* Tatlungspeithe d wum binn Wlungs-Keuntniſt ſenſchaft d Handlungs⸗ duefwecgſeltz Pandelsget⸗ ent des kaufmät N Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Aegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. e Suchaltung k0teant, N f Sr— en 5 N f 2 8 5 52. Sonnabend den 7. Juli 1819. „int 5 In a ani dn E a N n Ren——8 7 f ff 1 ecpſſgßtg oder 1 fl. 30 kh. Neiſeſkizzen aus Kalifornien, keit bloß durch das Ausſetzen an der Luft verdünſten zu diese 0 and⸗ 1 iht. 7 8 7 0 1 uta zue bim n im Fuüßkuhrniee Nachdem ich etwa eine halbe Stünde gearbeitet, f Von J. Tyrwhitt Brooks. d de ſeht belie!h 151 nac f Gortſetzung.) 1 120⁰l 1 ann Noch gar nicht recht über all das Neue, was uns umgab, zur Beſinnung gekommen eilten wir ſoviel als möglich, unſer Lager aufzuſchlagen, und hatten uns bald mme. einen paſſenden Platz dazu auserſehen. Dieſer befand ſich dicht an einem ausgetrockneten Bachbett, durch welches in cr ſein ful. der naſſen Jahreszeit ein kleines Waſſer dem größern Gela, Strome zufloß. Trotzdem gingen wir nicht gleich daran, ich die Gunſt die für die Nacht nöthigen Vorbereitungen zu treffen. werden. Unſere Finger zuckten uns förmlich nach dem Golde, und iuſterhafte Lit⸗ in kaum einer halben Stunde nach unſrer Ankunft war tetagsgedichte das Laſtthier, das unſre Schaufeln, Pfannen und Hacken Stücke 2 getragen, ſeiner Laſt entledigt, und unſere ganze Geſell⸗ 18 beluſtigend e Abafte Anek Stammbuch. rinkſprüche un datden vom Profe ſchaft ſtand ſo geſchäftig an der Arbeit, wie die Uebrigen. Was mich betrifft, ſo ſprang ich, mit einem großen Ausſchöpfer und einer flachen Blechpfanne verſehen, gerade da in den Bach herunter, wo ich keine Spur von Kies 4 Gnu. unn erkennen konnte. Dicht neben mir befand ſich eine klare, .* kleine Lache, die mir dazu dienen ſollte, das Gold auszu⸗ e waſchen. Einige aus unſrer Geſellſchaft gingen eine kurze . auth Strecke von mir entfernt an die Arbeit, während Andre aun Gefell ihr Glück an den Ufern des Americanos hin verſuchten 7 und die Schiefer aufgruben die dicht am Ufer deſſelben lagen. Nie werde ich das Gefuͤhl vergeſſen, mit dem ich meinen Ausſchöpfer zum erſten Male in den Boden vor mir ſtieß. Ich füllte meine Blechpfanne halb mit Erde und trug ſie zur Lache, wo ich ſie, wie ich das von Andern geſehen, unter die Oberflache des Waſſers hielt und dort die Maſſe mit der Hand aufrührte. Allerdings zeigte ich mich im Anfange nicht beſonders geſchickt, und mag wohl eine ziemliche Quantität des werthvollen Metalls wieder mit hinausgeworfen haben. Dennoch bemerkte ich bald, daß die Erde abbröckelte und durch die Bewegung des Waſſers in die Lache gewaſchen wurde. Dieſe trübte ſich und ich behielt zu meiner Freude den ſandigen Satz im Gefäße zurück, von dem ich gehört, daß er das Gold ent⸗ Buchen n naß u dried duuhel in Frie“ Vol halte. Sorgfältig das Waſſer ablaufen laſſend, legte ich iet den Sand in einen der dichtgeflochtnen indianiſchen Körbe, ick die wir mit uns gebracht hatten, beſchloß aber auch, den⸗ mau ſelben noch an dieſem Abend bei'm Feuer zu trocknen, da die Zeit vor Dunkelwerden zu kurz war, um die Feuchtig⸗ kehrte ich mit meinem Korbe zum Platze zurück, wo wir unſre Pferde verlaſſen, und fand die Thiere noch immer mit den Laſten auf dem Rücken. Mr. Malcolm war vor mir eingetroffen und trug etwa eine gleiche