tags 10 Uhr, i der Berftei⸗ 1 Bekungungen ind ladet Lieb Main, auch geſtickte . 1 4. gurt Rug 3 lier, im. t K. n want 1 Pil iN. 50 u t. a Lurnaſtag 70 galtfinden Intelligenz-Vlatt in's Ohr! 5 wir noch zu unſeren Feuern zurückkommen konnten, waren Provinz fuͤr die 1 Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 3. Mai 1849. A 35. Kebensbilder aus dem„fernen Weſten“ Nordamerikas, (Fortſetzung.) „Ueberfallen werden?!..., ſagt der alte Bill Bent; „ſind wir denn nicht Männer und Weiße dazu? Seht nach euren Gewehren, Jungens, und ſchickt'ne ſtarke be— rittene Bedeckung zu den Laſtthieren und haltet die Augen fein offen!“— Und ſobald die Thiere an den Wagen ausgeſpannt ſind, ſchickt der Gouverneur[Chef der Jäger— truppe] eine ſtarke Wache hinaus, ſieben Burſche und dazu noch alte Jungen,'s war ziemlich nah an Sonnenunter— gang, und Bill hatte kaum zuvor Befehl gegeben, die Pferde in den Corral“) zu laſſen. Die Burſchen trieben die Thiere herein, und wir waren alle auf den Beinen, das Vieh einzufangen, da ſchallt's auf einmal hinter der Böſchung am Fluſſe Hauh⸗auh⸗auh⸗auh, und'nen Augen- blick ſpäter gallopirt'ne ganze Rotte Indſchens gerade auf die Thiere zu. Alle Wetter! wie tönte ihr Geſchrei uns Wir ſprangen nach den Gewehren, aber ehe die Indſchens ſchon mitten unter dem Vieh. Ich ſah Ned Collyer und ſeinen Bruder, die bei der berittenen Wache waren, auf die Rothhäute anſchlagen; aber zwanzig Paw— nees umringten ſie, ehe noch der Rauch von ihren Büchſen ſich verzog, und wie der Knäul zerſtob, lagen die beiden Jungen ſchon am Boden und ihr Haar war fort. Nun, unſer Engländer rettete uns das ganze Zugvieh. Er hatte ſeinen Gaul,'nen ächten Büffelrenner, ganz geſattelt und gezäumt hart neben dem Feuer an'nen Pfahl gebunden, und wie er nun ben ſchlimmen Handel ſieht und es gilt, ſchwingt er ſich auf's Roß und reitet mitten unter die Maulthiere hinein, und durch ſie hindurch, feuert ſein Doppelgewehr auf die Indſchens ab, und wirft bei Gott! zwei von ihnen in's Gras. Die Maulthiere, die den heißen Dampf ſchnaubten und vor den Indſchens davonrannen, ſahen nicht ſobald des Engländers Roß, als ſie ihm ſchnur⸗ gerade in den Corral folgten(denn Maulthiere, müßt Ihr wiſſen, laufen hinter einem Pferde her bis in die Hölle), wo ſie in Sicherheit waren. Fünfzig Pawnees kamen ſchreiend hinter ihnen her, aber wir hatten uns mittler— weile fertig gemacht, und Ihr hättet ſehen ſollen, wie wir's ihnen eintränkten. Aber brei von der Wache mußten ebenfalls dran glauben,— wenigſtens waren ihre Maul— thiere verſprengt und trugen ſie hinaus in die Prairie, ) Umzäunter runder Hof für Pferde und Zugvieh. und die Indſchens, die an uns ihr Müthchen nicht gekühlt hatten, machten ſich nun hinter ihnen her. Die armen Teufel ſahen nun ganz elendiglich nach uns um, mit etwa Hundert von dem rothen Ungeziefer auf den Ferſen, die nach ihrem Haar lüſtern waren und wie die Teufel ſchrieen. Der junge Jem Bulcher war der Letzte; wie der nun ſieht, daß das Laufen und Reiten nichts mehr hilft und ſein Stündlein gekommen, ſpringt er von ſeinem Maulthier und ſtellt ſich kerzengerade hin wie ein Hikory⸗Zaunſtecken, winkt uns mit der Hand, zieht die Büchſe an den Backen, läßt auf den erſten Indſchen brechen, der herankommt, und macht ihn zu Fleiſch; aber einen Augenblick ſpäter war auch Er todt, wie'r Euch denken könnt! 