a Somtag dn ie Parmond z anzutreten, u und den 700 ine per: ic meine det * Intelligenz-VDla fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 189. M 60. 0 a— Negierungsblatt⸗Auszüge, Nr. 35 enthält 1) Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der Staats⸗ ſchulden⸗Tilgungs⸗kaſſe⸗Rechnung für 1846.— 5) Dienſt nachrichten. Durch allerh. Entſchließung vom 21. April wurden dem Geheimenr. Ludwig die von ihm ſeither proviſoriſch verſehenen Directorialgeſchüfte bei der Colle⸗ gial⸗Prüfungscommiſſion für das Finanz- und techniſche-Fach nunmehr wirklich übertragen und der Oberforſtrath Eduard v. Stockhauſen zum Mitgliede derſelben beſtellt. Am 28. April wurde der Calculator bei der Hauptſtaatskaſſe, Feldel, zum Buchhalter, der Acceſſiſt bei der H.⸗ St.⸗C., Hahn, zum Calculator und der ſeither zum Acceß bei der H. St⸗C. zugelaſſene Franz Becker zum Acceſſiſten bei derſelben ernannt; ferner der Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte zu Schotten Pilger in gleicher Eigenſchaft an das Landgericht zu Altenſchlirf und der Aſſeſſor m. St. bei dem L.⸗G. zu Altenſchlirf Ceßner in gleicher Eigenſchaft an das L ⸗O. zu Schotten verſetzt, ſodann der Aſſeſſor m. St. bei dem L.-G. zu Grünberg Bott zum Aſſeſſor m. St. bei dem St. ⸗G. zu Gießen und der H.⸗Ger.⸗Secr.⸗Acceſſiſt Bötticher zum Aſſeſſor m. St. bei dem L⸗G. zu Grünberg ernannt. Am 3. Mai wurde dem Pfarr⸗ gehülfen Fuchs zu Worms die evang. Pfarrſtelle zu Horrweiler, Reg.⸗B. Mainz, übertragen. Am 9. wurde der von den Obervorſtehern des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds auf die erledigte Stelle eines Hauptrechners des genannten Fonds präſentirte Rechnungsreviſor Strek⸗ ker dahier für dieſe Stelle beſtätigt. Am 10. Mai wurde dem Schul⸗ lehrer Veith zu Kirchbrombach die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Ber⸗ ſtadt, Reg.⸗Bez. Nidda, übertragen; ferner der Calculatur-⸗Acceſſiſt Backe dahier zum Regiſtrator bei der Oberforſt⸗ und Domänendirection ernanntz endlich dem Pfarrer Koch zu Mainz, die kathol. Pfarrſtelle zu Sulz⸗ heim, R.⸗B. M. übertragen. Am 11. wurde dem Schulvicar Mitze zu Rüchenbach die evang Schullehrerſtelle zu Friebertshauſen und Ruͤchen⸗ bach, R.⸗B. Biedenkopf, und dem Schulvicar Fauſt zu Pfungſtadt, Reg.-Bez. Heppenheim, die 7, evang. Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen. 6) Dienſtentlaſſung. Am 9. Mai wurde der Werkmeiſter bei dem Centralbahnhofe der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn dahier, Chriſtmann, ſeines Dienſtes entlaſſen.— 7) Erledigt ſind: die 3. kathol. Schul⸗ lehrerſtelle zu Koſtheim, Reg.⸗Bez. Mainz, mit jährl. 247 fl. einſchließ⸗ lich der Entſchädigung für Heizung des Schullocals. 8) Geſtorben ſind: am 2. April der Schullehrer Völſing zu Allendorf, Reg.⸗B. Gießen; am 3. der penſ. Schullehrer J. Schnellbacher zu Lützelwiebelsbach, Reg.⸗B. Erbach; am 16. der evang. Pfarrer Neuenhagen zu Schaaf⸗ heim, Reg.⸗B. Dieburg; am 19. der Hoſpitalarzt, M.⸗R. Dr. Ame⸗ lung zu Hofheim; am 1 Mai der evang. Pfarrer, Kirchenrath Hacker zu Partenheim, Reg.⸗B. Mainz; am 8. der evang. Pfarrer Neun zu Wolf, Reg.⸗B. Nidda. Nr. 36 enthält Verordnung, Beſchränkungen der Volksverſamm⸗ lungen betr. Nr, 37 enthält Verordnung, Verkündigung des Kriegsrechts betr. Nr. 38 enthält 1) Verordnung, die Vorbereitung zu dem Dienſte eines Friedensgerichts⸗ oder Polizeigerichtsſchreibers oder eines Gerichts⸗ boten in der Provinz Rheinheſſen betr.