eigen 9 4 Nybr. 9 verrichtet: ttſch. . Stadtkirche etſcg. ö Stadtfirche: ut. r Burgkirche: Seel. * Burglirche: net. ———— g 2 15 ef die nen li 32 f 0 10 10 55 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, K. 100 1 7 2 1 114 U 1 4 nn Dat S n 5 tn 1 enen ach 190* en D 4 gier d ind 20 chu um 8 13. Togo 1 1201 n — tend 210 Mun ms Bund Dad di an! n0 m 5 ſonderen.. Noni tuns Jun 82 hi un 7211201 201 „ 5 e 1900 Fei mam 120 11018 Ab Anni aun un une neee ene ungsbezirk Friedberg 41217 802 r eee denen e ne eee Me ne 1414 e N un 10 110196914 i ſe. —— 5. Ott lt. Ol. 1 E Wenke. 48110 1 ————— — 1140 87. Mittwoch den 7. November 189. 2.. R ien 1e I Ie eee een Ert 398 Tre 7 7 1 890 f— 110 9 2 51 500 zm zum A m tl ich e 0 eil 8 „dad l nm f L a Me ane cu Nel me e e eee ee e n een Das Großh. Heſſ. Landgericht Friedberg an, fümmtliche Gr. Büngermeiſter und Localpolizei⸗ 5 Belteffe ub: Die Entfernung, den gegen aus ihrer Heimath und die dadurch eniſtehende erzögerung der Unferſuchungen, Einer in rubricixtem Betreff ergangenen Verfügung des Criminal Senats Großh. Heſſiſchen Hofgerichts der 238 44 2 Provinz Oberheſſen zu Folge, werden Ste hierdurch auger wieſen, an Perſonen, ſobald ſie als Angeſchuldigte in einer Unterſuchungsſache vernommen worden ſind, keine polizeiliche Legitimation zu ihrer Entfernung aus der Heimath bis zu entſchiedener Sache und Vollſtreckung der etwa erkannten Freiheitsſtrafe, ohne, gerichtliche Bewilligung zu ertheilen, bei Vermeidung der aus der Nichtbefolgung dieſer Verfügung erwachſenden Nachtheil e. Friedberg den 31. Oktober 1849. % enn W gig un: Ho ma nn. U * 2 3 n Der, Schatz. 178 Mödglelle, gach dem eben. 12% 21 1 120i 0h Schuß Jun 2 us Sl Charles konnte vot Beklommenheit und. innerer Be⸗ wegung nicht weiter reden z er ergriff die Hand ſeiner Conſine, die er in det ſeinigen drückte, und eine Thräue zitterte in ſeinem Auge. Süzon ſchwieg, denn ihr Herz war zu voll um zu reden, und der alte Soldat betrachtete beide mit einem Gemiſch von ſchelmiſcher Freude und in⸗ niger Rührung. Endlich ſchkang' er ſeinen einzigen Arm um das junge Mädchen, ſchob ſie ſachte zu Charles hin und rief neckend:„Nun ſprich Dich aus, Du kleine Spröde!“ „Suzon!“ rief der Vetter und drückte ihr von Neuem die Hand,—„ein Wort! nur eln Wort!— willſt Du mein Weib werden?“ Sie barg verſchämt ihr Köpfchen hinter ſeiner Schulter und flüſterte ein beglückendes Ja! Alle Wetter!“ rief Vincent und ſchlug, mit der flachen Hand auf ſein Knie,—„dies einzige Wörtchen hat Dich ja gewaltig viel Mühe gekoſtet!“ Ihr müßt mir nun Beide einen Kuß geben,“ ſetzte er freundlich hinzu and ergriff ihre Hände.„Ich wünſchte ſchon lauge, daß es ſo kommen möge. Für heute Abend will ich Euch nun fue fuss ien ene 5 5— S eee een eee deen ee eee von Euren eigenen Geheimniſſen und Geschichten lauder laſſen; mergen aber wollen wir pan, Geſchäften reden!