5 Wir konnten Nichts für die armen Burſchen thun, denn ehe wir noch uuſere Büchſen laden konnten, waren ſchon alle drei todt und ſcalpirt; fünf von den Unſeren mußten damals in's Gras beißen, und ſieben Indſchens waren Futter für die Wölfe; ohne die vielen Anderen, die wir waidwund geſchoſſen! Je nun, wir verloren unſere ſieben in Allem, und die Pawnees gewannen ein Dutzend Maulthiere, ſag' ich.. 1 Bis hierher ſind wir dem alten Jäger wo möglich mit ſeinen eigenen Worten in ſeiner Erzählung gefolgt, und er hätte uns wahrſcheinlich noch wohlbehalten über die ganzen unabſehbaren Prairien und über den Cotton Wood River, Turkey-Creek, Little Arkauſa, Walnut Creek und Pawnee Fork geführt, bevor die Squaw Chili-pat mit der Nachricht gekommen, daß die Biberſchwänze fertig ſeien. Er hätte uns noch auf die feuerloſe Straße nach den Coons-Creels'(Waſchbären-Flüſſen) geführt, durch ein Meer von Büffelfett ohne das Feuerholz um es zu kochen; hätte den Big River erreicht und, nachdem er an der Croſſing' ldem Punkte wo man überſetzt! die nach Santa Fé beſtimmten Wagen zurückgelaſſen, uns auf Indianer— wegen am Arkanſas hinauf bis nach Bent's Fort, von da nach den Boiling Springs(kochenden Quellen), über die Waſſerſcheide nach dem ſüdlichen Arm des Platte, dann wieder zu den Schwarzen Bergen hinüber gefuuͤhrt, und ſich endlich mit uns bei wohlerhaltenem Schopf in den biber— reichen Thälern des Sweet Water und Cache-la- Poudre, am Fuße der zerklüfteten rauhen Wind-River-Berge ge— lagert,— ja er hätte in ſeinem Yarn gar kein Ende finden können, hätte es ſich nicht ereignet, daß gerade an dieſem Knotenpunkte ſeiner Erzählung, als alle unſre Mountaineers, die Pfeife im Munde, mit unterſchlagenen Beinen um das Feuer hockten und voll indianiſchen Ernſtes — — j Ü— — 154— dem Erzähler zuhorchten,— ein ziſchendes ſauſendes Ge⸗ räuſch durch die Luft pfiff, dem ein ſchmerzhafter aber unterdrückter Schrei von einem der Jäger folgte. 2. Im Nu waren die Bergjäger von ihren Sitzen auf⸗ geſprungen, hatten die immer ſchußfertige Büchſe ergriffen und Jeder von ihnen ſich etliche Schritte jenſeit der vom Feuer beleuchteten Stelle platt auf den Boden niederge⸗ worfen(denn es war inzwiſchen Nacht geworden). Allein nicht ein Wort entſchlüpfte ihnen als ſie ſo, dicht an der Erde liegend, die ſcharfen Augen auf die dunklen Umriſſe des Gebüſches geheftet, in deſſen Nähe das Lager ſich be— fand, mit geſpauntem Hahn auf die Wiederholung des Au⸗ griffs warteten. Sodann erhob der Anführer der Truppe — kein anderer als Killbuck„Hirſchtödter), der alte Trapper, welcher vorhin etliche Abenteuer aus ſeinem Leben in dieſen Prairien erzählt hatte, und deſſen Muth und Geſchicklichkeit auf der Jagd, dem Biberfang und dem Kriegspfade ihn vor Hunderten ſeines Gewerbes bekannt und gefeiert machte— Killbuck, ſag' ich, erhob ſeine hohe lederbekleidete Geſtalt, legte die breite Hand über den Mund und ließ gellend und lange ein indianiſches Kriegs— geſchrei über die abendlich ſtille Prairie hinſchallen. Dieſer Ruf ward augenblicklich durch einen ähnlichen aus der Gegend her beantwortet, wo die zum Lager gehörigen Thiere unter der Hut der Wache grasten, und drei ſchrille Pfiffe beantworteten die Warnung des Führers zum Be— weis, daß