1 50 Sertbt. i verrichte Sell. Stadtkuc t ſch. Stadtkirch⸗ tſtz. r Burgkirch zur r Burgkirch — — igenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen 2 im Allgemeinen 1 den Uegierungsbezirk eie 0 im Beſonderen. L 77. Mittwoch den 3. Oktober 1819. Amtlicher Theil. a Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Wahlen der Abgeordneten zu den beiden landſtän⸗ u Nane 171 277 2 512% f Mit Bezug auf unſer Ausſchreiben in Nr. 75 des Intelligenzblattes laſſen wir gleichzeitig mit dieſem einem jeden von Ihnen eine Anleitung, zur Vornahme der rubricirten Wahlen nebſt dazu gehörigen Formularien Nr. 2— 12, wurde Ihnen früher mitgetheilt Nr. 1, zum Gebrauche bei den in der Kürze ausgeſchrieben werdenden Wahlen zugehen. Die Stimmzettel Nr. 13 und 14 werden Ihnen von den Wahl⸗ Commiſſären mitgetheilt werden. Friedberg am 1. October 1849. Rauten bu ſch. Der Schmiedjacob hält einmal einen Spiegel vor. g(Schluß.) „Manchmal ſah und hörte ſie nichts, ſo waren ihre Gedanken verworen und irre. Sie ging und wußte nicht wohin. Den Weg hatte ſie längſt verloren, der zum Dorfe führte. „Da rauſchte auf einmal neben ihr das Waſſer. Es war der Main. Die Sonne brannte ſo heiß. Sie war ſo müde, daß ſie ſich in die Weiden am Ufer legte und mit ihrem Kinde einſchlief. „Da gab ihr der Teufel einen Traum ein(ſie hat das nachher Alles vor Gericht erzählt), der ſo war: Sie ſei wieder in die Stadt gekommen und wieder in Dienſt getreten und ſei Alles gut geweſen, und als ſie nach ihrem Kindlein umgeſchaut, da hab' es im Main gelegen und ſei todt geweſen. 5 „Als ſie erwachte, ſchauderte ſie zuſammen vor dem Traume; aber das war ſo ein Gedanke, dem ſie gewiß ſchon im Wachen Raum in ihrer Seele gegeben hatte. Sie ſah das ſchöne Kind an. Es lächelte.— Sie druckte es an ihre Bruſt; aber, aber— die ganze Laſt ihres Schick⸗ fals fiel auf ihr Herz. Ihre Angſt ſtieg. Ihre Gedaßken verwirrten ſich wieder und der Main rauſchte als wolle er zu ihr ſagen: Komm' nur, ich begrabe deine Schande! „Schon war ſie dran, es auszuführen, wie ſie es geträumt, da ſiegte noch einmal die Mutterliebe.— Eine Viertelſtunde ſpäter— hatte der Main das ſchöne Kind⸗ lein verſchlungen. Was mit ihr vorging weiß ich nicht; äber das weiß ich, daß ſie nach zwei Tagen wieder fröhlich Hur Miethfrau in die Stadt kam und ig erzählte, ſie habe frau untergebracht. Nun wolle ſie wieder dienen. „Das ging auch ganz gut. Sie bezahlte die Mieth⸗ frau für den Hauszins, bekam ihre Kleider wieder und Alles war gut. Kein Menſch dachte, daß da etwas Unrech⸗ tes wäre; denn das Gretchen blühte wieder wie eine Roſe, putzte ſich wieder wie ein Pfau, girrte wieder am Brunnen wie ein Täubchen, und ließ die Augen wieder ſpazieren gehen nach Handwerksburſchen. Geſtel ihr beſonders ein Schneider und ſie ihm auch, der ein braver, geſitteter Menſch war, aber wie behext von dem Maͤdel, daß er ihrer Schande vergeſſen und ſie heirathen wollte. „Eines Sonntags war Kirchmeß in ſeinem Dorfe, das lag etwa zwei Stunden von der Stadt am Main, und ſein Vater war ein Fiſcher, ein armer Schelm dazu, der eine zweite Frau genommen und mit ihr noch ein