Quantität des koſtbaren ſchwarzen Sandes. Das mußte ſich übrigens noch herausſtellen, welche Goldtheile unſere geſammelten Haufen enthielten. Nach kurzer Zeit ſchloſſen ſich auch Bradley und Don Louis, und beide vortrefflicher Laune, uns an. Ich denke, dieß iſt die Art, der wir es in dieſen Rödungen zu Wege bringen,“ ſagte der Erſtere und ſchüt⸗ telte einen Sack des Goldſandes aus. Was Joſé, Don Louis indianiſchen Diener, betraf, ſo begnügte ſich dieſer, dankbare Gebete zur Mutter Maria und dem großen Geiſt emporzuſenden, die er unverdroſſen mit einander auf eine höchſt eigenthümliche und keineswegs orthodore Weiſe vermiſchte. 5 8 Wir gingen jetzt an die Arbeit unſer Zelt aufzurichten. Malcolm bereitete indeſſen Kaffee und buck einige Brode aus dem Mehle, das wir mitgebracht. Sein Kochen wurde aber nicht wenig durch den Eifer geſtört, den wir zeigten, an demſelben Feuer unſern zuſammengeſcharrten Sand zu trocknen, bei welcher Gelegenheit Bradley unge⸗ ſchickt genug ein Loch in unſre beſte Pfanne brannte. Endlich gelang es uns jedoch, die Feuchtigkeit auszuſchei⸗ den, und die Augen zumachend, blieſen wir den Sand mit dem Munde fort und fanden uns bald darauf im Beſitz einiger weniger Goldſtaubpriſen. Das machte uns wenigſtens für den Anfang Muth. Wir tranken unſern Kaffee voll beſter Hoffnung, brachten dann die Pferde in Ordnung, richteten uns ſo bequem ein, als die Umſtände es erlaub⸗ ten, und ſchliefen, nicht allein durch die Reiſe und An⸗ ſtrengung, ſondern auch durch die ungewöhnliche Aufregung ermüdet, feſt bis zum nächſten Morgen. Der Staub wird zwiſchen den Schiefern und wirk⸗ lich unter dem Waſſer gefunden, die bequemſte Art aber, ihn herauszubekommen, iſt, die Erde aus dem Theile des Bachbetts, der früher überſchwemmt, jetzt aber trocken war, herauszunehmen. Dieſe Erde iſt gewöhnlich kieſiger Art, voll kleiner Steine, und ſoweit ich es beurtheilen konnte, aus einem Gemiſch von kleinen, milchigen Jaſpisſtuͤcken, mit Schiefern und Baſaltſplittern durchmiſcht, zuſammen⸗ —— geſetzt. Man glaubt allgemein, daß das Gold von den Huͤgeln heruntergeſchwemmt ſei. Ich arbeitete, wie wir alle, angeſtrengt den ganzen Morgen hindurch. Die Arbeit iſt ſehr ſchwer, das ewige Bücken drückt natürlich den Unterleib zuſammen, während das fortwährende Unterdemwaſſerhalten der Hände die Haut runzelt, und zuletzt ſchmerzhaft wird. Doch was ſind alle dieſe Unbequemlichkeiten gegen den Gewinn, mit dem man dafür bezahlt wird!. 5. Nachdem Mr. Brooks und ſeine Gefaͤhrten, an den „unteren“ oder„Mormonen-Minen eine ziemlich ergiebige Ausbeute gefunden, zogen ſie nach den oberen Minen, wo Mr. Marſhall damals für ſeine und Kapitän Sutter's Rechnung grub, und wo das Gold zuerſt entdeckt worden war, etwa 120 Meilen von San Francisco. Hören wir Mr. Brooks ſelbſt: f „Das Land wurde immer rauher und bergiger je weiter wir vorrückten, und als wir uns der Sägemühle näherten, ſchienen die Hügel wirklich 1000 Fuß über die Waſſerfläche des Sacramento emporzuſteigen. Gruppen gigantiſcher Kiefern und Eichbäume wechſelten an ihren Hängen ab. Wir ſahen uns ängſtlich nach der Sägemühle um, als wir einen Schuß hörten, und gleich darauf einen Mann in weißen, weiten Beinkleidern, ſeine Füße in hirſch⸗ ledernen Mocaſſins ſteckend, einen breiten mexikaniſchen Sombrerd auf dem Kopfe und ſeine Büchſe in der Hand auf uns zukommen ſahen. Es war dies Niemand geringeres als Mr. Marſhall ſelbſt. Er empfing uns ſehr freundlich und frug nach Neuigkeiten von den untern Minen und wie es bei Sutter ausgeſehen, als wir dort durchgekom⸗ wir gute Weide für unſre Pferde fanden. r. Marſhall hatte immer fünfzig Mann beſchäf⸗ men. tigt Kapitän Sutter einen andern Trupp von dop⸗ pel tärke an derſelben Uferbank.