“ 2% Am, Morgen darauf nahm der Alte ſeinen Neffen 9 und meldete ihm, die Summe, welche ſie zu der nicht nur mit Gleichgültigkeit hin, ſondern ſie rief; ſogar eine Art peinlicher Angſt und Unbehaglichkeit in ihm hervor. Der Gedanke, Suzon in dem Augenblicke perlaſſen zu müſſen, mo der Umgang emit ihr für ihn eine ſolche Quelle von Glück werden follte, und daß er nun die Mühen, Strapazen und Unfälle einer langen neigen ee antreten mußte, wo ges für ihn ſo angenehm und erwünſcht⸗ geweſen wäre, in ſeiner nun ſo glücklichen Heimath zu bleiben,— war ein peinigender, für ihn, Er war nahe daran, die Millionen i verwünſchen, die er ſich in ſolch weiter Ferne holen ſollte. Seit er einen neuen Gegen⸗ ſtand für ſein Intereſſe am Leben gefunden hatte, war die Sehnſucht nach Reichthum bei ihm minder ſtark und vor⸗ waltend. Was frommte ihm der Reichthum, den er ſuchte, um ſich Glück zu erkaufen? O er, war ja allbereits glück⸗ lich! Dies geſtand er freilich dem Oheim nicht, ſondern erklärte ſich nur bereit, ihn binnen einer Stunde zu be⸗ gleiten. Der alte Soldat rief, ihm aber in's Gedächtniß, daß das Alter in ſeinen Bewegungen, und Handlungen nicht ſo eilfertig ſei, als die Jugend, und bat ihn, die Ab⸗ reiſe noch um einige Tage hinauszuschieben, um ſo mehr er noch zuvor um Lebens oder Sterbens willen ſein Haus zu beſtellen habe.—„Inzwiſchen, würde ich Dir rathen daß Du von unſerem Nachbar die alten Zeitungen wieder, entlehnſt, in welchen von dem berüchtigten Depot am Douro die Rede war. Wir können ſie noch einmal ſorg⸗ fältig mit einander überleſen, und finden vielleicht irgend, einen Nachweis darin, der uns. bei der Ankunft an, Ort: und Stelle von Nützen ſein kann!“ f: 7911 Charles ging, ſich die heſprochenen Zeitſchriften zu holen, und ſchon nach Verfluß von einer halben Stunde ſaſſen Beide vor einem Pack ſtark zerleſener Zeitungsblät⸗ ter. Charles fand anfänglich nur die Thatſachen, mit welchen er bereits bekannt war, die abſchlägige Antwort der ſpaniſchen Regierung und die Nachricht von vergeb⸗ lichen Nachforſchungen, welche bereits von einigen Kauf⸗ leuten aus Barcelona angeſtellt worden waren. Er glaubte ſchon alle Documente geleſen zu haben, welche auf dieſe 2 2 —— — 14 1 1 1 ö — 362— f Sache Bezug hatten, als ſein Blick auf einem Briefe haften blieb, der in einer dieſer Zeitungsnummern abge⸗ druckt und von einem gewiſſen P. Dufour unterzeichnet war. „Pierre Dufour?“ ſagte Vincent);„el ſo hieß ja der Quartiermeiſter unſerer Compagnie!“ 5 „Als ſolchen gibt er ſich auch hier zu erkennen!“ agte Charles leſend. a 9 5 75 lieber Himmel! ich dachte, der alte Burſche ſei ſchon längſt in der andern Welt. Er war der Vertraute unſeres Hauptmanns. Laß hören, was er für ſich vorzu⸗ bringen weiß!“ a 1 c e Antwort ſtieß aber Charles einen Ruf der höchſten Ueberraſchung und des Aergerniſſes aus und ward leichenblaß, als er den Brief zu Ende geleſen hatte. „Was zum Henker haſt Du denn, Charles;“ rief Vincent. a 1177 „Was ich habe?“ wiederholte der junge Arbeiter wie vernichtet;„die Sache ſteht ſo, daß wir daheim blei⸗ ben können, wenn Dufour die Wahrheit redet! In dieſem Briefe hier verſichert der Quartiermeiſter ausdrücklich, daß die Fäſſer Pulver enthielten und kein Geld!