die Wache auf ihrer Hut und das gegebene Signal verſtanden wax. Die Indianer ſchienen ſich jedoch mit jener Kundgebung ihrer Gegenwart zufrieden gegeben zu haben; oder der durch einen Pfeilſchuß begangene Act des Angriffs rührte, was noch wahrſcheinlicher iſt, von einem verwegenen jungen Krieger her, der, auf ſeinem erſten Feldzug befindlich, einen unwiderſtehlichen Drang empfand, ſeinen erſten Streich zu führen und ſich ſo ſchon beim Beginne der Feindſeligkeiten auszuzeichnen. Nachdem die Bergjäger noch etliche Minuten vergebens auf eine Erneuerung des Angriffs gewartet, erhoben ſie ſich ins— geſammt und ſuchten die Thiere auf, mit welchen ſie ſo⸗ fort in's Lager zurückkehrten. Nachdem ſie dann die Thiere ſorgſam gefeſſelt und an Pfähle gekoppelt hatten, die man zuvor ſchon feſt in den Boden getrieben, ſtellten ſie noch eine weitere Wache auf, unterſuchten das nahe Dickicht, und ſetzten ſich dann wieder, ihre Pfeifen anzuͤndend, in die Runde um's Feuer und dampften das würzige Kraut ſo gemüthlich und im Frieden, als gäbe es auf tauſend Meilen weit um's Lager kein Geſchoͤpf wie ſo eine blut— dürſtige Rothhaut. ö „Wenn's je ſchlimme Indſchens auf dieſen Ebenen gab,“ brummt endlich Killbuck und biß ärgerlich hart auf ſe ine Pfeifenröhre,„ſo ſind's dieſe Rapahos, und doch ſind ſie noch die erbärmlichſte Race dazu!“ „Können's noch lange nicht mit den Schwarzfüßern aufnehmen!“ ſagte La Bonté, vom Nellow-Stone-Lande, und ein ſchmucker wackerer Burſch von Mountaineer. „Uebrigens kann Einer von Euch ſich fetzt die Mühe nehmen, dieſen Pfeil aus meinem Rumpf zu ziehen,“ ſetzte er hinzu, ſich nach dem Feuer vorlehnend, und zeigte einen Pfeil, der ihm unter dem rechten Schulterblatt ſteckte, und einen Blutſtrom, der aus der Wunde über ſeine Jacke aus Hirſchhaut herabträufelte.— Sein nächſter Nach⸗ bar verſuchte es; als er aber nach einem herzhͤften Zug gefunden, daß er„nicht gehen wollte,“ gab er ſeine An⸗ ſicht dahin kund, die ſchaͤdliche Waffe müſſe wahrſchein⸗ lich herausgeſchnitten werden. Dieß ward denn ſofort auch mittels der groben Klinge eines Scalpirmeſſers be⸗ werkſtelligt, eine Handvoll Biberwolle ſtatt der Charpie auf die Wunde gelegt und mittels eines Streifens roher Hirſchhaut um den Körper herum feſtgebunden, worauf der Verwundete kaltblütig ſein Jagdhemd wieder anzog, ſich auf ſeine Ferſen hockte, die Pfeife wieder anzündete und, mit der ſchußfertigen Büchſe ſammt geſpanntem Hahn quer über dem Schooße, ruhig weiterrauchte. (Fortſetzung folgt.) Markt- Bericht. Friedberg, am 2. Mak 1849. Dr 0 Aufgefahrenſ Verkauft i 5 Gattung. wurden wurden Mis tense is (Mltr.)(Mltr.) fl. aa Waizen 5 2 8 Sorn„ e nd 11 + 5 31 Gerſte* 10 3 4 19 N NN 6 2 3 20 Grbſen.. 4———— Kartoffelnn—— 65 1 50 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Bekanntmachung. (653) Montag den 7. Mai und die folgen⸗ den Tage, von Morgens 9 Uhr an, werden in bieſigem Rathhauſe diefenigen Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben und nicht renovirt, auch nicht ausgelöſt ſind, mit dem Anfügen melſtbietend verſteigert, daß Mittwoch den 2. Mai das Pfandhaus geſchloſſen wird und können nur bis zu dieſem Tage die Pfänder ausgelöſt und reuovirt werden. Friedberg am 18. April 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weine