kleines Kindchen hatte, das dazumal etwas über zehn Wochen alt war. Den wollte der Sohn mit ſeinem Gretchen beſuchen und war Niemand fröhlicher, als die Zwei, zumal Gretchen ſchon vor einem halben oder drei Vierteljahren ihm geſagt hatte, ihr Kind ſei am blauen Huſten geſtorben. „Als ſie an den Main kamen, wollte Gretchen um aller Welt willen nicht über die Uferwieſen hingehen, wo die Weiden ſtanden, und doch war der Weg weit um und erſtaunlich ſtaubig. „Half aber alles nichts; er mußte mit ihr im Wege bleiben. Der gute Schneider dachte nichts Arges. „Es war ſchon Mittag, als ſie ins Dorf kamen, und des Fiſchers Familie ſaß ſchon bei den gebackenen Mainfiſchen. „Nun ſetzten ſie ſich gleich an, aber das Gretchen hätte um Alles keine Mainfiſche gegeſſen. Sie ſchauderte davor, und die Fiſcherin backte ihr noch einen Pfann⸗ kuchen extra. f „ fröhlich auch Gretchen früher geweſen, ſo trau⸗ rig wurde ſie jetzt. a 0 1. K„Ihr mögt wohl denken, warum! Beim Anblicke der Mainweiden und beim Hören des Rauſchens des Fluſſes wurde das Gewiſſen wach. Als ſie vollends die Mainfiſche ſah, wurd's ihr grün und gelb vor den Augen; denn ſie dachte, die hätten von dem zarten Leibe ihres gemordeten Kindleins gegeſſen. i „Nach dem Eſſen nahm die Mutter ihr Kind aus der Wiege und wollte es der künftigen Schwiegertochter doch auch einmal zeigen; denn die hatte noch nicht einmal darnach geſehen, und das krippte der Frau im Herzen. „Als Gretchen das Kind ſah, wurde ſie bleich wie der Tod; die Lippen wurden blau und ſie ſank in den Stuhl zurück und war ſteif ohnmächtig. „Mit Eſſig brachten ſie ſie wieder zy ſich., „Was iſt Ihr denn?“ fragten die Mutter und ih Stieſſohn beſorgt, als ſie wieder zu ſich kam. „dreilich hatte der Schneider es. ſo ſeinen Eltern ausgelegt, daß Gretchen, der ihr Kind kürzlich geſtorben ſei, wohl von dem Anblicke müſſe erſchüttert ſein; aber ſeinem Vater lag etwas Anderes im Gemüthe. n„Vor mehr denn einem Jahre hatte e. gefiſcht und bekam im Netze ſtatt eines Fiſches ein kodtes Kind. Es war gar gut zaugethan? und als er 8 dent Bürgermeiſter überbracht, das Protokoll aufgenommen und der Doctor ſeine Meinung geſagt, daß es wohl müßte erſäuft ſein, da beate der Fiche gesagt? Herr Siegernnelter, mee ec braucht bald wieder Kindszeug, und Ihr wißt, wie arm ich bin. Gebt mir des Kindes Kleidchen! Dem Bürgermeiſter war's ſchon recht. Der Fiſcher zog dem armen ürmchen die aug ebenen glei und das ſchone Hemdchen und „Gerade dieſe Kleiderchen hatte nun des Fiſchers Kind zum Staat am Kirchmeßfeſt an. „Dacht' er bei ſich: Wer weiß! Der liebe Gott hat Wüddbgre Wege, wie er die Uebelthaten an den Tag bringt. Sollt's die Mutter des ermordeten Kindes ſein? e e ſetzt ſich ſtille hin und Gretchen macht nun gar viele Worte, woher ihre Ohnmacht komme; ſchob's auf die Ermüdung, die große Hitze, den weiten Weg und end⸗ lich darauf, daß ſie Waſſer in die Hitze getrunken. Je mehr Warte ſie machte, und je mehr ſie ſich bemühte, wieder fröhlich zil ſcheinen, deſto verdaͤchtiger kommt dem Fiſcher die Geſchichte vor 5 „Wie gefällt Ihr das Kleidchen des Kindes?