— Wir lagerten in einer kleinen, holzigen Niederung, am Ufer eines ſeichten Bachs) der ſich hier dem Hauptſtrom anſchloß, und wo Mr. Marſhall's Haus lag ungefähr 1½ Meile den Fluß weiter hinauf. Nach einem guten Abendeſſen in Wildpret legten wir uns zum Sch fen nieder. Am nächſten Morgen ritten Lacoſſe und M' Phail mit Horry und noch zwei Extrapferden nach den Mormonen⸗Minen zurück, um die dort gelaſſenen Pro⸗ viſtonen nachzuholen. Indeſſen ging ich aus, um unſere neuen Quartiere zu recognosciren. Ich kam bald an der Mühle an und ſah den Platz, wo das Gold zuerſt entdeckt worden war. Hier traf ich auch Mr. Marſhall wieder. Natürlich war der Bau der Sägemühle eingeſtellt worden; denn die Arbeiter beſchäftigten ſich entweder weiter oben oder unten ebenfalls mit Goldgraben. Mr. Marſhall be⸗ zahlte die Indianer, die für ihn wuſchen, hauptſächlich in Waaren.. Ich ſah einen Theil ſeines Trupps. Die Män⸗ ner gingen großentheils in baumwollne Hoſen und Moc⸗ caſſins gekleidet ohne weitere Bedeckung. Sie arbeiteten mit denſelben Inſtrumenten, wie die waren, die wir in den untern Minen geſehen. Nicht weit vom Platze, wo die meiſten beſchäftigt ſtanden, ſah ich eine Anzahl Frauen und Kinder, die Eicheln in einem ausgehölten Troge mit einem langen Stein zerſtießen. Von dem alſo gewonnenen Eichelmehl backen ſie eine Art trockner, harter, ungenieß⸗ harer Kuchen, die wirklich nur ein indianiſcher Magen vertragen kann. Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. NN Auszuleihen. (103) In dem evangeliſchen Kirchenkaſten du Vilbel liegen 600 fl. zu 5 pC. gegen ge⸗ richtlichen Einfatz zum Ausleihen bereit. Für den Kirchenvorſtand: 2 Hinkel, Pfarrer. Bekanntmachung. Holzverſteigerung im Domanialwald Burgwald, Forſtreviers Oberrosbach betreffend. (104 Mittwoch den 11. Juli d. J. ſoll in dem überſchriebenen Diſtriete das nachver⸗ zeichnete Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 0 24% Stecken geſchält eichen Prügelholz, 4½„ birken Stockholz, 10928 Wellen geſchält eichen Reiſerholz, 32„ birken Reiſerholz, 4½ Wagen voll Schlagabraumholz, 169 Gebund Ginſtern, zu Backholz, 1150 Stück Stangen, geſchält eichen, zu Baumſtützen. Nach dieſer Verſteigerung ſoll im nächſtjähri⸗ 15 Schlag, Nr. VI des Burgwalds, die aus bos, kurzer Haide und Laub beſtehende Streu⸗ nutzung, zum Selbſterndten durch die Käufer, Karren⸗ oder Wagenvollweiſe ausgeboten wer⸗ den, ungefähr 47 zweiſpännige Wagen voll. Zuſammenkunft Morgens 7½ Uhr auf dem durch den Schlag Nr. III führenden ſogenannten Ockſtädterweg.. Oberros bach den 29. Juni 1849. 0 Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Edietalla dung. 10540 Nach der auf Andringen verſchiedener Gläubiger auen Unterſuchung der Ver⸗ mögens⸗Verhältniſſe des in unbekannte Fremde ſich verfügten Haudelsmannes Moſes Oppen⸗ heimer aus Niederrodenbach, iſt es mehr als wahrſcheinlich, vaß eine Ueberſchuldung deſſen Vermögens vorliegt und iſt daher zu deren mehren Feſtſtellung und zum Verſuch der Güte, Termin auf den 26. Jul Morgens 10 Uhr, (als Contumazirſtunde) anberaumt worden. 