Mittwoch den 12. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das Obſt auf den gemein⸗ heitlichen Baumſtücken, in mehreren Abtheilun⸗ gen, öffentlich an die Meiſtbietenden an Ort Und Stelle verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 4. September 1849. Der Großh. 1 e o ſt. Bekanntmachung. (1366) Der auf Montag den 17. d. Mts. ausgeſchriebene Jahrmarkt zu Hungen, iſt wegen des Neufghrfeſtes der Juden, auf Montag den 24. d. Mis. verlegt worden. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in den Orten gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Hungen den 4. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Zimmer. Bekanntmachung. 11367) Nächſten Donnerſtag, den 13. September d. J, Mittags um 12 Uhr, ſoll die hieſige Feld⸗ jagd in dem Gemeindehauſe dahier, anderweit verpachtet werden, wozu man die Jagdliebhaber, die hierauf reflectiren, hiermit einladen will. Niedereſchbach den 3. Sep⸗ tember 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter daſ. Jun g Aepfel⸗Verſteigerung. 1368) Dienſtag den 11. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Oberwöllſtadt gehörigen Aepfel, in Abtheilungen, un Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. O berwöllſtadt den 3. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. Grummetgras⸗Verſteigerung. (1369) Dienſtag den 11. September d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll das diesjährige Grum⸗ metgras, circa 9½ Morgen, meiſtbietend ver⸗ teigert werden. 0 berwöllſtadt den 3. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. — 2953— Verſteige rung. (13700 Dienſtag den 11. September l. J., Mittags 1 Uhr, ſoll das der Gemeinde gehörige Obſt, aus circa 22 Malter Aepfel, 2 Malter Birnen und 2½ Malter Zwetſchen beſtehend, in Abtheilungen, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosb ach den 3. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1371) Mittwoch den 12. September l. J., des Nachmittags um halb 2 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde gehörige Aepfel, circa 127 Malter, in Abtheilungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberros bach den 3. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter iir Holz⸗Verſteigerung. (1372) Freitag den 14. September l. J., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll in dem Ober⸗ mörler Gemeindewald, Diſtriet Bodenberg, 2125 Gebund Ginſter, zu Backholz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, öffentlich an die Meiſtbieten⸗ den an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Großb. Heſſ. Bürgermeiſter werden er⸗ ſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Obermörlen den 4. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter König. UN NN Privat Bekanntmachungen. Ge ſ u chi 1355) Ein braver junger Menſch, mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehen, wird in ein Specerei⸗ und Eiſengeſchäft in die Lehre geſucht. Wo? zu erfahren bei der Expedition. Empfehlung. (1342) Ich bringe allen meinen Freunden und Bekannten zur allgemeinen Kenntniß, daß ich mein erlerntes Pußgeſchäft in und außer dem Hauſe betreiben werde und bitte um bal⸗ dige Beſchäftigung. Margarethe Scheuermann. Anzeige. S (1358) Ich wohne jetzt bei Herrn Gerber⸗ meiſter Karl Müller neben Herrn Gaſtwirth Foucar in der Uſagaſſe. Baruch Hecht. Einladung (1361) an alle Freunde der Rettungs⸗Anſtalt zu Kloſter