“ ſagte er darauf zu Gretchen und ſieht ſie an dabei, als wolle er ihr in das Herz ſchauen. Sie nimmt alle ihre Kraft zu ſammen und ſagt t„Es iſt hübſch!“ aber ihre Stimme kann doch das Zittern nicht verhehlen.„Da bin ich kurios dazu gekommen,“ fährt er fort.„Vor einem Jahre hab' ich einmal gefiſcht und bekam ſtatt eines Fiſches ein prächtig Bübchen, das wohl die unnatürliche Mutter, die Raben⸗ mutter, in den Main geworfen hatte.“ f i„Rabenmmtter! Rabenmutter!“ rief da Gretchen mit einer Stimme, die Mark und Bein durchdrang, und raufte 8.„Ich bin's! Es war mein Kind, ich a in den Main geworfen. Fü i 1 ich meine Strafe leiden ö en 1 455 3 2. 0805 a Werten die Leute; aber es r ſo. ie eilten, die Gericht 5 1 Gretchen bekannte Alles. e Bee Mahd „Darauf iſt ihr denn der Proze öffentlich geköpft worden. Der 5 ie g de 5 Mae Wen Raben haben ihn verzehrt.“ Der Sckmiedjacob ſchwie lang ſtlle in 195 5 ſchwieg, und es war lange todt⸗ 322 ſeiner Lieb' ſchnell geheilt worden, * fernt, welches zu der Zeit von, 7* „Das iſt ein Spiegel für die, die ſich in die Stadt verdingen,“ ſagte er darauf. Kathrinchen fragte:„Was wurde denn aus des Kuhhirten Samel?“ „O,“ ſagte darauf der Schmiedjacob,„der iſt von hat in Aſchaffenburg ein braves Mädchen geheirathet und iſt ein behaltener Mann. Ob er noch lebt, weiß ich nicht. Des Gretchen's Vater hat die Schmach nicht ertragen können und wanderte daher nach Polen aus. Es ſoll ihm gut gegangen ſein, wie man hörte.“ „Und der Lieutenant?“ fragte Philipp ſeinen Vater. „er iſt Rittmeiſter geworden!“ antwortete der Alte. „Ha!“ rief Philipp und ſchüttelte ſich.„Ich möchte nicht mit ihm tauſchen, weder hier auf Erden, noch dort!“ Stenen aus dem Alerikaniſchen Hrirhe. Nach der blutigen Einnahme Monterey's blieb die Invaſionsarmee des General Taylor einige Wochen un⸗ thätig, bis die Ankunft des Kriegskommiſſärs die Nachricht brachte, daß der ſtipulirte Waffenſtillſtand aufhöre und die Feindſeligkeiten ſogleich wieder beginnen ſollten. Mittlerweile hatte die mexikaniſche Armee unter Ampudia ſich innerhalb der Linie zurückgezogen, über welches keine der beiden krieg⸗ führenden Parteien hinausgehen ſollte, und zog ſich lang⸗ ſam nach San Louis de Potoſi zurück, wo Santa Anna beträchtliche Heeresmacht zuſammenzog, mit welcher er die kühnen Nordamerikaner wieder über die Gränzen treiben wollte. Während nun Taylor ſeine kleine Armee in 905 onnirungen v ter erhol ie d be⸗ Rt fw, fn Meg Ne elch kei een w. e en, zu einer gewiſſen Disciplin zu bringen, wurde das Land⸗ volk, überraſcht ob der Freundlichkeit, mit der es behandelt ward, und die ſo ſehr mit den grauſamen Tributen kon⸗ traſtirte, welche von den eigenen Truppen ihnen aufgelegt worden waren, bald mit dem neuen Zuſtande der Dinge ausgeſöhnt, und freute ſich, einen ſeine Lebensmittel zu finden. i Die charakteriſtiſche Falſchheit des Mexikaners erlaubt ihm jedoch nicht, herzlich mit irgend Jemand zu verkehren, wenigſtens nicht weiter, als ſein Intereſſe dabei im Spiele iſt. So oft ſie ſich ſicher wähnten, bezeichnete Frechheit und Raubſucht alle ihre Handlungen, und unglücklich war der, welcher unbewaffnet ſſch weit über das amerikaniſche Lager hinaus entfernte. Es, ſchien für die Eingebornen ſo guten Markt fuͤr gleichſam eine religiöſe Pflicht zu ſein, einem Feinde das Leben zu nehmen, ſo oft er es der Gefahr ausſetzte; in dieſer Abſicht ſchlichen ſie ſtets um eee umher, und fanden nur zu häufig Gelegenheit, ihre Ab⸗ ſichten zur Ausführung zu bringen.