1 Es werden daher ſämmtliche Gläubiger des⸗ ſelben hiermit aufgefordert, in obigem Termine ihre Forderungen, wo möglich unter Vorlage der darüber ſprechenden Urkunden entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Vertreter anzumelden und bei den weitern Handlungen mitzuwirken, widrigenfalls die Nichterſchienenen und Nichthandelnden als dem Beſchluſſe der Mehrzahl beigetreten, angenommen werden. Hanau am 28. Aurfürſt. 0 8 9 urfürſtl. Heſſ. Landgericht Giller.. Nolker. ee e zu Fried⸗ erg. (10535) Die Erſatz⸗ und regelmäßige Er⸗ gänzungswahl des Gemeinderaths in der Stadt Friedberg findet auf dem Rathhauſe daſelbſt den 18., 19., 20, und 21. Juli d. J., von Vormit⸗ tags 9 bis 12 Uhr, unter Leitung des Unter⸗ zeichneten ſtatt, was hiermit zur Kennttuß der Intereſſenten gebracht wird. a Von den Mitgliedern des Gemeinderaths ſind Herr Philipp Werner, Herr Joh. Adam Vogt und Herr Chriſtian Ulrich durch das Loos ausgetreten, ſind jedoch wieder wählbar; außer⸗ dem find ſeit der letzten Ergänzungswahl dret Gemeinderathsmitglieder mit Tod abgegangen und find ſonach ſechs Mitglieder neu zu wählen. In dem Gemeinderath verbleiben vorerſt fol⸗ gende Mitglieder, nämlich die Herren: Johannes Falck, Chriſtian Fritz, Karl l Groß, Gottlieb Kettinger, Wilheim Küm⸗ mich, Joh. Martin Simon, Georg Steinhäußer, Karl Wahl und Hartmann Sämmiliche ſtimmfähige Ortsbürger der Stadt! Friedberg werden hierdurch aufgefordert, an die⸗ ſer Wahl Thell zu nehmen und ſich von Be⸗ ginn der Wahl an recht zahlreich zur Abſtimmung einzufinden, damit das Wahlgeſchäft zur Er⸗ e 8 7 5 wo möglich ſchon auf der anberaumten Fri e werden kann. g 1 a 115 W Friedberg den 3. Juli 19499. itt .„Der beſtellte Wahl⸗Commiſſär. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 0 Ben d 0 enn Schaafpferche„Verpachtun. N 056 Montag den 9. Juli, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5—10 Schaafpferche, welche den 14. Juli ihren Anfang nehmen, meiſtbletend verpachtet. 5 Friedberg am 5. Juli 1839. Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz ⸗Verſteigerung. s (1057) Künſtigen Montag den 9. d. M 140 von Morgens 8 Uhr an, werden in dem Engel⸗ thaler Wald, an der Chauſfee nach Altenſtadt, nachſtehende Holzſortimente öffentlich meiftbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert: 1) 43 Stecken geſchältes eichen Prügelholz, 2)„ bdirken Prügelholz, 3). 164„ geſchältes eichen Reigholz, 40 60 Stämme desgl. zu Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, f 5) 475 Stück desgl. Baumſtützen. Engelthal am 3. Juli 1849. Der Gräfl. Solms⸗Laubach'ſche Rentmeiſter Grupp é. f 5 Verſteigerung. (1038) Dienſtag den 10. Juli d. J., des W um 1 a Uhr, ſoll ein der Gemeinde Reichelsheim zugehöriger 2 Jahre alter Faſel⸗ ochſe 10 Rathhauſe daſelbſt meiſtbietend ver⸗ Fee D J 3 Reichelsheim den 3. Juli 184 9. Schmid, Bürgermeiſter. — 28912 1 Nad berg z * don dop⸗ 1 p⸗ gerten 1 5 es seichten 5, und wo euer hinauf. den wir uns uten Latoſſe pferden nach aſſenen Pro⸗ um unſere bald an der ĩerſt entdeckt dall wieder. allt worden; weiter oben Narſball be⸗ thachlich in Die Män⸗ und Moc⸗ e arbeiteten die wir in Platze, wo Zahl Frauen Troge mit gewonnenen r, ungenieß⸗ ſcher Mager chung folg.) fordert, an die⸗ b ſch von Br⸗ aur Abfimmung at zur Er⸗ möglich ſchon a geen 9 5 Al-·CTommiſſr. . Sirgemuftt 911. pachtung. „ Norgens um dach dase 5—10 A hte Aufang 0.