— 2) Bekanntmachung, die Wahl der Geſchworenen für das Jahr 1850 in der Provinz Starkenburg betr. Nr. 36 enthält 1) Bekanntmachung, Veränderung in den Gemar⸗ kungsverhältniſſen der Gemeinde Wetterfeld betr.— 2) Bekanntmachung, die Aufbringung der Bedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemeinde zu Offen⸗ bach für 1849 betr.— 3) Bekanntmachung, die Reſultate der Verwal⸗ 1 Sonnabend den 1. Auguſt tung der allgemeinen Schullehrer⸗Wittwenkaſſe für das Großherzogthum Heſſen vom Jahr 1847 betr.— 6) Nachtrag zu dem in Nr. 10 des Regie⸗ rungsblatts bekannt gemachten Verzeichniß des bei dem Betrieb der Main⸗ Neckar⸗Elſenbahn von Seiten der Großh, Heſſiſchen Regierung angeſtellten Perſonals.— 7) Dienſtnachrichten. Am 14. Mai wurde der Hof⸗ gerichts⸗Secretariats⸗Aceeſſiſt Dr. Stüber von Darmſtadt zum Aſſeſſor mit Stimme bei dem Stadtgerichte daſelbſt ernannt. Am 19. wurde der Apothecker Dr. Winckler dahier zum Aſfeſſor und zweiten außeror⸗ dentlichen pharmaceutiſchen Mitglied bel dem Mediceinaleolleg, jedoch nur mit Stimme in pharmareutiſchen Angelegenheiten ernannt, und wurde dem Pfarrvikar Kammer zu Angersbach die evang. Pfarrſtelle zu Dorn⸗ dürkheim, Reg.⸗Bez. Mainz, übertragen. Am 21. wurde dem Schul⸗ vicar Birkenhauer zu Niederwieſen,. Mainz, die Lehrerſtelle an der dafigen Gemeindeſchule übertragen. Am ſtkatswundarzt Fauſtmaun zu Romrod die Phypfikatswundarztſtelle zu Nidda verliehen.— 8) Concurrenzeröffnungen. Exledigt ſind: die evang. Schullehrerſtelle zu Oberau, Reg.⸗Bez. Friedberg, mit jährl. 196 fl. 36 kr.; die evang. Schullehrerſſelle zu Oppenrod, Reg.⸗Bez. Gießen, mit jährl. 275 fl. 31 kel, einſchließlich der Entſchädigung für Heizung des Schullorals; die Phyfikatswundarztſtelle für den Bezirk Romrod. Nr. 40 enthält das(Reichs⸗) Geſetz, die Ausführung der allge⸗ meinen deutſchen Wechſelordnung im Großherzogthum Heſſen betr. Nr. 41 enthält 1) Bekanntmachung über einige Abänderungen in dem Geſchäftsgang der Miniſterien: Seine Königliche Hoheit der Großherzog wollen die Stagtsverwaltung, ſoweit es ohne Beeinträchtigung weſentlichet Zwecke geſchehen kann, vereinfachen. Um zunächſt durch eine größere Vereinigung der Miniſterien allſeitige Berathung und Erleichte⸗ rung des Geſchäftsganges bei denſelben herbeizuführen, hierdurch zugleich die Einheit in der Haltung und die gegenſeitige Ergänzung der Kräfte in der Regierung zu fördern, haben Höchſtdieſelben Folgendes zu verord⸗ nen geruht: Für alle wichtigeren Gegenſtände— wozu unter anderen gehören: Geſetzesentwürfe, Zweifel über den Sinn eines Geſetzes, all⸗ gemeine Vorſchriften, Inſtruktionen, Anſtellungen zu höheren Stellen,— treten die vier dermaligen Civil⸗Miniſterien zu einem Geſammt⸗Miniſte⸗ rium zuſammen, das bei Vorträgen an Seine Königliche Hoheit den Großherzog gemeinſchaftlich zu berichten hat. Die Vorbereitung dieſer Gegenſtände, ſowie die Erledigung der minder wichtigen, verbleibt jedem einzelnen betreffenden Miniſterialdepartement. Daher find die einſchlagen⸗ den Schreiben der Behörden und die Eingaben nach wie vor an daſſelbe zu richten, und die Antworten hierauf gehen von ihm allein aus. Dieſe allerhöchſte Entſchließung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Darmſtadt, am 10. Juni 1849. Großherzoglich Heſſiſches Staatsmini⸗ ſteruum. Jau p.