— N Das Hauptquartier des General Taylor befand ſich zu Walnut⸗Springs, ungefähr drei Meilen von der Stadt Monterey entfernt, während Abtheilungen der Armee in den benachbarten Dörfern ſtanden und kleinere Detache⸗ ments in den zerſtreutliegenden ranchos und haciendas. In einen kleinen rancho, einige Meilen von Victoria ent⸗ ö 5 1 der Brigade des General Quitman occupirt war, bildete eine Abtheilung teraniſcher Bush-rangers“) ein Piket, deſſen Zweck war, den Feind Gränzſchützen find eines der wicht 95 Trup⸗ penkorps der Union und nur Texas eigenthümlich, 17 1 fie . die Stelle des ehen Der Zweck diefer berittenen Truppe trefflicher Schützen iſt die Sicherung des Indianer 1 geol . 0 dert jdieſe Iden, Alles, giſche unter Tera keitsk biete — 323— . beobachten„ welcher mit 1500 Mann Kavallerie die mieden hätte, und ſein Benehmen gab beſtändig Veran⸗ berbindung zwiſchen Victoria und der Hauptmacht der laffung zum Streit mit denen, mit welchen er in Berührung aus g ſimerikauiſchen Armee hemmte. Das Regiment, zu welchem kam. Einen Menſchen niederzuſchießen oder zu erdolchen fieſe Abtheilung gehörte, war in Texas ausgehoben wor? war dem Texaner etwas Alltägliches und obgleich er ſich er i ven den, wo, wie bekannt, der bitterſte⸗ Haß herrſcht gegen ſelten ſolcher Thaten rühmte, war es genugſam bekannt, haffenburg Alles, was mexikaniſch iſt. Von den ſogenannten„texa⸗ daß er wenigſtens zwölf Perſonen ſchon das Leben genom⸗ dehaltenet tiſchen Bush- rangers(Buſchkleppern)“ gehoren neun men hatte, entweder in offener Schlacht oder in Folge Grecchenz inter zehn zu der wildeſten Menſchenklaſſe im Staate perſönlichen Streites.“ d n 1170 f d wanderte Teras; viele von ihnen hatten entweder im Unabhängig⸗ 90 0 In dieſem Falle lag es Smith, ob, mit fünfzehn uten ſen, eitskriege gedient, oder bei jenen Raubzügen in die Ge- Buſchkleppern einen Vorpoſten zu bilden, und die Be; dete eines Staates, mit dem ſie damals Frieden hatten, wegungen einer fliegenden Kolonne Kavallerie unter General un Bü. B bet der Erpedirion nach Santa Fe. Man kennt. Urrea zu beobachten, welche die Flanken der amerikaniſchen aas Reſultat derſelben, und mit welcher Verrätherei ſie Armee bedrohte; er hatte den; Befehl, in dem räncho zu auch angelegt und ausgeführt ſein mogen, nichts konnte Agug Sarca Quartier zu nehmen. Eines. Abends gegen de Stadt e der Alte. Ich wüce die Mexikaner entſchuldigen hinſichtlich ihrer barbariſchen Sonnenuntergang ward die kleine Schaar auf der Sierra, ich dort“ Behandlung Derer, die zu Santa Fé zu Gefangenen die ſich über dem ranche befand, ſichtbar; jeder Mann gemacht wurden! Viele von den Texanern, welche jetzt in derſelben war mehr oder weniger ſo koſtümirt, wie die unter dem amerikaniſchen Banner dienten, beſaſſen Frauen hübſche