Arnsburg zur Jahresfeier Mitt⸗ woch den 19. September d. J. Von Friedberg geht an dieſem Tage ein Familien-Wagen nach Arnsburg. Der Vorſtand. Local-Veraͤnderung. (1373) Mein Geſchäftslocal befindet ſich nicht mehr Katharinenpforte, ſondern kleiner Korn⸗ markt Nro. 5 und halte ich mein Lager in Tuch-, Rock-, Hoſen⸗ und Weſtenſtoffen nach neueſtem Geſchmack, Laſtings, Velvets ꝛc. beſtens empfohlen, wobei noch beſonders auf eine Partie dieſer Artikel aufmerkſam mache, die ich, um auf⸗ zuräumen, unter dem Preiſe abgebe. Frankfurt am Main. K. W. Kellermann. Privatlehranſtalt für Knaben f in Friedberg. (137), Der Unterzeichnete, der durch Ver⸗ wendung im Staatsdienſte verhindert iſt, der von ihm gegründeten Privatlehranſtalt für Kna⸗ ben fernerhin vorzuſtehen, bringt hiermit 5 öffentlichen Kenntniß, daß mit dem 15. Oktober laufenden Jahres die Leitung dieſer Anſtalt in die Hände ſeines ſeitherigen Hülfslehrers, des Herrn Candidaten Groh, übergehen wird. Friedberg den 4. September 1849. Wilhelm Urich. Auf obige Erklärung Bezug nehmend, bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Privatlehranſtalt für Knaben unter meiner Lei⸗ tung ganz in der ſeitherigen Art und Weiſe fortbeſtehen wird, und daß es mir gelungen iſt, einen tüchtigen Sprachlehrer in einem Candidaten der Philologie, der ſeit längeren Jahren Unter⸗ richt ertheilt, für die Anſtalt zu gewinnen. Das neue Schulhalbjahr beginnt mit dem 15. Okto⸗ ber, und ſehe ich den Anmeldungen baldigſt ent⸗ gegen, um die nöthigen Anordnungen treffen zu können. Friedberg den 4. September 1849. A. Groh. Anzeige. (1375) Meinen geehrten Kunden und Freunde mache die Anzeige, daß ich meine Meßwaaren erhalten und ich auf das Vollkommenſte in meinen Artikeln aſſortirt bin und kann ich be⸗ ſonders eine ſehr große Aus wahl fein geſtickter große und kleine Krägen, Bänder, Blumen, Spitzen, feinſte Pariſer Glace⸗Handſchuhe zu billigen Preiſen empfehlen, auch find Modells der neueſten Damen⸗Hüte und Hauben ange⸗ kommen. S. G. Simon junior, Modehandlung, dem Trapp'ſchen Gaſthaus gegenüber. Zu Verkaufen. (1376) Eine Aepfelmühle nebſt Kelter hat zu verkaufen Joh. Fritzel, Wirth in Niedereſchbach. Zu Verkaufen. (1377) Mehrere junge Karnarienvögel, Hah⸗ nen, hat zu verkaufen Nn wohnhaft bei Schuhmacher Kautz auf der breiten Straße. Zum Verkaufen. (1378) Ein braunes Wallachpferd hat zu verkaufen Philipp Ritzel, Schmiedmeiſter. Empfehlung. (1379) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich mit vorräthigen Corſetten und Leibcher zu den bil⸗ ligſten Preiſen, ſowie auch im Anfertigen von Schnürſtrümpfen. Carl Diehl Damenkleidermacher, wohnhaft in der Seemühle dahier. Geſuch. (1380) In einem hieſigen Putz⸗Geſchäft wird ein Mädchen von ordentlicher Familie in die Lehre geſucht. Näheres bei der Expedition die⸗ ſes Blattes. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1881) Sonntag den 9. und Montag den 10. September, als an den Tagen des hleſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei Unterzeichnetem Harmonie⸗ und Tanzmufik anzutreffen, wozu unter Zu⸗ ſicherung beſter Bedienung Ji einladet Nee — S — 9 9 5 Die Feuer: Herſicherungs⸗Geſellſchaft — 296 V (48820 welche durch die Verorbuung vom 26. November 1847 der Aachen⸗Münchner Gesellschaft, als kin koländiſches Juſtitut des Großherzogthums, gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantieen und Vortheile