* J. Süngermeeiſte . Frucht verkauf. (1059) Waizen, Korn und Hafer werden ⸗ ſowohl in kleinen als großen Quantitäten käuf⸗ lich hier abgegeben. i Ockſtadt am 4. Juli 1849. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentam end Ange tre t! Arbeits ⸗Verſteigerung. 0 30) Freitag den 13. d. Mts. ſollen 0523 das Chauſſtren und Pflaſtern n 120 Klafter Ortsſtraße, an den Wenigſtnehmen⸗ den in Accord gegeben werden. Vora nſchläge und Bedingungen können bis zum Verſteigerungstermine auf dem Bureau des unterzeichneten Bürgermeiſters eingeſehen werden. Weckesheim den 3. Juli 1849. N Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Braun. Verſtei gerung. (1061) Dienſtag den 10. Juli d. J, Vor⸗ miftags um 9 Uhr, wollen die Maurermeiſter Martin und Peter Glaſer, bei dem Neubau der Kirche zu Rodheim, nachverzeichnetes Holz und ſonſtige Gegenſtände, in mehreren Abtheilungen, öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen: 100 Stück tannene Rüͤſtſtangen, von 20— 55 Fuß lang, 20 Achter Stämme, 60— 74 Fuß lang, 35 Zehnter Stämme, 40—55 Fuß lang, 9 Neunter Stämme, 45— 70 Fuß lang, 150 Stück Doppeldiel, 200„ Mauer⸗Klammern, 2„Scheuer ⸗Leitern, 42 und 46 Fuß lang, 1 Stecken Brennholz. Rodheim den 4. Juli 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jakobi. Faſelochs⸗Verſteigerung. (1062) Dienſtag den 10. Juli, Morgens 10 Ubr, ſoll vabier ein der Gemeinde gehöriger fetter Faſelochs öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obereſchbach den 2. Juli 1849. i Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter immelreich. 1 Privat ⸗ Anzeige. (1043) Von heute an werden auf der Braun⸗ kohlengrube Buderus bei den Heſſenbrücken, wieder Kohlen abgegeben. Empfehlung. (1017) Reiner abgelagerter Weineſſig iſt zu haben bei H. M. Hirſehſprung in Okarben. Oſſenheimer Wäldchen. (1049) Auf vieles Verlangen wird Sonn⸗ tag den 8. Juli vas Nachkirſchenfeſt ſtattfinden, wozu höͤflichſt einladet Ae hle. Zum Verkaufen. (1063) Eine friſchmelkende Fahrkuh, einen noch ganz guten Kühkarrn, einen Pflug, eine Egge, eine Waſchbütte und einige Fäſſer mit eiſernen Reifen, hat zu verkaufen Oſſenheim. Wilh. Dillenburger. Zum Vermiethen. (106) Ein Logis im untern Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen— kann bis zum 1. Auguſt d. J. bezogen werden. 3 Wittwe Gerth. Bekanntmachungen. 223 Rohren⸗ und Langen ⸗Zucker (1065) zum Einmachen, billigſt bei L. Goldmann, junior in Friedberg. Warnung. (10660) Ich warne hiermit Jeden, meinem Manne M. Mat etwas zu borgen, indem ich nichts für ihn zahle. 5 Eliſabethe Mai. Zum Verkaufen. (1067) Watzen⸗ und Haferſtroh hat zu ver⸗ Zum Verkauf. (1068) Einen neuen zwelſpännigen Wagen mitt elſernen Achſen hat zu verkaufen Schmiedemeiſter Weller in Wölfersheim. Nauheimer Teichhaus. (1069) Sonntag den 8, Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmönie⸗ und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt N 5 enkel. Kirſchenfeſt zu Ockſtadt. (1070) Fun den 8. Juli iſt in dem Garten zu Ockſtadt gut beſetzte Tanzmuſik an⸗ zutreffen; für gute Speiſen, beſonders Kirſchen⸗ kuchen nebſt gutem Getränke und reeller Bedie⸗ nung wird