Perſon des Anführers. Auf dem Sattelknopf e. und Verwandte unter den damals ſo grauſam Gemordeten. ruhte bei Jedem die lauge und ſchwere Büchſe, ohne welche lebe und unternahmen ihren jetzigen Zug nur der Rache wegen. ein amerikaniſcher Grenzſchütze ſich nicht für hinlänglich Sie drohten öffentlich, jeden Mexikaner, deſſen ſie habhaft bewaffnet hält, außerdem eine Schlinge, in deren Gebrauch ie Nachricht werden könnten, ermorden zu wollen. Die Geſchichte hat ſie nicht weniger Erfahrung beſitzen, als die Mexikaner tre und de kaum ein Seitenſtück zu dem ſchrecklichen Zuſtande, welcher ſelbſt. Vor der Schaar her ritt als Führer ein Landmann, en während der letzten zehn oder zwölf Jahre in jener auf⸗ der aufgegriffen und zu dieſem Amte gezwun en worden Witt. 22 b innerbalb rühreriſchen Provinz Merxiko's, die jetzt zu den Vereinigten war, welches er ni. mit Zittern erfüllte. Und in der dan Kir Staaten gehört, herrſchte. Die terxaniſchen Buſchklepper, That hatte der Mann Recht, denn weit und breit ging g dich lan wie man ſie nannte, zählten einige Hundert Desperados das Gerücht unter den paisanos Meriko's, daß ſo oft ein Bann 1110 unter ſelbſtgewählten Offizieren, und ihr Koſtüm beſtand Menſch von den texaniſchen Buſchkleppern aufgegriffen aus einer ſeltſamen Miſchung mexikaniſcher, indianiſcher worden, um ſie zu einem rancho zu geleiten, derſelbe nicht — und amerikaniſcher Kleider, war aber zugleich ſehr maleriſch wieder zurückgekehrt ſei, und der Leichnam mehr als Eines ien zeigte die hochgewachſenen Geſtalten auf die vortheil- ſolcher Unglücklichen war auf der Landſtraße gefunden wor⸗ 7 be hafteſte Weiſe. An; den, getödtet durch eine Büchſenkugel, im Rücken, nicht len lehren, Als Betiſpiel wollen wir einen der Ofſtziere des Corps ſelten auch ſcalpirt oder ſonſt verſtümmelt, Als die Texaner das Land⸗ anführen, welchen wir John Smith nennen, da es uns das Ende der Sierra erreichten, wurde Halt gemacht, und a behandelt viel Unheil bringen könnte, ſeinen wahren Namen zu nen⸗ ſie ſammelten ſich um ihren Führer, um ſeine Plane zu ver⸗ buten ker, nen, ſollten wir je Teras wieder beſuchen. Dieſer Mann nehmen. Sein Adlerauge hatte entdeckt, daß in beträcht⸗ en aufe hatte ſein ganzes Leben auf den mexikaniſchen und in⸗ licher Entfernung Bewaffnete um den rancho herümritten, der Dun dianiſchen Grenzen zugebracht, war noch nicht dreißig Jahre und plötzlich zu dem mexikaniſchen Wegweiſer ſich wendend, „ Markt fit alt, hatte an dem teraniſchen Kampfe Theil genommen fragte er: ob er ſie getäuſcht habe, indem er ihnen ſagte, n und begab ſich zuweilen nach Orleans, in der Abſicht, dort daß nur ein Dutzend Rinderhirten ſich um den Platz erb enlal ſeine Profeſſion auszuüben, welche die eines indianiſchen befänden? N ö 10 f u verlehten Menſchentödters und Spielers war, und jeder mit dem„Nein, bei allen Heiligen nicht!“ erwiderte der 1 Spill ſüdamerikaniſchen Leben Vertraute wird wiſſen, was dies Führer;»es befand ſich Niemand da als die Familie des a in cel zu bedeuten hat. Dieſer Buſchklepper war mehr als ſechs ranchero, als ich geſtern Abend von, dort mich entferute.