dar, wie jene Geſellſchaft. a Der Unterzeichnete Agent Gegenſtände jeder Art: Verficherung konnen bei Hungen den 31. Auguſt 1849. iſt zur Annahme von Verſicherungs⸗Anträgen auf bewegliche und zur Ertheilung jeder gewünſchten Auskunft bereit. demſelben unentgeldlich in Empfang genommen werden. Antragbogen zur 1 N 178 Der Agent der Colonia; Funk. 5 Die Bellersheimer Gerechtigkeit. e 25. Auguſt l. J., Aft. 291 des freien Stadt⸗ und Landboken geſagt:„auch Bellersheim iſt g ee So wie der An⸗ fang jenes Artikels eine unſinnige Behauptung iſt— Bellexsheim liegt ja nur in Deutſchland 2 bildet bmi nur einen Theil diſeldel bend f kleinen Theil— eben Machwerk, das nut von einem durch zwar nur einen winzig ia ist das ganze Din eßen läßt, es könn ö W du die verkehrt republikaniſchen Wirren, wie dieſe ein hie und da immmer noch als Hiungeſpenft einher schleichen, an Geiſt zu. dc, zerrütteten und der Verzweiflung nahen Subjecte ausgegangen bein. Es Lehel ſich zwar nicht der Mü 0 Unſere Zeit wegen einer ſolchen niederträchtigen inn⸗ und hirnloſen Schmäh ung, die doch nur im Auge aller Vernünftigdenkenden ae g er ommen, dem Kindbefterſchweiß, der Elst gleicht— den kein Verſtändiger achtet, ſondern der nur von Uunverſtändigen obenbin betrachtet, auch wohl gar einmal bekacht wird ver- ſchwenden, indem wir Unſere Zeit zu wichtigeren Gegenſtänden zu verwenden haben; auch lohnt ſich's nicht nur einen Kreuzer wegen eines ſol⸗ chen Unſinns und Bosheitsaufſatzes für Inſerat⸗ gebühren auszugeben. 8 n Deſſenohngeachtet finden wir es für nöthig, dem Publikum zu ſagen, daß ſich der Verfaſſer, wie es deren allerwärts, gewiß aber nicht ſo unverſchämt wie der, giebt, bloß in jeſuitiſchem Treiben ein dischen luſtig gemacht und Zeit und Geld verſchwendet hat, welche beide Dinge beſſer hätten angewendet werden können. 5 Dem Publikum wollen wir es übrigens über⸗ laſſen, ſich jenen Prachtartikel zu verſchaffen und ſich zu überzeugen, daß derſelbe durchaus nichts anders iſt als eine Kette reinen Unſinns und unverſchämter Bosheit.— Es wird darin ge⸗ ſagt, was wir für diejenigen Leſer, welche den freien Stadt⸗ und Landboten nicht zu leſen be⸗ kommen können, oder ihn zu leſen für Zeitver⸗ ſchwendung halten, hinzufügen wollen:„es wird Jeder wiſſen, daß in ganz Deutſchland eine große Klage iſt wegen dem hohen Brandkaſſen⸗ geld.“ Wir glauben auch feſt, daß dieſes hohe Brandkaſſengeld noch von dem hieſigen Brand — alſo dem Deutſchlandsbdrand— herſtammt. Auch bennen wir einen gerechten Mann, der aber reich iſt, und wenn er arm wäre, ſo hätte ihn die Gemeinde ſchon längſt nach Amerika eſchickt wegen ſolchem Streich. Wäre das Topelſtroh nicht verbrannt, ſo ſtünde das alte Haus noch da. Verhältniß mäßig muß man ein großes Gewiſſen haben, wie der ganze Streupel groß ißt; es muß jedoch nicht gerade der Streu⸗ pet ſein, es kann auch der Pfüngtwale fein, woraus mancher ſchöne Eichbaum abgefahren ift zur Wiederherſtellung der Gebäuden aber wenn nicht geirrt ſeyn will, mancher zu Bohlen geſchnitten und auf Rechnung der Förſter und Unter dieſer Ueberſthrift wird in Mühe, daß wir Grafen zu Möbeln und Kleiderſchränken ver⸗ wendet worden ſei. N Publikum die Abſicht des Verfaſſers erſehen, die nur zweifellos darauf hingusgeht, de Carl der Brandstiftung und des Diebftahke, und den Ortsvorſtand der Gewiſſenlofigkeit und der Parteillchkeit zu Ache g 5 Ortsvorſtand, uns einer ſolchen Verdächtigung nicht zeihen laſſen, kann ſich der Verfaſſer vor⸗ ſtellen, und was Herr Pachter Carl thun wird, wird die Zukunft lehren. 