Bekanntmachung. (55) Die Gr. Herren Bürgermeiſter werden im Intereſſe ihrer Gemeinde- Angehörigen er⸗ ſucht, bei Ausſtellung von Bürgſcheinen zum G50 von Braunkohlen auf Eredit von dem Gr. Dorheimer Braunkohlen-Bergwerk auf die erlaſſene Bekanntmachung vom 12. September 1848 in dieſem Blatte, Inſerat 1252, die nö⸗ thige Rückſicht zu nehmen, und namentlich noch durch die Schelle bekannt machen zu laſſen, daß ein neuer Bürgſchrin nur dann gültig auf hieſigem Bergwerk angenommen werden wird, wenn der Einleger die Bezahlung einer älteren, bereits fäl⸗ lig geweſenen Schuld durch Vorlage der Quittung nachzuweiſen vermag. Zugleich wird weiter beſtimmt, daß die auf einem Bürgſchein verzeichneten Braunkohlen läugſtens vier Wochen vor Ablauf des Credittermins abgefahren ſein muͤſſen, indem ſpater deine Abgabe von Braunkohlen auf einen ſolchen Bürgſchein mehr erfolgen kann. Diejenigen Braunkohlen-Conſumenten des hie⸗ ſigen Bergwerks, die das Vorſtehende angeht, werden auf die ſtrenge Beobachtung des Vor⸗ ſtehenden ausdrücklich aufmerkſam gemacht, da⸗ mit ſie nicht in die Unannehmlichkeit verſetzt wer⸗ den, mit loerem Geſchirr zurückfahren zu müſſen. Dorheimer Bergwerk und Friedberg am 18. April 1849. Der Gr. Berginſpector Der Bergrentmeiſter . ee Bekanntmachung. (709) Die Benutzung des Graſes an den Böſchungen und in den Gräben der Staats⸗ ſtraßen des Baubezirks Friedberg pro 1849, wird in folgenden Terminen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert: 1) In Niedermörlen Montag den 7. Mai —— 5——— 4 J. J., Vormittags um 10 Uhr, im Gaſt⸗ haus zum Löwen vom J. und II. Bau⸗ aufſehersbezirk. 0 2) In Friedberg Dienſtag den 8. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Hieronlmus vom III. Bauaufſehersbezirk. 8 3) In Niederwöllſtadt Mittwoch den 9. Mai I. J, Vormittags um 10 Ühr, bei Hrn. Gaſtwirth Puth vom IV., V., VI. und VII. Bauaufſehersbezirk. 4) In Niedermoxſtadt Donnerſtag den 10. Mai l. J., Vormittags um 11 Uhr, auf dem Rathhaus vom X. Bauaufſehers⸗ bezirk. 5) In Büdingen Freitag den 11. Mai l. J., Vormittags um 9 Uhr, bei Herrn Gaſt⸗ 1750 Walz vom XII. Bauaufſehers⸗ ezirk. 6) In Lindheim Freitag den 11. Mai l. I, Nachmittags um 1 Uhr, bei Herrn Gaſt⸗ wirt) Koch vom IX. und XI. Bauauf⸗ ſehersbezirk. 7) In Altenſtadt Samſtag den 12. Mai l. J., Vormittags um 9 Ühr, bei Herrn Gaft⸗ dean Holzapfel vom VIII. Bauaufſebers⸗ ezirk. 8) In Obereſchbach Dienſtag den 15. Mai l. J., Vormittags um 11 Uhr, bei Herrn dieſen Ebenen lich hart f und doch ſind Schwarffüßern Stone⸗dande, Maountaineer. ißt die Mühe ehen, ſetze id zeigte einen att ſteckte, und et ſeine Jacke naͤchſter Nach⸗ ſten Zu der bun d ſe wahrſchein⸗ d denn ſofort rirmeſſers be⸗ t der Charpie treifens roher uden, worauf wieder anzog, der anzündete vanntem Hahn t. — Mittelpreiſt 1. 6. — 50 31 20 del. 1. Vauaufſchel Gaſtwirth Fritzel vom XIII. Bauauf⸗ ſehersbezirk. Friedberg den 29. April 1849. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (710) Samſtag den 12. Mai l. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr ſollen auf hieſigem Rathhauſe zur Erbauung eines Magazins auf dem Bahn⸗ hofe dahier nachbezeichnete Arbeiten an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord gegeben werden; 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 251 fl. 28 kr. 2) Steinhauerarbeit„ 16„ 52. 