“ 2 1 Fuß groß, leicht aber ſymmetriſch gebaut und von kleinen,„Was meint Ihr, Jungen, lügt der alte pelädo 20 1 i zart gebildeten Geſichtszügen, die faſt etwas Weibiſches fragte der Anführer. n 1 3 nen hatten; rabenſchwarze Locken hingen über ſeine Schultern„Wenn er ſeinen Mund öffnet, um zu reden ſo thut eace und ein dichter Bart von derſelben Farbe verſteckten den er es, oder er iſt kein Spanierl, erwiderte N Nuderer⸗ u Feiube 4 untern Theil ſeines Geſichts. Ein brauner breitklappiger a Et wild sert 3 b D 3 de isn Biberhut, unter dem Kinn mit einem mit Perlen geſchmuͤck⸗ fich 1 1 19 11 ee ae e 5 monnungen ten Bande zugebunden, eine mexikaniſche Jacke, helle Weſte unglü lichen Mexikaner wund anblickend, we cher im Sat⸗ , ihre Ab⸗ nach Neu⸗Orleans'ſchem Schnitt, endlich Hoſen von Hirſch⸗ tel ſaß, ein ſilbernes Kruziftr mit den zitternden Händen haut bildeten ſein Koſtüm aus. Um ſeine ſchlanke Taille haltend und ein Ave Maria murmelnd. In dieſem Augen⸗ befand ſich;; 1 5 lb Reiter⸗Piſtole blick ritt Kapitän Smith zu ihm hin und ſprach mit freund⸗ — lief ein Gürtel mit ein Paar ſilbergarnirter Reiter-Piſtolen.„ 5 er Si 50 1. 150 Si ik„lichem Ton zu ihm:„Hola, amigo si guieres à der 1 D und einem Meſſer, wie es bei den üdamerikanern ge g 0 1%(Holl 8 e 1 Arme l wöhnlich iſt. Neben dieſen Waffen bildete eine lange du gente, corre!(Sola, Fraan wenn Du Deine Fa⸗ ert Delul Buchſe einen Theil ſeines Ich. Ganz gleichgültig gegen* ce lauf hin)„KAhi esta su casa! 3 i Dort i ein Haus!) boclencl Gefahren ſuchte er dieſelben mehr auf, als daß er ſie ver 8 f. f 157 i Bito el f hen ſüch 0 0 b 1 0 Der Merikaner wartete nicht auf eine erneute Ein⸗ des Gentle ladung.„Ave Maria purissima 1 murmelte er zwiſchen 19 Jain ltd die Säuberung der Gränzviftricte gegen einzelne rothhäutige den Zähnen, und dem Pferde die Sporen in die Seiten den Feil Marodeurs. Jeder Mann führt eine lange Doppelbüchſe, zwel drückend, galoppirte er fort nach dem rancho. ar, fünf⸗ bis ſechsläufige Drehpiſtolen(Revolvers) und eine machete 5 g oder mexikaniſches breites Faſchinenmeſſer, und trifft mit der Kugel(Schiuß folgt.) en Ttuß auf 120150. Gänge noch einen Zinnbecher. Zum kleinen Kriege l f en, find ſie die allerdeſte Truppe, und darum ſieht man ihnen auch aller⸗ Ee 1 a 30. lei Vergehen in Freundes⸗ und Feindesland nach, wie dies jedes 2e 10 Freikorps in Anſpruch mimt.— Nee, 15 Bekanntmachungen von Be⸗ en e Hörden 9 79 N Auανν, Edietal ladung. i 1424) Die Ablöſung der Grundrenten in der Gemarkung Trais⸗ Münzenberg, insbeſondere der dem Herrn Grafen von Solms-Laubach zu⸗ ſtehenden, betr. 4 Die in der Rubrik angedeuteten Grundrenten, deren Geldanſchlag im Ganzen zu Fünfhundert Drei und Siebenzig Gulden Vierzehn Kreuzer Ein Heller feſtgeſtellt worden, und in deren Be⸗ ch ſeither befunden, ſollen, nach Mittheilung er Adminiſtratio⸗ Behörde, abgelößt werden, weshalb öffentliche Aufforderung dahin ergeht, daß, wer fich betheiligt erachtet, und Rechtsan⸗ ſprüche an die bemerkten Grundrenten geltend 10 der Herr Graf Otto zu Solms-Laubach u machen gedenkt, ſolche ſo gewiß innerhalb 2 Monaten dahier anzuzeigen und zu begründen habe, als ſonſten keine Rückſicht darauf genom⸗ Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. 