— 2) Dienſtnachrichten: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben geruht, durch allerhöchſte Entſchließungen vom 10. Juni den Juſtizminiſter Joſeph Aloys Kilian ſeiner Stelle als Miniſter der Juſtiz zu entheben und denſelben, ſeinem Wunſche gemäß, zum Ge⸗ neral⸗Staatsprocurator am Oberappellatious⸗ und Caſſationsgericht in deſſen Eigenſchaft als Caſſationshof zu ernennen, ſodann den General⸗ ſtaatsprocurator am Oberappellations⸗ und Caſſationsgerichte Friedrich Weiß in ſeiner früheren Aneiennetät an das Oberappellatlons⸗ und Caſſationsgericht als Mitglied und Rath zu verſetzen und den Subſtituten des General⸗Staatsprocurators bei dem Obergerichte zu Mainz. General⸗ advokaten Dr, Damian Creve zum Miniſterialrath bel dem Miniſterium der Juſtiz zu ernennen. 22. wurde dem Phy⸗ — 254— Ein Kampf um Leben und Tod. 0 (Fortſetzung.) Er ging mit dem Kinde auf dem Arme nach der Küche zu ſeiner Frau, mit der er ſeit geſtern Abend kein Wort gewechſelt hatte. a „Biſt bald fertig?“ fragte er. „Ich habe nur zwei Hände!“ antwortete ſie barſch. Sie war noch unwillig vom geſtrigen Abend her und glaubte Stephan ſei unwillig. Dieſer aber fragte in mildem Ton: 1111 „Kann ich Dir nichts helfen?“ N Margret horte Nichts von dem milden Tone und agte: 98 4 5 1„Nein! geh' Du nur wieder in die Stube. Die Männer ſind einem nur im Weg in der Küche. Hörſt Du, wie das Kind ſchreit? Geh doch, ich kann nicht an zwei Orten auf einmal ſein.“— Stephan gehorchte, aber voll Ingrimm; er dachte, er ſei doch ſo liebreich geweſen und ſei ſo hart behandelt worden; er vergaß, daß ſeine Frau nicht ahnen konnte, was in ihm vorging, und daß er ihr ja eigentlich nichts eſagt. 0 Wunderbar! Wenn die Menſchen in Zank und Streit gerathen ſollen, da werden die Zaghafteſten beredt; wenn es aber gilt ein Liebeswort, ein verſöhnendes zu ſagen, da krümmen und winden ſie ſich wie Stotternde, oder mei⸗ nen gar, der Andre müßte von ſelbſt ihnen in's Herz ſchauen und wiſſen was darin vorgeht. Stephan wiegte zornig das Kind, das mit geſchloſ⸗ ſenen gegen die Bruſt gehobenen Händchen bald feſt ſchlief, bis er merkte, daß er es faſt auf den Boden warf und hielt inne. Er war doppelt ärgerlich, denn ihn hungerte. In den leeren Magen läuft gerne die Galle über; Du fannſt das in der Stunde vor der Eſſenszeit merken, und dieſe Stunde dehnt ſich bei den Armen, Unglücklichen oft zum ganzen Tage aus. Darum erklärt es ſich auch leicht warum ſie ſo oft von Kleinigkeiten gereizt werden und einander noch peinigen. Die bitterſte Frucht der Armuth iſt leider oft der Unfriede mit ſich ſelber und mit den nächſten Angehörigen. Voll Aerger harrte Stephan des Abendeſſens. Zwar lag noch ein Stück Brod in der Tiſchlade; er betrachtete es prüfend und legte es wieder ungeſchmälert an ſeinen Ort. Morgen war erſt Samſtag, und vor Sonntag ging es nicht, daß man wieder Brod kaufte. Endlich brachte Margret den Topf voll geſottener Kartoffeln, ſchüttete ihn auf den Tiſch aus und ſtellte Salz daneben. Dann faltete ſie die Hände und ſprach das Tiſchgebet; Stephan betete leiſe nach. Aber was iſt das für ein Beten, während man gegen ſeinen Nächſten, deſſen Andachtsworte man mit ihm auf der Zunge hat, Groll im Herzen hegt? Wie kann ſich die Seele zu dem Höchſten erheben, belaſtet von ſolcher Bürde? Wird da das Beten nicht bloſes Maulwerk und Litanei? l Freilich ſagſt Du, wenn man allen Menſchen das Beten verſagen wollte, die noch gegen ihre Nebenmenſchen verſchloſſen und hart ſind, da wuͤßten viele Lippen ſchon lange nicht mehr wie man Amen ſagt, und auf den Kir⸗ chenbänken läge jähriger Staub! Aber denk' einmal darüber nach, ob man ein Recht hat die Hände zu falten,'ſtatt ſie aufzumachen und dem Andern zu reichen, zur Verſöhnung und Hülfeleiſtung.