“ Vincent ſchlug ſich voll Erſtaunen und Aerger vor die Stirne. Suzon ließ ihre Arbeit ſinken und blickte be⸗ ſorgt und erſchrocken auf ihren Vetter, der nun aber der Erſte war, welcher ſich von ſeiner Betroffenheit wieder erholte. Die plötzliche Aufklärung über die Vereitelung aller ſeiner Hoffnungen hatte ihn zwar ſehr ergriffen, aber nicht niedergeſchmettert. Nach kurzer Pauſe ſtand er entſchloſſen und mit fröhlichem Muthe auf, ſchloß die ſchmucke Suzon in ſeine Arme und rief:„Je nun, laſſen wir dieſen verlockenden Traum ſchwinden! hier iſt mein werthvollſter Schatz, den ich nicht für alles in ganz Frank⸗ reich und Spanien verſcharrte Silber hingeben wurde!— Nur munter, lieber Onkel! wir wollen wenigſtens das recht gut und vernünftig nützen, was uns noch geblieben iſt. Mit ſtarkem treuem Gemüthe und rüſtigen Armen werden wir niemals arm ſein, nicht wahr, Suzon?« „Gewiß, niemals!“ verſetzte dieſe und aus ihrem feuchten Auge glänzte ein noch unbegränzteres Vertrauen in Charles und in Beider Zukunft, als in ihren Worten ſchon lag. le 5 12 „Sein wir froh, daß wir dieſe Nachricht noch zeitig genug erfahren haben, bevor wir in einem fruchtloſen Verſuͤch meine Erſparniſſe vergeudet hätten! Wir haben wenigſtens die zweitauſend Franken noch!“ rief Charles heiter. f „Der Menſch denkt, Gott lenkt!“ rief der Veteran und erhob langſam ſein ſchneeweißes Haupt.„Ich ge⸗ dachte Euch beide vor meinem Tode noch reich zu ſehen, aber vielleicht iſt es ſo beſſer,, fuhr er nach einer kleinen Pauſe fort.„Es iſt allerdings gut, daß wir Deine Er⸗ ſparniſſe noch haben, Charles, die uns auch Dufour's Brief nicht entreißen kann. Ich habe ebenfalls einen klei⸗ nen Sparpfennig, den ich der Wirthſchaftlichkeit dieſes wackeren Mädchens hier verdanke! nun wollen wir ſehen, was ſich damit machen läßt!“ Mit dieſen Worten ſtützte er den Kopf wieder in die Hand und erging ſich eine Weile in ſtillen Gedanken; dann ſprang er raſch auf und rief:„Ich hab's, meine Kinder! ich hab's! „Was habt Ihr, lieber Onkel?“ riefen die jungen Leute einſtimmig. „Geduld, Geduld, liebe Kinder! mit der Zeit ſollt Ihr Alles erfahren!“ verſetzte der Alte mit ſchlauem Lächeln. „Beſorge mir nur für jetzt einen Miethwagen, Charles; ich habe einige Geſchäfte abzumachen, und es iſt noch frühe am Tage Suzon, mein Mädchen, Du mußt mich begleiten!“ Man willfahrte ſeinem Begehren und als ſie beide Anliegen fand geneigtes Gehör. mit einander durch die Straßen fuhren, ſagte er ihr, er trage ſich mit der Abſicht, ihnen das Geſchäft zu erwerben, welches Charles's Brodherr eben aufgegeben habe. „Monſier Lebrun iſt ein Ehrenmann,“ ſchloß er,„er wird ſeine Forderungen nicht zu hoch ſpannen und mir gerne an die Hand gehen. Was ſagſt Du dazu, mein Schätzchen?“ „O, ich kann nur ſagen, daß es mich namenlos glücklich machen würde, wenn es in Erfüllung ginge!“ erwiderte Suzon dankbar. Sie ſprachen beide bei Monſier Lebrun vor und ihr Ihre Unterhandlung mit dem wackern Manne gelang ihnen ſo nach Wunſche, daß Vincent, als ſie wieder in der Kutſche ſaſſen, ſeinen Stock heftig auf den Boden ſtieß und ausrief:„Bei der Aſche des leinen Korporals! es muß euch beiden gut ge⸗ hen!