3) Zimmerarbeit„„ 290„ 5„ 0 Dachdeckerarbeit=„ 282„ 16„ 5) Schloſſerarbeit„„ 100„22„ 6) Schreinerarbeit 7 2 7) Glaſerarbeit„„ 43„ 11„ 8) Weißbinderarbeit„ 141 4 9) Die Lieferung von 6600 Backſteinen 85„ 48„ 10) Die Lieferung von 2,08 Kubikklafter Sand 72 7 48„ Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen vom 10. Mai an auf dem Büreau des Unlerzeichneten zur Einſicht bereit. Friedberg am 26. April 1849. Der Großh. Heſſ. Sectlons-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (7110 Dienſtag den 8. Mai l. J. Vormit⸗ tags 9 Uhr ſoll auf hieſigem Rathhauſe die Handarbeit zum Einfriedigen der Bahn veran⸗ ſchlagt zu 333 fl. 20 kr. unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in rd vergeben werden. Friedberg den 26. April 1849. i Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Frucht Verſteigerung. 2 Freitag den 11. Mai, Nachmittags 9225 155„ werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds 50— 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte, meiſtbietend verſteigert. ö Friedberg den 30. April 1849. 0 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits-Verſteigerung. (125) Dienſtag den 8. Mai, Nachmittags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die bauliche Einrichtung der Kleinkinderſchule in dem Auguſtiner⸗Schulgebäude, beſtehend in Zimmer⸗, Maurer⸗, Schreiner-, Schloſſer⸗ und Weißbin⸗ derarbeiten und Anliefern von 1000 Stück vehm⸗ ſteinen, an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg am 1. Mai 1849. ö Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (126) Freitag den 11. Mai, Vormittags um 10 1 wollen die Chriſtian Müller'ſchen Ehe⸗ leute in hieſigem Nathhauſe ihre Grundſtücke, in hieſiger Gemarkung gelegen, freiwillig an die Meiftbietenden verſteigern, ſodann die Begraſung eines in dem Roſenthal liegenden Gartens für das Jahr 1840 verpachten laſſen. Friedberg den 3. Mai 1849. 0 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben dex. Hofraithe⸗Verſteigerung. (127) Auf Anſtehen der Frau Anton Nern Wilfiwe wird Freitag den 11. Mai J. M., Mor⸗ 1 — 155— s um 10 Uhr, in 115 Rathhauſe ihre, in der Engelsſtraße befindliche Hofraithe meiſt⸗ bietend verſteigert. 5 Friedberg den 3. Mal 1849. Ju Auftrag: a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wen d en Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (728) Nachſtehende Arbeiten ſollen Freitag den 11. Mai l. J. Vormittags 10 Uhr auf dem Sektionsbüreau zu Vilbel durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtnehmenden in Ak⸗ kord gegeben werden;: A. Zur Uleberbrückung des Gerlingsgrabens in der Gemarkung Kloppenheim. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 275 fl. 6 kr. 2) Steinhauerarbeit„ 1111% 22 3) Zimmerarbeit„. 13% 27 9 B. Zur Erbauung eines Durchlaſſes auf der N Berkersheim Vilbeler-Grenze. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 461 fl. 4 kr. 2) Zimmerarbeit„„ 601 33„ Pläue, Voranſchläge und Steigbedingungen können auf dem Sektlons⸗Büreau zu Vilbel eingeſehen werden. Friedberg den 30. April 1849. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (729) Samſtag den 12. Mai d. J. Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Legen der Schwellen und Schienen in der Sek⸗ tion Friedberg, veranſchlagt zu 2091 fl. in zwei Looſen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden, un⸗ ter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Akkord gegeben werden. Friedberg den 30. April 1849. Der Großh. Heſſ. Sections- Ingenieur der Seclion Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (730) Dienſtag den 8. Mai, Vormittags 9 Uhr, ſoll die Perſtellung und das Einſäen der Böſchungen am Damm und Einſchnitt in der Gemarkung Gambach, veranſchlagt zu 396 fl., an die Wenigſtfordernden an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Arbeitsſtelle im Gambacher Wald. Butzbach am 25. April 1849. Der Gr. Heſſ. Sections- Ingenieur Eicke meper. Arbeits ⸗Verſteigerung, (730 Montag den 7, d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Billaſch zu Fauerbach II. nachſtehende Arbeiten und Lie⸗ ferungen an die Wenigſtfordernden verſteigert werden: a) Bei Anfertigung eines Schinderkarrns für die Gemeinde Fauerbach II. 1) Wagnerarbeit veranſchl. zu 22 fl.— kr. 2) Schmiedearbeit„ 1 3) Weiß binderarbeit F b) Bei Erbauung einer Halle zur Aufbewahrung dieſes Karrns. 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 18 fl. 7 kr. 2) Zimmerarbeit„„ 59% 24% 3) Dachdeckerarbeit„„ 23„ 19„ 2 4) Schreinerarbeit„„ 14% 20% 5) Schloſſerarbeit„„ 8„ 1 6) Weiß binderarbeit„„ 4% 40„ 7) Das Anliefern von 0,2 Cbklfir. Mauer⸗ ſteinen, 4 Bütten Kalk, 0,2 Coklftr. Mauerſand und 2500 Stück Lehmſteine. Friedberg am 1. Mai 1849. Ae: Gatzert, Bauaufſeher. Immobilien Verſteigerungg (732). Mittwoch den 13. Junt d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, kommen die zur Concursmaſſe des Steiger Schiffmann und deſſen Ehefrau Fran⸗ ziskta, geb. Becker, von Dornaſſenheim gehören⸗ den Immobilien, beſtehend in einem einſtöckigen Wohnhaus und 53 Ruthen 12 Schuh Hofkraithe und Gartenland, im Werth von 1198 fl., auf tem Rathhauſe in Dornaſſenheim zur öffent⸗ lichen Verſteigerung. Reichelsheim den 1. Mai 1849. Herzogl. Naſſ. eee v. Preuſche! Bekanntmachung. (733) Dienſtag den 8. Mal, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem ehemals Fürſtl. Lich'ſchen Hofe dahier drei Scheuern, welche verſchiedener Größe und noch in ganz gutem Zuſtande ſind, ſowie die Stallung, auf den Abbruch meiſtbietend verkauft werden. Sodann ſollen circa 120 laufenden Fußes ſteinerne Krippen ebenfalls dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Rockenberg den 28. April 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Streu Arbeits ⸗Verſteigerung. (73) Einer höbern Verfügung zufolge, ſoll in Schwalheim eine neue Kirche erbaut werden. Zur Veraccordirung der Bauarbeiten iſt Termin auf den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, in Schwalheim, im Gaſthaus zum heſſiſchen Hof, anberaumt. An dieſem Tage wird der Abbruch der alten Kirche und ſodann vorerſt die Maurere, Steinhauer-, Zimmer- und Dachdeckerarbeit in Accord gegeben werden. Der Bauplan und die Koſtenüberſchläge kön⸗ nen auch ſchon vorher bei dem Unterzeichneten eingeſehen werden. i Dorheim den 1. Mat 1849. Engel, Pfarrer. Bekanntmachung. (785) Das am 20. v. M, im hieſigen Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Bachſprünge, verſtelgerte Buchen⸗Werkholz iſt genehmigt, welches zur Kenntniß der Steigerer gebracht wird. Altenſtadt den 2. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter n Knee in gr. (736) Die Gr. Heſf. Diſtricts⸗Einnehmerei Altenſtadt befindet ſich nunmehr wieder hier, welches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht wird. i Altenſtadt den 1. Mai 1849. Der Gr, Heſſ. Diſtriets⸗Einnehmer Ga min ba, Privat ⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (697) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich im Decorationsmalen, im Lackiren und Vergolden; insbeſondere im Schreiben und Malen von Kreu⸗ b und Schildern und verſpricht prompteſte edienung. 1 Friedberg im April 1849. W. Zimmermann, wohnhaft im Gaſthaus zur Traubt auf der Ludwigsſtraße. A uz. eigne. Noc (187) Friedrich Schleuning, Ladwigs⸗ ſtraße in Friedberg, hält für den Sommer roße Auswahl von Röcken, Hoſen, eſten und Jacken, dabei auch Kinder⸗ kleider in verſchiedenen Quglltäten und mo⸗ dernſter Fagon zu den billigſten Preiſen. — 486— . allgemeine age ee eee Gelege für Deutſchland zu Caſſel. (6 60 Dieſe auf Gegenſeitgket begründete, mit Korporations⸗Rechten berſebene, von einem Ge⸗ 0 ee kontrolirte und einem landesherrlichen Commiſſär beaufſichtigte Anſtalt, verſichert Kartoffeln, Rüben, Runkeln, Kohlarten, Hackfrüchte und Futtergewächſe zu 175 Procent. Halm⸗ und Hülſenfrüchte 7 15 0 Oel⸗ und Handelsgewächſe„ 1„ Wein und Obft Tabak und Hopfen 22 1 5 f 3 Staluten derſelben, ſowie Saatregiſter und Reverſe ſind bel dem ansetzen Agenten unentgeltlich zu haben, bei welchem auch der Rechnungs-Auszug des vorigen Jahres eingeſehen werden kann und der auch bereit iſt, jede weitere zu wünſchende Auskunft und Anleitung zum Ver⸗ ſſchern zu geben. Friedberg den 25. April 1849. Heidt, Agent. Ein vollſtändiges Logis (788) iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. Konrad König. 3 u m Vermiethen. (739) Ein Logis, welches den 1. Juli d. J. bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg. Heinrich Damm. Zum Vermiethen. (70) Ein vollſtändiges Logis hat zu ver⸗ miethen. N a, 1 auf dem Haugk. 3 um Verkaufen. (A1) Mein auf der Ludwigsſtraße Nr. 411, neben Herrn Ludwig Kreuder, gelegenes Wohn⸗ haus bin ich geſonnen aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Friedberg den 5. Mai 1849. 5 Johannes Heil, Schneidermeiſter. Friſch gebrannter Kalk, (720 die Bütte zu 1 fl. 20 kr.„ iſt täglich zu haben bei Friedrich Strauch in Bönſtadt. ie e. (113) Friſcher„ kräftiger Schäferguß, die Maas zu 8 kr., iſt wieder vorräthig in der Tabaksfabrik von Friedberg den 30. April 1849. Morell und Hertwig. An eg e. (JAA) Ich bringe hiermit zur Kennntniß, daß ich das von mir betriebene Weißbinderge⸗ ſchäft an meinen Sohn Karl abgetreten habe und bitte, das mir ſeither erwieſene Vertrauen auf denſelben übertragen zu wollen. Friedberg im Mai 1849. Katharina Hieronimus, Wittwe. Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, mache ich noch die ergebenſte Anzeige, daß ich bei Herrn Jacob Wien, Schuhmachermeiſter in der Metzger⸗ gaſſe Nr. 295 wohne und bitte um geneigten Zulpruch. Friedberg im Mai 1849. Carl Hieronimus, Weißbindermeiſter. Ankündigung. (745) Guter reingehaltener Pfälzer Wein wird in verſchiedener Auswahl zu 16, 18, 20 und 24 fl. per Ohm, ſowie auch guter rother Ober. Ingel⸗ heimer Wein billigſt abgegeben Dönges⸗ gaſſe Nr. 6 neu(alt H Nr. 163) im Hofe in Frankfurt a. M. Abendunterhaltung des