auf's Beſte beſorgt ſein kaufen Friedrich Netz. Diele und Latten, (1037) in allen Sorten und vorzüglicher Qualität, ſowie unſer reichhaltiges Lager eee ed bunker S lle, Gebrüder Grödel, neben Herrn Kaufmann Kümmich wohnhaft. Bekanntmachung. (1071) Nachdem ich von Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern in Darm⸗ ſtadt die Erlaubniß erhalten habe, Vorſtellungen in Gnaden⸗ und ſonſtigen Geſuchen auf meinen Namen fertigen zu dürfen und mich mit allen ſon⸗ ſtigen Arbeiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu befaſſen, bringe ich dieſes hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß ich bereit bin, alle dergleichen Arbeiten, ohne Unterſchied, zu übernehmen, ſie aͤußerſt billig und prompt zu verfertigen. In ſolchen Angelegenheiten werde ich gewöhnlich Dienſtags am Gr. Landgerichte in Großkarben zu treffen ſein. Vilbel den 2. Juli 1849. Steyer. G. Filß, Buͤrgermeiſtereiſecretär. Abfertigung und Schluß. (1072) In Nr. 50. d. Bl. iſt ein Inſerat eines gewiſſen Lehrers Burk dahier erſchienen, worin in gemeiner Weiſe, die Hauptſache ganz übergehend viele perſönliche Angriffe auf mich gemacht werden. Gegenüber den Ortsbürgern von Obermörlen halte ich es für Pflicht, dieſerhalb einige Erläuterungen zu geben. Vor Allem muß ich berichtigen, daß nach mir gewordener Mittheilung Großh. Kreis⸗ baumeiſters, das Schulhaus blos 9000 fl. koſtet; die von mir, in Folge mir gewordener Mitthei⸗ lung von ſehr achtbaren hieſigen Einwohnern, nur ſecundär gemachte Angabe über die Bauſumme beruht ſonach auf einem Irrthum. Uebrigens alterirt die Bauſumme die Sache an und für ſich durchaus nicht. Daß Bürgermeiſtereiſchreiber Burk in der in Nr. 48. d. Bl. von mir angegebenen Zeit ſich mit ſeinem Brodherrn(nach eigner Ausſage Beider) veruneinigt hat, iſt Jedermann dahier bekannt; es gehört daher eine große Portion Frechheit dazu, das Gegentheil behaupten zu wollen. Erſt ſeit ungefähr 10 Tagen iſt Bürgermeiſtereiſchreiber Burk in ſeine Stelle wieder eingefetzt wor⸗ den, nachdem er ſich zuvor mit dem Großh. Bürgermeiſter ausgeſehnt hatte. Was die von mir voriges Jahr erhobene Beſchwerde wegen dem überhand nehmenden Felddiebſtahl anlangt, ſo iſt es eine freche Lüge, wenn dieſer Burk ſagt, ich hätte die hieſige Gemeinde des Frevels beſchuldigt. In dieſer Beziehung berufe ich mich ganz einfach auf die Verhandlungen, welche darüber bei Großh. Regierungscommiſſion entſtanden ſind, woraus man die Richtigkeit meiner Behauptung erſehen kann und auch, wie ich vielmehr geſagt, es ſtünde wohl zu vermuthen, daß Auswärtige den Frevel begangen hätten. Eben ſo wenig, wie ich den hieſigen Gemeinderath in meinem Inſerat vom 16. Juni a. o. der Beſtechung beſchuldigt habe, ebenſo unwahr iſt es, daß ich dieſes bei meiner Aufnahme ſelbſt verſucht hätte. Daß ich das geſetzliche Inferendum nicht nachgewieſen hätte, kann nur ein ſolcher ſchamloſer Menſch, wie dieſer Burk es iſt, behaupten, indem die Acten bei Großh. Regierungs⸗ Commiſſian darthun, daß ich bei weitem mehr, als das vorgeſchriebene Vermögen nachgewieſen habe. Uebrigens iſt es dem Gemeinderath, nach ſeinem Auftreten gegen meine Aufnahme, durch⸗ — 224 aus nicht zuzutrauen, daß ern auf einmal aus Gründen der„Gnade von dem Nachweis des Inferendums abgeſtanden hätte. Zur Würdigung meines Miethperböltniſſes mit Jacob