“ Suzon küßte ihm voll innigem Danke die Hand.— „Wenn ich es nur noch erlebe, euch in eurem kleinen Hausweſen häuslich eingerichtet zu ſehen, ſo will ich gerne ſterben, denn ich ſterbe dann glücklich!“ rief der alte Sol⸗ dat gerührt.„Aber merke Dir's, mein Kind, Charles darf vorerſt noch gar Nichts davon erfahren— Du mußt mir das tiefſte Stillſchweigen geloben!“ 2 „Je nun, ich will's verſprechen, ſo ſchwer es mir auch werden wird, vor ihm ein Geheimniß zu haben,“ ſagte Suzon, als ſie den tiefen Ernſt des Oheims ſah. — Sie ſchwieg auch wirklich aus Dankbarkeit gegen den Oheim, obwohl ſie nicht einſah, was er dabei fur einen Beweggrund haben mochte, und ſo ſauer es ihr auch war, den Grund ihres Glückes und ihrer Freude vor Charles zu verbergen. Charles aber war ſeinerſeits von nun an auch ſo gedankenvoll und ſo mit ſeiner Zukunft beſchäftigt, daß er nicht viel Muße zum Plaudern hatte. Etwa vierzehn Tage ſpäter an einem ſchönen Sonn⸗ tage, machte der alte Vincent unſetem jungen Brautpaare den Vorſchlag, eine kleine Spazierfahrt nach Meudon auf ſeine Koſten zu machen.„Zuvor wollen wir noch einen Ausgang in der Stadt beſorgen, dann wird Euch der Aus⸗ flug in die freie Natur um ſo mehr Freude machen!? Man ließ einen Fiaker kommen und ſtieg ein. Nach kurzer Fahrt hielt der Wagen zu Charles's größtem Er⸗ ſtaunen vor dem Laden, den ſein früherer Brodherr inne gehabt hatte.. „Was wollt Ihr denn hier?“ fragte er. „Wirſt's bald inne werden, mein Junge!“ verſetzte der Alte lächelnd. ü Man ſtieg aus und Vincent trat, auf Suſannens Arm geſtützt, in den Laden. Charles wollte ihnen gerade folgen, als ſein Auge auf den Schild über der Thüre fiel und er auf demſelben in großen goldenen Buchſtaben ſeinen eigenen Namen Charles Vincent' las. Eine kurze Weile ſtand er wie verſteinert, dann ſprang er in den Laden, umarmte entzückt ſeinen Oheim und ſeine Verlobte und rief mit Freudenthränen im Auge: Ah, das alſo war Euer Geheimniß?... und Du haſt es mir ſo lange ver⸗ ſchweigen können?“ fügte er, gegen Suzon gewandt, mit leiſem Vorwurfe hinzu.. ö 750 „Es ſoll das letzte Geheimniß ſein, das ich vor Dir habe!“ verſetzte ſie etwas verwirrt. N* „Ei, ſchmäle mir das Mädchen nicht!“ rief der Alte; „es iſt meine Schuld, denn ich habe ihr's geboten. Zankt euch heute nicht!“ fuhr er dann fort, und ſtolperte ihnen voran in ein kleines trauliches Hinterſtübchen, wo ein luſtiges Feuerchen im Kamin kniſterte, und ein kleines Tiſchchen zum Eſſen gedeckt ſtand. Die Möbel waren ein⸗ fach, aber zierlich, das Tiſchtuch ſchneeweis. Vincent ſchüttelte ſeinem Neffen kräftig die Hand und ſagte:„Sei mir willkommen als Herr dieſes Hauſes, mein Charles!“ hr, er krwerben, den gabe, er wird mur gerne chaͤtzchen? namenlos 9 ginge!“ or und ihr alung mit ache, daß en Stock ider Aſche en gut ge⸗ ge Hand.— em kleinen l ich gerne c alte Sol⸗ „ Charles Du mußt wer es mir zu haben,“ heims ſah. gegen den n für einen t auch war, der Charles don um an beſchäftigt, önen Sonn⸗ Brautruure deudon auf noch einen ich der Aus⸗ fachen!