— Nun aber wollen wir unſeren beiden Leutchen beim Abendeſſen zuſchauen; man beißt ja vom Zuſchauen kein Stück ab. — Es geht ſtill her, denn Niemand will ein Wort reden. Das kleine Mädchen, welches Stephan auf einen Stuhl neben ſich geſetzt hatte, unterbrach das Schweigen, indem es fragte: f „Wo iſt denn unſer Anton?“ Peter erwiederte mit kluger Miene: „O, der iſt jetzt ſchon lange im Himmel und ißt mit unſrem Herrgott zu Nacht. Der Lehrer hat geſagt, es ſind ſo viel Millionen Stunden von der Erde bis zur Sonne; wenn man aber geſtorben iſt, iſt man in einer Minute dort.“ Margret ſeufzte ſchwer auf, große Thränen ſtanden ihr in den Wimpern; Stephan ſah ſie mit eingekniffnen Lippen an; man wußte nicht, war es Zorn oder Mitleid was aus ihm ſprach. Er rief nur den Kindern zu: „Seid ſtill und ruhig beim Eſſen.“ i Er zwang ſich ſelber eine Kartoffel hinabzuwürgen, und doch war ihm die Kehle wie zugeſchnürt, und er mur⸗ melte vor ſich hin: „Am beſten iſt's man iſt geſtorben.“ Er lehnte ſich zurück, ſchüttelte mit dem Kopfe, als wollte er das An⸗ denken an das, was nun einmal unabänderlich geſchehen war, abſchütteln. Es gelingt oft wunderbar ſchnell, einen bedruͤckenden Gedanken los zu werden; auch Stephan erging es ſo. Zwar ſpürte er keinen Hunger mehr, aber er wollte nun eſſen, weil es einmal Zeit dazu war und er ſich erinnerte, daß er nagenden Hunger gehabt habe. In ſolchen Augenblicken ſchmeckt Alles, was man zum Munde führt, wie dürres Stroh. 3 Nach einer Weile ſchaute Stephan ſeine Frau an, mit einem Blicke der viel ſagen konnte, in der That aber verwundert und bittend fragte: 5 „Krieg' ich denn heute Nichts?“ Denn Margret hatte ſonſt in der Regel, bevor ſie einen Biſſen zum Munde brachte, mit wunderſamer Behendigkeit die beſten aufge⸗ ſprungenen Kartoffeln geſchält, in der Mitte entzweige⸗ brochen mit Salz beſtreut und ihrem Manne hingeſchoben. Mit dieſer Freundlichkeit fuhr ſie dann fort während ſie ſelbſt aß. Heute aber dauerte dies für Stephan zu lange (denn Margret trödelte in der That etwas), und er warf ihr jenen bemerkten vielſagenden Blick zu. Die Frau er⸗ kannte darin nur Vorwurf und Zorn. Was für ein Recht hatte denn Stephan auf ihre Zuvorkommenheit? Konnte er ſich nicht ſelbſt ſchälen was er eſſen wollte? So dachte Margret und ſchob die geſchälten Kartoffeln den Kindern hin, gleichſam um ſie zu begütigen, weil der Vater ſie ſo hart angerannt hatte. Da lächelte Stephan vor ſich hin, und theils aus wirklicher Freundlichkeit, um damit zu verſöhnen, theils aber auch aus einem verſteckten Rachegefühl, um die er⸗ fahrene Unbill heimzubezahlen(denn ſo gemiſcht ſind oft die Empfindungen und Thaten der Menſchen), legte er jetzt eine von ihm ſelbſt geſchälte Kartoffel vor Margret. Sie aber ſagte trutzig: N „Iß Du nur ſelber, und Du haſt Dir ja nicht ein⸗ mal die Hände gewaſchen vom Steinklopfen her.“ Stephan biß die Lippen aufeinander und knirſchte endlich hervor: „Schaff' Dir einen Bäcker an, der hat immer ſaubere Hände wenn er den Teig geknetet hat.