Burk 1. bemerke, icht Das Haus des Jacob Burk II. habe ich um einen hohen Zins gemiethet. Da daſſelbe jedoch nicht in einem wohnlichen Zuͤſtande war, ſo müßten verſchiedene Reparaturen vorgenommen werden, deren Koſten⸗ betrag ich vorgeſtreckt habe. Ob dieſes für Jacob Burk II. Vortheil iſt, ich jedem Unbefangenen zu beurtheilen. Nur Bürgermeiſtereiſchretber Burk ſcheint in ſeiner Unver⸗ ſchämtheit mehr zu wiſſen, als Miethvertrag und Uebereinkunft beſagen. Jacob Burk II. iſt übri⸗ gens wohl des, Leſens und Schreibens kundiger, als gewiſſe andere Herren, die Etwas unterſchreiben, ohne zu wiſſen, was ſienſchreihen, welches ihnen ſpäter unzweifelhaft ſehr unangenehm aufſtoßen wird. Im Uebrigen berufe ich mich lediglich auf meine Anſprache an die Ortsbürger von Obermörlen in. Nr. 48. dieſes Blattes, welche Erklärung ihrem ganzen Inhalte nach ich hiermit ausdrücklich wiedertole und erkläre nochmals den Herrn Lehrer Königs als Urheber des Inserats in Nr. 46, d. Bl., trotz der Verſicherung des Schreibers Burk. „Ii dem Buͤrgermelſtereiſchreiber Burk(angeblich„Lehrer ch wendend, bemerke ich, erachte, mit dieſem Menſchen in die Schr mir zu einer Kritik über ſeinen Lebenswandel und 5 angreift, beſudelt ſich. Uebrigens weiß man, was für ein tief geſun⸗ Mit der Hundspeitſche ſollte ich dieſen Lotterbuben treffen, Jeder ehrbar denkende Mann würde es mir daher höchlichſt ver⸗ nur ein fortgelaufener?!) mich doch wer Sch mütz kener Vogel er iſt. ein allzuerbärmlicher Wicht. doch wahrſcheinlich daß ich es unter meiner Würde anken zu treten. Schreiber Burk würde Charakter nur allzureichlichen Stoff darbieten; wäre er nicht argen, wenn ich mit einem ſolchen niederträchtigen Menſchen, wie dieſer Burk es iſt, mich in einen Streit einließ. Dieſer Schreiber Burk iſt moraliſch unfähig, irgendwie Jemanden die Ehre abſchneiden zu können. Ich werve es daher auch unterlaffen, fernerhin noch Etwas auf Schmähungen von dieſem nichtswürdigen Menſchen gegen mich zu erwiedern, werde vielmehr ſelbige einzig und allein der Beurtheilung des Publikums überlaſſen, wie ich dann überhaupt ein Urtheil über mich und dieſem traurigen Suͤbfeete jedem ehrliebenden Manne getroſt anheim gebe. Obermörlen den 2. Jull 1840. Oswald Riedel. N Gegenerklärung. (1073) Der würdige Gemeinderath von Obermörlen und Herr Lehrer König daſelbſt erklären in Nr. 50. dieſes Blattes, daß ſie, gemachten„Verdächtigungen /, mich verklagt hätten. dei behaupteter„Unſchuld« nichts anderes zu thun übrig. wegen den von mir gegen ſie in Nr. 48. d. Blts. Dem Herrn Lehrer König blieb wohl, Was den Gemeinderath anlangt, ſo erkläre ich, daß dieſe ſeine Erklärung mich freut und mein flaues Zutrauen zu ihm wieder recht ſtark gemacht hat. tigungen /, ſprochen find, gleichzeitig Klage erhoben haben; zu veröffentlichen. 0 Obermörlen den 2. Juli 1849. Hoffentlich wird der löbliche Gemeinderath auch wegen anderer„Verdäch⸗ welche in Nr. 40. dieſes Blattes vom vorigen Jahre und andern Nummern ausge⸗ chen ſind es geht ja in Einem hin. Nur bitte N ſchließlich, ja nicht zu vergeſſen, das Reſultat der gerichtlichen Klage in dieſem Blatte demnächſt Oswald Riedel. Zur Beurtheilung. (107 Herr Rentmeiſter Riedel in Ober⸗ mörlen ſcheint bei den Einwohnern von Ober⸗ mörlen doch nicht für den Mann zu gelten, für welchen ihn der geweſene Lehrer Burk in