“ ein. Nach größtem Er, todherr inne . 2 1 % verſetzte Suſannens ihnen gerade 7 Thire fil ſtaben ſeinen Eine kurze er in den e Lellobte 95 alſo war — 363— „Dank, tauſend Dank, mein guͤtiger Oheim!“ ſtam⸗ melte Charles,„aber mein Wort darauf, es liegt mir Nichts daran, Herr dieſes Hausweſens zu ſein, wenn Suſanne nicht ſeine Herrin werden will!“... „Das iſt ja auch mein Wille!“ fiel ihm der In⸗ valide in's Wort;„erinnerſt Du Dich denn nicht mehr, daß ihr ſchon ein Verlobtes Paar ſeid!“ „O ja, ich weiß es, aber ich wünſchte, daß ſie mir's noch einmal geſtehe!“ ſagte Charles. Suzon reichte ihm erröthend die Hand und ließ ſich an ſeine Bruſt ziehen. Wir brauchen wohl kaum zu ſagen, daß Keines von den Dreien mehr an die Landparthie nach Medon dachte, und ebenſo wenig wollen wir's auch verſuchen zu ſchildern, was für ein heiterer traulicher Abend den drei Glücklichen in dieſem Stübchen nur allzu raſch hinſchwand. Wenige Wochen darauf zog Suſanne als Gattin ihres theuren Charles in das neue Hausweſen ein und ward die ſegenſpendende Fee desſelben. heitere, unverdroſſene und wirthſchaftliche Weſen, welches ſie ſchon im Hauſe des Oheims ſo ſehr ausgezeichnet hatte, mit in den Eheſtand hinein, und wirkte ermuthigend und begluͤckend auf Charles ſowohl als auch auf den alten Oheim, der natürlich der Hausgenoſſe der neuen Wirth⸗ ſchaft wurde. Selbſt wenn ſie noch ſo fleißig arbeitete, fand ſie Muße, mit dem Veteranen zu plaudern, ihm die Pfeife zu ſtopfen und ihm den Armſtuhl zum Kamin zu ruͤcken. 5 Ein Jahr war vergangen, und der erſte Jahrestag der Hochzeit fand dieſes glückliche Kleeblatt noch ſeliger, als an dem verhängnißvollen Tage, da ſie zum erſten Male in ihr jetziges behagliches Heimweſen einzog. Beim Abendbrod trank der alte Mann auf die Geſundheit und das Gedeihen des jungen Ehepaares. „Ich danke Dir herzlich, beſter Oheim!“ verſetzte Charles;„was mir der Himmel an Gedeihen, Wohlſtand und Freude auch beſcheeren mag, all das habe ich nur Dir zu danken, der Du mir zuerſt klar gemacht haſt, daß das Glück nicht in Reichthum oder Auszeichnung, ſondern Sie brachte dasſelbe in einem ehrbaren Leben voll emſigen Fleißes und in einem ruhigen Gewiſſen und im Frieden mit ſich ſelber liegt.— Auch Dir gebührt ein großer Theil meines Dankes, herziges Weibchen,“ fuhr er dann, zu Suſanne gewendet, fort, „denn Du haſt mir hier einen köſtlicheren Schatz beſchie⸗ den, als ich je zu beſitzen hoffte, wenn unſer Ausflug nach Spanien auch noch ſo erfolgreich geweſen wäre!“— (Erheiterungen.) Ein Rettungshaus für Blinde. In Nro. 79 d. Blattes hat der Unterzeichnete um eine kleine Liebesgabe“) von einer jeden Seele in Heſſen gebeten und unſern ver⸗ laſſenen blinden Brüdern eine Zufluchtsſtätte zu eröffnen. Seine Bitte war nicht umſonſt, denn es gingen im verfloſſenen Monat zu dem ſchon vorhandenen kleinen Kapital folgende Gaben ein;: Bei dem Unterzeichneten: von der Familie K. 8 Groſchen, ein kinderloſes Ehepaar St. 40 Gr., ein Junggeſelle D. 1 Gr., Schrei. nermeiſter—k 8 Gr., Hr. Cand. H. 2 Gr., einer Wittwe 20 Gr., Jungfr. F. 2 Gr., Hr. R. 4 Gr., H. u. H. 6 Gr. Durch Herrn Taubſtummenlehrer Speckhart; von Ungen. 