“ a Er klappte ſein Taſchenmeſſer zuſammen, ſtand auf und verließ ſein Haus. Draußen aber begann er erſt recht in ſich hinein zu wettern und zu fluchen, und eine ungehörte tiefe Stimme erlaubte ſich drein zu reden. Stephan dachte: e n schr eger). Vahe. Porte meinem nich. gigen, mir nie Praten! wie ein glich für Da lhuſtꝰ) Outheit Fenn (159 9 uhr ar Rechlers der Bataf befehend Nag, Shnur, hrfeiger Fried den. udl nden mit es zur einer f inden fuen itleid gen, mur⸗ e ſich 5 An⸗ hehen enden 8 ſo. nun nerte, zum u an, t aber hatte dunde aufge⸗ weige⸗ hoben. end ſie lange r warf au er⸗ Recht Konnte dachte Tindern ſie ſo 18 aut kthells dir er⸗ 10 oft N et ugtet. bt ein⸗ nitſchtt ſaubele — 255— „„Ich bin doch ber elendeſte Menſch von der Welt les iſt die Frage wie das verſtanden wird, bemerkte die Stimme), muß ich nicht für Weib und Kind arbeiten und mich ſchinden wie ein Pferd draußen in Wind und Wetter? (Und die Frau muß daheim bei der kranken Mutter und den ſchreienden Kindern ohne Raſt und Ruh mühen und ſorgen). Ich bekomme kein gutes Wort für alle meine Mühe. Es iſt die Frage, ob Du nicht ſchon mehr gute Worte bekommen als gegeben haſt.) Jeden Heller von meinem Verdienſte gebe ich her und behalte Nichts für mich.(Gehört denn Dein Verdienſt Dir oder den Dei— nigen, oder hat Deine Frau geheime Schätze 2) Ich thue mir nie etwas zu Gute.(Ißt denn Deine Frau heimlich Braten und Salat?) Ich weiß ſeit vielen Wochen nicht wie ein Tropfen Bier ſchmeckt.(Trinkt denn Deine Frau täglich Malvaſier?) Und für Alles keinen Dank.(Was für Dank verlangſt Du denn, wenn Du Deine Pflicht thuſt?) Sie behandelt mich wie einen Hund, für alle meine Gutheit nichts als Bosheit; ich habe noch keine glückliche Minute gehabt.(O wie lügſt Du in Deine Seele hinein! Wie haſt Du jetzt die Hunderte von Stunden und Tagen vergeſſen, wo Dich ihr gutes Herz beglückte und ſtärkte, und war ſie nicht ſtets für ein liebreiches Wort um den Finger zu wickeln?) Mein Haus iſt mir verleidet, mein Leben iſt mir verleidet, wenn mir nur einer eine Kugel durch den Kopf ſchießen möchte!(Schlag Du die böſen Gedanken todt, das iſt geſcheiter.) Und wenn ich geſtor⸗ ben wär', da würde ſie erſt einſehen was ſie an mir ge⸗ habt hat.(Ja was? einen Mann der ſich ſelbſt oft hat übermannen laſſen und ſich noch plagt zu den Plagen die von ſelbſt kommen.) Wenn ich nur in die weite Welt hinaus könnte und von gar Nichts mehr wüßte!(Von mir aber müßteſt Du wiſſen, ich zöge doch überall mit.) So dachte Stephan vor ſich hin und ſo ſuchte ſich die Stimme des Gewiſſens in ihm laut zu machen, aber er wollte nicht darauf hören. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Verſteigerung. 11159) Montag den 6. Auguſt, Morgens Y Uhr anfangend, wird in der Wohnung des Rechners Johannes Faatz dahier der Nachlaß ber Bataillonstambour Wagner'ſchen Eheleuten, deſtehend in Blech, Eiſen, Zinn, Holzwerk, Weiß⸗ zeug, Bettwerk, verſchiedene Wollenwaaren, Schnur, Zwirn und dergl. öffentlich meiſtbietend verſteigert. ö Friedberg am 26. Juli 1849. In Auftrag 5 Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 11182) Das auf dem hieſigen Schloßberge befindliche alte Stallgebäude von 76“ Lange und 38“ Fuß Tiefe, ſowie die daran ſtoßende Remiſe, im Ganzen zu 1810 Thaler verſichert, ſollen Mittwoch den 8. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, unter den bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an Ort und Stelle auf Abbruch öffent- lich meiſtbietend verkauft werden. Windecken den 28. Juli 1849. Kurfürſtl. Heſſ. Renterei daſ. Deichmann. Bekanntmachung. (118) Dienſtag den 7. Auguſt d. J., Mit⸗ nags 12 Uhr, wird in dem Gemeindehaus zu Altenſtadt die dem Gr. Heſſ. Fiskus in den Gemarkungen Altenſtadt, Rodenbach, Oberau und Rommelhauſen zuſtehende Schafweideberech⸗ nigung, von Michaelitag dieſes Jahres an auf 3 oder 6 Jahre verpachtet, und zwar mit voller Mückſicht auf das in Nr. 30. des diesjährigen Gr. Regierungsblatts bekannt gemachte Geſetz wom 7. Mai d. J. betreffend: den Umfang, wie Aufhebung, Verwandlung und Ablöſung wer Weideberechtigungen auf landwirthſchaftlichem Boden. Friedberg den 27. Juli 1849. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Verſteigerung. (1191) Mittwoch den 8. Auguſt, Morgens zum 11 Ühr, wird in hieſigem Rathhauſe das (Einſetzen einer vorhandenen hölzernen Pumpe in den Brunnen in der Weedgaſſe, veranſchlagt zu 35 fl., an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 1. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (1182) Jacob Sauter von Rödelheim be⸗ abſichtigt mit ſeiner Familie nach Amerifa aus⸗ zuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen 4 Wochen bei Großherzog. Heſſiſchem Landgerichte zu Rödelheim anzumelden, gegen⸗ falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 27. Juli 1849. Die Groß. Heſſ. Regierungs⸗Commiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1193) Mittwoch den 8. Auguſt, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 13. Auguſt ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 1. Auguſt 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben d e k. Mobiliar⸗Verſteigerung. (119) Dienſtag den 7. Auguſt l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, ſoll durch das Ableben des Theo⸗ dor Jung ein vollſtändiges Schmiedegeſchirr und ſonſtige Mobiliargeräthſchaften, gegen gleich⸗ baare Zahlung, verſteigert werden. Holzhauſen am 30. Juli 1849. In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter G ö z. Arbeits ⸗Verſteig erung. (1195) Dienſtag den 7. Auguſt, Nachmittags um 2 Uhr, ſollen die Reparaturarbeiten an dem alten Schulhaus an den Wenigſtnehmenden, im Gaſthaus zum Hirſch, verſteigert werden, als: Maurerarbeit, Zimmerarbeit, Schreiner⸗ arbeit, Weißbinderarbeit, Pflaſtererarbeit und Spenglerarbeit. Die Voranſchläge werden bei der Verſteigerung vorgelegt werden. Ockſtadt den 1. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Bekanntmachung. (11960) Mittwoch den 8. d. M., von Vor⸗ mittags 8 Uhr an, ſollen auf freiwilliges An⸗ ſuchen des Reinhard Thaler nachgenannte Gegen⸗ ſtände, als: 2 Pferde, wovon das eine ein Hengſt, 5 Jahre alt, 2 vollſtändige Wagen mit Zugehör, 4 Ackerpflüge, Egge, Pferdegeſchirr, Bütten, Fäſſer, eine Schrotmühle mit Steinen, eine Quantität Kleeheu und ſonſtige Hausge⸗ räthſchaften, im Burghof, öffentlichgegen gleich⸗ baare Zahlung verkauft werden. Nauheim den 2. Auguſt 1849. In Auftrag: Der Bürgermeiſter Hartmann. Holz⸗-Verſteigerung. (1197) Dienſtag den 7. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeindewald 1575 Gebund Haiden und Ginſtern, zu Back- holz brauchbar, in dem Wald ſelbſt meistbietend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Aus⸗ gang des Viehtriebs. Ockſtadt den 1. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1198) Dienſtag den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die nachſtehenden Reparatur⸗Ar⸗ beiten in dem erſten Schulhaus zu Rodheim in der Bürgermeiſterei daſelbſt öffentlich an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Nach den Ueberſchlägen beſtehen die Repara⸗ tur ⸗ Arbeiten in: 1) Maurerarbeit 46 fl. 10 kr. 2) Zimmerarbeit 38„28„ 3) Schreinerarbeit 49„ 56„ 4) Schloſſerarbeit A 5) Glaſerarbeit 5„ 45„ 6) Weißbinderarbeit 123 45„ 7) Materialien,(Kalk, Sand und Ruſſenſteine) 76„„ 30„ Ueberſchläge und Steigbedingungen liegen auf dem Bürgermeiſterei⸗Büreau zur Einficht offen. Rodheim den 1. Auguſt 1849. In Auftrag des Großh. Heſſ. Bürgermeiſters der Beigeordnete Wien. Bekanntmachung. (1199) Zur anderweiten Verpachtung der ausſchließlichen Berechtigung zum Lumpenſammeln in den Ortſchaften des Amts Nauheim wird zweiter Termin auf Mittwoch den 15. Auguſt d. J., des Vormittags 10 Uhr, in das Rentereilokal zu Dorheim beſtimmt, wo⸗ zu Einladung an Pachtluſtige hierdurch mit dem Bemerken ergeht, daß auch ausländiſche Pacht⸗ liebhaber zugelaſſen werden. Windecken am 25. Juli 1849. Kurfürſtliche Renterei daſelbſt Deichmann. Amtsferien anzeige. (1200), Die Amtsferien der unterzeichneten Stelle beginnen den 17. Auguſt und dauern bis zum 14. September l. J., ſo daß den 16. Auguſt der letzte Amtstag vor und den 20. Sep⸗ 19 0 55 der erſte Amtstag nach den Ferien ſtatt⸗ ndet. Reichelsheim den 31. Juli 1849. Herzogl. Naſſ. Juſtizamt Pitdenb rand NU 256 Privat⸗ Bekanntmachungen. f 5 5 Ruſſenſteine, Gut gebrannte (1095) per 1000 10 fl., ſind von heute an ſtets vorräthig bei Frjedberg den 31. Juli 1849. C briſtian Ulrich J. Die Sicherheit, Geſellſchaft zum Schutze der Auswanderer. (1201) Oer Zweck dieſer Geſellſchaft ift, bei der größtmöglichſten Sicherheit und den billigſten Preiſen, die Auswanderer Rath und That beizuſtehen. Die Ueberſchiffung Schiffen ſtatt. Jeder Auswandererzug wird von den gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu ſchützen und ihnen mit findet nur auf gut gekupferten zweckmäßig eingerichteten Dreimaſter⸗ Rheinuferſtationen bis zum Seehafen von einem erfahrenen Agenten begleitet; hier verweilt der Reiſende nie länger als drei Tage, indem die Abfahrtage unabänderlich beſtimmt ſind. Die Geſellſchaft beabſichtigt, da, wo ſie noch keine Agenten beſtellt hat, ſolche anzu⸗ nehmen und find deßhalbige Geſuche an den unterzeichneten General⸗Agenten franco einzusenden. Der General⸗Agent Profeſſor Mayer sen. zu Bockenheim bei Frankfurt a. M. Die Abfahrten finden ſtatt: Ueber Havre 52 London 72 „ Antwerpen 5 nach New- Forh Amal jeden Monat. 22 4 22 72 22 22 2 2 2 22 Unſere untenſtehenden Agenten ſind bevollmächtigt, giltige Verträge abzuſchließen: Herr W. 28.. in Frankfurt a. M „ K. W. Leipold in Gelnhauſen. „ Dr. Aug. Schäfer, Advokat in Dil⸗ i lenburg. Herr W. Felde, in Dietz a. d. Lahn. „Ludwig Becker, Bezirks⸗Einnehmer in Wörrſtadt. „ Weigand, Gemeinde⸗Einnehmer in Hungen. Ge ſ u ch. (1165) Ein junger Menſch, welcher eine ſchoͤne Handſchrift ſchreibt und im Rechnen ge⸗ wandt iſt, kann als bald Beſchäftigung finden. Bewerber wollen ſich in portofreien Briefen an die Epedition dieſes Blattes wenden. Neue holländiſche Vollhäringe!!, 4170) neue Sardellen und Gardaſee ⸗Ci⸗ tronen bei 5 Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Friedrichsdorfer Schießen. 