Muſikvereins. (146) Sonntag den 6. d. M., Abends um 9 Uhr, im Gerlach ſc Saale. Der Vorſtan d. Anzeige. (747) Ich zeige hiermit an, daß ich Pickel⸗ hauben, von Leder und feuervergoldet, das Stück zu 13 fl. 30 kr., von Filz, das Stück zu 12 fl. 48 fr. und Kuppelſchlöſſer das Stück zu 36 kr. verfertige. Zugleich kann ein Gürtler- und Drehergehülfe dauernde Beſchäftigung finden, ſowie ein junger Menſch, welcher gut erzogen iſt, in die Lehre aufgenommen werden. Friedrich Lang, Metalldrücker. Die Gartenwirthſchaft (Jus) wird bei günſtiger Witterung nächſten Sonntag eröffnet, welches einem geehrten Pu⸗ blikum ergebenſt anzeigt aer k Mö te ul. i (79) Sonntag den 6. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten Tanzmuſik anzutreffen, wozu höf⸗ lichſt einladet 1 II. den 2. Mai 1849. J. Nei ſel. Einladung. (7500) Sonntag den 6. d. M. wird bei gün⸗ ſtiger Witterung meine Gartenwirthſchaft durch gut beſetzte Harmonie⸗ Muſik eröffnet und wird an jenem Tage ein ſehr guter Borsdorfer Aepfelwein und ein ſehr gutes, nach baieriſcher Art gebrautes Lagerbier in Zapf genommen. Nauheim im Mai 1849. D. UF i' 5. Guſtav⸗Adolfverein. (751) Die jährliche Hauptverſammlung des Zweigvereins der evangeliſchen Guſtav⸗Adolf⸗ ſtiftung in den nunmehr zuſammengetreteien Dekanaten Hungen und Laubach ſoll Mittwoch den 9. Mai, Vormittags 10 Uhr beginnend, in der Stadttirche zu„Laubach gehalten werden. Mitglieder und Freunde des Vereins werden zu zahlreicher Theilnahme hiermit freundlichſt eingeladen. Im Auftrage des Vorſtands: R. Möbius, Secretär des Vereins. Gegenfrage und Antwort zu Nr. 723. (1752) Worin hat die ärztliche Hülfleiſtung beſtanden, und welches iſt der Beweis, daß eine ſolche nöthig war? Wenn es übrigens dem Anfragenden in Nr. 723 nicht um öffentliche Anſchwärzung, ſondern Beantwortung ſeiner Frage zu thun iſt, ſo wende er ſich mit derſelben unter Angabe des Sachverhalts direct an die betreffende Schulbehörde. Holzhauſen den 7 Mai 1849. . Kol b. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Cantate den 6. Mai 1849. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Groh. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Fruchtpreiſe. 5 1 2. Mai. 27. Apr. 19. Apr. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 0 1 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 850 9 1318120 Korn 1 550 10 5 57 5 25 Gerſte„ 331 430 4 4 Hafer„ 3.20 3341 2.45 Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Mai 1849. = 5 2 g Fried⸗ Buß⸗ i Brod⸗Preiſe. berge bach. kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 24 1421 1 2 7 r 6 4 2 4 2 44„ 5 8 3 9— a th.“ th. — Milchbrod 15/1 5% — Waſſerweck 15% 1 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 12— 124 ag; gemäſtete 9— 9— 1 Käbfleiſc ungemaftetes 8— 421— „ Ri N gemäſtetes 8— 8— Rindſtelſch ungemäftet 17—— 1— „ 1 6— 6— „ Schweinenfleiſch 116— 111— „ Hammelfleiſch 8 3 4 8 „ Schaaffleiſch 7— 7— „Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 15— 16— „ Schwaxtenmagen 15— 16— „ ee e Speck 24— 24— „Schinken 17— 18— „ Doörrfleiſch 17— 18— „ Schweinenſchmalz,. ausgelaſſen 24—24— unausgelaſſen 20— 20 „Nierenfett 24.— 24— „„IHammelsfett 16— 16— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungs bezirks Friedberg Duo r enn Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. e