4 Gr. Hr. W. 4 Gr., Hr. Sp. 4 Gr. 1 g 4 5 Durch Herrn Pfarrer Buchhold zu Oſſenheim: von Hr. B. 5 Fr. B. 10 Gr., Fr. B. 10 Gr., Beigeordneter Stumpf zu 0 r. 5. Durch Herrn Färbermeiſter Rübſamen zu Vilbel mit dem Motto: es werde Licht, von Hr. Pfr. Hinkel 3 Gr., Hr. Joh. Henkel Dechs⸗ ler 2 Gr., Hr. Heinrich Pack 2 Gr., Hr. Lehr, Schulvorſteher, 2 Gr., k. Gemeinder. Seibold 2 Gr., Hr. Simeon im Engel 4 Gr., E. übſamen 2 Gr. 7e 93 7 Hr. Pfarrer Huth zu Seeheim an der Bergſtraße: von 0 fl. Ferner ſind bereit Gaben anzunehmen: Regierungsbezirk Fried⸗ berg: zu Arnsburg Herr Hör ig, Hausvater an der Rettungs⸗Anſtalt; zu Bettenhauſen und Langsdorf Hr, Pfarrvicar Olp; Friedberg Hr. Cand. Göring; Grüningen Hr. Pfr. Deichert; Oberroß bach Hr. Pfr. Strack; Pohlgöns Hr. Pfarrverweſer Gombel; Butzbach die Wohllöbl. Redaetion des„freien Stadt⸗ und Landboten. Allen edlen Gebern herzlichen Dank Namens aller Blinden. Friedberg am 1. November 1849.. 5 J. P. Schäfer, Taubſtummenlehrer. ) nur einen Groſchen. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. 2 28 Edietalla dung. (1372) In Folge erlaſſenen Coneurserkennt⸗ niſſes werden alle bekannte und unbekannte Gläu⸗ biger des Schloſſers Emmrich Rauch von hier aufgefordert, ihre Forderungen und ſonſtigen Anſprüche an denſelben Montag den 31. December, Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ſonſt ohne beſonderes Prä⸗ cluſivdecret eintretenden Ausſchluffes von der Maſſe hier geltend zu machen. Findet in jenem Termin ein Vergleich Statt, ſo werden die nicht anweſenden Gläubiger in dieſer Beziehung, ſowie rückſichtlich der Wahl eines Maſſecurators als an die Beſchlüſſe der Mehrheit der Erſcheinenden gebunden, betrachtet werden. Friedberg am 15. Oktober 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edietalla dung. (1602) Großherzogliches Hofgericht der Pro⸗ vinz Oberheſſen hat gegen Joſt Merz von In⸗ heiden Concursproceß erkannt und es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu kön⸗ 25 glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß im ermin den 17. December l. J., Vormittags 9 uhr, bei dahieſigem Landgerichte anzuzeigen, widrigen falls ſie damit ſtillſchweigend von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. 2 ö Hungen den 8. Oktober 1849. f Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Edietalla dung. (1603) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an Heinrich Julius Raab von Inheiden, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concurs⸗ proceß erkannt hat, ſind Montag den 20. December, Vormittags 9 Uhr, ſogewiß bei dem hieſigen Landgericht vorzubringen, widrigenfalls der Ausſchluß von der Maſſe er⸗ kannt werden wird. Hungen den 23. Oktober 1949. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1619) Freitag den 9. November, des Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen Erdarbeiten an der Bahnhofsbauſtelle bei Gießen, veranſchlagt zu 6500 fl., an den Wenigſtnehmenden durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben wer— den. Die Zuſammenkunft iſt hinter dem neuen Anatomiegebäude. Gießen am 28. October 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Hofraithe-Verſteigerung. (1631) Montag den 12. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag der Erben, die den dahier verſtorbenen Gottfried Schmidt'ſchen Eheleuten gehörende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Elias Garde, meiſtbietend verſteigert. Zins der Auguſtiner⸗Schule 54 kr. Friedberg den 5. November 1849. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer ⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1632) Donnerſtag den 8. November, Mor⸗ gens um 9 Uhr, ſoll auf dem Sections⸗Bureau dahier der Transport der Erdwagen bei den Arbeiten in der Lindener Mark und am Rodberg bei Gießen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Gießen den 31. October 1849. Der Gr. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur Eicke meyer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1633) Dienſtag den 13. November d. J. Vormittags 11 Uhr wird auf dem Rathhauſe zu Bleichenbach die Herbeifuhr von 25 Kubik⸗ klafter Schichtenmauerſteinen aus dem Stein⸗ bruche bei Bleichenbach in das Roſenthal bei Friedberg, jede Kubikklafter zu 70 Gulden ver⸗ anſchlagt, an die Wenigſtbietenden öffentlich in fünf Looſen verſteigert werden. Friedberg am 2. November 1849. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg. Hochgeſand. .] Pura Bekanntmachungen. 15 Außzeige. 70 12678 15 (43841 Schehabe einen neuen Trans⸗ port von reingehaltenen Pfälzer ⸗ und Rheinweinen, per Ohm zu fl. 16. 18. 20. und fl. 24. erhalten, ſowie auch vorzüglich, ſchöne. 18481 Weine zu ganz billigen Preiſen.. Arnold Stiebel zunior Dongesgaſſe Nit. 6 neu in Frankfurt a. M. Nach Amerika (162) im 9 7 N 0. J. 1Tmal Gelegenheit mug 19— rei⸗ t. Claſſe, Etwachſene zu fl. 4 fl. 40. 2 at.* rei ab Blebexiche o er . 3 oh 19 03 30 1 25 gtober 1819. Siedle, ar cee ö 1 Bis 1 1. Dez amber 364 den S 0 k bei gene e Kd. Lehr laings⸗⸗Geſ uch. 161887 Ein junger Menſth wird von eien hiesigen Schweinenmetzger in die Lehre geſucht. Naberes, bei der Expedition d. Bl. ent Lampendochte (1638) aller Größen billig zu haben bei * Fetevber g. Ernſt Sdbel oSbengirö 6 10 1— 0 Ans z 1. Ce 00 f 122 gegen genügende Si erbelt circa 1 50 8 bereit. Die Ga, 1 f 11 boſe 1 20 710 4 1 zu der 1 80 Aspi der vereinigten ſüddeutſchen Gewerb⸗ Brenz 9 85 iger Flachs, ſter Sale * 1„Naum 188 55 Ga 9 une„ Eſſenz b 0 * 5. M. Hleſchfprung ii Otarben. Verkauf einer Mühle ne biſt Güt (1684) Familienangelegenheiten veranlaſſen 8 ch, meine oberhalb Oberohmen an dem Ohm⸗ fluß und der Straße von Ruppertenrod nach Ulrichſtein gelegene Mühle nebſt Oeconomiege⸗ bäuden, Gut, Vieh und Geſchirr, Montag, als den 3. Dezember, des Mittags um 1 Uhr, öffentlich zu verfteigern. Das Gut beſteht mehrentheils in großen Par⸗ zellen; die Größe beträgt: a) das Ackerland 13937 ◻+Klafter 5 [EKlafter, iſt in einem guten Zuſtande, liegt theils um die Gebäude und enthält vorzüglich gute Wieſen,-ſo