1188) Durch einen allen vernünftigen Men⸗ ſchen hieſiger Gemeinde unbegreiflichen Meinungs⸗ wechſel, der bei einem Theil des hieſigen Stadt⸗ raths plötzlich und ohne den mindeſten Grund vor ſich ging, ſehe ich mich genöthigt meinen verehrten Gönnern die Anzeige zu machen, daß die Abhaltung des Friedrichsdorfer Schießens für dieſes Jahr hintertrieben worden iſt. g Clem. Auguſt Foucar. nu BVermiethen. (1202) Auf der breiten Straße iſt gleicher Ende ein Logis neoſt Laden zu vermiethen und kann alsbald bezsgen werden bei e Wilde Suh rapa. Zu Verkaufen. (12030 Auf dem Hofe Herrnhaag bei Bü⸗ dingen ſind 50— 60 Ohm vorzüglich guter reingehaltener Aepfelwein, in beliebigen Quan⸗ titäten, zu verkaufen. Schwalheimer Brunnen. (1204) Sonntag den 5. Auguſt d. J. wird, bei Belegenheit der um 1 Uhr Nachmittags ſtatt⸗ findenden Grundſteinlegung zur neuen Schwal⸗ heimer Kirche, auf hieſigem Brunnen Harmonie⸗ und Tanzmuſik ſtattfinden, wozu höflichſt einladet Henkel. 8 0 0 0 fl. (1205) liegen Auszuleihen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Concert in Bad⸗Nauheim. (12060 Nächſten Sonntag, den 5. Auguſt d. J, findet das von Herrn D. Fritz in Nr. 58 und 59 d. Bl. angezeigte Concert nach dem bereits ausgegebenen Programme ſtatt. Der Eintrittspreis iſt zu 18 kr. und der An⸗ fang des Concertes auf präcis 4 Uhr Nachmit⸗ tags feſtgeſetzt. Zu recht zahlreichem Beſuche ladet ein Butzbach den 2. Auguſt 1849. Der Muſikverein. Anzeige. (1207) Eingetretener Verhältniſſe wegen kann ich von der mir im Frübjahr d. J. in Verlag gegebenen neueſten Auflage des Judenballsim Wäldchen. Kleine Localpoſſe in 3 Abtheilungen von G. Emmerich das Exemplar zu 6 kr. Kreuzer abgeben. Friedberg den 1. Auguſt 1849. Carl Chr. Weis. Nachmittags predigt in der Stadtkirche Vormittags predigt in der Burgkirche! Nachmittags predigt in der Burgkirche Kiechliche Anzeigen dir eee, 9. Sonntag n. Trinit. den 5. Auguſt, Pfarramtliche Functionen verrichtet! Herr Dlaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadttirch⸗ Herr Candidat Müller. 0 Herr Stadtpfartet Fertſch. 5 Herr Lehrer Römheld. Herr Candidat Landmaun. Fruchtpreiſe. a 25, Jult. 27. Jul 18. Jul Gattung. Fried⸗ ai Die⸗ 5 derg] Nalng] burg . Tee Waizen pr. Malter 9 9 47 035 Korn„„„ 530 534 5/20 Gerſte„„ 440 4] 54 4/10 Haff? g 3145141131 320 Polizei Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 10. Auguſt 1849. — a a „5 ͤ J Sal. Buß. 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach, 8 5 kr, pf 11 Leib⸗Roggenbrod 2 14 29 1 21„ 75 4420 4 3, 4 7 7. 8 5 9. 10 —Milchbrod 14% 1% — Waſſerweck a 15% Gemiſchte(Tafel⸗) Brod] 116. 15¾ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 75 12— ff ee gemäſtetess 9—[9 l. amel Lea 1—* ö; gemäſtetes 9— 81— „ Rindfleiſch ſungemääßet ele „ Kalbfleiſch Wee e ee, „Schweinenfleiſch 112 11% „ Hammelfleiſch 99— „ Schaaffleiſch 17— 1 74 „ Wurſt v. blos Schweinen 18— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurft 16— 16— „Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 24.— 24 6 „Schinken 17— 18— „Dorrfleiſch 16— 18— „ Schpweinenſchmalz, 7 ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 24 Hammelsfett 16— 16 Der Groß b. Heſſ. Bürgermeißt . Na Gedruckt und verlegt untet Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 15. * 1