88 Dem Publikum liberlaſſen wir über dieſen Landboten das Révisum Repertum, und zeigen von demſelben ins Tollhaus, oder an die Krippe verwieſen werden' ſollte;— nur wir wollen deliſelben, ſo lange er ſeinen Namen und den derjenigen Ortsbürger, in deren Auftrag er es veraulaßt haben will, nicht nennt, für ein licht⸗ ſcheues, ehrloſes Subject erklären. Weiteres bei Gericht vorbehaltend. Bellersheim den 3. September 1849. Im Namen des Vorſtands daſ⸗ J. Bo pep, Gr. Heſſ. Bürgermeiſter. An frage. (1384 Kann ein Gemeinderathsglied, wel⸗ ches außer dieſem noch ſeines H dwerks 1) ein Leineweber, 2) auch Maulwuͤrfsfänger, 3) Ab⸗ decker und Knochenhändler, 4) Scheibenſchießerei⸗ Liebhaber, 5) Fiſchereipächter und all dergl. ohne Verletzung ſeiner Dienſtpflicht und ohne Rach⸗ theil der betheiligten Gemarkungsbeſitzer, auch Flurſchütz ſein und ſo eine enorme Befſoldung, wie in Bönſtadt, beziehen 2 Dieſes dem ganzen Publikum zur Beurtheilung, aber beſonders dem daſigen Gemeinderath zuß Beantwortung. Bönſtadt den 4. September 1849. Mehrere Bürger daſ. Zurücknahme. (1385) Nachdem Lehrer König bei Gericht erklart hat, daß er nicht der Urheber des Ar⸗ tikels Nr. 962, in Nr. 46, des Intell.⸗Blts. ſei, ſo nehme ich auch die gegen Erſteren in meinem Inſerat vom 16. Junt d. J. in Nr. 48. des Intell.⸗Btts. ausgeſprochenen Beleidi⸗ gungen ſammt und ſonders zurück. Obermörlen den 4. September 1849. Oswald Riedel. Frankfurter Gold⸗Cours vom 6. September. f 7 fl. kr. Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 9.53% Holländiſche 10 fl. Stücke 10 1 Rand⸗Ducaten 539 20 Frankſtücke ö 9138 Engliſche Souverains 1213 Aus dieſem bruchweiſen Auszug kann das den Pachter Daß wir, der Prachtättifet in Nr. 34. des freien Stadte und keinen Recurs dagegen an, ob der Verfaſſer Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 14. Sountag n. Trinit. den 9. Septbr. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. ö Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtlirche: Herr Candidat Kohl. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Sandmann. f si Herr Candidat Krauß. „ 18 Uu nl Nachmittags predigt in der Burgtirche: 8 5 5 5 17 n Gattung, dried. Waizen Korn„„„ Gerſte„„/ N Hafer„ 3 e Voltlei- Tage für die Städte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 14, September 1849. 4 5 165 Fried⸗ Butß⸗⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. r a eee eee pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 245 2 7. 4 r 4— 4 1* 455 8 8 85 i 0 —Waſſerwec 142% lich 3 Gemiſchte(Tafel-) Brod 16 ¼¼ 16% Fleiſch„Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch iets 12— 112— g ererſch gemäſtete 9— 191— 9 auto eee N 9——— indfleicch(gemäſtetes 9— 8— . Rindſleiſch ungemäßst 7——— Kalbfleiſch 8— 6— 7 Schweinenfleiſch 12— 112— „ Hammelfleiſch e „ Schaaffleiſch.7——— n Wurſt veblos Schweinen 14— 14 „ Gemiſchte Wurf. 10—- „ Bratwurſtt 16— 16— „ Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck. 24— 24— „ Schinken 0 17— 16— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz,„ ausgelaſſen 24— 20— „ unausgelaſſen 20— 18 „ Nierenfett 20—— 1 „ Hammelsfett 16—(— 4— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Seip pe l. 7 unn Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 4