daß ein verhältnißmäßig großer⸗ Vieh ſtand exiſtiren kann; auch ſind die Gebäude noch nicht lange erbaut. Der Viebſtand beſtebt in 2 Pferden, 1 Eſel, 12 Stück Rindvieh, 18 Stück Schweinen und 18 Stück Schaafe. Das Geſchirr in 2 Wu ene Wagen, 2 Pflügen und Eggen. Kaufluſtige können das Nähere bei mir er⸗ fahren und wird noch bemerkt, daß wenn vor dieſem Termin Jemand ein annebmbares Gebot, thut, ich es auch aus freier Hand verkaufe und kann der Käufer mit dem 1. IJinuer 1850 das Ganze übernehmen, Obexohmen im Regierungsbezirk Gießen, dee ee E am 4. Nobem⸗ ber 1849. 154 15 K. Nu e. 1 Anz zeige. (4635) um den bereits mehrfach an uns geſtellten Wünſchen zu entſprechen, erklären wir uns bereit, Unterricht in folgenden Lehrgegen⸗ ſtänden, als: Zeichnen, Mathematik, Ortho⸗ graptie und Schonschreiben zu ertheilen. Indem wir dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringen, bitten wir die verehrlichen Eltern und Lehrherren hierauf gütigſt Rückſicht nehmen zu wollen und werden wir uns beſtreben, das uns zu Theil werdende Zutrauen zu erhalten. Das Honorar wird ſo geſtellt werden, daß es ſelbſt dem Unbemittelten nicht zu ſchwer fallen wird dieſen Unterricht zu genießen. und p) die Wieſen 8886, 21 191 fu (Nähere 55 dern Vetlobſung mun menden werthvolleren Gegenſtände e* in der ed Zeitung, Nr. 0h a Oelfäſſer von— 591 e b aha in Pfälzer Ae, billigſ. bei Friedberg. L. Goldmann, in 3 Jubdengaſſe Nr. 225. Federweißen Wein 1 Kalbe ſteht zu verkaufen bei fi e und 75 ( en vis-à-visg de. Trapp, 1 Mane ea begehen hallen ſind zu 18— C. Binder⸗ nagel in Fri 1 unn Eiſen band. um Verkaufe u. 4625 Eine friſchmolkende Kuh mit dem 311 510. Konrad Reuß. in Friedberg. 455 1% ,. 1980 * 7 Literariſche Argeigen.“ 1 1 1112 * 151 7 al 05 eben iſt been! 5 An 10 11 waste 17 Frieſel heim. ee ellmi 5 0 egen ſchwere Krankheit 17 0 90 rechen, die von ihr im ma e — Schlafe Angegeben, wurden. 45 Ach Preis nur 6 kr. 1 Die Prophezeihungen beit Se büle erfüllen ſich beinahe täglich 255 haben all ungeheures Aufſehen erregt. 30 „ Vorräthig bei. VBinderge f. e Seen es 9 e— 0 nb 18 e 0 900— Land alender 8 9 fe das, 1 55* 14 Großberzogthum heſſen f „ a Ae d Jahr 47040 18580. Nett tre„ 1 l Dufte 95 tr. 6 4— 7997 1 rich v. Gagern, Die Deutſche Jae 461% erſcheint ſeit dem 1. Oetober unter unmittelbarer Mitwirkung des in Gotha gewaͤhlten Ausſchuſſes: 2 Hein⸗ Max v. Gagern, Hergenhahn, Mathy und Reh, redigirt von Robert H f Preis vierteljährig 1 i a. M. 3 Gulden, in Piehl 25 a f Sgr., in Sachſen 2½ Thlr. Vieuee werden bei allen Poſtämtern angenommen. eller. 4618) 90 C. Vindernagel in Friedberg iſt vorräthig: 0 121 10 1 50 Hiſtoriſche Euhülangen über die wirklichen Ereigniſſe 5 0 0 der Geburt und Jugend Jeſu. 5 Als Fenſheng der 7 Alexandrien aufgefundenen alten Urkunden aus dem Eſſäer-Orden« Wien im November 1849. Broſtus, Louis Lang. n e Machtrag zu den Enchüllungen über die Todesart Jeſu. . ̃ Alis e beiden Abschrift! des alten Originals überſetzt. N 1 0 Preis 54 kr kr.. Ui„ Ern Gedruckt und verlegt unter Sera von C. Bind ernagel in Friedberg. die