Obermörlen in Nro, 50. d. Bl. ausgibt. Dafür ſpricht die große Anhänglichkeit und Liebe, womit dem Herrn Rentmeiſter Riedel bei dem geſtrigen Kirchweihfeſt von den hieſigen Einwohnern begegnet wurde. Es wurden ihm vier Ständchen von den hieſigen Jünglingen, unter Begleitung von Muſikchören, gebracht. Von den dabei ausgebrachten Toaſten zeichnete ſich beſondets der eines ſchlichten Jünglings aus, welcher mit den Worten ſchloß: i„Den Rentmeiſter Riedel zu ehren Kann uns Niemand wehren“ Hierauf wurde Herr Rentmeiſter Riedel von den, einen luſtigen Marſch aufſpielenden Muſi⸗ kanten in die Mitte genommen und von der verſammelten großen Menge unter lautem Jubel in den„Grünen Baum“ begleitet, wo er noch⸗ mals auf die herzlichſte Weiſe begrüßt wurde. Dieſer treffende Beweis von Liebe und Ach⸗ tung iſt wohl die beſte Antwort auf den Schmäh⸗ artikel des geweſenen Lehrer Burk. Obermörlen den 3. Juli 1849. Mehrere Orts bürger daſelbſt. Literariſche Anzeigen. Nervenleidende (1078) werden hiermit ganz beſonders auf⸗ merkſam gemacht auf die ſo eben erſchienene fünfte Auflage des allleitig gewürdig⸗ ten Dr. Cernow'ſchen Schriftchens; Dr. Hilton's Nervenpillen. geh. Preis 10 Ngr. Zu beziehen durch C. Bindernagel in Friedberg. (1076) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt ſo eben eingetroffen: Höchſt merkwürdige Viſionen und Träume eines von Gott erleuchteten Hellſehers über Deutſchlands ſchreckliches Loos und herrliche Zukunft. Preis nur 6 kr. Von dieſer merkwürdigen Schrift eines erleuchteten Geiſtlichen wurden bereits 60,000 Exemplare abgeſetzt. Frankfurter Gold-Cours vom 5. Juli. ö fl.] kr. Neue Louisd'or 1106.6 Friedrichsd'or 91537 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 5 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 91 39 Engliſche Souverains 12155 oder nicht, dieſes überlaſſe ich die Herren Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5. Sonntag n. Trinit. den 8. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadrkirche: Herr Candidat Wagner. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Koch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Welcker. lt t pr e i ſ e. c r u ch Gattung. Waizen pr. Malter e 970 erste, Hafer„„. 4. Juli.] 29. Juni. 22. Juni Fried⸗ 1, Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. ft. kr. ft. ir. 2 401.937 8130 6 526 530 755 471425 345 416330 N e i Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. Juli 1849. Regierungsbezirks Friedberg S I dried⸗ Bütz⸗ een prelſe berg. bach. Jb:mee 1 Leib⸗Roggenbrod 3 3 24 1 7 nnen 4 7 7. 3 9 —Milchbrod 1495 1055 Week e eee — Gemiſchte(Tafel-) Brod 145¼ 1% Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch näſtedes 12— 112— are gemäſtetes 9 5 wunde eee 80——— g a iich gemäſtetes 9-8— 1 Rindfſeiſch angemafet 71——— „ Kalbfleiſch* 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11— 111— „ Hammellleiſch⸗ 9— 1 9— „ Schaaflleiſch 1 7— 7— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 14— „Gemiſchte Wurſt 10 fc len „ Bratwurſt 15— 16— „ Schwartenmagen 15— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— 17 Schinken 17— 18— „„ Dörrfleiſch 171 18 „ Schweinenſchmalz, g— ausgelaſſen 24— 24— i unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 24— „[ Hammelsfett 16— 416— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. *