1465) Großberzoglich Heſſiſches Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Fabrikanten Arnold Obenheim zu Rödel⸗ heim den förmlichen Concursproceß erkannt. Es wird deßhalb zur Anmeldung und Begründung von Forderungen, ſowie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte Termin auf Dienſtag den 20. 10 f J.,, Vormittags 5 8 a 9 mee. auf dahieſigem Landgericht anberaumt, wozu bekannte, wie auch unbekannte Gläubiger unter dem Rechsnachtheile ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe und unter dem Anfügen geladen werden, daß in dieſem Termine eine vergleichsweiſe Beendigung des Concurſes verſucht und falls dieſe nicht erzielt werden ſollte über Beſtellung eines Curators und Gläubigerausſchuſſes Ueberein⸗ kunft getroffen werden ſoll, von den perſönlich nicht erſcheinenden aber Zuſtimmung zu den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger unter⸗ ſtellt werden wird. Rödelheim den 15. September 1849. Großh. Heſſ, Landgericht Klingelhöffer. Edictalladung. (1489) Großherzogl. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen Conrad Stüber Zr von Wölfersheim den Concursproceß erkannt und es werden daher alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an denſelben zu haben glauben, aufgefordert, ſolche im Termin den 29. Novem⸗ ber, Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzu⸗ zeigen, als ſonſt ſie damit, ohne ein zu erlaſſen⸗ des Präcluſiodecret, von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Hungen den 20. September 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Edictalla dung. (14900 Nachdem der Ziegler Wilhelm Strauch aus Niederrodenbach ſeine Inſolvenz angezeigt hat, ſo iſt Termin zur ſummariſchen Schulden⸗ Liquidation auf den 19. k. M., Morgens 10 Uhr, als Contumazirſtunde angeſetzt worden, welches ſämmtlichen Gläubigern deſſelben hiermit mit der Aufforderung bekannt gemacht wird, im ge⸗ dachten Termine entweder in Perſon oder durch Großh. Heſſ. Landgericht 20 und fl. 24. erhalten, ſowie auch — 22.1— melden und die weitern Handlungen insbeſondere bezüglich der Wahl eines Maſſen⸗Curators und curſes vorzunehmen, widrigenfalls! die nicht er ⸗ Mehrzahl der erſchienenen beigetreten angeſehen werden. r 1 Hanau am 22. September 1849. ſt esc f Weintrauben-Verſteigerung. (1491) Die dies jährigen Weintrauben in dem hieſigen Burggrafiathofe und dem Zwinger; nächſt dem Burgwalle, werden Freitag den 5. October, Nachmittags 4 Uhr, an Ort uͤnd Stelle, verſteigert. 00 5 1 Friedberg den 29. September 1849. Domänenrath Bu ß. f Main ⸗Weſer„Eiſenbahn. Section Butzbac. nats, ſollen Erdarbeiten, in 3 Looſen veranſchlagt zu 12500, 19100 und 12550 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt für das erſte und zweite Loos des Morgens um 8 Uhr, an dem Holzheimer Vicinalweg bei Langgöns, und für das 3. Loos, des Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, an der kurheſſiſchen Grenze bei Nauheim. 5 Butzbach den 26. September 1849. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur N Eickemeyer. Obligations-Verlooſung. (1493) Bei der heute ſtattgefundenen Ver⸗ looſung der Framersheimer Paktialobligationen“ des mit dem Handlungshaus Simon Lindheimer zu Friedberg negoeiürten Anlehens, wurden die Nr. 30 und 41, 4 200 fl., gezogen. 119 Den Inhabern derſelben wird am 1. Januar 1850— von wo der Zinſenlauf aufhört— der Betrag durch das Handlungshaus Simon Lind⸗ Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons, ausbezahlt werden. 1916071 11 Framersheim den 15. September 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Stell wagen. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1850 Ich habe einen neuen Trans⸗ port von reingehaltenen Pfälzer- und Rheinweinen, per Ohm zu fl. 16. 18. vorzüglich ſchöne 18481 Weine zu ganz billigen Preiſen. 121 Arnold Stiebel junior Döngesgaſſe Nr. 6 neu in Frankfurt a. M. 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(1) Den 15, Oktober erpedire ich ver⸗ mittelſt des Hauſes eine gen een Comp. in Antwerpen einen ſchönen geküpferten amerika⸗ niſchen Dreimaſter. g 1 Dieſe in unſerem Lande conceſſionirte Agentur hat mir zur Abſchließung der Schiffsverträge und zur Einkaſſirung der Gelder Vollmacht ertheilt. Indem ich bemerke, daß ich zu höchſt billigen Preiſen für dieſe Fahrt noch Auswanderer an nehme, verſichere ich gewiſſenhafte Bedienung. Friedberg am J. Oktober 189. „Hager 1 Die Agentur 41231 0 112 e ee Baruch Hecht. nn 20g is (1495) für einen einzelnen Herrn wird, wo möglich in der Burg oder deren Nähe, geſucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. Arn e i 460 7% 9 (1496) Ein möbelirtes Zimmer mit Schlaf kabinet iſt zu vermiethen, Ludwigsſtraße Nr. 428. ö Zum Vermie the n. miethen. Auf Verlangen iſt gleicher Erde eine desgleichen und kann in acht Tagen bezogen Werden. 255 7 1 I. 77 Friedberg am 1. Oktober 189. 45 f Johann Philipp Jung. ene Ver m ie then. (1498) Gebrauchte Claviere, welche ſechs Octav und noch einen angenehmen Ton haben, ſtehen zu vermiethen bei a n Bernhardt Marguth i dn Butzbach. F aß ⸗Verſtei gerung. (1499) Donnerſtag den 4. October, Nach⸗ mittags 2 Uhr, läßt der Unterzeichnet 30 neue Stückfaß mit eiſernen Reifen, dahier, meiſtbie⸗ tend verſteigern. Vilbel den 30. September 1849. Ppbiltpp Weil, Küfermeiſter in Frankfurt a. M. Zur Nachricht für Auswanderer! (1500) Den 15. Oktober d. J. expedtren wir durch Vermittelung unſers Antwerpener Hauſes Franz Küms und Comp. den ſchönen ſchnell⸗ ſegelnden und gekupferten amerikaniſchen Drei⸗ maſter Edwina, Kap. Parmilz, 900 Tonnen groß, und übernehmen für dieſes Schiff unter Verficherung gewiſſenhafter und prompter Be⸗ förderung Auswanderer zu den billigſten Prelſen. Nähere Auskunft ertheilt unſer Agent Herr Heinrich Rühl in Hungen, welcher auch zur Abſchließung von Verträgen für dieſe und künftige Expeditlonen ermächtigt iſt. 1 Mainz den 29. September 1849. bis ſpäteſtens den 31. October d. J. deßhalb Ernſt und Kern. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bind ernagel in Friedberg. (1497) Im zweiten Stock meines Hauses, Nr. 339, iſt eine vollſtändige Wohnung 5 ver⸗ 9 e „ Aq„